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Die letzten Papyrus-Macher Ägyptens erhalten ein 5000 Jahre altes Handwerk am Leben

Business Insider Deutschland7:37 30.442 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 42 Zeilen
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  1. Das ist einer der letzten Orte weltweit, an denen Papyrus hergestellt wird. Die Menschen hier in diesem kleinen Dorf in Ägypten haben das alte Verfahren in den
  2. 1970er Jahren wieder aufgenommen. Dank der Touristen erlebte der Verkauf von Papyruskunst einen Boom. Heute ist die Nachfrage gering
  3. und die Pflanze fast ausgestorben. Die Menschen, die noch in Alkadamus leben, sind entschlossen, die ägyptische
  4. Geschichte fortzuführen. Wir haben [musik] den Ort besucht. Ahef Mohammed Shehata braucht etwa 2 Stunden, um den Papyrus von Hand zu
  5. ernten. Sein Acker ist knapp einen halben Hektar groß. Es dauert ein Jahr, bis ein Papyrus Setzling diese Größe erreicht hat. Nach
  6. der Ernte wächst er in ein bis zwei Monaten nach. Früher wuchs die Pflanze im ganzen Dorf, aber heute sind nur etwas mehr als 4
  7. Hektar übrig. Avf trägt die Pflanze mehr als eineinhalb Kilometer weit zu seiner Werkstatt mit sieben Angestellten.
  8. Sie hacken die Stängel zur gewünschten Größe. Dann verbringen die Arbeiter den ganzen Tag damit, den Papyrus mit einer
  9. Angelschnur in dünne Streifen zu schneiden. Das ist effizienter als das alte Verfahren. Früher hat man Messer benutzt, aber wir
  10. nehmen Plastikfäden. Es ist trotzdem anstrengend. Es ist nicht einfach Faden und Stil zu halten. Nicht jeder weiß, wie das geht.
  11. Die Streifen weichen in heißem Wasser mit Kaliumhydrat, dass die Gehrung beschleunigt.
  12. Früher gehrten sie ein bis zwei Wochen. Jetzt dauert das nur ein paar Tage. Die Streifen werden mit Wasser und Chlor gespült, um sie aufzuhellen.
  13. Heute verwenden wir Chlor, um das Papier heller oder dunkler zu machen. Der Papyrus wird Streifen für Streifen ausgelegt.
  14. Jedes Blatt hat eine vertikale und eine horizontale Lage für mehr Stabilität. Danach kommt es zum Trocknen in den Kompressor.
  15. In der Zeit der Pharaonen wurde mit Steinen gepresst. Heute sind es Pressen. Danach wird mit Pappstücken die restliche Feuchtigkeit aufgesaugt.
  16. So sieht das fertige Produkt aus. Wir zählen 500 oder 1000 Stück ab und verpacken die Papiere dann für die Auslieferung.
  17. F verkauft das Papier an lokale Künstler, darunter Sahid Tada. Er begann als Papyrusprent und arbeitet heute als Künstler.
  18. Als meine erste Pflanze wuchs, wuchs ich mit ihr. Diese Arbeit begleitet mich schon fast mein ganzes Leben. Sie ist ein Teil von mir.
  19. Doch die Coronapandemie stoppte den Tourismus und Say fand keinen Markt mehr.
  20. Er musste seinen Laden schließen und Mitarbeiter entlassen. Das ist die Form von Anubis für eine Schmuckschatulle. Wir werden noch weiter
  21. daran arbeiten und sie ausmalen. Se Motive sind alägyptisch und huldigen dem Ursprung des Papyrus.
  22. Wir kennen all diese Ereignisse, die Geschichte und Werte aus der Zeit der Pharaonen und lassen sie wieder aufleben. Wir bewahren sie und begreifen
  23. ihren Wert. Die Ägypter erfanden das Papyruspapier vor mehr als 5000 Jahren, ersetzten
  24. damit Tontafeln und revolutionierten das geschriebene Wort. Sie benutzten es für Eheverträge und Einkaufslisten
  25. und sie verwandelten die Pflanze in ein Webmaterial für Sandalen und Körbe. Billigeres Papier aus Zellstoff oder Pflanzenfasern ersetzte schließlich das
  26. Papyruspapier. Anfang des 19. Jahrhunderts war Papyrus in Ägypten fast ausgestorben, bis ein Kunstprofessor und ein Ingenieur
  27. in den 1970er Jahren Samen aus anderen afrikanischen Ländern mitbrachten. Sie eröffneten Plantagen und Werkstätten in Alkadamus. So wurde Papyrus zum Zentrum
  28. der lokalen Wirtschaft. Vor Papyrus haben wir Weizen gepflanzt, aber Papyrus ist viel profitabler.
  29. Wirksam. Fast jeder im Dorf arbeitet mit den Rohstoffen oder produziert Kunstwerke für den Verkauf an Touristen.
  30. Say arbeitet mit Papyrus, weil sein Cousin der Kunstprofessor war, der Papyrus wiederbelebte. Er empfand das als ein Wendepunkt für das Dorf.
  31. Diese neue Landwirtschaft beeinflusste unsere Wirtschaft und unser Einkommen und wir profitierten davon in kultureller, pädagogischer und sozialer
  32. Hinsicht. Doch nach dem arabischen Frühling im Jahr 2011 brach der Tourismus in Ägypten
  33. ein. Das Land verzeichnete in den folgenden Jahren bis 2016 einen Rückgang der Besucherzahlen um 63% und der Markt für
  34. Papyruspapier verschwand fast vollständig. Gerade als die Branche begann sich zu erholen, brach die Pandemie aus.
  35. Sayet hat in der vergangenen Woche nur einen einzigen Auftrag erhalten. Ein Gemälde wie dieses wird normalerweise für umgerechnet 3
  36. US-Dollar verkauft. Detailliertere Stücke kosten bis zu umgerechnet 32 US-Dollar.
  37. Say musste einen weiteren Job annehmen, um sein Geschäft über Wasser zu halten. Er sagt, dass er alles tun wird, um die Kunst zu retten.
  38. Papyrus ist lebenswichtig geworden. Wir können nicht ohne. Sollte ich es verlieren, wäre das ein großer Verlust.
  39. Auch AF will Ägyptens Geschichte am Leben halten. Es geht nicht um Geld. Meine Vorfahren und ich sind damit aufgewachsen und es
  40. wäre sehr traurig, wenn es verschwinden würde. Dank Aussicht auf Erholung für den Tourismus in Ägypten legt Settet weiter
  41. Hoffnung in den Papyrus. Die Branche wird florieren, so Gott will, dank der Museen, die derzeit in
  42. Ägypten gebaut werden. Tourismus in Ägypten lässt manchmal etwas nach, wird aber nie aussterben.

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