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Beat Jans
Am 13. Dezember 2023 wurde er als Nachfolger von Alain Berset in den Bundesrat gewählt. Er steht seit dem 1. Januar 2024 dem Eidgenössischen Justiz- und …
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Überblick
Beat Anton Jans (* 12. Juli 1964 in Basel; heimatberechtigt in Hitzkirch und Riehen) ist ein Schweizer Politiker der SP. Er wurde am 13. Dezember 2023 als Nachfolger von Alain Berset in den Bundesrat gewählt. Seit dem 1. Januar 2024 steht er dem Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) vor.
Vor seiner Wahl in den Bundesrat war Jans von 2021 bis 2023 Regierungspräsident des Kantons Basel-Stadt. Davor gehörte er von 2010 bis 2020 dem Nationalrat an und war von 2015 bis 2020 Vizepräsident der SP Schweiz.
Ausbildung und Beruf
Jans wuchs in Riehen bei Basel auf. Er ist ausgebildeter Landwirt, diplomierter TTL-Agrotechniker und diplomierter Umweltnaturwissenschaftler ETH Zürich. Diese Ausbildung verbindet Landwirtschaft, Technik und Umweltwissenschaften.
Von 1995 bis 2010 arbeitete Jans bei Pro Natura. Dort wurde er Leiter der Abteilung Politik und Internationales und gehörte zur Geschäftsleitung. Von 2010 bis 2014 war er Geschäftsleiter des Vereins Natur, der ab 2014 Schweizer Forum für nachhaltige Entwicklung, eco.ch, hiess. Zudem war er Dozent an der Universität Basel und selbstständiger Berater im Bereich Umweltschutz und Kommunikation.
Politischer Weg bis Basel-Stadt
1998 trat Jans der SP bei. Von 2000 bis 2005 war er Präsident der SP des Kantons Basel-Stadt. Von 2001 bis 2011 war er Mitglied im Grossen Rat, dem Parlament des Kantons Basel-Stadt. Dort arbeitete er in der Kommission für Wirtschaft und Abgaben sowie in der interkantonalen Kommission Schweizer Rheinhäfen mit.
2010 rückte Jans für den zurücktretenden Ruedi Rechsteiner in den Nationalrat nach. Der Nationalrat ist eine der beiden Kammern des Schweizer Parlaments. Jans wurde 2011, 2015 und 2019 wiedergewählt. Im Nationalrat war er Mitglied der Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) sowie der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK). Von 2015 bis 2020 war er Vizepräsident der SP Schweiz. 2017 leitete er ein Projekt zum Wirtschaftskonzept der SP für die Delegiertenversammlung vom 24. Februar 2018.
Regierungsamt und Bundesrat
Bei den Gesamterneuerungswahlen im Oktober 2020 wurde Jans im ersten Wahlgang in die Regierung des Kantons Basel-Stadt gewählt. Nach dem Rückzug von Elisabeth Ackermann kandidierte er im zweiten Wahlgang erfolgreich für das Regierungspräsidium für die Amtszeit 2021–2025. Im Dezember 2020 trat er aus dem Nationalrat zurück; für ihn rückte Sarah Wyss nach.
Am 22. September 2023 kündigte Jans seine Kandidatur für die Bundesratswahl 2023 an, um Alain Berset nachzufolgen. Die SP-Bundeshausfraktion nominierte Beat Jans und Jon Pult als offizielle SP-Bundesratskandidaten. Jans wurde im dritten Wahlgang von der Bundesversammlung gewählt. Er wurde damit nach Ernst Brenner und Hans-Peter Tschudi der dritte Bundesrat aus dem Kanton Basel-Stadt. Danach trat er als Regierungspräsident des Kantons Basel-Stadt zurück. Anfang 2024 übernahm er im Bundesrat das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement.
Weitere Funktionen und Privates
Neben seinen politischen Ämtern präsidierte Jans das Forum für Nachhaltigkeit der Schweiz, eco.ch, sowie NWA Schweiz, die Organisation „Nie wieder Atomkraftwerke“. Von 2010 bis 2020 war er Mitglied des Verwaltungsrats der Industriellen Werke Basel (IWB). Von 2015 bis 2021 war er Stiftungsratspräsident der Schweizerischen Energiestiftung. Im Jahr 2022 hatte er die Schweizerische Präsidentschaft der Oberrheinkonferenz inne.
Jans ist mit der gebürtigen US-Amerikanerin Tracy Jans verheiratet. Er ist Vater von zwei Töchtern und wohnt in Basel, werktags in Bern.