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Räumliche Disparitäten - einfach erklärt!
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 38 Zeilen
- Moin Leute. Quizfrage. Es gibt sie in Städten, in Regionen und sogar im gesamten Land und sie sind gar nicht mal so nice. Was ist gemeint?
- Ja, gut, die Antwort steht im Videotitel. Heute geht's also um räumliche Disparitäten. Was das genau ist, das erfahrt ihr jetzt. [musik]
- Schauen wir uns dazu erstmal das Wort Disparitäten etwas genauer an. Das kommt vom lateinischen Disparatum, was so viel wie getrennt oder abgesondert bedeutet.
- Übersetzen kann man das Ganze auch einfach mit Ungleichheiten. Räumliche Disparitäten beschreiben also die Ungleichheiten innerhalb eines Raums.
- Klingt jetzt erstmal etwas schwammig, deswegen schauen wir uns mal ein paar Beispiele an. Generell kann so ein Raum ganz unterschiedlich groß sein. Das
- Ganze hängt nämlich einfach davon ab, wie groß man sein Untersuchungsgebiet haben möchte. Man kann z.B. will einen relativ kleinen Raum wählen und sich
- einfach eine bestimmte Stadt anschauen. Genauso gut kann man sich aber auch eine bestimmte Region oder sogar das gesamte Land anschauen. Das hatten wir ja schon
- ganz am Anfang. Wenn man sich die Ungleichheiten auf der ganzen Welt anschaut, spricht man übrigens eher von globalen Disparitäten. Alles klar? Was
- kann man denn jetzt für Disparitäten auf den unterschiedlichen Ebenen feststellen? Ganz einfach gesagt, allgemein geht es darum, dass es
- irgendwo innerhalb eines Raums mehr von irgendwas gibt und irgendwo anders weniger. Das können die verschiedensten Sachen sein, z.B. Rohstoffe,
- Bevölkerung, Städte, Industrien, Arbeitsangebot, Arbeitslosigkeit, Wohlstand und so weiter und so weiter. Es geht also in erster Linie um
- wirtschaftliche und soziale Unterschiede. Auf der regionalen Ebene treten dabei vor allem Unterschiede zwischen Zentrum und Peripherie auf. und
- auf der nationalen Ebene im Fall Deutschlands zwischen Westen und Osten. Ihr wisst wegen der Teilung und so. Okay, das soweit zum Begriff räumliche
- Disparitäten. Aber warum genau entstehen die eigentlich? Dazu schauen wir uns mal die Unterschiede zwischen Zentrum und Peripherie etwas genauer an. Die Zentren
- entstanden vor allem seit dem 19. Jahrhundert im Zuge der Industrialisierung. Menschen wurden dringend als Arbeiter in den Fabriken
- gebraucht und zogen deswegen vom Land in die Stadt. Die Städte wuchsen dadurch enorm an. Check dafür ruhig noch mal unser Video zur Urbanisierung ab. Ein
- Zentrum muss übrigens nicht zwangsläufig nur eine Stadt sein. Generell meint man damit einfach einen Ballungsraum und das können auch mehrere eng
- beieinanderliegende Städte sein, wie z.B. beim Ruhrgebiet. In einem Zentrum leben also viel mehr Menschen als in der Peripherie. Deswegen geht hier natürlich
- auch wirtschaftlich viel mehr ab. Das heißt, es gibt hier z.B. ein größeres Arbeitsangebot. Wenn alle Menschen in die Ballungsräume ziehen, kann man in
- der Peripherie teilweise sogar von Entlehrung sprechen. Es entstehen also im Vergleich zum Zentrum ziemlich dünnbesiedelte und strukturschwache
- Regionen. Das heißt, es gibt hier z.B. viel Arbeitslosigkeit und eine hohe Armutsrate. Es entsteht also ein krasser Gegensatz zwischen Zentrum und
- Peripherie. Ihr merkt, räumliche Disparitäten sind gar nicht mal so geil. Deswegen ist im Paragraph 2 des deutschen Raumordnungsgesetzes
- festgehalten: [husten][räuspern] "I Gesamtraum der Bundesrepublik Deutschland und in seinen Teilräumen sind ausgeglichene soziale,
- infrastrukturelle, wirtschaftliche, ökologische und kulturelle Verhältnisse anzustreben. Ja, was kann man da denn so machen?" Das Stichwort ist Förderung.
- Heißt einfach gesagt, man gibt den strukturschwachen Regionen eine Menge Geld, damit sie damit ihre Probleme lösen können. Z.B. können die Regionen
- dadurch die Infrastruktur verbessern. Das logt Unternehmen an und das sorgt wiederum für mehr Arbeitsplätze in der Region. Ein Beispiel für ein solches
- nationales Förderprogramm ist der Solidaritätszuschlag. Vielleicht habt ihr ja schon mal davon gehört. Jeder steuerpflichtige Bürger
- zahlt dabei 5,5% seiner Einkommenssteuer in einen großen Topf. Und das Geld aus diesem Topf wird dann vor allem den strukturschwachen Regionen in
- Ostdeutschland gegeben. So soll sich dann langsam der Osten dem Westen anpassen. Alles klar? Hier noch mal das Wichtigste. Räumliche Disparitäten sind
- Ungleichheiten innerhalb eines bestimmten Raums. Das betrifft z.B. die Verteilung der Rohstoffe, der Bevölkerung oder des Vermögens. Je
- nachdem, wie groß man das Untersuchungsgebiet ansetzt, kann sich das Ganze auf Städte, Regionen oder sogar ganze Länder beziehen. Entstehen
- können räumliche Disparitäten z.B. durch die zunehmende Urbanisierung und die Entstehung von großen Zentren. Hier geht es dann ganz schön ab. In der Peripherie
- läuft dann dementsprechend eher wenig und die Arbeitslosigkeit steigt. Deswegen wird versucht, die räumlichen Disparitäten abzubauen. Dafür startet
- man verschiedene Förderprogramme, die den strukturschwachen Regionen eine Menge Geld zur Verfügung stellen. Die strukturschwachen Regionen sollen sich
- dadurch langsam den strukturstarken Regionen anpassen. Falls ihr noch mehr Bock auf das Thema Disparitäten habt, dann checkt auch unsere anderen Videos
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Zum Nachlesen
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