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Die Zukunft der Wirtschaft - Digitalisierung und Industrie 4.0

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie12:27 1.355 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 129 Zeilen
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  1. „Vielen Dank, dass Sie gekommen sind, herzlich Willkommen hier auf der CeBIT 2015 auf der
  2. gemeinsamen Pressekonferenz mit der Kollegin Wanka. Wir kommen gerade aus einem Gespräch mit
  3. im Grunde all den wesentlichen Mitgliedern der Arbeitsgruppen, die den IT-Gipfel der
  4. Bundesregierung jedes Jahr vorbereiten. Wir hatten ja den letzten im Oktober in Hamburg und bereiten
  5. jetzt den nächsten IT-Gipfel vor und natürlich ist das große Thema, wo stehen wir in der –
  6. jetzt müssen wir ja seit der CeBIT in diesem Jahr sagen – data in der D-Economy, weil in der Tat,
  7. es ja nicht mehr um Digitalisierung geht, die ist schon viel länger unterwegs, es geht um
  8. Vernetzung und Datenaustausch und die Daten als den Rohstoff der ökonomischen Entwicklung. Wir
  9. hatten Herrn Oettinger zu Besuch. Wir sind mit ihm gemeinsam der festen Überzeugung, dass wir
  10. versuchen müssen, möglichst gemeinsame und gleiche Rahmenbedingungen in Europa zu schaffen,
  11. dass es wenig Sinn macht, dass wir unterschiedliche Regulierungsformen in Europa
  12. haben. Dabei steht im Mittelpunkt natürlich der digital single market, die Themen
  13. Netzneutralität, Roaming, aber auch die Datenschutzgrundverordnung. Der Kollege de
  14. Maizière war auch dabei. Wir haben gesprochen über den Ausbau der Breitbandinfrastruktur –
  15. die Bundesregierung hat ja gerade mit dem 10 Milliarden Investitionsprogramm nochmal 4,5
  16. Milliarden Mittel bewilligt, bei denen wir Infrastrukturausbau und insbesondere die
  17. Infrastruktur im digitalen Bereich, wir kommen zur Frequenzversteigerung – also da ist eine Menge
  18. unterwegs. Digitales und Ökonomie sind längst nicht mehr
  19. trennbar. Die Chinesen, die hier Gastland sind, haben uns in den letzten Tagen immer wieder
  20. gesagt, dass es im Rahmen der internationalen Arbeitsteilung, sie sich auch eine
  21. Innovationspartnerschaft auch im Bereich der Digitalisierung, der Datenökonomie vor allem auch
  22. im Bereich Industrie 4.0 wünschen. Ich glaube, das ist auch selbstverständlich. Ich glaube, wir
  23. können diese Arbeitsteilung, die ja zunehmen wird, weltweit nur gemeinsam entwickeln. Die
  24. diesjährige CeBIT ist dafür glaube ich ein wichtiger Meilenstein auf diesem Prozess. Der
  25. nationale IT-Gipfel ist auch weiterhin das zentrale Instrument zur Umsetzung der digitalen
  26. Agenda der Bundesregierung. Es sieht Plattformen vor, die auf alle wichtigen Aspekte der
  27. Digitalisierung eingehen, sie abdecken und vor allem die Akteure der Informations- und
  28. Telekommunikationstechnologien dazu lädt. Wir haben eine Plattform innovative Digitalisierung
  29. der Wirtschaft aufgebaut und vor allen Dingen danke ich der Kollegin Wanka, die mit sozusagen
  30. der Innovationskraft des Forschungsministeriums gemeinschaftlich mit uns die Plattform Industrie
  31. 4.0 gegründet hat. Beide Plattformen werden in diesen Tagen ihre Arbeit aufnehmen. Die Plattform
  32. „Innovative Digitalisierung der Wirtschaft“ soll innovationsfreundliche Rahmenbedingungen für
  33. die digitale Wirtschaft identifizieren, vor allen Dingen Handlungsbedarfe im Bereich der
  34. Dienstleistungsbranche wie Handel, Medien sowie Kultur- und Kreativwirtschaft stehen dabei im
  35. Mittelpunkt. Bei der Plattform Industrie 4.0 kümmern wir uns um Themen wie Normung und
  36. Standardisierung, aber auch gute Arbeit. Also wie erhalten wir eigentlich Qualifikation und wie
  37. entwickeln wir sie weiter und vor allem Datensicherheit. Ich glaube hier auf der CeBIT,
  38. überall im Land und in der Welt wird klar, dass die Chancen der data economy nur genutzt werden
  39. können, wenn wir technologische, aber eben auch rechtliche Rahmenbedingen für Datensicherheit
  40. schaffen. Nur dann werden wir die data economy nutzen können. Aber ich glaube, was das angeht,
  41. kann Deutschland und kann Europa sozusagen den Wettbewerb gut aufnehmen. Ich glaube, wir sollten
  42. Deutschland zu einem der sichersten Datenstandorte der Welt machen, um damit auch attraktiv zu sein
  43. für Unternehmen, für Wissenschaft, für alle für die das von zentraler Bedeutung ist. Wir
  44. machen das bei Industrie 4.0 gemeinsam nicht nur mit den Vertreter von Wirtschaft, Wissenschaft und
  45. Gewerkschaften, sondern vor allen Dingen mit unseren beiden Ministerien, weil es gar keinen
  46. Sinn macht, dass das Wirtschaftsministerium auf der einen Seite unterwegs ist und Forschung auf
  47. der anderen Seite. Die Industrie-Plattform 4.0 ist eine logische Weiterentwicklung der seit 2013
  48. bestehenden Verbände-Plattform der Industrie vom VDMA, ZVI und Bitcom. Sie wird am 14. April auf
  49. der Hannover Messe ihre Arbeit aufnehmen. Dort stellen wir auch die neuen Zielrichtungen vor und
  50. hoffen, auch bereits zum nächsten IT-Gipfel, in diesem Jahr erste Ergebnisse vorstellen zu
  51. können. Meine Damen und Herren, Deutschland und Europa,
  52. müssen um sozusagen die Potenziale der Datenökonomie zu nutzen digitale Souveränität
  53. erhalten und ausbauen. Das ist unser Ziel, das unterstützen wir mit der Förderung von Forschung
  54. und Innovation, flankieren es mit anderen Plattformen und regulatorischen Maßnahmen. Unsere
  55. Unternehmen müssen sich in wichtigen Bereichen im internationalen Wettbewerb behaupten. Dass unsere
  56. Industrie auch in Zukunft eine führende Rolle spielen kann, setzt voraus, dass die
  57. Innovationskraft in den Händen der Industrie verbleibt und die dafür benötigten Daten sicher
  58. sind. Deutschland ist derzeit mit seinem Maschinenbau, seiner Elektroindustrie, der
  59. Fabrikausrüster der Welt. Wir haben eine herausragende Position. Wir sind letztlich die
  60. Industrialisierer der Welt und deswegen sind unsere Chancen bei Industrie 4.0 auch besonders
  61. groß. Wenn wir in den kommenden Jahren deshalb darauf einen Schwerpunkt legen, dann hat das
  62. natürlich den Grund, dass wir diesen großen Stellenwert halten wollen. Das
  63. Wirtschaftsministerium unterstützt die Unternehmen dabei mit verschiedenen Forschungs-
  64. und Innovationsprogrammen. Alleine in den Programmen Autonomik für Industrie 4.0 und
  65. Smartservicewelt geben wir in den kommenden Jahren fast 100 Millionen Euro an Projektmitteln aus oder
  66. das Programm trusted cloud, hier werden sichere und rechtskonforme Cloudlösungen, die gerade auch
  67. für den Mittelstand interessant sind unterstützt. Dazu brauchen wir einen modernen
  68. Ordnungsrahmen, bei dem wir davon ausgehen, dass wir ihn in Europa dieses Jahr schaffen können.
  69. National ist es ein wichtiger Schritt gewesen, mit dem Rechtssicherheit für kostenloses WLan
  70. geschaffen wurde. Aber am Ende des Tages wir es darum gehen, einen gemeinsamen digitalen
  71. Binnenmarkt in Europa zu schaffen. Darin wollen wir gemeinsam den Kollegen Oettinger
  72. unterstützen. Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit.“
  73. „Ja meine sehr verehrten Damen und Herren, vor einiger Zeit hat Barack Obama führende
  74. Wirtschaftswissenschaftler, Experten gebeten mal einzuschätzen, was die Stärken der Wettbewerber
  75. ist, gegenüber der USA und da haben sie zu den Deutschen festgestellt, dass die Deutschen immer
  76. noch nicht in der Lage sind, schnell und flott auf der grünen Wiese neue Unternehmen hochzuziehen,
  77. dass aber die entscheidende Stärke Deutschlands ist und das haben sie voller Bewunderung
  78. geschrieben, dass die Deutschen es über viele Jahre, Jahrzehnte geschafft haben, in Bereichen in
  79. denen sie Spitze sind, im großen Fahrzeugbau meinetwegen, sich immer wieder zu erneuern und
  80. immer wieder an der Spitze in der Entwicklung in der Welt zu stehen als Innovationsstärke
  81. Deutschlands. Und zum anderen: Wenn man jetzt sieht Industrie 4.0, vierte industrielle
  82. Revolution, dann ist das wieder ein Umbruch, wo es uns gelingen muss, wieder an der Spitze zu stehen.
  83. Die Voraussetzungen dafür, das war auch gestern erfreulicher Weise in der Rede von Herrn Kempf zu
  84. hören, sind wir Deutschen nicht schlecht. Ich will mal 2 Punkte nennen: Wir haben im Gegensatz
  85. zu anderen Staaten nicht reindustrialisiert. Irgendwann haben das alle gemacht in den 60er,
  86. 70er, 80er Jahren des letzten Jahrhunderts. Aber Deutschland hat jetzt seit vielen Jahren einen
  87. Industrialisierungsgrad von über 22% beibehalten, in den USA sind sie bei 11%, in Großbritannien
  88. auch. D.h. wenn dort Industrie 4.0, dann muss man erst wieder auch Kapazitäten aufbauen oder
  89. Automatisierungsgrad. Das Partnerland dieser CeBIT ist China. In China kommen auf 10 000
  90. Industriearbeiter 14 Industrieroboter in Deutschland 20-mal so viel. D.h. wir haben schon
  91. Punkte, wo wir richtig gut sind. Aber gerade Digitalisierung, die Ökonomie, Verbindung mit dem
  92. Internet das sind Punkte, die jetzt bewältigt werden müssen und wo eine ganz neue Komplexität
  93. vieler handelnder Personen notwendig ist. Und deswegen glaube ich, dass dieser Impuls von Seiten
  94. der Bundesregierung, die Gründung dieser Plattform zu Industrie 4.0 ganz wichtig ist.
  95. Vorläufer oder vorausgegangen ist die Arbeit der angesprochenen Verbände-Plattform und wir haben
  96. jetzt den Kreis der Beteiligten sehr viel größer und sinnvoll erweitert und diesem Kreis sind eben
  97. Wissenschaft, Wirtschaft, Verbände und die politischen - Agenten will ich nicht sagen -, aber
  98. die politischen Akteure auf dieser Plattform. Und ich freue mich, dass wir uns verständigt haben,
  99. weil nur das macht Sinn, dass wir das gemeinsam machen wollen. Und ich glaube, dieses Signal, dass
  100. wir in Deutschland in einer so großen Aktion aller Beteiligten dieses wichtige Thema Industrie
  101. 4.0 angehen, das ist auch ein Signal international an die Wettbewerber, ein Signal, das zeigt: wir
  102. wollen auch dort - wie anfangs festgestellt - ganz vorn sein.
  103. Und ich würde noch zwei Punkte nennen, die mir besonders wichtig sind im Zusammenhang mit
  104. Industrie 4.0 und dann entsprechend auch mit der Plattform. Das eine ist die Tatsache, dass wir
  105. zwingend bei Industrie 4.0 den Mittelstand erreichen und mitnehmen müssen. Das viele davor
  106. Sorge haben oder noch skeptisch sind, das auch der Mittelstand, die kleinen und mittleren Unternehmen
  107. nicht das leisten können, was unsere großen Player aus sich heraus an Leistungen kreieren und
  108. deswegen ist es wichtig, dass wir dort auch die Tatsache, Umgang mit sicheren Datenraum, dass wir
  109. da das entsprechende liefern für den kleinen und Mittelstand. Minister Gabriel hat Programme
  110. genannt, die von Seiten des Wirtschaftsministeriums für Industrie 4.0
  111. ausgelobt worden sind. Wir hatten uns mal verpflichtet 120 Millionen, da sind wir jetzt
  112. schon dabei und geben weiter Geld. Wir haben gerade in der letzten Woche verkündet, das
  113. Programm über Sicherheit in der digitalen Welt und ich denke, dass wir vor allen Dingen bei den
  114. Aufgaben die vor uns liegen, die Gemeinsamkeit brauchen, auch ein gesundes Selbstbewusstsein.
  115. Aber neben dem Mitnehmen des Mittelstandes als zweiten wichtigen Faktor: Forschung. Und Forschung
  116. ist eigentlich auch der Innovationstreiber bei Industrie 4.0 - nicht nur der Name, der ja mal aus
  117. der Forschungsunion entstanden ist und sich durchgesetzt hat, sondern auch bei vielen anderen
  118. Themen, die wir bisher gefördert haben, wo wir aber auch weiterhin unterstützen und fördern
  119. wollen. Kleinere und mittlere Unternehmen können überhaupt kein Gefühl dafür haben, was heißt
  120. es denn jetzt, in diesem Bereich zu investieren, wie sind da Sicherheiten oder anderes? Und
  121. deswegen sind viele unserer Programme auch daraufhin ausgerichtet, nicht nur Forschung für
  122. den Bereich zu betreiben, sondern wir sagen Industrie 4.0 soll auf dem Hallenboden ankommen,
  123. also Umsetzung. Und das gilt auch für die Arbeitswelt von morgen, weil viele sehen die
  124. Riesenchance dieser Entwicklung, aber viele Arbeitnehmer haben auch Sorge, dass ihre
  125. Qualifikation, die sie bisher erworben haben, entwertet werden und deswegen ist das auch ein
  126. Schwerpunkt, wie sozusagen die soziale Innovation, die wir brauchen, um Industrie 4.0 zu bewältigen.
  127. Ich habe nur ein, zwei Punkte angesprochen, Herr Gabriel hat andere Punkte genannt und wir sind
  128. fest entschlossen, dass wir mit dieser gemeinsamen Plattform wirklich auch gemeinsam mit allen
  129. Beteiligten ein großes Stück Zukunft mit erringen wollen.“

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