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Kurze Geschichte der Programmiermethoden: Von Lochkarten hin zum Low Code

Low-Code Expert6:06 1.369 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 55 Zeilen
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  1. Hallo Freunde, Mein Name ist Alexey und ich bin «Head of Digital Solutions» in der Unternehmensberatung sysberry-absc.
  2. Ich habe über 10 Jahre Erfahrung in der Softwareentwicklung sowie der Digitalisierungsberatung.
  3. Heute erkläre ich euch folgendes: Kurze Geschichte der Programmiermethoden: Von Lochkarten hin zum Low Code. Viel Spaß bei diesem Video!
  4. Heute will ich einen kurzen Blick darauf werfen, wie sich die IT über die vergangenen Jahrzehnte entwickelt hat.
  5. Ein kleiner Disclaimer: ich setze hier keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Entwicklung war natürlich wesentlich komplexer
  6. und von deutlich mehr Schritten geprägt. In früheren Zeiten Anfang des 20en Jahrhunderts
  7. haben Entwickler ihre Programme auf Lochkarten kodiert. Jedes Programm musste daher sehr gut vorbereitet
  8. und exakt in Maschinensprache abgebildet werden, bevor dieses in einem Computer laufen konnte.
  9. War ein Programm fehlerhaft, so musste man mehrere Tage, oder gar Wochen bis Monate für den nächsten Versuch warten,
  10. da Rechnerkapazitäten zur damaligen Zeit sehr knapp waren. Ende 40er Jahre hat man angefangen auf Assemblersprachen Programme zu schreiben.
  11. Der Code konnte von Menschen gelesen und vom Computer über ein Zwischenprogramm vom Assembler —
  12. zur Maschinencode übersetzt werden. Diese anfänglichen Programme waren an spezifische
  13. Hardware gebunden und die Entwicklung dauerte sehr lang. Die Generation der Programmierer war demnach sehr stark darauf orientiert
  14. keine Fehler zu machen und ihre Programme sehr lange zu bedenken und gedanklich zu überprüfen.
  15. Die Abhängigkeiten von Hardware und die schlechte Lesbarkeit durch Menschen waren so eklatant,
  16. dass bereits wenige Jahren später die erste Generation von Programmiersprachen kamen. Ende Diese Sprachen wie zum Beispiel FORTRAN und COBOL
  17. 50er waren deutlich lesbarer sowie hardwareunabhängig. Mitte der 70er Jahre waren Lochkarten weitgehend außer Gebrauch.
  18. In den 80er Jahre begann dann der Siegeszug der Heimcomputer. In Verbindung mit dem allgemeinen technischen Fortschritt
  19. führte dies dazu, dass viele weitere Programmiersprachen entstanden sind und die Entwickler nicht mehr Tage,
  20. oder Wochen auf die Ausführung warten mussten. Dadurch entstand eine neue Generation von Entwicklern,
  21. die jederzeit ihre Programme ausführen konnten. Der Fokus lag nicht mehr auf der Fehlerfreiheit,
  22. worüber wir noch sprechen werden, sondern auf der Effizienz der Programme. Dies war auch die Zeit, in der die objektorientierte
  23. Programmierung an Bedeutung gewann. Irgendwann werde ich auch darüber ein Video drehen.
  24. In den nächsten Jahrzenten wurden sehr viele Programme entwickelt und auch die Programmiersprachen verbessert.
  25. Die Entwickler begannen Programmcode einerseits zu bündeln und andererseits objektorientiert zu arbeiten.
  26. Auf diese Weise entstanden die ersten Frameworks - also Code-Sammlungen, die bestimmte Vorgänge bündeln und wiederverwendbar waren.
  27. Programmierer sind ziemlich kreative Menschen und vermeiden es gerne, Code erneut zu schreiben, der bereits geschrieben wurde.
  28. Der Fokus dieser Generation an Entwicklern lag nun auf Algorithmen. Wie soll ein Problem gelöst werden?
  29. Wie arbeitet man effizienter? Wie verbraucht man weniger Ressourcen?
  30. Es wurde auch viel mehr Wert daraufgelegt, dass Code sauber geschrieben wird,
  31. leicht lesbar durch Menschen, erweiterbar und vor allem wartbar bleibt. Bis dahin gehörte die Welt der Entwicklung einzig und allein den Entwicklern —
  32. speziell ausgebildete Menschen, die den Code schreiben und verstehen konnten. Der Bedarf an Applikationen wächst aber viel schneller,
  33. als Entwickler sie erzeugen können. Die Programme sind ebenso immer komplexer geworden
  34. und man brauchte eine Lösung, wie auch Nicht-Entwickler die Applikationen erstellen können.
  35. Man hat überlegt, dass einfache Apps und einfache Logiken wohl vom Business selbst erstellt werden sollten.
  36. Die Frameworks (also Code-Bündel) sind so weit entwickelt worden, dass man mit Mouse-Clicks und Konfigurationassistenten
  37. einfache Aufgaben lösen konnte, ohne einen Programmierer zu benötigen. Natürlich kann man ohne Profi die komplexen Logiken und Abläufe nicht abbilden.
  38. Trotzdem können leichte Aufgaben, die man oft in Fachabteilungen mit Excel, Word, oder Access erstellt,
  39. mit solchen Frameworks weiterhin im Business gelöst werden. Dies war der Anfang von «Low Code», also einem Ansatz,
  40. in dem man Applikationen erstellt, ohne Programmierkenntnisse haben zu müssen. Diese Generation der Softwareentwickler,
  41. oder auch Software Modellierer fokussiert sich nun auf Business Logiken. Wozu dient die Applikation?
  42. Welchen Businesszweck erfüllt dieser? Welchen Mehrwert bringt es?
  43. Heutzutage sind auf Basis des «Low Code» Ansatzes viele Plattformen entstanden, wie auch früher viele Programmiersprachen.
  44. Der Einsatz von solchen Plattformen ist genauso vielfältig, wie das Programmieren an sich.
  45. Von der App-Entwicklung bis zur Robotics Process Automation, von Machine Learning zu Kommunikationsplattformen und Künstlicher Intelligenz.
  46. Die Digitalisierungstechnologien sind dabei sehr unterschiedlich und breit einsetzbar. Kommen wir nun zum Fazit.
  47. Am Anfang waren Lochkarten und die Programmierung sehr langsam mit dem Fokus auf Fehlerfreiheit.
  48. Dann kamen höhere Sprachen und Methoden und der Fokus lag auf Algorithmen. Und nun kommt «Low Code» mit dem Fokus auf Businesslogiken und - Abläufe.
  49. Bedeutet es, dass sich am Ende nur «Low Code» durchsetzen wird? Das glaube ich nicht, weil nicht alle Business-Anforderungen so generisch sind,
  50. dass alles man nur mit vorgefertigten Bausteine erstellen kann. Allerdings gibt es deutlich mehr generische Aufgaben, als man denkt.
  51. Deswegen wird die Anzahl der «Low Code» Applikationen mit der Zeit wachsen. Die renommierte Analyse - und Marktforschungsfirma Gartner prognostiziert,
  52. dass bis 2024, 65% aller Applikationen mittels Low-Code erstellt werden. Willst Du mehr darüber wissen?
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  54. Hinterlasse auch einen Kommentar, ob sich dein Unternehmen bereits mit Low Code auseinandergesetzt hat.
  55. Das würde mich sehr interessieren! Ich bin Alexey, wir sehen uns im nächsten Video.