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HIStory: Friedenssehnsucht, Totalitarismus und Gewerkschaften
Das Wichtigste aus dem Video
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Transkriptautomatisch erstellt · 142 Zeilen
- Story Friedenssehnsucht, Totalitarismus und Gewerkschaften. Der zweite Weltkrieg ist jetzt über 70
- Jahre vorbei. Das ist schon so lange her, dass wir heute gar nicht mehr wissen, auf welchen verschlungenen Wegen wir zu unserem Status Quo gekommen sind.
- Nach dem radikalen Einschnitt durch die Coronakrise drohen jetzt obendrein noch mehr geschichtliche Wegmarken und Gewissheiten in Vergessenheit zu
- geraten. Wissen wir überhaupt noch, wie unsere Vorfahren nach dem Zweiten Weltkrieg drauf waren? Und sind jene Meinungen und Positionen, die wir heute
- auf ewig in Stein gemeißelt ansehen, schon immer da gewesen oder mussten wir nicht überhaupt erst zu Menschen der westlichen Welt gemacht werden? Ich
- behaupte, um so zu werden, wie wir heute sind, mussten unsere Vorfahren ganz erheblich umgepolt und umprogrammiert werden. Wie das funktionierte, das
- schauen wir uns in der heutigen Folge von History einmal genauer an. Die Menschen in Deutschland sind nach dem Zweiten Weltkrieg in ihrer
- überwältigenden Mehrheit für den Frieden und wollen sich aus dem Händel der Großmächte heraushalten. Das ist wahr. Was muss man denn tun, um eine solche
- Mauer der Kriegsunwillig zu knacken? Ganz einfach. Man muss den Menschen einhämmern. Die Sowjetunion sei ganz genauso schlimm wie der
- Hitlerfaschismus. Auch der Russe wird nicht locker lassen, bis er die ganze Welt verslav es wollte. Die zutiefst künstliche und
- herbeigequälte Theorie, die so einen kontrafaktischen Unsinn verbreitet, wird prompt von bestellten Auftragsideen am Reisbrett entwickelt.
- Das neue Ideologieprodukt heißt Totalitarismus. Nazideutschland und Sowjetkommunismus sind demzufolge ein und dasselbe. Beide
- Systeme werden von allmächtigen Parteien gesteuert. Beide lassen den Menschen keinen privaten Raum mehr zum Nachdenken. Beide stecken alles, was
- nicht konform geht, in Zwangslager. Auschwitz hier, Gulak dort. Über beiden Toren steht Arbeit macht frei. Es wird nur noch die eine
- alleinselig machende Weltsicht geduldet. Wir wollen gar nicht leugnen, dass es frappierende Ähnlichkeiten zwischen Narzissmus und Stalinismus gibt,
- zumindest auf den ersten Blick. Seriöse Wissenschaftler unterscheiden jedoch immer zwischen Wesen und Erscheinung. Die Sowjetunion war nämlich
- hervorgegangen aus dem zaristischen Russland, in dem zu einem hohen Prozentsatz ehemals leibeigene Bauern lebten und Industrie noch nicht einmal
- in der in den Kinderschuhen steckte. Ein stätisches Bürgertum sowie Ansätze von Mittelstand waren nur ansatzweise erkennbar. Diese Baueresellschaft war
- dann von den Bolscheviken mit brutaler Gewalt industrialisiert worden. Dem gegenüber war Deutschland bereits eine ausgefaltete bürgerliche Gesellschaft,
- die durch die Nazidiktatur zur Kriegsgesellschaft gewaltsam umprogrammiert wurde. Das sind ganz bedeutende Unterschiede.
- Es ging ja auch gar nicht darum, das Wesen von Diktaturen und Despotien zu verstehen. Es ging nur darum, das Grauen über die
- Naziuntaten begrifflich zu verkoppeln mit den Greulen des Stalinismus und dabei passant die Botschaft auszusenden. Der
- Krieg gegen die Sowjetunion ist moralisch genauso gerechtfertigt wie der Krieg gegen Hitler. Die neuefinition der Sowjetunion vom
- alliierten Partner im Zweiten Weltkrieg zum vernichtungswürdigen Monster erinnert fatal an die Aktivitäten des Wahrheitsministeriums
- in George Wels dystopischen Roman 1984. Die Wahrheitsbeamten in Washington und London mussten vergessen machen, dass
- z.B. die Zeitschrift Newsweek im Jahre 1943 Stalin und seinen Termitenstaat in einem extra Heft in höchsten Tünnen gelobt und gepriesen hatte. Aus Onkel
- Joe, also Josef Stalin, musste jetzt der Satan persönlich gemacht werden. Scheinheilig musste man erzählen. Man wolle die Russen, die anderen Völker der
- Sowjetunion blieben unerwähnt, ja doch nur aus ihrer Knechtschaft befreien. wenn man in Wirklichkeit einen bislang in der Menschheitsgeschichte
- nie da gewesenen nuklearen Holocaust gegen die Menschen in der Sowjetunion bis ins kleinste Detail bereits vorbereitet hatte.
- Um die vorherrschende Antikriegsstimmung in Deutschland zu zermürben, bedürfte es also einer Reihe von Maßnahmen. Zunächst einmal war es notwendig, den Menschen im
- zertrümmerten Deutschland einzubläuen. Sie seien persönlich Schuld am Naziterror. Hier kam die Politologin Hanna Arent zum
- Einsatz. Hanna Arend stammte aus Königsberg, studierte bei Martin Heidegger und dann bei Karl Jaspers. 1933
- musste sie als jüdische Mitbürgerin in die USA emigrieren, wo Arent eine akademische Karriere machte und sich nach dem Zweiten Weltkrieg unter anderem
- als führende Theoretikerin des Totalitarismus einen Namen machte. In Deutschland wurde in erster Linie ihre Lesart der
- Totalitarismustheorie verbreitet. Arend geht davon aus, dass totalitäre Systeme ein Ergebnis der neuen
- Massengesellschaften sind. Die Massen oder der Pöbel verlangen geradezu nach Diktatur. Auch die Deutschen hätten nach Hitler verlangt und hätten den Münchner
- Schlägerkönig in einer demokratischen Wahl 1933 zu ihrem Führer gewählt. Wir wissen aufgrund von harten Fakten, dass das nicht stimmt.
- Aber diese auf elitärer Überheblichkeit fußende Auffassung sollte sich in den Medien nach dem Krieg durchsetzen und wurde und wird heute mehr denn je den
- Menschen draußen im Lande eingeträchtert. Nach diesem Narrativ haben die Deutschen also ihre Misere, nämlich den Verlust
- von Heimatregionen, die immense Anzahl von Toten, verstümmelten und Traumatisierten, die kulturelle Entwurzelung einzig und allein ihrer
- rätselhaften teutonischen Neigung zu autoritären Systemen und ihrem eingeborenen Rassismus zu verdanken. Die Deutschen verdienen demnach kein
- Mitgefühl, sie sind kollektive Täter. Sie müssen als Kollektiv bestraft werden. Aus dieser alttestamentarischen Konstruktion ergibt sich im Kreuzzug
- gegen den Totalitarismus ein klarer Handlungsauftrag. Die Deutschen können ihre kollektive Schuld wenigstens ein bisschen wieder
- abschwächen, wenn sie diesmal auf der Seite der Guten gegen die andere Spielart des Totalitarismus, den Sowjetkommunismus kämpfen. Dieses
- ideologische Konstrukt beherrscht den Diskurs in Westdeutschland bis zum Zusammenbruch des Sowjetkommunismus im Jahre 1989.
- Aber wie Hanna Arend schon 1950 verärgert festgestellt hat, die Deutschen wollen nicht mehr kämpfen. Sie wollen sich aus allem Gerangel
- heraushalten und in Ruhe ihr Land wieder aufbauen. über das Ausmaß und die Menge von Kundgebungen, Demonstrationen, Seminaren, Kirchentagen und Kongressen,
- die in der unmittelbaren Nachkriegszeit stattgefunden haben und in denen nichts anderes als ein überwältigender Wunsch nach Frieden zum Ausdruck kommt, finden
- wir bemerkenswerterweise nichts in den gängigen Sachbüchern oder Lehrmitteln für Schulen. Wir müssten uns mühsam durch Jahrgänge verstaubter Tageszeitung
- jener Jahre durchwühlen, um das ganze Ausmaß der pazifistischen Bekundung in Deutschland nach dem Krieg zusammenzustellen.
- Es besteht kein politisches Interesse an der Erforschung und Dokumentierung des deutschen Pazifismus. Es gibt allerdings eine löbliche
- Ausnahme. Der Multimillionär Jan Philemzmar hat den Historiker Wolfgang Kraushaar großzügig unterstützt, damit dieser seine gigantische Protestkronik
- der Jahre 1949 bis 1959 erstellen konnte. Und von daher wissen wir, dass in Berlin am 10. Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs am 1. September
- 1949 über 100.000 tausend Menschen auf die Straße gingen und konsequenterweise die Gründung der NATO als großes Risiko
- für den Weltfriegen erkannten. Bereits am 5. Mai 1949 wird das westdeutsche Komitee der Friedenskämpfer gegründet und schnell
- bilden sich 600 Ortsgruppen. Besonders gut aufgestellt ist der antifaschistische Widerstand auch und gerade in Westdeutschland.
- Die Menschen sind außer sich über die nicht zu übersehende Kompanie zwischen westdeutsche Justiz, die personell in hohen Maße mit der Nazijustiz identisch
- ist und alt und Neonazis. Der Regisseur des antisemitischen Hasschinkens Jud Süß Weiteran wird in mehreren Instanzen vom Vorwurf der
- Volksverhetung freigesprochen. Während die Fans Han auf ihren Schultern aus dem Gerichtssalen, kocht die Empung über diese skandalösen
- Urteile immer höher. Als die Süddeutsche Zeitung einen antisemitischen Leserbrief veröffentlicht, kommt es am 10. August 1949 zu regelrechten Straßenschlachten
- zwischen 3000 empurten Bürgern und der Polizei in München, wobei auch ein Polizeiauto in Flammen aufgeht. Als der einschlägig bekannte
- Nazibundestagsabgeordnete Wolfgang Hitler im Schleswig-Holsteinischen Neumünster am 15. Februar 1950 von der Anklage der
- Volksverhetung freigesprochen wird, kommt es dort zu Massenprotesten und spontanen Strecks. Als in Augsburg wieder einmal zwei sadistische
- Nazischärken von sympathisierenden Richtern freigesprochen werden, gehen spontan über 12000 Menschen aus Protest auf die Straße.
- Nur ein kleiner Auszug aus Kraushas Protestronik. Die Friedensfreunde und Antifaschisten sind eine sehr heterogene Gruppe. Da
- gibt es die Weltbürgerbewegung, angeführt vom Amerikaner Gary Davis, der seinen US-Pass verbrannt hat und der sich nun für einen nationenüberwindende
- Weltregierung einsetzt. Da gibt es den neutralistischen Nauhaimerkreis unter Leitung von Ulrich Noak, der für eine unvoreingenommene Kontaktaufnahme mit
- der Sowjetunion eintritt und sich dabei explizit auf den Vertrag von Rapallo bezieht. Promt wird eine Tagung des
- Nauheimerkreises in Aschaffenburg am 2. April 1949 von der amerikanischen Besatzungsmacht untersagt.
- Da gibt es die Überlebenden der bekennenden Kirche mit Martin Niemöller an der Spitze. Niemöller handelt sich mächtig Ärger ein, als er sagt, er würde
- lieber unter dem Joch des Bolschevismus leben, als Atom ausgelöscht werden. eine buntscheckige und kaum vernetzte Mehrheit.
- Dann sind da noch die Arbeiter und Angestellten. Auch sie müssen auf Linie gebracht werden. Hatten sich doch nach dem Zweiten Weltkrieg deutsche
- Hafenarbeiter geweigert, mit Waffen und Munition beladene Schiffe zu lehren. Renitente Arbeiter könnten den geplanten Krieg gegen die Sowjetunion empfindlich
- ins Stottern bringen. Und wenn diese Arbeiter auch noch von Moskau gesteuert sind und ganz punktuell alles zum Erliegen bringen, was gegen die Sowjets
- gerichtet ist, was soll dann aus dem geplanten Krieg werden? Die Kontrolle über die Gewerkschaften Westdeutschlands war von buchstäblich
- kriegsentscheidender Bedeutung für die Amerikaner. Klar, der FDGB in der DDR war auch keine wirkliche Interessenvertretung der
- Arbeiter, sondern ein Instrument im Orchester der sowjetischen Macht. Folglich musste der DGB im Westen ebenso als geopolitisches Instrument unter die
- Kontrolle der USA gebracht werden. In der Weimarer Republik gab es schon den Dachverband ADGB. Keine sonderlich scharfe Waffe im
- Arbeitskampf. Am 1. Mai 1933 rief der ADGB zur Teilnahme an Adolf Hitlers erstem arbeitsfreien Tag der Arbeit auf. Hitler bedankte sich, indem
- er am 2. Mai 193 die Gewerkschaftsführer in Konzentrationslage abführen ließ. Das Vermögen der Gewerkschaft ließ er der neuen deutschen Arbeitsfront zuführen.
- Das war das schmachvolle Ende des ADGB. Nach dem Zweiten Weltkrieg ergab sich für die Strategen aus den USA nach der gründlichen Ausrottung freier
- Gewerkschaften in Deutschland durch Hitler die einmalige Gelegenheit auf die leere deutsche Tafel die Gewerkschaften von Grund auf nach amikanischen Vorbild
- neu aufzubauen. Nach amerikanischen Vorbild hieß die Gewerkschafte als erste Offiziere der Industriekapitäne zu definieren, wie es
- ein Mitstreiter des einstigen US-Präsidenten Theodor Roosevelt einmal so treffend zu formulieren wusste. Freie Gewerkschaften wie die International
- Workers of the World IW wurden in den USA mit härtester Gewalt unterdrückt. Stattdessen gründete die National Civic Federation eine Organisation der
- mächtigsten Wirtschaftsgruppen der USA. mit der American Federation of Labor AFL eine eigene Pseudogewerkschaft, deren erster Präsident auf Lebenszeit
- Samuel Gompers sich immer vorrangig Gedanken machte, wie er die Arbeiter am besten auf die Ziele der Kartelle, die ihn bezahlten, ausrichten konnte.
- Der AFL hatte sich noch eine etwas progressivere Pseudogewerkschaft, Congress of Industrial Organizations, CIOIO, für die ungelernten Arbeiter
- hinzugesellt, die der New Deal Politik von Präsident Ruswelt nahe stand. Beide wurden nach dem Zweiten Weltkrieg quasi als Entwicklungshelfer
- auf die deutschen Arbeiter losgelassen. EFL und CIO waren im Krieg tief verwickelt in die Kriegsanstrengung der US-Regierung, unter anderem im War
- Production Board. Beide Gruppen waren schon personell verflochten mit dem Laber Branch des US-Geheimdienstes OSS und
- konsequenzerweise waren beide auch in der CIA Abteilung Clendestin Service, das heißt heimlicher Dienst unter Leitung von Allen Dallis
- sehr aktiv. Doch zunächst galt es, den 1945 gegründeten Weltgewerkschaftsbund zu spalten. Dort waren alle wichtigen
- Gewerkschaften, auch die Cio und die britische TUC, gemeinsam mit den kommunistischen Arbeitervertretungen unter einem Dach organisiert.
- Die EFL Leute gründeten mit dem Geld der amerikanischen Geheimdienste und das Office of Policy Coordination neue synthetische Spaltergewerkschaften.
- Die Force Ouvrier in Frankreich als Konkurrenz zur Kommunistischen CGT oder in Italien die Konföderation Italianer Syndicat Laboratori CISL. Diese
- Stoßtruppen bewährten sich um den Boikott der Rüstungstransporte in französischen und italienischen Hilfen zu brechen.
- Als die antikommunistischen Gewerkschaften auf eigenen Füßen stehen konnten, gründeten die AFL Funktionäre 1949 als nächstes einen neuen
- konkurrierenden Weltdachverband, die International Confederation of Free Trade Unions, ICFTU, auf Deutsch internationaler bund freier
- Gewerkschaften. Jetzt war die Zeit reif, um auch in Deutschland einen antikommunistischen gewerkschaftlichen Dachverband zu
- gründen, den deutschen Gewerkschaftsbund DGB. Die Befehlskette verlief jetzt von Allan Dallis vom CIA über den Ellive
- Sekretär Jay Lofstone zum EL Europachf Irving Joseph Brown. Weiter zum EFL Deutschlandsekretär Henry Rutz, ein gebürtiger Deutscher, der in die USA
- emigriert war und der jetzt aufgrund seiner deutschen Sprachkenntnisse auch bei DGB Massenkundgebungen auftrat. Am deutschen Ende dieser
- transatlantischen Befehlskette befand sich der DGB-Vorsitzende Hans Böckler. Ihre ersten Pluspunkte konnten die amerikanischen Freunde von der EFL
- verbuchen, als sie erfolgreich Fabrik Demontagen in Deutschland durch Fürsprache bei der US-Regierung verhindern konnten. Auch die
- Geldspritzen aus Übersee waren nicht unwillkommen. Sowohl EF als auch CIAO hatten Kontakt zur CIA und verteilten Gelder, die aus dem immensen Budget
- stammten, an gewerkschaftliche Organisationen und Parteien des Westens. Nun mehr hatte die amerikanische Regierung die westdeutsche
- Arbeiterschaft beinahe vollständig unter Kontrolle. Vom DGB Vorstand bis zum Vertrauensmann in der Fabrik ergibt sich hier eine
- lückenlose Kontrolle und Überwachung der Arbeiter. Ein Wissenschaftler schreibt dazu: "Es ging darum, Proestern People in gewerkschaftliche Schlüsselpositionen
- zu bringen und dort zu sichern und zugleich detaillierte Analysen der Gewerkschaften und der politischen Entwicklung in den europäischen Ländern
- zu erhalten." Soweit so gut. Folglich wurden schon wenige Jahre nach der Gründung des DGB alle Kommunisten aus der Organisation entfernt. Der Gehorsam
- der deutschen Gewerkschaftler gegenüber ihren Sponsoren aus Übersee hielt lange an. Erst Ende der 60er Jahre wagte der damalige DGB-Chef Ludwig Rosenberg, dem
- vom EFL Vorsitzenden George Mini verhängten Gesprächsverbot gegen Kommunisten zu widersprechen, worauf Mini seine Efl aus dem
- internationalen Bund freier Gewerkschaften abzog. Jedoch gehört es nach wie vor zu den ungeschriebenen Gesetzen, dass immer
- deutsche Gewerkschaftsvertreter zu Gast sind in den elitären Tafeln der Bilderberger und der Trilateral Commission. In Letztere ist traditionell
- der jeweilige Chef der Chemiearbeitergewerkschaft vertreten. Die Formel von der Sozialpartnerschaft ist ein direktes Ergebnis dieser
- amerikanischen Beeinflussung des DGB. Die Einheitsgewerkschaft genoss lange Jahre ein hohes Ansehen in der Bevölkerung, weil sie die betriebliche
- Mitbestimmung und relativ hohe Löhne durchgesetzt hatte. Das Preisleistungsverhältnis in diesem einseitigen Abhängigkeitsverhältnis
- stimmte zunächst. Es war also ganz schön viel Arbeit notwendig, damit die Deutschen ihren langen Marsch nach Westen, wie es der Historiker Heinrich
- August Winkler genannt hat, antreten konnten. Ob wir diesen Weg weitergehen wollen, das müsste einmal offen und diesmal transparent diskutiert werden.
- Wir lernen aus der Geschichte, wie wir die Zukunft besser machen. Story. [Musik]
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