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Smartphones, Tablets und Co. - So gefährlich sind sie für unsere Kinder | frontal

ZDFheute Nachrichten7:30 476.677 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 51 Zeilen
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  1. [Musik] Gute, gute Laune im Familienalltag und immer dabei das Handy.
  2. Sarah und Stefan sind beide Elterninfluencer verdienen ihr Geld mit Posts über sich und ihr Leben mit drei Kindern.
  3. Hier nehmen sie gerade den neuen TikTok Tanztrend für ihre Follower auf. immer dabei auch ihre Kinder.
  4. Ja, selbstverständlich, wenn wir wir nehmen ja die Leute mit durch unseren Tag, ne? Ob ich jetzt mit ihm zum Friseur fahre, ob ich jetzt mit ihr
  5. morgens irgendwo shoppen gehe oder jetzt mit Emilia in den Ferien, war ich auch eben in der in der Galerie da, so dann ist ja immer
  6. und es ist halt unser Job. Ja, also es ist ja unser Job, deswegen ist das halt für uns Erwachsene der alltägliche Begleiter.
  7. In ihren Posts machen sie die Gesichter der Kinder immer unkenntlich. Darius ist 5, Amalia 2, Emilia 7 Jahre alt. Sie haben keine eigenen Geräte bis auf eine
  8. Smartwatch, die die Älteste gerade bekommen hat. Aber Handys, Tablets und der Fernseher der Eltern dürfen benutzt werden mit Regeln und trotzdem.
  9. Wenn ich z.B. mit Darius rede, wenn er was guckt, der ist nicht ansprechbar und dann ich sag drei, vier mal sein Namen ist nicht ansprechbar und dann merke ich
  10. so, okay, jetzt genug. Ich habe Angst, dass die ähm umso mehr Handy, umso mehr Social Media, umso mehr Fernsehen, dass irgendwann die Kommunikation nachlässt,
  11. dass irgendwann die Kinder sich in ihrem Zimmer verkriechen, so wie ich es auch gemacht habe mit 16. Und dann nur noch so.
  12. Videos, die Sie im Netz sehen, befeuern diese Sorgen. Unter dem Stichwort iPad Kids werden Kinder gezeigt, die ausrasten,
  13. wenn ihnen der Bildschirm weggenommen wird. Orange. Ja,
  14. orange. Die deutsche Sinnesneurologin Annik Tide behandelt in einer Spezialklinik in Österreich Kinder mit
  15. Entwicklungsstörungen. Immer häufiger kommen kleine Patienten mit Motorik und Sprachproblemen zu ihr,
  16. weil man von einem Bildschirms Sprache keine Sprache erlernen kann, zumindest nicht im kleinen Kindesalter. Im kleinen Kindesalter lerne ich Sprache durch die
  17. Interaktion miteinander. Ich brauche ein direktes Gegenüber. Die Eltern machen was vor oder die Bezugsperson macht etwas vor und die Kinder machen das
  18. nach. Ja. Und das das Tablet oder der Fernseher oder auch das Handy, das sendet immer nur, das macht keine Reaktion. Das heißt, diese Kinder lernen
  19. nicht das dieses Rede und Antwortspiel, dieses Miteinander. Anfangs hielt die Ärztin die Symptome für Anzeichen von Autismus und
  20. Entwicklungsstörungen. Dann stellte sie fest, sie kommen vermutlich von zu viel Bildschirmzeit. Inzwischen liegen Langzeituntersuchungen
  21. wie die aktuelle neurowissenschaftliche Studie aus den USA über die Folgen für Kinder vor. Ergebnis: Geistige Gesundheit und Wohlbefinden
  22. verschlechtern sich, je früher sie ein eigenes Smartphone haben. Symptome, die in der Folge am häufigsten auftreten, Suizidgedanken, Aggressionen
  23. und Halluzinationen. Auch die zuständige Bundesbildungsministerin nimmt das
  24. Problem ernst. Ja, wir müssen leider feststellen, dass die zu frühe zu lange Bildschirmzeit, die zu frühe Nutzung von sozialen
  25. Medien, massive Auswirkungen auf die mentale und körperliche Gesundheit, auf die Konzentrationsfähigkeit, auf die Leistungsfähigkeit von Kindern und
  26. Jugendlichen hat. Ähm, das ist ein Thema, dass wir viel zu lange in Deutschland gar nicht so richtig ernsthaft diskutiert haben. Jetzt ist
  27. die Diskussion da und ich hoffe mir davon, dass Kinder eben wieder besser lernen können. Die Ministerin hat eine
  28. Expertenkommission einberufen, die nächstes Jahr Ergebnisse vorlegen soll. Bis dahin setzt sie vor allem auf Handyverbote und Medienbildung an
  29. Schulen. Dabei entsteht das Problem viel früher. Also wir sehen jetzt doch schon immer 50% der Kinder, die in die Schule kommen sollen. Bei der
  30. Schulreifeuntersuchung, können sie nicht alleine an und ausziehen, weil sie es nie gelernt haben. Ja, und das s natürlich Dinge, wo wir sagen, das geht
  31. nicht und das ist vor allen Dingen in den ersten drei Jahren, wenn die sehr viel digitale Medien haben. Wie will die Bildungsministerin die
  32. Kleinsten schützen? Frontal gegenüber erklärt das Ministerium, Zitat: "Der Schutz und die Förderung von Vorschulkindern ist bereits Teil unserer
  33. laufenden Arbeit. und empfiehlt, dass Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren am besten keine Bildschirmzeit haben sollten. Zudem
  34. gelte, je jünger die Kinder, desto stärker die Verantwortung der Eltern. Wie folgenschwer das ständige Starren auf Bildschirme für die Entwicklung
  35. ihrer Kinder sein kann, scheint vielen Eltern nicht bewusst. Es gibt wenig Aufklärung.
  36. An der Uni Siegen untersuchen Sie, wie sich das Verhalten in den Familien durch die digitalen Medien verändert hat. Seit 2016 dokumentieren die
  37. Erziehungswissenschaftlerinnen den Bildschirmalltag von mehr als 30 Familien. Sie halten nichts von strikten Verboten.
  38. Sicher ist es gut und wünschenswert, dass es medienfreie Räume gibt. Die sollte es geben auf jeden Fall. Aber trotzdem darf man auch nicht vergessen,
  39. dass es nicht unbedingt immer sinnvoll ist, alles zu verbieten, sondern dass es vielleicht komplizierter und schwieriger ist, sich damit zu beschäftigen, wie
  40. können wir es gut machen. Es geht halt eher darum, dass man gemeinsam mit den Kindern die Medien nutzt, dass man hinschaut, was die Kinder mit Medien
  41. machen und dass man sie eben auch dabei begleitet. Aus Sicht der Ärztin aber sollten Kinder in den ersten Lebensjahren ohne
  42. Bildschirm aufwachsen. Nur so können sie sich uneingeschränkt entwickeln. vor allem ihre Bindungsfähigkeit. Bindung ist das Urvertrauen zu den
  43. Eltern oder zu der zu der versorgenden Person. Und Kinder, die immer ein Bildschirm dazwischen haben, die haben diesen direkten Kontakt nicht zu ihrem
  44. ähm gegenüber. Was dann später zu sehen ist, dass diese Kinder, wenn die unsicher gebunden sind, große Probleme haben in alltäglichen Dingen, wie
  45. Freundschaften schließen. Und dieses Entwicklungsfenster Bindung, das geht nach zwei Jahren zu. Das heißt, das können wir nie wieder in unserem Leben
  46. öffnen. Doch in den meisten Familien ist ein Alltag ohne digitale Medien kaum vorstellbar. Die Influencer Sarah und
  47. Stefan leben von und mit dem Smartphone und müssen ständig entscheiden, bekommen die Kinder es in die Hand? Wie viel Zeit dürfen sie damit verbringen und wie
  48. sollen sie das als Eltern kontrollieren? Ich finde es schwierig halt da die Balance zu finden. So, es gibt keine Balance, das ist das
  49. Problem. Ja, aber ich wünschte, ich hätte gerne ein verbietest. Ja, richtig. Ja, und deswegen denkt man nach.
  50. Die digitale Balance finden fällt ihnen schwer wie vielen Eltern, aber der Blick auf den Bildschirm ist keine Nebensache und hat Nebenwirkungen, die mit darüber
  51. entscheiden, ob die Kinder gesund groß

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