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Licht und Schatten I Optik I musstewissen Physik

musstewissen Physik11:43 247.199 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 111 Zeilen
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  1. Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Und genau darum geht's in diesem Clip.
  2. Am Ende diese Videos wisst ihr dann alles über Kernschatten, Halbschatten und ... - ... Schattenbilder.
  3. Heute beleuchten wir: Schauen wir mal, wie ein Schatten entsteht.
  4. Hinter der Leinwand, da steht eine Lampe. Licht und Schatten gehören ja immer irgendwie zusammen.
  5. Ohne Licht entsteht auch kein Schatten. Wenn wir die Lampe einschalten,
  6. dann beleuchtet die schön unsere Leinwand. Aber wir sehen noch keinen Schatten.
  7. Erst, wenn sich etwas zwischen Lampe und Schirm stellt oder befindet, dann erscheint plötzlich ein Schatten.
  8. In unserem Fall Eduard, der verschluckt nämlich das Licht, oder wie der Physiker sagt, er absorbiert es.
  9. Und genau dieses Licht fehlt dann auf der Leinwand und wir erkennen Eduards Silhouette.
  10. Um nun physikalisch korrekt über Licht und Schatten reden zu können, müssen wir uns noch ein paar Fachbegriffe draufschaffen.
  11. Die Lampe nennen wir Lichtquelle. Wir betrachten zunächst nur eine Punktlichtquelle,
  12. also eine, bei der das gesamte Licht aus einem einzigen Punkt herauskommt. So eine Punktlichtquelle sendet ein Lichtbündel aus.
  13. Die Leinwand nennen wir Schirm. Und Simon ist ein lichtundurchlässiger Körper.
  14. Wir können noch weitere Dinge benennen. Einmal den Schatten auf dem Schirm, den nennen wir das Schattenbild.
  15. Und dann gibt es noch etwas Unsichtbares. Das liegt zwischen dem Simon und dem Schirm, nämlich der Schattenraum.
  16. Der Schattenraum ist der komplette Bereich hinter unserem lichtundurchlässigen Körper, hier Simon.
  17. Im Schattenraum ist es dunkel, denn da kommt kein Licht hin. Dann spricht man noch vom Umriss.
  18. Der Umriss eines Körpers oder eines Objekts ist die äußere Linie. Der Umriss legt damit die Form des Schattenbilds auf dem Schirm fest.
  19. Der Schatten nimmt die Form von unserem Hindernis an. Genauer gesagt, seinen Umriss.
  20. Und die Größe des Schattens? Na ja, die kann sich halt verändern. Wenn Simon sein Hähnchen, oder was auch immer das sein soll,
  21. näher zur Leinwand bringt, dann wird das Schattenbild kleiner. Und wenn Simon die Hände näher zur Lichtquelle bewegt,
  22. dann wird das Schattenbild immer größer. Was hier jetzt mit dem Hähnchen passiert ist,
  23. das wollen wir mal physikalisch genau untersuchen. Wenn wir in der Physik etwas genau untersuchen,
  24. dann versuchen wir, genau eine Sache zu verändern. Also ganz genau nur eine physikalische Größe.
  25. Dann schauen wir doch mal, welche physikalischen Größen beim Schattenbild eine Rolle spielen.
  26. Die erste Messgröße, die unsere Schattengröße beeinflusst, ist der Weg von der Lichtquelle bis zum Schirm.
  27. Diesen Abstand nennen wir Schirmabstand und schreiben dafür ein kleines s.
  28. Jetzt bringen wir unseren lichtundurchlässigen Körper zwischen Lampe und Leinwand.
  29. Das Zweite, was wir verändern können, ist der Objektabstand. Das ist der Weg von der Lichtquelle bis zu unserem lichtundurchlässigen Körper.
  30. Für den Objektabstand schreiben wir ein kleines o. Nun machen wir ein Experiment.
  31. Als Erstes lassen wir den Schirmabstand konstant. Wir verändern ihn also nicht.
  32. Aber wir verändern den Objektabstand. Dafür schieben wir unser Hähnchen hin und her.
  33. Wir verändern also die Entfernung zwischen Lichtquelle und Hähnchen. Und wir sehen:
  34. Je näher unser lichtundurchlässiger Körper, also unser Hähnchen, am Schirm ist, also je größer der Objektabstand ist,
  35. desto kleiner wird das Schattenbild. Gut, zweites Experiment.
  36. Diesmal ändern wir den Objektabstand nicht, sondern wir lassen ihn konstant.
  37. Dafür ändern wir diesmal den Schirmabstand. Dafür schieben wir den Schirm hin und her.
  38. Ist der Schirm nah an unserem Huhn, also der Schirmabstand s klein, dann ist auch der Schatten klein.
  39. Wir halten also fest: Die Größe des Schattens hängt vom Abstand der Lichtquelle zum Objekt,
  40. also dem Objektabstand o, und dem Schirmabstand s, also der Entfernung zwischen Schirm und Lichtquelle ab.
  41. Wenn wir als Schattenbild ein großes und ein kleines Viereck sehen, dann können wir noch nichts über die Größe unserer Objekte sagen,
  42. es gibt ja durchaus mehrere Möglichkeiten. Wir gehen jetzt erst mal davon aus,
  43. dass der Abstand zwischen Lichtquelle und Schirm fest ist. Also der Schirmabstand ändert sich nicht und es gibt auch nur eine Lichtquelle.
  44. Der Schirmabstand muss daher für beide Schattenbilder gleich sein. Über den Objektabstand, also die Entfernung von Lichtquelle zu Hindernis,
  45. wissen wir aber nichts. Es könnte sein, dass unser erstes Viereck, das den größeren Schatten wirft,
  46. tatsächlich größer ist als das andere Viereck und die beiden den gleichen Objektabstand haben.
  47. Es kann aber auch sein, dass die beiden Hindernisse gleich groß sind, aber der Objektabstand des einen Vierecks,
  48. welches den größeren Schatten wirft, kleiner ist. Dann wäre es also näher an der Lampe.
  49. Es gibt sogar die Möglichkeit, dass das Viereck mit dem größeren Schatten kleiner ist
  50. als das mit dem kleineren Schattenbild. Dann müsste es aber noch näher an der Lichtquelle sein,
  51. also einen noch kleineren Objektabstand haben. Wenn wir nur die zwei Schattenbilder sehen,
  52. können wir ohne weitere Informationen keine Rückschlüsse auf die Größenverhältnisse der Hindernisse ziehen.
  53. Wir wissen also nicht, welches Objekt größer oder kleiner ist. Diese Experimente sind ja schön,
  54. aber wie zeichnet man denn ein korrektes Schattenbild? Beim Zeichnen eines Schattenbildes gibt es nämlich ein paar Dinge zu beachten.
  55. Zu einem Schattenbild gehören drei Sachen: Die Lichtquelle zeichnen wir als Kreis mit einem Kreuz in der Mitte.
  56. Wir gehen ja von einer Punktlichtquelle aus. Also, alle Lichtstrahlen kommen genau aus der Mitte dieses Kreuzes.
  57. Für den Körper nehmen wir der Einfachheit halber ein Rechteck. Das könnte beispielsweise ein Buch sein.
  58. Und der Schirm steht natürlich hinten. Heißt: hinter der Lichtquelle und hinter dem lichtundurchlässigem Körper.
  59. Jetzt schauen wir uns das mal von oben an. Zeichnen wir jetzt den Weg des Lichtes ein,
  60. am besten mit Lineal, denn Lichtstrahlen breiten sich ja gradlinig aus. Ihr setzt es in der Mitte der Lichtquelle an
  61. und zeichnet dann eine Linie bis zum Rand eures Objektes und setzt die Linie dann fort bis zum Schirm.
  62. Das macht ihr für beide Ränder. Die beiden Strahlen, die wir jetzt eingetragen haben,
  63. die nennt man auch Randstrahlen, weil sie den Rand bilden, an dem das Licht noch gerade so am Körper vorbeikommt.
  64. Zwischen den Randstrahlen liegt der Schattenraum, also der Bereich, wo kein Licht ist.
  65. Und genau da, wo die Randstrahlen auf den Schirm treffen, da entsteht das Schattenbild.
  66. Vielleicht sieht eine Physikaufgabe bei euch ja so aus: Ein halbfertiges Bild.
  67. Hier sind schon das Schattenbild und auch der Körper eingetragen, aber die Lichtquelle fehlt.
  68. Die Aufgabe dazu: Um sie zu finden, müssen wir wieder die Randstrahlen einzeichnen.
  69. Die Randstrahlen gehen ja immer genau von dem oberen Rand des Körpers bis zum oberen Rand des Schattenbildes.
  70. Also Lineal dran und schon haben wir den ersten Randstrahl. Das Gleiche machen wir für die untere Seite.
  71. Und da, wo sich beide Randstrahlen jetzt kreuzen, da muss die Lichtquelle sein.
  72. Bisher hatten wir immer nur eine Lichtquelle, die uns den Schatten gemacht hat.
  73. Aber in der Realität haben wir oft mehrere Lichtquellen, die einen Raum beleuchten. Denkt doch mal an ein Fußballstadium bei Nacht.
  74. Was passiert denn mit einem Schatten, wenn wir zwei Lichtquellen haben? Dafür nehmen wir mal eine rote ... - ... und eine grüne Taschenlampe.
  75. Damit wir aber einen Schatten sehen, brauchen wir natürlich auch noch einen lichtundurchlässigen Gegenstand.
  76. Wenn ich meine Lampe anmache, dann sehen wir direkt ein Schattenbild. Wenn wir aber beide Lampen gleichzeitig anmachen, dann sehen wir das hier.
  77. Wir sehen hier zwei Schattenbilder, die sich teilweise überlagern. Ein grünes Schattenbild und ein rotes.
  78. In der Mitte, wo sich beide überlagern, sehen wir einen schwarzen Bereich. Um diesen merkwürdigen Schatten zu erklären,
  79. zeichnen wir erneut das Schattenbild, aber diesmal für unsere beiden Lichtquellen.
  80. Fangen wir mit der roten Lichtquelle an. Wir zeichnen wieder die Randstrahlen ein.
  81. Die gehen von der Lichtquelle an den oberen und unteren Rändern des Körpers vorbei.
  82. Der ganze Raum ist also rot beleuchtet, bis auf den Schattenraum. Und nun genau dasselbe für die grüne Lampe.
  83. Die grüne Lampe leuchtet alles grün an, bis auf den Bereich zwischen den Randstrahlen,
  84. denn das ist wieder der Schattenraum der grünen Lampe. Jetzt lassen wir die grüne Lampe an
  85. und schalten noch zusätzlich die rote Lampe ein. Dann überlappen sich die beiden Schattenräume in der Mitte.
  86. Das ist der Kernschatten. Hier gibt es weder rotes noch grünes Licht.
  87. Der Kernschatten ist also immer der Bereich, in den gar kein Licht kommt. Daneben sind aber noch zwei Bereiche.
  88. In dem einen sieht man ein rotes Schattenbild und in dem anderen ein grünes.
  89. Diese Bereiche nennt man Halbschatten, weil hier zumindest noch das Licht von einer der beiden Lampen ankommt.
  90. Also hier im roten Bereich, da fehlt das Licht von unserer grünen Lampe. Und im grünen Bereich fehlt das Licht der roten.
  91. Das sind die beiden Halbschatten. Das funktioniert aber nicht nur mit farbigem Licht,
  92. sondern das geht auch bei weißem Licht. Dafür haben wir die Folien einfach wieder von den Taschenlampen abgemacht.
  93. Auch hier sehen wir einen Kernschatten, und zwar da, wo gar kein Licht hinfällt. Und zwei Halbschatten, wo nur eine Lampe jeweils hinleuchtet.
  94. Und jetzt ist die Frage: Was passiert bei drei Lampen? Drei Lampen heißt auch drei Schattenbilder.
  95. Wir müssen also dreimal unsere Randstrahlen einzeichnen. Jetzt haben wir hier drei Schattenräume.
  96. Und die überlagern sich wieder. Immer da, wo gar kein Licht hinfällt, das ist der Kernschatten.
  97. Das ist hier der total dunkle Bereich in der Mitte. Aber jetzt kommt's: Es gibt ja jetzt noch zwei weitere Schattenarten.
  98. Diese hier, dort fällt das Licht von zwei Lampen hin, und diese hier, dort fällt das Licht von einer Lampe hin.
  99. Man könnte also jetzt vom Ein-Drittel- und vom Zwei-Drittel-Schatten sprechen, aber das macht man für gewöhnlich nicht.
  100. Alles, was im Schatten ist, aber nicht im Kernschatten, heißt Halbschatten. Jetzt nehmen wir mal nicht ein oder zwei oder drei oder vier Lampen,
  101. sondern wir machen das mit unendlich vielen Lampen nebeneinander noch mal. Das ist dann eine ausgedehnte Lichtquelle.
  102. Und hier haben wir so eine. Das ist eine Flächenleuchte.
  103. Bei der ausgedehnten Lichtquelle lässt sich das Schattenbild folgenermaßen konstruieren.
  104. Wir zeichnen vom oberen Ende der Lampe unsere Randstrahlen ein und vom unteren Ende der Lampe machen wir genau das gleiche auch.
  105. Jetzt haben wir den Kernschatten konstruiert und außerdem den äußeren Rand des Halbschattens.
  106. Der Halbschattenbereich ist aber jetzt total verschwommen. Er wird zur Mitte hin stufenlos dunkler.
  107. Und weil man dieses stufenlos nicht ganz genau beschreiben möchte, sagen wir eben Halbschatten.
  108. Also alles, was im Schatten liegt, aber nicht der Kernschatten ist, ist eben der Halbschatten.
  109. Und mit dem stufenlosen Halbschatten unserer ausgedehnten Lichtquelle, schmeißen wir euch jetzt raus.
  110. Bei Fragen oder Anmerkungen, haut uns die einfach in die Comments. Alles klar, reicht.
  111. Untertitel im Auftrag des ZDF für funk, 2017

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