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Stadtgliederung - einfach erklärt!
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 36 Zeilen
- Moin Leute, hier habt ihr mal eine schicke Stadt. Wie ihr sehen könnt, gibt's hier ein ganz schönes Durcheinander an Straßen, Häusern und
- Menschen. Auf den ersten Blick kann man also nicht wirklich checken, was für Prozesse in der Stadt eigentlich so abgehen. Das Problem ist,
- Stadtgeographen wollen das aber gerne checken. Deswegen sind sie auf eine geniale Idee gekommen. Jo, Leute, lass mal die Stadt in einzelne Bereiche
- gliedern. Echt clever von denen. Wie so eine Stadtgliederung aussehen kann, das schauen wir uns jetzt mal an. Abfwahrt. [Musik]
- Erstmal vorweg, es gibt nicht die eine Stadtgliederung. Das Ganze ist nämlich abhängig davon, was man innerhalb der Stadt eigentlich untersuchen möchte. In
- diesem Video beschäftigen wir uns mit drei möglichen Stadtgliederungen, die jeweils einen anderen Fokus setzen. Wir beginnen mal mit der historischen oder
- auch genetischen Stadtgliederung. Hier gliedert man unterschiedliche Bereiche der Stadt nach ihrem Entstehungszeitpunkt.
- Da hätten wir z.B. die Altstadt als ältesten Teil der Stadt, dann die ersten Wohnviertel aus der Gründerzeit, die im Zuge der Industrialisierung entstanden
- sind. Daran schließen sich die großen Wohnblocks aus der Nachkriegszeit an und schließlich haben wir die ganz jungen Neubaugebiete und Büroiertel. Wenn man
- eine Stadt historisch genetisch gliedert, kann man also erkennen, dass in jeder Phase der Stadtentwicklung sich neue Stadtviertel gebildet haben.
- Insgesamt ist hierbei auch wichtig, wann die Stadt überhaupt gegründet wurde. Denn wenn die Gründung einer Stadt schon in der Antike war, weiß sie natürlich
- andere Merkmale auf, als eine Stadt, die erst im letzten Jahrhundert entstanden ist. Alles klar? Kommen wir zur nächsten Gliederungsform. Da haben wir die
- soziale oder auch sozialräumliche Stadtgliederung. Hier schaut man sich die unterschiedlichen Sozialschichten innerhalb einer Stadt an. Es geht also
- z.B. um die Bildung der Menschen, ihr Einkommen und die ethnische Herkunft. Dem Ganzen liegt nämlich eine wichtige Annahme zugrunde. Menschen mit gleichen
- sozialen Merkmalen siedeln meist in den gleichen Stadtvierteln. Diese Viertel mit gleicher Sozialstruktur nennt man dann auch Milieös. Das heißt, es gibt
- z.B. Stadtviertel, wo ihr die arme Bevölkerung lebt und welche, wo eher die Reichen leben. Und auch die ethnische Herkunft kann entscheidend sein. Dadurch
- können dann Viertel wie z.B. Chinatown entstehen. Diese Trennung der Sozialschichten nennt der Fachmann auch Segregation. Mit der sozialräumlichen
- Stadtgliederung ist die Segregation innerhalb der Stadt also feststellbar. Und wenn man die kennt, kann man als Stadt natürlich auch gegen die
- Segregation Maßnahmen ergreifen. Das geht z.B. durch die Steuerung des sozialen Wohnungsbaus und den Bau von sozialen Einrichtungen in den Vierteln
- mit eher armer Bevölkerung. Okay, kommen wir schlussendlich zur dritten Möglichkeit der Stadtgliederung, die funktionale Gliederung. Hierzu muss man
- erstmal wissen, dass jede Stadt ihren Bewohnern eine bestimmte Reihe an Dingen anbieten sollte, damit ihre Bedürfnisse befriedigt werden. Z.B. sollte es in der
- Stadt genügend Arbeitsplätze und Einkaufsmöglichkeiten geben. Auch Bildung und ausreichender Wohnraum ist wichtig. Und für die Freizeit sollte es
- natürlich auch kulturelle Angebote wie Kinos oder Theater geben. Diese ganzen wichtigen Dinge werden auch Daseinsgrundfunktionen genannt. Eine
- Stadt kann man also danach gliedern, welchen Beitrag der jeweilige Bereich zu den Daseinsgrundfunktionen leistet. Ein Wohnviertel ist z.B. für Wohnraum
- wichtig und ein Einkaufszentrum zum na ja einkaufen. Teilweise kann es da ganz schön schwierig sein, die perfekte Balance zwischen all diesen Funktionen
- in der Stadt zu finden. Aus diesem Grund wird häufig ein Flächennutzungsplan erstellt. Der regelt dann genau, welcher Bereich der Stadt für welche
- Daseinsgrundfunktion genutzt werden soll. So sind dann am Ende hoffentlich alle zufrieden. Okay, fassen wir noch mal zusammen. Eine Stadt lässt sich
- allgemein auf viele unterschiedliche Weisen gliern. Wichtig dabei ist nämlich, worauf man seinen Fokus setzt. So gibt es einerseits die historisch
- genetische Stadtgliederung. Hier schaut man sich den Entstehungszeitpunkt der jeweiligen Stadtviertel an und kann dadurch die Entwicklung der Stadt
- rekonstruieren. Dann gibt es die sozialräumliche Stadtgliederung. Hier wird geschaut, welche sozialen Schichten in den unterschiedlichen Teilen der
- Stadt wohnen. Dadurch kann dann auch das Ausmaß der Segregation innerhalb der Stadt festgestellt werden und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen
- eingeleitet werden. Zum Schluss haben wir dann noch die funktionale Stadtgliederung. Hier werden die einzelnen Bereiche nach ihrem Beitrag zu
- den Daseinsgrundfunktionen gegliedert, also z.B. Arbeit oder Bildung. Damit alle Daseins Grundfunktionen erfüllt werden, regelt häufig ein
- Flächennutzungsplan, wo z.B. ein neues Wohn oder Gewerbegebiet innerhalb der Stadt hinkommen soll. Hi, hier ist Alex von Simplecub. Das ganze Thema findest
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