Sukzession (Biologie) WikiTubia https://www.youtube.com/watch?v=foE9PWERDiE Transkript (automatisch erstellt) 0:00 unter Sukzession versteht man in der Ökologie und Botanik die zeitliche Abfolge von Pflanzen Tier oder pilzgesellschaften an einem Standort 0:09 diese sukzessive Entwicklung führt von einem gestürten oder veränderten ausgangsstadium im Extremfall vom vegetationsfreien Boden über 0:17 verschiedene Stadien zu einer klimaxgesellschaft in der Umgangssprache werden Flächen die früher genutzt und seither über einen längeren Zeitraum 0:26 sich selbst überlassen wurden als sukzessionsf bezeichnet Sukzession wird dann häufig mit Verbuschung gleichgesetzt Ablauf Sukzession kann in 0:36 allen Ökosystemen stattfinden ausgangspunkt sind neu entstandene gestörte oder genutzte Lebensräume aber auch in natürlichen Lebensräumen kann 0:45 Sukzession stattfinden wenn sich die Lebensbedingungen ändern folgt die Lebensgemeinschaft wie in diesem Fall passiv sich graduell ändernden 0:54 abiotischen Umweltbedingungen spricht man auch von allogener Sukzession die lebensgemein selbst stellt dabei aber oft eine 1:02 wesentliche Ursache bzw einen Antrieb für den weiteren Verlauf der Sukzession da etablierte Lebensgemeinschaften können die Standortfaktoren selbst 1:12 verändern z.B durch Bodenbildung oder beim whlanden eines Sees durch abgestorbene pflanzenstreu der röhichtarten neu hinzukommende Arten 1:22 können weiteren Arten die Besiedlung erleichtern oder Sie können sie verdrängen eine solche Sukzession die durch die Einwirkung der Organ einer 1:30 Lebensgemeinschaft selbst vorangetrieben wird wird autogene Sukzession genannt es gibt drei mögliche Schlüsselprozesse bei einer Sukzession Förderung Vorgänger 1:40 fördern Nachfolger zB in dem Schatten bevorzugende Pflanzenarten erst durch Vorläufer Vegetation begünstigt werden Toleranz konkurrenzs schwache Pioniere 1:51 werden durch konkurrenzstarke Nachfolger ersetzt Hemmung spätere Arten können sich nur trotz der frühbesiedler etablieren das Verständnis über die 2:01 Sukzession lässt sich z.B in Landschaftsplanung und Naturschutz anwenden wenn es darum geht den gestörten Naturhaushalt als 2:10 Lebensgrundlage für den Menschen wiederherzustellen und langfristig zu sichern die Annahme eines ökologischen Gleichgewichts auf dass sich Ökosysteme 2:19 nach Störungen durch Sukzession hinentwickeln würden wurde in der Ökologie durch empirische Studien in Frage gestellt und ist neueren Modellen 2:28 dynamischer und multipler gewichte gewichen regressive Sukzession neben der oben geschilderten normalen Sukzession auf eine höher organisierte 2:38 klimaxgesellschaft hin kann es in Ausnahmefällen zu einer rückwärtsgerigtheten regressiven Sukzession kommen bei der 2:46 hochentwickelte Lebensgemeinschaften durch einfacher strukturierte ersetzt werden dies ist z.B der Fall wenn nach einer wahzerstörung der Boden so stark 2:55 beeinträchtigt oder erodiert worden ist dass die Entwicklung an schließend in eine völlig andere Richtung abläuft und nicht der 3:03 Ausgangszustand sondern eine einfacher strukturierte Lebensgemeinschaft folgt Sukzession in der Botanik werden unterschieden primäre Sukzession diese 3:13 setzt auf neugeschaffenen unbelebten Lebensräumen ein sekundäre Sukzession ausgangspunkt sind hier bereits besiedelte und von den vorkommenden 3:23 Arten veränderte Lebensräume das können vorhandene vegetationsbestände sein z.B suzession von Wiese zu Wald bei Nutzungsaufgabe aber auch bei 3:34 vegetationslosen Standorten sind hier bereits bodenentwicklungen abgelaufen und im Boden ist meist eine Samenbank vorhanden sekundärsukzession tritt 3:43 ebenfalls bei Störung einer Gemeinschaft auf die den Boden intakt ließ häufig entwickelt sich dann das gestörte Gebiet wieder in seinen ursprünglichen Zustand 3:52 zurück im Falle einer Sukzession auf unbewachsenem Boden ist folgende Abfolge typisch initialst um folgestadien Klimaxstadium im Initialstadium 4:04 erschließen Pionierarten das unbesiedelte Gebiet erste ist aufgrund einer Störung durch Menschen oder aufgrund menschlicher Nutzung entstanden 4:12 spricht man auch von ersatzgesellschaften Arten solcher pioniergesellschaften müssen über effektive Mechanismen zur 4:19 fernverbreitung Verfügen oft besitzen sie im Gegensatz zu Arten der klimxgesellschaften eine größere Toleranz gegenüber extremen 4:27 Standortfaktoren im alstadium und in frühen Stadien der Sukzession herrschen Arten mit hohem fortpflanzungspotenzial die erstategen vor erstrategen 4:38 reproduzieren sich rasch und in großer Zahl im Lauf der Zeit wandern weitere Arten ein die sich langsamer ausbreiten und die meistkonkurrenzs Schwachen 4:47 Pionierarten verdrängen die Pionierarten verändern außerdem die Standortfaktoren z.B durch Akkumulation von Stickstoff anderen Nährstoffen und Humus verändern 4:58 Wasserhaushalt und Klima wirken auf den Boden und auf die Fauna ein aufgrund der veränderten Standortfaktoren sind nun wiederum andere Arten in der Lage das 5:08 veränderte Biotop zu besiedeln diese Arten sind anspruchsvoller und besitzen eine höhere Produktivität in folgestadien setzen sich deshalb mehr 5:18 und mehr die kstrategen durch kstrategen vermehren sich weniger stark haben also weniger Nachkommen diese besitzen aber ein höheres Durchsetzungsvermögen im 5:28 überlebensg und verdrängen die Pionierarten auch die neuen Arten verändern ihrerseits die Standortfaktoren und der Prozess geht 5:37 weiter eine nächste anspruchsvollere und produktivere Gesellschaft übernimmt das Regiment das Artenreichtum nimmt dabei über die Zeit 5:45 zu während die Änderungsrate immer weiter abnimmt das Klimaxstadium ist erreicht wenn sich die Art Zusammensetzung nicht mehr oder nur noch 5:54 sehr geringfügig verändert klassisch wird davon ausgegangen dass das Klima Stadium auch die höchste Produktion an Biomasse besitzt die auf einem Standort 6:04 möglich ist das Klimaxstadium verwertet seine Ressourcen am effektivsten der klimaxbegriff in der Botanik geht auf Fred Erik Edward Clemens zurück in 6:15 seiner ursprünglichen Fassung ginge von einer für jede Klimazone einheitlichen Pflanzengemeinschaft aus die sich bei genügend langer Entwicklungszeit 6:24 schließlich überall und auf allen Standorten durchsetzen würde in der modernen ökolog Fachdiskussion wird der Begriff meist relativiert und mit 6:33 abgewandelter Bedeutung verwendet in der Regel geht man davon aus dass sich stark unterschiedliche Standorte nicht völlig nivellieren würden außerdem werden 6:42 Veränderungen auch im Klimaxstadium als Möglichkeit angenommen die klimaxvegetation entspricht dem durch den 6:50 vegetationskundler Reinhold tüchen eingeführten Begriff der potenziellen natürlichen Vegetation Punkt nach vorherrschender Auffassung ist die Max 6:59 Vegetation in Mitteleuropa außer auf extrem und ausnahmestandorten ein weitesgehend geschlossener Wald auf den meisten Standorten handelt es sich um 7:09 einen Pflanzenart namenwald nur auf Sonderstandorten finden sich andere klimaxgesellschaften mohre bilden meistens hochmohre als Klimaxstadium 7:20 hochgebirgslagen Watten bilden wiederum andere klimaxstadien weitere Ausnahmen bilden unter anderem azonale Waldgesellschaften 7:28 wie z.B Spiel Auwälder Bruchwälder zu beachten ist dabei allerdings dass manche Gesellschaften einer natürlichen Dynamik unterliegen hier wird aufgrund 7:38 dieser Störungen die klimaxvegetation unter Umständen nie erreicht diskutiert werden auch fortdauernde Lichtungen im klimaxwald aufgrund Störungen durch 7:47 große Pflanzenfresser siehe auch potenielle natürliche Vegetation die mosaikzyklusthorie geht auf Kurt Michael zugregel zurück und wurde in den letzten 7:58 Jahrzehnten vor durch Hermann REM propagiert sie geht anstelle eines einheitlichen klimaxstadiums von einer mosaikartigen Struktur aus in der 8:08 unterschiedlichste Sukzessionsstadien nebeneinander existieren