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Kommunikationsprüfung Englisch (Oberstufe) – Ablauf, Bewertung und Tipps

EasyAbi Englisch24:11 759 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 203 Zeilen
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  1. Viele Schülerinnen und Schüler haben vor der Kommunikationsprüfung im Englischen Unterricht mehr Angst als vor einer normalen Klausur. Man muss spontan
  2. sprechen, jemand hört zu, vielleicht sogar zwei Lehrkräfte, die damit im Raum sitzen und viele denken, was mache ich, wenn mir plötzlich nichts mehr einfällt?
  3. In diesem Video zeige ich dir, wie die Kommunikationsprüfung normalerweise abläuft, worauf bei der Bewertung wirklich geachtet wird und vor allem,
  4. wie du dich vorbereiten kannst und was du tun kannst, wenn du im Gespräch festhängst.
  5. Starten wir wie immer erstmal mit den Basics. Was ist eigentlich die Kommunikationsprüfung? Die Kommunikationsprüfung ist eine mündliche
  6. Prüfung im Englischunterricht, die häufig eine Klausur ersetzt. Statt eines geschriebenen Textes wird hier aber die Fähigkeit von dir überprüft, Englisch
  7. aktiv zu verwenden. Und das bedeutet vor allen Dingen zwei Dinge. Du musst ein Thema strukturiert präsentieren und du musst mit einer anderen Person auf
  8. Englisch diskutieren. Die Prüfung findet also häufig als Paar Prüfung statt, manchmal auch in kleinen Gruppen. Hier ist schon mal wichtig vielleicht zu
  9. sagen, das sind immer im Detail Entscheidung der einzelnen Schulen. Also die Schulen können entscheiden, wie sie diese Kommunikationsprüfung
  10. ausgestalten. Es gibt so ein grobes Framework und darauf beziehe ich mich hier in diesem Video. Aber natürlich musst du vorher klären, wie das bei euch
  11. im eurem Unterricht konkret in der Situation ablaufen wird. Prüfung besteht so also aus zwei Teilen, einer Monologphase und einer Dialogphase. Und
  12. die genaue Dauer kann sich je nach Bundesland und Schule ein bisschen unterscheiden, aber in den meisten Fällen dauert eine Kommunikationsprüfung
  13. ungefähr 15 bis maximal 20 Minuten. Wenn ihr zu zweit geprüft werdet, was sehr häufig der Fall ist, denke ich, also soweit ich weiß, machen die meisten
  14. Schulen das so verteilt sich diese Zahl natürlich dann noch mal auf die beiden Personen. Also man muss die Gesamtdauer dann noch mal durch zwei teilen, weil
  15. beide ungefähr anlich die gleiche Zeit an Gesprächszeit haben sollten, damit es am Ende fair bleibt. Erste Teil dauert dann meistens etwa so 3 bis 5 Minuten
  16. pro Person und das bedeutet, du bekommst ein Material oder eine Aufgabe, hast kurz Zeit deine Gedanken zu ordnen und präsentierst dann die wichtigsten
  17. Punkte. Der zweite Teil dauert meistens etwas länger, oft ungefähr 8 bis 10 Minuten, aber es ist ja auch klar, weil das dann ja das Pan Gespräch ist und in
  18. diesem Pan Gespräch da sprecht ihr miteinander, ihr reagiert auf die Argumente des anderen und versucht gemeinsam eine Aufgabe zu lösen oder zu
  19. einer Entscheidung zu kommen. Auch das kommt natürlich wieder drauf an, was konkret an eurer Schule da gemacht wird in dieser Dialogfah. Was wichtig ist
  20. dabei, die Zeit wird natürlich nicht Sekunden genau dann pro Person gestoppt, wenn ein Gespräch gerade gut läuft, dann lassen Lehrkräfte das auch noch
  21. vielleicht ein bisschen weiter laufen und umgekehrt kann im Gespräch aber etwas kürzer sein, wenn das Wichtigste bereits gesagt worden ist. Soll heißen,
  22. man muss sich hier nicht unbedingt skisch an diese zeitlichen Vorgaben halten. Musst dir also gar nicht so sehr Sorgen machen, dass du exakt auf die
  23. Minute sprechen musst. Viel wichtiger ist, dass du deine Gedanken klar, ausdrück und aktiv am Gespräch teilnehmen kannst. Natürlich musst du
  24. grob einschätzen können, wie lange so ein Vortrag gerade im ersten Teil der Prüfung sein sollte. Also, wenn du 3 Minuten Zeit hast zu sprechen, dann
  25. sollst du natürlich nicht äh mit irgendwie zehn Planen oder so und auch nicht nach 20 Sekunden fertig sein. Aber äh ob es jetzt am Ende 3 Minuten sind
  26. oder dreieinhalb oder vier, das ist vielleicht nicht das entscheidende. In den meisten Schulen bekommst du vor der eigentlichen Prüfung eine kurze Phase,
  27. in der du das Material lesen, deine Gedanken ordnen kannst. Also kriegst ja irgendwas, wo du im ersten Teil der Prüfung
  28. drüber sprechen musst. Diese Vorbereitungszeitig liegt in der Regel irgendwo zwischen 10, 20. Ich habe auch schon mal 30 Minuten gesehen. So ist es
  29. z.B. bei uns in der Schule. Die genauer Dauer kann aber hier wie gesagt nach Schule, nach Bundesland dann noch mal variieren. In dieser Zeit bekommst du
  30. meistens die Aufgabenstellung und eventuell ein Material, z.B. ein Cartoon, so machen wir es bei uns, ein Bild, einen kurzen Text ähm oder keine
  31. Ahnung mehrere Vorschläge zur Diskussion. Das kommt ganz drauf an. Wichtig ist die Zeit ist nicht dafür gedacht einen kompletten Text
  32. auszufulieren. Das ist wahrscheinlich auch gar nicht möglich. Da reicht die Zeit gar nicht unbedingt. Viel sinnvoller ist es, wenn du die hier
  33. erstmal Stichpunkte notierst, z.B. zwei oder drei Hauptideen für deinen Monolog, mögliche Argumente oder wichtige Begriffe, die du benutzen möchtest. Und
  34. dann musst du natürlich auch in der Lage sein, mit deinen Stichpunkten irgendwas anzustellen. Das ist was, was im Optimalfall im Unterricht geübt werden
  35. sollte, aber das kannst du auch natürlich vorher üben. Darüber spreche ich gleich noch mal, wie man sich am besten auf diese Prüfung hier
  36. vorbereitet. nicht so eine gute Idee ist es hier unbedingt so einen ganzen Text auszufulieren, ganze Sätze zu schreiben. Ähm das führt auch dazu, dass am Ende
  37. das dann abgelesen wird einfach und ähm man dann darüber vielleicht sogar den Faden verliert und gar nicht so einen strukturierten Vortrag hinbekommt. Hier
  38. helfen wirklich kurze Stichwörter, die helfen dir deine Struktur im Blick zu behalten, ähm ohne dass du so richtig an einen auswendig gelernten Text gebunden
  39. bist. Manchmal ist das auch so, in Schulen habe ich gehört, dass das zu Hause vorbereitet wird, also dass man irgendwie in häuslicher Arbeit als
  40. Hausaufgabe oder so die Vorbereitung für die Kommunikationsprüfung erledigt. Das kann auch sein, aber ich würde sagen, hier gelten am Ende trotzdem die
  41. gleichen Regeln, aber ist natürlich noch ein bisschen netter, ähm weil man hier wirklich Zeit und Ruhe hat, das vernünftig vorzubereiten und dann kann
  42. vielleicht gar nicht mehr so viel schiefgehen. Wenn man das ordentlich macht, dann hat man schon mal eine sehr, sehr gute Grundlage für die
  43. Prüfungssituation an sich. Ich hatte jetzt gerade schon von diesen zwei Teilen gesprochen. Also in der Monologphase präsentierst du dann dein
  44. Thema oder analysierst ähm dein Material. Typische Aufgaben sind z.B. ein Cartoon analysieren, eine Fragestellung erklären oder Argumente zu
  45. einem Thema vorstellen. Eine einfache Struktur hilft dir dabei sehr und das ist tatsächlich einer der wichtigsten Tipps vielleicht auch für diese
  46. Monologphase. Versuch nicht einfach drauf loszureden, sondern orientiere dich an einer klaren Struktur. ähm klassische Struktur, eine Einleitung,
  47. dann meine Hauptaspekte, die über die ich sprechen möchte und ein Fazit. Also z.B. mit einer sehr kurzen Einleitung, der du erklärst, warum es in dein
  48. Beitrag gehen wird. Danach präsentierst du deine wichtigsten Punkte oder Argumente oder was auch immer gefordert ist und am Ende fasst du deine Gedanken
  49. noch einmal kurz zusammen oder gibst ein abschließendes Fazit. So eine Struktur hilft dir nicht nur dabei klarer zu sprechen, sie hilft auch den Prüferinnen
  50. und Prüfern deinem Gedankengang besser zu folgen. Manchmal ist das auch so, so ist z.B. für uns in der Schule, dass durch die Aufgabenstellung schon diese
  51. Struktur vorgegeben ist. Also, wir machen Kartonanalyse und dann muss man erst den Karton beschreiben, dann äh irgendwie analytisch darauf eingehen und
  52. am Ende noch mal eine eigene Meinung dazu zur Effektivität z.B. des Cartoons formuliert. Darin ist dann eben ja schon diese Struktur, ich gerade besprochen
  53. habe, einfach in den Aufgaben enthalten. Man kann sich so ein bisschen daran auch entlang hangeln, aber das muss nicht unbedingt so sein. Das kann auch
  54. natürlich ganz anders ausgestaltet werden. Im zweiten Teil diskutierst du dann mit einem Partner und hier geht's darum meistens gemeinsam eine Aufgabe zu
  55. lösen. Ich habe auch schon so konfrontative Varianten gesehen, wo man äh irgendwie gegensätzliche Rollen hat und dann eine bestimmte Streitfrage
  56. ausdiskutieren muss, finde ich für so eine Prüfungssituation gar nicht so geeignet unbedingt. Ich finde ein kooperativen Ansatz häufig viel viel
  57. besser, um einfach schon mal diese Angst auch rauszunehmen, dass irgendwie ein Partner so argumentativ völlig überlegen ist und den anderen in Kohle Boden
  58. argumentiert und die andere Person gar keine Chance hat irwie zu kommen. Das will man natürlich hier vermeiden und das funktioniert häufig besser, wenn man
  59. irgendwas gemeinsam lösen muss. Typische Aufgaben sind z.B. ganz praktische Entscheidungssituationen und genau das verunsichert vielleicht viele zuerst,
  60. weil sie gar nicht genau wissen, was damit eigentlich gemeint ist. eine Variante eine Entscheidung treffen. Damit ist z.B. gemeint, dass ihr am Ende
  61. des Gesprächs zu einem bestimmten Ergebnis kommen sollt. Also nicht nur einfach lose über das Thema so ein bisschen sich reden, sondern gemeinsam
  62. etwas festlegen. Das kann z.B. so aussehen, ihr sollt entscheiden, welches Schulprojekt, ihr habt drei Vorschläge zur Auswahl, welches Schulprojekt am
  63. sinnvollsten ist, welche Maßnahmen gegen keine Ahnung gegen Stress an Schulen am hilfreichsten wäre oder ähm welche der vorgegebenen Optionen am besten zu einer
  64. bestimmten Situation passt. Dann gibt's eine Variante vielleicht mit verschiedenen Optionen miteinander vergleichen, damit es gemeint, dass ihr
  65. mehrere Vorschläge, mehrere Materialien bekommt und diese gegeneinander abwägen soll. Also z.B. welche der vorgeschlagenen Ideen ist realistischer,
  66. welcher hat mehr Vorteile, welche Nachteile gibt es, welche Lösung passt am besten zur Aufgabenstellung. Dabei ist wichtig, dass du nicht nur deine
  67. eigene Meinung nennst und äh darauf beharrst, sondern zeigst, dass du auch vergleichen kannst, dass du abwägen kannst und dass du auch auf die Position
  68. und die Aspekte, die dein Partner nennt, denn der ist ja auch in der Prüfungssituation noch da und ähm das zeugt einfach von äh kommunikativer und
  69. sprachlicher Kompetenz, wenn man dazu in der Lage ist. Dann gibt's noch so eine Variante, wie habe ich auch schon öfter mal gesehen und auch gemacht. Ähm, dann
  70. geht's darum, Argumente zu sammeln und zu bewerten. Das bedeutet also ähm, dass ihr zu einer Frage gemeinsam Pro und Kontrargumente entwickelt und diese
  71. nicht nur nennt, sondern auch einschätzt. Das ist natürlich was, was dann spontan passiert. Ihr habt ja hier keine Vorbereitungszeit in der Regel,
  72. sondern müsst flexibel auf einen Impuls oder mehrere Impulse reagieren und dann kann man sich halt so Sachen überlegen, welches Argument ist wirklich stark,
  73. welches überzeugt vielleicht auch weniger, welche Folgen hätte eine bestimmte Entscheidung. Typisches Beispiel vielleicht so irgendwie Schutz
  74. Smartphones be banned in school. Und dann überlegt man sich ähm Argumente und dann reicht es eben nicht zu sagen, Handys sind gut oder schlecht, sondern
  75. ihr müsst dann natürlich Argumente sammeln, aufeinander reagieren, gegen Argumente einbeziehen und am besten am Ende zu einer begründeten, wichtig
  76. begründeten Position genannen. Also ganz konkret kann so eine Dialogaufgabe z.B. lauten: Your school wants to introduce a new project, discuss the different
  77. suggestions and agree on the best option oder your class on mental health. Compare the ideas and decide which one would have the biggest impact. Und dann
  78. muss man sich jetzt hier vorstellen, dass man da noch diese ideas eben vorgelegt bekommt. Das Wichtigste dabei ist, denke ich, und das soll auch so ein
  79. bisschen entlassen, du musst in der Dialogphase nicht perfekt klingen und auch nicht besonders elegant formulieren. Viel wichtiger ist, dass du
  80. aktiv mitarbeitest, auf deinen Partner eingehst, Gedanken weiterentwickelst und das Gespräch mit in Richtung Lösung führst. Das Ziel ist nicht perfekt zu
  81. sprechen, sondern zu zeigen, dass du auf Englisch sinntragend kommunizieren kannst. Dann sind wir eben auch schon bei der Frage, was eigentlich hier
  82. bewertet wird. Viele Schülerinnen und Schüler denken, sie müssten perfekt Englisch sprechen, um wirklich auch eine gute Note zu bekommen und das stimmt
  83. einfach nicht. Ganz wichtig ist nämlich auch natürlich wird der Inhalt auch bewertet. Also das, was du sagst, inhaltlich wird natürlich bewertet. Die
  84. Prüfer achten also nicht nur darauf, wie korrekt dein Englisch ist, sondern auch darauf, ob deine Ideen sinnvoll sind, ob du auf die Aufgabe eingehst und ob deine
  85. Argumente nachvollziehbar sind. Wenn du also z.B. eine so eine Aufgabe bekommst, wie ich die gerade beschrieben hatte, Shift Smartphones wie Band in School,
  86. dann reicht es nicht einfach nur ein paar Sätze dazu zu sagen. Entscheidend ist, ob du echte Argumente bringst, Beispiele nennst und deine Gedanken
  87. logisch erklärst. Hier könnte man z.B. Smartphones can be distracting in class because students might check messages or social media and set up listening to the
  88. teacher. However, can also be useful learning tools. For example, students can quickly research information or use educational apps. Und dann würde man
  89. hier vielleicht noch ins Detail gehen mit Beispielen arbeiten, das noch unterfüttern argumentativ, um die Argumente überzeugender zu machen. Und
  90. genau solche klaren, nachvollziehbaren Gedanken zeigen den Prüfern einfach, dass du dich wirklich mit dem Thema auseinandersetzt und darüber eben auch
  91. mit vernünftig mit einer anderen Person diskutieren, debattieren kannst. Neben dem Inhalt spielen dann vor allem vier sprachliche Aspekte eine Rolle. Da wä
  92. erstmal die Verständlichkeit. Das klingt erstmal sehr banal, ist aber tatsächlich extrem wichtig und die zentrale Frage hier lautet ganz einfach: "Kann man
  93. nicht gut verstehen?" Und dabei geht es vor allem um deine Aussprache und um deine Intonation. Du musst natürlich nicht wie ein Muttersprachler klingen,
  94. das erwartet wirklich niemand. Aber deine Wörter sollten klar genug ausgesprochen sein, sodass einerseits dein Gesprächspartner und natürlich auch
  95. die Prüferin und Prüfer dir problemlos folgen können. Wenn du z.B. ein bisschen deutschen Akzent hast, ja, dann ist es überhaupt kein Problem. Viel wichtiger
  96. ist, dass du deutlich sprichst und nicht zu schnell redest und deine Sätze klar strukturierst. Nicht zu schnell reden, muss ich mir auch immer wieder selber
  97. was sagen übrigens, denn man kennt das, wenn jemand sehr schnell spricht, viele Wörter verschluckt, Sätze abbricht, noch mal
  98. neu ansetzen muss, dann wird es für die Zuhörenden schwierig, dem zu folgen. Wenn du dagegen etwas langsamer sprichst, klar artikulierst und dein
  99. Gedanken Schritt für Schritt erklärst, dann wirkt dein Englisch auch automatisch viel sicherer. Der zweite Punkt ist dein Wortschatz. Hier geht es
  100. darum, ob du die sprachlichen Mittel hast, um deine Gedanken auszudrücken. Das bedeutet hier auch wieder nicht, dass du besonders komplizierte oder
  101. seltene Wörter benutzen musst. Es geht viel mehr darum, dass du passende Wörter findest, um deine Ideen zu erklären. Und da ist es natürlich ein riesen Vorteil,
  102. wenn man ein bisschen was an thematischen Worts drauf hat. Meistens sind diese Kommunikationsprof natürlich in eine Unterrichtsreihe zu irgendeinem
  103. Thema eingebettet. Und wenn man hier schon mal den thematischen Wortschatz zu diesem Themenbereich, ich sag mal z.B. Globalization oder Utopia, Distopia, was
  104. weiß ich, wenn man dafür Begriffe hat, die Begriffe und Wörter hat, um darüber vernünftig zu sprechen, dann ist das schon mal ein riesen Vorteil für diese
  105. Prüfungssituation. Und dann geht's natürlich auch ganz allgemein um so Metaboardschatz, also kannst du z.B. auf Englisch vor Nachteile beschreiben,
  106. kannst du ein Argument erklären, kannst du Beispiele nennen oder Konsequenzen beschreiben. Ein guter Wortschatz zeigt sich natürlich auch oft daran, dass du
  107. Dinge präzise ausdrücken kannst. Also nicht einfach nur good oder bad zu sagen, sondern effective, vielleicht problematic, useful oder unrealistic.
  108. Und auch hier gilt, es geht nicht darum möglichst kompliziert zu sein oder kompliziert zu klingen. Wenn du deine Gedanken klar erklären kannst, ist das
  109. viel wichtiger als besonders schwierige Wörter zu benutzen. Der dritte Punkt ist Grammatik. Ich glaube, viele Schülerinnen und Schüler haben hier die
  110. größte Angst, weil sie denken, jeder kleine Grammatikfehler würde sofort zu einer schlechten Note führen. In der Praxis ist das natürlich mal wieder
  111. nicht so. Natürlich sollten deine Sätze grundsätzlich korrekt aufgebaut sein. Also z.B. richtige Zeitformen, verständliche Satzstruktur und eine
  112. komplett falschen unverständlichen Konstruktion. Aber kleine Fehler passieren fast allen. Ähm und gerade in einer spontanen Gesprächssituation ist
  113. das natürlich völlig normal und auch absolut erwartbar. Wichtig ist vor allem am Ende, dass deine Sätze verständlich bleiben. Wenn du z.B. einen Fehler im
  114. keine Ahung Present Perfect machst, der Satz aber trotzdem klar verständlich ist, dann ist das in der Regel gar kein großes Problem. Oft wirkt dein Englisch
  115. vielleicht sogar besonders kompetent, wenn du komplexere Strukturen ausprobierst, selbst wenn dabei gelegentlich ein kleiner Fehler
  116. passiert. Der vierte Punkt und das ist auch gleich der am meisten unterschätzte ist die Kommunikationsfähigkeit oder kommunikative Kompetenz und das ist
  117. in vielen Fällen einfach der wichtigste Teil der Bewertung. Ähm hier geht's nämlich darum, wie gut du tatsächlich an einem Gespräch teilnehmen kannst und das
  118. noch eben dann in einer Fremdsprache. Das bedeutet z.B. auch so Dinge wie reagierst du auf das was dein Partner sagt, stellst du Fragen, greifst du
  119. Argumente auf und denkst sie vielleicht noch weiter. Stell dir z.B. mal vor, dein Partner sagt sowas wie I think smartphones should be banned in schools
  120. because they distract students. Und dann wäre vielleicht eine gute kommunikative Reaktion darauf. Oh, that's an interesting point. I agree that
  121. smartphones can be distracting, but I think they can also be very useful. Also man greift auf, was gesagt wird und geht hier in diesem Fall jetzt in eine andere
  122. Richtung damit weiter. Und das zeugt von kommunikativer Kompetenz. Und genau solche Momente zeigen den Prüferinnen und Prüfern, dass du wirklich
  123. kommunizieren kannst und nicht nur einzelne vorbereitete Sätze äh oder auswendig gelernte Sätze aufsagst. Fast alle Schülerinnen und Schüler haben
  124. Angst davor, plötzlich nicht mehr weiterz wissen. Das ist auch, glaube ich, ganz menschlich und nachvollziehbar. Und äh ich glaube,
  125. viele stellen sich einfach diese Situation vor. So, du sitzt dann da in der Prüfung und dein P hat gerade etwas gesagt und jetzt schauen alle auf dich
  126. und plötzlich ist dein Kopf einfach leer. Und das passiert äh ständig und immer und das passiert vor allen Dingen auch sehr sehr guten Schülerinnen und
  127. Schülern hin und wieder. Der wichtigste Tipp ist deshalb, wenn dir kurz nichts einfällt, dann ist es wirklich entscheidend erstmal ruhig zu bleiben
  128. und ähm dann im nächsten Schritt vielleicht nicht einfach zu schweigen, sondern Strategien an der Hand zu haben, wie man damit umgeht. Kurzphase von
  129. Stille sind kein Problem, aber wenn das länger wird, dann kann das natürlich in so einer Prüfungssituation problematisch sein. Mein Tipp wäre hier, nimm dir
  130. bewusst ein paar Sekunden Zeit ähm und habe Strategien parat, wie du dir auch Zeit verschaffen kannst. Ich nenne das immer Timefillers. Also kleine
  131. Formulierung, mit denen du einfach Zeit gewinnst, während du über deine Antwort nachdenkst. Z.B. kannst du sowas sagen wie hm let me think about that for a
  132. moment. Also einfach kommunizieren, was du tust und was in dir und mit dir vorgeht. Das ist schon mal sehr sehr nützlich. oder that's an interesting
  133. question oder auch sowas wie if I understand you correctly you mean that einfach noch mal eine Rückfrage stellen noch mal Klärung einholen und dann habe
  134. ich wieder Zeit um selber über meine Antwort nachzudenken. Mit solchen Sätzen passiert einfach was ganz wichtiges nämlich du bleibst im Gespräch und du
  135. signalisierst deinem Panner und den Prüfern, dass du noch dabei bist und nachdenkst und dich innerlich komplett schon abgeschaltet hast. Oft reicht
  136. einfach so ein kurzer Moment schon aus damit dir der nächste Gedanke einfällt und du wieder am Gespräch vernünftig teilnehmen kannst. Eine andere
  137. Situation, die vielleicht Sorgen macht, du hast dein Gesprächspartner gar nicht richtig verstanden. Vielleicht hat er sehr schnell gesprochen oder nutzt sehr
  138. viele Wörter, die du vielleicht nicht kennst. Vielleicht hast du auch nur einen Teil des Satzes gehört. Und auch hier gilt, das ist total normal und
  139. passiert in echten Unterhaltung im echten Leben ständig und immer und ist auch Regelfall in so Prüfungssituation natürlich. Und genau deshalb darfst du
  140. und sollst du vor allen Dingen auch natürlich nachfragen. Also zb kannst du so Sachen sagen wie sorry, could you repeat that oder what exactly do mean by
  141. that? Oder auch ganz konkreten Erfahrung. Did you mean that smartphones should be completely banned in class? So und dann ist wieder dieser Effekt da.
  142. Ich habe wieder den Ball zurückgespielt in die andere Hälfte des Feldes und jetzt ist mein Partner wieder dran und ich kann kurz mich sammeln und mich neu
  143. organisieren, mich neu aufstellen und dann äh weiterarbeiten. Und es ist auf gar keinen Fall alles ein Zeichen von Schwäche, sondern das ist ein Zeichen
  144. von Kompetenz. Ich bin in der Lage am Gespräch teilzunehmen, aktiv teilzunehmen, mitzudenken und ich bin auch kompetent, wenn es schwierig wird.
  145. Und das ist sicherlich auch etwas, was am Ende sehr, sehr positiv bewertet werden würde. Und letztendlich ist genau das ja auch das Ziel einer
  146. Kommunikationsprüfung zu zeigen, dass du Englisch in einer echten, also ganz echt ist es ja nicht, aber es ist zumindest annäherungsweise echt in einer echten
  147. Kommunikations und Gesprächssituation verwenden kannst. Ich hatte ja versprochen, dass ich am Ende noch was zur Vorbereitung sagen würde. Es kommt
  148. jetzt so ein bisschen drauf an, wie deine Vorbereitung aussieht. Hast du 15 Minuten in dem Vorbereitungsraum oder hast du 3 Wochen in häuslicher Arbeit?
  149. So oder so. In jedem Fall kannst du eine Sache machen vorher und zwar ist das den ersten Prüfungsteil, also den monologischen Teil zum Üben. Ähm ein
  150. sehr effektiver Weg sich auf diese Monologphase vorzubereiten, ist tatsächlich ziemlich simpel. Sprich laut über ein Thema und nimm dich dabei z.B.
  151. mal mit dem Handy auf. Mindestens mal Audio, Audio und Video ist häufig sogar noch aufschlussreicher. Es ist eine unangenehme Erfahrung möglicherweise,
  152. weil man sich dann so selber sieht und das gar nicht so gut haben kann, aber hier liegt unheimlich viel Potenzial für Verbesserung. Viele Schülerinnen und
  153. Schüler lernen nämlich einfach nur so im Kopf, also die setzen sich dann inhaltlich mit irgendwas auseinander oder stellen sich vor, wie das wäre, das
  154. zu machen oder darüber zu sprechen. Und das Problem ist aber, dass du in der Prüfung ja sprechen musst und nicht denken musst. Also, du musst auch
  155. denken, aber du musst ja dann deine Gedanken sprachlich formulieren und verpangen. Und dabei hilft es einfach enorm, wenn man den sprechenteil vorher
  156. wirklich trainiert hat. Das klingt jetzt trivial. Äh, ich sehe aber auch häufig und immer wieder, dass äh Schülerinnen und Schüler das einfach nicht machen.
  157. So, wie kannst du das jetzt machen? Also, du nimmst ja z.B. ein typisches Thema aus dem Unterricht. Keine Ahnung, kommt drauf an, was ihr gerade macht.
  158. Das könnte sowas sein wie Social Media, Climate Change, Schools, Stress, Influence of Technology. Das sind so typische Themen, die gerne in
  159. Kommunikationsprüfungen behandelt werden, weil sie relativ nah am Alltagserfahrung, am Alltagsleben von Schülerinnen und Schülern sind. Und
  160. jetzt stell dir vor, du müsstest dazu zwei oder 3 Minuten sprechen, je nachdem, was ihr so machen müsst und dann kannst du hingehen und dir eine
  161. Struktur überlegen für deinen ähm Vortrag und dann machst du den, dann machst du den einmal und guckst, was hat schon gut funktioniert und an welchen
  162. Stellen bin ich vielleicht hängen geblieben. Und dann muss man eben überlegen, woran lag das denn, dass ich hängen geblieben bin? Hatte ich ein Wort
  163. nicht, hatte ich eine Überleitungsformulierung nicht, habe ich vielleicht gemerkt, dass das, was ich da erzählt habe, gar nicht stimmt oder dass
  164. ich das vorher schon zweimal auf andere Art und Weise gesagt habe und ich das gar nicht noch mal wiederholen wollte. Und das sind dann so diese
  165. Optimierungspunkte an den man dann arbeiten kann. Ja, wenn du deine, ich hätte gesagt, Aufnahme im besten Fall am Ende dann anhörst oder
  166. dir anschaust, dann ist es natürlich wichtig, ähm das auch kritisch auszuwerten. Also, du merkst sofort einige Dinge. Wo hast du lange Pausen
  167. gemacht? Wo hast du nach Wörtern gesucht? Wo hast du dich vielleicht verhaspelt? Wo hast du immer wieder die gleichen einfachen Wörter benutzt? Woest
  168. du keine Alternativen zu good, zu bad, zu interesting, keine Ahnung. Ähm und genau diese Stellen sind die, die du dann verbessern kannst. Und das ist dann
  169. wichtig, das dann im nächsten Schritt anzugehen, also das noch mal zu machen und zwar so lange, bis man damit annähersweise zufrieden ist. Und häufig
  170. ist es so, dass es nach zwei oder drei Runden schon viel viel besser ist und die Schülerinnen und Schüler merken, hey, ich kann jetzt schon viel flüssiger
  171. sprechen und mir fällt das gar nicht mehr so schwer zu diesem Thema zu reden. Man muss dann natürlich noch sehen, dass in der Prüfung man ja vielleicht mit
  172. etwas konfrontiert wird, worauf man nicht vorbereitet ist, aber zumindest weiß man dann, wo die eigenen Schwächen sind, worauf man achten muss. Ein
  173. zweiter wichtiger Vorbereitungsschritt meiner Meinung nach ist das Lernen von Redemitteln. Ähm, damit meine ich diese kleinen sprachlichen Bausteine, die dir
  174. helfen, deine Gedanken zu strukturieren oder auf andere zu reagieren. Und ich meine nicht damit irgendwelche Texte auswendig zu lernen, sondern ähm es geht
  175. eben nicht darum, das ganze Monologe zu memorieren, auswendig zu lernen, sondern kleine Überleitungsformulierungen zu haben, Nachfragen parat zu haben. Was
  176. kann ich sagen, wenn ich etwas nicht verstanden habe? Was kann ich sagen, wenn ich gerade nicht weiter weiß? Das ist enorm hilfreich für diese
  177. Prüfungssituation. Also hab einfach ein kleines Set an Formulierung parat, dass du flexibel einsetzen kannst. Z.B. Formulierung, mit den du einen neuen
  178. Punkt einleitest oder ein Fazit formulierst. Sowas wie first of all, another aspect is that one advantage of this idea is that einfach solche kleinen
  179. Versatzstücke, die sind super super hilfreich. Fürs Fazit kann das sowas sein wie Inconclusion, all things considered, all in all, so to sum up.
  180. Diese Formulierungshilfen sind extrem nützlich und im Optimalfall habt ihr die sowieso von eurer Lehrerin oder eurem Lehrer schon als PDF oder so bekommen
  181. und [schnauben] das hat eben den Effekt, dass du dann in der Prüfungssituation nicht noch 1usend mal überlegen musst, wie es denn jetzt weitergehen könnte,
  182. sondern du hast einfach die sprachlichen Werkzeuge schon parat, mit denen du deine Argumente dann strukturieren kannst. Der dritte wichtige Punkt ist
  183. sicherlich dann das Üben des Zweinprüfungsteils, also das Üben von Dialogsituationen. Und das ist ungleich anspruchsvoller als das Üben von
  184. Monologen. Wir haben wir schon darüber gesprochen, das ist eben keine Präsentationsprüfung, sondern das ist vor allem auch ein Gespräch, diese
  185. Kommunikationsprüfung und Gespräche lassen sich am besten üben. Auch das klingt wieder trivial, indem man Gespräche führt oder miteinander
  186. spricht. Du kannst z.B. mit Freunden, mit Mitschülern, mit äh Familienmitgliedern ähm wenn sie ausreicht Englisch können, kleine
  187. Diskussion übel. Nehmt euch z.B. eine einfache typische Prüfungsfrage und versucht ein paar Minuten mal darüber zu sprechen. Also so Sachen wie hatten wir
  188. jetzt schon ein paar mal, should smartphones be banned in school, should school uniforms be introduced, is Social Media more helpful or more harmful for
  189. teenagers? All solche Fragen sind gute mögliche Fragen. Es geht gar nicht darum, dass das dann wirklich so ist, wie das in der Prüfung ist, sondern
  190. einfach, dass man ein Gefühl entwickelt für diese Situation, weil die dann oft doch ungewohnt einfach ist und je mehr man an etwas gewöhnt ist, desto besser
  191. und flexibler kann man dann auch in der Situation reagieren, wenn wenn es dann wirklich ernst wird. Und wenn ihr das dann macht, dann achtet darauf, dass ihr
  192. bewusst aufeinander reagiert. Ich sehe das ganz häufig, dass dann in diesen Gesprächen jeder seine Argumente vorbringt, aber das nicht miteinander in
  193. Verbindung steht und nicht miteinander wirklich interagiert, aufeinander eingegangen wird. Und das ist aber total wichtig für diese Kommunikationsprüfung.
  194. Also nicht nur eure Meinung sagen, sondern auch auf die Argumente des anderen eingehen. Also sowas wie okay, I see a point, but I think there is also
  195. another side to this. Das wäre jetzt mal das Minimum. Am besten ist natürlich noch, wenn man zu dem Point, den man sieht, dann auch noch was innerhaltlich
  196. sagen kann, warum das vielleicht so ist, warum man das nachvollziehen kann, diese Idee und dann aber den eigenen Punkt dann da andockt an der Stelle. Und je
  197. öfter du einfach solche kleinen Diskussionen übst, desto natürlicher fühlt sich diese Dialogphase dann in der späteren Prüfung auf jeden Fall auch an.
  198. Die Kommunikationsprüfung wirkt von außen betrachtet sehr, sehr stressig, aber eigentlich ist sie vielleicht auch eine Chance. Du kannst nämlich zeigen,
  199. dass du Englisch wirklich verwenden kannst und nicht nur Grammatik Regeln kennst oder die Theorie verstanden hast. Wenn du ein paar Redemittel parat hast,
  200. wenn du ruhig bleibst und versuchst das Gespräch aktiv mitzugestalten, dann bist du schon auf einem sehr, sehr guten Weg. Wenn dir dieses Video hier geholfen hat,
  201. dann lass gerne ein Like da, abonniere Easy Englisch und klick gerne auf die Glocke, damit du in Zukunft keine Videos mehr von mir verpasst. und ich wünsche
  202. dir jetzt ganz viel Erfolg beim Vorbereiten auf deine Kommunikationsprüfung und freue mich natürlich, wenn du beim
  203. nächsten Video hier wieder dabei bist. Und bis dahin wünsche ich dir wie immer eine gute Zeit. Yeah.

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