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21 Kirche - Ekklesiologie - Teil 1
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 48 Zeilen
- Guten Tag, ich bin Luise Gruß, Lehrerin für Religion, katholische Religion und Englisch und ich möchte hier die Lehre der Kirche vorstellen. Ekologie. Was ist
- Kirche überhaupt? Da auch dieser Teil sehr umfangreich ist, habe ich in zwei Teile aufgeteilt. Hier nun der erste Teil, der sich
- beschäftigt mit dem Reich Gottes, mit den Gleichnissen, mit der spirituellen Kirche, der Ecclesia Spiritualis
- Kirche, ein Leib, Einheit und Exkommunikation. Jesus versucht immer wieder in seinem Reden und Handeln den Menschen, das was
- eigentlich unverständlich ist, verständlich zu machen. Unverständlich ist es deshalb, weil seine Botschaft vom
- Reich Gottes unser Begreifen übersteigt, da es sich hierbei um göttliches handelt und unserer Erfahrungswelt fremd ist. Deshalb knüpft Jesus auch immer wieder
- an weltliche Dinge an. zieg vergleiche, um dann in Gleichnissen transzendente unsere Wirklichkeit über steigende
- Wahrheiten anschaulich zu machen, fassbar zu machen. So erklärt er z.B., dass das Reich Gottes wie ein Senfkorn ist, ganz klein,
- um dann zu einem großen Baum zu werden. Der Baum steht als positives Symbol des Lebens. Er spendet Schatten, bringt Früchte etc.
- Damit macht er den Gläubigen Mut, denn Gott selbst ist es, der aus kleinen unbedeutenden Dingen, aus Anfängen großes wirken kann und das auch zu tun
- beabsichtigt. Das ist sein Heilsplan, den er mit seiner Schöpfung hat und den er auch verwirklicht.
- Der schlecht hin große, alles überbietende ist Gott selbst und sich selbst bietet Gott an. Er er will Beziehung zum Menschen, der nach seinem
- Ebenbild geschaffen ist. Er will eine Liebesbeziehung. Liebe basiert zum einen auf langsam Kennenlernen und nichts anderes sind die
- vielen Erfahrungen, die Gläubige im Lauf der Geschichte mit diesem Gott gemacht haben und die wir ja im Alten und im neuen Testament nachlesen können.
- Diese Erfahrungen decken die ganze Bandbreite einer dauerhaften und tiefreichenden Beziehung ab. Gott wird als Helfer, als Beschützer
- erfahren. Denken wir nur an den Auszug aus der Sklaverei in Ägypten, aber auch als der Unbegreifliche, der Schweiger.
- Ja, in Genesis 32, 23 bis 33 ist sogar die Rede davon, dass Jakob von Gott angegriffen wird, mit ihm ringt. Danach erhält Jakob den Namen Israel,
- das heißt Gottes Streiter. In dieser Geschichte spricht die Erfahrung eines Volkes, dessen Gott gibt, aber der auch verlangt, mit dem
- man sich auseinandersetzen muss. Wie jede echte Beziehung gründet sie auf nehmen und geben. Wie jede echte Liebesbeziehung will der
- Liebende den anderen mit Haut und Haaren ganz und gar. Das kostet das kostet Nerven, das kostet unter Umständen Aufgabe jedweden oberflächlichen
- Wellness Gefühles. Echte Gottesbeziehung ist kein Wellnessurlaub. Aber auch in jedem Gefühl der Gottverlassenheit
- gilt die Zusage an Abraham und seinen Nachkommen. Und Nachkommen sind alle, die an diesen einen Gott Abrahams glauben, dass Gott
- seinen Bund hält. Er ist und bleibt ein treuer Gott. Liebe basiert also auch auf Vertrauen. Die persönlichen
- geschichtlichen Erfahrungen mit Gott machen es den Menschen möglich, ihm zu vertrauen und sich ihm hinzugeben. Dies ist ein weiterer essentieller
- Bestandteil einer Liebesbeziehung. Vertrauen und Hingabe ist nur möglich, wenn ich den anderen kennengelernt habe. Wie es der liebe Eigen ist, sich nicht
- nur rein spirituell zu äußern, sondern körperliche Zärtlichkeiten mit einschließt. So drückt sich auch die Liebesbeziehung
- Gott Mensch sichtbar, fühlbar, hörbar. die ganze Sinnhaftigkeit des menschlichen Umfassend in einer materiellen Kirche aus.
- Wenn Jesus den festen Kreis der Apostel einsetzt, sie unterweist und ihnen Vollmachten gibt, wenn er von Haus, Fundament, Fels spricht, lässt sich die
- Idee einer rein spirituellen Kirche, rein geistig nicht aufrechterhalten. Der Geist muss sich in konkreten auch leiblichen Dingen ausdrücken.
- Das Liebesgebot gilt in Totalität. In der Weltgerichtsrede Matthäus 251 bis 46 macht Jesus deutlich, dass Christen zu sozialem Engagement
- gefordert sind. Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, habt ihr mir getan. Kleidung, Essen geben, besuchen, Mitleid
- haben. Was ihr dem geringsten meiner Brüder nicht getan habt, habt ihr mir nicht getan.
- Die soziale Komponente des Christentums ist nicht zu leugnen. Damit schließt Jesus ja auch an die Propheten des Alten Testament an, die immer aufforderten zu
- sozialer Gerechtigkeit. In jedem Bedürftigen begegnet uns also wirklich und wahrhaftig Christus selbst.
- Paulus beschreibt in 1 Korinther 12 bis 27 die Kirche als einen Leib mit vielen Gliedern, wobei Christus das Haupt ist. Jedes Glied hat seine eigene Funktion,
- aber sie gehören alle zusammen und sind aufeinander angewiesen. Eine Hierarchie der Eidelkeiten, wie es in der Welt hier verstanden als
- Gegenpart zu Kirche üblich ist. kann und darf es in der Kirche nicht geben. Ein altes Gebet lautet Jesus sanftmütig
- und demütig von Herzen. Bilde mein Herz nach deinem Herzen. Ein Heiliger sagte einmal, dass die Demut all Demut alle Tugenden umsonst
- sind, denn sie hält alles zusammen wie eine Schnur, die daran aufgefädelten Perlen. Reiß die Schnur, fallen alle Perlen
- herunter und rollen umher und gehen verloren. ist also eine wichtige, wenn ich sogar die wichtigste Charakterstärke eines
- Christen überhaupt. Heute ist sie in Verruf geraten, weil sie mit Demütigung verwechselt wird. Das ist eine Hersetzung durch einen
- anderen, während die die Demut die Klugheit ist, um seine eigenen Schwächen und Begrenztheiten zu wissen und sie liebend
- Gott, der liebt anzuvertrauen. Dadurch werden wir auch freier. Wir können uns akzeptieren und wir können innerlich durchatmen.
- Ständig eine Stärke zu demonstrieren, die wir gar nicht haben, lässt uns nur krank und unglücklich werden.
- Die Kirche versteht sich nicht als ein von Menschen gegründeter Verein, eine Organisation, die auf menschliche Statuten gestützt
- ist und die Mehrheitsabstimmungen und beliebigen Regeländerungen unterliegt. Kirche basiert voll und ganz auf der
- Initiative Gottes in Jesus Christus. In Jesus Christus streckt Gott quasi seine Hand aus und zieht die Menschen an sich in sein liebendes Herz. In Jesus
- Christus lässt Gott den Menschen teilhaben an seinem Gott sein, ohne dass der Mensch Gott ist. Ah.