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Räumliche Disparitäten - einfach erklärt!

Geographie - simpleclub5:14 78.999 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 38 Zeilen
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  1. Moin Leute. Quizfrage. Es gibt sie in Städten, in Regionen und sogar im gesamten Land und sie sind gar nicht mal so nice. Was ist gemeint?
  2. Ja, gut, die Antwort steht im Videotitel. Heute geht's also um räumliche Disparitäten. Was das genau ist, das erfahrt ihr jetzt. [musik]
  3. Schauen wir uns dazu erstmal das Wort Disparitäten etwas genauer an. Das kommt vom lateinischen Disparatum, was so viel wie getrennt oder abgesondert bedeutet.
  4. Übersetzen kann man das Ganze auch einfach mit Ungleichheiten. Räumliche Disparitäten beschreiben also die Ungleichheiten innerhalb eines Raums.
  5. Klingt jetzt erstmal etwas schwammig, deswegen schauen wir uns mal ein paar Beispiele an. Generell kann so ein Raum ganz unterschiedlich groß sein. Das
  6. Ganze hängt nämlich einfach davon ab, wie groß man sein Untersuchungsgebiet haben möchte. Man kann z.B. will einen relativ kleinen Raum wählen und sich
  7. einfach eine bestimmte Stadt anschauen. Genauso gut kann man sich aber auch eine bestimmte Region oder sogar das gesamte Land anschauen. Das hatten wir ja schon
  8. ganz am Anfang. Wenn man sich die Ungleichheiten auf der ganzen Welt anschaut, spricht man übrigens eher von globalen Disparitäten. Alles klar? Was
  9. kann man denn jetzt für Disparitäten auf den unterschiedlichen Ebenen feststellen? Ganz einfach gesagt, allgemein geht es darum, dass es
  10. irgendwo innerhalb eines Raums mehr von irgendwas gibt und irgendwo anders weniger. Das können die verschiedensten Sachen sein, z.B. Rohstoffe,
  11. Bevölkerung, Städte, Industrien, Arbeitsangebot, Arbeitslosigkeit, Wohlstand und so weiter und so weiter. Es geht also in erster Linie um
  12. wirtschaftliche und soziale Unterschiede. Auf der regionalen Ebene treten dabei vor allem Unterschiede zwischen Zentrum und Peripherie auf. und
  13. auf der nationalen Ebene im Fall Deutschlands zwischen Westen und Osten. Ihr wisst wegen der Teilung und so. Okay, das soweit zum Begriff räumliche
  14. Disparitäten. Aber warum genau entstehen die eigentlich? Dazu schauen wir uns mal die Unterschiede zwischen Zentrum und Peripherie etwas genauer an. Die Zentren
  15. entstanden vor allem seit dem 19. Jahrhundert im Zuge der Industrialisierung. Menschen wurden dringend als Arbeiter in den Fabriken
  16. gebraucht und zogen deswegen vom Land in die Stadt. Die Städte wuchsen dadurch enorm an. Check dafür ruhig noch mal unser Video zur Urbanisierung ab. Ein
  17. Zentrum muss übrigens nicht zwangsläufig nur eine Stadt sein. Generell meint man damit einfach einen Ballungsraum und das können auch mehrere eng
  18. beieinanderliegende Städte sein, wie z.B. beim Ruhrgebiet. In einem Zentrum leben also viel mehr Menschen als in der Peripherie. Deswegen geht hier natürlich
  19. auch wirtschaftlich viel mehr ab. Das heißt, es gibt hier z.B. ein größeres Arbeitsangebot. Wenn alle Menschen in die Ballungsräume ziehen, kann man in
  20. der Peripherie teilweise sogar von Entlehrung sprechen. Es entstehen also im Vergleich zum Zentrum ziemlich dünnbesiedelte und strukturschwache
  21. Regionen. Das heißt, es gibt hier z.B. viel Arbeitslosigkeit und eine hohe Armutsrate. Es entsteht also ein krasser Gegensatz zwischen Zentrum und
  22. Peripherie. Ihr merkt, räumliche Disparitäten sind gar nicht mal so geil. Deswegen ist im Paragraph 2 des deutschen Raumordnungsgesetzes
  23. festgehalten: [husten][räuspern] "I Gesamtraum der Bundesrepublik Deutschland und in seinen Teilräumen sind ausgeglichene soziale,
  24. infrastrukturelle, wirtschaftliche, ökologische und kulturelle Verhältnisse anzustreben. Ja, was kann man da denn so machen?" Das Stichwort ist Förderung.
  25. Heißt einfach gesagt, man gibt den strukturschwachen Regionen eine Menge Geld, damit sie damit ihre Probleme lösen können. Z.B. können die Regionen
  26. dadurch die Infrastruktur verbessern. Das logt Unternehmen an und das sorgt wiederum für mehr Arbeitsplätze in der Region. Ein Beispiel für ein solches
  27. nationales Förderprogramm ist der Solidaritätszuschlag. Vielleicht habt ihr ja schon mal davon gehört. Jeder steuerpflichtige Bürger
  28. zahlt dabei 5,5% seiner Einkommenssteuer in einen großen Topf. Und das Geld aus diesem Topf wird dann vor allem den strukturschwachen Regionen in
  29. Ostdeutschland gegeben. So soll sich dann langsam der Osten dem Westen anpassen. Alles klar? Hier noch mal das Wichtigste. Räumliche Disparitäten sind
  30. Ungleichheiten innerhalb eines bestimmten Raums. Das betrifft z.B. die Verteilung der Rohstoffe, der Bevölkerung oder des Vermögens. Je
  31. nachdem, wie groß man das Untersuchungsgebiet ansetzt, kann sich das Ganze auf Städte, Regionen oder sogar ganze Länder beziehen. Entstehen
  32. können räumliche Disparitäten z.B. durch die zunehmende Urbanisierung und die Entstehung von großen Zentren. Hier geht es dann ganz schön ab. In der Peripherie
  33. läuft dann dementsprechend eher wenig und die Arbeitslosigkeit steigt. Deswegen wird versucht, die räumlichen Disparitäten abzubauen. Dafür startet
  34. man verschiedene Förderprogramme, die den strukturschwachen Regionen eine Menge Geld zur Verfügung stellen. Die strukturschwachen Regionen sollen sich
  35. dadurch langsam den strukturstarken Regionen anpassen. Falls ihr noch mehr Bock auf das Thema Disparitäten habt, dann checkt auch unsere anderen Videos
  36. dazu ab. Hi, hier ist Nico von Simplecub. Du schreibst bald eine Klausur. Mit der Simple Club App bereiten wir dich
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