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Fotoeffekt | STARK erklärt

STARK Verlag7:42 53.651 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 44 Zeilen
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  1. Mit Fotoeffekten kennst du dich bestens aus, dachtest du? Immerhin weißt du genau, mit welchem Filter auf Instagram man Motive am besten in Szene setzt.
  2. Aber dann kam der Begriff plötzlich im Physikunterricht vor und jetzt bist du dir nicht mehr sicher, ob du wirklich jede Art von Fotoeffekt kennst.
  3. Was es in der Physik damit auf sich hat und warum der Fotoeffekt ein Meilenstein für die Physik des 20. Jahrhunderts war, erfährst du in diesem Video.
  4. [Musik] Betrachten wir den folgenden Versuch. Hier befindet sich eine Glasröhre mit
  5. Vakuum und auf einer Seite eine Platte, die mit Natrium beschichtet ist. Diese Platte wird nun mit Licht einer bestimmten Wellenlänge bestrahlt. Wir
  6. schalten die Lampe an und erhalten Licht im sichtbaren roten Bereich. Nun erhöhen wir die Intensität und es passiert nichts. Nun ja, wir können auch noch die
  7. Wellenlänge variieren. Verkleinern wir die Wellenlänge und wechseln z.B. zu Licht im grünen sichtbaren Bereich, dann treten plötzlich Teilchen aus der
  8. Natriumschicht aus. Es handelt sich dabei um Elektronen. Jetzt reduzieren wir die Intensität auf ca. 20%. Man erkennt, dass die Anzahl der
  9. Elektronen kleiner wird. Die Intensität des eingestrahlten Lichts bestimmt also die Anzahl der Elektronen. Geht man zu noch kleineren Wellenlängen,
  10. dann sieht man, dass die meisten Elektronen schneller werden. Eventuell waren wir zu Beginn des Versuchs also einfach nur zu ungeduldig für die
  11. langsamen Elektronen. Wechseln wir noch mal in den deutlich langwigeren Bereich und warten ein bisschen. Dann erhöhen wir die Intensität.
  12. Es tut sich immer noch nichts. Offensichtlich gibt es eine scharfe Grenze mit einer bestimmten Wellenlänge, unterhalb der der Effekt erst auftritt
  13. und dann ohne Wartezeit. So, das waren die Beobachtungen und nun bleibt die Frage, wie sich diese interpretieren lassen. Die Tatsache,
  14. dass unterhalb einer bestimmten Wellenlänge unabhängig von der Intensität nichts passiert, lässt sich nicht mit der Vorstellung von Licht als
  15. kontinuierliche Welle erklären. Man greift auf ein Teilchenmodell zurück und stellt sich Licht als Teilchenstrom mit Lichtteilchen, sogenannten Photonen,
  16. vor. Wo kommen jetzt überhaupt die Elektronen her, deren Geschwindigkeit wir analysiert haben? Dazu faßt man den Vorgang an der natrium
  17. beschichteten Platte als unelastischen Stoß auf. Ein Photon trifft auf einen Elektron an der Metalloberfläche und überträgt dabei seine gesamte Energie
  18. auf dieses Elektron. Ist die Energie so groß oder größer als die Austrittsarbeit, dann kann das Elektron das Metall verlassen. Es besitzt nach
  19. dem Austritt eine bestimmte kinetische Energie, also auch eine bestimmte Geschwindigkeit. Da die Geschwindigkeit der Elektronen sich mit der
  20. eingestrahlten Wellenlänge ändert, die Austrittsarbeit aber eine Materialkonstante ist, besitzen die Photonen offensichtlich Energie, die von
  21. der Wellenlänge abhängt. Qualitativ ist der Zusammenhang damit klar: Wellenlänge führt zu einer größeren kinetischen Energie. Um einen quantitativeren
  22. Zusammenhang zu erhalten, gehen wir noch mal zurück zur Simulation. Diesmal wird während der Versuchsdurchführung ein Diagramm
  23. erstellt. Die kinetische Energie der Elektronen wird dabei in Abhängigkeit von der Wellenlänge bzw. Frequenz aufgetragen. Man lässt während des
  24. Versuchs die Intensität konstant und variiert die Wellenlänge des eingestrahlten Lichts.
  25. Im Diagramm ergibt sich eine Gerade. Die kinetische Energie der Elektronen ändert sich also linear mit der Frequenz. Man erkennt außerdem, dass es keine
  26. Ursprungsgerade ist, denn sie schneidet die X-Achse nicht im Koordinatenursprung, sondern bei einem bestimmten
  27. Frequenzwert rechts davon. Man bezeichnet diese Frequenz, bei der der Fotoeffekt einsetzt, als Grenzfrequenz. Der Y-Abschnitt der Geraden hat auch
  28. eine physikalische Bedeutung. Sein Betrag gibt den Wert der Austrittsarbeit an. Um nur annähernd so etwas wie eine
  29. allgemeine Aussage treffen zu können, muss man das Experiment mit einem anderen Material wiederholen. Wir führen das Experiment nun nochmals mit Zink
  30. durch. Es ergibt sich wieder eine Gerade. Der Nullurchgang ist aber ein anderer und
  31. damit auch die Schnittstelle mit der y-Achse. Damit ist klar, dass die Grenzfrequenz und die Austrittsarbeit vom Material abhängen. Und was ist mit
  32. der Steigung? Verschieben wir die untere Gerade parallel auf die obere, dann decken sich die beiden. Die Steigung ist also gleich in beiden Fällen und daher
  33. material unabhängig. So, nun versuchen wir die Erkenntnisse in eine Gleichung zu fassen. Auf der einen Seite der Gleichung steht die
  34. kinetische Energie der Elektronen. Wie zuvor anhand des Diagramms ermittelt, hängt diese linear von der Frequenz ab. Die jeweiligen Geraden besitzen alle
  35. dieselbe Steigung. Die Steigung ist material unabhängig und wird mit dem Buchstaben H bezeichnet. Dabei beschreibt der Term H mal f die Energie
  36. des Photons. Sie ist direkt proportional zur Lichtfrequenz F. Die Proportionalitätskonstante H ist das plankche Wirkungsquantum H.
  37. Ein Teil der Photonenenergie wird als Austrittsarbeit va benötigt, nämlich um die Elektronen aus der Metalloberfläche zu lösen. Im Diagramm kann man WA als
  38. Betrag des negativen Achsenabschnitts ablesen. Die restliche Energie, also die Differenz aus Photonenenergie und Austrittsarbeit bekommt das ausgelöste
  39. Elektron als kinetische Energie mit. Genau das besagt die Gleichung. Sie ist nichts anderes als eine Energiebilanz des Fotoeffekts und wird auch
  40. Einsteingleichung genannt. So, jetzt noch mal die wichtigsten Erkenntnisse der letzten Minuten zusammengefasst.
  41. Der Fotoeffekt gilt als Meilenstein für die Physik des 20. Jahrhunderts, weil er sich nur mit Hilfe der Vorstellung von Licht als Teilchenstrom erklären lässt.
  42. Die bis dahin übliche ausschließliche Betrachtung als kontinuierliche Welle musste entsprechend erweitert werden. Die Energie der Lichtteilchen, Photonen,
  43. ist direkt proportional zur Frequenz des Lichts. Beim Fotoeffekt stößt jeweils ein Photon mit einem Elektron im Metallgitter zusammen und überträgt
  44. dabei seine gesamte Energie. Der Energieübertrag bzw. Die Energiebilanz wird durch die Einsteingleichung beschrieben. Ein= H mal f- wa.

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