Das Video kommt von YouTube: erst beim Abspielen verbindet sich die Seite mit YouTube (Google).
Klimawandel & Atmosphäre: Treibhauseffekt, Smog & Ozonschicht 🌍 | Ursachen & Folgen einfach erklärt
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 48 Zeilen
- Hallo und herzlich willkommen. In den nächsten Minuten nehme ich sie sozusagen an die Hand und wir entschlüsseln gemeinsam die Wissenschaft unserer
- Atmosphäre. Keine Sorge, das wird keine trockene Vorlesung. Wir gehen das Schritt für Schritt durch, ganz einfach und verständlich. Also, was haben wir
- heute vor? Hier ist unser Plan. Zuerst schauen wir uns an, wie das Treibhaus Erde von Natur aus funktioniert. Dann sehen wir, welche Rolle wir Menschen
- dabei spielen und was die Folgen davon sind. Und zum Schluss beleuchten wir noch zwei ganz konkrete Themen: Smog und die berühmte Ozonschicht. Fangen wir
- also direkt an. Okay, fangen wir mal ganz von vorne an, bei den absoluten Grundlagen. Also, warum ist es auf der Erde eigentlich so angenehm warm? Wie
- schafft unser Planet das, damit hier überhaupt Leben möglich ist? Stellen Sie sich das mal so vor: Die Sonne schickt ihre Energie in Form von kurzwelliger
- Strahlung zu uns. Die erwärmt den Erdboden. Die Erde gibt diese Wärme dann wieder ab, aber als langwellige Strahlung. Und genau hier passiert das
- Entscheidende. Bestimmte Gase in unserer Atmosphäre, die Treibhausgase, wirken wie eine Art Decke. Sie halten einen Teil dieser Wärme zurück und lassen sie
- nicht einfach ins All entweichen. Dieser natürliche Effekt ist absolut lebenswichtig. Ohne ihn wäre die Erde eine gefrorene Wüste. So, und jetzt
- kommt der Punkt, an dem wir ins Spiel kommen. Wir schauen uns jetzt nämlich an, wie wir Menschen diesen eigentlich so nützlichen, natürlichen Prozess
- verstärken. Die Wissenschaft nennt das den anthropogenen Treibhauseffekt, also den vom Menschen gemachten. Schauen wir uns diese Tabelle mal genauer an. Sie
- zeigt uns die Hauptverantwortlichen und da sticht sofort eines ins Auge: Kohlendioxid, also CO2, macht mit 56 % mehr als die Hälfte des Problems aus.
- Das entsteht vor allem, wenn wir Kohle, Öl und Gas verbrennen. Aber, wie Sie sehen, sind da auch noch andere Gase, z.B. Methan aus der Landwirtschaft, die
- unsere Treibhausdecke immer dicker machen. Sehen Sie, die Natur hat da eigentlich einen ziemlich cleveren Kreislauf. Pflanzen nehmen CO2 auf, um
- zu wachsen, Lebewesen atmen es aus. Das war über Jahrtausende ein stabiles Gleichgewicht. Aber indem wir fossile Brennstoffe verbrennen, setzen wir
- gigantische Mengen an Kohlenstoff frei, der seit Millionen von Jahren im Boden gespeichert war. Und damit bringen wir dieses empfindliche System komplett
- durcheinander. Und hier, das ist der unumstößliche Beweis. Das ist kein Computermodell, das sind echte Messdaten. Man sieht hier glasklar den
- rasanten Anstieg der CO2-Menge in der Luft seit den 60er Jahren. Und das Erschreckende ist, die Kurve wird immer steiler. Sie kennt wirklich nur eine
- Richtung, nach oben. Es ist aber nicht nur das CO2. Nehmen wir z.B. Methan. Das wird u.a. freigesetzt, wenn die Dauerfrostböden, so wie hier in
- Sibirien, auftauen. Und genau hier wird's richtig gefährlich, denn das startet eine Art Teufelskreis. Die Erwärmung taut die Böden auf, die Böden
- setzen Methan frei und dieses Methan heizt die Atmosphäre noch weiter an. Eine klassische Rückkopplungsschleife. Okay, die Erwärmung ist also da. Aber
- was bedeutet das jetzt konkret für uns und unseren Planeten? Die wissenschaftliche Antwort darauf ist leider sehr, sehr eindeutig. Die
- Faktenlage ist klar. Die Oberfläche unseres Planeten ist im globalen Durchschnitt bereits um 1,1 Grad Celsius wärmer geworden. Das klingt jetzt
- vielleicht erstmal nicht nach viel, aber stellen Sie sich mal die unvorstellbare Energiemenge vor, die man braucht, um alle Ozeane, die gesamte Landmasse und
- die komplette Atmosphäre der Erde um über 1 Grad aufzuheizen. Das ist eine gewaltige Veränderung. Man muss sich das wie eine Kettenreaktion vorstellen, die
- schon in vollem Gange ist. Das Eis der Gletscher schmilzt, dadurch steigt der Meeresspiegel und bedroht Küstenstädte. Extremwetter wie Hitzewellen, Dürren
- oder Stürme nehmen zu. Ganze Ökosysteme geraten aus dem Gleichgewicht, von den Alpen, wo Felsen instabil werden, bis zu den Korallenriffen, die einfach
- absterben. All das sind direkte Folgen dieser Erwärmung. So, jetzt machen wir mal einen kleinen Schwenk. Wir verlassen die globale Perspektive und schauen uns
- ein Problem an, das viele von uns direkt vor der Haustür erleben können: Smog. Also, wenn die Luft so richtig dick wird.
- Beginnen wir mit dem sogenannten Wintersmog. Der hat viel mit dem Wetter zu tun, genauer gesagt mit einer Inversionswetterlage.
- Das ist wirklich wie ein Deckel auf einem Topf. Eine warme Luftschicht legt sich über die kalte Luft am Boden. Und dieser Deckel verhindert, dass die
- Schadstoffe aus Heizungen und Industrie nach oben abziehen können. Sie bleiben unten gefangen und die Luft wird richtig dick. Der Sommersmog ist etwas ganz
- anderes. Hier ist der Hauptakteur die Sonne. An heißen Sommertagen wirkt die intensive Sonneneinstrahlung wie ein Motor für chemische Reaktionen. Sie
- verwandelt Schadstoffe aus dem Verkehr, vor allem Stickoxide, in ein Gas namens Ozon. Und ganz wichtig an dieser Stelle: Dieses Ozon hier unten hat nichts mit
- der schützenden Ozonschicht zu tun. Ganz im Gegenteil, es ist ein aggressives Reizgas, das schlecht für unsere Lungen ist. Also, um das noch mal auf den Punkt
- zu bringen: Wintersmog entsteht, weil eine Wetterlage Schadstoffe wie in einer Glocke einschließt. Sommersmog entsteht, weil Sonnenlicht Schadstoffe chemisch
- umwandelt. Zwei völlig unterschiedliche Ursachen für dicke Luft. Und zum Schluss kommen wir jetzt zu einem Thema, das uns zeigt, dass es auch anders geht. Eine
- Art Erfolgsgeschichte, wenn man so will, die uns aber auch eine wichtige Lektion erteilt. Die Geschichte der Ozonschicht. Weit, weit über uns, in der
- Stratosphäre, gibt es eine Schicht aus Ozonmolekülen. Und diese Schicht ist quasi die Sonnencreme unseres Planeten. Sie fängt
- den Großteil der schädlichen UV-Strahlung der Sonne ab und schützt uns davor. Ohne diesen Schutzschild wäre Leben an Land, so wie wir es kennen, gar
- nicht möglich. Und dann, in den 80er Jahren, kam der große Schock. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass bestimmte Chemikalien, die wir
- Menschen in Spraydosen oder Kühlschränken verwendet haben, die FCKW, diese Schutzschicht systematisch zerstören. Das Ergebnis war das berühmte
- ste Ozonloch, das man hier auf dem Satellitenbild als diesen riesigen blauen Fleck über der Antarktis sehen kann. Aber, und das ist die eigentliche
- Pointe dieser Geschichte, die Welt hat reagiert. Die Wissenschaft hat die Warnung ausgesprochen und die Politik hat gehandelt. Fast alle Länder der Welt
- haben sich zusammengeschlossen und diese schädlichen FCKW verboten. Und heute? Heute sehen wir, dass sich die Ozonschicht langsam, aber sicher wieder
- erholt. Ein fantastischer Beweis dafür, dass gemeinsames globales Handeln wirklich etwas bewirken kann. Und das bringt uns zu unserer letzten
- entscheidenden Frage für heute. Wenn wir es damals geschafft haben, eine globale Krise wie das Ozonloch gemeinsam zu lösen, können wir die Lehren daraus
- nicht auch auf die noch viel größere Herausforderung des Klimawandels anwenden? Eine Frage, über die es sich lohnt, intensiv nachzudenken.
Zum Nachlesen
Globale ErwärmungNach Abschätzung des IPCC sind 1,07 °C der 1,09 °C Erwärmung der Erdoberfläche zwischen 1850 und 1900 sowie zwischen 2011 und 2020 auf menschliche Aktivitäten …
TreibhausgasTreibhausgase (THG) sind Spurengase, die zum Treibhauseffekt eines Planeten beitragen. Sie absorbieren einen Teil der von der Planetenoberfläche abgegebenen …
TreibhauseffektIm Gegensatz zu den auf geologischen Zeitskalen stattfindenden natürlichen Klimaveränderungen läuft der anthropogene Klimawandel in extrem kurzer Zeit ab.
KlimawandelEin Klimawandel auf globaler Ebene beruht im Wesentlichen auf einer Veränderung des Strahlungsantriebs, der das Erdklimasystem aus einem stabilen thermisch- …