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B2-C1 Wortschatz KOMPLETT — 200 Wörter die Deutsche wirklich benutzen
Das Wichtigste aus dem Video
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Transkriptautomatisch erstellt · 1011 Zeilen
- Okay, ich muss euch was fragen. Kennt ihr das? Ihr lernt Deutsch seit, ich weiß nicht, 2 Jahre, dre Jahre. Ihr habt B2, ihr versteht fast alles. Aber dann,
- ihr sagt einen Satz und die Deutschen merken sofort: "Ah, sie ist keine Deutsche. Und manche wechseln einfach zu Englisch. Das macht mich so
- fertig mit dem Rent. Nein, aber ehrlich, was mache ich falsch? Meine Grammatik ist okay. Meine Aussprache ist okay. Dein Problem sind
- nicht Grammatik und Aussprache, sondern Wörter. Dir fehlen ungefähr 200 Wörter. 200?
- Das ist das ist ja nichts, oder? Das ist nichts. Das sind die 200 Wörter, die, wie soll ich sagen, die den Unterschied machen zwischen oh, sie
- lernt Deutsch, süß und wow, die spricht ja richtig gut. Okay, aber woher weißt du, dass es genau diese 200 sind? Weil ich seit Jahren
- unterrichte und immer wieder sehe, B2 Lerner benutzen die gleichen 50 Wörter für alles. Ich mache, ich denke, das ist gut, das ist schlecht. Aber Deutsche
- sagen erledigen, bewältigen, meiner Ansicht nachvollziehbar. Nachvoll was siehst du? Genau das meine ich.
- Okay, okay, du hast mich überzeugt. Aber 200 Wörter in einem Video, wie lange sitzen wir hier? Ungefähr 2we Stunden.
- 2 Stunden? Aber warte, wir fangen an mit den Wörtern, die du heute Abend schon benutzen kannst. Alltag, Arbeit,
- Meinungen, die wichtigsten zuerst. Und jedes Wort bekommst du mit einer Geschichte, einem Tipp, einem Fehler, irgendwas, damit du es nicht vergisst.
- Und ich frage einfach alles, was ich nicht verstehe. Auch die dummen Fragen. Es gibt keine dummen Fragen. Doch gibt es, aber ich stelle sie
- trotzdem. Genau dafür bist du hier. Also, seid ihr ready? Warte, eins noch. Liebe Zuschauer, wenn
- ihr nach zwei Stunden wirklich etwas gelernt habt, dann lasst ein Like da. Nicht jetzt, am Ende. Deal. Deal. Und jetzt Thema 1.
- Was ist Thema 1? Die Wörter, die du brauchst von morgens bis Feierabend. Arbeit. Da brauche ich am meisten Hilfe.
- Ich weiß. Deshalb fangen wir damit an. Erstes Thema und ehrlich, das Wichtigste Alltag und Arbeit, weil das mein ganzes Leben ist.
- Aufstehen, Arbeit, Kollegen, E-Mails Chef. Und genau da fehlen mir die Wörter. Genau. Wir fangen ganz vorne an. Bevor du im Büro sitzt, musst du erstmal
- den Job kriegen. Das war bei mir ein Abenteuer. Dann los. Wort 1, die Bewerbung. Pfeil: Sich bewerben. Wort Nummer 1: Die
- Bewerbung. Das schreibst du, wenn du einen Job willst. Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse. Zusammen ist das deine Bewerbung. Ich habe meine
- Bewerbung für die Stelle als Marketingmanagerin geschickt. Ja, kenne ich. Leider aus Erfahrung. Meine erste Bewerbung auf Deutsch. Ich
- habe geschrieben, ich bin sehr interessiert in dieser Job. Nein. Doch. Mein Freund hat's gelesen und
- gesagt, schickt das bitte nicht ab. Interessiert an dieser Stelle nicht in, nicht Job. Und lasst immer jemanden drüber lesen. Immer. Okay. Erster C1
- Moment. B2 sagt ihr, ich schicke eine Bewerbung. Auf C1 benutzt ihr das Verb und Achtung, nicht für. Nicht für, ich sage immer für.
- Drei Möglichkeiten. Ich bewerbe mich um eine Stelle, das Ziel bei einer Firma, wo auf einer Stellenanzeige. Also, ich habe mich bei Siemens um eine
- Stelle im Marketing beworben. Hört ihr den Unterschied? Ich schicke eine Bewerbung. B2. Ich habe mich bei Siemens um eine Stelle beworben. C1.
- Gleiche Situation, komplett ander Eindruck. Um bei, auf, nie, für. Okay. Wort 2, das Vorstellungsgespräch.
- Das ist das Gespräch bei der Firma, wenn deine Bewerbung erfolgreich war. Nächste Woche habe ich ein Vorstellungsgespräch bei einer großen Firma.
- Oh Gott, mein erstes Vorstellungsgespräch in Deutschland. Ich komme rein, total nervös. Der Chef steht auf, gibt mir die Hand und ich so ganz
- weich. Der tote Fisch. Der was? Toter Fischhändedruck. So nennen
- Deutsche das, wenn die Hand schlaff ist wie ein toter Fisch. Das ist so eklig. Aber ja, genauso war's. Der Chef hat mich angeguckt, wie
- was soll das? In Deutschland fester Händedruck, Blickkontakt, 5 Minuten zu früh da sein. 5 Minuten zu früh ist pünktlich.
- Genau. Und sagt nicht, ich hatte ein Interview, sagt das volle Wort, Vorstellungsgespräch, zeigt, dass ihr auf Deutsch denkt. Wort
- 3: Die Qualifikation. Das sind eure Fähigkeiten, Eure Ausbildung, eure Erfahrung für einen Job. Für diese Stelle brauchen Sie eine
- universitäre Qualifikation. Also alles zusammen, Abschlüsse, [räuspern] Zertifikate, Berufserfahrung.
- Genau. Auf C1 Niveau sagt ihr, ich bringe die erforderlichen Qualifikationen mit, nicht? Ich habe gute Sachen gelernt.
- Ich bringe die erforderlichen Qualifikationen mit. Das klingt nach jemanden, der die Stelle verdient. Weiter. Wort 4. Einstellen. Die Firma
- gibt jemandem einen Job. Wir haben letzte Woche drei neue Mitarbeiter eingestellt. Das Gegenteil von kündigen. Einstellen rein, kündigen raus.
- Genau. Und der Einstellungsprozess in Deutschland kann lang sein. 2 3 manchmal vier Monate. Vier Monate.
- Erste Runde. Zweite Runde. Dritte Runde. Deutsche Firmen wählen sorgfältig aus. Geduld mitbringen. Wort 5: Das Praktikum. Eine zeitlich begrenzte
- Arbeit, meistens für Studenten, Erfahrung sammeln. Ich mache gerade ein Praktikum bei einer IT-Firma. Ist das immer unbezahlt?
- In Deutschland nicht. Wenn das Praktikum länger als 3 Monate dauert, gibt es Mindestlohn und viele bekommen durch ein gutes Praktikum ihren ersten Job.
- Das ist gut zu wissen. Praktikum kann also der Einstieg sein. Genau. Wort 6, die Probezeit. Die ersten drei bis sechs Monate im neuen Job.
- Testphase. Die Firma testet dich, du testest die Firma. Und in der Probezeit kann man leichter gekündigt werden, oder?
- Ja, kürzere Kündigungsfrist. Aber die Probezeit ist zum Lernen da, nicht um perfekt zu sein. Ich kenne jemanden, der hat in der
- Probezeit jeden Tag Überstunden gemacht, total gestresst, Angst vor Fehlern. Und was ist passiert? Sein Chef hat gesagt: "Entspann dich, Fehler sind
- okay. Du bist hier, um zu lernen." Genau. Die Probezeit ist das Tutorial, nicht der Endgegner. Das Tutorial, das merke ich mir.
- Wort 7: Das Gehalt, das Geld, dass du monatlich für deine Arbeit bekommst. Mein Gehalt beträgt 3500 € brutto. Brutto, Vorsteuern, Netto, was wirklich
- kommt. Und wie groß ist der Unterschied? 35 bis 40% weniger. Also 3500 brutto sind Tograd netto ungefähr. Willkommen in Deutschland.
- Das ist schmerzhaft. Aber davon werden Krankenhäuser und Schulen bezahlt und das Gehalt neutral, nicht der. Den Fehler machen viele. Und
- es gibt noch der Lohn, ähnlich, aber für Stundenbasis. Das Gehalt ist monatlich, der Lohn ist stündlich. Das Gehalt Büro. Der Lohn Stunden habe
- ich. Wort 8 befristet und unbefristet. Zwei Adjektive für Arbeitsverträge. Befristet, der Vertrag hat ein Enddatum.
- Unbefristet, kein Ende. Ich habe endlich einen unbefristeten Arbeitsvertrag bekommen. Wie merke ich mir das? Frist bedeutet
- Deadline. Befristet hat eine Frist. Unbefristet ohne Frist. Kein Ende. Wie glücklich unglücklich. Das Präfix un macht es negativ.
- Und wenn ihr einen unbefristeten Vertrag bekommt, feiert. Das ist gold wert in Deutschland. Wort 9: Die Abteilung. Ein Bereich in
- einer Firma. Marketingabteilung IT-Abteilung Personalabteilung. Ich arbeite in der Marketingabteilung. Große Firmen haben viele davon, oder?
- Ja. Und ein Tipp: Am ersten Tag in einer neuen Firma fragt, wo alles ist. Ich bin an meinem ersten Tag eine Stunde im falschen Gebäude rumgelaufen.
- Wirklich? Ja. Zu schüchtern zum Fragen. Am Ende hat jemand gesagt: It ist in Gebäude C, nicht B. Einfach fragen, es ist nicht
- peinlich. Wort 10. Der Vorgesetzte, die Vorgesetzte. Der oder die Vorgesetzte, das ist euer Chef, die Person über euch.
- Mein Vorgesetzter ist streng, aber fair. Vorgesetzt? Jemand, der vor mich gesetzt wurde? Genau. Hierarchisch über dir. Das ist
- die wörtliche Bedeutung. Auf C1 klingt mein Vorgesetzter viel besser als mein Chef. Chef ist umgangssprachlich. Vorgesetzter ist professionell.
- Mein Vorgesetzter hat das Projekt genehmigt. Klingt gut. Perfekt. Wort 11. Die Überstunden. Stunden, die du mehr arbeitest als im
- Vertrag steht. Immer plural. Ich habe diese Woche zehn Überstunden gemacht. Deutsche machen doch ständig Überstunden, oder?
- Nein, das ist das Klischee. Deutsche sind effizient während der Arbeit, aber um 17 Uhr Feierabend, Familie, Freizeit. Und wenn man Überstunden macht, gibt es
- oft Freizeitausgleich, extra freie Tage. Das ist fair. Bei uns bekommt man nichts dafür.
- Deutschland nimmt Arbeitsrechte ernst. Wort 12: Die Beförderung. Pfeil erledigen. Blitz, die Beförderung. Bessere Position in der Firma, mehr
- Gehalt, mehr Verantwortung. Befördern heißt wörtlich nach oben transportieren. Man wird nach oben befördert. Genau. Karriereleiter.
- Okay. Sophia, stell dir vor, du hast die Beförderung bekommen. Teamleiterin. Dein Chef fragt: "Können Sie das Projekt bis Freitag fertig stellen?" Was sagst du?
- Ja, klar, ich mache das. Stopp, du bist Teamleiterin und sagst, ich mache das. Was soll ich sagen?
- Das erledige ich bis Freitag. Erledigen. Erledigen heißt komplett fertig, von Anfang bis Ende. Machen ist Waage.
- Erledigen ist dann 100%. Ich mache das klingt wie eine Praktikantin. Ich erledige das klingt wie eine Chefin.
- Das erledige ich bis Donnerstag. Hört ihr das? Ein Wort. Komplett anderer Eindruck und ihr könnt es überall benutzen. Ich muss noch drei Sachen
- erledigen. Ist das erledigt? Aber Achtung. Ihr erledigt Aufgaben. Ihr macht euch einen Kaffee, nicht verwechseln. Wort 13: Die Kündigung. Job
- vorbei. Zwei Situationen. Du kündigst, heißt du gehst. Dir wird gekündigt, heißt die Firma will dich nicht mehr. Einer Freundin ist das passiert. Chef
- kam morgens und hat einfach gesagt: "Du bist gekündigt. Ab sofort einfach so." Einfach so, keine Erklärung. Sie stand
- da und wußte nicht, was passiert. Okay. In Deutschland gibt es normalerweise die Kündigungsfrist. Ein bis drei Monate zwischen Kündigung und
- letztem Tag. War sie in der Probezeit? Ja, ich glaube schon. Dann macht es Sinn. Kürzere Frist. Aber generell in Deutschland bist du als
- Arbeitnehmer gut geschützt. Lest immer euren Vertrag. Okay. 13 Wörter, die Basis. Ihr könnt euch bewerben, zum Vorstellungsgespräch gehen, über Gehalt
- reden, Verträge verstehen. Das ist B2. Ja, das fühlt sich gut an. Aber jetzt kommt das, was euch wirklich professionell klingen lässt. Die Wörter,
- die ihr jeden Tag im Büro hört, aber im Lehrbuch nie gelernt habt. Die C1 Wörter. Genau. Erledigen hatten wir schon. Jetzt
- kommen die nächsten. Wort 14: Bewältigen. Bewältigen, das klingt ähnlich wie erledigen, aber es gibt einen wichtigen Unterschied. Bewältigen
- benutzt ihr, wenn etwas schwer war, eine Herausforderung. Wir haben das Projekt trotz aller Schwierigkeiten bewältigt.
- Also erledigen I. Sehr stark. Weiter. Wort 15. vereinbaren. Sopia, schnelle Frage. Du willst ein
- Meeting mit einer Kollegin. Was sagst du? Können wir einen Termin machen? Da schon wieder.
- Was? Oh nein. Machen. Machen. Ein C1 Sprecher sagt: "Können wir einen Termin vereinbaren?" Vereinbaren.
- Vereinbaren heißt etwas gemeinsam festlegen, einen Termin, eine Abmachung. Termin machen sagt jeder. Termin vereinbaren sagt jemand, der im Büro zu
- Hause ist. Ich habe in jeder E-Mail Termin machen geschrieben. Jeder einzelne. Ab heute vereinbaren. Können wir einen
- Termin für nächste Woche vereinbaren? Können wir einen Termin für nächste Woche vereinbaren? Ja, das klingt besser.
- Wort 16: Absagen. Absagen. Einen Termin stonnieren. Ich muss den Termin leider absagen und das Gegenteil zusagen bestätigen.
- Nicht cancel. Nein, absagen. Ich muss leider absagen. Das ist die höfliche Formel. Absagen, nein. Zusagen ja. Einfach
- Wort 17 verschieben. Und wenn ihr nicht absagen wollt, sondern nur einen anderen Tag braucht, verschieben. Können wir das Meeting auf Mittwoch verschieben.
- Absagen komplett weg. Verschieben, anderer Tag. Genau. Im Büro wird ständig verschoben. Jeden Tag.
- Das kenne ich leider zu gut. Wort 18: Sichn um. Jetzt kommt ein Wort, dass ich euer Lieblingswort nenne. Sich kümmern um.
- Warum Lieblingswort? Weil dieser Satz wie eine Superpower ist. Ich kümmere mich darum. Stell dir vor, dein Chef hat ein Problem. Er
- fragt, wer das übernehmen kann und du sagst: "Ich kümmere mich darum." Ich kümmere mich darum. Was passiert dann?
- Dein Chef denkt: "Okay, das ist in guten Händen. Erledigt, keine Sorgen mehr. Es bedeutet, ich bin verantwortlich. Vertrau mir,
- das ist krass. Einsatz und der Chef ist beruhigt und es funktioniert überall. Ich kümmere mich um die Reservierung. Wer kümmert
- sich um die Kinder? Kümmerst du dich darum? Das benutze ich ab morgen, jeden Tag. Wort 19: Zuständig sein für. Zuständig
- sein für, das heißt offiziell verantwortlich sein. Ich bin zuständig für das Marketing. Was ist der Unterschied zu sich kümmern
- um? Zuständig sein? Das ist dein Job. Das steht in deiner Jobbeschreibung. Sich kümmern um Du machst es gerade in diesem
- Moment. Ich bin zuständig für Kundenservice. Mein Bereich immer. Ich kümmere mich um dein Problem. Ich helfe dir jetzt.
- Zuständig. Mein Job kümmern meine Aktion gerade. Klar. Wort 20. Die Verantwortung. Die Verantwortung. Das Wort kennt ihr, aber
- auf C1 kommt es auf die Kombination an. nicht ich habe Verantwortung, sondern sondern ich übernehme Verantwortung übernehmen.
- Das zeigt, dass ihr aktiv seid. In meinem letzten Vorstellungsgespräch hat man mich gefragt, können Sie Verantwortung übernehmen? Und ich habe
- gesagt, ja, kein Problem. Besser wäre ja, ich übernehme gerne Verantwortung und arbeite selbstständig. Das klingt wie eine komplett andere
- Person. Klingt wie jemand, der die Stelle bekommt. Wort 21: Die Aufgabe. Die Aufgabe kennt ihr aber auf C1 achtet auf die Kombinationen. Eine Aufgabe
- übernehmen, eine Aufgabe erfüllen, eine Aufgabe bewältigen. Hört ihr, was passiert? Die Wörter, die wir gerade gelernt
- haben, sie passen zusammen. Genau. Ich übernehme die Aufgabe und erledige sie bis Freitag. Ein Satz 3 C1 Wörter.
- Das klingt so professionell. Wort 22: Umgehen mit. Umgehen mit, das heißt mit einer Situation oder Person klarkommen. Ich muss lernen, besser mit Stress
- umzugehen. Immer mit Datie. In Vorstellungsgesprächen wird das gefragt, oder? Ständig. Wie gehen Sie mit Stress um?
- Wie gehen Sie mit Kritik um? Und was antworte ich? Nicht, kein Problem. Ich kenne keinen Stress. Das glaubt niemand. Besser. Ich
- setze Prioritäten und versuche ruhig zu bleiben. Ehrlich und professionell. Wort 23 klappen. Sophia, ich frage dich, hat gestern alles funktioniert?
- Ja, hat alles funktioniert. Okay, das ist richtig. Aber was sagen Deutsche wirklich? Keine Ahnung.
- Hat alles geklappt? Klappen. Das hört ihr 20 mal am Tag. Klappt das? Hat's geklappt? Das wird schon klappen. Wirklich so oft? Mindestens informell,
- aber essentiell. Probiert es morgen. Ihr werdet es überall hören. Wort 24 schaffen. Und unser letztes Wort für dieses Thema: Schaffen. Ich habe es
- geschafft. Das heißt, etwas Schwieriges erfolgreich beendet. Du schaffst das. Ach, das höre ich ständig.
- Der Mutmachsatz in Deutschland. Prüfung, du schaffst das. Schwieriges Projekt, du schaffst das. Es heißt, ich glaube an dich.
- Was ist der Unterschied zu erledigen und bewältigen? Erledigen, Aufgabe fertig. Bewältigen, schwere Herausforderung bestanden.
- Schaffen es irgendwie hinbekommen, trotz allem. Also, ich erledige meine E-Mails, bewältige die Krise und schaffe es
- irgendwie nach Hause. Das ist ein perfektes Beispiel. Alle drei Wörter in einem Satz. Thema 1: Geschafft.
- Geschafft? Siehst du, ich benutze es schon automatisch. Genauso soll es sein. Liebe Zuschauer, was war euer Lieblingswort
- aus diesem Thema? Schreibt's in die Kommentare. Für mich, ich kümmere mich darum. Das benutze ich ab morgen.
- Gute Wahl. Und jetzt Thema 2: Meinungen und Argumentation, weil ich denke auf C1 nicht mehr reicht. Was sage ich stattdessen?
- Das zeige ich euch jetzt. Thema 2: Meinungen und Argumentation. Und das ist der Moment, wo euer Deutsch von nett zu beeindruckend wird.
- Warum? Weil jeder B2 Lerner ich denke sagt für alles. Ich denke, das ist gut. Ich denke, das ist schlecht. Ich denke, ich
- denke, ich denke. Ja, okay, das bin ich. Was sage ich stattdessen? Das zeige ich euch jetzt. 15 Wörter.
- Danach könnt ihr diskutieren, wie gebildete Muttersprachler, Wort 1: Die Meinung. Eure persönliche Ansicht zu einem Thema. Meiner Meinung nach ist
- dieser Film ausgezeichnet. Das kenne ich. Meiner Meinung nach. Das benutze ich oft. Gut, das ist B2, aber auf C1 gibt es ein
- Upgrade. Statt meiner Meinung nach sagt ihr meiner Ansicht nach. Meiner Ansicht nach. Was ist der Unterschied?
- Ansicht klingt reflektierter. professioneller in Präsentationen, in Meetings, in formellen Diskussionen. Meiner Ansicht nach sollten wir das
- Projekt verschieben. Also, ich denke ist B1, meiner Meinung nach ist B2, meiner Ansicht nach ist C1. Genau, drei Stufen. Und die Leute merken
- den Unterschied sofort. Meiner Ansicht nach brauchen wir mehr Zeit für dieses Projekt. Das klingt wirklich anders.
- Wie jemand, der in Meetings ernst genommen wird. weiter überzeugen, das heißt jemanden durch Argumente auf deine Seite bringen. Ich konnte meinen Chef
- überzeugen, dass wir mehr Personal brauchen und Achtung, die Konstruktion jemanden von etwas überzeugen. Also mit von, nicht mit für.
- Nein, ich überzeuge dich von meiner Idee, nie mit für. Ich habe mal versucht, meine Vermieterin zu überzeugen, dass ich eine Katze haben
- darf. Ich habe eine halbe Stunde geredet. Und hat's geklappt? Ja. Am Ende hat sie gesagt: "Okay, eine
- Katze, aber nur eine." Siehst du, gute Argumente überzeugen immer. Und wenn ihr selbst 100% sicher seid, dann seid ihr überzeugt. Ich bin
- überzeugt, dass wir das Ziel erreichen. Das ist stärker als ich denke oder ich glaube. Also keine Zweifel.
- Keine Zweifel. Im Vorstellungsgespräch nicht. Ich denke, ich bin gut für den Job, sondern ich bin überzeugt, dass ich einen Mehrwert für Ihr Team bringe.
- Das klingt so selbstbewusst. Genau darum geht's. Das Gegenteil: Bezweifeln, Zweifel haben. Ich bezweifle, dass wir rechtzeitig fertig
- werden. Überzeugt sein, positiv sicher. Bezweifeln, negativ, unsicher. Genau. Aber Vorsicht, bezweifeln klingt
- sehr direkt. Diplomatischer ist, ich habe da meine Zweifel oder ich bin nicht ganz überzeugt. Also lieber weicher formulieren. In
- Deutschland schätzen die Leute diplomatische Sprache, besonders im Büro. davon ausgehen, das heißt etwas annehmen, basierend auf Informationen.
- Ich gehe davon aus, dass das Meeting um 10 Uhr beginnt. Das klingt kompliziert. Davon ausgehen. Es ist ein festes Konstrukt. Immer mit
- davon und ihr hört es ständig in Meetings. Wir gehen davon aus, dass die Zahlen stimmen. Kann ich davon ausgehen, dass sie kommen?
- Ah, also eine informierte Annahme, nicht raten, sondern ich habe Gründe dafür. Perfekt. Viel professioneller als ich denke, das Meeting ist um 10. Annehmen
- ist ähnlich, aber weniger sicher. Ich nehme an, dass er heute nicht kommt. Was ist der Unterschied zu davon ausgehen?
- Davon ausgehen: Du hast Informationen, Gründe, annehmen, mehr eine Vermutung, weniger Beweise. Ich gehe davon aus, ich habe Gründe. Ich
- nehme an, ich vermute es. Genau. Kleiner Unterschied, aber auf C1 zählen diese Nuancen. Wort 7: Vermuten. Und noch weniger sicher, vermuten. Ich vermute,
- dass das Projekt länger dauern wird. Okay, jetzt bin ich verwillt. Davon ausgehen, annehmen, vermuten. Alle drei heißen ich denke ja, aber mit
- verschiedenen Sicherheitsstufen. Davon ausgehen ziemlich sicher mit Gründen. Annehmen, wahrscheinlich, aber weniger sicher. Vermuten vielleicht.
- [räuspern] Bauchgefühl wie eine Skala. davon ausgehen ganz oben, vermuten ganz unten.
- Genau. Und auf B2 sagt ihr für alles ich denke. Auf C1 wählt ihr das richtige Wort je nach Situation. Das macht einen riesigen Unterschied,
- oder? Riesig. Weiter. Wort 8. Widersprechen, nicht zustimmen, eine andere Meinung haben. Ich muss Ihnen da widersprechen.
- Das klingt sehr direkt. Ist es auch für Diskussionen und Debatten. Und Achtung. Immer mit Dativ. Ich widerspreche dir. Ich widerspreche
- ihm, nicht akkusativ. Also nicht ich widerspreche dich. Nein, ich muss Ihnen da widersprechen. Meiner Ansicht nach ist das anders.
- Oh, das funktioniert zusammen. Widersprechen plus meine Ansicht nach. Genau. Die C1 Wörter sind ein Team. Wort 9: zustimmen. Das Gegenteil zustimmen.
- Einverstanden sein. Ich stimme Ihnen vollkommen zu. Auch mit Dativ. Ich stimme dir zu. Also nicht einfach ja oder genau sagen.
- Da stimme ich zu. Klingt viel besser als nur ja. Es zeigt, dass ihr aktiv zuhörde und die Meinung respektiert. Da stimme ich Ihnen vollkommen zu. Das
- benutze ich. Perfekt. Widersprechen, ich sage nein. Zustimmen, ich sage ja. Beides mit Dativ. Wort 10. Nachvollziehbar. Callback zum Intro.
- Erinnert ihr euch an das Intro? Das Wort, das du nicht aussprechen konntest? Nachvoll nachvollziehbar.
- Genau. Nachvollziehbar, das heißt verständlich. Man kann es verstehen. Ihre Reaktion ist nachvollziehbar. Also mehr als nur ich verstehe. Es zeigt
- Empathie. Genau. Wenn eine Freundin dir von einem Problem erzählt, sagst du nicht nur, ich verstehe, du sagst, das ist total
- nachvollziehbar. Das klingt so viel einfühlsamer. Und in Diskussionen, ihr Standpunkt ist nachvollziehbar, aber meiner Ansicht
- nach man sagt, ich respektiere deine Meinung. Aber genau diplomatisch widersprechen, das
- ist C1, Wort 11. Plausibel, ähnlich, aber anders. Plausibel, das heißt logisch, glaubwürdig. Seine Erklärung klingt plausibel.
- Was ist der Unterschied zu nachvollziehbar? Nachvollziehbar? Ich verstehe das Gefühl. Emotional, plausibel, die Logik
- stimmt. Seine Angst ist nachvollziehbar. Ich verstehe die Emotion. Seine Theorie ist plausibel. Die Logik stimmt. Nachvollziehbar für Gefühle, plausibel
- für Logik. Perfekt. Wort 12: Umstritten. Umstritten. Das heißt kontrovers. Die Meinungen gehen auseinander. Das Thema Atomkraft ist
- sehr umstritten. Wenn Menschen komplett verschiedene Meinungen haben. Genau. Es gibt Befürworter und Gegner.
- In Nachrichten hört ihr das ständig. Die Entscheidung ist umstritten. Das umstrittene Gesetz. Die neue Regelung ist umstritten. Ja, das klingt wie aus
- den Nachrichten. Genauso. Weiter. Wort 13. Der Standpunkt. Eure Position zu einem Thema. Von meinem Standpunkt aus ist das
- die beste Lösung. Standpunkt. Stand plus Punkt. Wo ich stehe in einer Diskussion. Genau. Ich verstehe deinen Standpunkt.
- Heißt ich verstehe deine Perspektive und ich vertrete den Standpunkt. Das das ist eine starke C1 Formulierung. Ich vertrete den Standpunkt, dass wir
- mehr investieren sollten. Klingt wie eine Chefin. Wort 14: Das Argument. Ein Grund oder Beweis für eure Meinung. Sie hat starke
- Argumente für ihren Vorschlag. Wie benutze ich das richtig auf C1? Ein Argument vorbringen. Ein Argument liefern. Ich möchte drei Argumente
- vorbringen. Das sagt ihr in Präsentationen. Mein stärkstes Argument ist, das klingt so strukturiert,
- weil es das ist. C1 heißt klar, logisch strukturiert argumentieren. Wort 15: Die Quelle. Und das letzte Wort in diesem Thema, die Quelle. Die Herkunft einer
- Information. Was ist die Quelle dieser Nachricht? Das ist wichtig bei Diskussionen, oder? Woher kommt die Information?
- Sehr wichtig. Eine zuverlässige Quelle heißt die Information ist vertrauenswürdig. Quellen zufolge, das hört ihr ständig in Nachrichten. Und
- wenn jemand in einer Diskussion etwas behauptet, könnt ihr fragen: Was ist ihre Quelle dafür? Das ist eine starke Frage.
- Sehr stark. Höflich, aber direkt. Weiter zu Thema 3. Zusammenfassung Thema 2. Thema 2: 15 Wörter. Ihr könnt jetzt Meinungen äußern, widersprechen,
- zustimmen, argumentieren, alles auf C1 Niveau. Mein Lieblingswort ist nachvollziehbar. Das benutze ich ab heute.
- Gute Wahl. Und liebe Zuschauer, merkt ihr den Unterschied? Vor 15 Wörtern war es: "Ich denke. Jetzt ist es meiner Ansicht nach vertrete den Standpunkt.
- Das ist nachvollziehbar." Aber das klingt wie eine andere Sprache. Fast gleiche Sprache, anderes Niveau. Thema 3: Gefühle, Eindrcke und Beziehungen.
- Endlich, ich will nicht mehr nur gut und schlecht sagen. Dann los, Thema 3. Und jetzt wird es persönlich. Gefühle, Eindrücke und
- Beziehungen. Gut, weil ich es hasse, immer nur gut und schlecht zu sagen. Wie fühlst du dich? Gut. Wie war der Film? Gut. Wie
- ist dein Chef? Schlecht. Genau. Auf B2 habt ihr vielleicht zehn Wörter für Gefühle. Auf C1 braucht ihr 30, weil das Leben nicht nur gut und schlecht ist.
- Stimmt. Also, wie drücke ich mich besser aus? 26 Wörter. Danach könnt ihr über Gefühle, Eindrücke und Menschen sprechen
- wie Erwachsene. Wie Erwachsene, das ist ein guter Anspruch. Los geht's. Wort ein empfinden. Das
- heißt fühlen, aber tiefer und bewusster. Ich empfinde große Dankbarkeit für diese Chance. Was ist der Unterschied zu fühlen?
- Fühlen ist Alltag. Ich fühle mich gut. Empfinden ist reflektiert, bewusst. Ich empfinde Dankbarkeit. Ich empfinde Respekt. Ich empfinde Mitleid.
- Also, ich fühle mich müde ist okay, aber ich empfinde tiefe Trauer klingt stärker. Genau. Empfinden ist für die großen Gefühle, die wichtigen. Wort 2:
- Wahrnehmen. Das heißt etwas bewusst bemerken, erkennen. Ich nehme eine Veränderung in seiner Stimmung wahr. Das ist mehr als nur sehen.
- Viel mehr. Sehen ist passiv. Wahrnehmen ist, du erkennst etwas bewusst. Du achtest darauf. Ich nehme wahr, dass mein Kollege
- gestresst ist. Also, ich habe es bemerkt. Ich bin aufmerksam. Genau. Auf B2 sagt ihr, ich sehe, dass er gestresst ist. Auf C1, ich nehme wahr, dass er
- unter Druck steht. Komplett anderes Niveau. Wort 3: Der Eindruck, das Gefühl, dass ihr von etwas bekommt. Ich habe den Eindruck, dass er nicht die
- Wahrheit sagt. Also statt ich finde, er lügt, sage ich, ich habe den Eindruck, dass er nicht ehrlich ist. Viel diplomatischer, viel
- professioneller. Ich habe den Eindruck, das klingt so, als ob ich nachgedacht habe, bevor ich spreche. Genau. Und die wichtigste Kombination,
- der erste Eindruck. Der erste Eindruck zählt. Das ist in Deutschland ein Lebensmotto. Beim Vorstellungsgespräch, beim
- Kennenlernen, überall. Weiter. Wort 4: Einschätzen. Das heißt eine Situation bewerten, evaluieren. Ich schätze die Situation als kritisch ein, trennbar.
- Ich schätze ein. Wo benutze ich das? im Büro ständig. Wie schätzen Sie das ein? Ich schätze das anders ein. Es zeigt, dass ihr
- analysieren könnt. Ich schätze die Lage als schwierig ein. Das klingt nach jemandem, der Kontrolle hat.
- Genau. Weiter. Wort 5: Beurteilen. Auch bewerten, aber für Personen und Leistungen. Es ist schwer, die Lage richtig zu beurteilen.
- Was ist der Unterschied zu einschätzen? Einschätzen, eine Situation evaluieren. Beurteilen, eine Person oder Leistung bewerten. Ich schätze die Situation ein.
- Ich beurteile seine Arbeit. Einschätzen für Situationen, beurteilen für Menschen und Leistungen. Perfekt. Kleine Unterschiede, große
- Wirkung. Wort 6: beeindruckt sein, wenn etwas euch wirklich positiv überrascht. Ich bin beeindruckt von deinen Fortschritten.
- Das ist ein schönes Kompliment. sehr stark beeindruckt von jemanden oder durch etwas. Und auf C1 sagt ihr nicht, das finde ich toll, ihr sagt, das hat
- mich beeindruckt. Ihre Präsentation hat mich sehr beeindruckt. Ja, das klingt besser als fand ich toll.
- Wie Tag und Nacht. Wort 7, das Gegenteil. Enttäuscht sein. Traurig, weil eine Erwartung nicht erfüllt wurde. Ich bin enttäuscht von dem Ergebnis.
- Immer mit von meistens enttäuscht von einer Person, enttäuscht über eine Situation, beides möglich.
- Ich war so enttäuscht, als ich die B2 Prüfung beim ersten Mal nicht bestanden habe. Und was hast du gemacht?
- Noch mal gelernt und beim zweiten Mal bestanden. Siehst du, Enttäuschung ist nicht das Ende. Es ist der Anfang vom zweiten
- Versuch. Wort 8: Überrascht sein. Etwas unerwartetes erleben. Aber auf C1 achtet auf die Adjektive davor. Positiv überrascht, negativ überrascht, angenehm
- überrascht. Ich bin positiv überrascht, heißt es ist besser als erwartet. Genau. Ich bin angenehm überrascht von
- der Qualität. Das hört ihr ständig. Merkt euch die Kombinationen, nicht nur das Wort allein. Wort 9: begeistert sein, stärker als gut finden. Richtige
- Freude, Enthusiasmus. Ich bin begeistert von dieser Idee. Das klingt so positiv sehr und reflexiv. Sich begeistern für
- etwas. Ich begeistere mich für Sprachen. Ich begeistere mich für die deutsche Kultur. Ja, das drückt mehr aus als ich finde Deutschland gut.
- Viel mehr. Begeisterung ist anig. Wenn ihr begeistert redet, hören die Leute zu. Wort 11: Frustriert sein. Enttäuscht und genervt gleichzeitig. Ich bin
- frustriert, weil nichts klappt. Das kenne ich beim Deutsch lernen. Wenn ich ein Wort suche und das nicht finde, frustriert.
- Und das ist normal. Aber auf C1 sagt ihr nicht, das nervt. Ihr sagt, ich bin frustriert. Das klingt erwachsener. Das nervt. B2.
- Ich bin frustriert. C1. Genauso. Wort 11: skeptisch sein. Nicht ganz überzeugt. Unsicher. Ich bin skeptisch, ob das funktionieren wird.
- Das ist schwächer als bezweifeln, oder? Aus Thema 2. Gut aufgepasst. Bezweifeln, ihr glaubt es nicht. Skeptisch sein. Ihr seid
- unsicher. Braucht mehr Beweise. Ich bin skeptisch heißt überzeug mich. Zeig mir mehr. Perfekt. Weiter. Wort 12. Die Stimmung.
- Die Stimmung. Die Atmosphäre in einer Situation oder Gruppe. Die Stimmung im Team ist sehr gut. Wie benutze ich das?
- Gute Stimmung, schlechte Stimmung. Die Stimmung kippt. Das heißt, plötzlich wird die Atmosphäre negativ. Die Stimmung heben heißt die Atmosphäre
- verbessern. Die Stimmung auf der Party war ausgelassen. Heißt das alle waren fröhlich?
- Genau. Ausgelassen ist ein schönes C1 Adjektiv dafür und die Stimmung ist gedrückt. Alle sind down. Viele Kombinationen.
- Stimmung ist sehr flexibel. Ein starkes Wort. Wort 13. Die Haltung. Die Haltung. Eure grundsätzliche Einstellung zu etwas. Seine Haltung zum Thema hat sich
- geändert. Was ist der Unterschied zu Meinung? Meinung zu einem spezifischen Thema: Haltung, eure grundsätzliche
- Einstellung. Meine Meinung zu diesem Film, aber meine Haltung zum Leben. Meinung klein und spezifisch, Haltung groß und grundsätzlich.
- Genau. Ich bewundere seine positive Haltung. Das geht tiefer als nur eine Meinung. Okay. 13eh. Wörter über Gefühle und Eindrücke. Jetzt wird es noch
- persönlicher. Beziehungen. Wie ihr über Menschen in eurem Leben sprecht. Endlich, weil er ist nett, reicht nicht. Nein, absolut nicht. Wort 14. Das
- Verhältnis. Das Verhältnis. Die Beziehung zwischen Menschen. Das Verhältnis zu meinem Chef ist sehr gut. Moment. Warum nicht einfach Beziehung?
- Weil Beziehung oft romantisch oder persönlich klingt, Verhältnis ist neutraler, auch professionell. Meine Beziehung zu meinem Partner persönlich.
- Mein Verhältnis zu meinem Chef professionell. Ah, also im Büro sage ich Verhältnis, nicht Beziehung.
- Genau. Sonst denken die Leute, du hast was mit deinem Chef. [gelächter] Okay. Verhältnis, sehr wichtig. Wort 15: Sich verstehen mit. sich
- verstehen mit gut miteinander auskommen, sich mögen. Ich verstehe mich gut mit meinen Kollegen. Das ist reflexiv mit
- immer. Ich verstehe mich mit dir. Wir verstehen uns gut. Am ersten Tag im neuen Job fragt bestimmt jemand: "Verstehst du dich gut mit allen?"
- Und ich sage: "Ja, ich verstehe mich gut mit dem Team." Perfekt. Natürlich und professionell. Wort 16: Auskommen mit. Ähnlich, aber
- kleiner Unterschied. Ich komme gut mit meinem Nachbarn aus. Ist das nicht das gleiche wie sich verstehen mit?
- Fast sich verstehen, ihr mögt euch aktiv. Auskommen, ihr habt keine Probleme. Wir verstehen uns gut. Wir mögen uns. Wir kommen gut aus. Kein
- Streit. Kein Drama. Man kann mit jemandem auskommen, ohne ihn zu mögen. Genau. Im Büro kommt man mit vielen
- Leuten aus. Man versteht sich aber nicht mit allen. Das ist ein wichtiger Unterschied, besonders bei der Arbeit.
- Der Umgang. Der Umgang. Die Art und Weise, wie man mit Menschen oder Situationen umgeht, der Umgang mit Kunden erfordert Geduld.
- Das kommt von umgehen mit, oder? Aus Thema 1. Genau. Umgehen mit, das Verb, der Umgang, das Nomen. Der Umgang mit
- Kritik. Wie reagierst du auf Kritik? Ein respektvoller Umgang. Man behandelt sich mit Respekt. Der Umgang im Team ist professionell.
- Klingt gut. Sehr gut. Weiter. Sich verhalten, [räuspern] sich benehmen, agieren. Er hat sich sehr professionell verhalten.
- Reflexiv. Ich verhalte mich. Du verhältst dich. Das ist so ein Elternwort oder? Benimm dich.
- Ja, aber auch professionell. Wie sollte ich mich im Meeting verhalten? How should I act? Sie hat sich in der Krise vorbildlich verhalten. Das klingt nach
- Respekt. Genau. Vorbildlich verhalten, das ist ein großes Kompliment. Und das Nomen dazu, das Verhalten. Die Art, wie jemand
- handelt. Sein Verhalten war unangemessen. In der Schule gab es Noten für Verhalten. Genau. Und bei der Arbeit, professionelles Verhalten steht
- in jeder Firmenpolitik. Angemessenes Verhalten wird erwartet. sich verhalten, was ich tue. Das Verhalten, wie es aussieht.
- Genau. Angemessen, das heißt passend für die Situation. Appropriate. Auf B2 sagt ihr, das ist richtig oder das passt. Auf C1, das ist angemessen.
- Angemessene Kleidung, angemessenes Verhalten. Genau. Und das Gegenteil: Unangemessen. Sein Kommentar war unangemessen. Das
- klingt viel stärker als das. War nicht nett. Nicht nett. Kindergarten unangemessen C1.
- Genauso respektvoll. Respektvoll mit Achtung und Respekt. Er behandelt alle Mitarbeiter respektvoll. Das steht bestimmt in jeder
- Jobbeschreibung. Überall. Respektoller Umgang miteinander. Das lest ihr in jeder Firmenkultur. Und respektvoll ist
- Adjektiv und Adverb. Respektoll sprechen, respektvoll behandeln. Wir gehen respektvoll miteinander um. Das kombiniert Umgang und respektvoll.
- Siehst du, die Wörter arbeiten zusammen immer. Das Missverständnis. Das Missverständnis. Wenn jemand etwas falsch versteht, das war ein
- Missverständnis. Ich habe es anders gemeint. Das passiert mir ständig auf Deutsch. jedem, besonders beim Sprachen lernen
- und das wichtigste Verb dazu klären. Klären etwas klarstellen, aufklären. Wir müssen das klären. Klären macht etwas klar, von unklar zu klar.
- Wir hatten ein Missverständnis mit einem deutschen Freund. Ich war beleidigt, er war verwirrt. Dann haben wir geredet und alles geklärt.
- Das ist die Lektion. Kommunikation klärt alles. Nicht schweigen, nicht wütend bleiben. Ansprechen und klären. Wort 25. Pflegen. Das kennt ihr vielleicht von
- Pflanzen, eine Pflanze pflegen. Aber auf C1 benutzt ihr es für Beziehungen. Ich pflege gute Beziehungen zu meinen Kollegen.
- Man pflegt eine Beziehung wie eine Pflanze. Genauso eine Freundschaft pflegen. Man investiert Zeit und Energie. Den Kontakt
- pflegen. Man meldet sich regelmäßig. Es ist nicht passiv, es ist aktiv. Ich pflege den Kontakt zu meinen alten Studienfreunden. Das klingt schön.
- Und es zeigt, du gibst dir Mühe. Beziehungen passieren nicht von allein. Wort 12, die Stimmung. Wort 25, der Kontakt. Der Kontakt, die Verbindung
- zwischen Menschen. Kontakt halten, Kontakt aufnehmen, den Kontakt verlieren. Wir haben den Kontakt verloren. Das ist traurig.
- Ja, aber Kontakt aufnehmen, das ist der erste Schritt. Ich nehme Kontakt mit ihnen auf. Höflich und professionell im Büro. Sagt ihr das ständig.
- Können Sie Kontakt mit dem Kunden aufnehmen? Ja, das höre ich oft. Und privat bleiben wir in Kontakt. Einfach, aber wichtig. Wort 26,
- Rücksicht nehmen auf. Und unser letztes Wort, Rücksicht nehmen auf. Das heißt an andere denken, rücksichtsvoll sein. Bitte nehmen Sie Rücksicht auf die
- Nachbarn. Das steht in meinem Mietvertrag. Bitte nehmen Sie Rücksicht auf andere Mieter. Natürlich steht das da. Deutschland
- liebt Regeln, aber das Wort ist schön. Es bedeutet, dass man nicht nur an sich selbst denkt. Er nimmt keine Rücksicht auf andere. Das heißt, er ist
- egoistisch. Genau. Und rücksichtsvoll als Adjektiv, das ist ein großes Kompliment in Deutschland. Sie ist sehr
- rücksichtsvoll. Rücksicht nehmen auf, das ist irgendwie sehr deutsch. Ja, Rücksicht, Ordnung, Respekt. Das
- sind deutsche Werte, ob man sie mag oder nicht. Zusammenfassung Thema 3 Yatima 26 Wörter. Ihr könnt jetzt über Gefühle, Eindrücke und Beziehungen sprechen wie
- Erwachsene, nicht mehr gut und schlecht. Mein Lieblingswort ist nachvollziehbar. Nein, warte, das war Thema 2. Hier ist es pflegen. Eine Freundschaft Pflegen.
- Das ist so ein schönes Bild. Schöne Wahl und jetzt kommt die erste Pause. Liebe Zuschauer, ihr habt gerade 67 Wörter gelernt. Das ist ein Drittel
- schon ein Drittel? Ja. Wenn ihr bis hierhin gekommen seid, Respekt. Schreibt in die Kommentare, welches Wort aus den ersten drei Themen
- euer Favorit ist. Und wenn ihr eine kurze Pause braucht, drückt auf Pause. Wir laufen nicht weg. Aber kommt zurück, die nächsten sieben
- Themen sind genauso wichtig. Und falls es euch bis jetzt gefallen hat, ihr wisst, was zu tun ist. Thema 4: Probleme und Lösungen. Weil im
- Leben immer irgendwas schiefgeht. Das stimmt leider. Weiter. Thema 4: Probleme und Lösungen. Endlich, weil mein Leben aus Problemen
- besteht. Willkommen im Club. Aber das Ding ist, auf B2 sagt ihr, ich habe ein Problem für alles. Kleines Problem, großes
- Problem, Katastrophe. Immer das gleiche Wort. Stimmt. Was sage ich stattdessen? 13 Wörter. Danach könnt ihr Probleme
- beschreiben, analysieren und lösen wie Profis. Wort 1: Die Schwierigkeit. Wir hatten einige Schwierigkeiten mit dem neuen System.
- Das klingt besser als wir hatten Probleme. Viel besser. Problem klingt dramatisch. Schwierigkeit klingt professionell. Im
- Büro sagt nicht, wir haben ein Problem, sagt wir sind auf Schwierigkeiten gestoßen. Wir sind auf Schwierigkeiten gestoßen.
- Das klingt nach jemandem, der ruhig bleibt. Genau. Und das ist der Eindruck, den ihr machen wollt. Nicht Panik, Kontrolle,
- das Hindernis. etwas, das im Weg steht, eine Barriere. Das größte Hindernis war die fehlende Finanzierung, also etwas, das mich stoppt oder
- blockiert. Genau. Und die wichtige Kombination: Ein Hindernis überwinden. Aber das Verb kommt gleich noch. Merkt euch erstmal,
- Schwierigkeit, es ist schwer. Hindernis, etwas blockiert euch. Es gibt mehrere Hindernisse auf dem Weg zum Erfolg. Klingt nach Präsentation.
- Genauso weiter. Die Herausforderung. Eine schwierige Aufgabe die Anstrengung erfordert, aber positiver als Problem oder Schwierigkeit. Die Digitalisierung
- ist eine große Herausforderung für viele Unternehmen. Das klingt fast motivierend. Genau. Ein Problem will niemand. Eine
- Herausforderung, die nimmt man an. Im Büro sagt niemand, wir haben ein riesiges Problem. Man sagt, wir stehen vor einer großen Herausforderung.
- Gleiche Situation, aber komplett andere Stimmung. Das ist die Macht der Wortwahl. Die Lösung, die Antwort auf ein Problem. Wir haben endlich eine
- Lösung gefunden. Und die wichtigen Kombinationen: Lösung finden, eine Lösung bieten, eine Lösung erarbeiten.
- Erarbeiten? Ja, das heißt, ihr habt daran gearbeitet. Die Lösung kam nicht einfach so. Ihr habt sie entwickelt.
- Wir haben gemeinsam eine Lösung erarbeitet. Das klingt nach Teamwork. Perfekt. Und das Gegenteil, es gibt keine einfache Lösung. Das hört ihr in
- der Politik ständig. Lösen, das werb dazu, wir müssen dieses Problem schnell lösen. Ein Problem lösen, eine Aufgabe lösen.
- Und im Alltag, das lässt sich lösen. Das heißt, es gibt einen Weg. Kein Grund zur Panik. Das lässt sich lösen. Das ist so ein
- beruhigender Satz. Genau. Wenn euer Chef gestresst ist und ihr sagt: "Ruhig, das lässt sich lösen, sofort Respekt, überwinden, etwas Schwieriges hinter
- sich lassen, darüber hinwegkommen. Er hat seine Angst überwunden." Das klingt emotional. Ist es auch. Überwinden benutzt ihr oft
- für innere Barrieren. Angst überwinden, Zweifel überwinden, Hindernisse überwinden. Ich hatte so viel Angst vor meiner
- ersten Präsentation auf Deutsch. Meine Hände haben gezittert. Und hast du sie gemacht? Ja, es war nicht perfekt, aber ich habe
- es gemacht. Du hast deine Angst überwunden. Genau das bedeutet es. Du hast etwas getan, obwohl es dich Überwindung gekostet hat.
- Überwindung kosten? Das ist auch eine Kombination. Ja, es hat mich viel Überwindung gekostet, aber ich habe es geschafft.
- Starker Satz: Scheitern. Jetzt ein Wort, das keiner mag. Scheitern. nicht erfolgreich sein. Versagen. Das Projekt ist leider gescheitert.
- Das klingt endgültig. Ist es auch. Und Achtung, scheitern an etwas, immer mit an plus Dativ. Das Projekt ist an den Kosten gescheitert.
- Die Verhandlungen sind an der Kommunikation gescheitert. Also, es hat nicht geklappt wegen etwas. Genau. Und eine starke Kombination zum
- Scheitern verurteilt. Das heißt, keine Chance von Anfang an. Das Projekt war von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Klingt dramatisch.
- Ist es auch. Benutzt es sparsam. Gelingen. Das Gegenteil. Erfolgreich sein. Funktionieren. Die Präsentation ist mir gut gelungen.
- Scheitern negativ, gelingen positiv. Genau. Und Achtung, die Konstruktion. Es gelingt mir Dativ. Es ist mir gelungen, das Problem zu lösen.
- Nicht. Ich habe gelungen? Nein, es gelingt mir. Das Ding gelingt der Person. Es ist uns gelungen, den Vertrag abzuschließen.
- Das ist eine komische Konstruktion. Ja, aber wenn ihr sie richtig benutzt, klingt ihr sofort C1. Meistern, eine schwierige Aufgabe: Erfolgreich
- bestehen. Sie hat alle Herausforderungen gemeistert. Das klingt ähnlich wie bewältigen aus Thema 1.
- Sehr ähnlich, aber Meistern hat mehr können, Geschick. Man meistert etwas mit Kompetenz. Bewältigen heißt, man hat es durchgestanden. Meistern heißt, man hat
- es mit Bravur geschafft. Er hat die Prüfung gemeistert. Klingt besser als er hat die Prüfung bestanden. Viel besser. Bestanden. Du bist
- durchgekommen. Meistern, du warst brillant. Ergreifen. Maßnahmen ergreifen. Das ist eine feste Kombination. Wir müssen sofort Maßnahmen
- ergreifen. Maßnahmen ergreifen heißt jetzt handeln. Genau. Nicht reden, nicht warten, handeln und ergreifen funktioniert mit
- anderen Nomen auch. Die Initiative ergreifen, den ersten Schritt machen, die Gelegenheit ergreifen, eine Chance nutzen.
- Ich ergreife die Initiative und organisiere das Meeting. Das klingt nach Führung. Genau. Das ist jemand, der nicht wartet,
- bis andere handeln. durchführen, etwas ausführen, realisieren, von Anfang bis Ende umsetzen. Wir werden nächste Woche eine Umfrage durchführen. Trennbar. Wir
- führen die Umfrage durch. Das höre ich oft bei der Arbeit. Führen Sie das durch? Genau. Ein Projekt durchführen, eine
- Studie durchführen, Maßnahmen durchführen. Es heißt, macht es komplett von A bis Z. Die Studie wurde erfolgreich
- durchgeführt. Passiv geht auch. Ja, in Berichten und Nachrichten hört ihr es oft im Passiv. Gut beobachtet. Und unser letztes Wort: Funktionieren. Das kennt
- ihr, aber auf C1 benutzt ihr es nicht nur für Maschinen. Das neue System funktioniert einwandfrei. Einwandfrei
- ohne Fehler. Perfekt. Einwandfrei funktionieren, eine starke Kombination. Aber funktionieren geht auch für abstrakte Dinge. Die Beziehung
- funktioniert nicht, der Plan funktioniert. Das Team funktioniert gut zusammen. Ah, also für alles, nicht nur Maschinen.
- Für alles. Und schneller Vergleich: Erinnert ihr euch an Klappen aus Thema 1? Funktionieren ist neutral und formell. Klappen ist informell. Der
- Computer funktioniert. Aber hat der Plan geklappt? Funktionieren formell, klappen Alltag. Klar. Thema 4: 13 Wörter. Ihr könnt
- jetzt über Probleme reden, ohne in Panik zu geraten. Mein Lieblingswort ist: Das lässt sich lösen. Das ist so beruhigend.
- Starke Wahl und schnelles Szenario. Ihr seid Projektmanagerin. Ein Problem taucht auf. Was sagt ihr? Wir sind auf eine Schwierigkeit
- gestoßen, aber ich habe eine Lösung erarbeitet. Ich ergreife sofort Maßnahmen und führe den Plan durch. Hört ihr das, liebe Zuschauer? Vor einer
- Stunde hat sie, ich habe ein Problem. Ich mache das, gesagt. Jetzt klingt sie wie eine Geschäftsführerin. So fühle ich mich auch gerade.
- Gut. Thema 5: Zusammenhänge und Logik. Wie ihr Ideen verbindet und smart klingt, klingt anspruchsvoll,
- ist es auch, aber ihr schafft das. Weiter. Wort 14, die Ursache. Der Grund, warum etwas passiert ist. Die Ursache des Problems war ein Software Fehler,
- also warum etwas schiefgegangen ist. Genau. Auf B2 sagt ihr, der Grund ist. Auf C1 sagt ihr, die Ursache liegt in das klingt analytischer.
- Die Ursache liegt in der fehlenden Kommunikation. Ja, das klingt nach jemandem, der das Problem wirklich verstanden hat.
- Und eine wichtige Kombination: Ursache und Wirkung. Cause and effect. Das braucht ihr für jede ernsthafte Diskussion.
- Ursache: Warum Wirkung, was passiert danach? Perfekt. Vermeiden. Dafür sorgen, dass etwas nicht passiert. Wir müssen diesen Fehler in Zukunft
- vermeiden. Also etwas verhindern, bevor es passiert. Genau. Fehler vermeiden,
- Missverständnisse vermeiden, Konflikte vermeiden. Es ist proaktiv. Ihr handelt, bevor es ein Problem gibt. Auf B2 sage ich, ich will das nicht noch
- mal machen. Auf C1, ich möchte diesen Fehler künftig vermeiden. Komplett anderes Level. Künftig. In der Zukunft noch ein C1 Wort
- geschenkt. Bonuswort. Danke. Sich auseinandersetzen mit, das heißt sich intensiv mit einem Thema oder
- Problem beschäftigen. Wir müssen uns ernsthaft mit diesem Thema auseinandersetzen. Das ist lang.
- Ja, aber es ist eines der stärksten C1 Werben. Es zeigt, ich beschäftige mich nicht oberflächlich damit. Ich gehe in die Tiefe.
- Also nicht ich denke darüber nach, sondern ich setze mich intensiv damit auseinander. Das heißt, ich analysiere, ich
- hinterfrage, ich suche Lösungen, es ist Arbeit, nicht nur nachdenken. Wir müssen uns mit den Ursachen auseinandersetzen. Passt zu Ursache.
- Genau. Die Wörter verbinden sich. Das ist der C1 Effekt, der Ansatz. Eine Methode, eine Herangehensweise an ein Problem. Wir brauchen einen neuen
- Ansatz. Wie Approach. Genau. Unser bisheriger Ansatz funktioniert nicht. Ich schlage einen anderen Ansatz vor. In Meetings
- hört ihr das ständig. Ich habe einen interessanten Ansatz für dieses Problem. Das klingt so, als hätte ich eine Idee.
- Genau. Nicht irgendeine Idee, eine durchdachte Idee. Ein Ansatz klingt professioneller als ich habe eine Idee. Idee B2, Ansatz C1. Du lernst schnell
- beheben. Einen Fehler oder ein Problem reparieren. Beseitigen. Der Fehler wurde schnell behoben. Also wie reparieren? Ähnlich, aber beheben ist für abstrakte
- Probleme. Du reparierst ein Auto. Du behebst einen Fehler, ein Problem, einen Mangel. Wir haben den Fehler identifiziert und
- behoben. Das klingt nach IT. Ja, in der IT hört ihr das ständig, aber auch allgemein. Das Problem wurde behoben, heißt einfach, es ist gelöst, es ist
- weg. Lösen allgemein beheben, etwas konkretes reparieren. Genau.
- Wort 19: Der Mangel. Der Mangel, ein Fehlen von etwas, nicht genug von etwas. Es herrscht ein Mangel an qualifizierten Fachkräften.
- Fachkräftemangel, das höre ich ständig in den Nachrichten. Genau, das ist eines der größten Themen in Deutschland gerade. Mangel an etwas.
- Immer mit an plus Dativ. Zeitmangel, Geldmangel, Personalmangel. Also Mangel heißt etwas fehlt und das ist ein Problem. Genau. Und auf C1 sagt
- ihr nicht, wir haben nicht genug Leute. Ihr sagt, es besteht ein Mangel an Personal. Es besteht ein Mangel an Personal. Das klingt nach Bericht.
- Genauso soll es klingen. Wort 20, der Aufwand. Der Aufwand, die Mühe, die Zeit, die Energie, die etwas
- kostet. Der Aufwand war enorm, aber es hat sich gelohnt. Also, wie viel Arbeit etwas ist? Genau. Der zeitliche Aufwand ist zu hoch. Mit
- wenig Aufwand viel erreichen. Und eine wichtige Frage in jedem Projekt: steht der Aufwand im Verhältnis zum Ergebnis? Ah, lohnt es sich?
- Genau. Wenn der Aufwand zu groß ist und das Ergebnis zu klein, dann lohnt es sich nicht. Das ist Kosten nutzenden. Der Aufwand hat sich gelohnt. Das ist
- ein schöner Satz nach einem schwierigen Projekt. Sehr schön. Und genau das Gefühl habt ihr hoffentlich am Ende dieses Videos.
- Wort 21: sich bemühen, sich Mühe geben, sich anstrengen. Ich bemühe mich, die Situation zu verbessern.
- Das klingt bescheiden irgendwie. Gutes Gefühl. Sich bemühen heißt, ich versuche es ehrlich, aber ich verspreche kein perfektes Ergebnis. Das ist
- diplomatisch. Also, wenn mein Chef fragt, können Sie das bis morgen schaffen? Und ich bin nicht sicher.
- Dann sagst du nicht ja klar, wenn du nicht sicher bist. Und du sagst nicht nein. Du sagst ich bemühe mich. Ich bemühe mich das bis morgen zu
- erledigen. Ehrlich, aber positiv. Genau. Kein leeres Versprechen, aber auch kein Nein. Die perfekte Mitte. Thema 4: 21 Wörter, Probleme und
- Lösungen. Ihr könnt jetzt Probleme beschreiben, analysieren, Ursachen finden und Lösungen vorschlagen. Alles auf C1.
- Und mein Loopssatz ist immer noch: Das lässt sich lösen. Den sage ich ab jetzt zu allem. Gute Einstellung und schnelles Szenario.
- Euer Chef fragt: "Was ist das Problem und was machen wir?" Wir sind auf eine Schwierigkeit gestoßen. Die Ursache liegt in der
- fehlenden Kommunikation. Ich habe mich intensiv damit auseinandergesetzt und einen neuen Ansatz erarbeitet. Ich ergreife sofort Maßnahmen und führe den
- Plan durch. Hört ihr das? 9 C1 Wörter in vier Sätzen. Vor einer Stunde war es: "Wir haben ein Problem, ich mache das."
- Ja, das sage ich nie wieder. Gut. Thema 5: Zusammenhänge und Logik. Jetzt verbinden wir alles. Klingt anspruchsvoll.
- Ihr schafft das. Thema 5: Zusammenhänge und Logik. Und ich sag euch ehrlich, dieses Thema ist der Grund, warum manche Leute smart klingen und andere nicht.
- Warum? Weil die meisten B2 Lerner gute Sätze bilden können, einzelne Sätze. Aber auf C1 müsst ihr Sätze verbinden, Ursache und Wirkung zeigen, logische
- Schlüsse ziehen. Das ist der Unterschied zwischen sie spricht gut Deutsch und sie denkt auf Deutsch. Okay, das will ich. Wie mache ich das?
- 26 Wörter. Danach könnt ihr Ideen verknüpfen wie gebildete Muttersprachler. Wort 1: Der Zusammenhang.
- Die Verbindung zwischen zwei Dingen. In diesem Zusammenhang möchte ich etwas sagen, wie Kontext.
- Genau. Und diese Phrase in diesem Zusammenhang, die hört ihr überall. In Meetings, in Vorträgen, in Nachrichten. Es heißt, was ich jetzt sage, gehört zu
- dem, was wir gerade besprochen haben. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu erwähnen, dass das klingt nach Präsentation.
- Genauso. Und im Zusammenhang mit in Verbindung mit im Zusammenhang mit dem Projekt gibt es Neuigkeiten. Ein Strukturwort, das verbindet Ideen.
- Perfekt verstanden. Wort 2: Zusammenhängen. Das Verbusammenhängen. Wenn zwei Dinge verbunden sind, diese beiden Probleme hängen zusammen.
- Also A hat etwas mit B zu tun. Genau. A hängt mit B zusammen. Die Wirtschaftskrise hängt mit der Energiepolitik zusammen. Es zeigt, das
- sind nicht zwei getrennte Dinge, die gehören zusammen. Hängt das damit zusammen? Das kann ich als Frage stellen.
- Genau. Sehr gute Frage für Meetings und Diskussionen. Weiter. Wort 3: Führen zu. etwas verursachen, ein Resultat haben. Stress kann zu gesundheitlichen
- Problemen führen. A führt zu B. A versacht B. Genau. In Nachrichten ständig. Die Entscheidung führte zu Protesten, das
- führt zu höheren Kosten. Es zeigt Ursache und Wirkung direkt und klar. Die fehlende Kommunikation hat zu Missverständnissen geführt. Passt zu
- Thema 3. Siehst du, alles hängt zusammen. Und das war jetzt auch ein Zusammenhang. Wort 4: sich ergeben aus, resultieren
- aus, automatisch folgen aus etwas. Aus dieser Analyse ergibt sich, dass wir Änderungen brauchen. Das klingt kompliziert.
- Klingt kompliziert, ist aber logisch. A ergibt sich aus B. A ist das automatische Resultat von B. Daraus ergibt sich die Frage, eine logische
- Schlussfolgerung. Was ist der Unterschied zu führen zu? Führen zu A versacht aktiv B. Sich ergeben aus B entsteht automatisch aus
- A. Die Krise führt zu Protesten. Die Krise verursacht aktiv etwas. Aus der Krise ergibt sich die Notwendigkeit zu handeln. Das folgt logisch.
- Führen zu aktiv, sich ergeben aus automatisch. Okay. Wort 5, die Folge, das Ergebnis, die Konsequenz. Die Folge war, dass wir den
- Vertrag verloren haben. Was danach passiert? Genau. Als Folge der Pandemie mussten viele Geschäfte schließen und eine starke Kombination
- zur Folge haben. Das hat zurfolge, dass die Preise steigen. Die Entscheidung hatte schwerwiegende Folgen. Klint nach Nachrichten.
- Genau. Schwerwiegende Folgen. Ernste Konsequenzen. Sehr starke Kombination. Ähnlich aber härter. Die Konsequenz. Die Konsequenz ist, dass wir unsere
- Strategie ändern müssen. Ist das nicht das gleiche wie Folge? Fast, aber Konsequenz ist oft logischer und ernster. Folge: Was passiert danach?
- Konsequenz: Das logische Resultat, manchmal eine Strafe. Konsequenzen tragen, die Verantwortung für die Ergebnisse übernehmen. Konsequenzen
- ziehen, Schlüsse ziehen und handeln. Wir müssen Konsequenzen ziehen. Das klingt nach einer harten Entscheidung. Genau, es ist ernst. Weiter sich
- beziehen auf Bezug nehmen auf etwas. Ich beziehe mich auf ihre E-Mail vom letzten Montag. Das brauche ich für E-Mails.
- Jeden Tag. Das ist der Satz für professionelle E-Mails. Instatt wegen ihrer E-Mail beziehe mich auf Ihre E-Mail vom 15. Januar, sofort
- professioneller. Ich beziehe mich auf unser Gespräch von gestern. Das funktioniert auch perfekt. Und in Meetings, worauf
- beziehen Sie sich? Heißt, was meinen Sie genau? Sehr höfliche Art zu fragen. Weiter: Voraussetzen. Etwas als Bedingung annehmen. Der Job setzt gute
- Deutschkenntnisse voraus. Das habe ich in Stellenanzeigen gelesen. Wir setzen voraus. Genau. Wir setzen Berufserfahrung
- voraus. Heißt, ohne Erfahrung braucht ihr euch nicht zu bewerben. Es ist höflicher als sie müssen Erfahrung haben, aber es meint das Gleiche.
- Und außerhalb vom Job? Das setzt voraus, dass alle einverstanden sind. Heißt, es funktioniert nur, wenn alle ja sagen.
- Eine Bedingung. Also voraussetzen, etwas ist notwendig, damit etwas anderes funktioniert. Genau. Weiter abhängen von bedingt sein
- durch etwas. Das hängt von der Situation ab. Immer mit von plus Dativ. Das kommt drauf an. Ist das das gleiche? Umgangssprachlich ja. Das kommt drauf
- an, ist Alltag. Das hängt davon ab, ist C1. gleiche Bedeutung, anderes Niveau. Der Erfolg hängt von der Vorbereitung ab, klingt nach Weisheit.
- Ist es auch. Und eine Frage, die ihr oft stellt, wovon hängt das ab? Heißt, was sind die Bedingungen? Wovon hängt das ab? Gute Frage für
- Meetings. Sehr gut. Berücksichtigen. In betracht ziehen. Auf B2 sagt ihr, wir müssen daran denken, das. Auf C1, wir müssen
- berücksichtigen, das bitte. Berücksichtigen Sie, dass die Frist am Freitag endet? Das klingt formell.
- Sehr formell und professionell. Berücksichtigen heißt, ihr habt alle Faktoren bedacht. Ihr seid gründlich. Wir haben alle Risiken berücksichtigt.
- Klingt nach einem guten Projektmanager. Genau. Dieses Wort zeigt, ihr denkt nicht nur, ihr denkt gründlich. Beachten. Aufmerksam sein auf etwas.
- Bitte beachten Sie die Hinweise. Ist das nicht das gleiche wie berücksichtigen? Ähnlich, aber nicht gleich. Beachten, aufpassen, Regeln
- befolgen, berücksichtigen, in die Überlegung einbeziehen. Beachten Sie die Regeln, folgt Ihnen: Berücksichtigen Sie die Fakten, denkt darüber nach.
- Beachten tu das. Berücksichtigen, denkt daran. Perfekt. Und bitte beachten Sie, das lest ihr auf jedem deutschen Schild, in
- jeder E-Mail, überall. in Betracht ziehen. Eine Möglichkeit erwegen. Wir ziehen verschiedene Optionen in Betracht.
- Das ist eine feste Phrase, ja, immer etwas in Betracht ziehen. Heißt, ihr denkt ernsthaft darüber nach. Noch keine Entscheidung, aber ihr
- überlegt. Ich ziehe in Betracht, den Job zu wechseln. Heißt, ich denke darüber nach, aber ich bin noch nicht sicher.
- Genau. Viel sofistierter als vielleicht wechsle ich den Job. sich auswirken auf einen Effekt haben auf etwas. Die Krise wirkt sich auf die Wirtschaft aus.
- Das klingt eigentlich wie führen zu. Ähnlich, aber anders. Führen zu. A versacht B direkt. Sich auswirken auf A hat einen Effekt auf B, nicht unbedingt
- direkt. Das Wetter wirkt sich auf meine Stimmung aus. Es verursacht meine Stimmung nicht, aber es beeinflusst sie. Die Entscheidung wirkt sich negativ auf
- das Team aus. Das ist subtiler. Genau. Und achtet auf die Richtung. Positiv auswirken, negativ auswirken. Das hat sich positiv ausgewirkt. Guter
- Satz für Berichte. Beeinflussen. Einfluss haben auf etwas. Werbung beeinflusst unser Kaufverhalten. Ist das nicht das gleiche wie sich
- auswirken auf? Beeinflussen ist aktiver. Jemand oder etwas tut es. Sich auswirken ist neutraler. Es passiert. Die Medien
- beeinflussen unsere Meinung. Die Medien tun aktiv etwas. Die Krise wirkt sich auf uns aus. Die Krise verursacht einen Effekt, aber nicht absichtlich
- beeinflussen. Jemand tut es aktiv. Sich auswirken, es passiert. Genau. Und ein Tipp: Sich beeinflussen lassen, heißt, ihr lasst euch von etwas
- beeinflussen. Lasst dich nicht davon beeinflussen. Heißt, bleib bei deiner Meinung. Ich lass mich nicht von Werbung
- beeinflussen. Das sage ich. Ob es stimmt, ist eine andere Frage. Herrlich. Weiter. Der Einfluss, das Nomen dazu, der Einfluss, die Wirkung
- auf etwas. Die Medien haben großen Einfluss auf die öffentliche Meinung. Einfluss haben auf. Genau. Und Einfluss nehmen auf. Einfluss
- ausüben auf. Drei Kombinationen, alle wichtig. Ich möchte Einfluss auf die Entscheidung nehmen. Heißt, ich will mitbestimmen.
- Genau, das ist Macht. Wer Einfluss hat, hat Macht. unter dem Einfluss von Alkohol. Das gibt es auch, oder? Ja, aber das ist ein anderer Kontext. Im
- Straßenverkehr fahren unter dem Einfluss. Aber in Diskussionen Einfluss haben, nehmen, ausüben, prägen, einen bleibenden, dauerhaften Einfluss haben.
- Diese Erfahrung hat mich geprägt. Das ist tiefer als beeinflussen. Viel tiefer beeinflussen, etwas verändert sich. Prägen, etwas formt dich
- dauerhaft. Wie eine Münze geprägt wird. Ein permanentes Muster. Meine Kindheit hat mich geprägt. Heißt, sie hat mich zu dem gemacht, wie ich
- bin. Genau. Die Kriegserfahrung hat seine Generation geprägt. Das ist nicht nur Einfluss, das ist Formung für immer. Das ist ein tiefes Wort und ein schönes.
- Ja, eins meiner Lieblingswörter, der Wandel. Tiefgreifende Veränderung, Transformation. Der gesellschaftliche Wandel ist unaufhaltsam. Ist das nicht
- einfach Veränderung? Nein, Veränderung ist neutral und kann klein sein. Wandel ist groß und tiefgreifend, eine kleine Veränderung im
- Plan, aber ein fundamentaler Wandel in der Gesellschaft. Klimawandel, digitaler Wandel, kultureller Wandel, alles große Themen.
- Genau. Wandel benutzt ihr nur für Dinge, die wirklich wichtig sind, nicht für Kleinigkeiten. Sich verändern. Anders werden überzeit. Die Welt verändert sich
- ständig reflexiv. Ich verändere mich. Die Situation verändert sich. Ich habe mich verändert, seit ich Deutsch lerne. Das stimmt tatsächlich
- bestimmt. Sprache verändert einen Menschen. Die Art, wie du denkst, wie du fühlst, wie du die Welt siehst. Das ist wahr. Manche Dinge kann ich
- besser auf Deutsch ausdrücken als in meiner Muttersprache. Siehst du, die Sprache hat dich geprägt. Oh, geprägt, nicht nur verändert.
- Geprägt. Du hörst jetzt die Unterschiede. Das ist C1. Betreffen, relevant sein für jemanden, sich auf jemanden auswirken. Das neue Gesetz
- betrifft alle Arbeitnehmer. Wie to concern? Genau. Das betrifft mich, das ist relevant für mich. Was mich betrifft, as
- far as I am concerned, das hört ihr ständig. Was mich betrifft, bin ich einverstanden. Klingt nach einem
- Meeting. Und Achtung, unregelmäßig betreffen betrifft betraf. hat betroffen, muss man üben.
- Die Maßnahmen betreffen vor allem junge Menschen. Ja, das ist Nachrichtensprache. Genau.
- Wort 20: Steigen, höher werden, ansteigen. Die Preise steigen ständig. Auf B2 sage ich, die Preise werden mehr. Auf C1:
- Die Preise steigen kurz, klar, professionell. In jeder Nachrichtensendung, in jedem Wirtschaftsbericht. Die Temperaturen
- steigen, die Inflation steigt, die Zahlen steigen kontinuierlich. Die Mieten in Berlin steigen seit Jahren. Das höre ich wirklich oft,
- weil es stimmt leider. Wort 21: sinken. Das Gegenteil, niedriger werden. Die Arbeitslosigkeit sinkt. Steigen nach oben, sinken nach unten.
- Ein paar. Genau. Und wie zunehmen und abnehmen aus Thema 6 merkt euch immer die Paare. In Berichten ständig. Die Exporte steigen, die Importe sinken.
- Zwei Paare, also zunehmen und abnehmen, steigen und sinken. Gibt es einen Unterschied? Steigen und sinken für Zahlen und Werte.
- Preise steigen, Temperaturen sinken. Zunehmen und abnehmen allgemeiner. Die Bevölkerung nimmt zu, der Verkehr nimmt ab. Aber ehrlich, oft austauschbar.
- Okay, beide Paare merken. Verstanden. Wort 23. Bedingen. Zur Voraussetzung haben. Verursachen unter bestimmten Bedingungen. Beide Faktoren bedingen
- sich gegenseitig. Das klingt sehr akademisch. Ist es auch. Ihr braucht es für Texte und Diskussionen auf hohem Niveau. Amut
- und mangelnde Bildung bedingen einander. Heißt A verursacht B und B verursacht A. Beide hängen zusammen. A, ein Kreislauf. A beeinflusst B und B
- beeinflusst A. Genau. Und bedingt durch, verursacht durch. Bedingt durch den Klimawandel steigen die Temperaturen. Das klingt wissenschaftlich,
- akademisch, aber kraftvoll. Gut für Aufsätze und Prüfungen. Wort 24. Demnach, das heißt folglich, also dementsprechend. Er hat nicht genug
- gelernt. Demnach ist er durchgefallen. Das ist ein Verbindungswort. Ja, ein Connektor. Es verbindet Ursache und Folge. Auf B2 sagt ihr also oder
- deshalb. Auf C1 habt ihr mehr Optionen. Demnach folglich infolge dessen. Die Kosten steigen. Demnach müssen wir das Budget anpassen. Klingt logisch und
- smart. Genau. Ein kleines Wort, aber es zeigt, dass ihr logisch denkt. Wort 25. folglich noch ein Connektor als logische
- Folge. Die Nachfrage sinkt. Folglich müssen wir die Produktion reduzieren. Demnach und folglich. Ist das das gleiche?
- Fast. Folglich ist etwas formeller und akademischer. In wissenschaftlichen Texten folglich. In Berichten und Meetings, demnach oder folglich. Beides
- geht. Also für Prüfungen, folglich, für die Arbeit demnach. Gute Faustregel. Und beide sind hundertmal besser als immer
- nur deshalb. Wort 26: Insofern, das heißt in dieser Hinsicht, in dem Sinne. Insofern hat er recht. Wie benutze ich das?
- Es schränkt eine Aussage ein. Du hast Recht, insofern als dass die Zahlen das bestätigen. Heißt, du hast Recht, aber nur in diesem Punkt, nicht in allem.
- Ah, also ich stimme teilweise zu. Genau, diplomatisch. Insofern stimme ich Ihnen zu, heißt in diesem einen Punkt ja, im Rest vielleicht nicht.
- Das ist ein diplomatisches Werkzeug, ein sehr mächtiges. Und damit haben wir Thema 5 geschafft. Zusammenfassung Thema 5 und Engagement Break. Okay, Thema 5:
- 26 Wörter, Zusammenhänge und Logik. Ihr könnt jetzt Ideen verknüpfen, Ursache und Wirt zeigen und logisch argumentieren.
- Mein Lieblingswort ist prägen. Diese Erfahrung hat mich geprägt. Das ist so ein starkes Bild. Schöne Wahl. Und liebe Zuschauer, wir
- sind jetzt an der Hälfte. Fünf Themen über 100 Wörter. Wenn mir jemand am Anfang gesagt hätte, dass ich 100 C1 Wörter in einer Stunde lerne, ich hätte
- es nicht geglaubt. Aber hier seid ihr und wenn ihr bis jetzt durchgehalten habt, ehrlich, Respekt, schreibt in die Kommentare,
- welches der fünf Themen für euch am wichtigsten war. Und wenn ihr eine kurze Pause braucht, jetzt ist der perfekte Moment. Holt euch
- einen Kaffee, streckt euch und dann kommen wir zurück. Aber kommt zurück. Wir haben noch fünf Themen und die sind genauso wichtig.
- Medien, Wohnen, Bildung, Gesundheit, Politik und Umwelt. Ich bin bereit. Gut. Thema 6: Medien und Nachrichten.
- Endlich, ich will die Tagesschau verstehen ohne Google. Dann los. Thema 6: Medien und Nachrichten. Und mal ehrlich, wie oft
- guckt ihr Nachrichten auf Deutsch? Ich versuche es, aber die sprechen so schnell und benutzen Wörter, die ich noch nie gehört habe.
- Genau, weil Nachrichtensprache ein eigenes Deutsch ist. Es ist formell, es ist präzise und es benutzt Wörter, die im Alltrag fast nie vorkommen. Aber wenn
- ihr diese Wörter kennt, versteht ihr plötzlich alles. Alles? Na, fast alles. 26 Wörter. Danach ist
- die Tagesschau kein Rätsel mehr. Wort 1, Die Nachricht. eine Information über etwas, das passiert ist. Ich habe eine wichtige Nachricht für euch.
- Das kenne ich. Nachrichten gucken, eine Nachricht schicken. Genau. Und das ist ein Wort mit zwei Gesichtern. Die Nachricht singular, eine
- einzelne Information. Ich habe eine schlechte Nachricht. Die Nachrichten Plural, die Sendung im Fernsehen. Hast du die Nachrichten gesehen?
- Ah, also eine Nachricht ist persönlich. Die Nachrichten sind im Fernsehen. Perfekt. Weiter. Die Schlagzeile, die große Überschrift in der Zeitung oder
- auf einer Webseite. Die Schlagzeile hat mich shopschiert. Schlag plus Zeile. Eine Zeile, die einschlägt.
- Gutes Sprachgefühl. Genauso. Sie soll einschlagen. Aufmerksamkeit erzeugen. Schlagzeilen machen heißt für Aufsehen sorgen. Der Skandal macht Schlagzeilen.
- Er hat Schlagzeilen gemacht, nachdem er zurückgetreten ist. Richtig. Perfekt. Und eine wichtige Medienlektion. Lest nie nur die
- Schlagzeile, lest den Artikel. Das sagt meine Mutter auch immer. Deine Mutter hat recht. Wort 3: Die Quelle. Wo eine Information herkommt.
- Laut zuverlässigen Quellen plant die Regierung Veränderungen. Das hatten wir in Thema 2, oder? Kurz, jetzt gehen wir tiefer. In den
- Medien ist die Quelle alles. Eine anonyme Quelle. Jemand, der seinen Namen nicht nennen will. aus Regierungsquellen. Jemand aus der
- Regierung hat das gesagt. Die Quelle ist fragwürdig. Man kann der Information nicht vertrauen. Was ist ihre Quelle? Das kann ich in jeder Diskussion fragen.
- Und ihr solltet es immer fragen, woher die Information kommt. Wort 4: Berichten. Über etwas informieren. Informationen weitergeben. Mehrere
- Medien berichten über den Vorfall. Wie benutze ich das? Berichten über etwas, ein Thema. berichten von etwas eine persönliche
- Erfahrung. Die Zeitung berichtet über den Skandal. Er berichtet von seiner Reise über Nachrichten von persönlich. Okay.
- Und das Nomen, der Bericht, ein Bericht der Tagesschau, laut einem Bericht der Regierung. Das braucht ihr ständig. Wort 5, die Meldung. Eine kurze offizielle
- Nachricht. Laut einer Meldung der Polizei gab es einen Unfall. Was ist der Unterschied zu Nachricht? Nachricht allgemein kann alles sein.
- Meldung kurz offiziell sachlich. Die Polizei gibt eine Meldung heraus. Die Zeitung veröffentlicht eine Meldung. Es ist eine Eilmeldung. Breaking News.
- Eilmeldung. Das sehe ich immer auf meinem Handy. Jetzt weiß ich, was es heißt. Eilmeldung ist eine dringende Meldung.
- Eil von Eile. Schnell Wort 6: Die Sendung. Ein Programm im Fernsehen oder Radio. Meine Lieblingssendung kommt um 20 Uhr. Einfach wie Show oder Programm.
- Ja, aber auf C1 sagt ihr nicht, ich gucke eine Show. Ihr sagt, ich schaue mir eine Sendung an. Klingt erwachsener. Die Sendung berichtet über aktuelle
- Themen. Jetzt habe ich Berichten und Sendungen kombiniert. Genau. Weiter. Die Werbung. Reklame Anzeigen. Ich kann diese Werbung nicht
- mehr sehen. [gelächter] Das fühle ich. Und es gibt Werbung überall. Fernsehen, Internetstraße. Genau. Und wichtige Kombinationen.
- Werbung machen für etwas. Die Firma macht Werbung für ihr neues Produkt. Werbung schalten. Eine Werbeanzeige buchen.
- Er hat eine Werbung auf Instagram geschaltet. Richtig. Ja. Und auf C1 unterscheidet ihr. Werbung ist allgemein. Eine Anzeige ist
- eine spezifische Werbung. Eine Stellenanzeige, eine Werbung für einen Job. Stellenanzeige, das ist eine Jobannonce.
- Genau, darauf bewerbt ihr euch. Passt zu Thema 1. Wort 9. Veröffentlichen. Etwas publizieren, der Öffentlichkeit zugänglich machen. Die Zeitung hat einen
- Artikel über den Skandal veröffentlicht. Also ein Text, ein Buch, ein Bericht wird veröffentlicht. Genau. Die Veröffentlichung der Studie
- hat für Aufregung gesorgt. Passt das perfekt. Wort 9: Verbreiten. Etwas weitergeben, so dass es sich ausdeg. Die Nachricht
- hat sich schnell verbreitet. wie bei Social Media. Genau. Eine Nachricht verbreitet sich, ein Gerücht verbreitet sich,
- Falschmeldungen verbreiten sich. Reflexiv, es verbreitet sich, es passiert von allein. Und aktiv, er verbreitet Gerüchte, heißt
- er macht es absichtlich. Genau. Gerüchte verbreiten heißt, jemand tut es aktiv. Das Gerücht verbreitet sich, es passiert. Wichtiger
- Unterschied. Bitte verbreiten Sie keine Falschinformationen. Das klingt wie eine offizielle Warnung.
- Das ist es auch. Wort 10: Sich informieren. Upgrade von lesen über. Auf B2 sagt ihr, ich lese etwas über das Thema. Auf C1, ich informiere mich über
- das Thema. Das klingt aktiver. Ist es auch. Sich informieren heißt, ihr macht bewusst etwas. Ihr lest, ihr
- recherchiert, ihr fragt nach. Ich habe mich gründlich informiert. Heißt, ich weiß Bescheid. Ich informiere mich regelmäßig über die
- aktuelle Lage. Das klingt nach einem verantwortungsvollen Erwachsenen. Genauso sollt ihr klingen. Die Entwicklung. Wie sich etwas über Zeit
- verändert. Wir beobachten die Entwicklung genau. In den Nachrichten höre ich das ständig. Ja, weil Nachrichten Entwicklungen
- zeigen. Die politische Entwicklung in Europa, die technologische Entwicklung der letzten Jahre und eine besorgniserregende Entwicklung. Etwas
- verändert sich und das ist nicht gut. Besorgniserregend? Was für ein Wort. Willkommen bei C1. Die Wörter werden
- länger und die Bedeutung wird präziser. Ich beobachte die Konfliktentwicklung mit Besorgnis. Ja, das klingt nach Tagesschau.
- Wort 12. sich ereignen, sich ereignen, geschehen, passieren, aber formell, der Unfall hat sich gestern Abend ereignet. Warum nicht einfach passieren?
- Weil Nachrichten nicht passieren sagen. Das ist zu umgangssprachlich. Ein schwerer Unfall hat sich auf der A7 ereignet. Nachrichtensprache.
- Ein Unfall ist auf der A7 passiert. Alltagssprache. Und das Nomen, das Ereignis. Genau. Ein wichtiges Ereignis, ein historisches
- Ereignis, ein tragisches Ereignis. Die Ereignisse der letzten Wochen haben uns alle betroffen. Passieren Alltag. Sich ereignen,
- Nachrichten. Klar. Wort 13. Der Vorfall. Der Vorfall. Ein einzelnes Ereignis, meistens negativ. Die Polizei untersucht den Vorfall.
- Warum nicht einfach Ereignis? Weil Ereignisse oft größer ist, ein historisches Ereignis. Der Vorfall ist kleiner und meist negativ. Ein
- Sicherheitsvorfall, ein rassistischer Vorfall, ein Vorfall an der Grenze. Es ist kleiner als ein Ereignis, aber ernst genug, um darüber zu sprechen.
- Es gab einen Vorfall in der Schule. Klingt mach etwas ist passiert und jemand ist schuld. Genau. Das Wort hat immer diesen ernsten
- Unterton. Wort 14. Aufdecken. Aufdecken. Etwas verstecktes ans Licht bringen. Journalisten haben den Skandal aufgedeckt.
- Wie investigativer Journalismus. Genau. Korruption aufdecken, Betrug aufdecken, Missstände aufdecken. Das Wort hat Power. Wer aufdeckt, zeigt Mut.
- Die Zeitung hat aufgedeckt, dass die Firma Steuern hinterzogen hat. Das klingt nach einer großen Geschichte. Das ist eine große Geschichte und
- genauso benutzt ihr es. Wort 15 bekanntgeben. Bekanntgeben. Offiziell mitteilen. Die Regierung hat neue Regeln bekanntgegeben.
- Also eine offizielle Ankündigung. Genau. Die Firma gibt die Quartalszahlen bekannt. Der Präsident gibt seinen Rücktritt bekannt. Immer offiziell und
- formell. In Nachrichten ständig, wie das Unternehmen bekannt gab. Es wurde bekannt gegeben, dass die Preise steigen. Passiv geht auch.
- Ja, in Nachrichten sehr häufig passiv. Gut aufgepasst. Wort 16: Der Trend. Der Trend, eine allgemeine Richtung, in die sich etwas entwickelt. Der Trend geht in
- Richtung Homeoffice. Das Wort kenne ich, das ist international. Ja, aber auf C1 benutzt ihr es
- analytisch. Ein steigender Trend, ein rückläufiger Trend. Etwas geht zurück. Dieser Trend setzt sich fort. Er geht weiter. Rückläufig, das ist ein gutes
- Wort. Bonuswort: steigend nach oben, rückläufig nach unten. Für Berichte und Analysen perfekt. Wort 17: Zunehmen.
- Upgrade von mehr werden. Zunehmen. Mehr werden ansteigen. Die Zahl der Internetnutzer weltweit nimmt zu. Das ist wie Steigen aus Thema 5.
- Ähnlich steigen für Zahlen und Werte, Preise steigen, zunehmen allgemeiner. Die Bevölkerung nimmt zu, die Kriminalität nimmt zu, die Nachfrage
- nimmt zu. Und Achtung, zunehmen heißt auch ein Gewicht gewinnen, oder? Ja, ich habe im Urlaub zugenommen. Ganz
- andere Bedeutung, aber im Kontext immer klar. Die Spannungen zwischen den Ländern nehmen zu. Klingt nach Nachrichten.
- Genauso. Wort 18: Abnehmen. Das Gegenteil: Abnehmen, weniger werden. Die Zahl der Bewerber nimmt ab. Zunehmen, mehr. Abnehmen, weniger. Ein
- paar. Genau. In Nachrichten die Arbeitslosigkeit nimmt ab, positiv. Die Artenwiederfalt nimmt ab, negativ. Und
- ja, abnehmen heißt auch Gewicht verlieren. [gelächter] Zunehmen ist traurig, abnehmen ist das Ziel. Im Kontext immer klar. Weiter.
- Wort 19: Die Öffentlichkeit. Die Öffentlichkeit, die Menschen, die Gesellschaft, als Ganzes. Die Öffentlichkeit hat ein Recht auf
- Information, also alle Menschen. Ja. Und wichtige Kombinationen in der Öffentlichkeit heißt öffentlich
- sichtbar. an die Öffentlichkeit gehen, etwas publik machen, der Öffentlichkeit vorenthalten, etwas geheim halten. Die Dokumente wurden der Öffentlichkeit
- zugänglich gemacht. Klingt offiziell sehr. Und es passt zu Aufdecken. Journalisten decken etwas auf und bringen es an die Öffentlichkeit. Wort
- 20: Die Debatte. Die Debatte, eine öffentliche Diskussion über ein wichtiges Thema. Die Debatte über den Klimawandel wird immer hitziger.
- Diskussion und Debatte gleich? Nein, Diskussion ist allgemein. Zwei Freunde können diskutieren. Debatte ist formell, oft öffentlich mit
- verschiedenen Seiten. Politische Debatte, parlamentarische Debatte. Das Thema sorgt für Debatten. Heißt die Leute streiten darüber. nicht streiten,
- diskutieren auf hohem Niveau, mit Argumenten, Standpunkten, Quellen, alles was wir in Thema 2 gelernt haben. Ah, alles hängt zusammen.
- Wort 21: Die Kritik. Die Kritik, negative Bewertung, Beanstandung. Das neue Gesetz steht unter heftiger Kritik. Kritik ist immer negativ,
- meistens im Kontext von Medien und Politik. Ja. Kritik üben an etwas, jemanden kritisieren. Kritik ernten, kritisiert werden. Unter Kritik stehen,
- gerade kritisiert werden. Die Regierung erntet Kritik für ihre Entscheidung. Klingt nach Schlagzeile. Ist es auch. Und konstruktive Kritik ist
- positiv gemeint. Ich übe konstruktive Kritik. Heißt ich kritisiere, um zu helfen. Wort 22. Ausgerechnet. Ausgerechnet. Das drückt Überraschung
- oder Ironie aus. Ausgerechnet jetzt regnet es an meinem Hochzeitstag. Ah, genau an dem Tag, an dem man es nicht braucht.
- Genau. Ausgerechnet heißt von allen Möglichkeiten passiert genau das. Ausgerechnet er hat den Preis gewonnen. Heißt er wirklich er. [gelächter]
- Ausgerechnet montags muss ich Überstunden machen. Ja, genau dieses Gefühl. Das ist ein Wort, das eure Sprache lebendig macht. Es zeigt
- Emotion, Ironie, Frustration in einem Wort. Wort 23: Offenbar. Offenbar. Anscheinend, wie es aussieht, offenbar hat er das Meeting vergessen.
- Also, ich bin nicht 100% sicher, aber es sieht so aus. Genau. In Nachrichten ständig. Offenbar gab es Probleme bei den Verhandlungen.
- Es zeigt, die Information ist noch nicht bestätigt. Auf C1 drückt ihr Unsicherheit elegant aus. Offenbar statt ich glaube oder
- vielleicht klingt professioneller. Viel professioneller und ähnlich ist angeblich. Angeblich hat er gekündigt, heißt jemand sagt das, aber ich bin mir
- nicht sicher. Offenbar es sieht so aus. Angeblich jemand behauptet das. Perfekt unterschieden. Wort 24.
- Sämtliche. Sämtliche. Alle ohne Ausnahme. Sämtliche Medien berichten darüber. Warum nicht einfach alle?
- Sämtliche ist stärker. Alle allgemein. Sämtliche wirklich jeder einzelne. Sämtliche Versuche sind gescheitert. Heißt nicht ein einziger hat
- funktioniert. Sämtliche Mitarbeiter wurden informiert. Klingt nach einer offiziellen Mitteilung.
- Genau. Ein kleines Wort, das den Satz sofort formeller macht. Wort 25. Laut. Laut nicht laut wie Lärm. Laut als Präposition. Gemäß laut Quelle. Laut
- einer Studie trinken Deutsche am meisten Kaffee in Europa. Oh, das höre ich in Nachrichten ständig. Laut Experten.
- Genau, laut Polizeiangaben, laut einem Bericht, laut Regierung. Es heißt, ich zitiere jemanden. Es ist nicht meine Meinung, sondern eine Quelle, sagt das.
- Laut einer aktuellen Umfrage sind 70% der Bevölkerung unzufrieden. Nachrichtensprache. Perfekt. Und viel besser als eine Studie
- sagt das weiter. Wort 26 hinterfragen. Kritisch nachdenken. Etwas in Frage stellen. Wir sollten diese Informationen
- hinterfragen. Also nicht alles glauben, was man hört. Genau. Quellen hinterfragen, Aussagen hinterfragen, Entscheidungen
- hinterfragen. Es bedeutet nicht, ich glaube es nicht, es bedeutet, ich denke darüber nach, ob es stimmt. Das ist Medienkompetenz.
- Es ist wichtig, Nachrichten kritisch zu hinterfragen. Das ist die Lektion aus diesem ganzen Thema, oder? Genau. Lest nicht nur Schlagzeilen,
- prüft die Quellen, informiert euch und hinterfragt alles. Auch dieses Video. Besonders dieses Video. Nein, aber
- wirklich. Kritisches Denken macht den Unterschied zwischen einem Konsumenten und einem gebildeten Menschen. Zusammenfassung Thema 6 26 Wörter:
- Medien und Nachrichten. Ihr könnt jetzt Nachrichten verstehen, über Medien diskutieren und Informationen hinterfragen.
- Mein Lieblingswort ist ausgerechnet. Das macht jeden Satz sofort lebendiger. Gute Wahl. Und hier ist das Verrückte. Wir haben jetzt über 130 Wörter, mehr
- als die Hälfte geschafft. Und ich habe nicht einmal gemerkt, wie schnell die Zeit geht. Das ist der Plan. Thema 7: Wohnen, Stadt
- und Reisen. Euer Alltag in Deutschland. Endlich, weil Wohnungssuche in Deutschland ein eigenes Abenteuer ist. Da hast du recht. Los.
- Thema 7: Wohnen, Stadt, Reisen. Euer Alltag in Deutschland. Okay, das ist persönlich, weil Wohnungssuche in Deutschland mich fast
- zum Weinen gebracht hat. Dich und jeden anderen Ausländer in Deutschland und wahrscheinlich auch die Hälfte der Deutschen.
- Stimmt, es ist für alle schlimm. 26 Wörter: Wohnen, Stadt, Reisen, alles was ihr für euren Alltag braucht. Wort 1: Die Miete.
- Das Geld, das ihr monatlich für eure Wohnung bezahlt. Meine Miete beträgt 800 € im Monat. Nur 800? Wo wohnst du? Auf dem Mond?
- Okay, in München oder Berlin ist es mehr. Viel mehr. Und Achtung, die Miete ist nicht alles. Es gibt die Kaltmiete, nur die Wohnung und die Warmmiete mit
- Heizung und Nebenkosten. Also, wenn ich eine Anzeige sehe und da steht 800 € kalt, dann kommen noch 150 200 € Nebenkosten
- dazu. Die Warmmiete ist das, was ihr wirklich bezahlt. Das hätte ich gerne vor meiner ersten Wohnung gewusst.
- Lektion gelernt. Immer nach der Warmmiete fragen. Wort 2: Mieten und vermieten. Zwei Verben, die zusammengehören.
- Mieten. Ihr nehmt eine Wohnung. Vermieten. Jemand gibt euch die Wohnung. Ich miete eine Wohnung. Der Besitzer vermietet die Wohnung.
- Also ich miete, der Vermieter vermietet. Genau. Und die Personen, der Mieter ist der, der drin wohnt. Der Vermieter ist der, dem die Wohnung gehört.
- Mieter, ich Vermieter der Besitzer und wir hassen uns meistens gegenseitig. Das ist leider oft so, aber es gibt Gesetze, die beide Seiten schützen.
- Deutschland nimmt Mietrecht sehr ernst. Wort 3: Der Mietvertrag. Das offizielle Dokument zwischen Mieter und Vermieter. Bitte lesen Sie den Mietvertrag
- sorgfältig durch. Und tut das jemand wirklich? Ihr solltet. Im Mietvertrag steht alles. Miete, Nebenkosten, Kündigungsfrist,
- Regeln. Und mein Tipp: Lasst den Mietvertrag von jemandem prüfen, bevor ihr unterschreibt. Es gibt Mietervereine, die euch helfen.
- Mieterverein, eine Organisation, die Mietern hilft. Gegen eine kleine Gebühr prüfen sie Verträge und helfen bei Problemen mit
- dem Vermieter. Das hätte ich gebraucht. Ich habe meinen ersten Mietvertrag unterschrieben, ohne irgendwas zu lesen.
- Bitte mach das nie wieder. Wort 4: Die Kaution. Die Kaution, eine Sicherheitszahlung am Anfang, meistens zwei bis drei Monatsmieten. Die Kaution
- beträgt zwei Monatsmieten kalt. Das ist viel Geld auf einmal. Ja, aber ihr bekommt es zurück, wenn ihr auszieht. Wenn die Wohnung in gutem
- Zustand ist, das heißt, keine Löcher in den Wänden, alles sauber, alles funktioniert. Und wenn nicht,
- dann zieht der Vermieter Geld von der Kaution ab, also beim Auszug die Wohnung so hinterlassen, wie ihr sie bekommen habt.
- Ich bekomme meine Kaution nicht zurück. Das will niemand sagen. Niemand. Wort 5: Die Nebenkosten. Die Nebenkosten. Alle Kosten neben der
- Miete, Heizung, Wasser, Mühlabfuhr, manchmal Strom. Die Nebenkosten sind dieses Jahr gestiegen. Ist das nicht in der Warmmiete drin?
- Meistens ja, aber einmal im Jahr gibt es die Nebenkostenabrechnung und dann kann es eine Nachzahlung geben. Ihr müsst mehr bezahlen oder eine
- Rückzahlung. Ihr bekommt Geld zurück. Nachzahlung klingt schmerzhaft. Kann es sein, besonders wenn die Heizkosten steigen. Deshalb im Winter nicht die
- Heizung auf Maximum. Zu spät. Ich friere nicht gerne. Wort 6: Umziehen. Die Wohnung wechseln. Ich ziehe nächsten Monat um.
- Das ist stressig. Sehr. Und das Nomen, der Umzug. Der Umzug hat drei Tage gedauert und in Deutschland hilft man sich gegenseitig
- beim Umzug. Freunde kommen, tragen Möbel und am Ende gibt es Pizza und Bier. Umzugshilfe gegen Pizza und Bier, das ist ein guter Deal,
- der Beste. Und wenn ihr niemanden habt, es gibt Umzugsunternehmen, teurer, aber einfacher. Wort 7: Der Nachbar, die Nachbarin, die Leute, die neben euch
- wohnen. Und in Deutschland ist das Verhältnis zum Nachbarn wichtig, oder? Sehr ruhig sein nach 22 Uhr. Sonntags
- nicht bohren, den Müll richtig trennen. Wenn ihr einen guten Nachbarn habt, ist das Leben schön. Wenn nicht, Krieg.
- Nachbarschaftsstreit ist ein echtes Thema in Deutschland. Die Leute gehen wegen Lärm zum Anwalt. Wirklich? Wegen Lärm?
- Willkommen in Deutschland. Ruhe ist heilig. Wort 8. Die Lage, der Standort einer Wohnung oder eines Gebäudes. Die Wohnung hat eine gute Lage. Zentral und
- ruhig. In Immobilienanzeigen lese ich das ständig. Beste Lage. Genau. Und das wichtigste Sprichwort in der Immobilienwelt ist Lage, Lage, Lage.
- Die drei wichtigsten Dinge bei einer Wohnung sind erstens die Lage, zweitens die Lage, drittens die Lage. Also egal wie schön die Wohnung ist,
- wenn sie am falschen Ort ist, dann ist sie weniger wert. Genau. Und Lage hat auch eine zweite Bedeutung. Situation. Die politische Lage. Die
- aktuelle Lage. Passt zum Nachrichtenthema. Wort 9: Der Verkehr. Der Verkehr alles, was sich auf der Straße bewegt. Autos, Busse, Fahrräder.
- Der Verkehr in Berlin ist morgens schrecklich. Stau. Jeden Morgen Stau. Genau. Im Verkehr stecken heißt, ihr
- kommt nicht voran. Und der Berufsverkehr, die Stoßzeit morgens und abends, wenn alle zur Arbeit oder nach Hause fahren.
- Berufsverkehr, das ist Rush Hour. Genau. Vermeidet den Berufsverkehr, wenn möglich. Wort 10: Öffentliche Verkehrsmittel. Bus, Bahn, U-Bahn,
- Straßenbahn, alles was öffentlich ist. Ich fahre mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit. In Deutschland funktionieren die gut,
- oder? Meistens ja, aber die Deutsche Bahn hat einen Ruf für Verspätungen. Das habe ich gehört und erlebt.
- Dann kennst du das nächste Wort schon. Wort 11, die Verspätung. Wenn etwas zu spät kommt. Der Zug hat 20 Minuten Verspätung.
- 20 Minuten? Das ist ein guter Tag bei der Deutschen Bahn. Leider manchmal wahr. Und die Durchsage: Wir bitten die Verspätung zu
- entschuldigen. Das hört ihr so oft, dass ihr es irgendwann mitsprechen könnt. Das kann ich schon wegen einer technischen Störung. Genau. Und im
- Alltag entschuldigen Sie, die Verspätung könnt ihr auch benutzen, wenn ihr zu spät kommt. Klingt besser als sorry. Wort 12: Die Infrastruktur.
- Straßen, Brücken, öffentliche Gebäude, Internet, alles, was eine Stadt funktionieren lässt. Die Infrastruktur in ländlichen Regionen muss bebessert
- werden. Das ist ein Nachrichtenwort, oder? Ja, aber auch im Alltag. Die digitale Infrastruktur ist hier schlecht, heißt
- schlechtes Internet. In manchen Regionen Deutschlands immer noch ein Problem. In dem reichsten Land der Welt. Ja, das überrascht viele, aber in
- Städten funktioniert meistens alles gut. Wort 13: Buchen. Jetzt zu reisen. Buchen, eine Reservierung machen. Ich habe einen Flug nach Barcelona gebucht.
- Das kenne ich. Online buchen, ein Hotel buchen. Genau. Und die Nomen? Die Buchung. Die Buchungsbestätigung.
- Ich brauche meine Buchungsbestätigung für das Hotel. Immer speichern, immer ausdrucken. In Deutschland wollen alle einen Nachweis.
- Die Deutschen und ihre Dokumente. Oh, ohne Nachweis existiert nichts. Wort 14, die Unterkunft. Dort, wo ihr übernachtet, Hotel, Ferienwohnung,
- Hostel, alles eine Unterkunft. Wir suchen noch eine günstige Unterkunft. Warum nicht einfach Hotel sagen? Weil Unterkunft allgemeiner ist. Wenn ihr
- nicht wisst, ob es ein Hotel, eine Pension oder eine Ferienwohnung wird. Unterkunft. Wir haben eine Unterkunft in der Nähe des Bahnhofs gefunden.
- Das klingt auch eleganter als wir schlafen irgendwo in der Nähe. Deutlich. Wort 15. Die Sehenswürdigkeit. Etwas, das man sehen sollte.
- Touristenattraktionen. Das Berliner Brandenburger Tor ist die bekannteste Sehenswürdigkeit Berlins. Sehenswürdigkeit
- sehen plus würdig. Sehenswürdig gesehen zu werden. Genau. Gutes Sprachgefühl und Sehenswürdigkeiten besichtigen. Die
- klassische Touristenaktivität. Das ist ein langes Wort. Ja, aber genau wie Vorstellungsgespräch. Es zeigt, dass ihr Deutsch denkt. sagt
- nicht Touristenattraktionen, sagt Sehenswürdigkeiten. Wort 16: Der Aufenthalt, die Zeit, die ihr an einem Ort verbringt. Ich wünsche Ihnen einen
- angenehmen Aufenthalt. Das sagt das Hotelpersonal. Genau. Und offiziell der Aufenthaltstitel, die
- Aufenthaltsbelegung. Das ist euer Visum, eure Erlaubnis in Deutschland zu bleiben. Oh, Aufenthalt kann also beides sein.
- Urlaub oder offizielle Erlaubnis. Genau. Ein kurzer Aufenthalt in Wien. Urlaub. Mein Aufenthaltstitel läuft ab. Offizielle Sache. Kontext ist alles.
- Wort 3, der Mietvertrag. Wort 17: Das Gepäck. Das Gepäck. Eure Koffer, Taschen, Rucksäcke, alles zusammen. Mein Gepäck ist am Flughafen verloren
- gegangen. Das ist mir tatsächlich passiert in Frankfurt. Ich stand am Band und mein Koffer kam einfach nicht. Das ist der
- schlimmste Moment beim Reisen. Und die wichtigen Kombinationen: Handgepäck, das ist was ihr in die Kabine mitnimmt. Aufgabegepäck, das geht in den
- Frachtraum. Bitte geben Sie Ihr Gepäck am Schalter auf. Das höre ich im Flughafen. Genau. Gepäck aufgeben, am Schalter
- abgeben. Wort 18 übernachten. Übernachten. Eine Nacht irgendwo verbringen. Wir übernachten in einem kleinen Hotel am See.
- Das ist mehr als nur schlafen. Ja, schlafen ist die Aktivität. Übernachten ist eine Nacht an einem Ort bleiben. Kann ich bei dir übernachten,
- kann ich bei dir schlafen, aber höflicher. Und die Übernachtung, das Nomen? Genau. Die Übernachtung kostet 80 €. In
- Hotelanzeigen immer Preis pro Übernachtung. Wort 19: Das Ausland. Das Ausland, jedes Land außer dem eigenen. Ich habe drei Jahre im Ausland gelebt.
- Ins Ausland gehen, im Ausland leben, aus dem Ausland kommen. Ich höre das überall. Genau. Und Auslandserfahrung,
- das ist in Lebensläufen goldwert. Ich habe Auslandserfahrung in drei Ländern, sofort interessant für Arbeitgeber. Das schraube ich in meine nächste
- Bewerbung, wenn ich mich bei einer Firma um eine Stelle bewerbe. Siehst du, Thema 1 kommt zurück. Um bei Auf nie für. Das vergesse ich nie
- wieder. Wort 20. Die Grenze. Die Grenze. Die Linie zwischen zwei Ländern. Wir haben die Grenze zu Österreich überquert. In
- Europa ist das manchmal gar nicht spürbar, oder? Richtig, Schengenraum, keine Kontrolle, aber das Wort Grenze ist auch abstrakt.
- An seine Grenzen stoßen, nicht mehr weiter können. Grenzen setzen, jemandem sagen bis hierhin und nicht weiter. Ich muss meine Grenzen kennen. Das
- klingt nach Lebensweisheit. ist es auch ein Wort mit vielen Bedeutungen. Wort 21: Besichtigen. Besichtigen. Etwas anschauen, besuchen. Oft touristisch.
- Wir haben das Schloss besichtigt. Also Sehenswürdigkeiten besichtigen. Genau. Aber auch eine Wohnung besichtigen. Die Wohnungsbesichtigung.
- Das ist der Termin, bei dem ihr die Wohnung anschaut, bevor ihr sie mietet. Und da stehen dann 30 Leute in einer winzigen Wohnung und alle wollen sie
- haben. Willkommen auf dem deutschen Wohnungsmarkt, besonders in Großstätten. Massenbesichtigung ist ein echtes Wort.
- Massenbesichtigung, das klingt wie ein Horrorfilm. Fühlt sich auch so an. Wort 22: Der Reisepass. Der Reisepass. Das offizielle
- Dokument für Reisen ins Ausland. Mein Reisepass ist abgelaufen. Das ist mir mal passiert am Flughafen. Mein Reisepass war einen Monat
- abgelaufen und ich habe es nicht gemerkt. Was ist passiert? Nicht geflogen. Einfach nicht geflogen.
- Musste nach Hause und neuen beantragen. Lektion: Immer das Ablaufdatum prüfen. Und in Deutschland der Personalausweis. Das ist wie ein kleiner Reisepass, aber
- nur für Europa. Reisepass für die Welt, Personalausweis für Europa. Habe ich. Wort 23. Beantragen. Offiziell um etwas bitten.
- Ein Visum beantragen, einen Reisepass beantragen, einen Aufenthaltstitel beantragen. Auf B2 sage ich, ich habe nach einem
- Visum gefragt. Auf C1? Ich habe ein Visum beantragt. Hört ihr den Unterschied? Fragen nach informell. Beantragen, offiziell bürokratisch.
- Und in Deutschland beantragt man alles, oder? Alles Kindergeld beantragen, Wohngeld beantragen, Parkausweis beantragen. Ohne Antrag passiert in
- Deutschland nichts. Das Nomen ist der Antrag. Genau. Ich stelle einen Antrag oder formeller ich reiche einen Antrag ein.
- Das ist deutsche Bürokratie in einem Satz. Wort 25: Sich zurechtfinden. Sich zurechtfinden. Den Weg finden, sich orientieren, aber auch abstrakt. Am
- Anfang war es schwer, mich in der neuen Stadt zurechtzufinden. Das geht über Navigation hinaus, oder? Genau. Sich zurechtfinden heißt, ich
- kenne mich aus. Nicht nur die Straßen, sondern das System, die Kultur, die Regeln. Ich habe mich im deutschen Bürokratiesystem zurecht gefunden. Das
- ist eine Leistung. Das ist eine riesige Leistung. Ich finde mich manchmal immer noch nicht zurecht. Und genau deshalb ist dieses Wort
- perfekt. Es beschreibt den ganzen Prozess des Ankommens in ein neues Land. Ich finde mich langsam zurecht. Das ist ehrlich und schön. Und unser letztes
- Wort: sich einleben, sich an einen neuen Ort gewöhnen, sich zu Hause fühlen. Ich habe mich in Berlin schnell eingelebt. Das ist ein schönes Wort. einleben, in
- das Leben hineinkommen. Genau. Es ist mehr als sich zurechtfinden. Sich zurechtfinden, ich kenne den Weg. Sich einleben, ich fühle
- mich zu Hause. Es hat sechs Monate gedauert, aber jetzt habe ich mich eingelebt. Das beschreibt genau mein Gefühl.
- Und das ist eine Reise, die jeder macht, der in ein neues Land kommt. Erst findet man sich zurecht, dann lebt man sich ein und irgendwann ist es Heimat.
- Das ist wirklich schön. Und damit haben wir Thema 7 geschafft. Zusammenfassung Thema 7 26 Wörter: Wohnen, Stadt und Reisen. Ihr könnt jetzt über Wohnungen,
- Bürokratie und Reisen sprechen wie jemand, der wirklich in Deutschland lebt. Mein Lieblingswort ist sich einleben,
- weil es genau beschreibt, was ich durchgemacht habe und was ihr alle durchmacht, die in einem neuen Land leben. Thema 8: Bildung
- und Studium. Univokabular. Genau. Alles rund ums Lernen, Studieren und Prüfungen. Da bekomme ich schon Stress.
- Keine Sorge, ihr schafft das wie immer. Thema 8: Bildung und Studium. Alles rund ums Lernen. Das ist wichtig, weil das Bildungssystem
- in Deutschland so anders ist als in meinem Land. Für die meisten Hausländer ist es komplett verwirrend. Gymnasium,
- Realschule, Hauptschule, [räuspern] Ausbildung, duales Studium. Das System ist kompliziert. Siehst du? Ich verstehe jetzt schon nur
- die Hälfte. Dann ändern wir das. 26 Worte. Danach versteht ihr das deutsche Bildungssystem und könnt darüber reden. Wort 1, die
- Bildung. Wort 1, die Bildung. Alles was mit Wissen und Lernen zu tun hat. Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg. Das klingt größer als nur Schule.
- Ist es auch. Bildung umfasst alles. Schule, Uni, Ausbildung, aber auch persönliche Entwicklung. Allgemeinbildung, das Wissen über
- verschiedene Themen. Er hat eine gute Allgemeinbildung, heißt, er weiß viel über viele Dinge. Bildung ist in Deutschland kostenlos.
- Stimmt das? An öffentlichen Universitäten fast ja. Es gibt einen Semesterbeitrag, aber keine hohen Studiengebühren wie in
- vielen anderen Ländern. Das ist ein riesiger Vorteil. Ja, Deutschland nimmt Bildung ernst. Wort 2: Das Studium. Die Zeit an der
- Universität. Während meines Studiums habe ich in München gelebt. Studium ist nur Uni oder nicht Schule. Genau. Schule ist Schule, Studium ist
- Universität oder Fachhochschule. Und Achtung, im Deutschen sagt ihr nicht, ich studiere an der Universität, sondern ich studiere Medizin oder ich studiere
- in Berlin. Und wenn man fertig ist, ich habe mein Studium abgeschlossen. Perfekt. [räuspern]
- Abschließen kommt gleich noch. Wort 3. Die Vorlesung. Die Vorlesung, eine Lehrveranstaltung an der Uni, bei der ein Professor spricht und die Studenten
- zuhören. Die Vorlesung beginnt um 8 Uhr. 8 Uhr. Wer geht freiwillig um 8 Uhr in eine Vorlesung? Niemand freiwillig, aber manche sind
- Pflicht. Und Vorlesung bedeutet wörtlich: Jemand liest vor. Früher haben Professoren tatsächlich aus Büchern vorgelesen
- und heute? Heute gibt es PowerPoint, aber der Name ist geblieben und daneben gibt es noch das Seminar. Kleiner, interaktiver. In
- der Vorlesung hört ihr zu. Im Seminar diskutiert ihr. Vorlesung zuhören. Seminar diskutieren. Okay.
- Wort 4: Der Abschluss. Der Abschluss, das Ende einer Ausbildung oder eines Studiums. Welchen Abschluss haben Sie? Das ist eine der häufigsten Fragen in
- Vorstellungsgesprächen. Bachelor, Master. Genau. Bachelorabschluss, Masterabschluss, Doktortitel und für Schule
- Schulabschluss. Abitur ist der höchste Schulabschluss. Ohne Abitur könnt ihr in Deutschland nicht an einer Universität studieren.
- Also Abitur ist wie die Eintrittskarte zur Uni. Genau. Kein Abitur, keine Uni. Es gibt Ausnahmen, aber grundsätzlich gilt das.
- Wort 5: Die Prüfung. Die Prüfung. Ein Test. Die Prüfung war sehr schwer. Klausur ist eine schriftliche Prüfung. Mndliche Prüfung ist ein Gespräch mit
- dem Professor. Mündliche Prüfung macht mir am meisten Angst. Vielen und die Sprachprüfung, die kennt ihr alle. B2 Prüfung, C1 Prüfung. Ohne
- Prüfung kein Zertifikat. Ich habe die Prüfung bestanden. Das will jeder sagen. Genau. Und das Gegenteil. Wort 6 bestehen. Die Prüfung erfolgreich
- abschließen. Ich habe die Prüfung mit einer guten Note bestanden. Das ist eins der schönsten Gefühle. Ja. Und Achtung, Bestehen hat zwei
- Bedeutungen. Die Prüfung bestehen, erfolgreich, aber auch bestehen auf etwas. Ich bestehe darauf, dass wir das besprechen. Das heißt, ich will das
- unbedingt. Ich gebe nicht nach. Bestehen, Prüfung schaffen, Bestehen auf, nicht nachgeben. Zwei verschiedene Bedeutungen.
- Genau. Kontext ist alles. Wort 7: Durchfallen. Das Gegenteil von Bestehen. Durchfallen. Die Prüfung nicht bestehen. Er ist zum zweiten Mal durchgefallen.
- Durchfallen. Man fällt durch. Durch das letz den Boden. Gutes Bild. Man fällt durch und es klingt hart. Durchgefallen will niemand
- hören. Ich bin bei meiner Fahrprüfung durchgefallen. Dreimal. Dreimal. [räuspern]
- Ja, in Deutschland ist die Fahrprüfung schwer. Stimmt. Aber beim vierten Mal bestanden.
- Siehst du? Durchfallen ist nicht das Ende. Wort 8. Sich einschreiben. Die Zulassung. Sich einschreiben. Sich offiziell an einer Universität anmelden.
- Ich habe mich für das Sommersemester eingeschrieben. Wie registrieren? Genau. Aber bevor ihr euch einschreiben könnt, braucht ihr die
- Zulassung. Das ist die offizielle Erlaubnis an der Uni zu studieren. Also erst Zulassung bekommen, dann einschreiben.
- Genau. Und für manche Studiengänge gibt es einen Numerus Klausus NC. Das heißt, nur Studenten mit einem bestimmten Notendurchschnitt werden zugelassen.
- Also, wenn mein Abitur nicht gut genug war, dann bekommt ihr keine Zulassung für diesen Studiengang. Für Medizin z.B.
- braucht ihr ein sehr gutes Abitur. Das System ist streng, aber fair. Wer die Leistung bringt, bekommt den Platz. Wort 9. Die
- Hausarbeit. Die Hausarbeit eine schriftliche Arbeit, die ihr zu Hause schreibt, wie ein Essay, aber länger und akademischer. Ich muss bis Ende des
- Semesters eine Hausarbeit abgeben. Und Achtung, Hausarbeit hat auch eine andere Bedeutung, oder? Gut aufgepasst. Hausarbeit im Studium,
- akademische Arbeit. Hausarbeit zu Hause, putzen, kochen, waschen, komplett anders. Hausarbeit machen kann beides heißen.
- Das ist verwirrend. Kontext, immer Kontext. Und an der Uni eine Hausarbeit verfassen oder schreiben. Ich verfasse eine Hausarbeit
- über den Klimawandel. Verfassen klingt akademischer als schreiben. Wort 10: Die Forschung. Die Forschung. Wissenschaftliche Untersuchung Research.
- Die Forschung auf dem Gebiet der Medizin macht große Fortschritte. Also, wenn Wissenschaftler etwas untersuchen, das ist Forschung.
- Genau. Und das Verb forschen. Er forscht im Bereich der künstlichen Intelligenz. Und der Forscher, die Forscherin, die Person, die forscht.
- Laut aktueller Forschung. Das kann ich in Argumentationen benutzen. Perfekt. Passt zu Thema 2. Wenn ihr euren Standpunkt mit Forschung
- unterstützt, seid ihr unschlagbar. Wort 11. Das Stipendium, die finanzielle Unterstützung fürs Studium, Geld, das ihr nicht zurückzahlen müsst. Sie hat
- ein Stipendium für Ihr Masterstudium bekommen. Das ist wie ein Geschenk. Ja, aber man muss es sich verdienen.
- Gute Noten, soziales Engagement, besondere Leistungen. In Deutschland gibt es viele Stiftungen, die Stipendien vergeben. DAD, Studienstiftung,
- politische Stiftungen. Ich bewerbe mich um ein Stipendium. Passt. Sich bewerben um aus Thema 1. Alles hängt zusammen. Und mein Tipp:
- bewerbt euch. Viele denken, sie haben keine Chance, aber es gibt mehr Stipendien, als die meisten glauben. Wort 12: Die Kenntnisse
- Wissen und Fähigkeiten in einem bestimmten Bereich, immer plural. Gute EDV Kenntnisse sind erforderlich. Das sehe ich in jeder Stellenanzeige.
- Sprachkenntnisse, Fachkenntnisse, Grundkenntnisse. Genau. Und auf C1 unterscheidet ihr: Grundkenntnisse heißt wenig. Gute
- Kenntnisse heißt solide. Sehr gute Kenntnisse heißt fast perfekt. Fließende Kenntnisse: Muttersprachniveau. Ich verfüge über gute Deutschkenntnisse.
- Klingt das richtig? Perfekt. Verfügen über bedeutet besitzen, haben. Auch ein C1 Werb. Ich verfüge über Kenntnisse im Bereich
- Marketing. Sehr professionell. Wort 13: Die Ausbildung. Und jetzt kommt etwas, das viele Ausländer nicht kennen. In Deutschland gibt es neben dem Studium
- die Ausbildung, eine berufliche Lehre, praktisch und theoretisch. Also nicht Uni. Nein, die duale Ausbildung. Ihr arbeitet in einer Firma
- und geht gleichzeitig zur Berufsschule, zwei bis dre Jahre und am Ende habt ihr einen anerkannten Berufsabschluss. Und damit bekommt man einen Job.
- Absolut. In Deutschland ist eine Ausbildung genauso respektiert wie ein Studium. Elektriker, Krankenpfleger, Bankkaufmann, alles Ausbildungsberufe
- und man verdient schon während der Ausbildung Geld. Das gibt es in meinem Land nicht. Man lernt und verdient gleichzeitig.
- Genau. Das deutsche Ausbildungssystem ist weltweit einzigartig und sehr erfolgreich. Wort 14. Die Weiterbildung. Lernen nach der Ausbildung oder dem
- Studium. zusätzliche Kurse, Zertifikate, Seminare. Ich mache eine Weiterbildung im Bereich Projektsmanagement, also lebenslanges Lernen.
- Genau. In Deutschland wird Weiterbildung erwartet. Fortbildung ist ein ähnliches Wort. Oft benutzt man beides Synonym. Ich besuche eine Fortbildung. Ich lerne
- etwas Neues für meinen Beruf. Unser Unternehmen bietet regelmäßig Weiterbildungen an. Klingt nach einer guten Firma. ist es auch. Firmen, die in
- Weiterbildung investieren, sind attraktiv für Arbeitnehmer. Wort 16: Die Fachrichtung. Euer Spezialgebiet im Studium oder
- Beruf. Welche Fachrichtung studieren Sie? Wie Studiengang? Ähnlich. Studiengang ist das Programm.
- Betriebswirtschaftslehre, Informatik, Maschinenbau. Fachrichtung ist die Spezialisierung innerhalb des Studiengangs. Ich studiere Maschinenbau
- mit der Fachrichtung Automatisierungstechnik. Also Studiengang allgemein, Fachrichtung speziell.
- Genau. Und im Beruf meine Fachrichtung ist Marketing. Heißt das ist mein Expertisegebiet. Wort 17, die Lehre. Ein anderes Wort für
- Ausbildung, besonders im Handwerk. Er hat eine Lehre als Schreiner gemacht. Ausbildung und Lehre, das gleiche fast. Lehre klingt traditioneller und
- wird oft für Handwerksberufe benutzt. Ausbildung ist allgemeiner und die Lehre hat noch eine zweite Bedeutung. Das ist eine wichtige Lehre, heißt eine Lektion,
- die man gelernt hat. A Lehre wie Lesson learned. Genau. Welche Lehre ziehen wir daraus? Heißt, was lernen wir aus dieser
- Situation? Die Lehre aus meiner Fahrprüfung mehr üben. [gelächter] Gute Lehre. Wort 18. Der Nachweis. Ein
- Beweis, ein Dokument, das etwas bestätigt. Bitte bringen Sie einen Nachweis über Ihre Sprachkenntnisse mit. Das brauche ich für die Uni oder
- für alles. Sprachnachweis für die Uni, Arbeitsnachweis für den Job, Einkommensnachweis für die Wohnung. Schon wieder Deutschland und Dokumente.
- Ja. Und das Verb nachweisen. Können Sie Ihre Qualifikation nachweisen? Heißt, haben Sie ein Dokument, das bestätigt? Ich kann meine Berufserfahrung
- nachweisen. Gut für Vorstellungsgespräche. Sehr gut. Wort 19: Die Note, die Bewertung eurer Leistung. In Deutschland
- 1 ist die beste Note, 6 die schlechteste. Das ist andersrum als in vielen Ländern. Genau. Ein sehr gut. 2 gut. 3
- befriedigend 4 ausreichend. Fünf mangelhaft. Sech ungenügend. Ab welcher Note besteht man? Vier. Ausreichend ist gerade noch
- bestanden. 5 ist durchgefallen. Und der Notendurchschnitt, das braucht ihr für Bewerbungen und Zulassungen. Mein Notendurchschnitt beträgt 1,8.
- Klingt das gut? Sehr gut, sogar damit stehen euch viele Türen offen. Wort 20. Der Semester, ein halbes Studienjahr, Wintersemester,
- Oktober bis Februar, Sommersemester April bis Juli und dazwischen Semesterferien. Aber in den
- Semesterferien schreibt man Hausarbeiten und lernt für Prüfungen. Es sind keine richtigen Ferien. Das kenne ich. Semesterferien heißt
- Prüfungsstress. Willkommen im deutschen Unileben und eine wichtige Kombination. Im dritten Semester heißt, ich studiere seit
- einhalb Jahren. Das zählt man so. Wort 21: sich auf etwas vorbereiten. Upgrade von lernen für. Auf B2 sagt ihr, ich lerne für die Prüfung. Auf C1, ich
- bereite mich auf die Prüfung vor. Das klingt ernster. Ist es auch. Sich vorbereiten heißt nicht nur lernen, sondern alles
- organisieren, Material sammeln, Zeitplan erstellen, üben. Ich bereite mich gründlich auf das Vorstellungsgespräch vor.
- Hast du dich gut vorbereitet? Das fragt man vor einer Prüfung. Genau. Und die Vorbereitung, das Nomen, die Vorbereitung hat drei Wochen gedauert,
- professioneller als ich habe drei Wochen gelernt. Wort 22: sich aneignen, sich Wissen oder Fähigkeiten selbst beibringen. Ich habe mir
- Programmierkenntnisse selbst angeeignet. Also autodidaktisch lernen. Genau. Sich Wissen aneignen, sich Fähigkeiten aneignen. Es zeigt
- Initiative. Nicht jemand hat es euch beigebracht, ihr habt es euch geholt. Ich habe mir Deutschkenntnisse durch Videos angeeignet. Das klingt
- selbstbewusst. Und in Vorstellungsgesprächen Gold wert. Ich habe mir die Fähigkeiten eigenständig angeeignet. Zeigt ihr seid
- motiviert und selbstständig. Wort 23. Vertie. Etwas intensiver lernen, tiefer einsteigen. Ich möchte meine Kenntnisse im Bereich Marketing vertiefen.
- Tiefer gehen von der Oberfläche in die Tiefe. Genau. Wissen vertiefen, Kenntnisse vertiefen, ein Thema vertiefen. Es
- heißt, ihr wisst schon etwas, aber ihr wollt mehr. In meinem Masterstudium möchte ich meine Fachkenntnisse vertiefen. Perfekt für
- eine Bewerbung an der Uni. Genauso. Weiter. Wort 24. Vermitteln. Wissen oder Informationen weitergeben. Die Vorlesung vermittelt grundlegende Kenntnisse.
- Also lehren, ähnlich, aber breiter. Lehren, eine Person bringt einer anderen etwas bei. Vermitteln, Wissen wird transportiert,
- weitergegeben. Ein Buch vermittelt Wissen. Ein Kurs vermittelt Kenntnisse und vermitteln hat noch eine andere Bedeutung. Zwischen zwei Parteien
- vermitteln. Schlichten. Er vermittelt zwischen den beiden Seiten wie ein Mediator. Genau. Wissen vermitteln unterrichten. Zwischen
- Menschen vermitteln schlichten. Zwei Bedeutungen, gleiches Wort. Wort 24. Der Anspruch, die Erwartung, das Niveau, das man verlangt. Die Universität hat
- hohe Ansprüche an ihre Studenten, also hohe Erwartungen, ja, und einen Anspruch haben auf etwas. Ich habe Anspruch auf Barfök, das heißt,
- mir steht es rechtlich zu. Barfök ist die Studienfinanzierung vom Staat. Ah, also Anspruch hat zwei Seiten: Erwartung, hohe Ansprüche und Recht.
- Anspruch auf etwas haben. Perfekt. Und anspruchsvoll, wenn etwas hohe Ansprüche stellt. Die Prüfung war anspruchsvoll, heißt schwer,
- aber auf gutem Niveau. Wort 25. Erwerben. Erwerben formell für bekommen, erlangen. Ich habe einen Masterabschluss erworben.
- Auf B2 sage ich, ich habe einen Master gemacht. Auf C1. Ich habe einen Masterabschluss erworben und Kenntnisse erwerben, Qualifikationen
- erwerben, Berufserfahrung erwerben. Im Lebenslauf und in Bewerbungen klingt Erwerben hundertm besser als bekommen oder machen.
- Während meines Studiums habe ich umfangreiche Kenntnisse im Bereich IT erworben. Das klingt nach einem professionellen Lebenslauf. Genau, das
- ist Lebenslaufsprache. Wort 26, das Ergebnis, das Resultat, das Endergebnis einer Prüfung, eines
- Projekts, einer Forschung. Das Ergebnis der Studie war überraschend. Ergebnis von ergeben oder etwas ergibt sich aus Thema 5.
- Sehr gut. Die Wörter kommen zurück und wichtige Kombinationen zu einem Ergebnis kommen, ein Ergebnis erzielen. Wir haben ein gutes Ergebnis erzielt. Erzielen ist
- formell für erreichen. Das Prüfungsergebnis wird nächste Woche bekannt gegeben. Bekanntgeben aus Thema 6.
- Jetzt denkt ihr in Zusammenhängen. Das ist C1. Zusammenfassung Thema 8. Thema 8 26 Wörter Bildung und Studium. Ihr könnt jetzt über das Bildungssystem sprechen,
- Prüfungen, Abschlüsse, Bewerbungen an der Uni, alles. Mein Lieblingswort ist sich aneignen. Ich habe mir das selbst angeeignet, das
- zeigt Stärke. Starke Wahl. Und liebe Zuschauer, wir haben jetzt über 170 Wörter geschafft. Noch zwei Themen.
- Nur noch zwei? Das ging so schnell. Weil ihr dabei seid. Thema 9: Gesundheit und Medizin. Hoffentlich braucht ihr die Wörter nicht so oft. Hoffentlich. Aber
- wenn doch, dann seid ihr vorbereitet. Thema 9: Gesundheit und Medizin. Ein Thema, das hoffentlich niemand zu oft braucht.
- Hoffentlich. Aber wenn ihr in Deutschland zum Arzt geht und irgendwann muss jeder, dann wollt ihr nicht dahen und nicht wissen, was der Arzt sagt.
- Das ist mir passiert. Mein erster Arztbesuch in Deutschland. Der Arzt hat geredet und ich habe vielleicht 30% verstanden.
- Und das ist gefährlich. Bei Gesundheit müsst ihr verstehen, was passiert. 26 Wörter. Danach überlebt ihr jeden Arztbesuch.
- Überlebt, gutes Wort dafür. Wort 1, die Versicherung. Und in Deutschland ist eine Krankenversicherung Pflicht. Jeder muss eine haben.
- Jeder. Jeder. Es gibt zwei Arten gesetzliche Krankenversicherung und private Krankenversicherung.
- Die meisten haben eine gesetzliche, die wird direkt vom Gehalt abgezogen. Erinnert ihr euch an Brutto und Netto aus Thema 1?
- Ah, deshalb ist Netto so viel weniger. Ein Teil geht für die Krankenversicherung. Genau. Aber dafür könnt ihr einfach zum
- Arzt gehen und müsst fast nichts bezahlen. Kein Stress mit Rechnungen. Das ist in meinem Land komplett anders. In vielen Ländern. Das deutsche System
- ist nicht perfekt, aber es funktioniert. Wort 3: Der Hausarzt, die Hausarztin, euer erster Ansprechpartner bei gesundheitlichen Problemen. Wie ein
- Allgemeinmediziner. Also nicht direkt zum Spezialisten. Nein, in Deutschland geht ihr zuerst zum Hausarzt. Der untersucht euch und
- entscheidet, reicht das oder braucht ihr einen Facharzt, einen Spezialisten? Der Hausarzt gibt euch dann eine Überweisung.
- Überweisung? Ein Dokument vom Hausarzt, das sagt: "Ja, dieser Patient darf zum Spezialisten."
- Ohne Überweisung nehmen manche Facharzte euch nicht an. Also Hausarzt zuerst, dann Überweisung, dann Facharzt. Genau, das ist der Weg
- und sucht euch früh einen Hausarzt, nicht erst, wenn ihr krank seid. Wort 4: Das Symptom, ein Zeichen einer Krankheit. Welche Symptome haben Sie?
- Das fragt der Arzt als erstes. Ich muss euch was erzählen. Bei meinem ersten Arztbesuch wollte ich Symptome sagen und habe stattdessen Symphonien
- gesagt. Nein, doch. Ich habe viele Symphonien. Der Arzt hat mich fünf Sekunden angestarrt.
- Symphonien? Du hast dem Arzt gesagt, du hast viele Symfonien. Ja, Behofen wäre stolz gewesen, aber der Arzt war nur verwirrt.
- Okay, Symptome, nicht Sympfonien. Bitte merkt euch den Unterschied. Glaub mir, den Fehler mache ich nie wieder.
- Wort 5: Die Behandlung. Das was der Arzt mit euch macht, Therapie, Medikamente, Operation, alles ist eine Behandlung. Die Behandlung war erfolgreich.
- Und das Verbandeln. Genau, der Arzt behandelt den Patienten. Und Achtung, behandeln hat auch eine abstrakte Bedeutung. Wir behandeln das
- Thema in der nächsten Vorlesung. Heißt, wir besprechen es. Ah, ein Thema behandeln wie in der Schule und einen Patienten behandeln
- beim Arzt. Zwei Bedeutungen. Genau. Kontext. Wort Lex. Das Rezept. Ein Dokument vom Arzt für Medikamente. Der Arzt hat mir ein Rezept ausgestellt.
- In Deutschland bracht man ein Rezept für Medikamente? Für viele ja. Verschreibungspflichtig heißt nur mit Rezept. Rezeptfrei heißt
- ohne Rezept. Einfach in der Apotheke kaufen. Kopfschmerztabletten rezeptfrei. Antibiotika verschreibungspflichtig. Und Rezept heißt auch Kochrezept oder?
- Ja, aber wenn der Arzt von Rezept spricht, meint er nicht Spaghetti Bolognese. [gelächter]
- Hoffentlich nicht. Wort 7: Das Medikament. Arznei, Tabletten, Tropfen, alles was ihr einnehmt. Nehmen Sie das Medikament
- dreimal täglich. Und wo bekomme ich Medikamente? In der Apotheke. Nicht im Supermarkt, nicht online. In der Apotheke. Das ist
- in Deutschland streng geregelt. Wirklich nicht mal Aspirin im Supermarkt? Nein, Apotheke. Immer. Dafür beraten die
- euch auch. Ihr könnt Fragen stellen und die Apotheker helfen euch. Das ist eigentlich gut. Professionelle Beratung. Genau. Sicherheit geht vor. Wort 8. Die
- Nebenwirkungen. Die unerwünschten Effekte eines Medikaments. Lesen Sie die Packungsbeilage für mögliche
- Nebenwirkungen. Die Packungsbeilage, der Zettel im Medikament, der alles beschreibt. Dosierung, Nebenwirkungen,
- Wechselwirkungen und in Deutschland liest man den wirklich. Ich habe mal die Packungsbeilage gelesen und danach wollte ich das Medikament nicht mehr
- nehmen. Da standen so viele Nebenwirkungen. Ja, das passiert. Aber die meisten Nebenwirkungen sind selten. Trotzdem
- immer lesen und bei Fragen den Arzt oder Apotheker fragen. Wort 9: Vorbeugen. Dafür sorgen, dass eine Krankheit nicht entsteht. Prävention. Sport und gesunde
- Ernährung beugen vielen Krankheiten vor. Also bevor man krank wird, etwas dagegen tun. Genau. Vorbeugung ist besser als
- Behandlung und in Deutschland gibt es Vorsorgeuntersuchungen. Regelmäßige Checks beim Arzt, bezahlt von der Krankenkasse.
- Man geht zum Arzt, obwohl man nicht krank ist. Ja, um Krankheiten früh zu erkennen. Das ist Prävention, das ist Vorbeugen. Und
- die Krankenkasse bezahlt das. Das ist klug. Vorbeugen statt Heilen. Wort 10. Chronisch. Chronisch eine Krankheit, die lange dauert oder nie
- ganz weggeht. Er leidet an einer chronischen Erkrankung. Also das Gegenteil von akut. Genau. Akut, plötzlich, jetzt, dringend,
- chronisch, dauerhaft, langfristig, chronische Rückenschmerzen, chronischer Stress und leider chronisch wird auch umgangssprachlich benutzt. Chronisch
- pleite, immer kein Geld. Das kenne ich. Chronisch müde, chronisch gestresst. Willkommen in modernem Leben. Wort 11.
- Die Notaufnahme. Die Abteilung im Krankenhaus für Notfälle. Wir mussten in die Notaufnahme fahren. Emergency Room.
- Genau. Und Achtung, geht nur in die Notaufnahme, wenn es wirklich ein Notfall ist. Nicht für Kopfschmerzen, nicht für eine Erkältung. Dafür gibt es
- den Hausarzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Bereitschaftsdienst, der Arzt am Wochenende oder nachts. Die
- Nummer ist 116117. Merkt euch das. 116117. Kein Notfall, aber trotzdem dringend. 11611.
- Und für echte Notfälle? 112 wie überall in Europa. Die Diagnose, das was der Arzt feststellt, die Diagnose war ein Vitamin D-Mangel.
- Stellen eine Diagnose stellen. Genau, der Arzt stellt eine Diagnose. Die Diagnose wurde gestellt und manchmal die Diagnose war ein Schock, weil man
- nicht erwartet hat, was der Arzt sagt. Laut Diagnose muss ich mehr Sport machen. Das wäre eine gute Diagnose. Die beste Diagnose ist die, die man mit
- Bewegung und Ernährung lösen kann. Weiter: sich erholen, wieder gesund werden, sich ausruhen nach einer Krankheit oder Anstrengung. Ich muss
- mich nach der Operation erholen. Das klimmt wie Recovery. Genau. Und nicht nur medizinisch. Ich muss mich vom Stress erholen. Er erholt
- sich im Urlaub. Die Erholung, das Nomen. Ich brauche Erholung. Der Körper braucht Zeit zur Erholung. Das klingt nach einem guten Arzt.
- Ja. Und der beste Tipp: Nehmt euch die Zeit. In Deutschland schreibt der Arzt euch krank. Krankschreibung, dann müsst ihr nicht arbeiten. Wort 14. Die
- Krankschreibung. Ein Dokument vom Arzt, das sagt, ihr seid krank und könnt nicht arbeiten. Ich brauche eine Krankschreibung für meinen
- Arbeitgeber. Und dann muss ich nicht arbeiten. Richtig. Und das Wichtigste, ihr bekommt weiterhin euer Gehalt. In Deutschland
- bekommt ihr bei Krankheit bis zu 6 Wochen volles Gehalt. Lohnvorzahlung im Krankheitsfall. 6 Wochen volles Gehalt, obwohl ich krank
- bin? Ja, dafür bezahlt ihr die hohen Steuern und Sozialabgaben. Das System funktioniert. In meinem Land verliert man sofort Geld,
- wenn man krank ist. In Deutschland nicht, aber missbraucht es nicht. Die Krankschreibung ist ein Vertrauenssystem.
- Wort 15. Die Sprechstunde, die Zeit, in der Arzt Patienten empfängt. Die Sprechstunde ist montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr.
- Und außerhalb der Sprechstunde, dann müsst ihr den Bereitschaftsdienst anrufen oder wenn es dringend ist in die Notaufnahme.
- Und Sprechstunde gibt es auch an der Uni, die Sprechstunde des Professors. Dort könnt ihr Fragen stellen. Kann ich in Ihre Sprechstunde kommen?
- Das funktioniert beim Arzt und an der Uni. Genau. Gleiche Bedeutung: Verschiedene Kontexte. Wort 16: Die Untersuchung. Die
- Untersuchung, wenn der Arzt euch prüft, körperlich oder mit Geräten. Die Untersuchung hat nichts Auffälliges ergeben.
- Nichts Auffälliges, das ist gut. Sehr gut, das wollt ihr hören. Und wichtige Typen: Blutuntersuchung, Routineuntersuchung,
- Vorsorgeuntersuchung. Das Verb untersuchen. Der Arzt untersucht den Patienten. Und untersuchen heißt auch allgemein
- etwas prüfen. Die Polizei untersucht den Fall. Genau. Wieder ein Wort mit zwei Kontexten: Medizin und allgemein. Wort
- 17: Überweisen. Und jetzt kommen wir zur Überweisung von vorhin. Der Hausarzt überweist euch zum Facharzt. Mein Hausarzt hat mich zum Orthopäden
- überwiesen. Aber überweisen heißt auch Geld schicken, oder? Genau. Geld überweisen, eine
- Banküberweisung und zum Arzt überweisen, eine ärztliche Überweisung. Gleiches Wort: Zwei komplett verschiedene Situationen.
- Ich überweise die Miete. Geld. Der Arzt überweist mich. Facharzt. Kontext. Immer Kontext. Wort 18. Impfen. Impfen bekommen. Sind Sie gegen Grippe geimpft?
- Nach Corona kennt das jeder. Ja. Impfen, die Impfung, der Impfstoff, der Impfpass. Bitte bringen Sie ihren Impfpass mit. In Deutschland wird viel
- geimpft. Kinder, Erwachsene, regelmäßig und manche sind dagegen. Ja. Impfgegner und Impfbevührorter, ein umstrittenes Thema. Aus Thema 2.
- Umstritten. Ja, definitiv. Wort 19. Leiden anine Krankheit haben unter etwas leiden. Sie leidet an einer seltenen Erkrankung.
- Immer mit an. Leiden an einer Krankheit. Medizinisch. Leiden unter etwas allgemein. Ich leide unter Schlaflosigkeit. Er leidet an
- Diabetes. Viele Menschen leiden an chronischen Schmerzen. Chronisch ausworth die Wörter verbinden sich und leiden ist
- ein starkes Verb. Es zeigt echtes Leid. Nicht nur ein kleines Problem. Wort 20 heilen. Gesund machen oder gesund werden. Die Krankheit kann nicht geheilt
- werden. Das ist traurig. Ja, aber die Wunde heilt gut. Heißt sie wird besser. Und es gibt unheilbar,
- nicht heilbar, eine unheilbare Krankheit. Und umgangssprachlich, die Zeit heilt alle Wunden.
- Genau. Ein schönes Sprichwort. Und nicht nur für Medizin, auch für emotionale Verletzungen. Wort 21: Die Ernährung. Alles was mit Essen und Nahrung zu tun
- hat. Eine gesunde Ernährung ist wichtig. In Deutschland achten viele auf ihre Ernährung, oder? Ja, Bioprodukte, vegetarisch, vegan, das
- ist ein großes Thema. Und der Arzt sagt oft: "Achten Sie auf Ihre Ernährung, das heißt essen Sie besser." Eine ausgewogene Ernährung beugt
- Krankheiten vor. Vorbeugen aus Wort 9. Perfekt. Und ausgewogen. Balanced. Eine ausgewogene Ernährung, eine ausgewogene Meinung. Noch ein C1 Adjektiv geschenkt.
- Wort 22: Die Therapie. Behandlung über einen längeren Zeitraum. Physiotherapie, Psychotherapie, Sprachtherapie.
- Die Therapie dauert mehrere Monate. In Deutschland ist Psychotherapie normal, oder? Ja, und das ist gut. Es ist kein Tabu.
- Die Krankenkasse bezahlt Psychotherapie und der Therapeut, die Therapeutin, die Person, die behandelt. Ich bin in Therapie, das sagen Leute offen,
- immer mehr, besonders die jüngere Generation. Psychische Gesundheit wird in Deutschland zunehmend ernst genommen. Wort 23. Die Beschwerden.
- Gesundheitliche Probleme, Schmerzen, immer plural. Seit drei Tagen habe ich starke Beschwerden im Rücken. Wie Symptome?
- Ähnlich, aber Beschwerden ist allgemeiner. Symptome, medizinisch, der Arzt identifiziert sie. Beschwerden, das was ihr fühlt und dem Arzt beschreibt.
- Welche Beschwerden haben Sie? Das fragt der Arzt. Und Beschwerden heißt auch Reklamation oder im Restaurant. Ich habe eine
- Beschwerde. Genau, eine Beschwerde Singular Reklamation. Beschwer denn plural gesundheitliche Probleme. Der Kontext
- macht's klar. Wort 24, das Wohlbefinden, wie es euch geht. Körperlich und seelisch. Regelmäßige Bewegung steigert das Wohlbefinden.
- Wohl plus befinden, sich Wohlbefinden. Genau. Wohl, gut, befinden, wie man sich fühlt. Wohlbefinden ist ein ganzheitliches Wort, nicht nur gesund,
- sondern auch glücklich und zufrieden. Das seelische Wohlbefinden ist genauso wichtig wie das körperliche. Das klingt weise, ist es auch. Und in vielen Firmen
- spricht man jetzt über das Wohlbefinden der Mitarbeiter. Employee Wellbeing, ein modernes Thema. Wort 25: Der Eingriff. Eine medizinische Operation oder
- Prozedur. Der Eingriff verlief erfolgreich. Warum nicht einfach Operation sagen? Operation ist groß und ernst. Eingriff
- kann auch klein sein. Ein kleiner Eingriff, nicht dramatisch. Ein operativer Eingriff im OP und ein chirurgischer Eingriff. Eine Operation
- im klassischen Sinne. Kleiner Eingriff beruhigend. Große Operation beängstigend. Das Wort macht einen Unterschied.
- Genau. Ärzte sagen oft bewusst Eingriff statt Operation, um Patienten zu beruhigen. Und unser letztes Wort die Genesung.
- Der Prozess des Gesunderdens. Ich wünsche Ihnen eine schnelle Genesung. Das klingt so formell und nett. Das ist der Satz, den ihr schreibt, wenn
- jemand krank ist. Letztes Thema. Thema 10: Politik, Umwelt und Gesellschaft. Das Finale. Das Finale. Und ich sage euch ehrlich,
- dieses Thema ist das Schwerste. Die Wörter sind lang, die Themen sind ernst und ihr braucht sie für die wirklich wichtigen Gespräche.
- Wichtig, wie? Wie was passiert in der Welt? Was passiert mit unserem Planeten? Wie funktioniert unser Zusammenleben? Wenn
- ihr über diese Themen auf Deutsch sprechen könnt, seid ihr nicht mehr nur Deutschlerner. Ihr seid informierte, gebildete Menschen, die in dieser
- Gesellschaft mitreden können. Das ist ein großer Anspruch. Ist es aber nach 174 Wörtern seid ihr bereit? 26 Wörter, dann habt ihr es
- geschafft. Wort 1, Die Regierung. Wort 1: Die Regierung, die Gruppe von Menschen, die ein Land führt. Die Regierung hat ein neues Gesetz
- verabschiedet. In Deutschland ist das der Bundeskanzler und die Minister. Genau, die Bundesregierung. Und auf
- Landesebene die Landesregierung. Deutschland hat 16 Bundesländer, jedes mit einer eigenen Regierung. Das ist kompliziert.
- Ja. Föderalismus. Jedes Bundesland hat eigene Regeln für Schule, Polizei, Kultur. Deshalb ist das Schulsystem in Bayern anders als in Berlin.
- Die Regierung steht unter Kritik. Das passt zu Thema 6. Perfekt. Weiter. Wort 2. Die Wahl. Die Wahl, wenn das Volk entscheidet, wer
- regiert. Die nächste Bundestagswahl findet im Herbst statt. Und wählen das Verb. Genau. Ich wähle die Partei, die meine Interessen
- vertritt. Und in Deutschland Wahlpflicht gibt es nicht. Aber die Wahlbeteiligung ist meistens hoch. Die Deutschen nehmen Wahlen ernst.
- Wer darf wählen? Deutsche Staatsbürger ab 18 Jahren. Für EU-Bürger, Kommunalwahlen, ja. Bundestagswahlen nein.
- Die Wahl war knapp. Heißt es war fast gleich. Genau. Knapp heißt sehr eng. Ein knappes Ergebnis: Spannung bis zum Schluss. Wort
- 3: Das Gesetz. Das Gesetz, eine offizielle Regel, die für alle gilt. Das Gesetz verbietet Diskriminierung am Arbeitsplatz. Ein Gesetz verabschieden,
- das hatten wir gerade. Genau. Und ein Gesetz einhalten, sich daran halten. Ein Gesetz brechen, dagegen verstoßen. Wer das Gesetz
- bricht, muss mit Konsequenzen rechnen. Das Gesetz tritt am 1. Januar in Kraft. Heißt, ab dann gilt es perfekt in Kraft treten, gültig werden.
- Das hört ihr in Nachrichten ständig. Wort 4: Die Demokratie. Die Demokratie, das politische System, in dem das Volk entscheidet. Deutschland ist eine
- parlamentarische Demokratie. Das Grundgesetz ist die Basis, oder? Genau. Das Grundgesetz ist die deutsche Verfassung. Artikel 1: Die Würde des
- Menschen ist unantastbar. Der wichtigste Satz im deutschen Recht. Die Würde des Menschen ist unantastbach. Das ist stark.
- Sehr stark. Und das sollte jeder kennen, der in Deutschland lebt. Wort 5: Gerechtigkeit. Die Gerechtigkeit, Fairness, gleiches Recht für alle.
- Soziale Gerechtigkeit ist ein wichtiges Thema in der Politik. Gerecht und ungerecht, fair und unfair. Genau. Und wichtige Kombinationen:
- soziale Gerechtigkeit, Klimagerechtigkeit, Geschlechtergerechtigkeit. In Deutschland wird viel über
- Gerechtigkeit debattiert. Das ist nicht gerecht. Das sage ich oft. Auf C1 sagt ihr, das empfinde ich als ungerecht. Empfinden aus Thema 3. Die Wörter kommen
- immer wieder zurück. Wort 6, die Gleichberechtigung. Die Gleichberechtigung, gleiche Rechte für alle Menschen, unabhängig von
- Geschlecht, Herkunst oder Religion. Die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist im Grundgesetz verankert. Verankert,
- festgeschrieben, gesichert. Im Grundgesetz verankert heißt, es steht dort und ist geschützt. Und in der Realität gibt es
- Gleichberechtigung auf Papier? Ja, in der Praxis gibt es noch viel zu tun. Gender Paygap, wenige Frauen in Führungspositionen, das sind Themen, die
- in Deutschland intensiv diskutiert werden. Gleichberechtigung ist nicht nur ein Gesetz, sondern eine Haltung. Haltung
- aus Thema 3. Starker Satz. Wort 7. Die Integration. Der Prozess in dem Menschen Teil einer neuen Wort 10. Die Bevölkerung.
- Die Bevölkerung. Alle Menschen, die in einem Land oder einer Region leben. Die Bevölkerung Deutschlands beträgt etwa 84 Millionen.
- Das klingt formeller als die Menschen in Deutschland. ist es in Nachrichten, in Statistiken, in Berichten. Bevölkerung. Die
- Bevölkerung wächst. Die alternde Bevölkerung. Die Bevölkerung fordert Veränderungen. Große Teile der Bevölkerung sind
- unzufrieden. Das klingt nach Nachricht. Perfekt. Wort 11. Die Demonstration. Die Demonstration. Wenn Menschen auf die Straße gehen, um
- für oder gegen etwas zu protestieren, tausende Menschen nahmen an der Demonstration teil. In Deutschland demonstrieren die Leute oft, oder?
- Ja, und das ist ein Grundrecht. Im Grundgesetz geschützt Versammlungsfreiheit. Die Leute demonstrieren für Klimaschutz,
- gegen Krieg, für Menschenrechte. An einer Demonstration teilnehmen. Teilnehmen, das ist formell für mitmachen.
- Genau. Teilnehmen an etwas. Immer mit an und dativ. Wort 12. Die Menschenrechte. Die Menschenrechte. Die grundlegenden Rechte jedes Menschen. Freiheit,
- Gleichheit, Würde. Die Menschenrechte müssen weltweit geschützt werden. Wie die Würde des Menschen ist unantastbar.
- Genau, das ist die Basis der Menschenrechte und in Diskussionen Menschenrechte verletzen heißt gegen diese Rechte verstoßen. Das Land
- verletzt systematisch die Menschenrechte. Menschenrechte sind nicht verhandelbar. Das klingt wie ein Statement.
- Ist es und ein wichtiges. Okay, jetzt wechseln wir von Politik zu unserem Planeten Umwelt. Ein Thema, das uns alle betrifft.
- Alle ohne Ausnahme. Die Umwelt, alles um uns herum. Natur, Luft, Wasser, Erde. Der Schutz der Umwelt ist eine globale Herausforderung.
- Umweltschutz, das höre ich überall in Deutschland. Weil Deutschland das Thema sehr ernst nimmt. Mülltrennung, Recycling,
- erneuerbare Energien, das ist tief in der Kultur verankert. Die Mülltrennung. Das war am Anfang so verwirrend. Gelber Sack, Biomüll,
- Restmüll, Papier, Glas. Willkommen in Deutschland. Mülltrennen ist Bürgerpflicht. Und ja, am Anfang ist es verwirrend, irgendwann wird es
- automatisch. Wort 14: Der Klimawandel. Der Klimawandel, die langfristige Veränderung des Klimas auf der Erde. Der
- Klimawandel ist die größte Herausforderung unserer Zeit. Herausforderung aus Thema 4. Genau. Und wichtige Wörter dazu, die
- Erderwärmung, der Treibhauseffekt, der CO2 Ausstoß. Das sind Wörter, die in jeder Nachrichtensendung vorkommen. Wir müssen den Klimawandel bekämpfen.
- Bekämpfen, gegen etwas kämpfen. Genau. Und den Klimawandel bremsen, verlangsamen. Dem Klimawandel entgegenwirken, aktiv dagegen arbeiten.
- Alles starke C1 Formulierungen. Die Nachhaltigkeit. so handeln, dass auch zukünftige Generationen gut leben können.
- Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Trend, sondern eine Notwendigkeit. Nachhaltig heißt langfristig denken. Genau. Nicht nur an heute denken,
- sondern an morgen und übermorgen. Nachhaltige Energie, nachhaltiger Konsum, nachhaltiges Wirtschaften. In Deutschland ist Nachhaltigkeit ein
- riesiges Thema. In der Politik, in der Wirtschaft, im Alltag. Wir müssen nachhaltiger leben. Das höre ich ständig.
- Und es stimmt. Wort 16. Erneuerbare Energien. Erneuerbare Energien. Energiequellen, die sich nicht erschöpfen. Sonne, Wind, Wasser.
- Deutschland investiert stark in erneuerbare Energien. Erneuerbar, das erneuert sich. Es geht nicht aus.
- Genau. Das Gegenteil, fossile Energien, Kohle, Öl, Gas, die gehen irgendwann aus. Die Energiewende, der Umgang von fossil zu erneuerbar, das ist ein
- zentrales Thema in der deutschen Politik. Energiewende, noch so ein typisch deutsches Wort.
- Ja, die Welt benutzt das deutsche Wort, weil es kein gutes Äquivalent gibt. Die Verschmutzung, wenn Luft, Wasser oder Boden dreckig werden. Die Verschmutzung
- der Meere ist ein globales Problem. Luftverschmutzung, Wasserverschmutzung. Genau. Das Werb, verschmutzen. Die Fabrik verschmutzt den Fluss und
- Umweltverschmutzung, das allgemeine Wort für alle Arten von Verschmutzung. Die Umweltverschmutzung nimmt zu. Zunehmen aus Thema 6.
- Wort 18. Die Ressourcen. Die Ressourcen. Natürliche Rohstoffe, Wasser, Holz, Mineralien, aber auch abstrakt, Zeit, Geld, Personal. Wir
- müssen unsere Ressourcen schonen. Schonen heißt vorsichtig benutzen. Genau. Nicht verschwenden. Ressourcen schonen, Ressourcen sparen. Und die
- natürlichen Ressourcen sind begrenzt. Begrenzt? Es gibt nicht unendlich viel. Wir verbrauchen mehr Ressourcen als die Erde produzieren kann. Das ist ein
- erschreckender Satz. Und leider wahr. Wort 19 verbrauchen. Verbrauchen etwas aufbrauchen. Benutzen, bis es weg ist. Wir verbrauchen zu viel
- Energie. Und der Verbraucher, die Person, die verbraucht. Genau. Verbraucher heißt auch Konsument.
- Verbraucherschutz. Gesetze, die Konsumenten schützen. Der Energieverbrauch muss sinken. Sinken aus Thema 5.
- Jeder Verbraucher kann etwas tun. Das klingt nach Verantwortung. Ist es auch. Weiter. Wort 20. Schützen. Schützen. Etwas bewahren. Vor Schaden
- bewahren. Wir müssen die Umwelt schützen. Umweltschutz, Datenschutz Tierschutz. Immer Schutz.
- Genau. Und jemanden schützen vor etwas. Das Gesetz schützt Arbeitnehmer vor Diskriminierung. Immer mit vor und dativ.
- Kinder müssen vor Gewalt geschützt werden. Passiv funktioniert auch. Ja. Und es klimmt dringend. Schützen ist ein starkes Verb. Es zeigt
- Verantwortung. Wort 21: Umweltfreundlich. Umweltfreundlich. Nicht schädlich für die Umwelt. Wir sollten
- umweltfreundlichere Produkte kaufen. Auf B2 sage ich, das ist gut für die Natur. Auf C1. Das Produkt ist umweltfreundlich oder
- umweltbewusst, ein umweltbewusster Lebensstil. Heißt, man denkt aktiv an die Umwelt bei jeder Entscheidung. Umweltfreundlich, das Produkt.
- Umweltbewusst, die Person. Perfekter Unterschied. Wort 22, der Ausstoß. Der Ausstoß, was ausgestoßen wird, Gase,
- Schadstoffe. Der CO2 Ausstoß muss drastisch reduziert werden. CO2 Ausstoß, das höre ich in jeder Klimadiskussion,
- weil es das zentrale Thema ist: Ausstoß reduzieren, Emissionen senken und den Ausstoß von Treibhausgasen verringern. Alles C1 Formulierungen für die gleiche
- Idee. Deutschland will den CO2 Ausstoß bis 2030 deutlich reduzieren. Klingt nach Nachrichten.
- Ist es auch. Wort 23, das Bewusstsein. Das Bewusstsein, das Wissen um etwas, das Verständnis. Das Bewusstsein für Umweltprobleme wächst.
- Bewusstsein, man ist sich etwas bewusst. Genau. Umweltbewusstsein, das Bewusstsein für die Umwelt. Gesundheitsbewusstsein,
- das Bewusstsein für Gesundheit. Und Bewusstsein schaffen heißt Menschen auf ein Thema aufmerksam machen. Wir müssen Bewusstsein für den
- Klimawandel schaffen. Stark. Sehr stark. Und genau das tun Demonstrationen, Medien, Bildung, alles Themen, die wir heute besprochen haben.
- Wort 24, die Verantwortung. Die Verantwortung hatten wir in Thema 1, aber jetzt in einem größeren Kontext. Nicht Verantwortung im Büro,
- Verantwortung für die Gesellschaft. Jeder trägt Verantwortung für die nächste Generation. Verantwortung übernehmen, Thema 1.
- Verantwortung tragen, Thema 10. Genau. Verantwortung tragen ist schwerer. Übernehmen heißt, ich nehme sie an. Tragen heißt, ich lebe damit
- jeden Tag. Wir tragen Verantwortung für die Zukunft unseres Planeten. Das ist ein schwerer Satz, aber ein wahrer.
- Wort 25: Der Fortschritt. Der Fortschritt. Positive Entwicklung Verbesserung. Der technologische Fortschritt verändert unser Leben.
- Fortschritt. Man schreitet vorwärts. Genau. Vorwärts gehen, Fortschritt machen. Wir machen große Fortschritte im Bereich der erneuerbaren Energien und
- fortschrittlich als adjektiv. Eine fortschrittliche Gesellschaft heißt modern und offen für Veränderung. Und das Gegenteil
- Rückschritt. Man geht zurück. Das wäre ein Rückschritt. Niemand will einen Rückschritt. Und unser letztes Wort, Wort 200, die Zukunft.
- Das ist ein schönes letztes Wort, finde ich auch. Die Zukunft, was vor uns liegt. Die Zukunft gehört denen, die heute handeln. Und das ist kein Zufall,
- dass wir mit diesem Wort enden, denn das ist genau, was ihr heute gemacht habt. Ihr habt gehandelt 2wei Stunden lang. 200 Wörter für eure Zukunft.
- Das klingt fast philosophisch. ist es auch die Zukunft gestalten, aktiv formen, die Zukunft sichern dafür sorgen, dass sie gut wird. In Zukunft
- heißt ab jetzt in Zukunft werde ich diese Wörter benutzen. In Zukunft sage ich nie wieder ich mache, wenn ich ich erledige meinen
- kann. [gelächter] Das ist der Geist. Okay, stopp. Wir sind fertig.
- Wir sind fertig. 200 Wörter, zehn Themen, von Bewerbung bis Zukunft, von B2 bis C1. Das fühlt sich unglaublich an. Am Anfang
- habe ich gesagt, 200 Wörter in 2 Stunden, das ist unmöglich. Und jetzt? Jetzt fühlt es sich so an, als hätte
- sich mein ganzes Deutsch verändert. nicht nur Wörter, die Art, wie ich denke, genau, weil Sprache nicht nur Wörter
- ist, es ist, wie ihr denkt, wie ihr fühlt, wie ihr die Welt seht. Und mit diesen 200 Wörtern seht ihr jetzt die Welt auf Deutsch. Richtig, auf Deutsch.
- Und was mache ich jetzt? Benutzt sie heute Abend, morgen, jeden Tag. Schreibt eine E-Mail mit vereinbaren statt Termin machen. Sagt,
- ich erledige das statt ich mache das. sagt nachvollziehbar statt ich verstehe. Jedes Mal, wenn ihr ein C1 Wort benutzt, wird es ein Stück mehr eures.
- Und an die Zuschauer. Ja, liebe Zuschauer, wenn ihr bis hierhin geschaut habt, 2wei Stunden, dann wisst ihr, dass ihr es ernst meint
- mit Deutsch und das verdient Respekt. Ehrlich, schreibt in die Kommentare, welches Wort war euer Favorit aus allen 200? Welches
- Wort hat sich sofort richtig angefühlt? Und wenn euch dieses Video geholfen hat, ihr wisst, was zu tun ist, lasst ein Like da, abonniert den Kanal und teilt
- es mit jemandem, der auch B2 ist und mehr will, weil teilen heißt gemeinsam lernen. Und eine letzte Sache, erinnert ihr euch
- an den Anfang? Die Frage war: Warum wechseln Deutsche zu Englisch, wenn ich spreche? Ja, und die Antwort war 200 Wörter.
- Jetzt habt ihr sie, alle 200. Die nächste Person, die mit euch Deutsch spricht, wird nicht zu Englisch wechseln.
- Versprochen? Versprochen. Dann bis zum nächsten Video. Bis dann. Und ihr schafft das.
- [gelächter] Wir haben es schon geschafft. Stimmt. Habt ihr. Tschüss. Tschüss.