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Wasser in der Atmosphäre | Trocken- und Feuchtadiabatisch | Taupunkt | Geographie Abitur | Föhn

Geographie Abitur9:03 653 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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Transkriptautomatisch erstellt · 59 Zeilen
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  1. Als erstes schauen wir uns die Rolle des Wassers genau an und erkennen die Bedeutung des Energiemotors für die Atmosphäre. Nur ein ganz kleiner Teil
  2. des globalen Wassers, nämlich ca. 0,001% wird durch den Wasserkreislauf in der Atmosphäre sehr schnell ausgetauscht, etwa im Bereich von ein bis zwei Wochen.
  3. Obwohl es so wenig klingt, es ist dennoch die ungefähr 300fache Menge des Wassers im Bodensee. Und das ist ein sehr spannender Punkt, denn wenig heißt
  4. hier eben nicht unwichtig. Ganz im Gegenteil. Dieses Wasser steuert Wolkenbildung, Niederschlag, Energieumsatz und damit einen riesigen
  5. Teil unseres Wetters. Wasser tritt in der Atmosphäre in drei Aggregatzuständen auf. Gasförmig als Wasserdampf, also als Luftfeuchte, flüssig als Wassertropfen,
  6. also Wolkentropfen und Niederschlag und fest als Eiskristalle, Schnee oder Hagel. Wichtig fürs Abi der Übergang von einem Aggregatzustand in den anderen
  7. Kosten oder Liefern Energie. Diesen Wechsel des Aggregatzustands brauchst du im Abi vor allem dann, wenn du erklären sollst, warum Wolken entstehen, warum
  8. Luft aufsteigt oder warum sich Niederschläge bilden. Auch bei der Erstellung von Wetterprognosen kann das relevant sein. Verdunstung, Sublimation
  9. und Schmelzen benötigen Energie, das heißt, es kühlt. Kondensation, Deposition und Gefrieren setzen Energie frei, also wärmt. Wir haben hier von Eis
  10. zu gasförmig haben wir zum Sublimieren, von Dampf zu Eis resublimieren, von Eis zu Wasser schmelzen, von Wasser zu Eis erstarren oder Deposition, von Wasser zu
  11. Dampf verdampfen und von Dampf zu Wasser kondensieren. Wenn Energie freigesetzt wird, spricht man von der sogenannten latenten Wärme, also Energie, die bei
  12. einer Zustandsänderung aufgenommen wird oder abgegeben wird, ohne dass du sie direkt siehst. Das erklärt zum Beispiel, warum Kondensation in aufsteigender Luft
  13. die Abkühlung verlangsamen kann. Wie viel Wasserdampfluft aufnehmen kann, hängt stark von der Temperatur ab. Warme Luft kann deutlich mehr Wasserdampf
  14. halten als kalte Luft. Wenn du diesen Satz wirklich verstehst, kannst du später Fönh, Nebel, Wolken und Niederschlag viel leichter erklären.
  15. Außerdem gibt's noch einige wichtige Begriffe, die wir vorab definieren. Die absolute Feuchte ist die tatsächliche Wasserdampfmenge in der Luft. Gemessen
  16. wird das in Gramm H2O [räuspern] pro Kubikmeter. Die maximale absolute Luftfeuchte, das ist die maximal mögliche
  17. Wasserdampfmenge in der Luft bei einem Kubikmeter bei einer bestimmten Temperatur. Auch das wird gemessen in Gramm H2O pro Kubikmeter Luft. Die
  18. relative Luftfeuchte ist das Verhältnis zwischen der tatsächlichen Wasserdampfgehalt, also der absoluten Feuchte und dem maximalmöglichen Gehalt
  19. bei dieser Temperatur. Gemessen wird die relative Luftfeuchte in Prozent. Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der die relative Luftfeuchte 100% ist.
  20. Gemessen wird der Taupunkt in Gradzus. Und zuletzt das Kondensationsniveau. Es beschreibt eine Höhe, bei der der Taupunkt aufgrund der gesunkenen
  21. Temperatur erreicht wird und die relative Luftfeuchte 100% beträgt. Gemessen wird das Kondensationsniveau in Meter. Ein ganz einfaches Beispiel:
  22. warme Sommerluft kann viel Wasserdampf aufnehmen. Kühlt diese Luft am Abend ab, steigt die relative Luftfeuchtigkeit, selbst wenn die absolute Wassermenge
  23. gleich bleibt. Die Luft enthält also nicht automatisch mehr Wasser, aber sie kommt näher an ihren Sättigungsgrenze an ihren Taupunkt. Wenn warme ungesättigte
  24. Luft abkühlt, steigt die relative Luftfeuchte. Sobald 100% erreicht sind, ist der Taupunkt erreicht. Kühl die Luft weiter ab, kondensiert der
  25. überschüssige Wasserdampf an Ererosolen an Kondensationskeimen. So entstehen Wolken. Am Boden können Nebel, Tau oder Reif auftreten.
  26. Genau deshalb gibt es z.B. morgens Tau auf Grasflächen oder Nebel überwiesen und Sehen. Die Luft ist in der Nacht abgekühlt, der Taupunkt wurde erreicht
  27. oder unterschritten und das Wasser wechselt von gasförmigen in den flüssigen oder festen Zustand. Wann genau das Kondensationsniveau erreicht
  28. und bei welcher Temperatur die relative Luftfeuchte von 100% erreicht ist, kannst du in der Taupkurve sehr leicht ablesen. Hier haben wir beispielsweise
  29. bei 0° CSUS eine maximal mögliche absolute Luftfeuchte von 4,8 g pro Kubikmeter Luft, bis im Prinzip die Taupkurve überschritten wird und somit
  30. eben das Wasser kondensiert. Wenn also hier jetzt mehr wie 4,8 g Wasser in der Luft sind, dann kondensierte das Wasser in der Luft.
  31. Bei 20° hingegen ist die maximal mögliche absolute Luftfeuchte 17,3 g H2O pro Kubikmeter Luft. Das heißt, erst wenn mehr als 17,3 g H2O in der Luft
  32. vorhanden sind, kondensiert das Wasser. Bei 35° sind es 39,6 g pro Kubikmeter Luft. Diese Taupunktkurve ist dem Abitur als Material mit angegeben. Sobald man
  33. eben etwas berechnen muss oder es um den Taupunkt, Kondensationsniveau etc. geht oder auch trocken und feucht adiabatisch, das schauen wir uns gleich
  34. an, ist diese Taupunktkurve gegeben. Das heißt, auswendig lernen musst du es nicht, aber lesen können musst du die Kurve auf jeden Fall.
  35. Und jetzt kommt eines der wichtigsten Punkte überhaupt. Das benötigst du bei quasi allen Aufgaben zum Föhnen der Niederschlagsbildung und
  36. Temperaturberechnung bei Gebirgen. Wenn du diesen Abschnitt sicher kannst, bist du in sehr, sehr vielen Abiaufgaben direkt im Vorteil. Die Temperaturnahme
  37. mit der Höhe kann trocken oder feucht adiabatisch sein. Das ist elementar wichtig zu verstehen. Beim Aufsteigen von Luft sinkt der Luftdruck. Die Luft
  38. dehnt sich aus und kühlt ab. Solange die Luft nicht gesättigt ist, das heißt, die maximale absolute Luftfeuchte nicht erreicht wurde, kühlt sie trocken
  39. adiabatisch ab, ungefähr 1 Kelvin pro 100 m. [schnauben] Wenn du die Temperatur ausrechnet,
  40. kannst du ein Kelvin hier mit 1° Celsus ungefähr gleichsetzen. Ist die Luft jedoch gesättigt, also das Kondensationsniveau erreicht und die
  41. Taupkurve überschritten, kondensiert Wasserdampf, es wird latente Wärme frei und daher ist die Abkühlung geringer. Das heißt, ab hier kühlt sich die Luft,
  42. feuchter diabethisch um etwa 0,6 Kelvin pro 100 m ab. Die 0,6 Kelvin sind ein Richtwert, je nachdem wie viel latente Wärme frei wird. Wenn nichts angegeben
  43. ist, nutze 0,6 Kelvin, das heißt 0,6°CUS pro 100 m an feuchtadiabatischer Abkühlung oder Erwärmung. Wenn ein konkreter Wert angegeben ist, liegt er
  44. meistens irgendwo zwischen 0,5 bis 0,7 Kelvin. Das ist der absolute Schlüssel, um Wolkenbildung, Stauniederschläge und viele Wetterlagen zu erklären.
  45. Der absolut typische Anwendungsfall im Abitur ist das hier. Feuchte Luft steigt an einem Gebirge auf, kühlt sich zunächst trockeniabatisch ab, erreicht
  46. den Taupunkt, bildet Wolken und kühlt dann nur noch feucht adiabatisch weiter ab, bis er den Gipfel überschreitet, dann weiter absinkt. Die absinkenden
  47. Luftmassen erwärmen sich und ab einem gewissen Punkt ähm haben wir dann wieder eine trocken derabische Erwärmung. Das heißt, deswegen ist der Föhn hier auf
  48. der rechten Seite auch so rötlich angegeben, denn auf der Loop Seite ist es meistens deutlich kühler als auf der Lseeite auf gleicher Höhe. Und deswegen
  49. gibt's diese typischen Berechnungsaufgaben im Abitur. Auf 500 m haben wir 10° CSUS auf der LOF Seite. Wie viel Grad Celsus haben wir auf 500 m
  50. auf der Lseeite in dem Ort XY? Und dann musst du das eben genau berechnen. Du hast dann angegeben oder musst angegeben haben, wie viel Gramm H2O pro Kubikmeter
  51. Luft in der Luft ist. Das heißt einfach wie viel Wasserdampf und dann siehst du in der Taupunktkurve was die maximal maximal absolute Feuchte ist. Bei den
  52. Celsus z.B. bei 10° CSUS. Wenn wir jetzt kurz zurückgehen bei 10° CSUS kann die Luft hier 9,4 g Wasser pro Kubikmeter aufnehmen. Und dann habe ich hier eben
  53. entsprechend angegeben, bei 10° CSUS ist es so und so viel. Bei 0° CSUS kann die Luft ja beispielsweise nur noch 4,8 g Wasser pro Kubikmeter aufnehmen. Wenn es
  54. jetzt z.B. 6,8 gasser pro Kubikmeter Luft in der Luft vorhanden sind, dann weiß ich bei 5° hab die habe ich das
  55. Kondensationsniveau erreicht. Die Taubkurve ist überschritten und somit hätte ich jetzt beispielsweise hier ab 5° CSUS eine feuchtadiabische Abkühlung.
  56. Das ist in der Regel angegeben. Das heißt, ich habe alle Werte, um immer den fehlenden Wert zu berechnen. Wenn du noch mehr Videos möchtest, like gern
  57. dieses Video und abonniere den Kanal. Ich freue mich immer sehr über liebe Kommentare. Wenn du die beste Vorbereitung auf dein Geoabi möchtest
  58. und kurze Zusammenfassung zu allen Abiturrelevanten Themen, schreib dich gerne in die Link in den Link zur Warteliste für den Geoabikurs
  59. Badenwürtemberberg in in der Beschreibung. M.

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