Zum Inhalt springen
L

Das Video kommt von YouTube: erst beim Abspielen verbindet sich die Seite mit YouTube (Google).

Spannende Geschichten schreiben | 10 Tipps | Grundschule | Deutsch | Klasse 3-4

SMART erklärt16:14 143.345 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 105 Zeilen
Herunterladen
  1. Hallo liebe Dschungelkinder, du willst eine spannende und mitreißende Geschichte erzählen und aufschreiben, die den Leser fesselt und gar nicht mehr
  2. loslässt. Vielleicht steckt in dir ja der nächste Bestsellerautor für einen spannenden Krimi, einen Abenteuerroman oder was auch immer, dann bleib dran,
  3. weil nach dem Intro erzähle ich dir die zehn besten Tipps, wie du das gut hinbekommst.
  4. Im Deutschunterricht hast du die Aufgabe eine spannende Geschichte zu schreiben. Vielleicht eine Reizwortgeschichte oder eine Erzählung oder eine
  5. Bildergeschichte. Und nun stehst du da und weißt nicht so ganz, wie mache ich das eigentlich? Wie kann ich eigentlich Spannung aufbauen? Worauf muss ich
  6. achten, damit meine Geschichte interessant bleibt? Ja, da möchte ich dir jetzt die zehn wichtigsten Dinge an die Hand geben. Erstens, beachte die
  7. Spannungskurve. Wir können auch Spannungsmaus dazu sagen, weil wenn wir die mal hierhin zeichnen, dann könnte man auch denken,
  8. dass das aussieht wie eine Maus oder von mir aus ein Igel. Wenn ich das in meiner Klasse an die Tafel zeichne, dann sehen die Kinder alles Mögliche, nur keine
  9. Maus. Also, ungefähr eine solche Kurve. Was bedeutet die Kurve? Na ja, wenn das die Spannung wiedergibt, dann ist die am Anfang eben ganz, ganz, ganz, ganz
  10. flach, ganz wenig Spannung und steigt dann langsam an, bis irgendwann hier oben der Höhepunkt kommt und dann geht's am Schluss wieder relativ schnell nach
  11. unten. Das ist mal der erste Tipp. Wie du das machst, bleibt ganz dir überlassen, aber achte darauf, dass du eben das
  12. Spannendste nicht gerade am Anfang erzählst, sodass man die Geschichte anfängt zu lesen lesen und sagt, boah, ist das spannend, das fesselt mich
  13. total, aber dann irgendwie nach den ersten fünf Sätzen merkt man, gut, das war's schon, die Geschichte ist eigentlich schon na, nicht mehr so
  14. interessant und ist eigentlich schon gar nicht mehr spannend. Ja, also achte darauf, dass du Spannung aufbaust. Zweiter Tipp, wie baust du Spannung auf?
  15. Ganz einfach, indem du spannende Adjektive und Verben verwendest. Wenn du z.B. schreibst, ich ging nachts durch einen Wald und der Mond schien durch die
  16. Bäume. Ja, dann ist das erstmal eine Beschreibung der Situation, wenn du aber jetzt spannende Adjektive hinzufügst,
  17. dann wird die Geschichte direkt etwas interessanter und ein kleines bisschen mitreißender und spannender. So sagst du z.B. ich ging nachts durch einen
  18. finsteren Wald. Das grelle Mondlicht schien unheimlich durch die düsteren Bäume. Dann merkst du direkt, okay, da sind
  19. einige Adjektive jetzt reingeflossen. Die deutsche Sprache ist so aufgebaut, dass du vor jedes Nomen ein Adjektiv setzen kannst. Also überleg dir
  20. wirklich, ob das Sinn macht. Du solltest es natürlich nicht übertreiben, aber naja, es gibt auch Autoren, die haben das übertrieben und haben damit ganz
  21. schön viel Erfolg gehabt. Also überleg dir da wirklich vor deiner Geschichte ein paar Adjektive, die in deiner Geschichte vorkommen könnten und schreib
  22. die einfach auf, weil das macht deine Geschichte nachher richtig, richtig spannend. Auch bei den Verben solltest du für Abwechslung sorgen. Die Verben,
  23. da sind der Klassiker sowas wie sagen, wenn eben wörtliche Rede in deiner Geschichte vorkommt, ne, dann er sagte, sie sagte, er sagte, sie sagte, Mama
  24. sagte, Papa sagte, Schwester sagte und so weiter. Das wird ganz schnell langweilig. Dazu sage ich aber gleich noch etwas. Oder gehen, ja, ich ging
  25. durch einen dunklen Wald, ein Freund ging mit mir. Da könnte man auch sagen, ein Freund begleitete mich. Also so drauf achten, dass es interessant
  26. bleibt. Da solltest du dir vielleicht, bevor du deine Geschichte überhaupt mal anfängst zu schreiben, einen kleinen Wortspeicher machen. Und das ist jetzt
  27. schon mein dritter Tipp. Gestalte eine Wortsammelung, bevor du an das eigentliche Schreiben gehst. Eine Wortsammelung, wo du
  28. wirklich alle Nomen, Verben, Adjektive, alles reinklatschst, was irgendwie mit deiner Geschichte zu tun hat. Möchtest du einen Krimi schreiben, dann schreibst
  29. du dahin Detektiv, Bösewicht, Überfall. Das waren jetzt mal die Nomen. Dann als Verben vielleicht verfolgen oder stehlen oder einbuchten oder überfallen. Und als
  30. Adjektive könntest du da fies und gemein oder schlau, clever, smart, ja? So unterschiedliche Adjektive, die deine
  31. Geschichte dann noch interessanter machen. Dir fällt bestimmt noch mehr ein, weil du jetzt deine Geschichte noch ein bisschen besser in deinem Kopf
  32. vielleicht schon hast. Aber da ist es ganz wichtig, dass du da eine Wörtersammlung machst. Und dann also in eine solche Wörtersammlung könnten auch
  33. schon wörtliche Reden mit hineinfließen. Also wirklich Dinge, die Personen in deiner Geschichte sagen. Also zeichne dir einfach ein paar Sprechblasen auf
  34. und kritzel da einfach rein, was jemand sagen könnte. Ja, in unserer Krimigeschichte könnte das sein: "Halt, bleiben Sie stehen oder
  35. ich schieße. Du kriegst mich niemals. Los, geben Sie mir Ihr Portemonnaie." Oder solche Sachen. Ja, vielleicht auch: "Es tut mir leid, ich wollte das alles
  36. nicht." Oder wie auch immer deine Geschichte nachher ausgeht. Okay, jetzt kommt mein vierter Tipp. Ich habe es schon häufig angesprochen:
  37. Wörtliche Rede. Wörtliche Rede macht deine Geschichte einfach interessanter. Du kannst eine Geschichte schreiben, in der kein Mensch miteinander
  38. kommuniziert. Aber wenn du wörtliche Rede verwendest, dann kannst du damit gleichzeitig Gefühle von Personen ausdrücken. Und je mehr Gefühle du ähm
  39. von deinen Charakteren in deiner Geschichte aufschreibst, umso mehr fühlt der Leser, wenn er deine Geschichte liest, mit und steigt emotional voll mit
  40. rein. Also verwende auf jeden Fall wörtliche Rede, lass die Menschen miteinander sprechen. Dabei solltest du drauf achten, auch die redebegleitsätze
  41. zu schreiben. Das ist ganz wichtig, weil in deinem Kopf läuft vielleicht so ein gewisser Film ab. Dann sagt der eine: "Hey, bleib stehen." Der andere:
  42. "Niemals, du kriegst mich nie." "Vorsichtig, schieße gleich." "Nein, ich bin schon über alle Berge." Keine Ahnung, sowas in der Art.
  43. Jetzt hast du bei mir schon gemerkt, man weiß vielleicht gar nicht so richtig, wer jetzt was sagt. Deshalb solltest du dringend redebegleitsätze
  44. äh hinzufügen, sowas wie schrie der Detektiv dem Dieb nach, der Gauner antwortete, ähm der Polizist schrie zurück oder was auch immer. Ja, dass du
  45. wirklich dahin kommst, dass du unterschiedliche ähm redebegleitsätze hier mit hinzufügst, damit man immer weiß, wer gerade spricht.
  46. Lies doch deine Geschichte ganz am Schluss einfach mal einem äh Elternteil vor, weil ähm deine Eltern werden dir dann ganz schnell Rückmeldung geben, äh
  47. ich habe jetzt gar nicht so richtig verstanden, wer was sagt und das musst du ein bisschen deutlicher schreiben. Probier es einfach mal. Sonst gibst
  48. deinem Lehrer ab und frag ihn mal, was er davon hält. Mein fünfter Tipp ist, dass du die Aufteilung beachtest. Einleitung,
  49. Hauptteil und Schluss. In der Einleitung beantwortest du folgende Fragen: Wer spielt mit? Wann spielt deine Geschichte? Und wo
  50. spielt deine Geschichte? Das sind ganz wichtige Elemente in der Einleitung. Damit sorgst du dafür, dass man, wenn man deine Geschichte liest, schon eine
  51. Vorstellung davon bekommt, okay, das sind die Leute, die mitspielen. Ah, so sieht das Ganze drumherum aus. Jetzt kann ich mich so ein bisschen in diese
  52. Situation schon hineinversetzen oder in diese Szene mit hineinfühlen und dann kommt es zu dem Hauptteil. Im Hauptteil steckt deine ganze Handlung drin. Alles,
  53. was passiert, wie die Personen miteinander interagieren, wo sie sich bewegen, wo die hingehen, was die machen, was die miteinander sprechen und
  54. so weiter und so fort. Also, das ist das, wo du dich richtig austoben kannst und im Schluss, der Schluss ist meistens der kleinste Teil deiner Geschichte, der
  55. rundet deine Geschichte einfach nur noch ab. Ja, wenn wir uns da diese Spannungsmaus noch mal angucken, dann könnte man sagen, na ja, ungefähr bis
  56. hierhin geht die Einleitung, dann geht hier der ganze Hauptteil und hier kommt dann der Schluss. Jetzt kommt der sechste Tipp. Im
  57. Hauptteil steckt nämlich der Höhepunkt und der Höhepunkt deiner Geschichte ist das Spannendste an deiner ganzen Erzählung. Spannender
  58. geht es nicht. Der Höhepunkt ist genau da und den solltest du so intensiv und so spannend gestalten, wie es
  59. irgendwie geht. Also, du solltest du auf jeden Fall in deiner Wörtersammlung, die du hast oder deinem Wortspeicher ganz viele Adjektive bereithalten für einen
  60. super spannenden und interessanten Höhepunkt. Der muss wirklich mitreißend sein und danach geht es dann im Schluss noch mal mit der Spannung ganz weit
  61. runter, dann löst sich vielleicht irgendetwas, ähm, was vorher ganz, ganz gruselig war in, äh, etwas Harmloses auf, ähm, oder der Dieb wird dann
  62. letztendlich gefangen und ins Gefängnis gesperrt, ne? Das könnte dann auch der Schluss sein, weil die Verfolgungsjagd vielleicht vorher so spannend war. Wie
  63. auch immer, ja, das bleibt ganz dir überlassen, was das für eine Art von Geschichte ist. Mein siebter Tipp: Erzähl deine Geschichte im Präteritum,
  64. also in der ersten Vergangenheit. Das macht deine Geschichte noch einmal mehr interessanter. Und es ist auch eigentlich leichter zu
  65. schreiben. Wir nutzen die Vergangenheit, weil wir damit den Leser ein kleines bisschen besser erreichen. Man liest einfach gerne Geschichten oder ist es
  66. auch so gewöhnt, Geschichten zu lesen, die in der Vergangenheit stehen, weil sie etwas erzählen und dann das Gefühl entsteht, man hätte das schon irgendwann
  67. mal erlebt oder das wurde ist tatsächlich passiert und so weiter. Und in der Vergangenheit haben wir halt eben nur das Präteritum oder das Perfekt und
  68. weil das Perfekt eher die gesprochene Vergangenheit ist und das Präteritum eher die geschriebene, nutzen wir das Präteritum. Mein achter Tipp, habe ich
  69. eben schon so ein bisschen gesagt, ähm vermeide Wiederholungen. Wiederholungen lähmen deine Geschichte. Wiederholungen ähm sind stinklangweilig
  70. und die will keiner lesen. Das ist ganz wichtig, dass du darauf achtest, dass du dich nicht ständig wiederholst. Das fängt z.B. schon ähm bei deinen
  71. Charakteren an. Wenn einer deiner Charaktere z.B. Manfred heißt, dann schreib nicht immer Manfred tut dieses, Manfred tut jenes, Manfred war da,
  72. Manfred war da. Wenn man das dritte Mal Manfred liest, könnte es sein, dass man das Heft zuschlägt und sagt: "Nein, danke, das
  73. war langweilig." Ja, das löst einfach etwas im Leser aus. Deshalb überleg dir direkt am Anfang schon in deiner Wörter-Sammlung, was du schreiben
  74. kannst. Du könntest schreiben: "Manfred." Je nachdem, welchen Charakter jetzt der Manfred hat, ähm könntest du im nächsten Satz er schreiben oder der
  75. Mann oder der Polizist oder der Vater. Versuch hier so kreativ wie möglich zu sein. Gleiches gilt, und das ist mein neunter
  76. Tipp für deine Satzanfänge. Dann ging ich in den Wald, dann überfiel mich ein Hirsch, dann lief ich weg, dann war ich zu Hause angekommen, dann legte
  77. ich mich ins Bett, dann stellte ich fest, es war alles nur ein Traum. Bitte achte darauf, deine Satzanfänge spannend zu gestalten. Auch Satzanfänge
  78. gehören in deine Wortsammelung. Plötzlich, auf einmal, jetzt, nun, danach, dann, am nächsten Morgen, letzte Woche und so weiter. Ja, versuch deine
  79. Sätze auch so umzustellen, dass du hier gut hinkommst, dass du immer unterschiedliche Satzanfänge verwendest. Ja, und der zehnte und letzte Tipp, den
  80. ich dir geben kann, erzähle nur eine Geschichte. Das stelle ich bei meinen Schülern immer wieder fest, die haben so viel
  81. Kreativität und Fantasie in ihrem Kopf. Da muss ein Monster drin vorkommen, da muss ein Superheld drin vorkommen, da muss ein Dieb drin vorkommen, da muss
  82. ein Haus in die Luft fliegen, also am besten noch irgendwo eine Bombe sitzen, dann muss noch da was sein, da gibt's da noch einen Bösewicht
  83. und dann kommt einer ins Krankenhaus, da wird der da noch versorgt und dann tauchen die mit einem U-Boot noch ins Meer und was weiß ich was. Klar, wenn du
  84. gewöhnt bist, Filme zu gucken oder wenn du gewöhnt bist, lange Bücher zu lesen, dann passiert in diesen Geschichten unfassbar viel.
  85. Aber, weil du jetzt von deinem Alter her wahrscheinlich noch relativ kurze Geschichten schreibst, also sowas wie so zwei bis fünf Seiten und fünf Seiten wär
  86. schon richtig richtig viel, dann macht es Sinn, wirklich nur einen Teil der Handlung zu erzählen. Entscheide dich für etwas, wo du den Fokus drauf
  87. legen möchtest. Geht es hauptsächlich um den Kampf zwischen Monster und Superheld? Geht es hauptsächlich um ein Haus, in dem Menschen gerettet
  88. werden müssen, geht es hauptsächlich um eine Verletzung, die im Krankenhaus versorgt wird. Oder geht es nachher um eine
  89. Unterwasserexpedition in einem U-Boot. Ich weiß, das ist nicht immer leicht, aber es ist ganz wichtig, dass du dich entscheidest, welche Geschichte willst
  90. du denn erzählen? Und dann begib dich an die Planung. Setz dich hin und kritzel erstmal alle Ideen, die du hast, auf ein Schmierpapier. Alles zusammen. Kritzel,
  91. kritzel, kritzel, kritzel, kritzel. Und dann fängst du an, das Ganze ganz geordnet, Einleitung, Hauptteil, Schluss, auf in dein Heft zu schreiben,
  92. sodass du eine schöne, spannende, interessante Geschichte hast. Ja, und jetzt gibt es eigentlich noch einen elften Tipp. Das ist nicht
  93. wirklich ein Tipp, sondern das gehört einfach dazu. Denk an die Überschrift. Und warum sage ich das ganz am Schluss? Weil ich dir raten würde, die
  94. Überschrift ganz am Ende über deine Geschichte zu schreiben. Die Überschrift ist das Erste, was dein Leser liest, aber es ist das Letzte, was
  95. du schreiben solltest, weil erst nach deiner Geschichte bekommst du ein Gefühl dafür, was du für eine Überschrift deiner deinem deiner kostbaren
  96. Geschichte nachher geben willst. Weil das Erste, was der Leser liest, das wird entscheiden, ob der Leser sagt, "Das interessiert mich gar nicht." Oder ob
  97. der Leser sagt, "Oh, ja, davon will ich mehr." Die Überschrift sollte nicht zu viel verraten, aber sie sollte spannend genug sein. Ja, ich habe
  98. z.B. jetzt Geschichten von meinen Schülern gelesen, die Überschriften hießen, "Gefahr im Gebirge." Ja, super spannend. Man weiß, oh, da da
  99. passiert irgendwas. Wir sind im Gebirge, aber ich weiß noch nicht, was passiert. Was passiert denn da? Ich will das wissen, also lese ich die Geschichte.
  100. Wenn du in der Überschrift z.B. schreibst, "Der Dieb, der am Schluss ins Gefängnis kam, ähm, dann möchte das keiner mehr lesen, weil jeder sich
  101. vorstellen kann, okay, es geht um Dieb, am Schluss landet er im Gefängnis, ist ja nicht mehr spannend, ich weiß ja schon, wie es ausgeht. Also, das Ende
  102. solltest du in deiner Überschrift auf gar keinen Fall verraten. Schnapp dir doch direkt einen Zettel und Stift, mach deine Wörter-Sammlung, schreib deine
  103. Ideen auf und dann bin ich total gespannt, wenn du mir z.B. hier in die Kommentare vielleicht mal einen kleinen Auszug von deiner Geschichte schreibst,
  104. das würde mich riesig freuen. Ansonsten hast du vielleicht noch eigene Tipps, die du loswerden willst. Abonniere auch gerne meinen Kanal, um weitere Videos
  105. nicht zu verpassen. Gib dem Video ein Like und dann sehen wir uns hier auch öfter auf meinem Kanal. Bis dahin, ganz liebe Grüße, dein Herz.

Zum Nachlesen