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„Super El Niño“: Wie groß ist die Gefahr? Mit Anders Levermann | heute journal - der podcast
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 280 Zeilen
- agora. Ich habe davor gewarnt. Eln steht vor der Haustür. Jetzt ist er im Haus und
- gießt Öl ins Feuer eines Planeten, der bereits brennt. Das sagt vor ein paar Tagen der UN Generalsekretär Antonio Guterisch und er meint damit etwas, dass
- sich in diesem Moment tausende Kilometer entfernt im Pazifik zusammenbraut und enorme Auswirkungen haben kann. Das Wetterphänomen Elno, das laut Experten
- so stark werden könnte wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Was genau ist dieser super oder mega Elninho? Wie gefährlich ist er und welche Folgen hat
- er nicht nur für das Weltklima, sondern auch für die Weltwirtschaft und was bedeutet das konkret für uns in Deutschland? Ich bin Helene Reiner und
- ich kann darüber jetzt sprechen mit Marietta Slomka, Moderatorin des Heutejournals. Hallo Marietta. Hallo und mit einem der bekanntesten
- Wettermoderatoren des Landes, dem Diplommeteorologen, zweimal für den Grimmepreis nominiert ist er auch und außerdem ein ZDFK
- Kollege, der auch mit hier im Studio sitzt, Öst Terli. Hallo. Hi. Außerdem ist uns zugeschaltet einer der
- international profiliertesten Klimaforscher, der unter anderem zu den Berichten des Weltklimarates beiträgt, Professor Anders Levermann vom Podstam
- Institut für Klimavolgenforschung. Hallo Professor Levermann, schön, dass das klappt. Hallo. Ja, wir stecken schon wieder oder
- eigentlich immer noch, kann man ja sagen, in einer heftigen Hitzewoche. Und ohne jetzt zu sehr jammern zu wollen, das steht mir nun wirklich nicht zu,
- aber mir hat es ganz schön zu schaffen gemacht körperlich. Ich war auch schlecht gelaunt und dachte mir, nein, ich will das nicht und unsere Körper
- sind auch einfach nicht dafür gemacht. Marietta, wie hitzesistent würdest du sagen bist du? Auch nicht besonders. Also im Prinzip
- finde ich frieren eigentlich noch schlimmer, aber dagegen kann man was machen und bei dieser Hitze war dann irgendwann mal echt Schluss. Also man
- dann nicht eine Klimaanlage hat, was ja im Zwisfall du nicht hast, wird's wirklich bitter, die ja auch viele Krankenhäuser und
- Pflegeheimen nicht haben, Schulen nicht haben, da haben wir ganz viel dazu gehört auch und auch sonst gab es zum Klima nicht wirklich gute Nachrichten
- diese Woche. Das RKI hat heute erst neue Zahlen rausgebracht. Fast 12000 Menschen sind gestorben infolge der hohen Temperaturen und zwar bis jetzt, also
- das Jahr ist ja noch nicht vorbei und die Zahl ist aber trotzdem jetzt schon höher als sonst in jedem Gesamtjahr seit 2016. Und wir haben auch alle noch die
- Bilder im Kopf von den verheerenden Waldbränden in Europa, in den Niederlanden, Frankreich, Spanien, Griechenland, die wirklich so viel
- zerstört haben. Und in dieser Lage sagt uns dann der Chef der Vereinten Nationen, diese apokalyptischen Brände seien Vorgeschmack gewesen und dass das
- Phänomen El Ninho quasi alles noch viel schlimmer machen würde. den ich habe dich unzählige Male im Fernsehen gesehen und du hast auch schon
- sehr sehr gut das Phänomen Elninho erklärt, aber tu es bitte auch noch mal für unsere Podcast Hörer und Hörerinnen. Was macht Eln?
- Kurz und verständlich kurz verständlich. Da haben wir ja z.B. ein Video vorbereitet, wie man ja im Fernsehen immer schön sagt und da kann ich ja mal
- vielleicht das Video erklären. Also in der Regel Venem Pazifik beständige Winde. Dabei schieben diese östlichen Passatwinde das warme Oberflächenwasser
- nach Australien. Dort verdunstet es und sorgt für freuchtwarme Witterung. Das wäre der Normalzustand. Auf der anderen Seite des
- Pazifiks wurde vor der Küste Südamerikas quillt kaltes Tiefenwasser nach oben. Sonnig, trocken und kühl ist es deshalb normalerweise dort, ne? In El Ninho
- Jahren schwächen sich die Passatwinde ab und das warme Oberflächenwasser schwatzt sozusagen zurück. Man könnte das jetzt so salop sagen und die Wassertemperatur
- von Mittel und Südamerika steigt an und das warme Wasser verdunstet nun dort die Folge für Südamerika schwere Regenfälle und Stürme. Australien dagegen leidet
- unter starker Hitze, Trockenheit und Dürre. Was wir also hier eigentlich kurz und knapp sagen können, das Wetter dreht sich um. Aber es betrifft nicht nur
- Südamerika und Australien, auch die anderen Regionen Afrika. Also im Prinzip äh ein riesengroßer Bereich des Planeten wird von diesem Wetter und Klimaphänomen
- massiv beeinflusst und das mit sehr sehr negativen Folgen. Mm. Ich habe auch das macht alles noch heißer jetzt.
- Ja, es na ja, gut. Also einerseits wird es heißer, in anderen Regionen wird es wiederum äh nasser. Es gibt viel mehr Stürme, viel mehr Gewitterstürme und in
- anderen Regionen bleibt es wiederum deutlich zu trocken und deutlich zu heiß. Aber wir müssen hier, ich sag das jetzt direkt vorne weg schon mal, wir
- müssen ja wirklich stark differenzieren zwischen dem, was wir jetzt in diesem Sommer hier erleben und dem Elninho, der sich da aufbaut, denn das ist zwar in
- irgendeiner Form verbunden, aber die Wirkung ist noch nicht zu spüren und wenn, dann wird sie nicht so stark sein, dass man sagen kann, das ist klar auf
- den Elnino zurückzuführen, viel stärker wirkt hier die globale Erhitzung und dessen Folgen quasi auf das Wetter. Also das, was wir jetzt in Europa haben, ist
- eine Mischung aus Wetter und den Folgen der globalen Erhitzung. Das überlagert sich und den dementsprechend haben wir jetzt so ein extremes Wetter in Europa.
- Mhm. Ähm, Professor Levermann, jetzt hat ja Antonio Guterisch am Anfang gesagt, Elnhoi bereits im Haus und würde alles noch schlimmer machen. Wie hängt das
- denn jetzt genau zusammen, dieses natürliche Wetterphänomen El Ninjo, das ja, wenn ich das schon richtig verstanden habe, keine Folge des
- Klimawandels ist, aber sich ja doch irgendwie gegenseitig beeinflussen und zu verstärken scheint. Ja, die Forschung daran an Elinult, die ist schon
- Jahrzehnte alt und äh das ist ein sehr komplexes Phänomen mit sehr, sehr starken Auswirkung. Das ist die größte natürliche Klimaschwankung, die wir
- haben äh weltweit und der Fakt, dass wir in selbst nach Jahrzehnten Forschung immer noch nicht genau wissen, wie sich das unter globaler Erwärmung verändern
- wird, ob der Frequenz höher wird, ob die ähm ob die Magnitude höher wird. Äh, das zeigt Ihnen ein bisschen, wie kom das Ganze ist und dass wir da tatsächlich
- einen mit einem Phänomen kämpfen, was zwischen Wetter und Klima ist. Das entscheidende ist und das hat äh haben wir gerade schon gehört, während man
- kann das noch mal klarer machen, die die während des Enino Phänomens wird Wärme aus dem tiefen Ozean im Pazifik nach oben gepumpt und deswegen wird die
- globale Mitteltemperatur in diesen Jahren immer höher und das hat eine ganze Reihe von Folgen. Nun passiert das ganz anders als das die Wärme kommt
- quasi von unten ähm als das die globale Erwärmung macht, dass das das CO2 macht, das Verbrennen von Ölgas und Kohle. Ähm und deswegen hat es auch ein anderes
- Muster auf der Erde. Das Problem ist, wir ähm sind daran gewöhnt an bestimmte Phänomene. Wir wissen, was in Südamerika passiert, was in äh Süd was in
- Australien passiert. Normalerweise die Bauern sind daran angestellt, die Infrastruktur ist darauf eingestellt und in Europa passiert auch viel während El
- Ninjo. Alles kommt durcheinander und das kommt jetzt auf diese Erwärmung, die wir gemacht haben da noch oben drauf. Sie haben gesagt, man forscht schon seit
- Jahrzehnten an diesem Phänomen. Bekannt ist es, glaube ich, sogar noch länger. Ähm, um mal auch jetzt über die aktuellen Folgen zu sprechen und auch
- die Dimension ein bisschen besser zu verstehen, lohnt glaube ich der Blick in die Vergangenheit. Gunula Gause hat sich mal angeschaut, wie viele sehr starke
- Elninos es schon schon gab und welche Folgen sie damals hatten. Gundula erklärt.
- El Ninho ist schon seit Jahrhunderten bekannt. Peruanische Fischer stellten fest, dass das Wasser vor ihren Küsten um die Weihnachtszeit manchmal wärmer
- wurde, sodass sie tropische Fische fangen konnten. Sie nannten das Phänomen Elninho in Anlehnung an das Christkind. Sehr starke Elninios, bei denen sich das
- Wasser im Zentralpazifik um mehr als 2° erwärmt hat, gab es in den vergangenen 150 Jahren nur viermal. 1877, 1982,
- 1997 und 2015. El Ninho von 1877 war wohl einer der stärksten und trug zu
- einer der verheerendsten Klimakatastrophen der Menschheitsgeschichte bei. 50 Millionen Menschen starben weltweit.
- Elninho löste zeitgleich starke Dürren auf verschiedenen Kontinenten aus mit großen Hungersnöten etwa in Indien, Brasilien und im Norden Chinas. Starke
- Elninios bleiben gefährlich. 1997 kamen zhntausende Menschen durch Extremwetter als Folge von Elninu ums Leben. 2015 16 riefen mehrere
- afrikanische Staaten aufgrund von Elninho Ereignissen den Notstand aus. Äthiopien erlebte die schlimmste Dürre seit langem. 10 Millionen Menschen waren
- auf Ernährungshilfe angewiesen. Dazu verbreiteten sich Krankheiten wie Cholera und Denkefieber. [musik]
- Also seit Beginn des 19. Jahrhunderthunderts gab es erst vier sehr starke Elninus und bei einem davon starben in der Folge 50 Millionen
- Menschen. Professor Levermann, steuern wir aktuell auf den stärksten El Ninho zu, den es jemals gab? Ist das ein super El Ninjo oder halten Sie das für
- Panikmache? Ich sehe nämlich aktuell sehr, sehr viele Videos auch auf Social Media, bei denen man wirklich Angst kriegen kann. Im
- Pazifik erwacht gerade ein Monster [räuspern] und Wissenschaftler weltweit schlagen Alarm. Die Welt steht aktuell vor dem größten Problem unserer Zeit und
- gerade deutet alles darauf hin, dass die schlimmsten Befürchtungen wahr werden können. Ein sogenannter Godzilla, Ninjo.
- Ja, Social Media ist das sicher nicht die gute Quelle, aber ähm wir müssen mit einem mit einem sehr starken Elino rechnen. Was ich was Sie jetzt gerade
- angedeutet haben, ist sehr sehr spannend. Schon das Jahr 2003 hat eine Hitzewelle erlebt, die nicht mit Linio verbunden war und hat 60.000 Tote in
- Europa zu verursachtet. verursacht 2022 2023 hatten noch mal in der gleichen Größenordnung sogar ein bisschen mehr 60.000 heute haben Sie
- gerade gehört haben wir 12000 in Deutschland da ist Frankreich noch nicht drin, Spanien noch nicht drin, Italien noch nicht drin.
- Also setzt dich Eln sozusagen noch mal oben drauf. El Ninho ist jetzt nicht Klimawandel, sondern ein natürliches Phänomen, das immer wiederkommt. Aber
- wenn das dann auch noch oben drauf kommt auf den sowieso schon da bestehenden Klimawandel, wird's noch ungemütlicher, um es malonisch zu sagen.
- Das ist das Problem. Ganz genau. Und auf eine ganz andere Art, weil das ein anderes Muster hat, nicht? Wir sind halt äh wir wir kennen uns ja, wir wir ähm
- wir kennen unsere Umgebung, wir kennen die Landwirt, wissen, was sie zu tun haben, wenn Dinge passieren, aber Elinho macht immer noch mal alles
- durcheinander. Ja, und dann muss man auch noch sagen, dass ja die ähm Ozeane schon seit Jahren massiv aufgeheizt sind und dann kommt dieses Phänomen noch dazu
- und äh trifft auf eine Situation, wo wir sowieso schon aufgeheizte Ozeane haben und nimmt das natürlich gerne mit auf und verstärkt das Ganze noch weiter.
- Also, wir haben also eine Grund, wie soll ich sagen, eine Grund Energie Menge, die viel höher ist als normalerweise und dann kommt ein
- natürliches Phänomen und überlagert das. Das ist ja immer das Problem. Also, ich sage auch immer, ähm wir äh sind ja in der globalen Erhitzung und wenn wir
- rausschauen äh in den in den Himmel, dieser Blauhimmel ist nicht mehr so wie er früher war, der ist chemisch verändert, die physikalischen Parameter
- sind anders und ähm das führt zu anderen Wetteereignissen und es ist permanent. Also, man kann z.B. auch nicht fragen, ist das jetzt der Klimawandel oder nicht
- oder die globale Hetzung, was man auch immer sagt. Ähm, das ist permanent vorhanden, aber bricht nicht immer durch. Aber wenn sich verschiedene ähm
- Parameter überlagern, knallt es eben durch. Und das ist jetzt ein Elnho Event, was sehr krass wirkt und das ist überlagert mit der globalen Erhitzung.
- Deswegen ist das besonders heftig. Ich habe von Nil glaube ich das erstm als Taucherin vor vielen, vielen Jahren gehört, weil eben die Korallenbleiche
- darauf zurückgeführt wurde und es ist schon erheblich, was das auslöst. Aber wenn ich das richtig verstanden habe, dieser diesem Birding von da kommt jetzt
- der Godzilla Eln oder das ist jetzt ein Monster, das da im Pazifik irgendwie heranwächst, ähm der würden Sie sich so nicht anschließen, Herr lieber Mann.
- Ähm das ich weiß, ich will will ich nicht den Social Media Hypes anschließen, aber die Analysen, die die wir bisher haben, die äh die deuten
- schon an. Da kommt ein ein riesen Lino auf uns zu. äh ob das wirklich einer von den größten wird, einer von den vieren, das also ein fünfter, das werden wir
- erst nachher wissen. Tatsächlich gibt's da auch Vorhersagebarrieren, die wir die wir haben, weil es sich über mehrere Jahre äh zieht, wenn Sie wollen, also
- über zumindest über ein Jahr. Und ähm deswegen ist das kompliziert. Aber ich will noch mal hervorheben, wir haben verschiedene Komplexitätsstufen, wenn
- wir über den Einfluss von Klima auf unser Leben ähm sprechen und das erste ist immer das einfachste und das ist die die Thermodynamik und die sagt einfach
- eine wärmere Atmosphäre, die wir dadurch wärmer gemacht haben, dass wir Kohleöl und Gas verbrennen oder eben die auch mal wärmer wird, weil wir Elmin haben.
- Ähm die kann mehr Wasserdampf halten und das hat eine ganze Reihe von Einflüssen, ne? Das weißt, heißt erstmal gibt mehr stark Niederschlagsseignisse. Ja, das
- heißt aber auch, dass die äh die Luft mehr Wasser aufsaugt. Das heißt, Dürre wird verstärkt, Waldbrände werden verstärkt. Was wir gerade in Europa
- sehen, ist äh sind diese Phänomene. Das ist die Thermodynamik, die ist sozusagen relativ langweilig für einen Forscher, die haben wir schon verstanden. Dann
- kommt die Dynamik oben drauf. Ja, und da äh da wird's dann spannt und Elinho ist sozusagen Dynamik und Dynamik zweimal addiert. [schnauben]
- Wenn wir mal davon ausgehen, diese verschiedenen äh Komplexitätsstufen kommen da zusammen. Es wird so wie jetzt gerade vorher gesagt ein besonders
- starker Ninjo, der da El Ninho, der dann über mehrere Monate anhält. Was erwartet uns denn dann konkret nächstes Jahr? Wo werden wir diese Auswirkungen am
- stärksten zu spüren bekommen? Das Tolle ist, dass Wettervorhersage geht 10 Tage die Zukunft. Das weiß äh Herr Ter viel besser äh als ich. Aber
- wenn Sie nächstes Jahr wissen wollen, dann können wir tatsächlich nur sagen, wir bringen Energie ins System wie verrückt. Und äh das äh das bedeutet,
- alles wird wilder, ja, die Schwankungen werden einfach größer. Ich höre das immer wieder. Ich geb seit 22 Jahre Vorträge vor Industrievertretern zu
- Klimaphänomenen und äh die sagen, da kommt immer zwischendurch mal so eine kritisch Stimme. Na ja, wenn es warm wird, äh ist es Klimawandel, wenn es
- kalt wird, ist Klimawandel, wenn es trocken wird, ist Klimawandel, wenn es regnet, ist Klimawandel. Ähm ja, so ist es. Genauso ist es, denn wir haben
- tatsächlich einfach mehr Schwankungen und äh und das ist auch kein Widerspruch, nämlich das haben wir gestern erlebt. W eh in Berlin hat's
- gestern riesig geregnet und vorher war trocken. Aber man kann sich doch dann vermutlich darauf einrichten, dass im nächsten
- Jahr, wenn es um Ernten geht, ähm Probleme auftauchen und das also auch die wirtschaftlichen Folgen erheblich sein werden von so einem super Elninho,
- wenn man ihn mal so nennen wollen. Ganz genau. Also das wissen wir und das das ist man kann schon immer wahnsinnig viel sagen, wenn man einfach weiß, dass
- die Schwankungen stark werden, denn es gibt Dinge, auf die kann man sich anpassen, die sind graduell, wie z.B. Meerespesspiegelanstieg, ne? 97% der
- Energie, die wir zusätzlich auf dem Erde einfangen durch die Treibhausgase geht in den Ozean. Das hat Tely vorhin gesagt, da ist der Meeresspiegelanstieg,
- die Oberfläche erwärmt sich und so weiter. Ähm, aber ähm das ist sozusagen was, da müssen wir einfach die Deiche höher bauen, ne? Das geht irgendwann
- nicht mehr höher. Da müssen sie Hamburg aufgeben, Shanghai, Kakuta, New York. Aber vorher schützen wir uns noch ein bisschen. Aber das andere nämlich die
- Schwankung, da wird's spannend, weil da müssen sie ganz anders sich drauf, da müssen sie sich ganz anders drauf anpassen, ne? Da muss man z.B. Wir
- sagen, okay, wenn ein stark Niederschlagseignis ist, dann versuche ich diese diese Feuchtigkeit, die ich da gewonnen habe, die versuche ich rüber zu
- retten in der Region, um äh um ähm die nächste Dürre damit auszugleichen. Ein Haus baue ich so, dass es Hitze abkann und Kälte abkann, ne? Also starke ähm
- starke Dämmung in gewissen Sinne und und solche Phänomene. Also, man kann sich darauf auf anpassen. Was wir für die Versorgungsketten brauchen ist
- Resilienz. Wir brauchen Redundanz und das haben wir lange Zeit, also betriebswirtschaftlich wird das wird alle Redundanz immer wegoptimiert
- natürlich, ne? Sie wollen nicht zwei Lieferketten, die parallel mehr oder weniger das gleiche tun, aber wenn eine davon ausfällt, dann sind sie froh, dass
- sie eine zweite haben. Das heißt, wenn wir wissen, die Schwankungen werden stärker und häufiger, dann haben wir auch Methoden uns daran anzupassen. Und
- das ist die vernünftige Politik, die vernünftige Managementstategie, wenn Sie so wollen, die wir jetzt fahren müssen. Was wir nicht tun dürfen, ist zu sagen,
- gibt's nicht. brauchen wir nicht. Machen wir dann, wenn wir wieder Geld haben. Und haben Sie den Eindruck, Sie beraten ja auch Personen aus der Politik und
- Wirtschaft über bei Klimathemen? Haben Sie den Eindruck, wir haben so eine vernünftige Managementstategie? Weil man könnte ja auch sagen, das Gute ist, dass
- wir da eigentlich schon ähm wir wissen zwar nicht ganz exakt, aber eben trotzdem, man hat diese wissenschaftlichen Daten, man hat diese
- vorhersagen, dass da dass das ganz schön heftig werden könnte. Also kann man ja auch sagen, gut, dann bereiten wir uns halt gut drauf vor. Wie gut sind wir
- drauf vorbereitet? Na, ich muss ich ganz ehrlich sagen, wie gesagt, ich mache das seit 22 Jahren. Ich bin auch, ich versuche wirklich äh mit Wirtschaft, mit
- allen politischen Parteien, die das äh Phänomen äh akzeptieren, äh auch zu arbeiten. Aber momentan ist es wirklich eine Katastrophe, was wir machen. Ich
- muss ihn das ganz das sage ich, solche Worte benutze ich, das kann man in der in der im Netz sehen, so benutz Worte benutze ich selten, aber ähm es ist
- einfach keine vernünftige Strategie weiter auf fossile Brennstoffe zu setzen. Frank ist es auch keine vernünftige Strategie auf andere
- thermische Kraftwerke wie und Atomkraftwerke zu setzen. Atomkraftwerke sind sind kein Klimakiller, das ist völlig klar, aber die müssen gerade
- abgeschaltet werden. In Ungarn 40% der Stromversorgung hängt an dem Atomreaktor, der jetzt abgeschaltet werden muss. Frankreich
- muss ständig im im Sommer seine, weil sie nicht gekühlt werden können. Ja, thermische Kraftwerke brauchen den Temperaturunterschied und wenn sie es
- heiß im Inneren, das können sie selber schaffen. wenn es auch Haus draußen heißt, es muss abgeschaltet werden. Ähm, also es ist einfach die
- Zukunftstechnologien, die wir haben für eine die physikalisch vorgegebene Zukunft mit dem mit der globalen Erwärmung sind erneuerbare Energien,
- sind Speicher über Batterien, sind Elektroautos, sind Smartquids äh und daran müssen wir arbeiten. Da brauchen wir unsere ganze Ingenieurskunst in
- Deutschland, um das tatsächlich voranzreiben. Da ist das Wirtschaftswachstum der Zukunft. Ja. ähm jetzt zu sagen, wir der
- Wirtschaftsaktion kommt aus fossilen Brennträgern, wo wir jedes Jahr Geld wegschicken. Das sind ja keine Investitionen, ne? Das wenn wir fossile
- Brennträger kaufen, verbrennen wir die ja. Das heißt, wir schicken die ganze Zeit Geld nach Russland, nach ähm nach Saudi-Arabien, nach Qatar und ähm auch
- in wir jetzt nicht konkret in den Iran, aber auch in den Iran, dass das Geld was weg ist. Wenn Sie eine Windkraftanlage bauen, wenn Sie eine Solaranlage bauen,
- dann ist das eine Investition, die Arbeitsplätze in Deutschland schafft und auch das Geld in Deutschland lässt. Äh, das ist eine eine vernünftige
- Zukunftsstrategie für unsere für unsere Wirtschaft und dann brauchen wir natürlich eine Anpassungsstrategie, also dass Kranken, dass unsere Autos
- Aircondition haben, aber die Krankenhäuser und die Altenheime nicht und die Kitas nicht, das ist ein Problem. Ja, und das hat mit Ideologie
- nichts zu tun. Die Ideologie, die sich da ist das, was dagegenchuldigung, ich bin Professor, ich sag das viel zu viel. Tut mir leid.
- Das Problem, was die Politik natürlich hat, ist, dass sie gewählt werden will und äh dass sie zum Teil eben nicht in diesen langen Linien denkt, weil der
- nächste Wahltermin näher ist und weil auch die Bevölkerung nicht unbedingt in immer in diesen langen Linien denkt. Und wenn Sie jetzt ähm Wähler in ein Gebiet
- wie wie Badenwürttemberg haben, wo alles eben an der Autoindustrie hängt und wirklich die Existenzen von Menschen, dann ist das für die Politik natürlich
- schwer zu sagen, Leute, eure Ingenieurskunst, die ihr hier über Jahrzehnte entwickelt habt, die wird nicht mehr gebraucht und die Chinesen
- können es übrigens billiger und wir machen den Laden hier zu. Ich übertreibe jetzt ein bisschen, ne? Ich war vor kurzem dort als Reporterin und die
- überlegen sich auch Dinge und an den Universitäten, wo junge Menschen Ingenieurs, Wissenschaften studieren und und sich in diesen Kfz Bereich und
- Automechanik und so konzentrieren, denen ist auch klar, dass es nicht so weitergehen wird und dass man in andere Bereiche gehen. Aber das ist natürlich
- ein Dilemma für die Politik und wir haben finde ich in der aktuellen Bundesregierung das Dilemma, dass sie eben auch einen ausdrücklich antigrünen
- Wahlkampf gemacht haben, der an Teilen auch erfolgreich war. Also, sie wir erinnern uns an Harbergs Heizungsgesetz und an Bauern, die mit ihren
- Dieseltraktoren nach Berlin fuhren und was da los war. Und dann, wenn man dann an der Regierung ist, kann man natürlich schlecht sagen, so Leute und jetzt
- Klima, ne, das ist jetzt unsere höchste Priorität und im übrigen der Robert, der hatte eigentlich recht. Gastagenheizung und Öl ist nicht mehr.
- Das funktioniert halt in der Politik nicht, die ihre eigene Ökonomie hat, wenn man so will. Und das dann zusammenzubringen wird schwierig.
- Deshalb hören wir, glaube ich, dauernd auch von Herr Mertz Technologieoffenheit und internationale Wettbewerbsfähigkeit, weil das ist auch der Druck, der dann
- aus der Wirtschaft kommt. Ja, die Frage ist aber ähm wie geht Politik mit diesen mit dieser Gesamtthematik um? Also machen wir den
- Menschen weiterhin Angst und sagen, das kostet unglaublich viel Geld. Und das ist ja nicht so, das hat der Professor Anders Levermann ja gerade erklärt, das
- sind eine Investition in Deutschland. Auf der anderen Seite schieben wir 80 Milliarden im Jahr ins Ausland. Also ähm erzählen wir den Menschen ähm wir wollen
- eine lebenswerte Zukunft haben, weil das ist ja das ist ja nun mal die physikalische Realität. äh die können wir ja auch nicht abschalten und es wird
- immer heißer und das das ist auch ein Fakt und das wird sich auch über Jahrzehnte nicht ändern, wenn wir nicht mindestens dagegen agieren. Ähm
- einerseits dürf also wäre jetzt wünschenswert, wenn die Politik eben nicht Angst machen würde, sondern sagen würde, kommt Leute, wir gehen jetzt
- zusammen diesen Weg. Und äh auch zu der Autoindustrie, die weiß auch seit Jahrzehnten, dass wir aus der Verbrennung raus müssen, weil wir die
- Atmosphäre aufheizen. Sie hatte Zeit, sehr viel Zeit und wir wissen ja auch, dass es da auch diesen Abgasskandal gab. Ähm anstatt sich darauf einzustellen,
- wurde also versucht, da auch rumzumanipulieren. Also so ganz grün ist diese ganze Geschichte ja auch nicht. Also man kann, es kommt da eben drauf
- an, wie man damit umgeht. Entweder setzt man sich hin und akzeptiert, dass dieser Weg der Erhitzung sich fortsetzt aufgrund der fossilen Energieträger, die
- wir verbrennen und versucht das runterzufahren, damit es eben nicht noch schlimmer wird. Ähm oder wir fahren den Weg weiter und es wird eben schlimmer
- und das ist Physik. Aber es wird natürlich auch darüber diskutiert politisch, [räuspern] welche Instrumente und welche Wege richtig sind. Und die
- einen gehen dann eher in die Richtung GBote und Fairbote und eben auch Geschwindigkeit in die Veränderung zu bringen und andere, das ist jetzt so der
- Ansatz der aktuellen Regierung wollen marktwirtschaftliche Instrumente, was ich mich was ich mich frage und marktwirtschaftliche Instrumente können
- extrem wirkung wirksam sein und wirklich in Verhalten lenken. Also wir kennen das ja z.B. vom Flaschenfund. Wenn du nicht willst, dass die Flasche irgendwo
- hingeknallt wird und dass sie recyclet wird, dann machst ein Fund und zack, plötzlich haben die Leute ein Anreiz, sie in den Supermarkt zurückzubringen.
- Also diese Instrumente können gut funktionieren. Was ich mich frage, wenn sie dann wirklich schmerzhaft werden, also wenn die CO2 Steuer richtig zu
- spüren ist, wird das dann durchgehalten oder wird man dann Rabatte einführen oder in Brüssel noch mal diskutieren, ob man das nicht vielleicht doch die Ziele
- aufweicht und die SPD wird sagen, Heizen muss bezahlbar bleiben und die Union wird sagen, ähm wir können hier nicht Industrien im internationalen Wettbewerb
- in die Knie gehen lassen, weil sie zu teuer, die Energiekosten zu teuer sind in Europa. Da müssen wir jetzt was tun und dann sind natürlich
- marktwirtschaftliche Instrumente auch nicht so erfolgreich. Also, erstens ist es so, Herr März muss das gar nicht als grüne Politik äh Post
- benennen, weil das ist einfach vernünftige Politik. Also seine Bevölkerung vor äh vor Hitzewellen und vor Bren zu schützen ähm und vor
- trockenen ähm Flussbetten, wo man nicht mehr äh wo man keinen Transport mehr machen kann, das ist ja eine sehr sehr konkrete Schutzpolitik. Und ähm es ist
- die wir haben eine eine Explosion der erneuerbaren Energien. Wir haben die die Solaren Energie wird so viel billiger und effizienter die ganze Zeit seit seit
- 10 15 Jahren. Ähm das heißt, das ist die sind die vernünftigen Zukunftstechnologien. Da braucht man gar nicht sagen, oh, jetzt muss ich alles
- machen wie Herr Harbeck, das kann man auch anders machen. Und wir haben in Europa ein exzellentes marktwirtschaftliches Instrument. Sie
- haben das gerade Klimuer genannt. Das ist ein falscher Begriff, so leid es mir tut. Das ist eine der der Emissionshandel ist ein Verbot und zwar
- ein Verbot, was nach und nach eingeführt wird. Ja, aber es ist es ist natürlich im Instrument her kein Verbot, sondern es
- ist eine Verknappung. Also damit ein ein marktwirtschaftliches Instrument. Die Menge wird immer kleiner, dadurch wird der Preis steigen und irgendwann wird
- prohibitiv hoch, ne? Also dann wird die die dann ist die Kurve senkrecht. Aber ein Verbot ist ja, dass ich in dem Gesetz sage, ab sofort dürft ihr keine
- Plastiktüten mehr benutzen, ab sofort müsst ihr Werbepumpen einbauen. Und die der Emissionshandel gilt ja schon als ein wirklich
- marktwirtschaftliches Instrument. Das ist ein marktwirtschaftliches Instrument mit einem Verbot, was 2038 kommt, weil jedes Jahr weniger emitiert
- wird. Das ist nur so entscheidend, weil das ist genau das, was wir in der Chaostheorie was dann passiert, was wir eine Faltung nennen, nämlich das System
- sieht eine klare Grenze, nämlich die ist 2038 festgeschrieben und in der Zwischenzeit kann es sich anpassen und kann anfangen, die Struktur zu ändern,
- die Art und Weise, wie Energie macht. Ähm und das muss unsere Wirtschaft machen. Das haben wir auch hier schon der Runde klar gesagt. Das wissen wir
- seit Jahrzehnten und wir haben dieses Instrument, was wir nicht dürfen, ist es aufweichen. Und eine Steuer z.B. würde nicht teurer werden über die Zeit. Wir
- haben vollkommen recht. Der Emissionshandel wird teurer, wenn man sich nicht anpasst. Aber man kann schon jetzt Geld machen, äh indem man sich
- rechtzeitig anpasst. Ja, wir haben die Sachen, sie sind marktwirtschaftlich mit dem Klimageld, wenn sie sozial verträglich. Das ist ganz ganz wichtig,
- das immer wieder zu sagen. Wir haben alles da, aber jetzt mit Vollampf zurückzugehen, das dürfen wir nicht tun. Öin, du hast vorhin einen Begriff
- genannt und zwar du hast gesagt, wir können jetzt den Weg der Erhitzung weitergehen. Du hast für Aufmerksamkeit gesorgt, weil du von der globalen
- Erhitzung sprichst und nicht vom Klimawandel. Warum machst du das? Ja, weil ähm weil Klimawandel nicht passt, weil es einfach wir sind ja auch
- Journalisten und wir müssen auch schauen, wann wann passen eigentlich Begriffe überhaupt noch? Und das was wir da erleben, da wird Professor Anders
- Levermann mir auch zflichten, ähm dass das, was wir da erleben, ist kein Wandel. Das ist ein epochaler Umbruch in der Menschheitsgeschichte.
- Das ist wirklich brachial, was da passiert. Wenn man sich anschaut, die letzten 800.000 Jahre haben wir in CO2 Konzentration meist unter 300 Part per
- Million und jetzt sind wir bei über 420. Und wenn man sich die Kurve anguckt, das ist so, die geht ungefähr 800.000 1000 Jahre so und dann kommen wir bam und das
- geht nach oben digital. Ja, das ist kein Wandel, das ist ein massiver Einbruch, massiver Umbruch in der Menschheitsgeschichte und die Temperatur
- folgt ja diesem CO2 Anstieg hauptsächlich, ne? So, wenn wir uns äh das insgesamt anschauen, was auch in der Natur passiert, die Veränderungen, ja,
- in der Arktis, das Eis verschwindet, die gesamte Chryosphäre verschwindet, das ist der Bereich, der gefroren ist. Wir verlieren die Gletscher in den Alpen.
- Das das Meer heizt sich dermaßen auf. Es dehnt sich aus, weil es sich aufheizt und dabei steigt das der Meeresspiegel an. All diese Veränderungen passieren in
- so unfassbar kurzer Zeit. Das ist kein Wandel. Wandel ist gemütlich. Aus der Wissenschaft ist Klimawandel außerdem, wenn man einen natürlichen Vorgang
- beschreibt, der Klimawandel vor keine Ahnung 1000 Jahren oder 100.000 1000 Jahren. Das würde auch beschreiben, dass es nämlich auch kühler werden kann. Das
- was wir jetzt erleben, da gibt es keine Chance auf Abkühlung. Im Gegenteil, die Temperatur steigt beschleunigt an. Das sagt auch der deutsche Wetterdienst. Das
- ist jetzt nicht die Meinung vom Terli, der das hier einfach so rauspos alles, was ich hier sage, beruht auf Fakten, auf langjähriger Forschung und
- teilweise auf physikalischen Grundlagen. Also, wenn man quasi ähm also wir müssen nicht globale Erhitzung sagen, aber wir sollten darüber nachdenken, wie wir mit
- der Thematik auch umgehen. Das ist ja im Prinzip das, was dahinter steckt. Klimawandel ist dermaßen schwach. Das ist gerade zu gemütlich. Das ist ähm ja,
- wir können das gerne an diesen Begriffen aufhängen, aber was dahinter steckt, ist die adäquate Auseinandersetzung mit diesem, das [räuspern] ist tatsächlich,
- was ich als nächstes sage, epochal Umbruch und das ist es. Ich ich glaube nur daran durch, dass du betonst, dass das Fakten sind, zeigst
- auch implizit schon, wo das Problem ist, dass diese Fakten eben nicht unbedingt überall anerkannt werden und dass du nach wie vor äh auch starke Wäströmungen
- haben hast, die das auch glauben wollen, dass das alles nicht Menschen gemacht ist und dass man da auch nichts gegen tun kann. Also zum Teil wird ja der
- Klimawandel, ich nenne ih jetzt noch mal so eingeführten Begriff, nicht geleugnet. Die gibt's auch. [gelächter]
- Das die mit denen kann man glaube ich auch gar nicht mehr reden, aber es gibt ja Leute, die sagen: "Ja, stimmt, aber das hat's immer schon gegeben und das
- müssen wir halt gucken, wie wir uns anpassen." Das funktioniert nicht mit der Anpassung,
- aber es gibt, wenn ich es jetzt eben als politische Redakteurin sehe, welches Problem sich damit stellt, sehe ich, dass man damit eben auch auf
- Stimmenempfang gehen kann und dass das dieses Leute, ihr braucht euch da nicht so drum zu kümmern und ihr müsst euch auch nicht immer ständig Angst machen
- lassen und wenn dann Greta Thünberg irgendwo auftaucht, dann triggert das auch viele. Ich sehe dieses Problem in der Kommunikation eigentlich, dass ich
- manchmal auch nicht weiß, wie viele Eisbeeren auf Eisschollen wollen wir noch zeigen und kommt das überhaupt noch an? Ich kann da aus Kraus Lomka, ich
- verstehe das äh total und ähm deswegen ähm bin ich auch, wir sind mittlerweile irgendwie so sehr in der Mitte der Gesellschaft eigentlich angekommen und
- ähm äh mit diesem Klimaphänomen, weil es tatsächlich genau einen einfach ein Problem ist, das mit dem müssen wir umgehen. Wir müssen uns anpassen, wir
- müssen es vermeiden. Und wenn es keins wäre, was so wahnsinnig politisiert wäre, ideologisiert wäre, äh von beiden Seiten, dann würden wir das auch viel
- vernünftiger angehen. Es gibt so ein paar Bereiche, da kann man einfach bei Vorträgen bei Podcasts oder so die Leute richtig auf die Palme bringen. Das ist
- immer vegetarisch äh sein ähm äh Atomkraft und leider ist Klimawandel in diese Region gekommen und da gehört es einfach nicht hin, ne? Also, wir müssen
- wir müssen uns anpassen. Wir haben schon immer einen Wetterdienst, weil wir einfach immer schon wissen mussten, wie das Wetter sich entwickelt und ähm jetzt
- ändert sich das auf längeren Zeitskan müssen wir was machen. Ähm ja, genau. Also die, die tatsächlich leugnen, dass es Klimawandel von Menschen gemacht
- gibt, die die haben das ist jetzt für eine zunehmend größere Gruppe wieder, aber da können wir wirklich nicht viel machen. Da haben Sie für recht, nicht?
- Weil das ist, ich sage immer, ähm Klimugner, um die muss man sich nicht kümmern, die glauben auch nicht an Gravitation, dann fliegen die halt weg.
- Die Erde ist eine Scheibe. Ist nicht so äh leider, weil wir ja, die Erde ist eine Scheibe, aber ähm aber zumindest müssen wir auf der
- vernünftigen Seite einfach diese Ideologisierung rausnehmen und sagen: "Hey, das ist ein Problem, das haben wir und das lösen wir jetzt."
- Jetzt sitzen hier ja der ZDF Meteorologe und zwei Berichterstatterinnen. Herr Leberman, Sie forschen schon so lange ähm zum Klima. Halten Sie denn die
- Berichterstattung zum Klimawandel für adäquat und was würden Sie sich da wünschen? Ich ähm ich muss sagen, ich finde das äh
- ich we das ist äh immer schwierig. Da gibt's ja ist ja so eine diverse Welt. Ja, aber ich bin im großen und ganz ist das schon ist das schon gut, nicht?
- Also, man kann gelegentlich so ein paar gibt's so ein paar Sachen, die man so ein bisschen aufräumen könnte. Z.B. ähm sind die Kosten des Klimaschutzes, was
- gelegentlich immer das wird so so eine feststehender Begriff. Das sind auch wir Porscher, die die das manchmal stellen. Das ist kein guter Ausdruck, weil das
- sind eigentlich Investitionen in einen Strukturwandel. Ja, das ist was anderes. Wenn wir investieren in eine Zukunft, dann bedeutet das wir wir schaffen
- Arbeitsplätze. Ähm es gibt was zu tun. Ich habe mal vor Ingenieuren äh von LKW äh Firmen in Stockholm gesprochen. Das waren 400 Ingenieure, den ich äh die
- LKWs konzipieren und ich habe gedacht, die die äh verprügeln mich da. Und es war überhaupt nicht so, weil die waren ähm die waren völlig aufgeregt. Die
- haben gesagt, ja, wir verstehen das, die Physik ist äh seit 150 Jahren bekannt äh und jetzt haben wir ein Problem und jetzt gehen wir das an. Ja, das war ganz
- toll. Wir berichten doch eigentlich recht umfänglich. Wäre jetzt die Theseite. [gelächter] Nee, das ist tatsächlich, das ist
- tatsächlich wahr. Wir haben manchmal so ein paar so ein paar Sachen, wo wir eingelogt sind, ähm so mit diesen Kosten des Klimaschutzes. Das ist ein bisschen
- schwierig. Ähm und ansonsten muss es irgendwie klar sein, das ist ein Problem, das ist lösbar, es ist aber riesig und ähm und wir wir wollen das
- als Gesellschaft angehen. Ich denke, das wird aber äh ganz gut gemacht. Ja, es ist lösbar. Sagen Sie, ich würde gerne noch mal zu El Ninho jetzt zum
- Schluss zurückkommen und da auch die die Klammer schließen äh sozusagen, weil ich von einem Vorschlag gehört habe, der ist mir irgendwie im Kopf geblieben, der das
- kommt von Forschenden aus den USA. Ähm und die wollen Partikel z.B. mehr Salz in die Atmosphäre spritzen, damit dann künstlich mehr Wolken äh erschaffen
- werden, die dann die Sonne davon abhalten, den Ozean da drunter aufzuheizen. Und so könne man dann eventuell auch Elnho abschwächen. Was
- halten Sie von solchen Eingriffen? Äh, dass die ja gemeinhin als Geo-engineering bekannt sind? [schnauben]
- Ja, viel Spaß. Das ist tatsächlich [gelächter] eine Katastrophe sowas zu machen. Jetzt benutze ich das Wort das zweite Mal. Also, wir haben davon eine
- ganze Reihe von Sachen. Also, ich bin auch mal sehr angegriffen worden, weil der Meeresspiegelanstieg, den wir schon verursacht haben, der wird, wenn wir
- über 2° globale Erwärmung kommen, kommen, Hamburg schlucken. Das wird ein paar Jahrhunderte dauern, aber der schon die Temperatur Erwärmung, die wir jetzt
- verursacht haben, wird Hamburg schlucken, Shanghai, Kalkutta, New York. Und weil ich das weiß und weil wir, weil es auch nicht nur ich bin, der das weiß,
- habe ich irgendwann mal vorgeschlagen, man sollte das den man könnte mal überlegen, ob wir das den Meeresspiegel abpumpen auf die Antarktis. Ja. Das me
- die ganze Community hasst mich dafür, dass ich das so ein Artikel geschrieben habe. Ähm [schnauben] ich will das auch nicht machen. Ich wollte damit nur klar
- machen wie wie schwierig äh das das Meeresspiegelprem ist. Aber also ins Wetter einzugreifen auf einer Skala, die El Ninho ein globales Phänomen mit
- enormen Energiemengen äh äh irgendwie angehen kann, ist äh dafür müsste man das Wetter wesentlich besser verstehen, als wir das tun. Und das
- heißt nicht, dass die äh Wettervorhersagen von Herr Terli nicht richtig sind, aber äh wir sollen nicht äh so toll eingreifen. Dafür verstehen
- wir es nicht gut genug. Da können wir doch eigentlich noch fragen, wie das Wetter denn jetzt die nächsten Tage [gelächter]
- die Frage, die du wahrscheinlich permanent gestellt bekommst überall im Aufzug in den Gängen und ja, also es äh ich muss sagen, da haben
- wir auch noch in der Redaktion Kollegen noch diskutiert, wir haben ja äh in der Region äh im Mittelmeerraum haben wir eine enorme Hitze, ne, in der Oberfläche
- des Wassers, aber auch die gesamte Region ist massiv aufgeheizt und was wir derzeit eigentlich mal wieder erleben, sobald quasi die Str Strömung auf
- Südsüdwest dreht, also irgendwie aus dem Bereich, aus der Mittelmeerregion kommt, schießt bei uns die Temperatur hoch. Das ist auch darauf zurückzuführen, dass
- dort es so massiv heiß ist, ne? Und das ähm wird wahrscheinlich schon in der nächsten Woche wieder zu einer neuen Hitzewelle führen. Ist noch nicht so
- ganz raus, aber viel mehr sehe ich eigentlich, dass es noch bis September und auch noch darüber hinaus sich auswirken wird, weil diese Wärme, die
- verschwindet ja nicht einfach so. Und ähm ich denke, das wird noch zu massiven Unwettern in der Mittelmeerregion führen. Zu es sind wir Kollegen reden
- schon von diesen Medikanen, also spricht diese wirbelsturmartigen Tiefs, die sich dort äh durchaus in den Herbstmonaten entwickeln. Und wir müssen
- auch schauen, dass dieses feuchte Reservoir dort ja aufgrund der hohen Energie, wenn das angezapft wird in unsere Richtung gelenkt wird, mit dem
- richtigen Wettersystem kann das für katastrophale Überschwemmung sorgen. Also das Potenzial, was wir jetzt schon haben, weil wir so eine enorme Energie
- äh weil so viel Energie vorhanden ist, ist eben für den Herbst nicht positiv. Also es das muss nicht passieren, aber es ist einfach vorhanden und wir
- brauchen nur das entsprechende Wettersystem. Und da hat Elin noch nichts mit zu tun. Nein. Ja, unser Happy Note.
- Ja, es sind keine positiven Aussichten zum Schluss, aber man muss die Dinge auch so benennen, wie sie sind. Und jetzt haben wir tatsächlich noch einen
- Wetterbericht und eine Prognose hier mitbekommen. Östin, du [räuspern] bist ein Meister und deines Fachs. Ich sag an der Stelle herzlichen Dank Öst Terli ZDF
- Wettermoderator und Diplommeteorologe Marietta Slomka, Moderatorin des Heutejournals. Danke an euch hier ins Studio. Danke Maretta. Danke Östern.
- Herzlichen Dank für die Einladung. Gern. Und auch vielen Dank an Professor Lewermann, Klimaforscher vom Potzdam
- Institut für Klimavolgenforschung. Danke schön. Sehr, sehr gerne und danke fürs Zuhören. Danke fürs Zuhören. Das gebe ich auch
- direkt weiter an unsere Hörerinnen und Hörer. Wenn ihr Anmerkungen habt, wenn ihr auch Feedback habt, z.B. zur Klimaberichterstattung.
- Was nehmt ihr da so wahr? Was wünscht ihr euch? Da ist das ausreichend, müsste das konstruktiver sein oder alarmistischer? Was auch immer? Ihr
- könnt uns das sehr, sehr gerne schreiben und auch in die Kommentarspalte oder an Mail als Mail an heute [email protected].
- [musik] de. [schnauben] Vielen Dank und bis nächste Woche. [musik]
- Heute Journal der Podcast wird produziert von Poolartists.
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