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Wetter und Klima - Unterschied [Erdkunde, Wetter & Klima]

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Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 36 Zeilen
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  1. In diesem Video geht es um den Unterschied der Begriffe Wetter und Klima. Zwei in der physischen Geografie relevante Begriffe, die auch in Erdkunde
  2. im unterrichtlichen Kontext in verschiedenen Jahrgangsstufen relevant sind. In Alltagsgesprächen gibt es wohl kaum ein Thema, über das so oft
  3. gesprochen wird wie über das Wetter. Oder wird dabei eigentlich über das Klima gesprochen? Das Wetter ist heiß, das Klima ist heiß.
  4. Das sind beide Sätze, die nicht nur grammatikalisch, sondern auch inhaltlich richtig sind. Wo liegt aber der inhaltliche Unterschied? Wie das
  5. Beispiel verdeutlicht, beziehen sich beide Begriffe Wetter und Klima auf Bedingungen in der Atmosphäre. Hier ist es die Temperatur, aber man kann sich
  6. z.B. auch auf die Luftfeuchtigkeit, den Niederschlag, die Windrichtung oder die Windgeschwindigkeit beziehen. Auch die Sätze, das Wetter ist feucht
  7. und das Klima ist feucht, sind korrekt. Sie beziehen sich auf die Luftfeuchtigkeit der Atmosphäre. Der wichtige inhaltliche Unterschied in
  8. beiden Sätzen liegt im zeitlichen Maßstab, auf die sich die jeweilige Bedingung, z.B. heiß oder feucht, bezieht. Unter Wetter versteht man den
  9. momentanen kurzfristigen Zustand der Bedingungen in der Atmosphäre an einem bestimmten Ort zu einem bestimmten Zeitpunkt. Vereinfacht gesagt, Wetter
  10. ist das, was wir sehen, wenn wir aus dem Fenster gucken. Ist es gerade sonnig? Ist es heiß? Oder regnet es und stürmisch? Der Zeitpunkt, auf den sich
  11. Beschreibungen des Wetters beziehen, ist damit geklärt. Wetter ist das, was gerade in der Atmosphäre passiert. Zwischen Wetter und Klima läßt sich
  12. zudem die Witterung einordnen. Sie beschreibt den über mehrere Tage bis Wochen anhaltenden Charakter des Wetters, z.B. eine länger anhaltende
  13. Hochdruckphase oder eine niederschlagsreiche Periode. Anders verhält es sich beim Begriff Klima. Wenn wir vom Klima sprechen, dann
  14. meinen wir damit die durchschnittlichen Bedingungen in der Atmosphäre und das Ausmaß ihrer Schwankungen an einen bestimmten Ort über einen längeren
  15. Zeitraum hinweg. Und dieser Zeitraum kann sehr variabel sein und Jahre bis jahr Millionen umfassen. In der Klimatologie wird dafür in der Regel ein
  16. Zeitraum von 30 Jahren als Referenz verwendet, das sogenannte Klimamittel, um verlässliche Aussagen über typische Bedingungen treffen zu können. Mit
  17. anderen Worten, wenn wir das Wetter eines jeden einzelnen Tages über einen Zeitraum von 30 Jahre beobachten und die Klimaelemente wie z.B. wie die
  18. Temperatur oder den Niederschlag messen, dann bilden die Durchschnittswerte das Klima. Mittelwerte des Klimas werden also aus dem Wetter gebildet und zwar im
  19. Zeitraum von 30 Jahren. Wenn ihr ein Klimadiagramm betrachtet und die durchschnittliche Jahrestemperatur 8,6° beträgt, dann ist
  20. das nicht nur der Durchschnitt der Temperaturen der einzelnen Monate eines einzelnen Jahres, sondern von 30 Jahren. Bei der Verwendung der beiden Begriffe
  21. Wetter und Klima passiert es nicht selten, dass die unterschiedlichen zeitlichen Maßstäbe, auf die sich beide Begriffe beziehen, nicht klar
  22. voneinander getrennt werden. Beispielsweise entsteht an kalten Tagen oder bei starkem Schneefall oft der Eindruck, dass von einer Klimaerwärmung
  23. keine Rede sein kann, was dazu führt, dass der anthropogene von Menschen verursachte Klimawandel genauer erläutert im hier rechts oben verlinkten
  24. Video in Frage gestellt wird. Solche Schlussfolgerungen sind insofern mißverständlich, weil einzelne Wetterereignisse mit langfristigen
  25. klimatischen Entwicklung verwechselt werden. Der PFS, der Lehrbuchklassiker der Biologie, verdeutlicht den Unterschied gut und klärt auch das
  26. Missverständnis auf. Klima ist das, was man aufgrund der Bedingung in der Vergangenheit erwartet. Wetter ist das, was tatsächlich an einem bestimmten Tag
  27. vorherrscht. Beispielsweise wird eine Klimaerwärmung ein Abschmelzen der Gletscher über Jahrzehnte oder Jahrhunderte hinweg
  28. bewirken, während einzelner starker Schneesturm diesen Rückzug der Gletscher kaum aufhalten kann. Selbst die Durchschnittstemperatur eines einzelnen
  29. Jahres reicht noch nicht aus, um vom Klima eines Ortes zu sprechen, da sie stark von kurzfristigen Wetterschwankungen beeinflusst sein
  30. kann. Zwar verändert ein einzelnes kaltes Jahr rechnerisch den Mittelwert, doch erst langfristige Zeiträume von mehreren Jahrzehnten zeigen, ob sich das
  31. Klima tatsächlich verändert. Wahrscheinlich wisst ihr, dass ich auch Videos über Biologiethemen habe. Selbst über die Biologie kann der Unterschied
  32. zwischen Wetter und Klima recht anschaulich erklärt werden. Auf Wetter zeigen Organismen in der Regel kurzfristige Reaktionen. Beispielsweise
  33. suchen sie Zuflucht vor einem plötzlichen Regenguss. Säugetiere fangen bei kalten Außentemperaturen an zu zittern und erzeugen so Wärme. Das Klima
  34. hat auf Organismen hingegen eher eine Filterwirkung. ist beeinflusst bzw. begrenzt, wo Organismen leben können und wo nicht und legt damit ihre Verbreitung
  35. und Häufigkeit fest. Sollten Organismen das an einem Ort herrschende Klima nicht tolerieren, werden sie dort nicht vorkommen. Die Frage, durch welche
  36. Prozesse globale Klimamuster entstehen, ist Gegenstand des an dieser Stelle verlinkten Videos.

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