Zum Inhalt springen
L

Das Video kommt von YouTube: erst beim Abspielen verbindet sich die Seite mit YouTube (Google).

Warum das Gradnetz der Erde so hilfreich ist | Terra X plus

Terra X plus4:39 59.480 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 17 Zeilen
Herunterladen
  1. Weißt du, welcher Ort hinter dieser Angabe steckt? Nein? Wir erklären dir, was die Zahlen bedeuten und, wie du damit jeden Ort der Erde präzise bestimmen kannst.
  2. Denn es geht um das Gradnetz unserer Erde. Die Grundlage von GPS und Co. Warum dieses “Gradnetz” wichtig ist, siehst du hier:
  3. Dir gibt jemand eine Wegbeschreibung: "Überquere den Fluss, biege nach dem Baum links ab und laufe weiter geradeaus.” Diese Boden-Merkmale helfen dir, dich zurechtzufinden. Die Orientierung an Land ist für kleine Strecken also noch relativ leicht.
  4. Aber auf offener See gibt es die nicht. “Biege nach der 3. Welle rechts ab”, das wird da nicht klappen. Alles sieht gleich aus... Woher weiß ich dann, wo ich jetzt bin? Also, wie kann ich meine Position bestimmen?
  5. Die Grundlage: ein Gradnetz, das die Erde umspannt. Es ist eine Art Koordinatensystem – mit Längen- und Breitengraden. Dabei ist ein Längengrad der “Startgrad”, der sogenannte Null-Meridian. Von ihm aus gehen dann 180 Längengrade in östliche und 180 in westliche Richtung.
  6. Vom Äquator aus wird die Erde in 180 Breitengrade eingeteilt. 90 nach Norden und 90 nach Süden. Mithilfe dieses Netzes lässt sich ein Ort mit seinen Koordinaten angeben.
  7. Zum Beispiel: 65 Grad auf dem nördlichen Breitengrad und 18 Grad auf dem westlichen Längengrad. Es ist ein Punkt mitten in Island. Doch das war nicht immer so einfach. Warum?
  8. Damit auch wirklich alle den gleichen Ort auf dem Gradnetz meinen, braucht es Bezugspunkte, also Startkreise von denen alle mit dem Zählen beginnen. Der Start-Breitengrad ist mit dem Äquator einfach festgelegt. Aber wo ist der Nullmeridian - also der Start-Längengrad??!
  9. In Australien? Im Zentrum der Mongolei? Oder doch in Nordamerika? Bis ins 19. Jahrhundert gab es viele verschiedene Nullmeridiane. Erst 1884 hat sich England als stolze Seefahrernation durchgesetzt.
  10. Der Nullmeridian verläuft durch die Sternwarte im Londoner Stadtteil Greenwich – unser Startlängengrad. Hier befand sich – passend zur stolzen Seefahrernation - das damalige Zentrum der britischen Marine.
  11. Mit Gradnetz und einheitlichem Nullmeridian konnten Seefahrer auch auf offener See ihre Position bestimmen – und zwar ohne GPS. Beginnen wir mit dem Längengrad: Ein Kapitän sollte immer eine Uhr dabeihaben, die die Uhrzeit in Greenwich anzeigt. Es ist 12 Uhr.
  12. Mit dem Höchststand der Sonne weiß der Kapitän dann auch, wann es genau 12 Uhr auf dem Schiff ist. Mit der Differenz der beiden Zeiten - hier 3 Stunden - lässt sich der Längengrad bestimmen:
  13. Pro Stunde Zeitdifferenz sind es 15 Längengrade. Das Schiff befindet sich also westlich des Nullmeridians auf dem 45. Längengrad. Fehlt noch der Breitengrad: Den kann der Kapitän ebenfalls mit dem Höchststand der Sonne bestimmen. Er misst dazu den Winkel zwischen Sonne und Horizont.
  14. Und zwar damit: Das ist ein “Sextant”. Er gehört wie ein Kompass zur Ausrüstung der Seefahrt. Mithilfe einer Berechnung bestimmt der Kapitän den Breitengrad.
  15. Das Schiff befindet sich dann auf dem Schnittpunkt von 52 Grad nördlicher Breite und 45 Grad westlicher Länge. Also mitten im Atlantik, südlich von Grönland und nicht mehr weit von der kanadischen Ostküste.
  16. Das einheitlich festgelegte Gradnetz ist auch heute noch die Grundlage für unsere digitale Navigation per GPS im Alltag. Jetzt seid ihr dran: Welchen Ort haben wir am Anfang gesucht?
  17. Schreibt es uns in die Kommentare! Und abonniert unseren Kanal, wenn ihr in Zukunft mehr von uns sehen wollt!

Zum Nachlesen