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Sukzession (Biologie)

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  1. unter Sukzession versteht man in der Ökologie und Botanik die zeitliche Abfolge von Pflanzen Tier oder pilzgesellschaften an einem Standort
  2. diese sukzessive Entwicklung führt von einem gestürten oder veränderten ausgangsstadium im Extremfall vom vegetationsfreien Boden über
  3. verschiedene Stadien zu einer klimaxgesellschaft in der Umgangssprache werden Flächen die früher genutzt und seither über einen längeren Zeitraum
  4. sich selbst überlassen wurden als sukzessionsf bezeichnet Sukzession wird dann häufig mit Verbuschung gleichgesetzt Ablauf Sukzession kann in
  5. allen Ökosystemen stattfinden ausgangspunkt sind neu entstandene gestörte oder genutzte Lebensräume aber auch in natürlichen Lebensräumen kann
  6. Sukzession stattfinden wenn sich die Lebensbedingungen ändern folgt die Lebensgemeinschaft wie in diesem Fall passiv sich graduell ändernden
  7. abiotischen Umweltbedingungen spricht man auch von allogener Sukzession die lebensgemein selbst stellt dabei aber oft eine
  8. wesentliche Ursache bzw einen Antrieb für den weiteren Verlauf der Sukzession da etablierte Lebensgemeinschaften können die Standortfaktoren selbst
  9. verändern z.B durch Bodenbildung oder beim whlanden eines Sees durch abgestorbene pflanzenstreu der röhichtarten neu hinzukommende Arten
  10. können weiteren Arten die Besiedlung erleichtern oder Sie können sie verdrängen eine solche Sukzession die durch die Einwirkung der Organ einer
  11. Lebensgemeinschaft selbst vorangetrieben wird wird autogene Sukzession genannt es gibt drei mögliche Schlüsselprozesse bei einer Sukzession Förderung Vorgänger
  12. fördern Nachfolger zB in dem Schatten bevorzugende Pflanzenarten erst durch Vorläufer Vegetation begünstigt werden Toleranz konkurrenzs schwache Pioniere
  13. werden durch konkurrenzstarke Nachfolger ersetzt Hemmung spätere Arten können sich nur trotz der frühbesiedler etablieren das Verständnis über die
  14. Sukzession lässt sich z.B in Landschaftsplanung und Naturschutz anwenden wenn es darum geht den gestörten Naturhaushalt als
  15. Lebensgrundlage für den Menschen wiederherzustellen und langfristig zu sichern die Annahme eines ökologischen Gleichgewichts auf dass sich Ökosysteme
  16. nach Störungen durch Sukzession hinentwickeln würden wurde in der Ökologie durch empirische Studien in Frage gestellt und ist neueren Modellen
  17. dynamischer und multipler gewichte gewichen regressive Sukzession neben der oben geschilderten normalen Sukzession auf eine höher organisierte
  18. klimaxgesellschaft hin kann es in Ausnahmefällen zu einer rückwärtsgerigtheten regressiven Sukzession kommen bei der
  19. hochentwickelte Lebensgemeinschaften durch einfacher strukturierte ersetzt werden dies ist z.B der Fall wenn nach einer wahzerstörung der Boden so stark
  20. beeinträchtigt oder erodiert worden ist dass die Entwicklung an schließend in eine völlig andere Richtung abläuft und nicht der
  21. Ausgangszustand sondern eine einfacher strukturierte Lebensgemeinschaft folgt Sukzession in der Botanik werden unterschieden primäre Sukzession diese
  22. setzt auf neugeschaffenen unbelebten Lebensräumen ein sekundäre Sukzession ausgangspunkt sind hier bereits besiedelte und von den vorkommenden
  23. Arten veränderte Lebensräume das können vorhandene vegetationsbestände sein z.B suzession von Wiese zu Wald bei Nutzungsaufgabe aber auch bei
  24. vegetationslosen Standorten sind hier bereits bodenentwicklungen abgelaufen und im Boden ist meist eine Samenbank vorhanden sekundärsukzession tritt
  25. ebenfalls bei Störung einer Gemeinschaft auf die den Boden intakt ließ häufig entwickelt sich dann das gestörte Gebiet wieder in seinen ursprünglichen Zustand
  26. zurück im Falle einer Sukzession auf unbewachsenem Boden ist folgende Abfolge typisch initialst um folgestadien Klimaxstadium im Initialstadium
  27. erschließen Pionierarten das unbesiedelte Gebiet erste ist aufgrund einer Störung durch Menschen oder aufgrund menschlicher Nutzung entstanden
  28. spricht man auch von ersatzgesellschaften Arten solcher pioniergesellschaften müssen über effektive Mechanismen zur
  29. fernverbreitung Verfügen oft besitzen sie im Gegensatz zu Arten der klimxgesellschaften eine größere Toleranz gegenüber extremen
  30. Standortfaktoren im alstadium und in frühen Stadien der Sukzession herrschen Arten mit hohem fortpflanzungspotenzial die erstategen vor erstrategen
  31. reproduzieren sich rasch und in großer Zahl im Lauf der Zeit wandern weitere Arten ein die sich langsamer ausbreiten und die meistkonkurrenzs Schwachen
  32. Pionierarten verdrängen die Pionierarten verändern außerdem die Standortfaktoren z.B durch Akkumulation von Stickstoff anderen Nährstoffen und Humus verändern
  33. Wasserhaushalt und Klima wirken auf den Boden und auf die Fauna ein aufgrund der veränderten Standortfaktoren sind nun wiederum andere Arten in der Lage das
  34. veränderte Biotop zu besiedeln diese Arten sind anspruchsvoller und besitzen eine höhere Produktivität in folgestadien setzen sich deshalb mehr
  35. und mehr die kstrategen durch kstrategen vermehren sich weniger stark haben also weniger Nachkommen diese besitzen aber ein höheres Durchsetzungsvermögen im
  36. überlebensg und verdrängen die Pionierarten auch die neuen Arten verändern ihrerseits die Standortfaktoren und der Prozess geht
  37. weiter eine nächste anspruchsvollere und produktivere Gesellschaft übernimmt das Regiment das Artenreichtum nimmt dabei über die Zeit
  38. zu während die Änderungsrate immer weiter abnimmt das Klimaxstadium ist erreicht wenn sich die Art Zusammensetzung nicht mehr oder nur noch
  39. sehr geringfügig verändert klassisch wird davon ausgegangen dass das Klima Stadium auch die höchste Produktion an Biomasse besitzt die auf einem Standort
  40. möglich ist das Klimaxstadium verwertet seine Ressourcen am effektivsten der klimaxbegriff in der Botanik geht auf Fred Erik Edward Clemens zurück in
  41. seiner ursprünglichen Fassung ginge von einer für jede Klimazone einheitlichen Pflanzengemeinschaft aus die sich bei genügend langer Entwicklungszeit
  42. schließlich überall und auf allen Standorten durchsetzen würde in der modernen ökolog Fachdiskussion wird der Begriff meist relativiert und mit
  43. abgewandelter Bedeutung verwendet in der Regel geht man davon aus dass sich stark unterschiedliche Standorte nicht völlig nivellieren würden außerdem werden
  44. Veränderungen auch im Klimaxstadium als Möglichkeit angenommen die klimaxvegetation entspricht dem durch den
  45. vegetationskundler Reinhold tüchen eingeführten Begriff der potenziellen natürlichen Vegetation Punkt nach vorherrschender Auffassung ist die Max
  46. Vegetation in Mitteleuropa außer auf extrem und ausnahmestandorten ein weitesgehend geschlossener Wald auf den meisten Standorten handelt es sich um
  47. einen Pflanzenart namenwald nur auf Sonderstandorten finden sich andere klimaxgesellschaften mohre bilden meistens hochmohre als Klimaxstadium
  48. hochgebirgslagen Watten bilden wiederum andere klimaxstadien weitere Ausnahmen bilden unter anderem azonale Waldgesellschaften
  49. wie z.B Spiel Auwälder Bruchwälder zu beachten ist dabei allerdings dass manche Gesellschaften einer natürlichen Dynamik unterliegen hier wird aufgrund
  50. dieser Störungen die klimaxvegetation unter Umständen nie erreicht diskutiert werden auch fortdauernde Lichtungen im klimaxwald aufgrund Störungen durch
  51. große Pflanzenfresser siehe auch potenielle natürliche Vegetation die mosaikzyklusthorie geht auf Kurt Michael zugregel zurück und wurde in den letzten
  52. Jahrzehnten vor durch Hermann REM propagiert sie geht anstelle eines einheitlichen klimaxstadiums von einer mosaikartigen Struktur aus in der
  53. unterschiedlichste Sukzessionsstadien nebeneinander existieren

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