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Globale Herausforderungen Klimawandel | Abitur Geographie BW #abi
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 157 Zeilen
- Hey, am Ende dieses Videos kannst du bei dem Thema der globalen Herausforderung Klimawandel die Ursachen und Dimensionen des Klimawandels auf der Grundlage
- aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse erläutern und aktuelle Maßnahmen gegen und Anpassungsstrategien an den Klimawandel unter dem Aspekt der
- nachhaltigen Entwicklung auf unterschiedlichen Maßstabsebenen bewerten. Let's go. Abiturrelevante Begriffe, die du in diesem Video
- kennenlernst, sind Klimawandel, Treibhausgas, der natürliche Treibhauseffekt, anthropogener Treibhauseffekt, globale
- Durchschnittstemperatur, Klimaziel, Klimaschutz, Reduktion der Treibhausgase, Kohlenstoffdioxidsenke, Geo-Engering und Anpassungsstrategie.
- Der Klimawandel ist eine der zentralen globalen Herausforderungen unserer Zeit. Aber im Abitur reicht es nicht einfach nur zu sagen, dass es wärmer wird. Du
- musst erklären können, warum sich das Klima verändert, wodurch der heutige Klimawandel angetrieben wird, welche Folgen daraus entstehen können und wie
- Gesellschaften darauf reagieren. Und genau das machen wir jetzt Schritt für Schritt. Außerdem schauen wir uns mit Bangladeschbeispiel
- an, an dem du besonders gut erkennen kannst, dass der Klimawandel nicht nur ein ökologisches Problem ist, sondern auch eine Frage von Gerechtigkeit,
- Vulnerabilität und Resilienz. Hier vernetzen die beiden Themenbereiche globale Herausforderung, Klimawandel und Naturgefahr und Verwundbarkeit perfekt.
- Oftmals spielt aber auch der Themenbereich disparitäre Entwicklung und damit indirekt auch die Globalisierung eine große Rolle. Durch
- diesen komplexen Zusammenhang und die Vernetzung zwischen den Themen ist es besonders im Abitur beliebt und natürlich für unsere Gesellschaft und
- Zukunft auch von höchster Relevanz. Der Klimawandel steht im Zusammenhang mit dem Leitbild der nachhaltigen Entwicklung. Nachhaltige Entwicklung
- bedeutet, dass die heutige Generation ihre Bedürfnisse so befriedigt, dass die Möglichkeit zukünftiger Generation nicht gefährdet wird. Dabei müssen
- verschiedene Dimensionen gleichzeitig berücksichtigt werden, die ökologische, die ökonomische, die soziale und häufig wird mittlerweile auch die politische
- Dimension ergänzt. Dann spricht man eben nicht mehr von dem Nachhaltigkeitsdreieck klassischerweise, sondern von diesem
- Nachhaltigkeitsviereck, dass ich hier auch nachgebildet habe. Für das Abitur ist wichtig, Nachhaltigkeit bedeutet also nicht nur
- Umweltschutz. Es geht um ökologische Tragfähigkeit, ökonomische Leistungsfähigkeit, soziale Gerechtigkeit und politische
- Stabilität. Ein globales Leitbild für die Erde wurde 1992 auf der Konferenz von Rio de Janeiro
- formuliert. Mit der Agenda 2030 wurden daraus 2015 die 17 Sustainable Development Goals, also die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten
- Nationen. Der Klimawandel ist also kein isoliertes Einzelproblem, sondern Teil einer viel größeren globalen Herausforderung. Diese Ziele betreffen
- unter anderem erstens keine Armut. Zweitens, kein Hunger. Drittens, Gesundheit und Wohlergehen. Viertens, hochwertige Bildung. Fünftens,
- Geschlechtergleichheit. Sechstens, sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen. Siebtens, bezahlbare und saubere Energie. Achtens,
- menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum. Neuntens, Industrie, Innovation und Infrastruktur. Zehntens, weniger Ungleichheiten.
- Nachhaltige Städte und Gemeinden. 12ens, nachhaltiger Konsum und Produktion. 13 Maßnahmen zum Klimaschutz, 14 Leben Unterwasser, 15 Leben an Land 16
- Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen und 17 Partnerschaften zur Erreichung dieser Ziele. In Bezug auf den Klimawandel, also die globale
- Herausforderung Klimawandel ist natürlich das SG13 Maßnahmen zum Klimaschutz äußerst relevant. Aber ich habe ja gerade schon gesagt, die
- Vernetzungen zwischen den Bereichen sind hier sehr, sehr hoch. Wenn man heute vom Klimawandel spricht, ist damit vor allem die vergleichsweise schnelle und starke
- globale Temperaturerhöhung der letzten etwa 150 Jahre gemeint. Wenn man also den Umgang mit dem Klimawandel genauer anschaut, werden drei grundlegende
- Strategien unterschieden. Erstens, die Vermeidung der Ursache, wird auch Mitigation genannt. Zweitens die Anpassung an die unvermeintlichen
- Folgen, also Adaption und drittens technische Eingriffe in das Klimasystem, das nennt man Geoengineering. Diese drei Begriffe solltest du im Abitur definitiv
- sauber definieren und voneinander abgrenzen können. Verwende diese Begriffe auch auf jeden Fall, wenn es eine Aufgabe zum Thema Klimawandel gibt.
- Gab es den Klimawandel nicht schon immer? Ja, und das ist genau ein ganz ganz wichtiger Punkt, denn Klimaänderungen an sich sind nichts
- ungewöhnliches. Das Klima der Erde hat sich im Laufe der Erdgeschichte also immer wieder verändert. Es gab also immer schon natürliche
- Klimaschwankungen. Ausgelöst werden sie z.B. durch Schwankungen der Sonnenaktivität, Veränderungen der Erdbahnparameter,
- tektonische Prozesse, Veränderung der Landmeerverteilung oder große Vulkanausbrüche. Das bedeutet, Klimaänderungen an sich
- sind eben nichts ungewöhnliches. Aber jetzt kommt der entscheidende Unterschied. Der aktuelle Klimawandel wird mit sehr hoher Sicherheit
- anthropogen, das heißt vom Menschen verursacht eingeordnet. Und genau das musst du fastsprachlich sauber formulieren. Natürliche
- Klimaschwankungen existieren, aber der heutige schnelle globale Temperaturanstieg ist überwiegend anthropogen bedingt. Warum ist die
- Wissenschaft sich da dann jetzt so sicher? Wir schauen uns jetzt die wissenschaftlichen Belege diesbezüglich an. Zuerst die Geschwindigkeit der
- Erwärmung. Die globale Durchschnittstemperatur steigt seit dem späten 19. Jahrhundert, also dem Start der Industrialisierung, besonders stark
- seit den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts deutlich an. Diese Geschwindigkeit lässt sich nicht überzeugend allein mit natürlichen
- Schwankungen erklären, denn es gab keine natürlichen Schwankungen, die so etwas bewirkt haben. Zweitens, das Erwärmungsmuster. Die Erwärmung findet
- vor allem in der Troposphäre statt, also da, wo wir auch leben, wo unser Wetter stattfindet, in der unteren Atmosphärenschicht,
- in der sich eben auch die von Menschen emitierten Treibhausgase konzentrieren. Wäre die Sonne der Hauptantrieb, müsste sich die Atmosphäre anders erwärmen.
- Drittens, die nächtliche Ausstrahlung. Wenn die Konzentration von Treibhausgasen steigt, wird nachts mehr Wärme in der Atmosphäre zurückgehalten.
- Und genau dieses Muster lässt sich beobachten. Viertens, die Korrelation zwischen Treibhausgasen und Temperaturanstieg. Die starke Erwärmung
- der letzten Jahrzehnte passt deutlich besser zur Zunahme anthropogener Treibhausgase als zur Veränderung des Solaren Antriebs beispielsweise.
- Fünftens, der Süßeffekt. Fossiles CO2 lässt sich nachweisen, weil ihm aufgrund seines hohen Alters das radioaktive Kohlenstoffisotop C14 fehlt.
- Dadurch kann gezeigt werden, dass zusätzliches CO2 tatsächlich aus der Verbrennung fossiler Energieträger stammt. Und sechstens, Klimamodelle.
- Simulationen zeigen, dass die beobachtete Erwärmung nur dann realistisch nachgebildet werden kann, wenn neben dem natürlichen auch
- anthropogene Antriebsfaktoren berücksichtigt werden. Die Kanaussage ist also eindeutig. Der aktuelle Klimawandel ist nicht einfach nur eine
- natürliche Schwankung, sondern im Wesentlichen Anthropogen verursacht. Um das Ganze zu verstehen, musst du erst den natürlichen Treibhauseffekt kennen.
- Die Atmosphäre ist für kurzwellige Sonneneinstrahlung weitgend durchlässig. Mit Ausnahme der UV-Strahlung, das sieht man jetzt hier in dem Bild ganz gut, die
- wird von der Ozonschicht absorbiert. Die Erde nimmt kurzwellige Sonnenstrahlung auf und gibt Energie als langwellige Wärmestrahlung, also als
- Infrarotstrahlung, wieder ab. Treibhausgase in der Atmosphäre absorbieren einen Teil dieser langweiligen Strahlung. Dadurch wird
- nicht die gesamte Wärme direkt in den Weltraum wieder abgegeben und das ist zunächst etwas völlig normales und sogar für den Menschen lebensnotwendig. Ohne
- den natürlichen Treibhauseffekt wäre es auf der Erde viel zu kalt. Der natürliche Treibhauseffekt ist also lebensnotwendig, weil er dafür sorgt,
- dass die globale Mitteltemperatur auf der Erde bei etwa 15° CSUS liegt und nicht bei ungefähr -18°CUS, wie es ohne den natürlichen
- Treibhauseffekt wäre. Problematisch wird es erst durch die anthropogene Verstärkung dieses Effekts. Der Mensch erhöht durch seine Aktivität die
- Konzentration bestimmter Treibhausgase in der Atmosphäre. Genau hier spielen Dreiphausgase eine zentrale Rolle. Gase wie Kohlenstoffdioxid, Methan, Lachgas
- oder auch Wasserdampf absorbieren einen Teil dieser langweiligen Ausstrahlung und senden sie in alle Richtungen wieder zurück, auch wieder zur Erdoberfläche.
- Dadurch wird die Wärme in der unteren Atmosphäre gespeichert. Wir sprechen von dem anthropogenen Treibhauseffekt. Zu den zentralen Treibhausgasen gehören
- Kohlenstoffdioxid, also CO2, Methan CH4, Distickstoffmonoxid N2O, troposphärisches Ozon, FCKW und auch Wasserdanz. Für den Anthropogen
- Dreipauseffekt spielt CO2 eine besonders große Rolle. Er trägt nämlich am stärksten zur zusätzlichen Erwärmung bei. Danach folgt vor allem Methan und
- die Stickstoffmoxid. Wichtig ist auch das Konzept des der CO2 Äquivalente. Damit wird die Klimawirkung unterschiedlicher Gase vergleichbar
- gemacht. Ein Methanmolekül wirkt z.B. deutlich stärker erwärmend als ein CO2 Molekül mit dem Faktor 28. Das bedeutet, ein Gas kann mengenmäßig zwar kleiner
- auftreten, aber trotzdem klimatisch sehr wirksam sein, wie man am Beispiel von Methan sehr gut sehen kann. Schau dir hier auch unbedingt das Video zum Aufbau
- Funktion und Zusammensetzung der Atmosphäre an. Die wichtigsten Quellen sind die Verbrennung fossiler Energieträger, die Industrieproduktion
- der Verkehr, der Gebäudesektor und die Landwirtschaft. Einige Beispiele. CO2 entsteht vor allem durch Kohle, Erdöl und Erdgas. Methan entsteht unter
- anderem im Reisanbau und in der Massentierhaltung. Die Stickstoffmoxid hängt stark mit dem Stickstoffhaltigen Dünger in der
- Landwirtschaft zusammen. Diese globale Erwärmung bleibt aber nicht ohne Folgen. Dazu gehört unter anderem das Abschmelzen von Gletschern und polaren
- Eismassen, der Meeresspiegelanstieg, die Zunahme von Extremwetterereignissen, die Veränderung von Klimazonen sowie die Belastung für Ökosysteme und dadurch
- Landwirtschaft und menschliche Lebensräume. Damit wird klar, der Klimawandel ist nicht nur ein Problem einzelner Fabriken, des Verkehrs,
- einzelner Gebäude oder auch nur eines kleinen Teils der Landwirtschaft, sondern eng mit unserem gesamten Wirtschafts und unserer Lebensweise
- verbunden. Hier musst du im Abitur nämlich extrem differenzieren, wenn es um das Thema Verantwortung geht. Historisch betrachtet haben nämlich vor
- allem die Industriestaaten seit Beginn der Industrialisierung besonders viele Emissionen verursacht. Schaut man auf die absoluten Emissionen heute,
- konzentriert sich ein großer Teil auf wenige Staaten, nämlich vor allem China, die USA, Indien, Russland und Japan. Jetzt sind wir aber bei dem Problem,
- z.B. wir in Deutschland konsumieren auch extrem viel Produkte aus China, wodurch wir natürlich auch zum Teil für die Emotionen in China verantwortlich sind.
- Schaut man auf die Emission pro Kopf, dann liegen oft wirtschaftsstarke Staaten der Länder mit intensiver Nutzung fossiler Energieträger weit
- vorne, wie beispielsweise auch Deutschland. Und genau hier wird das Thema politisch und auch moralisch pressant, denn nicht alle Länder tragen
- in gleich Maß zum zur Ursache bei, aber die Folgen treffen eben viele Staaten des globalen Südens besonders hart. Besonders pressant wird das Thema also
- dort, wo die Verantwortung für den Klimawandel und die Betroffenheit durch seine Folgen weit auseinanderfallen und verschiedene Länder betreffen. Und genau
- das zeigt ein Land besonders, nämlich Bangladesch. Es ist ein Land mit sehr geringen Brook Kopf Emissionen, das besonders stark unter Überschwemmung,
- Wirbelstürme, Bodenversalzung und Meeresspiegelanstieg leidet. Der Klimawandel ist also nicht nur eine ökologische Krise, sondern auch eine
- Frage globaler Gerechtigkeit. Bangladeschört zu den Ländern, die besonders stark unter den Folgen des Klimawandels leiden, obwohl sie eben die
- CO2 Emission pro Kopf sehr niedrig halten. Warum ist Bangladesch gefährdet? Erstens wegen seiner naturräumlichen Lage, denn große Teile des Landes liegen
- in flachen Delta und Küstenräumen, schon ein vergleichsweise geringer Meeresspiegelanstieg kann nämlich in Bangladesch große Flächen überfluten.
- Zweitens, wegen der hohen Exposition gegenüber Naturgefahren. Dazu gehören vor allem tropische Wirbelstürme, Überschwemmungen, Starkliederschläge,
- dürre Perioden und eben vor allem auch langfristig der Meeresspiegelstieg. Dann drittens wegen der hohen Vulnerabilität. Viele Menschen leben von
- der Landwirtschaft. Finanzielle Mittel sind begrenzt. Schutzmaßnahmen können nur eingeschränkt umgesetzt werden und die Resilienz ist insgesamt deutlich
- geringer als den Wohlhabenderen Industriestaaten. Die Folgen sind letztlich also massiv. Hier stellt sich die Frage nach der
- Gerechtigkeit. Wir haben Küstenerosion, Bodenversalzung, Verlust von Siedlungs und Nutzflächen, Gesundheitsprobleme, Binmigrationen, die Städte und der Umbau
- ganzer Wirtschaftsweisen. Das ist besonders bitter, denn Bangladeschägt eben, wie gesagt nur wenig zur globalen Erwährung bei. An Bangladesch kannst du
- auch vier [schnauben] zentrale Begriffe sehr gut erklären. Naturgefahr oder Hazard bedeutet zunächst, dass ein Naturereignis nämlich grundsätzlich das
- Potenzial hat, Menschen oder Sachgüter zu schädigen. Zum Risiko wird daraus aber erst im Zusammenspiel mit menschlicher Nutzung. Wenn Menschen in
- hochwassergefährderten Küstenräumen oder Flussauen siedeln, steigt das Risiko sehr stark an. Dann kommt die Vulnerabilität ins Spiel. Sie
- beschreibt, wie verletzlich eine Gesellschaft gegenüber solchen Ereignissen ist. Dabei spielen politische, wirtschaftliche und soziale
- Faktoren eine große Rolle und das Gegenstück dazu ist die Resilienz, also die Widerstandsfähigkeit, denn eine Gesellschaft mit guter Infrastruktur,
- funktionierendem Katastrophenschutz, finanzielle Mittel und politische Handlungsfähigkeit kann Krisen deutlich besser bewältigen. Ganz wichtig, nicht
- allein die Naturgefahr entscheidet über das Katastrophenrisiko, sondern vor allem die gesellschaftliche Verwundbarkeit. Schau dir unbedingt hier
- das Thema ähm schau dir auch unbedingt hier das Video zu den Naturgefahren und Verwundbarkeit an. Da findest du das Ganze noch etwas ausführlicher und
- kannst dann die beiden Themen auch viel viel besser miteinander vernetzen. Genau diesen Zusammenhang bildet der Weltrisikoindex ab. Er kombiniert die
- Exposition gegenüber Naturgefahren mit der Vulnerabilität einer Gesellschaft. Und diese Vulnerabilität wiederum wird über drei Bereiche genauer
- aufgeschlüsselt, nämlich die Anfälligkeit, Bewältigung und Anpassung. Damit zeigt der Weltrisikoindex, ein Staat kann stark exponiert sein, aber
- trotzdem ein vergleichbares geringes Risiko haben, wenn seine Resilienz groß ist. Umgekehrt kann ein Land mit geringen Mitteln deutlich stärker
- gefährdet sein. Deshalb ist der Klimawandel immer auch ein Thema von Entwicklung, Infrastruktur, Staatlichkeit und Vorsorge. Bitte
- pausier das Video jetzt gerne einmal und such unbedingt die Karte im Atlas zum Weltrisikoindex heraus. Du findest da nämlich beispielsweise auch Karten zur
- Naturgefahr, Vulnerabilität und dann musst du in der Regel auch viel weniger lernen, da du die Berechnungen dazu im Atlas findest. Der Weltrisikoindex zeigt
- vor allem die Disparität der einen Welt und stellt zwingend die Frage nach Klimagerechtigkeit und wie man ein eine einheitliche Lösung findet mit den
- massiven Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel umzugehen. Die erste große Strategie heißt Mit Klimaschutz durch Vermeidung
- der Ursachen. Ziel ist die Reduktion der Treibhausgasemission. Dazu gehören beispielsweise die Abkehr von fossilen Energieträgern, der Ausbau erneuerbaren
- Energien, energieeffiziente Technologien, gesetzliche Vorgaben, CO2 Bepreißung und Emissionshandel. International ist hier vor allem das
- Pariser Klimaabkommen von 2015 zentral, denn dort wurde vereinbart, dass die globale Erwärmung auf deutlich unter 2° und möglichst auf 1,5° gegenüber dem
- vorustriellen Niveau zu begrenzen ist. Das Problem ist aber, zwischen den politischen Zielen und den tatsächlich umgesetzten Maßnahmen besteht bis heute
- eine enorme Lücke. Und genau das ist ein klassischer Punkt für die Bewertung im Abitur, denn die Ziele sind ambitioniert, die Umsetzung reicht aber
- bislang vielfach noch nicht aus. Wenn du Klimaschutz erklärst, solltest du außerdem diese drei Begriffe sicher beherrschen. CO2 Neutralität bedeutet,
- dass nicht mehr CO2 ausgestoßen wird, als gleichzeitig durch Senken wieder aufgenommen oder kompensiert werden kann. Dekarbonisierung bedeutet die
- Abkehr von kohlenstoffhaltigen Energieträgern, also vor allem von Kohle, Gas und Öl. Und CO2 Senken sind Systeme, [räuspern]
- die es CO2 aufnehmen und speichern. So etwas wie vor allem Wälder und Ozeane. Aber auch hier gibt's ein Problem, denn wenn Wälder wieder zerstört werden, wie
- z.B. durch Rodung oder Zerstörung des Regenwaldes, können sie von einer CO2 Senke zu einer massiven CO2 Quelle werden. Ein weiteres wichtiges
- Instrument ist der Emissionshandel in der EU seit 2005 ein zentrales Werkzeug der Klimapolitik. Das Grundprinzip ist einfach. Für bestimmte Bereiche wird
- eine Obergrenze für Emission festgelegt und Unternehmen erhalten und kaufen Emissionszertifikate. Wer weniger ausstößt als erlaubt, kann
- überschüssige Zertifikate verkaufen. Wer mehr ausstößt, muss zusätzliche Rechte kaufen. Dadurch entsteht ein Preis auf CO2, der einen Anreist schaffen soll,
- Emission zu senken. Das heißt, Emissionshandel wird zu einem marktwirtschaftlichen Instrument. Im Abitur kannst du das Positiv als
- flexibles Steuerungsinstrument der Politik einordnen, aber auch kritisch hinterfragen, ob es allein ausreicht, um sehr ambitionierte Klimaziele
- tatsächlich zu erreichen. Selbst wenn morgen weltweit drastisch Emissionen gesenkt würden, wären viele Folgen des Klimawandels bereits nicht mehr
- vollständig vermeidbar. Deshalb braucht es neben der Mitigation auf jeden Fall auch die Adaption, also Anpassung. Anpassung kann verschiedene Formen
- annehmen, nämlich technische Maßnahmen wie Deichbau, Verhaltensänderungen, etwa Verhalt verändertes Mobilitätsverhalten und politische Maßnahmen, etwa Gesetze
- zur Wassernutzung. Und hier ist wichtig, Anpassung bedeutet nicht, dass man den Klimawandel einfach hinnimmt. Er bedeutet realistisch
- mit bereits eintretenden oder erwartsbaren Folgen umzugehen. Ein Beispiel ist der Kletscherschwund. Im Himalaya gefährdet das verstärkte
- Abschmilzen der Gletscher die Wasserversorgung von rund 1,6 Milliarden Menschen. Gleichzeitig steigt das Hochwasserrisiko dadurch an. Auch in den
- Alpen gibt es Anpassungsmaßnahmen, etwa das Abdecken von Gletschern mit reflektierenden Planen. Ein anderes Beispiel ist die Landwirtschaft. Der
- Klimawandel verschlechtert zwar in vielen Regionen die Anbaubedingungen durch Dürre und Hitzewellen, aber in anderen Räumen verschieben sich die
- Anbaugrenzen nach Norden. Dadurch entstehen eben teils auch neue Nutzungsmöglichkeiten wie in Grönland oder eben den nordischen Ländern.
- Anpassungsmaßnahmen sind z.B. Staudämme, Wasserverteilungsverträge oder technische Lösung zur sessionalen Wasserspeicherung. Für das Abitur ist
- ein Begriff hier relevant, nämlich Ambivalenz. Anpassung ist nicht nur Schadensbegrenzung, sie kann je nach Raum auch neue Chancen eröffnen, aber
- diese Chancen sind eben sehr ungleich verteilt. Die dritte Strategie heißt Geoengineering. Darunter versteht man gezielte
- technische Eingriffe in das Klimasystem. Dabei gibt's zwei große Ansätze, nämlich erstens Carbonioxid Removal, also ein Verfahren, das CO2 aktiv aus der
- Atmosphäre entfernen soll. Dazu gehört etwa Aufstung, ähm Direct Air Capture und die Speicherung von CO2. Zweitens, Solar Radiation Management, also ein
- Teil der Sonneinstrahlung soll wieder reflektiert werden. Das geht beispielsweise über Aerosole in der Stratosphäre oder künstliche
- Wolkenbildung oder auch Satelliten, die eben ins Weltall geschossen werden, um ein Teil der Sonneinstrahlung zu reflektieren. Geoengineering ist hoch
- umstritten. Befürworter sagen, ohne solche Maßnahmen könnte man die Klimaziele kaum noch erreichen. Kritiker waren das Klimasystem ist extrem komplex
- und es könnten neue massive Nebenwirkungen entstehen. Das ist ein typisches Feld für eine Bewertung, Beurteilung oder Erörterung im Abitur.
- Anthropogene Emissionen führen zur Verstärkung des Treibhauseffekts. Die globale Durchschnittstemperatur steigt und dadurch nehmen Klimavfolgen und
- klimabezogene Naturgefahren zu. Ob daraus Katastrophen entstehen, hängt aber nicht nur von der Naturgefahr selbst ab, sondern auch von Exposition,
- Vulnerabilität und Resilienz. Und genau deshalb ist der Klimawandel nie nur ein naturwissenschaftliches Thema. Es ist immer auch ein wirtschaftliches,
- politisches und gesellschaftliches Thema. Kommen wir zur Zusammenfassung. Der aktuelle Klimawandel ist überwiegend anthropogen. Das ist wissenschaftlich
- belegt durch diese sechs Punkte. Die musst du auf jeden Fall können. Zentrale Ursache ist die Verstärkung des natürlichen Treibhauseffekts durch
- anthropogene Treibhausgase, vor allem durch CO2 aus fossilen Energieträgern. Der Umgang mit dem Klimawandel unterscheidet man in Mitigation,
- Adaption und Geoengineering. Besonders deutlich werden die Folgen dort, wo hohe Exposition auf hohe Vulnerabilität trifft, wie z.B. im Bangladesch. Und
- genau deshalb musst du den Klimawandel im Abitur immer nicht nur physisch geographisch, sondern auch humanographisch und politisch
- betrachten. Wenn du dieses Grundgerüst sicher kannst, bist du bei den Aufgaben zu Ursachen, Folgen, Maßnahmen, Klimagerechtigkeit und Vulnerabilität in
- Bezug auf die globale Herausforderung Klimawandel schon sehr, sehr sehr gut aufgestellt. Und wenn du noch mehr Videos möchtest, like gerne dieses Video
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