Erklärfilm: Emissionshandel Umweltbundesamt https://www.youtube.com/watch?v=j8C8IuNjA_A Transkript (automatisch erstellt) 0:06 Der Klimawandel ist spürbar. Auch in Deutschland zeigen sich die Folgen der globalen Erwärmung 0:11 mit immer neuen Hitzerekorden, Starkregen oder Überschwemmungen. Um die Erderwärmung und die Folgen des Klimawandels zu begrenzen, 0:21 müssen wir das Klima schützen und Klimagasemissionen verringern. Zu diesem Zweck hat die Europäische Union im Jahr 2005 den Emissionshandel eingeführt. 0:32 Er schafft Anreize für Unternehmen, weniger Kohle und Gas zu verbrennen und so ihre klimaschädlichen Emissionen zu verringern. 0:40 In Deutschland ist hierfür die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt zuständig. 0:47 Der Emissionshandel funktioniert nach dem Prinzip „begrenzen und handeln“, also „cap and trade“. 0:53 Das cap definiert, wie viel alle einbezogenen Kraftwerke und Industrieanlagen in der EU zusammen emittieren dürfen 1:00 – also die Summe aller Emissionsberechtigungen. Diese Berechtigungen müssen die Unternehmen am Markt erwerben 1:06 – entweder kaufen oder an einer europäischen Börse ersteigern, zum Beispiel an der Leipziger Energiebörse EEX. 1:15 Industrieanlagen erhalten Berechtigungen nach festen Regeln teilweise noch kostenfrei. Wenn ein Unternehmen in einem Jahr Emissionen von 100.000 Tonnen CO2 verursacht, 1:26 braucht es die entsprechende Anzahl an Berechtigungen und muss diese jeweils jährlich abgeben, wodurch sie praktisch gelöscht werden. 1:34 Tut es das nicht, werden finanzielle Sanktionen fällig. Die EU gibt vor, um wie viel und wie schnell sich die jährlichen Gesamtemissionen verringern sollen 1:45 Das Cap ist also eine Reihe von jährlich neu zur Verfügung stehenden Emissionsberechtigungen für alle Kraftwerke und Industrieanlagen. Da die Menge an neuen Berechtigungen von Jahr zu Jahr sinkt, 1:58 führt das Cap Schritt für Schritt zur Dekarbonisierung. Beispielsweise hat Unternehmen A 100.000 Berechtigungen. 2:06 Es stößt jedoch 125.000 Tonnen CO2 aus. Es muss also 25.000 Berechtigungen dazu kaufen. 2:14 Das ist beim trade möglich – dem Handel mit Berechtigungen. Unternehmen B hat ebenfalls 100.000 Berechtigungen. 2:21 Dank vorausschauender Investitionen in klimaschonende Techniken verursacht das Unternehmen aber nur 50.000 Tonnen CO2-Emissionen. 2:30 Nicht benötigte Berechtigungen kann das Unternehmen zum Verkauf anbieten. Beim Handel zwischen den Unternehmen bildet sich so ein Marktpreis für die Berechtigungen. 2:39 Da die Höchstgrenze, also das „cap“, jedes Jahr weiter sinkt, steigt dieser Marktpreis. So wird es für Unternehmen auch wirtschaftlich attraktiver, 2:47 in umweltfreundliche Techniken zu investieren – und so ihre Emissionen zu reduzieren.