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21 Kirche - Ekklesiologie - Teil 1

Luise Gruss9:34 57 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 48 Zeilen
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  1. Guten Tag, ich bin Luise Gruß, Lehrerin für Religion, katholische Religion und Englisch und ich möchte hier die Lehre der Kirche vorstellen. Ekologie. Was ist
  2. Kirche überhaupt? Da auch dieser Teil sehr umfangreich ist, habe ich in zwei Teile aufgeteilt. Hier nun der erste Teil, der sich
  3. beschäftigt mit dem Reich Gottes, mit den Gleichnissen, mit der spirituellen Kirche, der Ecclesia Spiritualis
  4. Kirche, ein Leib, Einheit und Exkommunikation. Jesus versucht immer wieder in seinem Reden und Handeln den Menschen, das was
  5. eigentlich unverständlich ist, verständlich zu machen. Unverständlich ist es deshalb, weil seine Botschaft vom
  6. Reich Gottes unser Begreifen übersteigt, da es sich hierbei um göttliches handelt und unserer Erfahrungswelt fremd ist. Deshalb knüpft Jesus auch immer wieder
  7. an weltliche Dinge an. zieg vergleiche, um dann in Gleichnissen transzendente unsere Wirklichkeit über steigende
  8. Wahrheiten anschaulich zu machen, fassbar zu machen. So erklärt er z.B., dass das Reich Gottes wie ein Senfkorn ist, ganz klein,
  9. um dann zu einem großen Baum zu werden. Der Baum steht als positives Symbol des Lebens. Er spendet Schatten, bringt Früchte etc.
  10. Damit macht er den Gläubigen Mut, denn Gott selbst ist es, der aus kleinen unbedeutenden Dingen, aus Anfängen großes wirken kann und das auch zu tun
  11. beabsichtigt. Das ist sein Heilsplan, den er mit seiner Schöpfung hat und den er auch verwirklicht.
  12. Der schlecht hin große, alles überbietende ist Gott selbst und sich selbst bietet Gott an. Er er will Beziehung zum Menschen, der nach seinem
  13. Ebenbild geschaffen ist. Er will eine Liebesbeziehung. Liebe basiert zum einen auf langsam Kennenlernen und nichts anderes sind die
  14. vielen Erfahrungen, die Gläubige im Lauf der Geschichte mit diesem Gott gemacht haben und die wir ja im Alten und im neuen Testament nachlesen können.
  15. Diese Erfahrungen decken die ganze Bandbreite einer dauerhaften und tiefreichenden Beziehung ab. Gott wird als Helfer, als Beschützer
  16. erfahren. Denken wir nur an den Auszug aus der Sklaverei in Ägypten, aber auch als der Unbegreifliche, der Schweiger.
  17. Ja, in Genesis 32, 23 bis 33 ist sogar die Rede davon, dass Jakob von Gott angegriffen wird, mit ihm ringt. Danach erhält Jakob den Namen Israel,
  18. das heißt Gottes Streiter. In dieser Geschichte spricht die Erfahrung eines Volkes, dessen Gott gibt, aber der auch verlangt, mit dem
  19. man sich auseinandersetzen muss. Wie jede echte Beziehung gründet sie auf nehmen und geben. Wie jede echte Liebesbeziehung will der
  20. Liebende den anderen mit Haut und Haaren ganz und gar. Das kostet das kostet Nerven, das kostet unter Umständen Aufgabe jedweden oberflächlichen
  21. Wellness Gefühles. Echte Gottesbeziehung ist kein Wellnessurlaub. Aber auch in jedem Gefühl der Gottverlassenheit
  22. gilt die Zusage an Abraham und seinen Nachkommen. Und Nachkommen sind alle, die an diesen einen Gott Abrahams glauben, dass Gott
  23. seinen Bund hält. Er ist und bleibt ein treuer Gott. Liebe basiert also auch auf Vertrauen. Die persönlichen
  24. geschichtlichen Erfahrungen mit Gott machen es den Menschen möglich, ihm zu vertrauen und sich ihm hinzugeben. Dies ist ein weiterer essentieller
  25. Bestandteil einer Liebesbeziehung. Vertrauen und Hingabe ist nur möglich, wenn ich den anderen kennengelernt habe. Wie es der liebe Eigen ist, sich nicht
  26. nur rein spirituell zu äußern, sondern körperliche Zärtlichkeiten mit einschließt. So drückt sich auch die Liebesbeziehung
  27. Gott Mensch sichtbar, fühlbar, hörbar. die ganze Sinnhaftigkeit des menschlichen Umfassend in einer materiellen Kirche aus.
  28. Wenn Jesus den festen Kreis der Apostel einsetzt, sie unterweist und ihnen Vollmachten gibt, wenn er von Haus, Fundament, Fels spricht, lässt sich die
  29. Idee einer rein spirituellen Kirche, rein geistig nicht aufrechterhalten. Der Geist muss sich in konkreten auch leiblichen Dingen ausdrücken.
  30. Das Liebesgebot gilt in Totalität. In der Weltgerichtsrede Matthäus 251 bis 46 macht Jesus deutlich, dass Christen zu sozialem Engagement
  31. gefordert sind. Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, habt ihr mir getan. Kleidung, Essen geben, besuchen, Mitleid
  32. haben. Was ihr dem geringsten meiner Brüder nicht getan habt, habt ihr mir nicht getan.
  33. Die soziale Komponente des Christentums ist nicht zu leugnen. Damit schließt Jesus ja auch an die Propheten des Alten Testament an, die immer aufforderten zu
  34. sozialer Gerechtigkeit. In jedem Bedürftigen begegnet uns also wirklich und wahrhaftig Christus selbst.
  35. Paulus beschreibt in 1 Korinther 12 bis 27 die Kirche als einen Leib mit vielen Gliedern, wobei Christus das Haupt ist. Jedes Glied hat seine eigene Funktion,
  36. aber sie gehören alle zusammen und sind aufeinander angewiesen. Eine Hierarchie der Eidelkeiten, wie es in der Welt hier verstanden als
  37. Gegenpart zu Kirche üblich ist. kann und darf es in der Kirche nicht geben. Ein altes Gebet lautet Jesus sanftmütig
  38. und demütig von Herzen. Bilde mein Herz nach deinem Herzen. Ein Heiliger sagte einmal, dass die Demut all Demut alle Tugenden umsonst
  39. sind, denn sie hält alles zusammen wie eine Schnur, die daran aufgefädelten Perlen. Reiß die Schnur, fallen alle Perlen
  40. herunter und rollen umher und gehen verloren. ist also eine wichtige, wenn ich sogar die wichtigste Charakterstärke eines
  41. Christen überhaupt. Heute ist sie in Verruf geraten, weil sie mit Demütigung verwechselt wird. Das ist eine Hersetzung durch einen
  42. anderen, während die die Demut die Klugheit ist, um seine eigenen Schwächen und Begrenztheiten zu wissen und sie liebend
  43. Gott, der liebt anzuvertrauen. Dadurch werden wir auch freier. Wir können uns akzeptieren und wir können innerlich durchatmen.
  44. Ständig eine Stärke zu demonstrieren, die wir gar nicht haben, lässt uns nur krank und unglücklich werden.
  45. Die Kirche versteht sich nicht als ein von Menschen gegründeter Verein, eine Organisation, die auf menschliche Statuten gestützt
  46. ist und die Mehrheitsabstimmungen und beliebigen Regeländerungen unterliegt. Kirche basiert voll und ganz auf der
  47. Initiative Gottes in Jesus Christus. In Jesus Christus streckt Gott quasi seine Hand aus und zieht die Menschen an sich in sein liebendes Herz. In Jesus
  48. Christus lässt Gott den Menschen teilhaben an seinem Gott sein, ohne dass der Mensch Gott ist. Ah.

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