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Stadtgliederung - einfach erklärt!

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Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 36 Zeilen
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  1. Moin Leute, hier habt ihr mal eine schicke Stadt. Wie ihr sehen könnt, gibt's hier ein ganz schönes Durcheinander an Straßen, Häusern und
  2. Menschen. Auf den ersten Blick kann man also nicht wirklich checken, was für Prozesse in der Stadt eigentlich so abgehen. Das Problem ist,
  3. Stadtgeographen wollen das aber gerne checken. Deswegen sind sie auf eine geniale Idee gekommen. Jo, Leute, lass mal die Stadt in einzelne Bereiche
  4. gliedern. Echt clever von denen. Wie so eine Stadtgliederung aussehen kann, das schauen wir uns jetzt mal an. Abfwahrt. [Musik]
  5. Erstmal vorweg, es gibt nicht die eine Stadtgliederung. Das Ganze ist nämlich abhängig davon, was man innerhalb der Stadt eigentlich untersuchen möchte. In
  6. diesem Video beschäftigen wir uns mit drei möglichen Stadtgliederungen, die jeweils einen anderen Fokus setzen. Wir beginnen mal mit der historischen oder
  7. auch genetischen Stadtgliederung. Hier gliedert man unterschiedliche Bereiche der Stadt nach ihrem Entstehungszeitpunkt.
  8. Da hätten wir z.B. die Altstadt als ältesten Teil der Stadt, dann die ersten Wohnviertel aus der Gründerzeit, die im Zuge der Industrialisierung entstanden
  9. sind. Daran schließen sich die großen Wohnblocks aus der Nachkriegszeit an und schließlich haben wir die ganz jungen Neubaugebiete und Büroiertel. Wenn man
  10. eine Stadt historisch genetisch gliedert, kann man also erkennen, dass in jeder Phase der Stadtentwicklung sich neue Stadtviertel gebildet haben.
  11. Insgesamt ist hierbei auch wichtig, wann die Stadt überhaupt gegründet wurde. Denn wenn die Gründung einer Stadt schon in der Antike war, weiß sie natürlich
  12. andere Merkmale auf, als eine Stadt, die erst im letzten Jahrhundert entstanden ist. Alles klar? Kommen wir zur nächsten Gliederungsform. Da haben wir die
  13. soziale oder auch sozialräumliche Stadtgliederung. Hier schaut man sich die unterschiedlichen Sozialschichten innerhalb einer Stadt an. Es geht also
  14. z.B. um die Bildung der Menschen, ihr Einkommen und die ethnische Herkunft. Dem Ganzen liegt nämlich eine wichtige Annahme zugrunde. Menschen mit gleichen
  15. sozialen Merkmalen siedeln meist in den gleichen Stadtvierteln. Diese Viertel mit gleicher Sozialstruktur nennt man dann auch Milieös. Das heißt, es gibt
  16. z.B. Stadtviertel, wo ihr die arme Bevölkerung lebt und welche, wo eher die Reichen leben. Und auch die ethnische Herkunft kann entscheidend sein. Dadurch
  17. können dann Viertel wie z.B. Chinatown entstehen. Diese Trennung der Sozialschichten nennt der Fachmann auch Segregation. Mit der sozialräumlichen
  18. Stadtgliederung ist die Segregation innerhalb der Stadt also feststellbar. Und wenn man die kennt, kann man als Stadt natürlich auch gegen die
  19. Segregation Maßnahmen ergreifen. Das geht z.B. durch die Steuerung des sozialen Wohnungsbaus und den Bau von sozialen Einrichtungen in den Vierteln
  20. mit eher armer Bevölkerung. Okay, kommen wir schlussendlich zur dritten Möglichkeit der Stadtgliederung, die funktionale Gliederung. Hierzu muss man
  21. erstmal wissen, dass jede Stadt ihren Bewohnern eine bestimmte Reihe an Dingen anbieten sollte, damit ihre Bedürfnisse befriedigt werden. Z.B. sollte es in der
  22. Stadt genügend Arbeitsplätze und Einkaufsmöglichkeiten geben. Auch Bildung und ausreichender Wohnraum ist wichtig. Und für die Freizeit sollte es
  23. natürlich auch kulturelle Angebote wie Kinos oder Theater geben. Diese ganzen wichtigen Dinge werden auch Daseinsgrundfunktionen genannt. Eine
  24. Stadt kann man also danach gliedern, welchen Beitrag der jeweilige Bereich zu den Daseinsgrundfunktionen leistet. Ein Wohnviertel ist z.B. für Wohnraum
  25. wichtig und ein Einkaufszentrum zum na ja einkaufen. Teilweise kann es da ganz schön schwierig sein, die perfekte Balance zwischen all diesen Funktionen
  26. in der Stadt zu finden. Aus diesem Grund wird häufig ein Flächennutzungsplan erstellt. Der regelt dann genau, welcher Bereich der Stadt für welche
  27. Daseinsgrundfunktion genutzt werden soll. So sind dann am Ende hoffentlich alle zufrieden. Okay, fassen wir noch mal zusammen. Eine Stadt lässt sich
  28. allgemein auf viele unterschiedliche Weisen gliern. Wichtig dabei ist nämlich, worauf man seinen Fokus setzt. So gibt es einerseits die historisch
  29. genetische Stadtgliederung. Hier schaut man sich den Entstehungszeitpunkt der jeweiligen Stadtviertel an und kann dadurch die Entwicklung der Stadt
  30. rekonstruieren. Dann gibt es die sozialräumliche Stadtgliederung. Hier wird geschaut, welche sozialen Schichten in den unterschiedlichen Teilen der
  31. Stadt wohnen. Dadurch kann dann auch das Ausmaß der Segregation innerhalb der Stadt festgestellt werden und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen
  32. eingeleitet werden. Zum Schluss haben wir dann noch die funktionale Stadtgliederung. Hier werden die einzelnen Bereiche nach ihrem Beitrag zu
  33. den Daseinsgrundfunktionen gegliedert, also z.B. Arbeit oder Bildung. Damit alle Daseins Grundfunktionen erfüllt werden, regelt häufig ein
  34. Flächennutzungsplan, wo z.B. ein neues Wohn oder Gewerbegebiet innerhalb der Stadt hinkommen soll. Hi, hier ist Alex von Simplecub. Das ganze Thema findest
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