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Blutiger Kampf: So endete die Kolonialzeit in Afrika

MrWissen2go Geschichte | Terra X14:37 588.210 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 106 Zeilen
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  1. habt ihr schon mal vom weltkies Swahili Tag gehört tatsächlich hat dieser Gedenktag der am 7 juli gefeiert wird eine politische Bedeutung
  2. Kiswahili oder auch Swahili ist eine der meistgesprochenen Sprachen in Afrika und besonders in Ostafrika hat sie in den vergangenen Jahren immer mehr an
  3. Bedeutung gewonnen seit einiger Zeit wird etwa in Kenia im Parlament auf kiesbahidi debattiert statt wie früher auf Englisch das soll auch zeigen wie
  4. sind unabhängig von der ehemaligen Kolonialmacht Großbritannien dieses Beispiel für deutlich wie sehr die Kolonialzeit in afrikanischen Kontinent
  5. direkt oder indirekt bis heute prägt und wie sehr dieses Kapitel der Geschichte noch die Menschen der Gegenwart beschäftigt auch in Europa es liegt auch
  6. daran dass viele afrikanische Staaten erst vor einigen Jahrzehnten tatsächlich unabhängig geworden sind aber wie war das eigentlich genau musste sich die
  7. afrikanische Bevölkerung ihre Freiheit erkämpfen oder waren es die Europäer die die afrikanischen Kolonien irgendwann ganz friedlich in die Unabhängigkeit
  8. entlassen haben die wichtigsten Infos dazu jetzt in diesem Video 8 mai 1945 in Europa Ende der Zweite Weltkrieg den meisten Menschen wird
  9. dieses Datum als Tag der Befreiung in Erinnerung bleiben weniger bekannt ist aus dem deutschen Geschichtsunterricht dass ich am gleichen Tag auch in
  10. mehreren algerischen Ortschaften Menschenmengen auf der Straße versammeln allerdings nicht um zu feiern sondern um gegen die französische
  11. Kolonialherrschaft zu protestieren als französische Sicherheitskräfte in der Stadt sectiv mehrere Demonstranten niederschießen eskalieren die Proteste
  12. einige der Aufständischen töten europäische Siedler und Beamte es kommt zu Straßenkämpfen die französische Armee reagiert ihrerseits mit aller Härte und
  13. setzt sogar die Luftwaffe ein die wahllos einzelne Dörfer zerstört innerhalb eines Monats kommen bei den Vergeltungsmaßnahmen tausende Algeria
  14. ums Leben schätzungen sprechen von bis zu 30.000 diese Episode zeigt dass mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs auch die europäische Kolonialherrschaft zunehmend
  15. in Frage gestellt wird und auch dass die Europäer nicht bereit sind findet ihre Kolonien einfach so widerstandslos aufzugeben zu den Kolonialmächten
  16. gehören neben Großbritannien und dem eben erwähnten Frankreich damals auch Belgien Portugal und Spanien Deutschland hatte auch mal Kolonien musste diese
  17. Kolonien aber schon nach dem ersten Weltkrieg mit dem versaja-vertrag abgeben die anderen herrschen 1945 noch über große Teile Afrikas nur vier
  18. afrikanische Staaten sind damals formell unabhängig Liberia Äthiopien Ägypten und Südafrika Südafrika nimmt allerdings eine
  19. Sonderrolle ein das Land ist zwar keine Kolonie mehr allerdings benachteiligt das rassistische System der Apartheid massiv die schwarze Bevölkerungs
  20. Mehrheit mehr dazu erfahrt ihr in unserem Video dazu findet ihr oben auf dem i und dabei geht es auch um das Leben von Mandela aus heutiger Sicht ist
  21. es vielleicht erstaunlich dass die europäische Vorherrschaft in Afrika nicht mit dem Zweiten Weltkrieg direkt Ende denn zum Sieg der Alliierten tragen
  22. auch hunderttausende Soldaten aus den Kolonien bei im Gegenzug geben Frankreich und Großbritannien wohl gelingende zusagen und Versprechungen ab
  23. die sogenannte atlantikkarte die Großbritannien zusammen mit den USA im August 1941 veröffentlicht hebt zum Beispiel das Selbstbestimmungsrecht der
  24. Völker hervor dahinter steht auch die Idee dass kein Volk über ein anderes Volk herrschen soll aber ihr werdet euch schon gedacht haben die europäischen
  25. Siegermächte lösen ihre Versprechen nach dem Krieg nicht ein die Hoffnungen der afrikanischen Bevölkerungen auf mehr Selbstbestimmung werden bitter
  26. enttäuscht Kolonien gibt es auch nach dem Zweiten Weltkrieg noch überall auf dem afrikanischen Kontinent und auch in anderen Gegenden der Welt erstarken
  27. jetzt Anti koloniale Bewegungen aber vor allem Großbritannien und Frankreich halten an ihren Besitztümern das ist zumindest aus ihrer Sichtweise so fest
  28. ein Grund ist Europa braucht Rohstoffe für den Wiederaufbau nach dem Krieg und die Kolonien sind vielerorts reich an Öl an Kupfer an Gold und vielen anderen
  29. wertvollen Ressourcen die beiden größten Kolonialmächte Frankreich Großbritannien haben jetzt vor allem zwei Ziele einerseits wollen sie wirtschaftlich
  30. möglichst viel herausholen dafür bauen sie auch neue Straßenbahnstrecken und helfen andererseits wollen sie die antikolonialen Bestrebungen der
  31. einheimischen Bevölkerung eindämmen soweit das geht sie haben nämlich Angst dass ihnen die Kontrolle über die Kolonien entgleitet um den Protesten den
  32. Wind aus den Segeln zu nehmen setzen Sie einige politische Reformen um nach außen wirken diese Schritte wie eine Modernisierung faktisch greifen der
  33. Europäer aber noch tiefer in die sozialen und wirtschaftlichen Strukturen Afrikas ein als je zuvor tausende neue Verwaltungsbeamte Siedler und auch
  34. Experten kommen jetzt nach Afrika man kann nur sagen selbst sondern der Experten teilweise gleichzeitig ermöglichen es die moderaten
  35. Zugeständnisse dass sich die Unabhängigkeitsbewegungen besser organisieren es können sich Parteien bilden Vereine oder Gewerkschaften
  36. beides zusammen für dazu dass sich der Widerstand gegen die Fremdherrschaft erhöht die Situation gleicht einem Kassel in dem sich konstant der Druck
  37. erhöht und dessen Deckel weiterhin zugehalten wird ganz besonders heftig entlädt sich der Druck in der britischen Kolonie Kenia wir schauen uns die
  38. Ereignisse dort mal ein bisschen genauer an denn Kenia steht für eine Facette des afrikanischen Unabhängigkeitskampfes die heutzutage oft vergessen wird die
  39. Leitfigur des politischen protests in Kenia ist Jomo kenyata nach einem Studium in London kehrt er 1946 in seiner Heimatland zurück und wird ein
  40. Jahr später Präsident der Kenia African Union er wird gewählt das ist die einflussreichste Organisation im kenianischen Unabhängigkeitskampf kinata
  41. beeindruckt vor allem durch sein charismatisches Auftreten als er in einem Interview gefragt wird wann Kenia unabhängig werden soll antwortet er nur
  42. in vielen afrikanischen Kolonien gibt es ähnliche Persönlichkeiten quamen Chroma in Ghana Patrice Mumba im Kongo leopol sie darf im Senegal viele von ihnen
  43. haben eine höhere Bildung genossen einige auch an europäischen oder amerikanischen Universitäten studiert und erkennt das Führung versuchen die
  44. kenianischen aktiv Wissen zunächst in friedlichen Verhandlungen Zugeständnisse von den Briten zu erreichen sie pochen auf die Rückgabe des fruchtbaren Landes
  45. das Ihnen die weißen für ihre Farmen weggenommen haben und sie wollen wichtige verwaltungspositionen besetzen als die Briten auf diese Forderungen
  46. nicht eingehen gewinnen radikalere Kräfte immer mehr an Einfluss sie zwingen ihre Landsleute nun den Schwur der Einheit zu leisten dieser Schwur
  47. soll sie verpflichten gegen die Kolonialherrschaft aufzubegehren ab 1952 eskaliert die Gewalt die afrikanischen Widerstandskämpfer beginnen einen
  48. brutalen Guerillakrieg und erhalten von den Briten den Namen Mau-Mau woher die Bezeichnung genau kommt das ist bis heute unklar die Kolonialverwaltung
  49. lässt ausgerechnet domokinata festnehmen der sich als Moderator Politiker eigentlich von der Gewalt distanziert sieben Jahre lang wird er eingesperrt
  50. beide Seiten gehen rücksichtslos vor allerdings mit einer ungleichen Ausgangssituation die Briten eindeutig in einer überlegenen Position die
  51. Aufständischen verüben Pflege und töten europäische Siedler oder Kenianer die sich mit ihnen zusammentun die Briten wiederum richten ihre Gegenmaßnahmen
  52. gegen die gesamte Bevölkerung so kommt zum Beispiel mehr als 150.000 Afrikaner in Internierungslager viele von ihnen werden gefoltert oder müssen
  53. Zwangsarbeit leisten zu den Folteropfern zählt übrigens auch ein Mann dessen Enkel später einmal zum Präsidenten der USA gewählt wird es ist Hussein und
  54. Jango Obama der Großvater von Barack Obama ihm wird schon 1949 vorgeworfen Kontakte zu den Mau-Mau zu haben die Akten des Verfahrens werden später von
  55. den Briten vernichtet so dass sich die Vorwürfe nicht überprüfen lassen die Familie erzählt jedenfalls dass du seine Obama nach Inhaftierung und Folter
  56. eingebrochener Mann ist erst nach 4 Jahren im Oktober 1956 Ende der sogenannte mau-mau-krieg die Briten können sich durchsetzen und vor allem
  57. die Einheimischen zahlen einen hohen Preis schätzungen gehen von 20.000 bis 100.000 Todesopfern aus daneben haben 95 Europäer Leben verloren immerhin machen
  58. die Kolonialherren jetzt Zugeständnisse zumindest ein paar sie erlauben es unter anderem dass eine nationale Verfassung verabschiedet wird die Forderungen nach
  59. Unabhängigkeit verhallen aber nicht während der Konflikt in Kenia eskaliert fängt die Kolonialherrschaft auch in anderen afrikanischen Ländern
  60. anzubröckeln im März 1957 wird die Goldküste das spätere Ghana als eine der ersten afrikanischen Kolonien unabhängig der Übergang verläuft dabei
  61. weitestgehend gewaltfrei das zeigt auch ein friedlicher Wandel ist möglich aber eben nicht überall in Ghana Leben auch viel weniger europäische Siedler als zum
  62. Beispiel in Kenia und der Wohlstand und Bildung stand im Land ist höher im Februar 1960 hält dann der britische Premierminister Harald mcmillen eine
  63. viel beachtete Rede in Kapstadt dabei stellte fest the wind of changes blowings der Wind des Wandels weht durch diesen
  64. Kontinent ein Zitat aus euch oder vielleicht auch ein Eltern Großeltern vielleicht bekannt vorkommt als Jahrzehnte später der Kalte Krieg endet
  65. und in Deutschland die Mauer fällt veröffentlicht die Band das Scorpions den Song wind of change der die Formulierung aufgreift mit so einem
  66. Pfeifen am Anfang ab da wahrscheinlich schon mal gehört wir können uns Aussage macht deutlich die europäischen Kolonialmächte haben erkannt dass die
  67. Dekolonialisierung nicht mehr aufzuhalten ist in diesem Wort bezeichnet man heute den Zerfall der europäischen Imperien und das damit
  68. verbundene Ende der Kolonialherrschaft allein 1960 das heißt ja Afrikas in der Geschichte eingeht erlangen in Afrika 17 Staaten die Unabhängigkeit und die
  69. Menschen feiern die zum Beispiel hier in Nigeria aber wieso plötzlich so schnell da spielen vor allem drei Punkte eine Rolle erstens das Umdenken der
  70. Kolonialmächte in Europa gibt es im Laufe der 50er und 60er Jahre immer mehr kritische Stimmen die sich gegen den Kolonialismus aussprechen auch aus
  71. wirtschaftlichen Gründen allein der Krieg in Kenia kostet Großbritannien mehr als 55 Millionen Pfund es wäre nach heutigen Wert deutlich mehr als eine
  72. Milliarde Pfund und auch international steigt der Druck so verabschieden die Vereinten Nationen im 1960 eine vielbeachtete Resolution gegen den
  73. Kolonialismus der europäische Imperialismus wirkt wie ein Relikt aus vergangenen Zeiten zweitens antikoloniale Bewegungen die
  74. Unabhängigkeitsbewegungen sind nach den beiden Weltkriegen zu groß und zu einflussreich geworden als das man sie dauerhaft hätte unterdrücken können und
  75. drittens der Kalte Krieg zwei neue Supermächte die USA und die Sowjetunion bestimmen nach 1945 die Weltordnung und die sind nicht unbedingt daran
  76. interessiert dass die Kolonialreiche erhalten bleiben für sie ist die Aufteilung der Welt in West und Ostblock wichtiger es zählt vor allem den
  77. Einfluss der anderen Supermacht möglichst klein zu halten und weniger von dem das Land tatsächlich regiert wird nach 1960 dauert das allerdings
  78. noch einige Zeit bis alle Länder Afrikas die Fremdherrschaft überwinden können erst 1963 entsteht zum Beispiel in Kenia ein eigenständiger Nationalstaat und
  79. erster Ministerpräsident wird werdet ihr euch gedacht haben zu dieser Zeit prägt er übrigens auch den Ausdruck herange das in etwa so viel
  80. heißt wie an einem Strang ziehen das findet sich heute noch auf dem kenianischen Wappen wieder das Ende der Kolonialzeit verläuft dabei in Afrika
  81. wie gesagt sehr unterschiedlich und wir können diesen kurzen Video natürlich nur einen kleinen Ausschnitt beleuchten es gibt nicht die die Kolonisation in Kenia
  82. war der Übergang in die Unabhängigkeit mit viel Gewalt verbunden und so war es in etwa auch in Madagaskar in Kamerun Mosambik Angola oder Algerien und
  83. sogenannten Algerienkrieg findet ihr übrigens in diesem Video hier zur Geschichte Frankreichs noch weitere Infos in anderen Teilen Afrikas wiederum
  84. zogen sich die Europäer weitgehend friedlich zurück wie schon erwähnt den Ghana in Sierra Leone Gambia oder auch Tansania und auch insgesamt betrachtet
  85. verlief die die Kolonisation Afrikas zumindest im Vergleich zum Beispiel zu Asien zwar nie komplett gewaltfrei aber verhältnismäßig ganz wichtig friedlich
  86. deshalb werden die brutalen Kolonialkriege oft auch vergessen oder sogar verdrängt oder ja bewusst nicht erwähnt doch das koloniale Erbe das
  87. wirkt nach das macht sich schon in den ersten Jahren nach der Unabhängigkeit bemerkbar denn als die Europäer wer oder weniger überstürzt die afrikanischen
  88. Länder verlassen fehlen viele Orts nicht nur staatliche Strukturen sondern auch Menschen mit der entsprechenden notwendigen Ausbildung um diese
  89. Strukturen aufzubauen in der Demokratischen Republik Kongo zuvor belgische Kolonie haben zum Beispiel bei der Unabhängigkeit 1960 nur 16 Personen
  90. einen Universitätsabschluss 16 Personen im ganzen Land bei einer Bevölkerungsgröße von 15 Millionen Einwohnern das ist nur ein Beispiel für
  91. die Herausforderungen vor denen die afrikanischen Staaten nach der Unabhängigkeit stehen folgende Dekolonisation sind bis heute auch
  92. sichtbar es liegt auch daran dass sie in einigen gegen den Afrikas mit gewaltvollen Konflikten verbunden war deren Aufarbeitung gerade erst begonnen
  93. hat dabei spielen auch die juristischen und finanziellen Konsequenzen eine Rolle zu verklagen fünf ehemalige mau-mau-angehörige Großbritannien im
  94. Jahr 2009 für das was ihnen in den Internierungslagern angetan wurde im Juli 2011 erkennt der oberste britisch Gerichtshof die Klage an die
  95. britische Regierung bietet daraufhin mehr als 5000 Kenianern eine finanzielle Entschädigung an weitere Entschädigungsforderungen sind aktuell
  96. noch offen vor allem junge Menschen aus den ehemaligen Kolonialmächten blicken heute kritischer auf die Vergangenheit auch die aus den USA stammende black
  97. lives matter Bewegung mit konkreten Folgen im Jahr 2020 versenkt eine Menschenmenge in Bristol die Statue von Edward Carsten im Hafenbecken der war
  98. Politiker und Unternehmer und hat ein Vermögen mit dem Handel von Sklaven verdient hinter der Aktion steht die Idee dass die Kolonialzeit nicht mit der
  99. Unabhängigkeit der afrikanischen Staaten endet sondern auch die damit verknüpften Denkmuster und Traditionen erst noch überwunden werden müssen vor allem der
  100. Rassismus was denkt ihr denn wie verbreitet sind diese denken musste heute noch habt ihr Beispiele oder findet ihr das alles übertrieben z.B
  101. Statuen im Hafen zu versenken solche Konflikte gab es übrigens nicht nur in Afrika denn auch in anderen Teilen der Welt existierten nach 19 45 noch
  102. Kolonien wenn ihr gerne einmal ein Video zum generellen Ende der Kolonialzeit in Asien sehen wollt dann schreibt das gerne unten in die Kommentare wir gucken
  103. einmal was wir machen können indem wir findet ihr noch zwei weitere Videos einmal das angesprochene Video zu den Verbrechen in den deutschen Kolonien und
  104. hier ein Film von crisis aus Kenia einem unglaublich tollen Land ich war selbst schon mehrfach dort und kann euch das nur empfehlen euch das auch mal aus der
  105. Nähe anzuschauen auch wenn sie ganze Ecke weg ist und mit dem Video bekommt ihr schon mal einen Einblick auf so schwierigen Situation in Kenia danke
  106. euch fürs zuschauen und bis zum nächsten Mal

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