Zum Inhalt springen
L

Das Video kommt von YouTube: erst beim Abspielen verbindet sich die Seite mit YouTube (Google).

Grundlagen der Sozialpolitik

Bock auf VWL20:28 22.314 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 125 Zeilen
Herunterladen
  1. Herzlich willkommen zu einem neuen Video aus meiner YouTube Reihe Bock auf VWL. Wir widmen uns heute dem Lerngebiet 8 der Sozialpolitik, was am Ende der
  2. Jahrgangstufe 12 auf dem Weg zum Abitur in VWL unterrichtet wird. Es ist das erste von drei Videos einer Reihe. Ähm und wir behandeln hier zunächst die
  3. Grundlagen der Sozialpolitik und die deutsche Sozialpolitik, wir betrachten natürlich nur Deutschland, weil das natürlich politische
  4. Entscheidungen sind, die unser Land betreffen. Als erstes geht es um die Grundlagen und Träger der Sozialpolitik, die Ziele der Sozialpolitik folgen und
  5. zum Schluss werden die Prinzipien der Sozialpolitik angesprochen. In zwei weiteren Videos geht's dann um aktuelle Entwicklung und
  6. Beispiele. Wir starten mit den Zielen der Sozialpolitik und die Grundlagen. Hier wird erstmal eine Definition
  7. angestrebt. Sozialpolitik bezeichnet alle Maßnahmen, die darauf ausgerichtet sind, ein Mindestmaß an sozialer Sicherheit, wie z.B. für die Sicherung
  8. eines Mindesteinkommens bei Krankheit, Erwerbslosigkeit oder im Alter zu gewährleisten, um damit zur Verbesserung der wirtschaftlichen und
  9. sozialen Situation ganz besonders von benachteiligten gesellschaftlichen Gruppen beizutragen. In der Diskussion ist gerade ein bedingungsloses
  10. Grundeinkommen. Das wäre dann sozusagen das Mindestmaß, was dann da eingezogen ist. Im Moment ist es Harz 4 plus alle Zulagen, die wir so haben.
  11. Welche Träger der Sozialpolitik können wir da in Deutschland definieren? Sind vier Unterteilungen, die wir hier anstreben. Das erste ist sicherlich der
  12. Staat, die Sozialpolitik, die vom Staat gemacht ist. Die Unternehmen sind als Wirtschaftssubjekte ebenfalls Träger. die NGOs, die Non-Governmental
  13. Organizations, also eben die Nichtunternehmen, Vereine, Gemeinschaften und die Kirchen habe ich hier extra noch
  14. mal aufgeführt, allein aus historischer Perspektive heraus, weil sie eben schon seit Jahrzehnten, wenn ich gar seit Jahrhunderten
  15. im Sozialpolitik tätig sind. Es geht aber mit dem Start los und man sieht auch schon direkt hier ist am meisten Platz. Hier werden wir uns richtig drum
  16. kümmern müssen. Der erste Punkt ist die eigentlich allseits bekannte Sozialversicherung, die gesetzliche Sozialversicherung, die
  17. Pflichtversicherung aufgeteilt in der Rentenversicherung, der Arbeitslosenversicherung, der Krankenversicherung. Auch hier
  18. wieder die gesetzliche Krankenversicherung. Danach der neueste Ableger, die Pflegeversicherung. als Teilbereich der
  19. Krankenversicherung und zum Schluss zu guter Letzt der IU Unfallversicherung. Warum ich sie als letztes aufgeschrieben habe, werden wir gleich noch sehen.
  20. Ein weiterer Punkt ist die staatliche Umverteilung. Hier geht es um das Kindergeld, ein Elterngeld, was gezahlt wird,
  21. das Wohngeld für Bedürftige, die fährst man zusammen im Rahmen der Sozialhilfe und darüber hinaus Barfök für Studenten. Es gibt auch einen Meister Barfök, der
  22. sich dort also fortbilden will und hat selber nicht genügend Einkommen bzw. seine Familie kann da entsprechend unterstützt werden. Ich habe damals auch
  23. Barföck bekommen und das Arbeitslosengeld 2 oder wie man bei uns sagt Harz 4.
  24. Bei den Unternehmen ist es die betriebliche Rentenversicherung, die ja manchmal eben noch über der normalen Rentenversicherung, wo man einzahlt,
  25. drüber hinausgezahlt wird, wo ein gewisser Beitrag für vom Unternehmen noch an die extra Rente gezahlt wird, die ein Arbeitnehmer dort sich im Laufe
  26. der Jahre berechtigt. die Mitarbeiterprogramme, ob es dann jetzt Aktienprogramme sind oder weitere Sozialpunkte, die erzielt
  27. werden können und betriebliche Sozialprojekte, wo Unternehmen äh in verschiedenen Ländern, aber auch in Deutschland, selber
  28. Projekte voranführen, wo sie z.B. will ihren Stammsitz haben oder ihre entsprechenden Produktionsstellen. Die betriebliche Unfallversicherung
  29. ist die Unfallversicherung, die vom Arbeitgeber vorgesehen ist. Hier habe ich dann jetzt auch noch mal einen Fall gemacht, damit das zu erkennen ist. Alle
  30. Sozialversicherungen werden im Schnitt zu 50% vom Arbeitnehmer und vom Arbeitgeber getragen. Nur die Unfallversicherung ist eine betriebliche
  31. Unfallversicherung, die zu 100% der Arbeitgeber trägt. Der ist also für die gesamte Zeit auf der Arbeit plus hin und Rückfahrt dafür verantwortlich, dass dem
  32. Mitarbeiter nichts passiert. Kommen wir zu den NGOs. Da gibt es Wohlfahrtsverbände, wie der VDK, der Verein der
  33. Kriegsversehrten, wo es dann auch wirklich um die älteren Menschen geht, die dort Rente beziehen und eine Zusatzrente beziehen.
  34. Die Albert Schweizer Stiftung, die mit vielen Projekten weltweit aber auch in Deutschland unterwegs ist. Amnesty International hier mal gem äh
  35. exemplarisch noch genannt, wo es dann um die Rechte von ja äh eingesperrten Gefangenen geht weltweit. Und sowohl Unternehmen als auch NGOs
  36. zusammengenommen stellen Hilfsorganisationen da, wie das deutsche Rote Kreuz als bekanntestes. Die Joranita Unfallhilfe
  37. gibt's hier noch. der Arbeiter Samarita Bund ist zu nennen. Und als viertes die Malteser, der Malteser Hilfsdienst. äh uns allen vielleicht auch durch die
  38. Krankenwagen bekannt, die Rettungswagen, die durchs Land fahren. Kommen wir zu den Kirchen. Hier sind christliche Wohlfahrtsverbände zu nennen. Also wie
  39. bei den NGOs nur hier dann eben christlichen Ursprungs und Miserior als Beispiel, wo es dann auch um die Versorgung von Armen vor allen Dingen in
  40. Afrika geht. Ja, ich denke, dieses Schaubild ist nicht abschließend, aber zeigt doch ein gute Übersicht über die verschiedenen äh
  41. Träger der Sozialpolitik. Karitas, das habe ich noch vergessen. Genau, ne? Sicherlich auch einer der
  42. ältesten kirchlichen Verbände. Dann kommen wir jetzt zu den Zielen der Sozialpolitik. Historisch muss man sehen, die
  43. Sozialpolitik ist in Deutschland zu Zeiten der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts 1920 178 in der Weimaraer Republik unter Otto von Bismarck
  44. entstanden, wo die Regierung auf die soziale Not beim Übergang eines Agrarlandes, das was Deutschland damals noch war, hin zu einer Industrien
  45. reagieren musste und heute gilt sie noch als Grundlage des modernen Sozialstaat. Gesetzlich müssen wir das Ganze auch einmal betrachten. Und zwar schauen wir
  46. dazu ins Grundgesetz. Artikel 20 Absatz 1 sagt: "Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat. Daraus leitet sich dann ja
  47. auch die soziale Marktwirtschaft ab und eben nicht nur die reine freie Marktwirtschaft, wie sie in anderen Ländern wie z.B. in USA praktiziert
  48. wird. Und der Artikel 28 Absatz 1 sagt aus, dass die verfassungsmäßige Ordnung in den Ländern den Grundsätzen des
  49. republikanischen, demokratischen und eben sozialen Rechtsstaates auch im Sinne dieses Grundgesetzes entsprechen muss. Mit einem weiteren Absatz folgt
  50. dann, dass sowohl Bundländer als auch die Kommunen dafür verantwortlich sind. Ja, wenn wir das zusammenfassen, können wir sagen, wie sieht's aktuell aus? Die
  51. Höhe der Ausgaben für Sozialleistung, die werden in dem Sozialbudget eines Landes zusammengefasst. Bei uns ist es das Ressort Arbeit und Soziales des
  52. Bundesarbeitsministers steigt von Jahr zu Jahr immer weiter an. Damit werden nicht nur Haushalte über Sozialabgaben,
  53. aber dann auch bei weiter steigendem Druck zur privaten Vorsorge, sondern auch Unternehmen über die Lohn Nebenkosten belastet, sowie natürlich
  54. auch der Staatshaushalt, der über Steuereinnahmen zu Lasten aller Steuerzahler finanziert werden muss. Die Ziele der Sozialpolitik lassen sich
  55. vielleicht dreifach unterscheiden. Zum einen ist es die soziale Gerechtigkeit. Das ist eine Staatgerechtigkeit in den Beruf durch Chancengleichheit und auch
  56. ein gleiches Recht auf Bildung. Auch das wird gerade oft diskutiert, ne, nach der Coronakrise. Bildungsferne Schichten wurden abgehangen. Sie war nicht in der
  57. Lage Distanzunterricht durchzuführen und man spricht von einer verlorenen Generation, wo ich da immer ein bisschen vorsichtig wäre.
  58. Auf jeden Fall äh muss hier auch ein gleiches Recht auf Bildung gewährleistet sein. Möglichst die Gleichbehandlung von Mann und Frau
  59. und Divers, ja, mit Gendersternchen. Artikel 3 Grundgesetz geht dort als Basis und dann das noch relativ frische Gleichbehandlungsgesetz,
  60. das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz AGG oder auch volkssprachlich Antidiskriminierungsgesetz, wo keiner aufgrund seiner Rasse, seiner
  61. Identität, seiner Hautfarbe, seiner Religion oder politische Ansichten äh benachteiligt werden darf. Eine Lohnpreis und Steuergerechtigkeit
  62. bei Ausgleich besonders familiärer Lasten oder sozialer Härten, wenn jemand allein erziehend ist, wenn einer besonders viele Kinder hat, wenn einer
  63. körperlich irgendwie gehemmt ist oder psychisch so eingeschränkt ist, dass er erkrankt und nicht so arbeiten kann. Also auch die Einbindung von ähm
  64. behinderten Personen in die Arbeitswelt. All das gehört hier sicherlich auch mit zu. Auf der anderen Seite haben wir die
  65. soziale Sicherung. Wir brauchen einen Schutz vor wirtschaftlicher und sozialer Not infolge von Krankheit, Arbeitslosigkeit,
  66. Pflegebedürftigkeit, Unfall oder einfach dem Alter geschuldet. Das soziale Netz, von dem wir auch immer gerne in Deutschland reden, muss nicht
  67. so breitmaschig sein, dass da welche durchfallen, sondern jeder muss in der Lage sein, in Deutschland ähm seinem Leben nachzugehen.
  68. Unterstützung bei Wiedere in den Arbeitsmarkt gehört dir sicherlich mit zu oder bei sonstiger Bedürftigkeit
  69. Schuldnerberatung, wobei da auch jetzt wieder eine klare Durchlässigkeit ist zwischen staatlichem Angeboten und privatwirtschaftlichen Angeboten.
  70. Ein drittes ist der soziale Frieden. Und da habe ich gar nicht so viele Beispiele, sondern ich möchte es gerne so zusammenfassen. Der soziale Frieden
  71. im Land bleibt gewahrt, wenn die beiden anderen Ziele, also soziale Gerechtigkeit und soziale Sicherung im Sinne der Bevölkerung berücksichtigt
  72. werden. Also, wenn in der Gesellschaft die Meinung entsteht, ja, soziale Gerechtigkeit und soziale Sicherung dafür wird in der Politik schon gesorgt,
  73. das ist hier soweit okay, dann ist der soziale Friede auch gewahrt, ne? Also zeigt sich z.B. an der gefühlten Schere zwischen Arm und Reich, dass wir doch
  74. dort einigermaßen gleiche Lebensverhältnisse haben, vielleicht auch in ganz Deutschland. So viiel zu den Zielen der
  75. Sozialpolitik. Kommen wir zur letzten Folie, den Prinzipien der Sozialpolitik.
  76. Und hier kann man sagen, dass drei unterschiedliche Prinzipien das System der sozialen Sicherung in Deutschland bestimmen und sie sind jeweils ein
  77. Teilbereich dieses Gesamt Systems und beruhen auf verschiedenen Zielsetzungen, Strukturen und Funktionen dieser sozialstaatlichen
  78. Sicherung. Da haben wir das Versicherungsprinzip, das Versorgungsprinzip und das Fürsorgeprinzip. Ich habe
  79. versucht, das in einer Tabelle darzustellen, wo ich dann erstmal die Prinzipien erläuter. Wer ist Träger, wer ist dafür verantwortlich für dieses
  80. Prinzip? Wer ist begünstigt und wie wird das Ganze finanziert? Ja, also wer zahlt das quasi? Zum Versicherungsprinzip. Also
  81. versicherte schultern individuelle Risiken durch die Gemeinschaft als solidarische Selbsthilfe und sie werden so werden die Schadensfolgen für den
  82. einzelnen begrenzt. Äh wir kennen das durch eine private Versicherung, für die wir dann eben die Versicherungsprämien zahlen, jährlich oder monatlich und
  83. hoffen, dass der Ernstfall nicht eintritt. Aber wenn er eintritt, wenden wir uns eben an die Versicherung und bekommen dann dafür Geld. Also private
  84. Unfallversicherung oder eine, wie ich finde, sehr wichtige Berufs und Fähigkeitsversicherung. Es passiert einen Unfall. Ich kann mein Job nicht
  85. weiter ausüben. Wer kommt dann für mich auf, wenn die Rente eben noch nicht hoch genug ist? Träger äh sind hier alle
  86. Pflichtversicherten in den Sozialversicherungen. Also wer ist gesetzlich Krankenversicherung, Rentenversichert und so weiter.
  87. Begünstigt sind damit eben diese Mitglieder, die diese Versicherungspflicht haben und damit Beitragszahler der Sozialversicherung
  88. sind. Und finanziert wird das Ganze eben durch diese Versicherungsbeiträge, die aber auf Dauer seit Jahren auch
  89. schon nicht ausreichen und deswegen der Staat hier sozusagen zugeben muss. Also Staatszuschüsse spielen hier auch eine Rolle und werden
  90. auch immer eine größere Rolle spielen, vor allen Dingen bei der Rentenversicherung. Zum Versorgungsprinzip.
  91. In gesamtstaatlicher Solidarität finden Zahlung oder Entschädigung an Bürger statt, die besondere Opfer auf sich genommen haben oder Dienst an der
  92. Allgemeinheit verrichten. Träger sind hier also bunt Länder und Kommunen, die öffentliche Versorgung kann man auch sagen.
  93. Staat als Institution begünstigt bestimmte Bevölkerungsgruppen wie eben auch Beamte, wie ich auch einer bin. Wir leisten unseren Dienst am Start
  94. und können dann eben auch quer durchs Land versetzt werden von heute auf morgen. äh haben dort bestimmte Bedingungen, die
  95. wir erfüllen müssen, natürlich auch gewisse Rechte und bekommen dort vom Staat eben ein Sold äh wie eben Lehrerbeamte, also insgesamt
  96. Polizisten, Soldaten und so weiter. Kriegsopfer, vertriebene Opfer von Gewaltaten. Es gibt dort natürlich nicht ansatzweise so viele wie bei Beamten,
  97. aber auch hier könnten gewisse Entschädigung nach dem Versorgungsprinzip gezahlt werden. Und das wird rein aus Steuermitteln bezahlt.
  98. Bei mir als Landesbeamter des Landes Niedersachsen ist es eben das Land Niedersachsen. Zum Fürsorgeprinzip.
  99. Hier kommt zur Geltung ähm dies Fürsorgeprinzip, wenn alle anderen Prinzipien nicht greifen. Es ist also subsidiär. Der Begriff kommt gleich
  100. noch, wenn aus den anderen Töpfen kein Geld fließt, dann kommt das Fürsorgeprinzip zur Geltung, wo das Existenzminimum zum Leben bei
  101. Bedürftigkeit gedeckt wird. Das ist die Grundsicherung oder Sozialhilfe. Ich möchte das jetzt mit dem Versicherungsprinzip vergleichen.
  102. Dort wird in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt. Wenn wir jetzt arbeitslos werden, dann werden wir für 12 oder 18 Monate
  103. Arbeitslosengeld 1 beziehen. Quasi das Arbeitslosengeld aus dem Topf, was noch deutlich ja höher ist, ist das falsche Wort, aber
  104. sind halt 60% des alten Einkommens, ne? Es ist noch eine gewisse Summe, wenn man vorher 3000 € verdient hat, ist es dann okay, aber nach diesem 18 Monaten z.B.
  105. oder ich weiß nicht genau wie lang. Das richtet sich natürlich auch nach der nach der ein Einzahlungszeit fällt man dann eben in das
  106. Fürsorgeprinzip zurück und es gibt dann eben nur noch das Arbeitslosengeld 2 und eben Harz 4. Begünstigt sind dann alle Bürgerinnen
  107. und Bürger, deren Bedürftigkeit nachgewiesen ist und die Finanzierung erfolgt nur aus Steuermitteln, wie eben dem Ressort Arbeits- und
  108. Soziales von Bundesarbeitsminister. Ubertus Heil. Es gibt noch zwei weitere Prinzipien, die ich hier aufführen muss, die auch
  109. wichtig sind, die wir voneinander unterscheiden müssen. Und zwar ist es das Solidaritätsprinzip und das Subsidiaritätsprinzip,
  110. die Selbstverantwortung. Hier entsteht auch ein gewisser Gegensatz, den ich darstellen möchte. Das Solidaritätsprinzip beschreibt das
  111. grundlegende System der Sozialversicherung. Jeder ist nicht nur für sich selbst, sondern eben auch für die Solidargemeinschaft, in der erlebt,
  112. verantwortlich. Und dieses Grundprinzip, ich bin nicht nur für mich selber verantwortlich, sondern auch für andere, wird hier
  113. ausgedrückt. Eine gemeinsame Rentenkasse zur Finanzierung jetziger Rentner, also der Generationenvertrag ist hier sicherlich ein Beispiel, die in einer
  114. gleichen Krankenkasse sind und einzahlen zahlen natürlich das Geld auch für diejenigen, die aus dieser Kasse entnehmen müssen. Und das umlagebasierte
  115. Steuersystem gehört hier sicherlich dazu, wo wir viele haben, die wenig Steuern zahlen müssen oder gar keine Steuern zahlen müssen, aber trotzdem von
  116. den staatlichen Leistung profitieren und einige, die eben ein hohes Einkommen haben oder hohes Vermögen haben und eine sehr hohe, relativ hohe Steuerbelastung
  117. haben und damit die anderen solidarisch finanzieren. zum Subsidiaritätsprinzip und das muss man verstehen, die Entfaltung der
  118. individuellen Fähigkeiten und der Selbstverantwortung steht an erster Stelle, also der ist Vorrang einzuräumen. Erst dort, wo die
  119. eigenen Möglichkeiten nicht mehr ausreichen, dort sollen dann staatliche Hilfen subsidiär unterstützend helfen, aber eben auch erst dann danach.
  120. Eine Wahrnehmung von sozialen Aufgaben durch den Staat soll z.B. nur erfolgen, wenn diese von nichtstaatlichen Einrichtungen nicht erfüllt werden kann.
  121. Also sobald kirchliche Hilfe, unternehmerische Hilfe, aber auch vor allen Dingen Hilfe aus dem Privathaushalten nicht mehr möglich ist,
  122. dann kommt der Start hier zum Tragen. Ein Beispiel ist äh der ein Großelternteil muss z.B. in ein Pflegeheim und dort gibt es äh sehr hohe
  123. Sätze, monatliche Kosten, die erstmal dann von den ja Kindern, Enkeln, wie auch immer getragen werden müssen von dem Lebenspartner. Aber wenn die Sätze
  124. so hoch sind, dass sie das dann eben nicht mehr leisten können, dann tritt der Staat an dieser Stelle ein und unterstützt das System. Ich hoffe, äh
  125. diese grundlegenden Aussagen zur Sozialpolitik sind so verstanden worden und wir sehen uns in einer der weiteren Videos wieder.

Zum Nachlesen