Informatik Klassenstufe 7 Saarland - Information und Daten - Video 09 Ascii und Latin-1 Lerne Informatik https://www.youtube.com/watch?v=nHtNLTr3VCw Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Hallo alle zusammen, wir haben ja schon über den Asky Code Codes gesprochen und heute möchte ich noch einen anderen 0:12 vorstellen, nämlich Latin 1 und dann möchte ich auch noch ein paar Worte zu Unicode sagen. Es ist recht wichtig, dass man eine 0:26 Vorstellung davon hat, was diese Sachen grob sind, denn diese Begriffe werden dir häufiger begegnen. Aber wir gehen da jetzt nicht ins 0:39 Detail. Es genügt, wenn du eine Vorstellung davon hast, um was es sich dabei handelt. Wiederholen wir Askin noch einmal kurz. Wir haben ja schon 0:52 über dieses Thema gesprochen. Das Problem war ja, dass ein Computer nur Zahlen versteht und zwar Zahlen im Binärsystem. 1:05 Das Binärsystem hast du ja jetzt kennengelernt und jetzt ist ja klar, dass ein Computer mit Buchstaben nichts anfangen kann. Der 1:17 Trick, der da angewendet wird, ist bekanntermaßen derjenige, dass wir einem Buchstaben eine Zahl zuordnen und somit geben wir dem Computer wieder 1:32 etwas, dass er wunderbar in Binärzahlen umwandeln kann. Also wir sagen einfach ein großes A ist die 65, ein großes B ist die 66 und so weiter. 1:49 Und schon ist ASKI geboren. Und ASKI macht genau das. Jedem Zeichen wird eine Zahl zugewiesen und die kann dann wunderbar ins Binärsystem 2:04 umgerechnet werden. Also diese Werte hier, diese Zuordnungen sind genau die aus ASKI. Jetzt haben wir allerdings ein Problem. Askki ist nicht so groß, da 2:21 passen nur einige Zeichen rein und z.B. kann ASKI wunderbar die Buchstaben von A bis Z groß und klein Buchstaben codieren. Aber gerade wir Deutschen 2:38 kennen das, wir haben ja auch noch diese Buchstaben und andere Sprachen haben noch andere Zeichen. Was ist denn damit? Und das Problem ist, dass diese Zeichen 2:53 in ASKI nicht enthalten sind. Also der Asky Code enthält erst einmal nur die Zeichen, die im Englischen eine Rolle spielen. Natürlich nicht nur Buchstaben, 3:07 sondern auch Ziffern, Sonderzeichen, also Fragezeichen, Punkt Dollarzeichen und so weiter. Klammern, also im Grunde der alles, was du auf der Tastatur 3:20 finden kannst. Aber dann kommen die unterschiedlichen Sprachen und die unterschiedlichen Sprachen bringen dann noch einmal 3:30 weitere Zeichen mit, die ja auch irgendwie für den Computer verständlich sein sollen. Ich habe hier mal vier bekannte Sonderzeichen 3:43 aus dem Deutschen hingeschrieben und schon diese vier sind in ASKI nicht enthalten. Und es gibt ja noch weitere Sprachen, Französisch, Spanisch und so 3:57 weiter. Die verwenden natürlich alle die gleichen Buchstaben wie das englische auch, aber bringen noch einmal eigene Sonderzeichen mit, genauso wie das 4:11 Deutsche auch. Okay, das ist ein Problem. Askki ist dafür nicht geeignet, also hat man das erweitert und daraus wurde dann Lättchen 1. Lättchen 1 ist 4:26 größer als ASI. ASKI hat, ich habe es hier stehen, 7 Bit pro Zeichen, also 7 x 0 oder 1 und Lettin 1 bringt 8 Bit pro Zeichen mit. Also haben wir mehr 4:45 Möglichkeiten, Kombinationen aus Einzen und Nullen zu speichern. Je mehr Bit wir haben, umso mehr 4:55 Informationen können wir speichern. Und deswegen kriegen wir natürlich in Latin 1 mehr Zeichen rein als in ASKI. Aber das Prinzip ist immer noch das 5:12 gleiche. Die Sonderzeichen haben eine Zuordnung, also jedem Zeichen ist eine Zahl zugeordnet. Nur stehen uns jetzt 5:26 mehr Zahlen zur Verfügung als mit ASKI und damit können wir auch mehr Zeichen zuordnen. Ich sage dir gleich, wie viele Möglichkeiten ASKI und Lettin 1 bieten. 5:42 So, das ist die Idee von Lättchen 1 und die Funktionsweise ist im Grunde genau die gleiche wie bei ASKI auch. Wir haben die verschiedenen 5:56 Zeichen und denen wird dann jeweils eine Zahl zugeordnet. Der große Unterschied ist die Größe. Also ASKI hat 7 Bit, Letin 1 hat 8 Bit. 6:14 7 Bit bedeutet, wir können das hier mal kurz rechnen, also erklären, wie man auf diese Zahlen hier kommt. 128 6:27 und 256. Wo kommen diese Werte her? Das erkläre ich mal. Also 7 Bit bedeutet, wir haben sieben Stellen in 6:41 unserer Binärzahl. 1 2 3 4 5 6 7 Stellen. Das bedeutet, die kleinste mögliche Zahl ist im Grunde 0, also alle Stellen auf 6:55 0. Die größte mögliche Zahl sind alle Stellen auf 1 und dann gibt es dazwischen alle Kombinationen, z.B. diese hier 7:08 oder diese hier. Schreibe jetzt einfach mal irgendeine Zahl da rein. 1 2 3 4 5 6 7 Stellen. Und natürlich gibt es nur eine bestimmte Anzahl an 7:23 Kombinationsmöglichkeiten. Wenn ich sieben Stellen habe, dann kann ich auch diese sieben Stellen nur eine bestimmte Anzahl mal kombinieren. 7:36 Ich kann da keine unendlich große Art von Kombinationen finden. Es gibt eine Obergrinse. Auf jeder Stelle kann 0 oder ein stehen 7:47 und ich kann diese Nullen und Einzen nur n mal, also eine bestimmte Anzahl mal kombinieren. Irgendwann ist Schluss. Also, wenn ich hier angekommen bin, wenn 8:02 ich einmal durchzähle und jede Kombinationsmöglichkeit einmal hinschreibe, dann ist bei dieser Zahl Schluss. Dann habe ich keine 8:13 Möglichkeit mehr irgendetwas zu tun, außer ich nehme noch eine Stelle dazu. Und wenn ich noch eine Stelle dazu nehme, habe ich natürlich noch einmal 8:25 viel mehr Kombinationsmöglichkeiten. Und genau das hat Letin 1 getan, eine Stelle dazu geschrieben, also ein Bit mehr und damit ist der Bereich, den man 8:41 damit abbilden kann, größer geworden. Okay, das ist mal Grundprinzip. Jetzt ist die Frage, wo kommen jetzt diese beiden Werte eigentlich her? Warum hat 8:54 ASKI 128 Möglichkeiten und Lettin 1 256 Möglichkeiten? 9:04 Und auch das kann man ganz ganz einfach ausrechnen. Also wie gesagt, es geht dabei um die Kombinationsmöglichkeiten. 9:14 Also bei ASKI habe ich die Möglichkeit 128 unterschiedliche Kombinationen 9:24 von 0 und 1 zu erzeugen. Ich zeige das mal an einem kleinen Beispiel. Stellen wir uns mal vor, wir hätten nur 2 Bit. So, das sind meine beiden Bit. Ich kann 9:42 also schreiben 00 01 1 und damit ist Schluss. Mehr Möglichkeiten 9:53 0 und 1 auf zwei Stellen zu kombinieren, habe ich nicht mehr. Also, wenn ich 2 Bit habe, kann ich vier Kombinationsmöglichkeiten 10:05 finden, [räuspern] mehr nicht. Jetzt nehmen wir noch ein drittes Bit dazu und ich schreibe jetzt auch mal alle Kombinationsmöglichkeiten 10:16 hin. Wie viele haben wir? 1 2 3 4 5 6 7 8 Möglichkeiten und interessant ist dir fällt auf hier sind die vier Möglichkeiten, 10:34 die ich mit zwei Bit habe auch mit drin. Also ich habe jetzt tatsächlich den Raum der Möglichkeiten erweitert. Ich habe jetzt dadurch, dass ich ein Bit 10:47 dazu genommen habe, viel mehr Möglichkeiten. Schreiben wir das mal hin. Hier hatte ich vier Möglichkeiten. 10:57 Bei 2 Bit, bei 3 Bit habe ich acht Möglichkeiten. Aha, eine Verdopplung. Also, das ist bei 2 Bit und bei 3 Bit. 11:10 Bei 4 Bit hätten wir dann 16 Möglichkeiten. Ich schreibe das mal hin. Also bei 4 Bit hätten wir dann verdoppelt 11:24 16 Möglichkeiten. Bei 5 Bit hätten wir 32 Möglichkeiten. Bei 6 Bit hätten wir dann 64 Möglichkeiten 11:38 und bei 7 Bit aha 128 Möglichkeiten und bei 8 Bit, wenn wir noch einmal verdoppeln 11:50 256 Möglichkeiten. Aha, interessant. und dir fällt 11:59 vielleicht auch noch etwas anderes auf. Ich habe nämlich genau diese Zahlen hier schon mal erwähnt bei der Umrechnung von Dezimalzahlen 12:13 in Binärzahlen. Da habe ich gesagt, die werden dir immer wieder begegnen und hier begegnen sie dir wieder. Und das liegt einfach daran, 12:25 dass ein Computer mit 0 und 1 arbeitet und damit immer mit Bits. Und damit haben wir immer dieses zweier Zahlensystem, 12:38 das allen Überlegungen zugrunde liegt. Also so kommen wir drauf, dass bei 7 Bit 128 Kombinationsmöglichkeiten 12:51 existieren. Oder noch in einer Formel ausgedrückt, wenn wir zwei nehmen, überraschenderweise ist die 13:02 2 wieder einmal die Basis. Wie gesagt, wir arbeiten sehr häufig mit der zwei als Basis. Und 2 hoch 78. 13:19 2 hoch 2 da. 2 hoch 3 hier. Also 2 hoch die Anzahl der Bit 13:33 sagt dir, wie viele Kombinationsmöglichkeiten du hast. Klingt jetzt kompliziert, aber wenn du 13:42 dir das mal überlegst, ist es sehr einleuchtend. Wie gesagt, spiel das mal mit zwei oder mit drei Stellen durch, dann siehst du 13:52 ja die Kombinationsmöglichkeiten. Dann einfach zählen und dann kannst du das hochrechnen auf mehrbit. Und so kommt man auf diese Größen der 14:07 Codes und deswegen ist ASKI kleiner als Läti, weil ASKI weniger Bit hat und damit weniger Kombinationsmöglichkeiten. 14:22 Und weniger Kombinationsmöglichkeiten bedeutet, wir können weniger Zahlen bilden. Und wenn wir weniger Zahlen bilden können, 14:33 können wir natürlich auch weniger Zuordnungen machen. Also alles absolut logisch. Also können wir mit Lättchen 1256 14:47 Zeichen speichern und vom Prinzip funktioniert Lettin 1 dann genauso wie ASKI. Wir kriegen also ohne weiteres Deutsch, 15:01 Französisch, Spanisch und so weiter in Lin 1 hinein. Okay, fragst du dich jetzt, was ist denn mit Chinesisch oder Arabisch? 15:16 Die passen dann doch nicht mehr da rein. Alleine chinesische Schriftzeichen gibt es ja, dann gibt es noch Japanisch und viele 15:27 weitere asiatische Sprachen mit tausenden von Schriftzeichen. Aber Lättin 1 hat eine Obergrenze von 15:39 256. Wir kriegen da also noch nicht einmal alle chinesischen Zeichen rein. Das ist 15:49 korrekt. Dafür ist Lättchen 1 zu klein. In Lien 1 kriegen wir wirklich nur die europäischen Sprachen rein, also die Sprachen, die auf den lateinischen 16:05 Buchstaben basieren, alle anderen nicht. Hm, das ist dumm. Und genau deswegen gibt es noch etwas 16:14 ganz Neues. Das nennt sich Unicode. Darauf gehe ich jetzt nicht mehr großartig ein. Nur damit du es mal gehört hast. Unicode ist noch viel viel 16:28 größer. Unicode ist auch ein bisschen komplexer. Unicode kann noch viel mehr als ASKI oder Lettin. In Unicode passen wirklich 16:40 tausende und aber tausende von Zeichen. Das heißt, alle Zeichen, die es im Moment gibt und die es jemals gab auf der Erde, passen in Unicode und wir 16:53 haben immer noch jede Menge Platz. Das heißt, wenn Außerliche kommen, dann können wir deren Zeichen auch noch mit Unicode codieren. 17:06 Also Unicode ist riesig groß, aber auch da ist die Grundidee die gleiche. Wir haben Zahlen und diese Zahlen sind irgendwelchen Zeichen zugeordnet. 17:23 Allerdings kann Unicode noch mehr Informationen speichern, aber darauf gehen wir jetzt nicht näher ein, sondern es reicht, wenn du dir unter Unicode 17:35 etwas vorstellen kannst. Das soll jetzt für den Moment auch mal reichen zu diesem Thema. Also, du hast jetzt eine Vorstellung von 17:46 ASKI und von Latin 1 und weißt auch, wo die Unterschiede zwischen den beiden liegen und du hast jetzt auch mal eine grobe Vorstellung davon, was 18:00 Unicode ist. Gerade das Wort Unicode wird dir noch häufiger begegnen.