🎓 Englisch Fachdidaktik StEX – Folge 21: Examen Frühjahr 2025 Nr. 3: Interkulturelle Kompetenz!📝🌍✨ 📚 Englisch-Fachdidaktik – Dein Staatsexamen-Kurs! https://www.youtube.com/watch?v=y2fBynmRBuU Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Hallo und herzlich willkommen. Heute knacken wir gemeinsam eine richtig typische Staatsexamensaufgabe. Wir schauen uns ganz strategisch an, wie 0:08 man eine Prüfungsfrage zur interkulturellen Kompetenz im Englischunterricht der Grundschule am besten angeht und eine Topantwort. 0:16 So und das hier ist der Gegner. Schauen wir uns die Herausforderung doch mal im Original an. Die Aufgabe hat klassischerweise drei Teile. Erstens, 0:26 sie sollen das Modell von Michael Byrem erläutern. Zweitens, die praktischen Folgen für die Auswahl von Themen diskutieren und drittens, und das ist 0:34 der Kern, das Ganze an einem konkreten Unterrichtsbeispiel illustrieren. Und hier ist unser Schlachtplan für heute. Wir haben das Ganze in fünf klare 0:43 Schritte unterteilt. Zuerst analysieren wir die Aufgabe selbst, dann entschlüsseln wir Burms Modell. Im dritten Schritt machen wir es ganz 0:51 praktisch, bevor wir das Ganze kritisch reflektieren. Und zum Schluss gibt's meine fünf besten Tipps, mit denen Sie im Examen richtig punkten. Okay, legen 1:00 wir los. Als allererstes müssen wir uns die Struktur der Aufgabe und die Zeitplanung für den Ernstfall ganz genau ansehen. Das hier ist wirklich das A und 1:10 O. Sie müssen die Operatoren verstehen, also die Arbeitsanweisungen. Erläutern heißt saubere, klare Theoriedarstellung. Diskutieren verlangt von Ihnen ein 1:20 Abwägen, also pro und kontra der praktischen Konsequenzen und illustrieren, da müssen Sie liefern, ein super konkretes, detailliert 1:29 ausgearbeitetes Unterrichtsbeispiel. Das führt uns direkt zur Zeitplanung. Sehen Sie sich das mal an. Der mit Abstand größte Batzen, also gut die Hälfte ihrer 1:38 Zeit, sollte für Ihr Praxisbeispiel drauf gehen. Das ist wirklich das Herzstück ihrer Klausur. Hier gibt's die meisten Punkte zu holen. Planen Sie das 1:46 also großzügig ein. So und jetzt stürzen wir uns auf den theoretischen Kern, den Sie im ersten Teil Ihrer Antwort brauchen. Michael 1:55 Byems berühmtes Modell der interkulturellen kommunikativen Kompetenz. Fangen wir mal mit einer ganz klaren Definition an. Was ist das 2:02 überhaupt? Interkulturelle Kompetenz ist eben viel mehr als nur Faktenwissen über ein Land. Es ist die Fähigkeit, sich in fremden Situationen angemessen und 2:12 Wirkungsfall zu verhalten. Und das Ganze basiert auf Wissen, ja, aber eben auch auf Fertigkeiten und ganz wichtig auf den richtigen Einstellungen. Man kann 2:22 sich Byums Modell ein bisschen wie eine Pyramide vorstellen. Die Basis, das Fundament sind die Einstellungen, also Dinge wie Neugier und Offenheit. Darauf 2:30 baut sich dann das Wissen über andere Kulturen auf und dann erst kommen die praktischen Fertigkeiten, also interpretieren und interagieren können. 2:39 Das alles zusammen führt dann zum großen Ziel an der Spitze. Und das ist sie, die Spitze der Pyramide, die sogenannte Critical Cultural Awareness. Das ist die 2:49 Königsdisziplin. Hier geht es nicht mehr nur darum, Dinge zu verstehen oder zu akzeptieren. Es geht darum, die Fähigkeit zu entwickeln, 2:56 kulturelle Dinge, auch die eigenen, kritisch und anhand von klaren Kriterien zu bewerten. Und hier ein kleiner Tipp für die extra Punkte. Zeigen Sie, dass 3:05 Sie sauber abgrenzen können. Interkulturelles Lernen, da geht's vor allem ums Verstehen. Global Citizenship geht einen Schritt weiter. Das fordert 3:13 aktives Handeln. Also z.B. wenn man im Klassenraum über Mülltrennung spricht, was ja auch eine globale Komponente hat und das dann auch umsetzt. So, genug der 3:23 grauen Theorie, jetzt wird's spannend. Wie übersetzen wir das Ganze in eine packende, greifbare Stunde für die Grundschule? Wir nehmen uns ein super 3:32 Beispiel, das Arbeitsblatt zur Reise der Banane. Das ist einfach perfekt, um so eine riesiges abstraktes Thema wie globale Zusammenhänge für die Kleinen 3:41 wirklich greifbar und verständlich zu machen. Eine gute Stunde hat immer einen klaren Aufbau. Wir fangen mit einem Hook an, der die Kinder packt, z.B. eine 3:50 echte Banane und eine Weltkarte. Dann kommt die eigentliche Arbeitsphase mit dem Arbeitsblatt. Und zum Schluss, ganz wichtig, sichern wir das Gelernte in 3:58 einer gemeinsamen Reflexion. und regen einen ersten Perspektivwechsel an. Okay. Und jetzt kommt die entscheidende Frage fürs Examen. Wie verknüpfen Sie jetzt 4:08 dieses praktische Beispiel mit der Theorie? Wo genau in dieser Stunde wird Bams Modell denn jetzt sichtbar? Hier sehen Sie die direkte Verbindung. Allein 4:18 die Frage, woher kommt die Banane, zielt auf die Einstellung ab, nämlich Neugier. Das Ordnen der Bilder vermittelt Wissen über globale Lieferketten. Das Deuten 4:28 der Bilder von den Arbeitern, das schult die Fertigkeit des Interpretierens. Und der kleine Hinweis auf ein Fertheitlogo, das ist schon ein erster Anstoß in 4:36 Richtung kritische Bewusstheit. Eine wirklich gute Examensantwort hört aber nicht beim Praxisbeispiel auf. Sie müssen zeigen, dass Sie ihren eigenen 4:45 Entwurf auch kritisch hinterfragen können. Also wägen wir mal die Vor und Nachteile ab. Also, was spricht für dieses Beispiel? Ganz klar, es ist super 4:55 nah an der Lebenswelt der Kinder. Es weckt Empathie, es ist motivierend. Auf der anderen Seite müssen wir aber auch ehrlich sein. Natürlich besteht die 5:03 Gefahr der Vereinfachung. Komplexe Themen wie Weltwirtschaft können in der Grundschule logischerweise nur angebahnt werden. Das sollten Sie in Ihrer Klausur 5:11 auch so benennen. So und jetzt zum Finale. Ich habe Ihnen meine fünf wichtigsten und wirkungsvollsten Tipps mitgebracht, mit denen Sie im Examen die 5:20 maximale Punktzahl rausholen können. Tipp Nummer 1 und der ist absolut nicht verhandelbar. Nennen und erklären Sie immer alle fünf Kompetenzbereiche, die 5:31 Savoirs von Byem. Das ist ihre theoretische Basis und ein absoluter Punktegerannt. Zweitens, zeigen Sie, dass Sie wissen, wo das Ganze im 5:41 Lehrplan verankert ist. Ein kurzer Verweis auf den passenden Lernbereich im Lehrplan Plus signalisiert sofort, Sie können die Theorie mit der bayerischen 5:49 Schulpraxis verbinden. Tipp Nummer 3: Werden Sie bei Ihrem Praxisbeispiel so konkret wie irgendwie möglich. Das ist eine absolute Pflichtübung. 5:58 Waagebeschreibungen wie man könnte ein Lied singen, kosten sie wertvolle Punkte. Seien Sie detailliert. Viertens, schreiben Sie nicht nur das Wort 6:07 Perspektivwechsel hin, erklären Sie ganz genau, wie Ihre Aufgabe das anregt und warum das wichtig ist, um z.B. Empathie zu fördern. Und schließlich mein Tipp 6:17 Nummer 5, die kritische Reflexion. Wenn sie am Ende Ihrer Ausführung die Chancen, aber eben auch die Grenzen ihres eigenen Unterrichtsentwurfs 6:26 aufzeigen, dann trennt das die Spreu vom Weizen. Das zeigt echtes Prüferniveau. Und das ist eigentlich der Punkt, den Sie mitnehmen sollten. Wenn wir über 6:36 interelle Kompetenz sprechen, dann geht es am Ende weniger darum, Fakten abzufragen, sondern darum, Haltungen zu formen. Und genau das ist ihre Aufgabe 6:45 als zukünftige Lehrkraft. In diesem Sinne ganz viel Erfolg bei ihrer Vorbereitung.