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So entstehen Sturmfluten | Terra X plus
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 25 Zeilen
- Sturmfluten verschlingen ganze Städte und Inseln. Dank Schutzmaßnahmen waren sie eher ein Phänomen fernab von Deutschland. Doch das könnte sich ändern. Welche deutsche Stadt bald versinken könnte und was eine Sturmflut überhaupt ist, das erkläre ich euch jetzt. Ich bin Carla aus dem Terra X plus-Team.
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- Aber das Ausmaß war verheerend. Damals an der friesischen Nordseeküste. Dort soll eine riesige Sturmflut im 14. Jahrhundert rund 100.000 Todesopfer gefordert haben. Ganze Inseln und Städte versanken für immer in den Fluten.
- Damals wurde so eine Katastrophe noch als Strafe Gottes gedeutet. Heute wissen wir mehr.
- Forschende der Ozeanographie analysieren das Meer und seine Physik. Ziel ist es, in Zukunft besser auf Katastrophen und Sturmfluten vorbereitet zu sein. Aber was genau ist denn jetzt eigentlich eine solche Sturmflut? Gute Frage:
- Als Sturmflut bezeichnen wir eine durch Sturm erzeugte Flut, die auf die Küste trifft. So wie hier in diesem Bild. Der Effekt wird verstärkt, wenn sich der Meeresspiegel anhebt. Also quasi wenn das Höhenniveau der Meeresoberfläche plötzlich ansteigt.
- Das kann viele Gründe haben. Wenn zum Beispiel Wirbelstürme über die Ozeane ziehen und Wassermassen in Richtung Küste treiben.
- Wenn sich die Wassermassen dann in Form von Wellen Richtung Küste bewegen, entsteht durch den ansteigenden Meeresboden eine Reibung. Sie verformen sich und brechen – normalerweise vor der Küste.
- Im Vergleich zu einer ganz normalen Welle haben die Wellen einer Sturmflut jedoch eine viel größere Kraft, werden weiter gespült und brechen so sogar Dämme. Das Ergebnis: Küstenstädte werden überschwemmt und Millionenschäden entstehen.
- Damit sich ein Wirbelsturm aber überhaupt aufbauen und solche Sturmfluten verursachen kann, muss die Wassertemperatur über 27C° liegen und genügend Windströmung vorhanden sein, um sich zu drehen.
- Das ist vor allem im westlichen Atlantik, der Karibik, über dem Pazifik und im Golf von Mexiko der Fall. In Zukunft wird das aber auch andere Regionen betreffen, die heute noch kälter sind.
- Bedeutet das, dass Menschen, die nicht in diesen warmen Regionen leben, sicher vor Sturmfluten sind? Leider nein. Schauen wir uns doch mal Deutschland an:
- Allein hier bei uns in Deutschland leben rund 3,2 Millionen Menschen und zwar in von Überflutungen gefährdeten Küstengebieten. Na kennt ihr diese Stadt hier? Das ist Hamburg. Vor allem solche Hafenstädte sind gefährdet.
- Denn neben den bereits erwähnten Wirbelstürmen, wird der Klimawandel das Phänomen in Zukunft verstärken. Mit der globalen Erwärmung schmelzen die Eismassen an den Polen und in Grönland und der Meeresspiegel steigt jedes Jahr um ein paar Millimeter, da mehr Eis ins Meer gelangt.
- Aber nicht nur das. Durch die globale Erwärmung hebt sich auch die Temperatur der kälteren Meeresgegenden.
- Das erwärmte Wasser dehnt sich aus, der Meeresspiegel steigt. Und zwar nicht nur ein kleiner Teil des Wassers.
- Wenn man sich einmal vorstellt, wie viel Wasser in den Meeren steckt, und was es bedeutet, wenn sich diese gigantischen Wassermassen ausdehnen und ihr Volumen vergrößern. Dann ist das sehr sehr viel!
- Außerdem verändert die erhöhte Wassertemperatur auch dort, also hier bei uns, die Bedingungen für Stürme und Unwetter. Meere die bisher zu kalt waren für Wirbelstürme, nähern sich immer mehr der 27°-Grenze.
- Zusammenfassend könnte man also sagen: Schmelzen die Eismassen, steigt der Meeresspiegel und das führt weltweit zu mehr Sturmfluten. Erwärmen sich die Weltmeere, dehnt sich das Wasser aus und führt auch zu mehr Sturmfluten.
- Und steigt die Wassertemperatur der Meere, führt das zu mehr Wirbelstürme, und auch das wieder mehr Sturmfluten. Wow, was für Aussichten. Haupt-Grund für das Ganze sind laut neuesten wissenschaftlichen Ergebnissen des IPCC übrigens wir. Die Menschen.
- Der IPCC, also der “Intergovernmental Panel on Climate Change” wird in Deutschland auch als Weltklimarat bezeichnet. Er fasst den aktuellen Wissensstand bezüglich des Klimawandels immer wieder zusammen. Das nutzt die Politik als Grundlage, um Entscheidungen zu treffen.
- Er ist also so eine Art Klimainformationsgeber für die Politik und die Weltgemeinschaft. Das Ergebnis des letzten IPCC Reports war erschreckend:
- Wenn wir unseren Lebensstil nicht anpassen und wirtschaftlich klimaneutral werden, bedeutet das noch stärkere Klimaveränderung, häufigere und größere Sturmfluten, und das könnte die Weltkarte in den nächsten Jahren für immer verändern:
- Städte wie Venedig, San Francisco, London oder Shanghai sind in ein paar Jahren ohne weitere Schutzmaßnahmen verloren – an das Meer. Die Frage ist, was können wir ganz konkret dagegen tun? Habt Ihr Tipps, wie wir unseren Alltag klimafreundlicher gestalten können?
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