Spannende Geschichten schreiben | 10 Tipps | Grundschule | Deutsch | Klasse 3-4 SMART erklärt https://www.youtube.com/watch?v=x9wjmqQE9c0 Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Hallo liebe Dschungelkinder, du willst eine spannende und mitreißende Geschichte erzählen und aufschreiben, die den Leser fesselt und gar nicht mehr 0:08 loslässt. Vielleicht steckt in dir ja der nächste Bestsellerautor für einen spannenden Krimi, einen Abenteuerroman oder was auch immer, dann bleib dran, 0:17 weil nach dem Intro erzähle ich dir die zehn besten Tipps, wie du das gut hinbekommst. 0:31 Im Deutschunterricht hast du die Aufgabe eine spannende Geschichte zu schreiben. Vielleicht eine Reizwortgeschichte oder eine Erzählung oder eine 0:40 Bildergeschichte. Und nun stehst du da und weißt nicht so ganz, wie mache ich das eigentlich? Wie kann ich eigentlich Spannung aufbauen? Worauf muss ich 0:48 achten, damit meine Geschichte interessant bleibt? Ja, da möchte ich dir jetzt die zehn wichtigsten Dinge an die Hand geben. Erstens, beachte die 0:57 Spannungskurve. Wir können auch Spannungsmaus dazu sagen, weil wenn wir die mal hierhin zeichnen, dann könnte man auch denken, 1:06 dass das aussieht wie eine Maus oder von mir aus ein Igel. Wenn ich das in meiner Klasse an die Tafel zeichne, dann sehen die Kinder alles Mögliche, nur keine 1:13 Maus. Also, ungefähr eine solche Kurve. Was bedeutet die Kurve? Na ja, wenn das die Spannung wiedergibt, dann ist die am Anfang eben ganz, ganz, ganz, ganz 1:22 flach, ganz wenig Spannung und steigt dann langsam an, bis irgendwann hier oben der Höhepunkt kommt und dann geht's am Schluss wieder relativ schnell nach 1:31 unten. Das ist mal der erste Tipp. Wie du das machst, bleibt ganz dir überlassen, aber achte darauf, dass du eben das 1:39 Spannendste nicht gerade am Anfang erzählst, sodass man die Geschichte anfängt zu lesen lesen und sagt, boah, ist das spannend, das fesselt mich 1:47 total, aber dann irgendwie nach den ersten fünf Sätzen merkt man, gut, das war's schon, die Geschichte ist eigentlich schon na, nicht mehr so 1:54 interessant und ist eigentlich schon gar nicht mehr spannend. Ja, also achte darauf, dass du Spannung aufbaust. Zweiter Tipp, wie baust du Spannung auf? 2:03 Ganz einfach, indem du spannende Adjektive und Verben verwendest. Wenn du z.B. schreibst, ich ging nachts durch einen Wald und der Mond schien durch die 2:17 Bäume. Ja, dann ist das erstmal eine Beschreibung der Situation, wenn du aber jetzt spannende Adjektive hinzufügst, 2:26 dann wird die Geschichte direkt etwas interessanter und ein kleines bisschen mitreißender und spannender. So sagst du z.B. ich ging nachts durch einen 2:37 finsteren Wald. Das grelle Mondlicht schien unheimlich durch die düsteren Bäume. Dann merkst du direkt, okay, da sind 2:50 einige Adjektive jetzt reingeflossen. Die deutsche Sprache ist so aufgebaut, dass du vor jedes Nomen ein Adjektiv setzen kannst. Also überleg dir 2:59 wirklich, ob das Sinn macht. Du solltest es natürlich nicht übertreiben, aber naja, es gibt auch Autoren, die haben das übertrieben und haben damit ganz 3:07 schön viel Erfolg gehabt. Also überleg dir da wirklich vor deiner Geschichte ein paar Adjektive, die in deiner Geschichte vorkommen könnten und schreib 3:14 die einfach auf, weil das macht deine Geschichte nachher richtig, richtig spannend. Auch bei den Verben solltest du für Abwechslung sorgen. Die Verben, 3:24 da sind der Klassiker sowas wie sagen, wenn eben wörtliche Rede in deiner Geschichte vorkommt, ne, dann er sagte, sie sagte, er sagte, sie sagte, Mama 3:34 sagte, Papa sagte, Schwester sagte und so weiter. Das wird ganz schnell langweilig. Dazu sage ich aber gleich noch etwas. Oder gehen, ja, ich ging 3:44 durch einen dunklen Wald, ein Freund ging mit mir. Da könnte man auch sagen, ein Freund begleitete mich. Also so drauf achten, dass es interessant 3:52 bleibt. Da solltest du dir vielleicht, bevor du deine Geschichte überhaupt mal anfängst zu schreiben, einen kleinen Wortspeicher machen. Und das ist jetzt 3:59 schon mein dritter Tipp. Gestalte eine Wortsammelung, bevor du an das eigentliche Schreiben gehst. Eine Wortsammelung, wo du 4:09 wirklich alle Nomen, Verben, Adjektive, alles reinklatschst, was irgendwie mit deiner Geschichte zu tun hat. Möchtest du einen Krimi schreiben, dann schreibst 4:19 du dahin Detektiv, Bösewicht, Überfall. Das waren jetzt mal die Nomen. Dann als Verben vielleicht verfolgen oder stehlen oder einbuchten oder überfallen. Und als 4:35 Adjektive könntest du da fies und gemein oder schlau, clever, smart, ja? So unterschiedliche Adjektive, die deine 4:46 Geschichte dann noch interessanter machen. Dir fällt bestimmt noch mehr ein, weil du jetzt deine Geschichte noch ein bisschen besser in deinem Kopf 4:51 vielleicht schon hast. Aber da ist es ganz wichtig, dass du da eine Wörtersammlung machst. Und dann also in eine solche Wörtersammlung könnten auch 4:59 schon wörtliche Reden mit hineinfließen. Also wirklich Dinge, die Personen in deiner Geschichte sagen. Also zeichne dir einfach ein paar Sprechblasen auf 5:08 und kritzel da einfach rein, was jemand sagen könnte. Ja, in unserer Krimigeschichte könnte das sein: "Halt, bleiben Sie stehen oder 5:15 ich schieße. Du kriegst mich niemals. Los, geben Sie mir Ihr Portemonnaie." Oder solche Sachen. Ja, vielleicht auch: "Es tut mir leid, ich wollte das alles 5:24 nicht." Oder wie auch immer deine Geschichte nachher ausgeht. Okay, jetzt kommt mein vierter Tipp. Ich habe es schon häufig angesprochen: 5:30 Wörtliche Rede. Wörtliche Rede macht deine Geschichte einfach interessanter. Du kannst eine Geschichte schreiben, in der kein Mensch miteinander 5:39 kommuniziert. Aber wenn du wörtliche Rede verwendest, dann kannst du damit gleichzeitig Gefühle von Personen ausdrücken. Und je mehr Gefühle du ähm 5:52 von deinen Charakteren in deiner Geschichte aufschreibst, umso mehr fühlt der Leser, wenn er deine Geschichte liest, mit und steigt emotional voll mit 6:03 rein. Also verwende auf jeden Fall wörtliche Rede, lass die Menschen miteinander sprechen. Dabei solltest du drauf achten, auch die redebegleitsätze 6:12 zu schreiben. Das ist ganz wichtig, weil in deinem Kopf läuft vielleicht so ein gewisser Film ab. Dann sagt der eine: "Hey, bleib stehen." Der andere: 6:19 "Niemals, du kriegst mich nie." "Vorsichtig, schieße gleich." "Nein, ich bin schon über alle Berge." Keine Ahnung, sowas in der Art. 6:26 Jetzt hast du bei mir schon gemerkt, man weiß vielleicht gar nicht so richtig, wer jetzt was sagt. Deshalb solltest du dringend redebegleitsätze 6:34 äh hinzufügen, sowas wie schrie der Detektiv dem Dieb nach, der Gauner antwortete, ähm der Polizist schrie zurück oder was auch immer. Ja, dass du 6:45 wirklich dahin kommst, dass du unterschiedliche ähm redebegleitsätze hier mit hinzufügst, damit man immer weiß, wer gerade spricht. 6:54 Lies doch deine Geschichte ganz am Schluss einfach mal einem äh Elternteil vor, weil ähm deine Eltern werden dir dann ganz schnell Rückmeldung geben, äh 7:03 ich habe jetzt gar nicht so richtig verstanden, wer was sagt und das musst du ein bisschen deutlicher schreiben. Probier es einfach mal. Sonst gibst 7:08 deinem Lehrer ab und frag ihn mal, was er davon hält. Mein fünfter Tipp ist, dass du die Aufteilung beachtest. Einleitung, 7:18 Hauptteil und Schluss. In der Einleitung beantwortest du folgende Fragen: Wer spielt mit? Wann spielt deine Geschichte? Und wo 7:31 spielt deine Geschichte? Das sind ganz wichtige Elemente in der Einleitung. Damit sorgst du dafür, dass man, wenn man deine Geschichte liest, schon eine 7:39 Vorstellung davon bekommt, okay, das sind die Leute, die mitspielen. Ah, so sieht das Ganze drumherum aus. Jetzt kann ich mich so ein bisschen in diese 7:47 Situation schon hineinversetzen oder in diese Szene mit hineinfühlen und dann kommt es zu dem Hauptteil. Im Hauptteil steckt deine ganze Handlung drin. Alles, 8:00 was passiert, wie die Personen miteinander interagieren, wo sie sich bewegen, wo die hingehen, was die machen, was die miteinander sprechen und 8:09 so weiter und so fort. Also, das ist das, wo du dich richtig austoben kannst und im Schluss, der Schluss ist meistens der kleinste Teil deiner Geschichte, der 8:18 rundet deine Geschichte einfach nur noch ab. Ja, wenn wir uns da diese Spannungsmaus noch mal angucken, dann könnte man sagen, na ja, ungefähr bis 8:26 hierhin geht die Einleitung, dann geht hier der ganze Hauptteil und hier kommt dann der Schluss. Jetzt kommt der sechste Tipp. Im 8:35 Hauptteil steckt nämlich der Höhepunkt und der Höhepunkt deiner Geschichte ist das Spannendste an deiner ganzen Erzählung. Spannender 8:46 geht es nicht. Der Höhepunkt ist genau da und den solltest du so intensiv und so spannend gestalten, wie es 8:55 irgendwie geht. Also, du solltest du auf jeden Fall in deiner Wörtersammlung, die du hast oder deinem Wortspeicher ganz viele Adjektive bereithalten für einen 9:02 super spannenden und interessanten Höhepunkt. Der muss wirklich mitreißend sein und danach geht es dann im Schluss noch mal mit der Spannung ganz weit 9:12 runter, dann löst sich vielleicht irgendetwas, ähm, was vorher ganz, ganz gruselig war in, äh, etwas Harmloses auf, ähm, oder der Dieb wird dann 9:23 letztendlich gefangen und ins Gefängnis gesperrt, ne? Das könnte dann auch der Schluss sein, weil die Verfolgungsjagd vielleicht vorher so spannend war. Wie 9:31 auch immer, ja, das bleibt ganz dir überlassen, was das für eine Art von Geschichte ist. Mein siebter Tipp: Erzähl deine Geschichte im Präteritum, 9:40 also in der ersten Vergangenheit. Das macht deine Geschichte noch einmal mehr interessanter. Und es ist auch eigentlich leichter zu 9:50 schreiben. Wir nutzen die Vergangenheit, weil wir damit den Leser ein kleines bisschen besser erreichen. Man liest einfach gerne Geschichten oder ist es 9:57 auch so gewöhnt, Geschichten zu lesen, die in der Vergangenheit stehen, weil sie etwas erzählen und dann das Gefühl entsteht, man hätte das schon irgendwann 10:05 mal erlebt oder das wurde ist tatsächlich passiert und so weiter. Und in der Vergangenheit haben wir halt eben nur das Präteritum oder das Perfekt und 10:13 weil das Perfekt eher die gesprochene Vergangenheit ist und das Präteritum eher die geschriebene, nutzen wir das Präteritum. Mein achter Tipp, habe ich 10:25 eben schon so ein bisschen gesagt, ähm vermeide Wiederholungen. Wiederholungen lähmen deine Geschichte. Wiederholungen ähm sind stinklangweilig 10:37 und die will keiner lesen. Das ist ganz wichtig, dass du darauf achtest, dass du dich nicht ständig wiederholst. Das fängt z.B. schon ähm bei deinen 10:46 Charakteren an. Wenn einer deiner Charaktere z.B. Manfred heißt, dann schreib nicht immer Manfred tut dieses, Manfred tut jenes, Manfred war da, 10:56 Manfred war da. Wenn man das dritte Mal Manfred liest, könnte es sein, dass man das Heft zuschlägt und sagt: "Nein, danke, das 11:03 war langweilig." Ja, das löst einfach etwas im Leser aus. Deshalb überleg dir direkt am Anfang schon in deiner Wörter-Sammlung, was du schreiben 11:12 kannst. Du könntest schreiben: "Manfred." Je nachdem, welchen Charakter jetzt der Manfred hat, ähm könntest du im nächsten Satz er schreiben oder der 11:22 Mann oder der Polizist oder der Vater. Versuch hier so kreativ wie möglich zu sein. Gleiches gilt, und das ist mein neunter 11:31 Tipp für deine Satzanfänge. Dann ging ich in den Wald, dann überfiel mich ein Hirsch, dann lief ich weg, dann war ich zu Hause angekommen, dann legte 11:43 ich mich ins Bett, dann stellte ich fest, es war alles nur ein Traum. Bitte achte darauf, deine Satzanfänge spannend zu gestalten. Auch Satzanfänge 11:52 gehören in deine Wortsammelung. Plötzlich, auf einmal, jetzt, nun, danach, dann, am nächsten Morgen, letzte Woche und so weiter. Ja, versuch deine 12:09 Sätze auch so umzustellen, dass du hier gut hinkommst, dass du immer unterschiedliche Satzanfänge verwendest. Ja, und der zehnte und letzte Tipp, den 12:18 ich dir geben kann, erzähle nur eine Geschichte. Das stelle ich bei meinen Schülern immer wieder fest, die haben so viel 12:26 Kreativität und Fantasie in ihrem Kopf. Da muss ein Monster drin vorkommen, da muss ein Superheld drin vorkommen, da muss ein Dieb drin vorkommen, da muss 12:34 ein Haus in die Luft fliegen, also am besten noch irgendwo eine Bombe sitzen, dann muss noch da was sein, da gibt's da noch einen Bösewicht 12:41 und dann kommt einer ins Krankenhaus, da wird der da noch versorgt und dann tauchen die mit einem U-Boot noch ins Meer und was weiß ich was. Klar, wenn du 12:50 gewöhnt bist, Filme zu gucken oder wenn du gewöhnt bist, lange Bücher zu lesen, dann passiert in diesen Geschichten unfassbar viel. 13:00 Aber, weil du jetzt von deinem Alter her wahrscheinlich noch relativ kurze Geschichten schreibst, also sowas wie so zwei bis fünf Seiten und fünf Seiten wär 13:10 schon richtig richtig viel, dann macht es Sinn, wirklich nur einen Teil der Handlung zu erzählen. Entscheide dich für etwas, wo du den Fokus drauf 13:20 legen möchtest. Geht es hauptsächlich um den Kampf zwischen Monster und Superheld? Geht es hauptsächlich um ein Haus, in dem Menschen gerettet 13:31 werden müssen, geht es hauptsächlich um eine Verletzung, die im Krankenhaus versorgt wird. Oder geht es nachher um eine 13:40 Unterwasserexpedition in einem U-Boot. Ich weiß, das ist nicht immer leicht, aber es ist ganz wichtig, dass du dich entscheidest, welche Geschichte willst 13:48 du denn erzählen? Und dann begib dich an die Planung. Setz dich hin und kritzel erstmal alle Ideen, die du hast, auf ein Schmierpapier. Alles zusammen. Kritzel, 13:58 kritzel, kritzel, kritzel, kritzel. Und dann fängst du an, das Ganze ganz geordnet, Einleitung, Hauptteil, Schluss, auf in dein Heft zu schreiben, 14:09 sodass du eine schöne, spannende, interessante Geschichte hast. Ja, und jetzt gibt es eigentlich noch einen elften Tipp. Das ist nicht 14:17 wirklich ein Tipp, sondern das gehört einfach dazu. Denk an die Überschrift. Und warum sage ich das ganz am Schluss? Weil ich dir raten würde, die 14:26 Überschrift ganz am Ende über deine Geschichte zu schreiben. Die Überschrift ist das Erste, was dein Leser liest, aber es ist das Letzte, was 14:37 du schreiben solltest, weil erst nach deiner Geschichte bekommst du ein Gefühl dafür, was du für eine Überschrift deiner deinem deiner kostbaren 14:46 Geschichte nachher geben willst. Weil das Erste, was der Leser liest, das wird entscheiden, ob der Leser sagt, "Das interessiert mich gar nicht." Oder ob 14:55 der Leser sagt, "Oh, ja, davon will ich mehr." Die Überschrift sollte nicht zu viel verraten, aber sie sollte spannend genug sein. Ja, ich habe 15:05 z.B. jetzt Geschichten von meinen Schülern gelesen, die Überschriften hießen, "Gefahr im Gebirge." Ja, super spannend. Man weiß, oh, da da 15:13 passiert irgendwas. Wir sind im Gebirge, aber ich weiß noch nicht, was passiert. Was passiert denn da? Ich will das wissen, also lese ich die Geschichte. 15:19 Wenn du in der Überschrift z.B. schreibst, "Der Dieb, der am Schluss ins Gefängnis kam, ähm, dann möchte das keiner mehr lesen, weil jeder sich 15:26 vorstellen kann, okay, es geht um Dieb, am Schluss landet er im Gefängnis, ist ja nicht mehr spannend, ich weiß ja schon, wie es ausgeht. Also, das Ende 15:33 solltest du in deiner Überschrift auf gar keinen Fall verraten. Schnapp dir doch direkt einen Zettel und Stift, mach deine Wörter-Sammlung, schreib deine 15:40 Ideen auf und dann bin ich total gespannt, wenn du mir z.B. hier in die Kommentare vielleicht mal einen kleinen Auszug von deiner Geschichte schreibst, 15:48 das würde mich riesig freuen. Ansonsten hast du vielleicht noch eigene Tipps, die du loswerden willst. Abonniere auch gerne meinen Kanal, um weitere Videos 15:55 nicht zu verpassen. Gib dem Video ein Like und dann sehen wir uns hier auch öfter auf meinem Kanal. Bis dahin, ganz liebe Grüße, dein Herz.