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Bandau
Bandau ; Eingemeindet nach: Beetzendorf ; Postleitzahl: 38489 ; Vorwahl: 039000 ; Bandau (Sachsen-Anhalt). Lage von Bandau in Sachsen-Anhalt.
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Überblick und Lage
Bandau ist ein Ortsteil der Gemeinde Beetzendorf im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt. Der Ort liegt auf 45 m ü. NHN, umfasst 15,17 km² und hatte am 31. Dezember 2023 111 Einwohner; das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 7 Einwohnern je km².
Bandau ist ein Straßendorf mit Kirche in der Jeetzeniederung in der Altmark, etwa sieben Kilometer nordwestlich von Klötze. Südöstlich liegt das Waldgebiet Der Lelchow. Nachbarorte sind Darnebeck, Jeeben, Poppau, Peertz und die Hoppesmühle.
Entstehung und Verlegung des Dorfes
Personen mit dem Namen Bandow bzw. Bandowe sind für 1275 und 1312 belegt. Das Dorf selbst wurde erstmals 1420 urkundlich erwähnt, als Markgraf Friedrich „dat dorpp Bandow“ an Günzel von Bartensleben belehnte.
Im 16. und 17. Jahrhundert war der Ort wüst, also vorübergehend verlassen. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts entstand aus wüsten Höfen von Bandau und der wüsten Mark Lelchow ein Gut. Dieses Gut hieß Lelchau oder Lerchau und hatte 1804 zwei Feuerstellen mit 14 Einwohnern. 1816 wurde das Rittergut ohne die Lelchower Feldmark an Bauern in Bandau verkauft; daraus entstand das heutige Dorf.
Die frühere Siedlung lag im Gebiet des heutigen Alt-Bandau und war ein Haufendorf, also eine dicht und unregelmäßig gruppierte Siedlung. Dort wurde 1818 eine kleine Kirche errichtet. Nach einem Brand am 6. Juni 1832 waren nur sechs Wohngebäude und die Kirche erhalten. Noch 1832 begann der Aufbau einer neuen Ortslage 600 Meter weiter östlich am Weg von Klötze nach Beetzendorf, auf trockenerem Grund und mit großzügigerer Bebauung. Damit entstand das heutige Straßendorf. Die Kirche und zwei weitere Gehöfte wurden 1850 verlegt.
Verwaltung und Bevölkerung
Bandau gehörte nacheinander zum Salzwedelischen Kreis, zum Kanton Klötze und zum Kanton Jübar im Königreich Westphalen. Ab 1816 lag es wieder im Kreis Salzwedel, später Landkreis Salzwedel. 1950 wurden Peertz und Poppau in die damalige Gemeinde Bandau eingegliedert. 1952 kam Bandau zum Kreis Klötze, 1994 zum Altmarkkreis Salzwedel.
Seit dem 1. Januar 2009 ist Bandau in Beetzendorf eingemeindet. Gleichzeitig wurden Bandau, Poppau und Peertz Ortsteile von Beetzendorf; eine Ortschaft wurde nicht gebildet. Seit 2010 gehört Bandau zur Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf.
Die Einwohnerzahl stieg von 37 im Jahr 1734 auf 203 im Jahr 1925. Für 1946 werden 821 Einwohner genannt, danach sank die Zahl: 620 im Jahr 1964, 463 im Jahr 1993, 512 im Jahr 2005 und 111 im Jahr 2023.
Kirche, Religion und Wappen
Die evangelische Kirchengemeinde Bandau wird vom Pfarrbereich Beetzendorf im Kirchenkreis Salzwedel betreut. Dieser gehört zum Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.
Die heutige Dorfkirche ist ein rechteckiger Putzbau mit Fachwerkdachreiter. Sie wurde 1850 aus Alt-Bandau versetzt; ihre erhaltene Glocke stammt von 1579. In der Nähe liegt das Ökodorf Sieben Linden, eine sozial-ökologische Modellsiedlung.
Das Wappen zeigt auf blauem Grund einen achteckigen silbernen Stein, der von einer goldenen Kette umschlossen ist. Auf dem Stein liegt eine blaue Windrose, darüber zwei goldene Windrosen. Letzter Bürgermeister der früher selbstständigen Gemeinde war Helmut Fehse.