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Kommunikationsprüfung Englisch (Oberstufe) – Ablauf, Bewertung und Tipps
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 203 Zeilen
- Viele Schülerinnen und Schüler haben vor der Kommunikationsprüfung im Englischen Unterricht mehr Angst als vor einer normalen Klausur. Man muss spontan
- sprechen, jemand hört zu, vielleicht sogar zwei Lehrkräfte, die damit im Raum sitzen und viele denken, was mache ich, wenn mir plötzlich nichts mehr einfällt?
- In diesem Video zeige ich dir, wie die Kommunikationsprüfung normalerweise abläuft, worauf bei der Bewertung wirklich geachtet wird und vor allem,
- wie du dich vorbereiten kannst und was du tun kannst, wenn du im Gespräch festhängst.
- Starten wir wie immer erstmal mit den Basics. Was ist eigentlich die Kommunikationsprüfung? Die Kommunikationsprüfung ist eine mündliche
- Prüfung im Englischunterricht, die häufig eine Klausur ersetzt. Statt eines geschriebenen Textes wird hier aber die Fähigkeit von dir überprüft, Englisch
- aktiv zu verwenden. Und das bedeutet vor allen Dingen zwei Dinge. Du musst ein Thema strukturiert präsentieren und du musst mit einer anderen Person auf
- Englisch diskutieren. Die Prüfung findet also häufig als Paar Prüfung statt, manchmal auch in kleinen Gruppen. Hier ist schon mal wichtig vielleicht zu
- sagen, das sind immer im Detail Entscheidung der einzelnen Schulen. Also die Schulen können entscheiden, wie sie diese Kommunikationsprüfung
- ausgestalten. Es gibt so ein grobes Framework und darauf beziehe ich mich hier in diesem Video. Aber natürlich musst du vorher klären, wie das bei euch
- im eurem Unterricht konkret in der Situation ablaufen wird. Prüfung besteht so also aus zwei Teilen, einer Monologphase und einer Dialogphase. Und
- die genaue Dauer kann sich je nach Bundesland und Schule ein bisschen unterscheiden, aber in den meisten Fällen dauert eine Kommunikationsprüfung
- ungefähr 15 bis maximal 20 Minuten. Wenn ihr zu zweit geprüft werdet, was sehr häufig der Fall ist, denke ich, also soweit ich weiß, machen die meisten
- Schulen das so verteilt sich diese Zahl natürlich dann noch mal auf die beiden Personen. Also man muss die Gesamtdauer dann noch mal durch zwei teilen, weil
- beide ungefähr anlich die gleiche Zeit an Gesprächszeit haben sollten, damit es am Ende fair bleibt. Erste Teil dauert dann meistens etwa so 3 bis 5 Minuten
- pro Person und das bedeutet, du bekommst ein Material oder eine Aufgabe, hast kurz Zeit deine Gedanken zu ordnen und präsentierst dann die wichtigsten
- Punkte. Der zweite Teil dauert meistens etwas länger, oft ungefähr 8 bis 10 Minuten, aber es ist ja auch klar, weil das dann ja das Pan Gespräch ist und in
- diesem Pan Gespräch da sprecht ihr miteinander, ihr reagiert auf die Argumente des anderen und versucht gemeinsam eine Aufgabe zu lösen oder zu
- einer Entscheidung zu kommen. Auch das kommt natürlich wieder drauf an, was konkret an eurer Schule da gemacht wird in dieser Dialogfah. Was wichtig ist
- dabei, die Zeit wird natürlich nicht Sekunden genau dann pro Person gestoppt, wenn ein Gespräch gerade gut läuft, dann lassen Lehrkräfte das auch noch
- vielleicht ein bisschen weiter laufen und umgekehrt kann im Gespräch aber etwas kürzer sein, wenn das Wichtigste bereits gesagt worden ist. Soll heißen,
- man muss sich hier nicht unbedingt skisch an diese zeitlichen Vorgaben halten. Musst dir also gar nicht so sehr Sorgen machen, dass du exakt auf die
- Minute sprechen musst. Viel wichtiger ist, dass du deine Gedanken klar, ausdrück und aktiv am Gespräch teilnehmen kannst. Natürlich musst du
- grob einschätzen können, wie lange so ein Vortrag gerade im ersten Teil der Prüfung sein sollte. Also, wenn du 3 Minuten Zeit hast zu sprechen, dann
- sollst du natürlich nicht äh mit irgendwie zehn Planen oder so und auch nicht nach 20 Sekunden fertig sein. Aber äh ob es jetzt am Ende 3 Minuten sind
- oder dreieinhalb oder vier, das ist vielleicht nicht das entscheidende. In den meisten Schulen bekommst du vor der eigentlichen Prüfung eine kurze Phase,
- in der du das Material lesen, deine Gedanken ordnen kannst. Also kriegst ja irgendwas, wo du im ersten Teil der Prüfung
- drüber sprechen musst. Diese Vorbereitungszeitig liegt in der Regel irgendwo zwischen 10, 20. Ich habe auch schon mal 30 Minuten gesehen. So ist es
- z.B. bei uns in der Schule. Die genauer Dauer kann aber hier wie gesagt nach Schule, nach Bundesland dann noch mal variieren. In dieser Zeit bekommst du
- meistens die Aufgabenstellung und eventuell ein Material, z.B. ein Cartoon, so machen wir es bei uns, ein Bild, einen kurzen Text ähm oder keine
- Ahnung mehrere Vorschläge zur Diskussion. Das kommt ganz drauf an. Wichtig ist die Zeit ist nicht dafür gedacht einen kompletten Text
- auszufulieren. Das ist wahrscheinlich auch gar nicht möglich. Da reicht die Zeit gar nicht unbedingt. Viel sinnvoller ist es, wenn du die hier
- erstmal Stichpunkte notierst, z.B. zwei oder drei Hauptideen für deinen Monolog, mögliche Argumente oder wichtige Begriffe, die du benutzen möchtest. Und
- dann musst du natürlich auch in der Lage sein, mit deinen Stichpunkten irgendwas anzustellen. Das ist was, was im Optimalfall im Unterricht geübt werden
- sollte, aber das kannst du auch natürlich vorher üben. Darüber spreche ich gleich noch mal, wie man sich am besten auf diese Prüfung hier
- vorbereitet. nicht so eine gute Idee ist es hier unbedingt so einen ganzen Text auszufulieren, ganze Sätze zu schreiben. Ähm das führt auch dazu, dass am Ende
- das dann abgelesen wird einfach und ähm man dann darüber vielleicht sogar den Faden verliert und gar nicht so einen strukturierten Vortrag hinbekommt. Hier
- helfen wirklich kurze Stichwörter, die helfen dir deine Struktur im Blick zu behalten, ähm ohne dass du so richtig an einen auswendig gelernten Text gebunden
- bist. Manchmal ist das auch so, in Schulen habe ich gehört, dass das zu Hause vorbereitet wird, also dass man irgendwie in häuslicher Arbeit als
- Hausaufgabe oder so die Vorbereitung für die Kommunikationsprüfung erledigt. Das kann auch sein, aber ich würde sagen, hier gelten am Ende trotzdem die
- gleichen Regeln, aber ist natürlich noch ein bisschen netter, ähm weil man hier wirklich Zeit und Ruhe hat, das vernünftig vorzubereiten und dann kann
- vielleicht gar nicht mehr so viel schiefgehen. Wenn man das ordentlich macht, dann hat man schon mal eine sehr, sehr gute Grundlage für die
- Prüfungssituation an sich. Ich hatte jetzt gerade schon von diesen zwei Teilen gesprochen. Also in der Monologphase präsentierst du dann dein
- Thema oder analysierst ähm dein Material. Typische Aufgaben sind z.B. ein Cartoon analysieren, eine Fragestellung erklären oder Argumente zu
- einem Thema vorstellen. Eine einfache Struktur hilft dir dabei sehr und das ist tatsächlich einer der wichtigsten Tipps vielleicht auch für diese
- Monologphase. Versuch nicht einfach drauf loszureden, sondern orientiere dich an einer klaren Struktur. ähm klassische Struktur, eine Einleitung,
- dann meine Hauptaspekte, die über die ich sprechen möchte und ein Fazit. Also z.B. mit einer sehr kurzen Einleitung, der du erklärst, warum es in dein
- Beitrag gehen wird. Danach präsentierst du deine wichtigsten Punkte oder Argumente oder was auch immer gefordert ist und am Ende fasst du deine Gedanken
- noch einmal kurz zusammen oder gibst ein abschließendes Fazit. So eine Struktur hilft dir nicht nur dabei klarer zu sprechen, sie hilft auch den Prüferinnen
- und Prüfern deinem Gedankengang besser zu folgen. Manchmal ist das auch so, so ist z.B. für uns in der Schule, dass durch die Aufgabenstellung schon diese
- Struktur vorgegeben ist. Also, wir machen Kartonanalyse und dann muss man erst den Karton beschreiben, dann äh irgendwie analytisch darauf eingehen und
- am Ende noch mal eine eigene Meinung dazu zur Effektivität z.B. des Cartoons formuliert. Darin ist dann eben ja schon diese Struktur, ich gerade besprochen
- habe, einfach in den Aufgaben enthalten. Man kann sich so ein bisschen daran auch entlang hangeln, aber das muss nicht unbedingt so sein. Das kann auch
- natürlich ganz anders ausgestaltet werden. Im zweiten Teil diskutierst du dann mit einem Partner und hier geht's darum meistens gemeinsam eine Aufgabe zu
- lösen. Ich habe auch schon so konfrontative Varianten gesehen, wo man äh irgendwie gegensätzliche Rollen hat und dann eine bestimmte Streitfrage
- ausdiskutieren muss, finde ich für so eine Prüfungssituation gar nicht so geeignet unbedingt. Ich finde ein kooperativen Ansatz häufig viel viel
- besser, um einfach schon mal diese Angst auch rauszunehmen, dass irgendwie ein Partner so argumentativ völlig überlegen ist und den anderen in Kohle Boden
- argumentiert und die andere Person gar keine Chance hat irwie zu kommen. Das will man natürlich hier vermeiden und das funktioniert häufig besser, wenn man
- irgendwas gemeinsam lösen muss. Typische Aufgaben sind z.B. ganz praktische Entscheidungssituationen und genau das verunsichert vielleicht viele zuerst,
- weil sie gar nicht genau wissen, was damit eigentlich gemeint ist. eine Variante eine Entscheidung treffen. Damit ist z.B. gemeint, dass ihr am Ende
- des Gesprächs zu einem bestimmten Ergebnis kommen sollt. Also nicht nur einfach lose über das Thema so ein bisschen sich reden, sondern gemeinsam
- etwas festlegen. Das kann z.B. so aussehen, ihr sollt entscheiden, welches Schulprojekt, ihr habt drei Vorschläge zur Auswahl, welches Schulprojekt am
- sinnvollsten ist, welche Maßnahmen gegen keine Ahnung gegen Stress an Schulen am hilfreichsten wäre oder ähm welche der vorgegebenen Optionen am besten zu einer
- bestimmten Situation passt. Dann gibt's eine Variante vielleicht mit verschiedenen Optionen miteinander vergleichen, damit es gemeint, dass ihr
- mehrere Vorschläge, mehrere Materialien bekommt und diese gegeneinander abwägen soll. Also z.B. welche der vorgeschlagenen Ideen ist realistischer,
- welcher hat mehr Vorteile, welche Nachteile gibt es, welche Lösung passt am besten zur Aufgabenstellung. Dabei ist wichtig, dass du nicht nur deine
- eigene Meinung nennst und äh darauf beharrst, sondern zeigst, dass du auch vergleichen kannst, dass du abwägen kannst und dass du auch auf die Position
- und die Aspekte, die dein Partner nennt, denn der ist ja auch in der Prüfungssituation noch da und ähm das zeugt einfach von äh kommunikativer und
- sprachlicher Kompetenz, wenn man dazu in der Lage ist. Dann gibt's noch so eine Variante, wie habe ich auch schon öfter mal gesehen und auch gemacht. Ähm, dann
- geht's darum, Argumente zu sammeln und zu bewerten. Das bedeutet also ähm, dass ihr zu einer Frage gemeinsam Pro und Kontrargumente entwickelt und diese
- nicht nur nennt, sondern auch einschätzt. Das ist natürlich was, was dann spontan passiert. Ihr habt ja hier keine Vorbereitungszeit in der Regel,
- sondern müsst flexibel auf einen Impuls oder mehrere Impulse reagieren und dann kann man sich halt so Sachen überlegen, welches Argument ist wirklich stark,
- welches überzeugt vielleicht auch weniger, welche Folgen hätte eine bestimmte Entscheidung. Typisches Beispiel vielleicht so irgendwie Schutz
- Smartphones be banned in school. Und dann überlegt man sich ähm Argumente und dann reicht es eben nicht zu sagen, Handys sind gut oder schlecht, sondern
- ihr müsst dann natürlich Argumente sammeln, aufeinander reagieren, gegen Argumente einbeziehen und am besten am Ende zu einer begründeten, wichtig
- begründeten Position genannen. Also ganz konkret kann so eine Dialogaufgabe z.B. lauten: Your school wants to introduce a new project, discuss the different
- suggestions and agree on the best option oder your class on mental health. Compare the ideas and decide which one would have the biggest impact. Und dann
- muss man sich jetzt hier vorstellen, dass man da noch diese ideas eben vorgelegt bekommt. Das Wichtigste dabei ist, denke ich, und das soll auch so ein
- bisschen entlassen, du musst in der Dialogphase nicht perfekt klingen und auch nicht besonders elegant formulieren. Viel wichtiger ist, dass du
- aktiv mitarbeitest, auf deinen Partner eingehst, Gedanken weiterentwickelst und das Gespräch mit in Richtung Lösung führst. Das Ziel ist nicht perfekt zu
- sprechen, sondern zu zeigen, dass du auf Englisch sinntragend kommunizieren kannst. Dann sind wir eben auch schon bei der Frage, was eigentlich hier
- bewertet wird. Viele Schülerinnen und Schüler denken, sie müssten perfekt Englisch sprechen, um wirklich auch eine gute Note zu bekommen und das stimmt
- einfach nicht. Ganz wichtig ist nämlich auch natürlich wird der Inhalt auch bewertet. Also das, was du sagst, inhaltlich wird natürlich bewertet. Die
- Prüfer achten also nicht nur darauf, wie korrekt dein Englisch ist, sondern auch darauf, ob deine Ideen sinnvoll sind, ob du auf die Aufgabe eingehst und ob deine
- Argumente nachvollziehbar sind. Wenn du also z.B. eine so eine Aufgabe bekommst, wie ich die gerade beschrieben hatte, Shift Smartphones wie Band in School,
- dann reicht es nicht einfach nur ein paar Sätze dazu zu sagen. Entscheidend ist, ob du echte Argumente bringst, Beispiele nennst und deine Gedanken
- logisch erklärst. Hier könnte man z.B. Smartphones can be distracting in class because students might check messages or social media and set up listening to the
- teacher. However, can also be useful learning tools. For example, students can quickly research information or use educational apps. Und dann würde man
- hier vielleicht noch ins Detail gehen mit Beispielen arbeiten, das noch unterfüttern argumentativ, um die Argumente überzeugender zu machen. Und
- genau solche klaren, nachvollziehbaren Gedanken zeigen den Prüfern einfach, dass du dich wirklich mit dem Thema auseinandersetzt und darüber eben auch
- mit vernünftig mit einer anderen Person diskutieren, debattieren kannst. Neben dem Inhalt spielen dann vor allem vier sprachliche Aspekte eine Rolle. Da wä
- erstmal die Verständlichkeit. Das klingt erstmal sehr banal, ist aber tatsächlich extrem wichtig und die zentrale Frage hier lautet ganz einfach: "Kann man
- nicht gut verstehen?" Und dabei geht es vor allem um deine Aussprache und um deine Intonation. Du musst natürlich nicht wie ein Muttersprachler klingen,
- das erwartet wirklich niemand. Aber deine Wörter sollten klar genug ausgesprochen sein, sodass einerseits dein Gesprächspartner und natürlich auch
- die Prüferin und Prüfer dir problemlos folgen können. Wenn du z.B. ein bisschen deutschen Akzent hast, ja, dann ist es überhaupt kein Problem. Viel wichtiger
- ist, dass du deutlich sprichst und nicht zu schnell redest und deine Sätze klar strukturierst. Nicht zu schnell reden, muss ich mir auch immer wieder selber
- was sagen übrigens, denn man kennt das, wenn jemand sehr schnell spricht, viele Wörter verschluckt, Sätze abbricht, noch mal
- neu ansetzen muss, dann wird es für die Zuhörenden schwierig, dem zu folgen. Wenn du dagegen etwas langsamer sprichst, klar artikulierst und dein
- Gedanken Schritt für Schritt erklärst, dann wirkt dein Englisch auch automatisch viel sicherer. Der zweite Punkt ist dein Wortschatz. Hier geht es
- darum, ob du die sprachlichen Mittel hast, um deine Gedanken auszudrücken. Das bedeutet hier auch wieder nicht, dass du besonders komplizierte oder
- seltene Wörter benutzen musst. Es geht viel mehr darum, dass du passende Wörter findest, um deine Ideen zu erklären. Und da ist es natürlich ein riesen Vorteil,
- wenn man ein bisschen was an thematischen Worts drauf hat. Meistens sind diese Kommunikationsprof natürlich in eine Unterrichtsreihe zu irgendeinem
- Thema eingebettet. Und wenn man hier schon mal den thematischen Wortschatz zu diesem Themenbereich, ich sag mal z.B. Globalization oder Utopia, Distopia, was
- weiß ich, wenn man dafür Begriffe hat, die Begriffe und Wörter hat, um darüber vernünftig zu sprechen, dann ist das schon mal ein riesen Vorteil für diese
- Prüfungssituation. Und dann geht's natürlich auch ganz allgemein um so Metaboardschatz, also kannst du z.B. auf Englisch vor Nachteile beschreiben,
- kannst du ein Argument erklären, kannst du Beispiele nennen oder Konsequenzen beschreiben. Ein guter Wortschatz zeigt sich natürlich auch oft daran, dass du
- Dinge präzise ausdrücken kannst. Also nicht einfach nur good oder bad zu sagen, sondern effective, vielleicht problematic, useful oder unrealistic.
- Und auch hier gilt, es geht nicht darum möglichst kompliziert zu sein oder kompliziert zu klingen. Wenn du deine Gedanken klar erklären kannst, ist das
- viel wichtiger als besonders schwierige Wörter zu benutzen. Der dritte Punkt ist Grammatik. Ich glaube, viele Schülerinnen und Schüler haben hier die
- größte Angst, weil sie denken, jeder kleine Grammatikfehler würde sofort zu einer schlechten Note führen. In der Praxis ist das natürlich mal wieder
- nicht so. Natürlich sollten deine Sätze grundsätzlich korrekt aufgebaut sein. Also z.B. richtige Zeitformen, verständliche Satzstruktur und eine
- komplett falschen unverständlichen Konstruktion. Aber kleine Fehler passieren fast allen. Ähm und gerade in einer spontanen Gesprächssituation ist
- das natürlich völlig normal und auch absolut erwartbar. Wichtig ist vor allem am Ende, dass deine Sätze verständlich bleiben. Wenn du z.B. einen Fehler im
- keine Ahung Present Perfect machst, der Satz aber trotzdem klar verständlich ist, dann ist das in der Regel gar kein großes Problem. Oft wirkt dein Englisch
- vielleicht sogar besonders kompetent, wenn du komplexere Strukturen ausprobierst, selbst wenn dabei gelegentlich ein kleiner Fehler
- passiert. Der vierte Punkt und das ist auch gleich der am meisten unterschätzte ist die Kommunikationsfähigkeit oder kommunikative Kompetenz und das ist
- in vielen Fällen einfach der wichtigste Teil der Bewertung. Ähm hier geht's nämlich darum, wie gut du tatsächlich an einem Gespräch teilnehmen kannst und das
- noch eben dann in einer Fremdsprache. Das bedeutet z.B. auch so Dinge wie reagierst du auf das was dein Partner sagt, stellst du Fragen, greifst du
- Argumente auf und denkst sie vielleicht noch weiter. Stell dir z.B. mal vor, dein Partner sagt sowas wie I think smartphones should be banned in schools
- because they distract students. Und dann wäre vielleicht eine gute kommunikative Reaktion darauf. Oh, that's an interesting point. I agree that
- smartphones can be distracting, but I think they can also be very useful. Also man greift auf, was gesagt wird und geht hier in diesem Fall jetzt in eine andere
- Richtung damit weiter. Und das zeugt von kommunikativer Kompetenz. Und genau solche Momente zeigen den Prüferinnen und Prüfern, dass du wirklich
- kommunizieren kannst und nicht nur einzelne vorbereitete Sätze äh oder auswendig gelernte Sätze aufsagst. Fast alle Schülerinnen und Schüler haben
- Angst davor, plötzlich nicht mehr weiterz wissen. Das ist auch, glaube ich, ganz menschlich und nachvollziehbar. Und äh ich glaube,
- viele stellen sich einfach diese Situation vor. So, du sitzt dann da in der Prüfung und dein P hat gerade etwas gesagt und jetzt schauen alle auf dich
- und plötzlich ist dein Kopf einfach leer. Und das passiert äh ständig und immer und das passiert vor allen Dingen auch sehr sehr guten Schülerinnen und
- Schülern hin und wieder. Der wichtigste Tipp ist deshalb, wenn dir kurz nichts einfällt, dann ist es wirklich entscheidend erstmal ruhig zu bleiben
- und ähm dann im nächsten Schritt vielleicht nicht einfach zu schweigen, sondern Strategien an der Hand zu haben, wie man damit umgeht. Kurzphase von
- Stille sind kein Problem, aber wenn das länger wird, dann kann das natürlich in so einer Prüfungssituation problematisch sein. Mein Tipp wäre hier, nimm dir
- bewusst ein paar Sekunden Zeit ähm und habe Strategien parat, wie du dir auch Zeit verschaffen kannst. Ich nenne das immer Timefillers. Also kleine
- Formulierung, mit denen du einfach Zeit gewinnst, während du über deine Antwort nachdenkst. Z.B. kannst du sowas sagen wie hm let me think about that for a
- moment. Also einfach kommunizieren, was du tust und was in dir und mit dir vorgeht. Das ist schon mal sehr sehr nützlich. oder that's an interesting
- question oder auch sowas wie if I understand you correctly you mean that einfach noch mal eine Rückfrage stellen noch mal Klärung einholen und dann habe
- ich wieder Zeit um selber über meine Antwort nachzudenken. Mit solchen Sätzen passiert einfach was ganz wichtiges nämlich du bleibst im Gespräch und du
- signalisierst deinem Panner und den Prüfern, dass du noch dabei bist und nachdenkst und dich innerlich komplett schon abgeschaltet hast. Oft reicht
- einfach so ein kurzer Moment schon aus damit dir der nächste Gedanke einfällt und du wieder am Gespräch vernünftig teilnehmen kannst. Eine andere
- Situation, die vielleicht Sorgen macht, du hast dein Gesprächspartner gar nicht richtig verstanden. Vielleicht hat er sehr schnell gesprochen oder nutzt sehr
- viele Wörter, die du vielleicht nicht kennst. Vielleicht hast du auch nur einen Teil des Satzes gehört. Und auch hier gilt, das ist total normal und
- passiert in echten Unterhaltung im echten Leben ständig und immer und ist auch Regelfall in so Prüfungssituation natürlich. Und genau deshalb darfst du
- und sollst du vor allen Dingen auch natürlich nachfragen. Also zb kannst du so Sachen sagen wie sorry, could you repeat that oder what exactly do mean by
- that? Oder auch ganz konkreten Erfahrung. Did you mean that smartphones should be completely banned in class? So und dann ist wieder dieser Effekt da.
- Ich habe wieder den Ball zurückgespielt in die andere Hälfte des Feldes und jetzt ist mein Partner wieder dran und ich kann kurz mich sammeln und mich neu
- organisieren, mich neu aufstellen und dann äh weiterarbeiten. Und es ist auf gar keinen Fall alles ein Zeichen von Schwäche, sondern das ist ein Zeichen
- von Kompetenz. Ich bin in der Lage am Gespräch teilzunehmen, aktiv teilzunehmen, mitzudenken und ich bin auch kompetent, wenn es schwierig wird.
- Und das ist sicherlich auch etwas, was am Ende sehr, sehr positiv bewertet werden würde. Und letztendlich ist genau das ja auch das Ziel einer
- Kommunikationsprüfung zu zeigen, dass du Englisch in einer echten, also ganz echt ist es ja nicht, aber es ist zumindest annäherungsweise echt in einer echten
- Kommunikations und Gesprächssituation verwenden kannst. Ich hatte ja versprochen, dass ich am Ende noch was zur Vorbereitung sagen würde. Es kommt
- jetzt so ein bisschen drauf an, wie deine Vorbereitung aussieht. Hast du 15 Minuten in dem Vorbereitungsraum oder hast du 3 Wochen in häuslicher Arbeit?
- So oder so. In jedem Fall kannst du eine Sache machen vorher und zwar ist das den ersten Prüfungsteil, also den monologischen Teil zum Üben. Ähm ein
- sehr effektiver Weg sich auf diese Monologphase vorzubereiten, ist tatsächlich ziemlich simpel. Sprich laut über ein Thema und nimm dich dabei z.B.
- mal mit dem Handy auf. Mindestens mal Audio, Audio und Video ist häufig sogar noch aufschlussreicher. Es ist eine unangenehme Erfahrung möglicherweise,
- weil man sich dann so selber sieht und das gar nicht so gut haben kann, aber hier liegt unheimlich viel Potenzial für Verbesserung. Viele Schülerinnen und
- Schüler lernen nämlich einfach nur so im Kopf, also die setzen sich dann inhaltlich mit irgendwas auseinander oder stellen sich vor, wie das wäre, das
- zu machen oder darüber zu sprechen. Und das Problem ist aber, dass du in der Prüfung ja sprechen musst und nicht denken musst. Also, du musst auch
- denken, aber du musst ja dann deine Gedanken sprachlich formulieren und verpangen. Und dabei hilft es einfach enorm, wenn man den sprechenteil vorher
- wirklich trainiert hat. Das klingt jetzt trivial. Äh, ich sehe aber auch häufig und immer wieder, dass äh Schülerinnen und Schüler das einfach nicht machen.
- So, wie kannst du das jetzt machen? Also, du nimmst ja z.B. ein typisches Thema aus dem Unterricht. Keine Ahnung, kommt drauf an, was ihr gerade macht.
- Das könnte sowas sein wie Social Media, Climate Change, Schools, Stress, Influence of Technology. Das sind so typische Themen, die gerne in
- Kommunikationsprüfungen behandelt werden, weil sie relativ nah am Alltagserfahrung, am Alltagsleben von Schülerinnen und Schülern sind. Und
- jetzt stell dir vor, du müsstest dazu zwei oder 3 Minuten sprechen, je nachdem, was ihr so machen müsst und dann kannst du hingehen und dir eine
- Struktur überlegen für deinen ähm Vortrag und dann machst du den, dann machst du den einmal und guckst, was hat schon gut funktioniert und an welchen
- Stellen bin ich vielleicht hängen geblieben. Und dann muss man eben überlegen, woran lag das denn, dass ich hängen geblieben bin? Hatte ich ein Wort
- nicht, hatte ich eine Überleitungsformulierung nicht, habe ich vielleicht gemerkt, dass das, was ich da erzählt habe, gar nicht stimmt oder dass
- ich das vorher schon zweimal auf andere Art und Weise gesagt habe und ich das gar nicht noch mal wiederholen wollte. Und das sind dann so diese
- Optimierungspunkte an den man dann arbeiten kann. Ja, wenn du deine, ich hätte gesagt, Aufnahme im besten Fall am Ende dann anhörst oder
- dir anschaust, dann ist es natürlich wichtig, ähm das auch kritisch auszuwerten. Also, du merkst sofort einige Dinge. Wo hast du lange Pausen
- gemacht? Wo hast du nach Wörtern gesucht? Wo hast du dich vielleicht verhaspelt? Wo hast du immer wieder die gleichen einfachen Wörter benutzt? Woest
- du keine Alternativen zu good, zu bad, zu interesting, keine Ahnung. Ähm und genau diese Stellen sind die, die du dann verbessern kannst. Und das ist dann
- wichtig, das dann im nächsten Schritt anzugehen, also das noch mal zu machen und zwar so lange, bis man damit annähersweise zufrieden ist. Und häufig
- ist es so, dass es nach zwei oder drei Runden schon viel viel besser ist und die Schülerinnen und Schüler merken, hey, ich kann jetzt schon viel flüssiger
- sprechen und mir fällt das gar nicht mehr so schwer zu diesem Thema zu reden. Man muss dann natürlich noch sehen, dass in der Prüfung man ja vielleicht mit
- etwas konfrontiert wird, worauf man nicht vorbereitet ist, aber zumindest weiß man dann, wo die eigenen Schwächen sind, worauf man achten muss. Ein
- zweiter wichtiger Vorbereitungsschritt meiner Meinung nach ist das Lernen von Redemitteln. Ähm, damit meine ich diese kleinen sprachlichen Bausteine, die dir
- helfen, deine Gedanken zu strukturieren oder auf andere zu reagieren. Und ich meine nicht damit irgendwelche Texte auswendig zu lernen, sondern ähm es geht
- eben nicht darum, das ganze Monologe zu memorieren, auswendig zu lernen, sondern kleine Überleitungsformulierungen zu haben, Nachfragen parat zu haben. Was
- kann ich sagen, wenn ich etwas nicht verstanden habe? Was kann ich sagen, wenn ich gerade nicht weiter weiß? Das ist enorm hilfreich für diese
- Prüfungssituation. Also hab einfach ein kleines Set an Formulierung parat, dass du flexibel einsetzen kannst. Z.B. Formulierung, mit den du einen neuen
- Punkt einleitest oder ein Fazit formulierst. Sowas wie first of all, another aspect is that one advantage of this idea is that einfach solche kleinen
- Versatzstücke, die sind super super hilfreich. Fürs Fazit kann das sowas sein wie Inconclusion, all things considered, all in all, so to sum up.
- Diese Formulierungshilfen sind extrem nützlich und im Optimalfall habt ihr die sowieso von eurer Lehrerin oder eurem Lehrer schon als PDF oder so bekommen
- und [schnauben] das hat eben den Effekt, dass du dann in der Prüfungssituation nicht noch 1usend mal überlegen musst, wie es denn jetzt weitergehen könnte,
- sondern du hast einfach die sprachlichen Werkzeuge schon parat, mit denen du deine Argumente dann strukturieren kannst. Der dritte wichtige Punkt ist
- sicherlich dann das Üben des Zweinprüfungsteils, also das Üben von Dialogsituationen. Und das ist ungleich anspruchsvoller als das Üben von
- Monologen. Wir haben wir schon darüber gesprochen, das ist eben keine Präsentationsprüfung, sondern das ist vor allem auch ein Gespräch, diese
- Kommunikationsprüfung und Gespräche lassen sich am besten üben. Auch das klingt wieder trivial, indem man Gespräche führt oder miteinander
- spricht. Du kannst z.B. mit Freunden, mit Mitschülern, mit äh Familienmitgliedern ähm wenn sie ausreicht Englisch können, kleine
- Diskussion übel. Nehmt euch z.B. eine einfache typische Prüfungsfrage und versucht ein paar Minuten mal darüber zu sprechen. Also so Sachen wie hatten wir
- jetzt schon ein paar mal, should smartphones be banned in school, should school uniforms be introduced, is Social Media more helpful or more harmful for
- teenagers? All solche Fragen sind gute mögliche Fragen. Es geht gar nicht darum, dass das dann wirklich so ist, wie das in der Prüfung ist, sondern
- einfach, dass man ein Gefühl entwickelt für diese Situation, weil die dann oft doch ungewohnt einfach ist und je mehr man an etwas gewöhnt ist, desto besser
- und flexibler kann man dann auch in der Situation reagieren, wenn wenn es dann wirklich ernst wird. Und wenn ihr das dann macht, dann achtet darauf, dass ihr
- bewusst aufeinander reagiert. Ich sehe das ganz häufig, dass dann in diesen Gesprächen jeder seine Argumente vorbringt, aber das nicht miteinander in
- Verbindung steht und nicht miteinander wirklich interagiert, aufeinander eingegangen wird. Und das ist aber total wichtig für diese Kommunikationsprüfung.
- Also nicht nur eure Meinung sagen, sondern auch auf die Argumente des anderen eingehen. Also sowas wie okay, I see a point, but I think there is also
- another side to this. Das wäre jetzt mal das Minimum. Am besten ist natürlich noch, wenn man zu dem Point, den man sieht, dann auch noch was innerhaltlich
- sagen kann, warum das vielleicht so ist, warum man das nachvollziehen kann, diese Idee und dann aber den eigenen Punkt dann da andockt an der Stelle. Und je
- öfter du einfach solche kleinen Diskussionen übst, desto natürlicher fühlt sich diese Dialogphase dann in der späteren Prüfung auf jeden Fall auch an.
- Die Kommunikationsprüfung wirkt von außen betrachtet sehr, sehr stressig, aber eigentlich ist sie vielleicht auch eine Chance. Du kannst nämlich zeigen,
- dass du Englisch wirklich verwenden kannst und nicht nur Grammatik Regeln kennst oder die Theorie verstanden hast. Wenn du ein paar Redemittel parat hast,
- wenn du ruhig bleibst und versuchst das Gespräch aktiv mitzugestalten, dann bist du schon auf einem sehr, sehr guten Weg. Wenn dir dieses Video hier geholfen hat,
- dann lass gerne ein Like da, abonniere Easy Englisch und klick gerne auf die Glocke, damit du in Zukunft keine Videos mehr von mir verpasst. und ich wünsche
- dir jetzt ganz viel Erfolg beim Vorbereiten auf deine Kommunikationsprüfung und freue mich natürlich, wenn du beim
- nächsten Video hier wieder dabei bist. Und bis dahin wünsche ich dir wie immer eine gute Zeit. Yeah.
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