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Bekennende Kirche (Schriftenreihe)

Bekennende Kirche war eine Schriftenreihe, die von 1933 bis 1937 im Christian Kaiser Verlag in München erschien. Herausgegeben wurde sie zunächst von …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Einordnung
  2. 2. Zweck der Reihe
  3. 3. Lehre und Bekenntnis
  4. 4. Hefte und Themen
  5. 5. Autorinnen und Autoren

Einordnung

„Bekennende Kirche“ war eine Schriftenreihe, die von 1933 bis 1937 im Christian Kaiser Verlag in München erschien. Sie war eine Reihe einzelner Hefte zu theologischen und kirchlichen Fragen der damaligen Zeit.

Herausgegeben wurde die Reihe zunächst von Theodor Ellwein und Christian Stoll. Später gab Christian Stoll sie in Gemeinschaft mit Georg Merz und Hermann Sasse heraus.

Zweck der Reihe

Das Anliegen der Schriftenreihe wurde im Nachwort des ersten Heftes erklärt. Die deutsche evangelische Kirche sah sich demnach von ihrem Herrn gesandt, dem deutschen Volk in einer Zeit großer äußerer und innerer Erschütterung ihre Botschaft auszurichten.

Diese Botschaft sollte so verkündet werden, dass das Volk sie fassen und verstehen und, wenn Gott seinen Segen dazu gebe, im Glauben annehmen könne. Die Reihe stand damit im Zusammenhang eines „volksmissionarischen Vorstoßes“, also einer kirchlichen Bemühung, das Evangelium dem Volk nahezubringen.

Lehre und Bekenntnis

Die Schriftenreihe betonte, dass Volksmission nicht nur bedeute, das Evangelium wirklichkeitsnah und volkstümlich zu verkündigen. Entscheidend sei vor allem, dass es „recht gelehrt“ werde, mit Bezug auf Artikel VII der Augsburgischen Konfession.

Deshalb sollte die missionarische Arbeit mit ernsthafter Besinnung auf die Lehre der Kirche verbunden sein. Maßgeblich war dabei das kirchliche Bekenntnis, also die verbindliche Glaubensaussage der Kirche. Dieser theologischen Besinnung wollte die Reihe „Bekennende Kirche“ dienen.

Hefte und Themen

Die Hefte sollten in zwangloser Folge erscheinen und „alle brennenden Fragen“ behandeln, deren Beantwortung der Kirche in der damaligen Gegenwart aufgetragen sei. Zunächst waren unter anderem folgende Hefte vorgesehen: „Riederauer Thesen zur Volksmission“, Christian Stolls „Das Bekenntnis der Kirche“, Theodor Ellweins „Gesetz und Evangelium“, Eduard Putz’ „Völkische Religion und Christentum“, Friedrich Loys „Menschenfragen und Gottesantwort“ und Theodor Ellweins „Das Wort Gottes in der Bibel“.

Weitere geplante Titel waren Wilhelm Vischers „Hiob ein Zeuge Jesu Christi“, Eduard Ellweins „Der Menschensohn“ und Theodor Ellweins „Unser Altes Testament“. Die Reihe sollte „nach Bedarf“ fortgesetzt werden. Tatsächlich erschienen bis 1937 insgesamt 54 Hefte.

Autorinnen und Autoren

Neben den zunächst genannten Autoren wirkten zahlreiche weitere Verfasser an der Schriftenreihe mit. Genannt werden unter anderem Adolf Schlatter, Christian Keyßer, Hans Lauerer, Georg Merz, Hermann Sasse, Hans Meiser, Julius Schniewind, Hanns Lilje, Volkmar Herntrich, Hans Joachim Iwand, Otto Dietz und Helmut Thielicke.

Die große Zahl der Beteiligten zeigt, dass die Reihe als Sammelort theologischer Beiträge zu kirchlichen, missionarischen und bekenntnisbezogenen Fragen angelegt war.

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