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Die letzten Papyrus-Macher Ägyptens erhalten ein 5000 Jahre altes Handwerk am Leben
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 42 Zeilen
- Das ist einer der letzten Orte weltweit, an denen Papyrus hergestellt wird. Die Menschen hier in diesem kleinen Dorf in Ägypten haben das alte Verfahren in den
- 1970er Jahren wieder aufgenommen. Dank der Touristen erlebte der Verkauf von Papyruskunst einen Boom. Heute ist die Nachfrage gering
- und die Pflanze fast ausgestorben. Die Menschen, die noch in Alkadamus leben, sind entschlossen, die ägyptische
- Geschichte fortzuführen. Wir haben [musik] den Ort besucht. Ahef Mohammed Shehata braucht etwa 2 Stunden, um den Papyrus von Hand zu
- ernten. Sein Acker ist knapp einen halben Hektar groß. Es dauert ein Jahr, bis ein Papyrus Setzling diese Größe erreicht hat. Nach
- der Ernte wächst er in ein bis zwei Monaten nach. Früher wuchs die Pflanze im ganzen Dorf, aber heute sind nur etwas mehr als 4
- Hektar übrig. Avf trägt die Pflanze mehr als eineinhalb Kilometer weit zu seiner Werkstatt mit sieben Angestellten.
- Sie hacken die Stängel zur gewünschten Größe. Dann verbringen die Arbeiter den ganzen Tag damit, den Papyrus mit einer
- Angelschnur in dünne Streifen zu schneiden. Das ist effizienter als das alte Verfahren. Früher hat man Messer benutzt, aber wir
- nehmen Plastikfäden. Es ist trotzdem anstrengend. Es ist nicht einfach Faden und Stil zu halten. Nicht jeder weiß, wie das geht.
- Die Streifen weichen in heißem Wasser mit Kaliumhydrat, dass die Gehrung beschleunigt.
- Früher gehrten sie ein bis zwei Wochen. Jetzt dauert das nur ein paar Tage. Die Streifen werden mit Wasser und Chlor gespült, um sie aufzuhellen.
- Heute verwenden wir Chlor, um das Papier heller oder dunkler zu machen. Der Papyrus wird Streifen für Streifen ausgelegt.
- Jedes Blatt hat eine vertikale und eine horizontale Lage für mehr Stabilität. Danach kommt es zum Trocknen in den Kompressor.
- In der Zeit der Pharaonen wurde mit Steinen gepresst. Heute sind es Pressen. Danach wird mit Pappstücken die restliche Feuchtigkeit aufgesaugt.
- So sieht das fertige Produkt aus. Wir zählen 500 oder 1000 Stück ab und verpacken die Papiere dann für die Auslieferung.
- F verkauft das Papier an lokale Künstler, darunter Sahid Tada. Er begann als Papyrusprent und arbeitet heute als Künstler.
- Als meine erste Pflanze wuchs, wuchs ich mit ihr. Diese Arbeit begleitet mich schon fast mein ganzes Leben. Sie ist ein Teil von mir.
- Doch die Coronapandemie stoppte den Tourismus und Say fand keinen Markt mehr.
- Er musste seinen Laden schließen und Mitarbeiter entlassen. Das ist die Form von Anubis für eine Schmuckschatulle. Wir werden noch weiter
- daran arbeiten und sie ausmalen. Se Motive sind alägyptisch und huldigen dem Ursprung des Papyrus.
- Wir kennen all diese Ereignisse, die Geschichte und Werte aus der Zeit der Pharaonen und lassen sie wieder aufleben. Wir bewahren sie und begreifen
- ihren Wert. Die Ägypter erfanden das Papyruspapier vor mehr als 5000 Jahren, ersetzten
- damit Tontafeln und revolutionierten das geschriebene Wort. Sie benutzten es für Eheverträge und Einkaufslisten
- und sie verwandelten die Pflanze in ein Webmaterial für Sandalen und Körbe. Billigeres Papier aus Zellstoff oder Pflanzenfasern ersetzte schließlich das
- Papyruspapier. Anfang des 19. Jahrhunderts war Papyrus in Ägypten fast ausgestorben, bis ein Kunstprofessor und ein Ingenieur
- in den 1970er Jahren Samen aus anderen afrikanischen Ländern mitbrachten. Sie eröffneten Plantagen und Werkstätten in Alkadamus. So wurde Papyrus zum Zentrum
- der lokalen Wirtschaft. Vor Papyrus haben wir Weizen gepflanzt, aber Papyrus ist viel profitabler.
- Wirksam. Fast jeder im Dorf arbeitet mit den Rohstoffen oder produziert Kunstwerke für den Verkauf an Touristen.
- Say arbeitet mit Papyrus, weil sein Cousin der Kunstprofessor war, der Papyrus wiederbelebte. Er empfand das als ein Wendepunkt für das Dorf.
- Diese neue Landwirtschaft beeinflusste unsere Wirtschaft und unser Einkommen und wir profitierten davon in kultureller, pädagogischer und sozialer
- Hinsicht. Doch nach dem arabischen Frühling im Jahr 2011 brach der Tourismus in Ägypten
- ein. Das Land verzeichnete in den folgenden Jahren bis 2016 einen Rückgang der Besucherzahlen um 63% und der Markt für
- Papyruspapier verschwand fast vollständig. Gerade als die Branche begann sich zu erholen, brach die Pandemie aus.
- Sayet hat in der vergangenen Woche nur einen einzigen Auftrag erhalten. Ein Gemälde wie dieses wird normalerweise für umgerechnet 3
- US-Dollar verkauft. Detailliertere Stücke kosten bis zu umgerechnet 32 US-Dollar.
- Say musste einen weiteren Job annehmen, um sein Geschäft über Wasser zu halten. Er sagt, dass er alles tun wird, um die Kunst zu retten.
- Papyrus ist lebenswichtig geworden. Wir können nicht ohne. Sollte ich es verlieren, wäre das ein großer Verlust.
- Auch AF will Ägyptens Geschichte am Leben halten. Es geht nicht um Geld. Meine Vorfahren und ich sind damit aufgewachsen und es
- wäre sehr traurig, wenn es verschwinden würde. Dank Aussicht auf Erholung für den Tourismus in Ägypten legt Settet weiter
- Hoffnung in den Papyrus. Die Branche wird florieren, so Gott will, dank der Museen, die derzeit in
- Ägypten gebaut werden. Tourismus in Ägypten lässt manchmal etwas nach, wird aber nie aussterben.