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Langzeitpotenzierung – Gedächtnis 4
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 58 Zeilen
- Um zu zeigen, wie komplex die Engrammierung bzw. so ein Engramm ist, dient die Langzeitpoten als gutes
- Modell. Und was das ist, schauen wir uns jetzt mal [Musik]
- an. Die Langzeitpotenzierung ist ein Phänomen, das an den Synapsen der Nervenzellen
- auftritt. Es ist eine Form von neuronaler Plastizität. Aber was genau ist das? Unter der neuronalen
- Plastizität versteht man die Eigenschaft, sich anzupassen. Das war natürlich nur sehr grob formuliert. Das
- bedeutet aber folgendes. Eine Synapse kann ihre Eigenschaften ändern in Abhängigkeit von ihrer Verwendung. Wird
- sie häufig verwendet, wird sie verstärkt und verbessert. Wird die Synapse nur selten
- benutzt, verkümmert sie. Das ist die neuronale Plastizität. neuronal, weil sie an Synapsen,
- Nervenzellen oder ganzen Hirnarealen auftritt. Will man das Ganze genauer ausdrücken, kann man den Begriff
- synaptische Plastizität verwenden. Das bezieht sich dann nur auf die Veränderungen an Synapsen. Synaptische
- Plastizität bedeutet, dass sich Synapsen je nach Verwendung verändern bzw. anpassen. Bei häufigen Gebrauch kommt es
- zu Verstärkung und bei seltenem Gebrauch kommt es zur Verkümmerung. Okay, jetzt wissen wir, was die
- synaptische Plastizität ist. Was hat das mit der Poten zu tun? Wird die Reizübertragung an der Synapse durch die
- synaptische Plastizität verbessert? Spricht man von Poten? Langzeitpotenierung bedeutet dann, dass
- diese verbesserte Reizübertragung über einen längeren Zeitraum anhält. Hält die verbesserte Reizübertragung nur für
- einen kurzen Augenblick an, spricht man von Kurzzeitpotenzierung. Also noch mal, Plastizität bedeutet
- Veränderung in Abhängigkeit vom Gebrauch. Für diese Veränderung zu einer Verbesserung der Reizübertragung spricht
- man von Poten Hält diese Potenzierung über einen längeren Zeitraum an, ist von Langzeitpotenzierung die Rede. Führt die
- Veränderung zu einer Schwächung der Reizübertragung, spricht man von Langzeit bzw.
- Kurzzeitdepression. Das hat aber nichts mit der Krankheit Depression zu tun. Gut, jetzt wissen wir genau, was man
- unter einer Langzeitpotenzierung versteht. Im folgenden zeigen wir euch, was dabei an der Synapse abläuft. Ein
- Aktionspotenzial kommt an der Synapse an. Die Neurotransmitter öffnen Natriumkanäle, sodass das
- Aktionspotenzial übertragen werden kann. Aber das ist nicht alles. Neben der Reizübertragung passiert noch viel mehr.
- Bei starker, länger andauernder Erregung werden ebenfalls Calziumkanäle geöffnet. die durch Magnesium blockiert waren. Das
- führt dazu, dass Calcium in die Postsynapse einströmen kann. Das Calcium aktiviert jetzt drei Schlüsselzyme in
- der Postsynapse. Ein Enzym ist No Syntase. No bedeutet Sticxid.
- Dieses Enzym sorgt dafür, dass Stickoxid schnell in die Präsynapse zurückstömt. Stickoxid bewirkt, dass
- proaktionspotenzial mehr Transmitter ausgeschüttet werden. Die erste Verbesserung an der Synapse lautet also
- mehr Transmitter pro Aktionspotenzial ausschütten. Mehr Transmitter bedeutet, dass Natriumkanäle jetzt besser bzw.
- schneller geöffnet werden können und somit wird auch das Aktionspotenzial besser
- übertragen. Je häufiger diese Synapse benutzt wird, desto häufiger kann C2+ in die Postsynapse einströmen. Das bedeutet
- auch, dass CH2+ dann die Stickoxidsyntase öfter aktivieren kann und das wiederum führt dazu, dass die
- Transmittermenge pro Aktionspotenzial noch weiter steigt. Grob. Je öfter die Synapse benutzt wird, desto besser wird
- sie. Und genau das ist ja genau die Idee der synaptischen Plastizität bzw. der Poten erste Verbesserung war mehr
- Transmitter pro Aktionspotenzial. Die zweite lautet mehr Kanäle. Das funktioniert mit Hilfe des Enzyms
- Calcium Kalmodulin Kinase 2. Okay, der Name ist ziemlich kompliziert. Wir kürzen ihn mal ab mit
- Kamkinase. Kamkinase wird also von Calcium aktiviert. Dieses Enzym sorgt dafür, dass mehr Kanäle in die
- postsynaptische Membran eingelagert werden. Aber nicht irgendwelche Kanäle, sondern Natriumkanäle. Diese Kanäle sind
- wichtig, um das Aktionspotenzial zu übertragen. Je mehr Natriumkanäle sich also in der Membran befinden, desto
- besser wird das Aktionspotenzial übertragen. Auch hier gilt wieder, je öfter die Synapse benutzt wird, desto
- öfter wird die Kamkinase von Calcium aktiviert. Das bedeutet dann, es werden mehr Kanäle in die Membran eingelagert
- und das Aktionspotenzial wird besser übertragen. Wieder ein klarer Fall für synaptische Plastizität und
- Potenzierung. Die zweite Verbesserung lautet also mehr Natriumkanäle einbauen. Das dritte wichtige Enzym, das
- von Calcium aktiviert wird, heißt Adenylatzyklase. Dieses Enzym beschleunigt die Umsetzung von ATP zu
- CAMP. CAMP steht für zyklisches Adenosin Monophosphat. Der Second Messenger CP sorgt dafür,
- dass Gene aktiviert und damit Proteine hergestellt werden. Diese Proteine können dann Ruhen der Synapsen
- aktivieren oder ganz neue Synapsen bilden. Damit dieser letzte Schritt der Poten stattfindet, muss die Synapse für
- längere Zeit stark erregt werden. Dieser letzte Schritt sorgt aber dafür, dass die Veränderung dauerhaft bleibt und ein
- Engramm gebildet wird. Kurz, damit wird die Information dauerhaft gespeichert. Wir fassen zusammen. Aus
- dem Video über die Engrammierung haben wir folgendes gelernt. Ein Engramm ist eine Gedächtnisspur, also die Gesamtheit
- der Veränderung an den Synapsen. Die Langzeitpotenzierung zeigt um was für Veränderungen es sich dabei handeln
- kann. In diesem Video haben wir drei Veränderungen angeschaut. Erstens mehr Transmitter pro Aktionspotenzial
- ausschütten. Zweitens mehr Natriumkanäle in die postsynaptische Membran einbauen und drittens vorhandene Synapsen
- aktivieren oder neue Synapsen bilden. Falls euch das Ganze noch nicht so ganz klar ist, schaut euch am besten beide
- Videos, also Endgrammierung und Langzeitpotenzierung, noch mal nacheinander an. Die Videos findet ihr
- mit Hilfe der Suchfunktion auf unserer Kanalseite. Um mehr über die Synapse und die Reizübertragung im klassischen Sinne
- zu erfahren, klickt einfach hier drauf. Dort bekommt ihr alles erklärt. Macht's gut, Leute. Lasst ein Daumen oder ein
- Abo da. Bis dann und ciao.
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