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Smartphones, Tablets und Co. - So gefährlich sind sie für unsere Kinder | frontal
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 51 Zeilen
- [Musik] Gute, gute Laune im Familienalltag und immer dabei das Handy.
- Sarah und Stefan sind beide Elterninfluencer verdienen ihr Geld mit Posts über sich und ihr Leben mit drei Kindern.
- Hier nehmen sie gerade den neuen TikTok Tanztrend für ihre Follower auf. immer dabei auch ihre Kinder.
- Ja, selbstverständlich, wenn wir wir nehmen ja die Leute mit durch unseren Tag, ne? Ob ich jetzt mit ihm zum Friseur fahre, ob ich jetzt mit ihr
- morgens irgendwo shoppen gehe oder jetzt mit Emilia in den Ferien, war ich auch eben in der in der Galerie da, so dann ist ja immer
- und es ist halt unser Job. Ja, also es ist ja unser Job, deswegen ist das halt für uns Erwachsene der alltägliche Begleiter.
- In ihren Posts machen sie die Gesichter der Kinder immer unkenntlich. Darius ist 5, Amalia 2, Emilia 7 Jahre alt. Sie haben keine eigenen Geräte bis auf eine
- Smartwatch, die die Älteste gerade bekommen hat. Aber Handys, Tablets und der Fernseher der Eltern dürfen benutzt werden mit Regeln und trotzdem.
- Wenn ich z.B. mit Darius rede, wenn er was guckt, der ist nicht ansprechbar und dann ich sag drei, vier mal sein Namen ist nicht ansprechbar und dann merke ich
- so, okay, jetzt genug. Ich habe Angst, dass die ähm umso mehr Handy, umso mehr Social Media, umso mehr Fernsehen, dass irgendwann die Kommunikation nachlässt,
- dass irgendwann die Kinder sich in ihrem Zimmer verkriechen, so wie ich es auch gemacht habe mit 16. Und dann nur noch so.
- Videos, die Sie im Netz sehen, befeuern diese Sorgen. Unter dem Stichwort iPad Kids werden Kinder gezeigt, die ausrasten,
- wenn ihnen der Bildschirm weggenommen wird. Orange. Ja,
- orange. Die deutsche Sinnesneurologin Annik Tide behandelt in einer Spezialklinik in Österreich Kinder mit
- Entwicklungsstörungen. Immer häufiger kommen kleine Patienten mit Motorik und Sprachproblemen zu ihr,
- weil man von einem Bildschirms Sprache keine Sprache erlernen kann, zumindest nicht im kleinen Kindesalter. Im kleinen Kindesalter lerne ich Sprache durch die
- Interaktion miteinander. Ich brauche ein direktes Gegenüber. Die Eltern machen was vor oder die Bezugsperson macht etwas vor und die Kinder machen das
- nach. Ja. Und das das Tablet oder der Fernseher oder auch das Handy, das sendet immer nur, das macht keine Reaktion. Das heißt, diese Kinder lernen
- nicht das dieses Rede und Antwortspiel, dieses Miteinander. Anfangs hielt die Ärztin die Symptome für Anzeichen von Autismus und
- Entwicklungsstörungen. Dann stellte sie fest, sie kommen vermutlich von zu viel Bildschirmzeit. Inzwischen liegen Langzeituntersuchungen
- wie die aktuelle neurowissenschaftliche Studie aus den USA über die Folgen für Kinder vor. Ergebnis: Geistige Gesundheit und Wohlbefinden
- verschlechtern sich, je früher sie ein eigenes Smartphone haben. Symptome, die in der Folge am häufigsten auftreten, Suizidgedanken, Aggressionen
- und Halluzinationen. Auch die zuständige Bundesbildungsministerin nimmt das
- Problem ernst. Ja, wir müssen leider feststellen, dass die zu frühe zu lange Bildschirmzeit, die zu frühe Nutzung von sozialen
- Medien, massive Auswirkungen auf die mentale und körperliche Gesundheit, auf die Konzentrationsfähigkeit, auf die Leistungsfähigkeit von Kindern und
- Jugendlichen hat. Ähm, das ist ein Thema, dass wir viel zu lange in Deutschland gar nicht so richtig ernsthaft diskutiert haben. Jetzt ist
- die Diskussion da und ich hoffe mir davon, dass Kinder eben wieder besser lernen können. Die Ministerin hat eine
- Expertenkommission einberufen, die nächstes Jahr Ergebnisse vorlegen soll. Bis dahin setzt sie vor allem auf Handyverbote und Medienbildung an
- Schulen. Dabei entsteht das Problem viel früher. Also wir sehen jetzt doch schon immer 50% der Kinder, die in die Schule kommen sollen. Bei der
- Schulreifeuntersuchung, können sie nicht alleine an und ausziehen, weil sie es nie gelernt haben. Ja, und das s natürlich Dinge, wo wir sagen, das geht
- nicht und das ist vor allen Dingen in den ersten drei Jahren, wenn die sehr viel digitale Medien haben. Wie will die Bildungsministerin die
- Kleinsten schützen? Frontal gegenüber erklärt das Ministerium, Zitat: "Der Schutz und die Förderung von Vorschulkindern ist bereits Teil unserer
- laufenden Arbeit. und empfiehlt, dass Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren am besten keine Bildschirmzeit haben sollten. Zudem
- gelte, je jünger die Kinder, desto stärker die Verantwortung der Eltern. Wie folgenschwer das ständige Starren auf Bildschirme für die Entwicklung
- ihrer Kinder sein kann, scheint vielen Eltern nicht bewusst. Es gibt wenig Aufklärung.
- An der Uni Siegen untersuchen Sie, wie sich das Verhalten in den Familien durch die digitalen Medien verändert hat. Seit 2016 dokumentieren die
- Erziehungswissenschaftlerinnen den Bildschirmalltag von mehr als 30 Familien. Sie halten nichts von strikten Verboten.
- Sicher ist es gut und wünschenswert, dass es medienfreie Räume gibt. Die sollte es geben auf jeden Fall. Aber trotzdem darf man auch nicht vergessen,
- dass es nicht unbedingt immer sinnvoll ist, alles zu verbieten, sondern dass es vielleicht komplizierter und schwieriger ist, sich damit zu beschäftigen, wie
- können wir es gut machen. Es geht halt eher darum, dass man gemeinsam mit den Kindern die Medien nutzt, dass man hinschaut, was die Kinder mit Medien
- machen und dass man sie eben auch dabei begleitet. Aus Sicht der Ärztin aber sollten Kinder in den ersten Lebensjahren ohne
- Bildschirm aufwachsen. Nur so können sie sich uneingeschränkt entwickeln. vor allem ihre Bindungsfähigkeit. Bindung ist das Urvertrauen zu den
- Eltern oder zu der zu der versorgenden Person. Und Kinder, die immer ein Bildschirm dazwischen haben, die haben diesen direkten Kontakt nicht zu ihrem
- ähm gegenüber. Was dann später zu sehen ist, dass diese Kinder, wenn die unsicher gebunden sind, große Probleme haben in alltäglichen Dingen, wie
- Freundschaften schließen. Und dieses Entwicklungsfenster Bindung, das geht nach zwei Jahren zu. Das heißt, das können wir nie wieder in unserem Leben
- öffnen. Doch in den meisten Familien ist ein Alltag ohne digitale Medien kaum vorstellbar. Die Influencer Sarah und
- Stefan leben von und mit dem Smartphone und müssen ständig entscheiden, bekommen die Kinder es in die Hand? Wie viel Zeit dürfen sie damit verbringen und wie
- sollen sie das als Eltern kontrollieren? Ich finde es schwierig halt da die Balance zu finden. So, es gibt keine Balance, das ist das
- Problem. Ja, aber ich wünschte, ich hätte gerne ein verbietest. Ja, richtig. Ja, und deswegen denkt man nach.
- Die digitale Balance finden fällt ihnen schwer wie vielen Eltern, aber der Blick auf den Bildschirm ist keine Nebensache und hat Nebenwirkungen, die mit darüber
- entscheiden, ob die Kinder gesund groß
Zum Nachlesen
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