Kurze Geschichte der Programmiermethoden: Von Lochkarten hin zum Low Code Low-Code Expert https://www.youtube.com/watch?v=S67c9GN-u3A Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Hallo Freunde, Mein Name ist Alexey und ich bin «Head of Digital Solutions» in der Unternehmensberatung sysberry-absc. 0:06 Ich habe über 10 Jahre Erfahrung in der Softwareentwicklung sowie der Digitalisierungsberatung. 0:11 Heute erkläre ich euch folgendes: Kurze Geschichte der Programmiermethoden: Von Lochkarten hin zum Low Code. Viel Spaß bei diesem Video! 0:26 Heute will ich einen kurzen Blick darauf werfen, wie sich die IT über die vergangenen Jahrzehnte entwickelt hat. 0:32 Ein kleiner Disclaimer: ich setze hier keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Entwicklung war natürlich wesentlich komplexer 0:38 und von deutlich mehr Schritten geprägt. In früheren Zeiten Anfang des 20en Jahrhunderts 0:44 haben Entwickler ihre Programme auf Lochkarten kodiert. Jedes Programm musste daher sehr gut vorbereitet 0:50 und exakt in Maschinensprache abgebildet werden, bevor dieses in einem Computer laufen konnte. 0:55 War ein Programm fehlerhaft, so musste man mehrere Tage, oder gar Wochen bis Monate für den nächsten Versuch warten, 1:02 da Rechnerkapazitäten zur damaligen Zeit sehr knapp waren. Ende 40er Jahre hat man angefangen auf Assemblersprachen Programme zu schreiben. 1:11 Der Code konnte von Menschen gelesen und vom Computer über ein Zwischenprogramm vom Assembler — 1:17 zur Maschinencode übersetzt werden. Diese anfänglichen Programme waren an spezifische 1:22 Hardware gebunden und die Entwicklung dauerte sehr lang. Die Generation der Programmierer war demnach sehr stark darauf orientiert 1:29 keine Fehler zu machen und ihre Programme sehr lange zu bedenken und gedanklich zu überprüfen. 1:36 Die Abhängigkeiten von Hardware und die schlechte Lesbarkeit durch Menschen waren so eklatant, 1:41 dass bereits wenige Jahren später die erste Generation von Programmiersprachen kamen. Ende Diese Sprachen wie zum Beispiel FORTRAN und COBOL 1:49 50er waren deutlich lesbarer sowie hardwareunabhängig. Mitte der 70er Jahre waren Lochkarten weitgehend außer Gebrauch. 1:59 In den 80er Jahre begann dann der Siegeszug der Heimcomputer. In Verbindung mit dem allgemeinen technischen Fortschritt 2:06 führte dies dazu, dass viele weitere Programmiersprachen entstanden sind und die Entwickler nicht mehr Tage, 2:12 oder Wochen auf die Ausführung warten mussten. Dadurch entstand eine neue Generation von Entwicklern, 2:17 die jederzeit ihre Programme ausführen konnten. Der Fokus lag nicht mehr auf der Fehlerfreiheit, 2:23 worüber wir noch sprechen werden, sondern auf der Effizienz der Programme. Dies war auch die Zeit, in der die objektorientierte 2:30 Programmierung an Bedeutung gewann. Irgendwann werde ich auch darüber ein Video drehen. 2:35 In den nächsten Jahrzenten wurden sehr viele Programme entwickelt und auch die Programmiersprachen verbessert. 2:41 Die Entwickler begannen Programmcode einerseits zu bündeln und andererseits objektorientiert zu arbeiten. 2:47 Auf diese Weise entstanden die ersten Frameworks - also Code-Sammlungen, die bestimmte Vorgänge bündeln und wiederverwendbar waren. 2:55 Programmierer sind ziemlich kreative Menschen und vermeiden es gerne, Code erneut zu schreiben, der bereits geschrieben wurde. 3:02 Der Fokus dieser Generation an Entwicklern lag nun auf Algorithmen. Wie soll ein Problem gelöst werden? 3:08 Wie arbeitet man effizienter? Wie verbraucht man weniger Ressourcen? 3:12 Es wurde auch viel mehr Wert daraufgelegt, dass Code sauber geschrieben wird, 3:17 leicht lesbar durch Menschen, erweiterbar und vor allem wartbar bleibt. Bis dahin gehörte die Welt der Entwicklung einzig und allein den Entwicklern — 3:25 speziell ausgebildete Menschen, die den Code schreiben und verstehen konnten. Der Bedarf an Applikationen wächst aber viel schneller, 3:32 als Entwickler sie erzeugen können. Die Programme sind ebenso immer komplexer geworden 3:37 und man brauchte eine Lösung, wie auch Nicht-Entwickler die Applikationen erstellen können. 3:42 Man hat überlegt, dass einfache Apps und einfache Logiken wohl vom Business selbst erstellt werden sollten. 3:49 Die Frameworks (also Code-Bündel) sind so weit entwickelt worden, dass man mit Mouse-Clicks und Konfigurationassistenten 3:56 einfache Aufgaben lösen konnte, ohne einen Programmierer zu benötigen. Natürlich kann man ohne Profi die komplexen Logiken und Abläufe nicht abbilden. 4:05 Trotzdem können leichte Aufgaben, die man oft in Fachabteilungen mit Excel, Word, oder Access erstellt, 4:11 mit solchen Frameworks weiterhin im Business gelöst werden. Dies war der Anfang von «Low Code», also einem Ansatz, 4:19 in dem man Applikationen erstellt, ohne Programmierkenntnisse haben zu müssen. Diese Generation der Softwareentwickler, 4:25 oder auch Software Modellierer fokussiert sich nun auf Business Logiken. Wozu dient die Applikation? 4:32 Welchen Businesszweck erfüllt dieser? Welchen Mehrwert bringt es? 4:36 Heutzutage sind auf Basis des «Low Code» Ansatzes viele Plattformen entstanden, wie auch früher viele Programmiersprachen. 4:43 Der Einsatz von solchen Plattformen ist genauso vielfältig, wie das Programmieren an sich. 4:48 Von der App-Entwicklung bis zur Robotics Process Automation, von Machine Learning zu Kommunikationsplattformen und Künstlicher Intelligenz. 4:56 Die Digitalisierungstechnologien sind dabei sehr unterschiedlich und breit einsetzbar. Kommen wir nun zum Fazit. 5:02 Am Anfang waren Lochkarten und die Programmierung sehr langsam mit dem Fokus auf Fehlerfreiheit. 5:07 Dann kamen höhere Sprachen und Methoden und der Fokus lag auf Algorithmen. Und nun kommt «Low Code» mit dem Fokus auf Businesslogiken und - Abläufe. 5:17 Bedeutet es, dass sich am Ende nur «Low Code» durchsetzen wird? Das glaube ich nicht, weil nicht alle Business-Anforderungen so generisch sind, 5:24 dass alles man nur mit vorgefertigten Bausteine erstellen kann. Allerdings gibt es deutlich mehr generische Aufgaben, als man denkt. 5:32 Deswegen wird die Anzahl der «Low Code» Applikationen mit der Zeit wachsen. Die renommierte Analyse - und Marktforschungsfirma Gartner prognostiziert, 5:41 dass bis 2024, 65% aller Applikationen mittels Low-Code erstellt werden. Willst Du mehr darüber wissen? 5:49 Dann abonniere diesen Kanal, um keine weiteren Videoszum Thema Digitalisierung und moderner IT zu verpassen. 5:55 Hinterlasse auch einen Kommentar, ob sich dein Unternehmen bereits mit Low Code auseinandergesetzt hat. 6:01 Das würde mich sehr interessieren! Ich bin Alexey, wir sehen uns im nächsten Video.