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Klima und Vegetation in Europa - Erklärung und Beispiele
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 76 Zeilen
- Klima und Vegetation in Europa. Ob Sonnenschein oder Regen, unser Wetter kann sich von Tag zu Tag ändern. Es kann auch am gleichen Tag von Ort zu
- Ort ganz unterschiedlich sein. Ob nun im kommenden Jahr der Badeurlaub wieder ins Wasser fällt oder ob Weihnachten auch im Flachland genügend
- Schnee für eine Schneeballschlacht liegt, das können Meteorologen im Oktober noch nicht vorhersagen.
- Auch mit der modernsten Technologie sind langfristige Voraussagen immer noch schwierig, da sich das Wetter jeden Tag ändern kann.
- Wetter ist allerdings nicht gleich Klima. Die Erde teilt sich in verschiedene Klimazonen.
- Europa reicht über drei Klimazonen. Von der kalten subpolaren Zone im Norden über den breiten Gürtel der gemäßigten
- Breiten in Mitteleuropa bis hin zu den Subtropen im Süden. Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Klimazonen sind erheblich.
- Während der äußerste Nordeneuropas im Januar Februar unter einer Decke aus Schnee und Eis liegt, blühen am Mittelmeer bereits die Mandelbäume und
- Blumen strecken sich den wärmenden Sonnenstrahlen entgegen. Winter bedeutet also nicht überall in Europa automatisch Schneefall und
- Eiseskälte. Das Klima in Europa wird von der zunehmenden Erwärmung der Erdoberfläche
- von Nord nach Süd bestimmt. Vergleicht man die Tagestemperaturen von verschiedenen Orten an einem beliebigen Tag, zeigen sich die Unterschiede
- zwischen dem Norden und dem Süden ganz deutlich. Nehmen wir als Beispiel die Temperaturen in Stockholm, Frankfurt, London und Rom.
- Am. Dezember, da beginnt der meteorologische Winter. In Stockholm -1° am Tag und 4° unter 0 nachts. In Frankfurt hatte es am Tag 4°. Nachts
- sank die Temperatur auf -1. In London hatte es 8° am Tag. Nachts blieb die Temperatur über dem Gefrierpunkt bei 1° plus.
- In Rom war es bei 17° am Tag und nachts angenehm mild. Der Süden Europas liegt in den Subtropen. Im Norden der Subtropen am
- Übergang zu den gemäßigten Breiten liegt das Mittelmeer. Rund um das Mittelmeer herrscht das sogenannte Mediterrane, das
- Mittelmeerklima. Im Sommer ist es hier über lange Zeit sehr heiß und trocken.
- Tage und Wochen fast wolkenlos blauer Himmel. Weit und breit keine Regenwolke in Sicht. Tagestemperatur fast immer über 30° und das Meerwasser lockt mit
- über 25°. Da gibt es nur eins. Ab ins Wasser. In den Monaten Juni, Juli und August
- bietet das mediterrane Klima fast eine Sonnenscheingarantie, die Millionen Ferienäste jeden Sommer ans Mittelmeer lockt, um hier ihren
- Urlaub zu verbringen. Im Herbst fallen auch am Mittelme die Temperaturen,
- doch es bleibt den Winter übermilt bei durchschnittlich 10 bis 15°. Es gibt in den Subtropen nicht vier gleich lange Jahreszeiten.
- Frühling und Herbst sind nur kurz gegenüber der langen Trockenzeit im Sommer und einer Periode mit hohen manchmal sehr heftigen Niederschlägen im
- Winter. Auch wenn es den Winter über öfters regnet, bleibt es doch meist frostfrei.
- So wachsen frostempfindliche Pflanzen auch noch im Norden des Mittelmeerraums. Doch es sind nicht die Orangen und Zitronenbäume,
- auch nicht die Kakteen oder gar die Palmen, die typisch sind für das mediterrane Klima. Es ist der Olivenbaum mit seinen kleinen
- ledrigen Blättern und unscheinbaren Früchten, der hier heimisch ist. Der Olivenbaum gehört zu den immer grünen Hartlaubgewächsen,
- die ihre Blätter das ganze Jahr über behalten. Die Oliven sind den ganzen Sommer übergereift und werden nun zum
- Jahresende geerntet und zu Öl gepresst. Das Olivenöl ist das flüssige Gold des Mittelmeerklimas.
- Die Mitte Europas besteht aus einem Dreiklang von Landschaften, aus weiten Ebenen, bewaldeten Mittelgebirgen
- und schroffen Hochgebirgen. Das Klima ist gemäßigt, das heißt, extreme Temperaturen und Niederschläge sind die Ausnahme.
- Es sind die vier gleich langen Jahreszeiten, die charakteristisch sind für das Klima. in den Mittelbreiten. Der Temperaturunterschied zwischen
- heißen Sommern und kalten Wintern ist relativ groß. Viele der heimischen Pflanzen brauchen den Kältereiz der kalten Jahreszeit für
- ihre Entwicklung. Sie brauchen die Ruheperiode im Winter zur Bildung neuer Früchte. Im Frühling reifen dann Erdbeeren,
- Kirschen locken im Sommer. Und Äpfel können im Spätsommer und Herbst geerntet werden. Auf riesigen Flächen werden europaweit
- Weizen und anderes Getreide angebaut. Es ist diese intensive Bodennutzung, die typisch ist für die mittleren Breiten, dem Land um den 50. Breitengrad.
- Über das Jahr gerechnet liegt die Durchschnittstemperatur bei 20°. Zusammen mit ausreichend Regen sind das ideale Bedingungen für eine ertragreiche
- Landwirtschaft. Im breiten Gürtel der gemäßigten Klimazone gibt es große Unterschiede
- zwischen dem Süden und dem Norden, zwischen warm gemäßigten und kaltgemäßigten Regionen. In der gesamten gemäßigten Klimazone
- wachsen große Wälder mit Laub und Nadelbäumen. Die sommergrünen Laubbäume wie Eichen und Buchen, die im Winter ihre Blätter
- abwerfen, findet man vorwiegend in den warmgemäßigten Regionen. Im Norden Europas in Skandinavien, dort wo kein Feldbau mehr möglich ist,
- erstrecken sich große, fast menschenle Nadelwälder. sind die immergrünen Fichten, Tannen und Kiefern, die sich in der kaltgemäßigten
- Zone kerzengerade zum Licht strecken. Nur sehr wenige Menschen leben so hoch im Norden. So ist die Chance, einem Elch
- in diesen einsamen Wäldern zu begegnen, um einiges größer als einem anderen Wanderer über den Weg zu laufen.
- Nicht nur von Nord nach Süd ändert sich das gemäßigte Klima. Auch von Westen nach Osten gibt es Unterschiede. Je näher ein Land am Atlantik, also im
- Westen Europas liegt, umso stärker ist der Einfluss des Meeres. So entsteht das maritime Klima, das man auch als Seeklima bezeichnet.
- Im Winter, wenn die Temperaturen im Inneren des Kontinents bis unter den Gefrierpunkt fallen, bleibt es entlang der Küsten relativ mild.
- Das Meer wirkt wie ein Wärmespeicher, der sich im Sommer erwärmt und im Winter dann langsam wieder abkühlt. So wirken große Wasserflächen
- ausgleichend auf das Klima an den Küsten. Auch wenn es sonnige warme Tage gibt, so sind die Sommer an der Atlantikküste oft
- relativ kühl und regenreich. Es sind westliche Winde, die dunkle Regenwolken vom Meer an die Küste bringen.
- Die maritimen Einflüsse nehmen von Westen nach Osten hin deutlich ab. Im Osten Europas herrscht das Kontinentale, das Landklima.
- Sehr kalte Winter und heiße trockene Sommer sind die Regeln. Regentage sind im Inneren des Kontinents messbar geringer als im Westen.
- Das zeigt ein Vergleich der Städte Brest an der Atlantikküste in Frankreich und Kiev in der Ukraine. In Brest ist der durchschnittliche jährliche Niederschlag
- mehr als 1 l pro Quadratmeter. In Kiev ist es jährlich nur etwas mehr als ein halber Liter, also deutlich weniger als den Brest.
- In der Mitte Europas vermischen sich Maritime mit kontinentalen Wetterlagen. Es entsteht dabei ein Übergangsklima, in dem weder das Seeklima noch das
- Landklima vorherrscht. Das Wetter ist, so kann man sagen, wechselhaft. Warme, kalte, feuchte und trockene
- Strömungen. Im Übergangsklima ist der Wechsel das normale. Wenn im Sommer starke Westwinde, feuchte Luftmassen vom Atlantik bringen,
- herrschen maritime Einflüsse vor. Wenn diese lange anhalten, bringen sie uns eine Reihe von kühlen, regenreichen Tagen.
- Anhaltende östliche Strömungen verheißen trockene Sommer mit wenig Regen und vielen heißen Tagen. Schnee gehört in der gemäßigten
- Klimazone zum Winter, doch nicht überall bleibt er auch liegen. Eine geschlossene Schneedecke findet man oft nur noch in den Mittelgebirgen und
- in den Alpen. Kontinentale Einflüsse aus Sibirien bringen trockene Kälte. Das kann Schneefall bedeuten. Mit
- Tiefstemperaturen kann man dann durchaus rechnen. Die bringen frostige Tage mit Schnee auch in den Niederungen.
- Wechselt dann die Wetterlage, bringen uns Strömungen aus dem Westen, Tauwetter. Da ist Wintersport nur noch in den
- Höhenlagen möglich. Im Norden Europas herrscht ein kaltes subpolares und polares Klima.
- Die subpolare Zone liegt im Bereich des nördlichen Polarkreises und reicht bis zur nördlichen Baumgrenze.
- Die Sommer sind kurz, kühl und feucht. Sogar in den wärmsten Monaten bleibt die Temperatur durchschnittlich nur zwischen 0 und 10° CSUS.
- In den höheren Regionen bleibt der Schnee auch die Sommermonate überliegen. Die Winter am Polarkreis sind lang, eiskalt und dunkel. Die Sonne kommt
- tagelang kaum über den Horizont. Um die Wintersonnenwände ist die Sonne jenseits des Polarkreises, je weiter man nach Norden kommt, mehrere Tage bis
- Monate nicht direkt zu sehen. Im Sommer dagegen verschwindet die Sonne zur Zeit der Sommersonnenwende nicht
- mehr hinter dem Horizont. Es bleibt einige Tage lang nördlich des Polarkreises, 24 Stunden lang hell.
- Trotz der hellen Sommernächte wachsen in der Tundra, dem Land jenseits der Baumgrenze, nur noch Flechten, Mose, Gräser und kleine Sträuche.
- Die polare Zone ist eine lebensfeindliche Region. Selbst die Rhentiere verbringen nur den Sommer hier.
- Im Winter ziehen sie mit ihren Besitzern, den Samen nach Süden in die Wälder, die ihnen während der langen Wintermonate Schutz und Nahrung bieten.
- Wie wir leben, richtet sich nach dem Klima, in dem wir leben. Die Klimaforschung stützt sich heute auf ein weltumspannendes Netz von
- Wetterdaten. Der Durchschnitt dieser Wetterdaten gemessen und gesammelt über einen sehr
- langen Zeitraum, ergibt unser Wissen über das Klima.