Biologie: Save the Planet! Schützt die Biodiversität! Friedrich Verlag GmbH https://www.youtube.com/watch?v=Hv0e0LXc9vY Transkript (automatisch erstellt) 0:01 [Musik] Einfach Unterrichten, der Podcast von Friedrich Plus aus dem Friedrich Verlag. 0:09 Wir bringen innovativen Unterricht für Lehrkräfte auf den Punkt. Aktuell hört man viel darüber, dass wir 0:16 vielleicht bald ausgestorbene Arten wie Mammut und Beutelwolf zurückbringen könnten. Doch wie können wir verhindern, 0:22 dass es überhaupt so weit kommt? Merken wir überhaupt, wie weniger spektakuläre Arten um uns herum immer mehr 0:27 verschwinden? Mit Thomas Gern spreche ich heute über das Thema Biodiversität, wie er schutz konkret aussehen kann und 0:34 wie man Schülerinnen dafür sensibilisieren, vielleicht ja sogar begeistern kann. Thomas, ich bin 0:39 gespannt auf deine Ideen. Schön, dass du da bist. Ja, ich freue mich, dass ich wieder 0:42 dabei sein kann. Dann definieren wir doch erstmal, damit wir alle auf derselbe Seite sind. Was 0:47 verstehst du denn unter Biodiversität? Ja, wenn ich jetzt 100 Leute auf der Straße fragen, was Biodiversität ist, es 0:53 ist da werde ich wahrscheinlich von 30 überhaupt keine Antwort bekommen und die restlichen 70 werden irgendwie sagen, 0:58 das ist halt die Artenvielfalt. Ich lauf irgendwo rum und dann gibt's ein Haussperling, ein Felssperling, ein 1:03 Gänseblümchen und ein Löwenzorn. Macht man so Liste. Das ist Biodiversität. Das ist richtig, aber das ist nur Teil 1:10 der Wahrheit. Biodiversität ist nämlich eigentlich mehr. Neben dieser klassischen Artenvielfalt gibt's noch 1:17 zwei weitere Ebenen, nämlich die Vielfalt der Lebensräume, also Wattenme, äh die Wiesen sind nicht alle gleich, 1:24 die Wälder sind nicht alle gleich und die dritte Ebene, das sozusagen auf dem im kleinsten Bereich auch die Arten, die 1:32 sind nicht alle gleich. Die Individuen das, wenn ich im Klassenzimmer rumschaue, kein Mensch ist irgendwie 1:39 gleich und auch kein Feuersalamander ist gleich. Jedes Lebewesen ist hat da individuelle genetische Ausstattung und 1:47 deswegen gibt's da die dritte Ebene. Das ist halt die Ebene der genetischen Vielfalt, also Lebensraumvielfalt, 1:53 Artenvielfalt, genetische Vielfalt und das zusammen ist das komplexe Begriffsmuster Biodiversität. 1:59 Okay, danke für die Definition. Jetzt können wir natürlich alle vor dieser Diversität so direkt sehen. Gede nehme 2:06 ich jetzt von außen nicht wahr, aber wenn ich spazieren gehe, dann sehe ich natürlich, wie viele Pflanzen da am 2:10 Wegesrand zu wachsen und wie viele verschiedene. Und manchmal bestimme ich die auch super gerne mit 2:15 Pflanzenbestimmungsapps oder merkt man plötzlich, wie vielfält eich selbst so, dass Unkraut am Wegrand ist. Eignen sich 2:22 Bestimmungsapps dann eigentlich auch für ein Einsatz im Unterricht? Bestimmungsapps eignen sich auf jeden 2:27 Fall. Also, da gibt's ganz ganz tolle Möglichkeiten, wie man gegen diese, wo du jetzt gerade beschrieben hast, diese 2:34 Plan Blindness sagt man ankämpfen kann, dass man einfach draußen rumläuft und im schlimmsten Fall ist alles grüne Gras 2:40 und alles bunte Unkraut. Ja, das war auch gerade gehört. Ja, also das kann man mit diesen Pflanzenbestimmungsapps 2:47 total gut loswerden und mit Kindern, also Schülerinnen und Schülern, die hervorragend einsetzen und z.B. mitora 2:56 Incognita oder Plantnet Net da entdecken, was es eigentlich für vielfältige Pflanzenwelt bei uns gibt. 3:03 Aber man sollte natürlich auch ein bisschen kritische dafragen, was in diesen Apps rauskommt, ob es stimmt oder 3:08 nicht. Ähm und da haben wir z.B. auch ein Artikel in diesem in unserem Jubiläumsheft Biodiversität 3:14 untergebracht, wie man mit Kindern eben mit solchen Apps Gewinn bringend im Schulunterricht, im Biounterricht 3:21 umgehen kann. Ich persönlich find es ja aber ganz spannend. Wer hat ja gerade das Stichwort? 3:26 Wenn man dann feststellt, das sind ja gar nicht nur so Unkräuter, sondern manche sind vielleicht sogar Pflanzen, 3:30 die kann man essen, die wurden vielleicht mal als Heilplatzen genutzt. Ich glaube, manche von diesen Apps 3:35 können einfach so bisschen Fun Facts erzählen. Trifft das auf die beiden zu? Genau. Also das Lernen der biologischen 3:43 Vielfalt umfasst ja mehr als den eigentlichen Artnamen. Das ist ja langweilig, wenn ich draußen rumlaufe 3:49 und einfach nur so Etiketten an alle Pflanzen und Tiere ranhänge. Ich will ja was über diese Tiere und Pflanzen und 3:55 Pilze und was auch immer gern wissen. Und ähm das können jetzt natürlich wissenschaftliche Fakten sein. Wie 4:02 pflanzen die sich vor, wie sehen die aus, keine Ahnung, aber es können natürlich auch lustige Begebenheiten. 4:08 Also, ich sage jetzt mal Fun Facts sein, die ja so in die Rubrik Biologie für Angeber reingehen und halt man jetzt 4:15 nicht unbedingt das Leben besser macht, wenn man es weiß, aber es ist irgendwie schöne schöner ja Hingucker oder schöner 4:21 Hinhörer, wo man halt aufmerksam wird und sich dann die Sachen auch besser merken kann. auch ein großer Vorteil 4:27 gegen zu dem klassischen Bestimmungsschlüssel, weil wenn ich mich das so an mein 4:31 Studium zurückerinnere, der schmal Fitchen. Am Ende weiß man, was der Artname ist, aber 4:36 wenn es gut läuft, weiß man am Ende wie der Artname ist. So, so sicher ist man da gar nicht, aber ja, also ich glaube 4:44 im im Profibereich haben natürlich diese Bestimmungsschlüssel schon weiterhin ihre Berechtigung, aber Spaß machen tun 4:51 die Apps natürlich mehr eindeutig. Was ich dann auch festgestellt habe, was ich so auf meiner 4:55 1. Mai war, es ist extrem heiß für den Mai, schön für den Spaziergang, nicht so schön für die Umwelt. Klimawandel ist ja 5:04 aktuell deswegen einfach ein Thema, da kommen wird gerade durch Sommerhitze und Extremwetterlagen äh einfach nicht drum 5:09 rum. Wir spüren es, es ist viel in den Medien und auch das Schwinden bekannte einheimische Arten wird ja immer 5:15 sichtbarer. Wie kann man denn gerade dieses Thema, weil klar, Hitze kriegen die Schüler mit, Schwinden der Arten, 5:22 wie können wir das für die Schüler in greifbar machen? Also, der Klimawandel und der Verlust der biologischen 5:28 Vielfalt, das sind eigentlich zwei Krisen, die Hand in Hand gehen. Also die eine ist die Ursache fürs andere und 5:33 umgekehrt. Und das ist vielleicht noch gar nicht so richtig so in der breiten Bevölkerung und natürlich 5:39 dementsprechend auch nicht bei den Schülerinnen und Schülern angekommen. Also mit Klimawandel, da hat man schon 5:44 verstanden, dass das ein Problem ist, aber der Verlust der biologischen Vielfalt, dass es damit zusammenhängt, 5:49 vielleicht sogar noch ein größeres Problem sein könnte, da wird's schon schwieriger, ne? Und das sozusagen, da 5:56 gibt's auch ganz spannende Unterrichtsgestaltungsmöglichkeiten, wie man das miteinander verzahnen kann. 6:02 Also Klimawandel bedeutet in Mitteleuropa, dass es wärmer und trockner wird. Was hat es für Folgen? Na 6:08 ja, wir werden andere Arten kriegen. Es werden Arten als Verlierer des Klimawandels dashen, weil es ihnen halt 6:16 zu heiß und zu trocken wird und es wird andere Arten geben, die werden davon profitieren. Also, es gibt Gewinner und 6:22 Verlierer in diesem Klimawandel äh System und ähm bei den Gewinnern, da haben wir z.B. für jede Menge 6:29 Karteikarten geschrieben, äh welche Gewinner eigentlich beim Klimawandel gibt. Da sind welche dabei, die werden 6:34 wir gerne mögen. Also jeder sieht gern so ein Bienenfresservogel, weil er halt so schön bunt ist und 6:40 super anzuschauen ist. Aber es gibt natürlich auch dummerweise etliche Gewinner im Klimawandel, die man nicht 6:45 so gern haben, also von äh Zecken und Mücken und anderen äh Überträgern von Krankheiten, die halt ja auf einmal bei 6:54 uns die Winter überstehen, was sie früher nicht getan haben. Das ist sozusagen ein ganz interessanter, 7:00 wichtiger Aspekt, dass man sich das immer vor Augen hält. Natur ist nichts statisches. ist immer im Wandel und äh 7:07 unsere heimischen Ökosysteme inklusive ihrer Bewohner werden sich auf den Klimawandel einstellen. Ob uns das 7:13 gefällt oder nicht, das haben wir gar nicht zu entscheiden. Und es gibt halt nicht nur positive Aspekte, dass es halt 7:21 im Sommer schön Eisessen ist, es gibt halt auch viele negative Aspekte, we gerade auch, wenn man sich häufig 7:26 denkt man erst an die großen Arten oder so, du hast ja auch erstmal den Wienfresser genannt, der super einfach 7:32 optisch auffällig ist und ich habe ja meiner Einleitung auch erstmal an das Mammut gedacht. Äh, aber natürlich wie 7:38 du eben auch gesagt hast, den Karteikarten kommen auch so die kleinen Gewinner und Verlierer vor, wie z.B. die 7:43 Moskitos. Und was ich daran auch ganz besonders spannend finde, ist es geht ja auch nicht nur um dieses kleine Tier 7:49 selbst, es geht ja auch natürlich um das ganze ähm Umfeld, was eben von bestimmten Pflanzen oder Insekten lebt, 7:57 welche dann eben verschwinden oder plötzlich neu in die Nahrungskette dazu kommen. 8:01 Absolut richtig. Also kein Lebewesen existiert für sich allein. Also mal ganz abgesehen davon, dass ich persönlich 8:08 jetzt schon auf Zecken verzichten könnte, gibt's natürlich andere Lebewesen, die auf die Zecken vielleicht 8:14 auch angewiesen sind. Und wenn es die Borellien Bakterien sind, die halt äh in meinem Immunsystem große Probleme 8:21 verursachen, also alles, um den großen Alexander von Humbol zu zitieren, alles hängt mit allem zusammen. Und äh wenn 8:28 wir an einer kleinen Schraube irgendwo vielleicht auch unabsichtlich natürlich drehen, hat es große Auswirkungen an 8:35 vielleicht einer anderen Stelle, die man gar nicht ja jetzt absehen können. Und deswegen heißt da wirklich vorsichtig 8:42 sein und den biologischen oder den Verlust der biologischen Vielfalt, den wir schon zu beklagen haben, ist ja 8:48 schon da, dass man das halt so krass eindämmt, wie es nur irgendwie möglich geht, weil wir nicht wissen, was 8:55 passieren wird, wenn wir weniger biologische Vielfalt zu unserer Verfügung haben. 8:59 Ich glaub, das ist auch richtig spannend. Ja, da wahrscheinlich für Schüler in wenn man dann erstmal denkt, 9:03 ha ja, weniger Moskitos finde ich gut, aber dann ich denke, okay, aber dann haben die Vögel nichts mehr zu fressen 9:09 und dann äh setzt sich die Kette fort. Genau. Und äh ich bin ja bin ja Anlieger am Kiemse, ja, und ich esse total gerne 9:18 Renken, das sind Fische und äh ohne die Moskitolarfen im Kiemsee keine Renken und dann auch keine leckeren Fische. 9:26 Also alles hängt mit allem zusammen. Und das ist manchmal lästig, aber in vielen oder in den aller allermeisten Fällen 9:34 profitieren wir. Okay, also super spannend auf jeden Fall sich dann wirklich mal genauer 9:38 anzugucken, wer die Gewinner und Verlierer in diesem Wandel sind. Und jetzt ist natürlich die Frage, wenn man 9:43 dann vielleicht begriffen hat, okay, das ist jetzt eine Veränderung, die ich vielleicht nicht so gut finde, die ich 9:48 vielleicht auch aufhalten möchte. Äh, welche Möglichkeiten gibt es denn, die heimische Biodiversität zu schützen, die 9:54 man vielleicht mit Schülerinnen auch ä besprechen oder praktisch erleben kann? Also ein ganz ganz ganz zentraler 10:01 Ansatz, das sage jetzt nicht ich, sondern das sagt äh die Weltnaturschutzorganisation 10:06 ist Bildung und da bin ich jetzt natürlich als Biologielehrkraft und und halt alle meine Kolleginnen und Kollegen 10:11 auch ein kleines bisschen dafür zuständig, dass wir dieses Wissen und Können vermitteln, damit wir und 10:18 natürlich auch die Freude an der Naturbeobachtung weitergeben können, damit in den jungen 10:24 Menschen das Bewusstsein so bisschen wächst, wie toll, wie großartig diese Natur ist und zwar nicht nur die im 10:30 Tierfilm äh in äh in der afrikanischen Savanne, sondern die, wenn ich bei uns daheim die Haustür aufmach, in den Wald 10:37 auf die Wiese gehe. Wir haben ganz hochteressante Arten. Es gibt, also wir haben jetzt z.B. in dem äh letzten den 10:44 Biodiversitätsheft einen Artikel über Arten, die es nur in Deutschland gibt. Also wir haben auch unsere Orangutons, 10:50 die sind halt keine Orangutans, sondern das sind halt kleine Höhlenkäfer, aber das sind Arten, für die wir ganz 10:56 besondere Verantwortung tragen. Und wenn man das weiß, dass es auch in Deutschland Arten gibt, auch der 11:02 Feuersalamander z.B. oder ein Verbreitungsschwerpunkt hier bei uns, dann weiß man auch, hoppala, also wir 11:09 haben auch eine Verantwortung, wir dürfen nicht immer nur auf die afrikanischen Menschen zeigen und auf 11:14 die Südamerikaner, ihren tropischen Regenwäldern, dass die halt ihre Biodiversität schützen, sondern wir 11:19 müssen bei uns selber anfangen und ähm das können wir auch Lebensräume schützen, 11:29 weniger Pestizide verwenden, Klimawandel aufhalten, das sind alles so schlag. Wir wissen ja eigentlich, wie es geht. Das 11:34 Problem ist in unserem Kopf. Wir müssen bereit sein, es zu tun. Und da ist Bildung ganz wichtig. 11:39 Genau. Also das jetzt schon die Käferwind in eurer Ausgabe betrachtet, hat das natürlich eine schöne 11:44 Expression, die nicht so umsetzbar ist natürlich für Menschen, die weiters wegleben von den Höhlenkäfern, aber habt 11:50 ja auch ein ganz tolles Beispiel, was jeder Mörder oder wir direkt vom Schulhaus hat. Was kann man denn alles 11:55 mit so einer Feldhecke anstellen? Welthen ähm sind insofern wunderbare Objekte für die Schule, weil sie überall 12:04 gibt. Ich muss jetzt nicht groß rumfahren, sondern ich habe das vermutlich in äh vor meiner 12:10 Schulhaustüre und zur Not auch im Schulgarten. Es muss jetzt nicht zwischen zwei Feldern der Hecke sein, 12:15 sondern es reicht, wenn ich quasi so lineare Vegetationsstruktur mit ein paar Büschen 12:19 und so weiter habe und da kann ich tolle Messungen machen und ähm lassen sich überraschen, was wir da alles für sie 12:26 ausgedacht haben, was es da alles an tollen Möglichkeiten gibt. Punkt ist halt wieder, wenn ich das mit PowerPoint 12:34 vorstelle und erzähle, was Hacken alles so tolles für Klimaboden, Gegenbodenerosion und so weiter leisten, 12:42 das ist ganz was anderes wie wenn ich das selber erlebt und gemessen habe. Und deswegen rausgehen, rausgehen, 12:46 rausgehen, damit die Kinder und Jugendlichen das nicht einfach nur aus dem Buch rauslernen, sondern vor Ort. 12:53 Und da ist Biodiversitätsbildung ganz weit vorne. Da haben wir viele Möglichkeiten. 12:58 Definitiv. Und wir wollen natürlich jetzt nicht zu viel vorweg. Ja, magst du vielleicht um die Leute ein bisschen 13:03 neugierig zu ein kleines Beispiel nennen, was man denn da messen könnte ohne gleich zu viel vorwegzunehmen. 13:09 Also ein klassisches Beispiel sind Temperaturunterschiede. Es geht mit dem Thermometer und wenn man 13:14 jetzt nicht einmal mehr Thermometer mitnehmen will, dann empfehle ich mal mit meinem wunderbaren Messinstrument 13:20 der Haut auf die Leh und auf die Loofseite von einer Hecke zu gehen und dann wird man sofort messell: "Hoppala, 13:26 da gibt's einen riesengroßen Unterschied, was z.B. so Windgeschwindigkeiten angetrifft. 13:33 Okay, wunderbar. Dann haben wir, glaube ich, noch gerade genug Zeit, um kurz noch ein Wort zum Salab Mander zu sagen. 13:40 Äh weil wie ich ja gerade am Anfang gesagt habe, man denkt häufig an das, was man sehen kann, Arten Lebensräume, 13:46 aber natürlich ist Biodiversität auf der Genebene auch super wichtig. Was hat das Ganze mit dem Feuersalamander zu tun? 13:54 Also, was für Menschen gilt? Kein Mensch ist gleich gilt auch für Feuersalamander, gilt für alle Lebewesen 13:58 und bei den Feuersalamandern, das kommt halt uns Menschen entgegen, die kann man wirklich optisch gut 14:03 unterscheiden, weil jeder Feuersalamander individuelles Muster trägt. Jetzt kann man sagen, na ja, das 14:08 ist doch wurscht, die sind halt unterschiedlich. Okay, aber da gibt's einen ganz interessanten ähm ja Vorteil. 14:15 Die sind nämlich jetzt nicht nur unterschiedlich gemustert, sondern manche von denen sind auch gegen 14:19 Krankheiten resistent und manche nicht. Und das ist im Moment ein riesen Thema, weil die Feuersalamander, das sind ja 14:26 putzige kleine Amphibien, Sympathieträger, die werden gerade in Mitteleuropa stark bedroht von einem 14:32 eingeschleppten Pilz, der hat schon ein krassen Namen, der heißt Salamander Frresser und dieser Salamander Fresser 14:37 hat in äh die Niederlanden 90% aller Feuersalamander umgebracht. Das ist viel, 90%, ne? Also krasse Pandemie 14:45 unter Feuersalamandern. Und äh jetzt haben 10 % aber Gott sei Dank überlebt, weil die resistent waren. 14:52 Und wenn die 10% aber vorher schon irgendwie durch Autos überfahren worden wären oder ein Lebensraum verloren 14:57 hätten, da wären alle Feuersalamander weg gewesen. Heißt, lange Rede, kurzer Sinn, es kommt nicht nur bei 15:03 Feuersalamandern, sondern bei alle Lebewesenarten auf jedes Individuum waren, weil das möglicherweise Gene 15:10 trägt für eine Fähigkeit, die es in Zukunft die ganze Art brauchen könnte, wo man jetzt noch gar nicht weiß, was 15:16 die Zukunft bringt. Deswegen jedes einzelne Lebewesen ist wichtig. Wunderbares Abschlusswort. Ähm, wir 15:23 sehen das super wichtig, dass Schüler Schüler mit allen drei Säulen der Biodiversität, sowohl der Arten der 15:28 Lebensräume als auch der Gene vertraut sind. Dazu eignet sich super Beispiel aus dem eigenen Umfeld von der 15:35 Wegrandpflanze, die vielleicht doch nicht nur Unkraut ist, über bekannte Tiere, sei es Insekten oder 15:41 Feuersalamander, äh die wir manchmal vielleicht sogar auch in unserer Feldhecke direkt vor der Haustür finden 15:46 können. Dabei ist es wichtig, die Schülerin auch emotional mit dem Thema zu erreichen. Und natürlich können wir 15:53 und auch das finden unsere Zuhörenden in der neuesten Ausgabe auch natürlich kritisch über manche 16:00 Naturschutzmaßnahmen sprechen. Äh ein Klassiker wäre z.B. der Biokraftstoff, der zwar erstmal nach einer guten Lösung 16:07 klingt, aber durch Monokulturen natürlich auch genau solche Probleme wie Pandemien unter den Pflanzen ähm 16:14 begünstigen kann. Und wer jetzt Lust bekommen hat in eure Material wie die Kateikarten oder die ganzen Messideen 16:21 reinzuschauen, der findet alle Anregerialien in Ausgabe 50 Biodiversität von Biologie 5 bis 10. 16:28 Danke, dass du da warst. Das war einfach Unterrichten, der Podcast von Friedrich Plus aus dem 16:37 Friedrich Verlag. Wir bringen innovativen Unterricht für Lehrkräfte auf den Punkt. Ah.