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Biologie: Save the Planet! Schützt die Biodiversität!

Friedrich Verlag GmbH16:45 11 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 162 Zeilen
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  1. [Musik] Einfach Unterrichten, der Podcast von Friedrich Plus aus dem Friedrich Verlag.
  2. Wir bringen innovativen Unterricht für Lehrkräfte auf den Punkt. Aktuell hört man viel darüber, dass wir
  3. vielleicht bald ausgestorbene Arten wie Mammut und Beutelwolf zurückbringen könnten. Doch wie können wir verhindern,
  4. dass es überhaupt so weit kommt? Merken wir überhaupt, wie weniger spektakuläre Arten um uns herum immer mehr
  5. verschwinden? Mit Thomas Gern spreche ich heute über das Thema Biodiversität, wie er schutz konkret aussehen kann und
  6. wie man Schülerinnen dafür sensibilisieren, vielleicht ja sogar begeistern kann. Thomas, ich bin
  7. gespannt auf deine Ideen. Schön, dass du da bist. Ja, ich freue mich, dass ich wieder
  8. dabei sein kann. Dann definieren wir doch erstmal, damit wir alle auf derselbe Seite sind. Was
  9. verstehst du denn unter Biodiversität? Ja, wenn ich jetzt 100 Leute auf der Straße fragen, was Biodiversität ist, es
  10. ist da werde ich wahrscheinlich von 30 überhaupt keine Antwort bekommen und die restlichen 70 werden irgendwie sagen,
  11. das ist halt die Artenvielfalt. Ich lauf irgendwo rum und dann gibt's ein Haussperling, ein Felssperling, ein
  12. Gänseblümchen und ein Löwenzorn. Macht man so Liste. Das ist Biodiversität. Das ist richtig, aber das ist nur Teil
  13. der Wahrheit. Biodiversität ist nämlich eigentlich mehr. Neben dieser klassischen Artenvielfalt gibt's noch
  14. zwei weitere Ebenen, nämlich die Vielfalt der Lebensräume, also Wattenme, äh die Wiesen sind nicht alle gleich,
  15. die Wälder sind nicht alle gleich und die dritte Ebene, das sozusagen auf dem im kleinsten Bereich auch die Arten, die
  16. sind nicht alle gleich. Die Individuen das, wenn ich im Klassenzimmer rumschaue, kein Mensch ist irgendwie
  17. gleich und auch kein Feuersalamander ist gleich. Jedes Lebewesen ist hat da individuelle genetische Ausstattung und
  18. deswegen gibt's da die dritte Ebene. Das ist halt die Ebene der genetischen Vielfalt, also Lebensraumvielfalt,
  19. Artenvielfalt, genetische Vielfalt und das zusammen ist das komplexe Begriffsmuster Biodiversität.
  20. Okay, danke für die Definition. Jetzt können wir natürlich alle vor dieser Diversität so direkt sehen. Gede nehme
  21. ich jetzt von außen nicht wahr, aber wenn ich spazieren gehe, dann sehe ich natürlich, wie viele Pflanzen da am
  22. Wegesrand zu wachsen und wie viele verschiedene. Und manchmal bestimme ich die auch super gerne mit
  23. Pflanzenbestimmungsapps oder merkt man plötzlich, wie vielfält eich selbst so, dass Unkraut am Wegrand ist. Eignen sich
  24. Bestimmungsapps dann eigentlich auch für ein Einsatz im Unterricht? Bestimmungsapps eignen sich auf jeden
  25. Fall. Also, da gibt's ganz ganz tolle Möglichkeiten, wie man gegen diese, wo du jetzt gerade beschrieben hast, diese
  26. Plan Blindness sagt man ankämpfen kann, dass man einfach draußen rumläuft und im schlimmsten Fall ist alles grüne Gras
  27. und alles bunte Unkraut. Ja, das war auch gerade gehört. Ja, also das kann man mit diesen Pflanzenbestimmungsapps
  28. total gut loswerden und mit Kindern, also Schülerinnen und Schülern, die hervorragend einsetzen und z.B. mitora
  29. Incognita oder Plantnet Net da entdecken, was es eigentlich für vielfältige Pflanzenwelt bei uns gibt.
  30. Aber man sollte natürlich auch ein bisschen kritische dafragen, was in diesen Apps rauskommt, ob es stimmt oder
  31. nicht. Ähm und da haben wir z.B. auch ein Artikel in diesem in unserem Jubiläumsheft Biodiversität
  32. untergebracht, wie man mit Kindern eben mit solchen Apps Gewinn bringend im Schulunterricht, im Biounterricht
  33. umgehen kann. Ich persönlich find es ja aber ganz spannend. Wer hat ja gerade das Stichwort?
  34. Wenn man dann feststellt, das sind ja gar nicht nur so Unkräuter, sondern manche sind vielleicht sogar Pflanzen,
  35. die kann man essen, die wurden vielleicht mal als Heilplatzen genutzt. Ich glaube, manche von diesen Apps
  36. können einfach so bisschen Fun Facts erzählen. Trifft das auf die beiden zu? Genau. Also das Lernen der biologischen
  37. Vielfalt umfasst ja mehr als den eigentlichen Artnamen. Das ist ja langweilig, wenn ich draußen rumlaufe
  38. und einfach nur so Etiketten an alle Pflanzen und Tiere ranhänge. Ich will ja was über diese Tiere und Pflanzen und
  39. Pilze und was auch immer gern wissen. Und ähm das können jetzt natürlich wissenschaftliche Fakten sein. Wie
  40. pflanzen die sich vor, wie sehen die aus, keine Ahnung, aber es können natürlich auch lustige Begebenheiten.
  41. Also, ich sage jetzt mal Fun Facts sein, die ja so in die Rubrik Biologie für Angeber reingehen und halt man jetzt
  42. nicht unbedingt das Leben besser macht, wenn man es weiß, aber es ist irgendwie schöne schöner ja Hingucker oder schöner
  43. Hinhörer, wo man halt aufmerksam wird und sich dann die Sachen auch besser merken kann. auch ein großer Vorteil
  44. gegen zu dem klassischen Bestimmungsschlüssel, weil wenn ich mich das so an mein
  45. Studium zurückerinnere, der schmal Fitchen. Am Ende weiß man, was der Artname ist, aber
  46. wenn es gut läuft, weiß man am Ende wie der Artname ist. So, so sicher ist man da gar nicht, aber ja, also ich glaube
  47. im im Profibereich haben natürlich diese Bestimmungsschlüssel schon weiterhin ihre Berechtigung, aber Spaß machen tun
  48. die Apps natürlich mehr eindeutig. Was ich dann auch festgestellt habe, was ich so auf meiner
  49. 1. Mai war, es ist extrem heiß für den Mai, schön für den Spaziergang, nicht so schön für die Umwelt. Klimawandel ist ja
  50. aktuell deswegen einfach ein Thema, da kommen wird gerade durch Sommerhitze und Extremwetterlagen äh einfach nicht drum
  51. rum. Wir spüren es, es ist viel in den Medien und auch das Schwinden bekannte einheimische Arten wird ja immer
  52. sichtbarer. Wie kann man denn gerade dieses Thema, weil klar, Hitze kriegen die Schüler mit, Schwinden der Arten,
  53. wie können wir das für die Schüler in greifbar machen? Also, der Klimawandel und der Verlust der biologischen
  54. Vielfalt, das sind eigentlich zwei Krisen, die Hand in Hand gehen. Also die eine ist die Ursache fürs andere und
  55. umgekehrt. Und das ist vielleicht noch gar nicht so richtig so in der breiten Bevölkerung und natürlich
  56. dementsprechend auch nicht bei den Schülerinnen und Schülern angekommen. Also mit Klimawandel, da hat man schon
  57. verstanden, dass das ein Problem ist, aber der Verlust der biologischen Vielfalt, dass es damit zusammenhängt,
  58. vielleicht sogar noch ein größeres Problem sein könnte, da wird's schon schwieriger, ne? Und das sozusagen, da
  59. gibt's auch ganz spannende Unterrichtsgestaltungsmöglichkeiten, wie man das miteinander verzahnen kann.
  60. Also Klimawandel bedeutet in Mitteleuropa, dass es wärmer und trockner wird. Was hat es für Folgen? Na
  61. ja, wir werden andere Arten kriegen. Es werden Arten als Verlierer des Klimawandels dashen, weil es ihnen halt
  62. zu heiß und zu trocken wird und es wird andere Arten geben, die werden davon profitieren. Also, es gibt Gewinner und
  63. Verlierer in diesem Klimawandel äh System und ähm bei den Gewinnern, da haben wir z.B. für jede Menge
  64. Karteikarten geschrieben, äh welche Gewinner eigentlich beim Klimawandel gibt. Da sind welche dabei, die werden
  65. wir gerne mögen. Also jeder sieht gern so ein Bienenfresservogel, weil er halt so schön bunt ist und
  66. super anzuschauen ist. Aber es gibt natürlich auch dummerweise etliche Gewinner im Klimawandel, die man nicht
  67. so gern haben, also von äh Zecken und Mücken und anderen äh Überträgern von Krankheiten, die halt ja auf einmal bei
  68. uns die Winter überstehen, was sie früher nicht getan haben. Das ist sozusagen ein ganz interessanter,
  69. wichtiger Aspekt, dass man sich das immer vor Augen hält. Natur ist nichts statisches. ist immer im Wandel und äh
  70. unsere heimischen Ökosysteme inklusive ihrer Bewohner werden sich auf den Klimawandel einstellen. Ob uns das
  71. gefällt oder nicht, das haben wir gar nicht zu entscheiden. Und es gibt halt nicht nur positive Aspekte, dass es halt
  72. im Sommer schön Eisessen ist, es gibt halt auch viele negative Aspekte, we gerade auch, wenn man sich häufig
  73. denkt man erst an die großen Arten oder so, du hast ja auch erstmal den Wienfresser genannt, der super einfach
  74. optisch auffällig ist und ich habe ja meiner Einleitung auch erstmal an das Mammut gedacht. Äh, aber natürlich wie
  75. du eben auch gesagt hast, den Karteikarten kommen auch so die kleinen Gewinner und Verlierer vor, wie z.B. die
  76. Moskitos. Und was ich daran auch ganz besonders spannend finde, ist es geht ja auch nicht nur um dieses kleine Tier
  77. selbst, es geht ja auch natürlich um das ganze ähm Umfeld, was eben von bestimmten Pflanzen oder Insekten lebt,
  78. welche dann eben verschwinden oder plötzlich neu in die Nahrungskette dazu kommen.
  79. Absolut richtig. Also kein Lebewesen existiert für sich allein. Also mal ganz abgesehen davon, dass ich persönlich
  80. jetzt schon auf Zecken verzichten könnte, gibt's natürlich andere Lebewesen, die auf die Zecken vielleicht
  81. auch angewiesen sind. Und wenn es die Borellien Bakterien sind, die halt äh in meinem Immunsystem große Probleme
  82. verursachen, also alles, um den großen Alexander von Humbol zu zitieren, alles hängt mit allem zusammen. Und äh wenn
  83. wir an einer kleinen Schraube irgendwo vielleicht auch unabsichtlich natürlich drehen, hat es große Auswirkungen an
  84. vielleicht einer anderen Stelle, die man gar nicht ja jetzt absehen können. Und deswegen heißt da wirklich vorsichtig
  85. sein und den biologischen oder den Verlust der biologischen Vielfalt, den wir schon zu beklagen haben, ist ja
  86. schon da, dass man das halt so krass eindämmt, wie es nur irgendwie möglich geht, weil wir nicht wissen, was
  87. passieren wird, wenn wir weniger biologische Vielfalt zu unserer Verfügung haben.
  88. Ich glaub, das ist auch richtig spannend. Ja, da wahrscheinlich für Schüler in wenn man dann erstmal denkt,
  89. ha ja, weniger Moskitos finde ich gut, aber dann ich denke, okay, aber dann haben die Vögel nichts mehr zu fressen
  90. und dann äh setzt sich die Kette fort. Genau. Und äh ich bin ja bin ja Anlieger am Kiemse, ja, und ich esse total gerne
  91. Renken, das sind Fische und äh ohne die Moskitolarfen im Kiemsee keine Renken und dann auch keine leckeren Fische.
  92. Also alles hängt mit allem zusammen. Und das ist manchmal lästig, aber in vielen oder in den aller allermeisten Fällen
  93. profitieren wir. Okay, also super spannend auf jeden Fall sich dann wirklich mal genauer
  94. anzugucken, wer die Gewinner und Verlierer in diesem Wandel sind. Und jetzt ist natürlich die Frage, wenn man
  95. dann vielleicht begriffen hat, okay, das ist jetzt eine Veränderung, die ich vielleicht nicht so gut finde, die ich
  96. vielleicht auch aufhalten möchte. Äh, welche Möglichkeiten gibt es denn, die heimische Biodiversität zu schützen, die
  97. man vielleicht mit Schülerinnen auch ä besprechen oder praktisch erleben kann? Also ein ganz ganz ganz zentraler
  98. Ansatz, das sage jetzt nicht ich, sondern das sagt äh die Weltnaturschutzorganisation
  99. ist Bildung und da bin ich jetzt natürlich als Biologielehrkraft und und halt alle meine Kolleginnen und Kollegen
  100. auch ein kleines bisschen dafür zuständig, dass wir dieses Wissen und Können vermitteln, damit wir und
  101. natürlich auch die Freude an der Naturbeobachtung weitergeben können, damit in den jungen
  102. Menschen das Bewusstsein so bisschen wächst, wie toll, wie großartig diese Natur ist und zwar nicht nur die im
  103. Tierfilm äh in äh in der afrikanischen Savanne, sondern die, wenn ich bei uns daheim die Haustür aufmach, in den Wald
  104. auf die Wiese gehe. Wir haben ganz hochteressante Arten. Es gibt, also wir haben jetzt z.B. in dem äh letzten den
  105. Biodiversitätsheft einen Artikel über Arten, die es nur in Deutschland gibt. Also wir haben auch unsere Orangutons,
  106. die sind halt keine Orangutans, sondern das sind halt kleine Höhlenkäfer, aber das sind Arten, für die wir ganz
  107. besondere Verantwortung tragen. Und wenn man das weiß, dass es auch in Deutschland Arten gibt, auch der
  108. Feuersalamander z.B. oder ein Verbreitungsschwerpunkt hier bei uns, dann weiß man auch, hoppala, also wir
  109. haben auch eine Verantwortung, wir dürfen nicht immer nur auf die afrikanischen Menschen zeigen und auf
  110. die Südamerikaner, ihren tropischen Regenwäldern, dass die halt ihre Biodiversität schützen, sondern wir
  111. müssen bei uns selber anfangen und ähm das können wir auch Lebensräume schützen,
  112. weniger Pestizide verwenden, Klimawandel aufhalten, das sind alles so schlag. Wir wissen ja eigentlich, wie es geht. Das
  113. Problem ist in unserem Kopf. Wir müssen bereit sein, es zu tun. Und da ist Bildung ganz wichtig.
  114. Genau. Also das jetzt schon die Käferwind in eurer Ausgabe betrachtet, hat das natürlich eine schöne
  115. Expression, die nicht so umsetzbar ist natürlich für Menschen, die weiters wegleben von den Höhlenkäfern, aber habt
  116. ja auch ein ganz tolles Beispiel, was jeder Mörder oder wir direkt vom Schulhaus hat. Was kann man denn alles
  117. mit so einer Feldhecke anstellen? Welthen ähm sind insofern wunderbare Objekte für die Schule, weil sie überall
  118. gibt. Ich muss jetzt nicht groß rumfahren, sondern ich habe das vermutlich in äh vor meiner
  119. Schulhaustüre und zur Not auch im Schulgarten. Es muss jetzt nicht zwischen zwei Feldern der Hecke sein,
  120. sondern es reicht, wenn ich quasi so lineare Vegetationsstruktur mit ein paar Büschen
  121. und so weiter habe und da kann ich tolle Messungen machen und ähm lassen sich überraschen, was wir da alles für sie
  122. ausgedacht haben, was es da alles an tollen Möglichkeiten gibt. Punkt ist halt wieder, wenn ich das mit PowerPoint
  123. vorstelle und erzähle, was Hacken alles so tolles für Klimaboden, Gegenbodenerosion und so weiter leisten,
  124. das ist ganz was anderes wie wenn ich das selber erlebt und gemessen habe. Und deswegen rausgehen, rausgehen,
  125. rausgehen, damit die Kinder und Jugendlichen das nicht einfach nur aus dem Buch rauslernen, sondern vor Ort.
  126. Und da ist Biodiversitätsbildung ganz weit vorne. Da haben wir viele Möglichkeiten.
  127. Definitiv. Und wir wollen natürlich jetzt nicht zu viel vorweg. Ja, magst du vielleicht um die Leute ein bisschen
  128. neugierig zu ein kleines Beispiel nennen, was man denn da messen könnte ohne gleich zu viel vorwegzunehmen.
  129. Also ein klassisches Beispiel sind Temperaturunterschiede. Es geht mit dem Thermometer und wenn man
  130. jetzt nicht einmal mehr Thermometer mitnehmen will, dann empfehle ich mal mit meinem wunderbaren Messinstrument
  131. der Haut auf die Leh und auf die Loofseite von einer Hecke zu gehen und dann wird man sofort messell: "Hoppala,
  132. da gibt's einen riesengroßen Unterschied, was z.B. so Windgeschwindigkeiten angetrifft.
  133. Okay, wunderbar. Dann haben wir, glaube ich, noch gerade genug Zeit, um kurz noch ein Wort zum Salab Mander zu sagen.
  134. Äh weil wie ich ja gerade am Anfang gesagt habe, man denkt häufig an das, was man sehen kann, Arten Lebensräume,
  135. aber natürlich ist Biodiversität auf der Genebene auch super wichtig. Was hat das Ganze mit dem Feuersalamander zu tun?
  136. Also, was für Menschen gilt? Kein Mensch ist gleich gilt auch für Feuersalamander, gilt für alle Lebewesen
  137. und bei den Feuersalamandern, das kommt halt uns Menschen entgegen, die kann man wirklich optisch gut
  138. unterscheiden, weil jeder Feuersalamander individuelles Muster trägt. Jetzt kann man sagen, na ja, das
  139. ist doch wurscht, die sind halt unterschiedlich. Okay, aber da gibt's einen ganz interessanten ähm ja Vorteil.
  140. Die sind nämlich jetzt nicht nur unterschiedlich gemustert, sondern manche von denen sind auch gegen
  141. Krankheiten resistent und manche nicht. Und das ist im Moment ein riesen Thema, weil die Feuersalamander, das sind ja
  142. putzige kleine Amphibien, Sympathieträger, die werden gerade in Mitteleuropa stark bedroht von einem
  143. eingeschleppten Pilz, der hat schon ein krassen Namen, der heißt Salamander Frresser und dieser Salamander Fresser
  144. hat in äh die Niederlanden 90% aller Feuersalamander umgebracht. Das ist viel, 90%, ne? Also krasse Pandemie
  145. unter Feuersalamandern. Und äh jetzt haben 10 % aber Gott sei Dank überlebt, weil die resistent waren.
  146. Und wenn die 10% aber vorher schon irgendwie durch Autos überfahren worden wären oder ein Lebensraum verloren
  147. hätten, da wären alle Feuersalamander weg gewesen. Heißt, lange Rede, kurzer Sinn, es kommt nicht nur bei
  148. Feuersalamandern, sondern bei alle Lebewesenarten auf jedes Individuum waren, weil das möglicherweise Gene
  149. trägt für eine Fähigkeit, die es in Zukunft die ganze Art brauchen könnte, wo man jetzt noch gar nicht weiß, was
  150. die Zukunft bringt. Deswegen jedes einzelne Lebewesen ist wichtig. Wunderbares Abschlusswort. Ähm, wir
  151. sehen das super wichtig, dass Schüler Schüler mit allen drei Säulen der Biodiversität, sowohl der Arten der
  152. Lebensräume als auch der Gene vertraut sind. Dazu eignet sich super Beispiel aus dem eigenen Umfeld von der
  153. Wegrandpflanze, die vielleicht doch nicht nur Unkraut ist, über bekannte Tiere, sei es Insekten oder
  154. Feuersalamander, äh die wir manchmal vielleicht sogar auch in unserer Feldhecke direkt vor der Haustür finden
  155. können. Dabei ist es wichtig, die Schülerin auch emotional mit dem Thema zu erreichen. Und natürlich können wir
  156. und auch das finden unsere Zuhörenden in der neuesten Ausgabe auch natürlich kritisch über manche
  157. Naturschutzmaßnahmen sprechen. Äh ein Klassiker wäre z.B. der Biokraftstoff, der zwar erstmal nach einer guten Lösung
  158. klingt, aber durch Monokulturen natürlich auch genau solche Probleme wie Pandemien unter den Pflanzen ähm
  159. begünstigen kann. Und wer jetzt Lust bekommen hat in eure Material wie die Kateikarten oder die ganzen Messideen
  160. reinzuschauen, der findet alle Anregerialien in Ausgabe 50 Biodiversität von Biologie 5 bis 10.
  161. Danke, dass du da warst. Das war einfach Unterrichten, der Podcast von Friedrich Plus aus dem
  162. Friedrich Verlag. Wir bringen innovativen Unterricht für Lehrkräfte auf den Punkt. Ah.

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