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Atmosphäre | Aufbau, Funktion & Zusammensetzung | Das musst du fürs Geographie Abitur wissen!

Geographie Abitur9:06 797 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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Transkriptautomatisch erstellt · 62 Zeilen
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  1. Hey, in diesem Video geht es um den Aufbau, die Funktion und die Zusammensetzung der Atmosphäre. Als Atmosphäre wird die Lufthülle der
  2. Erde bezeichnet. Wir starten mit dem Stockwerkbau der Atmosphäre. Die Atmosphäre ist die Gashülle der Erde, das heißt, sie reicht sehr hoch. Für das
  3. Wetter ist aber vor allem die Troposphäre entscheidend. Ihre Mächtigkeit ist nicht überall gleich, denn an den Polen ist sie
  4. niedriger mit etwa 9 km am Äquator aufgrund der höheren Energie durch die höhere Sonneneinstrahlung deutlich höher bis etwa 18 km. Das Ganze
  5. ist auf Temperatur und Ausdehnung der Luft zurückzuführen. Dort, wo die Luft wärmer ist, dehnt sie sich stärker aus und genau deshalb ist die Troposphäre am
  6. Äquator deutlich mächtiger als an den Polen. Allein das ist ein wichtiger Gedanke fürs Abi. Die Atmosphäre ist kein starres System, sondern reagiert
  7. auf Temperaturunterschiede. Die Atmosphäre lässt sich in fünf Hauptschichten unterscheiden, welche sich in Druck, Temperatur und Höhe
  8. unterscheiden. In der Troposphäre nimmt die Temperatur im Mittel mit der Höhe ab ungefähr 0,5 bis 0,7°CUS. Im Mittel sind das ungefähr 0,65°C
  9. pro 100 m. Das erkennst du auch im Alltag. Wenn du in die Berge fährst, merkst du ziemlich schnell, dass es kälter wird. Genau dieser Zusammenhang
  10. steckt dahinter. An der Tropopause der Grenze zur Stratosphäre werden sehr tiefe Temperaturen von ca. -35°CUS erreicht. Auf ca. 10 bis 20 km Höhe
  11. befinden sich die Chatstreams, welche eine sehr große Rolle bei der globalen atmosphärischen Zirkulation spielen. Diese Chatstreams musst du nicht nur als
  12. Fachbegriff kennen, sondern auch funktional einordnen können, denn sie beeinflussen Großwetterlagen und die Verlagerung von Tief und
  13. Hochdruckgebieten. In der Stratosphäre steigt die Temperatur dann wieder auf +5° Cus an, vor allem wegen der Ozonschicht, die
  14. UV-Strahlung absorbiert. Hier gibt es keine Luftfeuchte und somit auch keine Wolken. In der Troposphäre sinkt die Temperatur mit der Höhe. In das
  15. Stratosphäre steigt sie wieder. Auf die Stratosphäre folgen die Mesosphäre, Thermosphäre und Exosphäre, bevor die Atmosphäre end der Weltraum beginnt.
  16. Diese Schichten solltest du schon mal gehört haben, aber der Fokus liegt ganz klar auf der Troposphäre, da hier das Wettergeschehen stattfindet und der
  17. Abgrenzung zur Stratosphäre aufgrund der Temperatur und der Ozonschicht. Die Luftdruck nimmt mit der Höhe stark ab. Das ist in der Darstellung als
  18. Druckkurve zu erkennen. An der Erdoberfläche beträgt der Druck rund Hektopascal. Auf 10 km Höhe sind es ca. 250 Hektopascal und auf 50 km Höhe der
  19. Höhe der Ozonschicht sind es ca. 1 Hektopascal. Das zeigt sehr deutlich, der größte Teil der Luftmasse befindet sich in den
  20. unteren Atmosphärenschichten. Oder einfacher gesagt, je höher du gehst, desto weniger Luft ist noch über dir und desto geringer ist der Luftdruck, also
  21. das Eigengicht der Luft. In der Abbildung siehst du den Aufbau der Atmosphäre. Das ist ein absolut klassische Abbildung, die du bestimmt
  22. schon mal in dieser oder ähnlicher Form gesehen hast. Bevor du jetzt aber beginnst, hier Drucktemperatur aller Sphären auswendig zu lernen, würde ich
  23. mich auf jeden Fall auf die Troposphäre und die Stratosphäre fokussieren und hier auch einfach mal meinen Atlas checken, denn oftmals ist diese
  24. Abbildung zu finden relativ weit hinten. Den Aufbau, die Zusammensetzung und die Funktion der Atmosphäre benötigst du insbesondere bei Themen wie dem
  25. Klimawandel, dem Dreipauseffekt, dem Wetter und Klimageschehen und der globalen atmosphärischen Zirkulation. Das ist wichtig, weil diese Grundlagen
  26. in vielen Aufgaben nur vorausgesetzt werden. Wenn du also später über Treibhauseffekt, Ozonenwetter oder Zirkulation sprichst, musst du dir hier
  27. einfach sicher sein. Genau deshalb lohnt es sich diesen Teil wirklich zu verstehen. Check also auf jeden Fall auch mal dein Atlas diesbezüglich. Die
  28. Zusammensetzung der Atmosphäre. Stickstoff N2 ist der größte Anteil der Atmosphäre mit ca. 78,08%. Dann kommt Sauerstoff mit 20,95%.
  29. Dann kommt Argon mit 0,93 %, Kohlenstoffdioxid mit 0,04% und andere Spurengase wie Methan, Distekoxide, FCKW, Kohlenmonoxid, Ozon
  30. und Krypton mit ungefähr 0,02%. Und jetzt passiert hier oft ein klassischer Denkfehler, denn CO2 ist natürlich mengenmäßig ein sehr kleiner
  31. Anteil. Das heißt aber auf gar keinen Fall, dass er unwichtig ist. Im Gegenteil, gerade Spurengase und eben auch Kohlenstoffdioxid
  32. mit 0,04% haben eine enorme Wirkung, etwa beim Treibhauseffekt oder beim Ozonabbau. Fürs Abi ist entscheidend nicht nur auf
  33. die Menge schauen, sondern vor allem auf die Funktion. Ein guter Vergleich ist hier oft das Nudelwasser. Salz im Nudelwasser hat eine kleine Menge, aber
  34. verändert trotzdem das ganze System. Und so ähnlich musst du eben hier auch bei Spurengasen in der Atmosphäre denken. Ein zentraler Punkt, warum es relevant
  35. ist über den Temperaturverlauf in der Atmosphäre Bescheid zu wissen, ist die Inversion. Das ist eine Schicht, in der die Temperatur nicht wie üblich abnimmt,
  36. sondern wieder zunimmt und das Ganze wirkt wie ein Deckel. Dadurch werden Konvektionsvorgänge abgeblockt und wirkt wie eine Sperrschicht. Diese
  37. Deckelwirkung ist extrem wichtig, denn wenn Luft nicht weiter aufsteigen kann, werden vertikale Austauschprozesse gebremst. Das kann z.B. dazu führen,
  38. dass sich Nebel, Schadstoffe oder kalte Luft in Bodennähe länger halten. In der Stratosphäre gibt es daher keine Luftfeuchte und Wolken. Das erklärt
  39. auch, warum Flugzeuge häufig in großen Höhen unterwegs sind. Dort ist die Luft in der Regel stabiler, weniger turbulent als in der wetteraktiven Troposphäre.
  40. Die Troposphäre ist entscheidend für unser Wettergeschehen. Die Wolkenbildung, also Kondensation, findet auf Basis der Prozesse Advektion und
  41. Konvektion statt. Das Wetter und Klimageschehen findet demnach hier statt in der Troposphäre. Advektion meint den horizontalen Lufttransport, also das
  42. Heranführen von Luftmassen z.B. durch Wind. Die Konvektion bedeutet dabei vereinfacht den vertikalen Lufttransport, also das Aufsteigen
  43. warmer Luft und das Absinken kälterer Luft. Beides zusammen ist für unsere Wetterlagen entscheidend. Wenn warme feuchte Luft herangeführt wird und
  44. gleichzeitig aufsteigen kann, ist das eine ganz andere Ausgangslage als bei trockener absinkender Luft. Die Ozonchicht legt in der Stratosphäre also
  45. ca. 15 bis 50 km hoch und schützt uns Menschen und die Lebewesen auf der Erde, indem sie einen großen Teil der schädlichen UVB und UVC Strahlung
  46. absorbiert. Der Sauerstoff wird die solare Bestrahlung zum dreiigen Sauerstoff dem O3, das heißt Ozon. Wenn durch Anthropogene, also
  47. menschengemachte Stoffe wie Fluchlorkohlenwasserstoff, also FCKW, der ab Ozonabbau verstärkt wird, kann es zu einem Ozonloch kommen.
  48. Besonders ausgeprägt ist das in der Antarktis im Südwinter. Dabei ist das Ozon Loch kein wirkliches Loch im Sinne einer komplett leeren Stelle, sondern
  49. ein Bereich mit stark verringerter Ozonkonzentration. Mehr UV-Strahlung erreicht dann die Artoberfläche, was Auswirkung auf
  50. Gesundheit und Ökosystem haben kann, bis hin zu Schäden an Phytoplankton basierten Nahrungsnetzen wie in den Weltmeeren. Außerdem wird dadurch die
  51. Funktion der CO2 Senke der Weltmeere negativ beeinträchtigt. Der androbogene Treibhauseffekt verstärkt sich weiter durch diesen Rückkopplungsprozess.
  52. Die erhöhte UV-Strahlung führt bei Menschen zu Augenkrankheitung, einer Störung des Immunsystems und einem erhöhten Risiko von Hautkrebs. Hier wird
  53. deutlich, wie stark in der Geografie alles miteinander zusammenhängt. Die Atmosphäre, Strahlung, Gesundheit, Ökosysteme, Klimasysteme lassen sich
  54. nicht isoliert betrachten. Genau solche Ketten von Ursache und Wirkung machen in den Klausuren oft den Unterschied zwischen oberflächlichen Beschreibungen
  55. und einer wirklich guten Analyse. Und genau deshalb ist die Atmosphäre auch viel mehr als nur Luft um die Erde. Sie ist ein Schutzschild, Transportmedium,
  56. Energiesystem, die Grundlage für Wetter und Klima und die Grundlage des Menschen. Wenn du diesen Teil verstanden hast, wird dir ganz viel vieles von dem,
  57. was danach kommt, der Treibhauseffekt, die globale Zirkulation, der Klimawandel und auch Wetterkarten deutlich leichter fallen. Schreib mir gerne mal in die
  58. Kommentare, welcher Begriff ist für dich denn gerade noch am schwierigsten? Inversion, Advektion, Konvektion oder die Ozonschicht? Dann sehe ich direkt zu
  59. welchem Punkt ich als nächstes ein kurzes Extra Video erstellen kann. Und wenn du noch mehr Videos möchtest, like gerne dieses Video und abonniere den
  60. Kanal. Ich freue mich immer sehr über liebe Kommentare. Wenn du die beste Vorbereitung auf dein Geografieabitur möchtest, kurze Zusammenfassungen,
  61. Quizse, Lernkarten, typische Abituraufgaben und so weiter, dann melde dich gern bei dem Link an. Es ist nicht mehr die Warteliste, sondern es ist der
  62. Link für den Geoabikurs Badenwürtemberberg in der Beschreibung. Viel Erfolg beim Lernen.

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