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Spannende Geschichten schreiben | 10 Tipps | Grundschule | Deutsch | Klasse 3-4
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 105 Zeilen
- Hallo liebe Dschungelkinder, du willst eine spannende und mitreißende Geschichte erzählen und aufschreiben, die den Leser fesselt und gar nicht mehr
- loslässt. Vielleicht steckt in dir ja der nächste Bestsellerautor für einen spannenden Krimi, einen Abenteuerroman oder was auch immer, dann bleib dran,
- weil nach dem Intro erzähle ich dir die zehn besten Tipps, wie du das gut hinbekommst.
- Im Deutschunterricht hast du die Aufgabe eine spannende Geschichte zu schreiben. Vielleicht eine Reizwortgeschichte oder eine Erzählung oder eine
- Bildergeschichte. Und nun stehst du da und weißt nicht so ganz, wie mache ich das eigentlich? Wie kann ich eigentlich Spannung aufbauen? Worauf muss ich
- achten, damit meine Geschichte interessant bleibt? Ja, da möchte ich dir jetzt die zehn wichtigsten Dinge an die Hand geben. Erstens, beachte die
- Spannungskurve. Wir können auch Spannungsmaus dazu sagen, weil wenn wir die mal hierhin zeichnen, dann könnte man auch denken,
- dass das aussieht wie eine Maus oder von mir aus ein Igel. Wenn ich das in meiner Klasse an die Tafel zeichne, dann sehen die Kinder alles Mögliche, nur keine
- Maus. Also, ungefähr eine solche Kurve. Was bedeutet die Kurve? Na ja, wenn das die Spannung wiedergibt, dann ist die am Anfang eben ganz, ganz, ganz, ganz
- flach, ganz wenig Spannung und steigt dann langsam an, bis irgendwann hier oben der Höhepunkt kommt und dann geht's am Schluss wieder relativ schnell nach
- unten. Das ist mal der erste Tipp. Wie du das machst, bleibt ganz dir überlassen, aber achte darauf, dass du eben das
- Spannendste nicht gerade am Anfang erzählst, sodass man die Geschichte anfängt zu lesen lesen und sagt, boah, ist das spannend, das fesselt mich
- total, aber dann irgendwie nach den ersten fünf Sätzen merkt man, gut, das war's schon, die Geschichte ist eigentlich schon na, nicht mehr so
- interessant und ist eigentlich schon gar nicht mehr spannend. Ja, also achte darauf, dass du Spannung aufbaust. Zweiter Tipp, wie baust du Spannung auf?
- Ganz einfach, indem du spannende Adjektive und Verben verwendest. Wenn du z.B. schreibst, ich ging nachts durch einen Wald und der Mond schien durch die
- Bäume. Ja, dann ist das erstmal eine Beschreibung der Situation, wenn du aber jetzt spannende Adjektive hinzufügst,
- dann wird die Geschichte direkt etwas interessanter und ein kleines bisschen mitreißender und spannender. So sagst du z.B. ich ging nachts durch einen
- finsteren Wald. Das grelle Mondlicht schien unheimlich durch die düsteren Bäume. Dann merkst du direkt, okay, da sind
- einige Adjektive jetzt reingeflossen. Die deutsche Sprache ist so aufgebaut, dass du vor jedes Nomen ein Adjektiv setzen kannst. Also überleg dir
- wirklich, ob das Sinn macht. Du solltest es natürlich nicht übertreiben, aber naja, es gibt auch Autoren, die haben das übertrieben und haben damit ganz
- schön viel Erfolg gehabt. Also überleg dir da wirklich vor deiner Geschichte ein paar Adjektive, die in deiner Geschichte vorkommen könnten und schreib
- die einfach auf, weil das macht deine Geschichte nachher richtig, richtig spannend. Auch bei den Verben solltest du für Abwechslung sorgen. Die Verben,
- da sind der Klassiker sowas wie sagen, wenn eben wörtliche Rede in deiner Geschichte vorkommt, ne, dann er sagte, sie sagte, er sagte, sie sagte, Mama
- sagte, Papa sagte, Schwester sagte und so weiter. Das wird ganz schnell langweilig. Dazu sage ich aber gleich noch etwas. Oder gehen, ja, ich ging
- durch einen dunklen Wald, ein Freund ging mit mir. Da könnte man auch sagen, ein Freund begleitete mich. Also so drauf achten, dass es interessant
- bleibt. Da solltest du dir vielleicht, bevor du deine Geschichte überhaupt mal anfängst zu schreiben, einen kleinen Wortspeicher machen. Und das ist jetzt
- schon mein dritter Tipp. Gestalte eine Wortsammelung, bevor du an das eigentliche Schreiben gehst. Eine Wortsammelung, wo du
- wirklich alle Nomen, Verben, Adjektive, alles reinklatschst, was irgendwie mit deiner Geschichte zu tun hat. Möchtest du einen Krimi schreiben, dann schreibst
- du dahin Detektiv, Bösewicht, Überfall. Das waren jetzt mal die Nomen. Dann als Verben vielleicht verfolgen oder stehlen oder einbuchten oder überfallen. Und als
- Adjektive könntest du da fies und gemein oder schlau, clever, smart, ja? So unterschiedliche Adjektive, die deine
- Geschichte dann noch interessanter machen. Dir fällt bestimmt noch mehr ein, weil du jetzt deine Geschichte noch ein bisschen besser in deinem Kopf
- vielleicht schon hast. Aber da ist es ganz wichtig, dass du da eine Wörtersammlung machst. Und dann also in eine solche Wörtersammlung könnten auch
- schon wörtliche Reden mit hineinfließen. Also wirklich Dinge, die Personen in deiner Geschichte sagen. Also zeichne dir einfach ein paar Sprechblasen auf
- und kritzel da einfach rein, was jemand sagen könnte. Ja, in unserer Krimigeschichte könnte das sein: "Halt, bleiben Sie stehen oder
- ich schieße. Du kriegst mich niemals. Los, geben Sie mir Ihr Portemonnaie." Oder solche Sachen. Ja, vielleicht auch: "Es tut mir leid, ich wollte das alles
- nicht." Oder wie auch immer deine Geschichte nachher ausgeht. Okay, jetzt kommt mein vierter Tipp. Ich habe es schon häufig angesprochen:
- Wörtliche Rede. Wörtliche Rede macht deine Geschichte einfach interessanter. Du kannst eine Geschichte schreiben, in der kein Mensch miteinander
- kommuniziert. Aber wenn du wörtliche Rede verwendest, dann kannst du damit gleichzeitig Gefühle von Personen ausdrücken. Und je mehr Gefühle du ähm
- von deinen Charakteren in deiner Geschichte aufschreibst, umso mehr fühlt der Leser, wenn er deine Geschichte liest, mit und steigt emotional voll mit
- rein. Also verwende auf jeden Fall wörtliche Rede, lass die Menschen miteinander sprechen. Dabei solltest du drauf achten, auch die redebegleitsätze
- zu schreiben. Das ist ganz wichtig, weil in deinem Kopf läuft vielleicht so ein gewisser Film ab. Dann sagt der eine: "Hey, bleib stehen." Der andere:
- "Niemals, du kriegst mich nie." "Vorsichtig, schieße gleich." "Nein, ich bin schon über alle Berge." Keine Ahnung, sowas in der Art.
- Jetzt hast du bei mir schon gemerkt, man weiß vielleicht gar nicht so richtig, wer jetzt was sagt. Deshalb solltest du dringend redebegleitsätze
- äh hinzufügen, sowas wie schrie der Detektiv dem Dieb nach, der Gauner antwortete, ähm der Polizist schrie zurück oder was auch immer. Ja, dass du
- wirklich dahin kommst, dass du unterschiedliche ähm redebegleitsätze hier mit hinzufügst, damit man immer weiß, wer gerade spricht.
- Lies doch deine Geschichte ganz am Schluss einfach mal einem äh Elternteil vor, weil ähm deine Eltern werden dir dann ganz schnell Rückmeldung geben, äh
- ich habe jetzt gar nicht so richtig verstanden, wer was sagt und das musst du ein bisschen deutlicher schreiben. Probier es einfach mal. Sonst gibst
- deinem Lehrer ab und frag ihn mal, was er davon hält. Mein fünfter Tipp ist, dass du die Aufteilung beachtest. Einleitung,
- Hauptteil und Schluss. In der Einleitung beantwortest du folgende Fragen: Wer spielt mit? Wann spielt deine Geschichte? Und wo
- spielt deine Geschichte? Das sind ganz wichtige Elemente in der Einleitung. Damit sorgst du dafür, dass man, wenn man deine Geschichte liest, schon eine
- Vorstellung davon bekommt, okay, das sind die Leute, die mitspielen. Ah, so sieht das Ganze drumherum aus. Jetzt kann ich mich so ein bisschen in diese
- Situation schon hineinversetzen oder in diese Szene mit hineinfühlen und dann kommt es zu dem Hauptteil. Im Hauptteil steckt deine ganze Handlung drin. Alles,
- was passiert, wie die Personen miteinander interagieren, wo sie sich bewegen, wo die hingehen, was die machen, was die miteinander sprechen und
- so weiter und so fort. Also, das ist das, wo du dich richtig austoben kannst und im Schluss, der Schluss ist meistens der kleinste Teil deiner Geschichte, der
- rundet deine Geschichte einfach nur noch ab. Ja, wenn wir uns da diese Spannungsmaus noch mal angucken, dann könnte man sagen, na ja, ungefähr bis
- hierhin geht die Einleitung, dann geht hier der ganze Hauptteil und hier kommt dann der Schluss. Jetzt kommt der sechste Tipp. Im
- Hauptteil steckt nämlich der Höhepunkt und der Höhepunkt deiner Geschichte ist das Spannendste an deiner ganzen Erzählung. Spannender
- geht es nicht. Der Höhepunkt ist genau da und den solltest du so intensiv und so spannend gestalten, wie es
- irgendwie geht. Also, du solltest du auf jeden Fall in deiner Wörtersammlung, die du hast oder deinem Wortspeicher ganz viele Adjektive bereithalten für einen
- super spannenden und interessanten Höhepunkt. Der muss wirklich mitreißend sein und danach geht es dann im Schluss noch mal mit der Spannung ganz weit
- runter, dann löst sich vielleicht irgendetwas, ähm, was vorher ganz, ganz gruselig war in, äh, etwas Harmloses auf, ähm, oder der Dieb wird dann
- letztendlich gefangen und ins Gefängnis gesperrt, ne? Das könnte dann auch der Schluss sein, weil die Verfolgungsjagd vielleicht vorher so spannend war. Wie
- auch immer, ja, das bleibt ganz dir überlassen, was das für eine Art von Geschichte ist. Mein siebter Tipp: Erzähl deine Geschichte im Präteritum,
- also in der ersten Vergangenheit. Das macht deine Geschichte noch einmal mehr interessanter. Und es ist auch eigentlich leichter zu
- schreiben. Wir nutzen die Vergangenheit, weil wir damit den Leser ein kleines bisschen besser erreichen. Man liest einfach gerne Geschichten oder ist es
- auch so gewöhnt, Geschichten zu lesen, die in der Vergangenheit stehen, weil sie etwas erzählen und dann das Gefühl entsteht, man hätte das schon irgendwann
- mal erlebt oder das wurde ist tatsächlich passiert und so weiter. Und in der Vergangenheit haben wir halt eben nur das Präteritum oder das Perfekt und
- weil das Perfekt eher die gesprochene Vergangenheit ist und das Präteritum eher die geschriebene, nutzen wir das Präteritum. Mein achter Tipp, habe ich
- eben schon so ein bisschen gesagt, ähm vermeide Wiederholungen. Wiederholungen lähmen deine Geschichte. Wiederholungen ähm sind stinklangweilig
- und die will keiner lesen. Das ist ganz wichtig, dass du darauf achtest, dass du dich nicht ständig wiederholst. Das fängt z.B. schon ähm bei deinen
- Charakteren an. Wenn einer deiner Charaktere z.B. Manfred heißt, dann schreib nicht immer Manfred tut dieses, Manfred tut jenes, Manfred war da,
- Manfred war da. Wenn man das dritte Mal Manfred liest, könnte es sein, dass man das Heft zuschlägt und sagt: "Nein, danke, das
- war langweilig." Ja, das löst einfach etwas im Leser aus. Deshalb überleg dir direkt am Anfang schon in deiner Wörter-Sammlung, was du schreiben
- kannst. Du könntest schreiben: "Manfred." Je nachdem, welchen Charakter jetzt der Manfred hat, ähm könntest du im nächsten Satz er schreiben oder der
- Mann oder der Polizist oder der Vater. Versuch hier so kreativ wie möglich zu sein. Gleiches gilt, und das ist mein neunter
- Tipp für deine Satzanfänge. Dann ging ich in den Wald, dann überfiel mich ein Hirsch, dann lief ich weg, dann war ich zu Hause angekommen, dann legte
- ich mich ins Bett, dann stellte ich fest, es war alles nur ein Traum. Bitte achte darauf, deine Satzanfänge spannend zu gestalten. Auch Satzanfänge
- gehören in deine Wortsammelung. Plötzlich, auf einmal, jetzt, nun, danach, dann, am nächsten Morgen, letzte Woche und so weiter. Ja, versuch deine
- Sätze auch so umzustellen, dass du hier gut hinkommst, dass du immer unterschiedliche Satzanfänge verwendest. Ja, und der zehnte und letzte Tipp, den
- ich dir geben kann, erzähle nur eine Geschichte. Das stelle ich bei meinen Schülern immer wieder fest, die haben so viel
- Kreativität und Fantasie in ihrem Kopf. Da muss ein Monster drin vorkommen, da muss ein Superheld drin vorkommen, da muss ein Dieb drin vorkommen, da muss
- ein Haus in die Luft fliegen, also am besten noch irgendwo eine Bombe sitzen, dann muss noch da was sein, da gibt's da noch einen Bösewicht
- und dann kommt einer ins Krankenhaus, da wird der da noch versorgt und dann tauchen die mit einem U-Boot noch ins Meer und was weiß ich was. Klar, wenn du
- gewöhnt bist, Filme zu gucken oder wenn du gewöhnt bist, lange Bücher zu lesen, dann passiert in diesen Geschichten unfassbar viel.
- Aber, weil du jetzt von deinem Alter her wahrscheinlich noch relativ kurze Geschichten schreibst, also sowas wie so zwei bis fünf Seiten und fünf Seiten wär
- schon richtig richtig viel, dann macht es Sinn, wirklich nur einen Teil der Handlung zu erzählen. Entscheide dich für etwas, wo du den Fokus drauf
- legen möchtest. Geht es hauptsächlich um den Kampf zwischen Monster und Superheld? Geht es hauptsächlich um ein Haus, in dem Menschen gerettet
- werden müssen, geht es hauptsächlich um eine Verletzung, die im Krankenhaus versorgt wird. Oder geht es nachher um eine
- Unterwasserexpedition in einem U-Boot. Ich weiß, das ist nicht immer leicht, aber es ist ganz wichtig, dass du dich entscheidest, welche Geschichte willst
- du denn erzählen? Und dann begib dich an die Planung. Setz dich hin und kritzel erstmal alle Ideen, die du hast, auf ein Schmierpapier. Alles zusammen. Kritzel,
- kritzel, kritzel, kritzel, kritzel. Und dann fängst du an, das Ganze ganz geordnet, Einleitung, Hauptteil, Schluss, auf in dein Heft zu schreiben,
- sodass du eine schöne, spannende, interessante Geschichte hast. Ja, und jetzt gibt es eigentlich noch einen elften Tipp. Das ist nicht
- wirklich ein Tipp, sondern das gehört einfach dazu. Denk an die Überschrift. Und warum sage ich das ganz am Schluss? Weil ich dir raten würde, die
- Überschrift ganz am Ende über deine Geschichte zu schreiben. Die Überschrift ist das Erste, was dein Leser liest, aber es ist das Letzte, was
- du schreiben solltest, weil erst nach deiner Geschichte bekommst du ein Gefühl dafür, was du für eine Überschrift deiner deinem deiner kostbaren
- Geschichte nachher geben willst. Weil das Erste, was der Leser liest, das wird entscheiden, ob der Leser sagt, "Das interessiert mich gar nicht." Oder ob
- der Leser sagt, "Oh, ja, davon will ich mehr." Die Überschrift sollte nicht zu viel verraten, aber sie sollte spannend genug sein. Ja, ich habe
- z.B. jetzt Geschichten von meinen Schülern gelesen, die Überschriften hießen, "Gefahr im Gebirge." Ja, super spannend. Man weiß, oh, da da
- passiert irgendwas. Wir sind im Gebirge, aber ich weiß noch nicht, was passiert. Was passiert denn da? Ich will das wissen, also lese ich die Geschichte.
- Wenn du in der Überschrift z.B. schreibst, "Der Dieb, der am Schluss ins Gefängnis kam, ähm, dann möchte das keiner mehr lesen, weil jeder sich
- vorstellen kann, okay, es geht um Dieb, am Schluss landet er im Gefängnis, ist ja nicht mehr spannend, ich weiß ja schon, wie es ausgeht. Also, das Ende
- solltest du in deiner Überschrift auf gar keinen Fall verraten. Schnapp dir doch direkt einen Zettel und Stift, mach deine Wörter-Sammlung, schreib deine
- Ideen auf und dann bin ich total gespannt, wenn du mir z.B. hier in die Kommentare vielleicht mal einen kleinen Auszug von deiner Geschichte schreibst,
- das würde mich riesig freuen. Ansonsten hast du vielleicht noch eigene Tipps, die du loswerden willst. Abonniere auch gerne meinen Kanal, um weitere Videos
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