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Langzeitpotenzierung – Gedächtnis 4

Biologie - simpleclub6:52 197.420 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 58 Zeilen
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  1. Um zu zeigen, wie komplex die Engrammierung bzw. so ein Engramm ist, dient die Langzeitpoten als gutes
  2. Modell. Und was das ist, schauen wir uns jetzt mal [Musik]
  3. an. Die Langzeitpotenzierung ist ein Phänomen, das an den Synapsen der Nervenzellen
  4. auftritt. Es ist eine Form von neuronaler Plastizität. Aber was genau ist das? Unter der neuronalen
  5. Plastizität versteht man die Eigenschaft, sich anzupassen. Das war natürlich nur sehr grob formuliert. Das
  6. bedeutet aber folgendes. Eine Synapse kann ihre Eigenschaften ändern in Abhängigkeit von ihrer Verwendung. Wird
  7. sie häufig verwendet, wird sie verstärkt und verbessert. Wird die Synapse nur selten
  8. benutzt, verkümmert sie. Das ist die neuronale Plastizität. neuronal, weil sie an Synapsen,
  9. Nervenzellen oder ganzen Hirnarealen auftritt. Will man das Ganze genauer ausdrücken, kann man den Begriff
  10. synaptische Plastizität verwenden. Das bezieht sich dann nur auf die Veränderungen an Synapsen. Synaptische
  11. Plastizität bedeutet, dass sich Synapsen je nach Verwendung verändern bzw. anpassen. Bei häufigen Gebrauch kommt es
  12. zu Verstärkung und bei seltenem Gebrauch kommt es zur Verkümmerung. Okay, jetzt wissen wir, was die
  13. synaptische Plastizität ist. Was hat das mit der Poten zu tun? Wird die Reizübertragung an der Synapse durch die
  14. synaptische Plastizität verbessert? Spricht man von Poten? Langzeitpotenierung bedeutet dann, dass
  15. diese verbesserte Reizübertragung über einen längeren Zeitraum anhält. Hält die verbesserte Reizübertragung nur für
  16. einen kurzen Augenblick an, spricht man von Kurzzeitpotenzierung. Also noch mal, Plastizität bedeutet
  17. Veränderung in Abhängigkeit vom Gebrauch. Für diese Veränderung zu einer Verbesserung der Reizübertragung spricht
  18. man von Poten Hält diese Potenzierung über einen längeren Zeitraum an, ist von Langzeitpotenzierung die Rede. Führt die
  19. Veränderung zu einer Schwächung der Reizübertragung, spricht man von Langzeit bzw.
  20. Kurzzeitdepression. Das hat aber nichts mit der Krankheit Depression zu tun. Gut, jetzt wissen wir genau, was man
  21. unter einer Langzeitpotenzierung versteht. Im folgenden zeigen wir euch, was dabei an der Synapse abläuft. Ein
  22. Aktionspotenzial kommt an der Synapse an. Die Neurotransmitter öffnen Natriumkanäle, sodass das
  23. Aktionspotenzial übertragen werden kann. Aber das ist nicht alles. Neben der Reizübertragung passiert noch viel mehr.
  24. Bei starker, länger andauernder Erregung werden ebenfalls Calziumkanäle geöffnet. die durch Magnesium blockiert waren. Das
  25. führt dazu, dass Calcium in die Postsynapse einströmen kann. Das Calcium aktiviert jetzt drei Schlüsselzyme in
  26. der Postsynapse. Ein Enzym ist No Syntase. No bedeutet Sticxid.
  27. Dieses Enzym sorgt dafür, dass Stickoxid schnell in die Präsynapse zurückstömt. Stickoxid bewirkt, dass
  28. proaktionspotenzial mehr Transmitter ausgeschüttet werden. Die erste Verbesserung an der Synapse lautet also
  29. mehr Transmitter pro Aktionspotenzial ausschütten. Mehr Transmitter bedeutet, dass Natriumkanäle jetzt besser bzw.
  30. schneller geöffnet werden können und somit wird auch das Aktionspotenzial besser
  31. übertragen. Je häufiger diese Synapse benutzt wird, desto häufiger kann C2+ in die Postsynapse einströmen. Das bedeutet
  32. auch, dass CH2+ dann die Stickoxidsyntase öfter aktivieren kann und das wiederum führt dazu, dass die
  33. Transmittermenge pro Aktionspotenzial noch weiter steigt. Grob. Je öfter die Synapse benutzt wird, desto besser wird
  34. sie. Und genau das ist ja genau die Idee der synaptischen Plastizität bzw. der Poten erste Verbesserung war mehr
  35. Transmitter pro Aktionspotenzial. Die zweite lautet mehr Kanäle. Das funktioniert mit Hilfe des Enzyms
  36. Calcium Kalmodulin Kinase 2. Okay, der Name ist ziemlich kompliziert. Wir kürzen ihn mal ab mit
  37. Kamkinase. Kamkinase wird also von Calcium aktiviert. Dieses Enzym sorgt dafür, dass mehr Kanäle in die
  38. postsynaptische Membran eingelagert werden. Aber nicht irgendwelche Kanäle, sondern Natriumkanäle. Diese Kanäle sind
  39. wichtig, um das Aktionspotenzial zu übertragen. Je mehr Natriumkanäle sich also in der Membran befinden, desto
  40. besser wird das Aktionspotenzial übertragen. Auch hier gilt wieder, je öfter die Synapse benutzt wird, desto
  41. öfter wird die Kamkinase von Calcium aktiviert. Das bedeutet dann, es werden mehr Kanäle in die Membran eingelagert
  42. und das Aktionspotenzial wird besser übertragen. Wieder ein klarer Fall für synaptische Plastizität und
  43. Potenzierung. Die zweite Verbesserung lautet also mehr Natriumkanäle einbauen. Das dritte wichtige Enzym, das
  44. von Calcium aktiviert wird, heißt Adenylatzyklase. Dieses Enzym beschleunigt die Umsetzung von ATP zu
  45. CAMP. CAMP steht für zyklisches Adenosin Monophosphat. Der Second Messenger CP sorgt dafür,
  46. dass Gene aktiviert und damit Proteine hergestellt werden. Diese Proteine können dann Ruhen der Synapsen
  47. aktivieren oder ganz neue Synapsen bilden. Damit dieser letzte Schritt der Poten stattfindet, muss die Synapse für
  48. längere Zeit stark erregt werden. Dieser letzte Schritt sorgt aber dafür, dass die Veränderung dauerhaft bleibt und ein
  49. Engramm gebildet wird. Kurz, damit wird die Information dauerhaft gespeichert. Wir fassen zusammen. Aus
  50. dem Video über die Engrammierung haben wir folgendes gelernt. Ein Engramm ist eine Gedächtnisspur, also die Gesamtheit
  51. der Veränderung an den Synapsen. Die Langzeitpotenzierung zeigt um was für Veränderungen es sich dabei handeln
  52. kann. In diesem Video haben wir drei Veränderungen angeschaut. Erstens mehr Transmitter pro Aktionspotenzial
  53. ausschütten. Zweitens mehr Natriumkanäle in die postsynaptische Membran einbauen und drittens vorhandene Synapsen
  54. aktivieren oder neue Synapsen bilden. Falls euch das Ganze noch nicht so ganz klar ist, schaut euch am besten beide
  55. Videos, also Endgrammierung und Langzeitpotenzierung, noch mal nacheinander an. Die Videos findet ihr
  56. mit Hilfe der Suchfunktion auf unserer Kanalseite. Um mehr über die Synapse und die Reizübertragung im klassischen Sinne
  57. zu erfahren, klickt einfach hier drauf. Dort bekommt ihr alles erklärt. Macht's gut, Leute. Lasst ein Daumen oder ein
  58. Abo da. Bis dann und ciao.

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