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Klimawandel & Atmosphäre: Treibhauseffekt, Smog & Ozonschicht 🌍 | Ursachen & Folgen einfach erklärt

simplyscience2go7:04 213 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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Transkriptautomatisch erstellt · 48 Zeilen
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  1. Hallo und herzlich willkommen. In den nächsten Minuten nehme ich sie sozusagen an die Hand und wir entschlüsseln gemeinsam die Wissenschaft unserer
  2. Atmosphäre. Keine Sorge, das wird keine trockene Vorlesung. Wir gehen das Schritt für Schritt durch, ganz einfach und verständlich. Also, was haben wir
  3. heute vor? Hier ist unser Plan. Zuerst schauen wir uns an, wie das Treibhaus Erde von Natur aus funktioniert. Dann sehen wir, welche Rolle wir Menschen
  4. dabei spielen und was die Folgen davon sind. Und zum Schluss beleuchten wir noch zwei ganz konkrete Themen: Smog und die berühmte Ozonschicht. Fangen wir
  5. also direkt an. Okay, fangen wir mal ganz von vorne an, bei den absoluten Grundlagen. Also, warum ist es auf der Erde eigentlich so angenehm warm? Wie
  6. schafft unser Planet das, damit hier überhaupt Leben möglich ist? Stellen Sie sich das mal so vor: Die Sonne schickt ihre Energie in Form von kurzwelliger
  7. Strahlung zu uns. Die erwärmt den Erdboden. Die Erde gibt diese Wärme dann wieder ab, aber als langwellige Strahlung. Und genau hier passiert das
  8. Entscheidende. Bestimmte Gase in unserer Atmosphäre, die Treibhausgase, wirken wie eine Art Decke. Sie halten einen Teil dieser Wärme zurück und lassen sie
  9. nicht einfach ins All entweichen. Dieser natürliche Effekt ist absolut lebenswichtig. Ohne ihn wäre die Erde eine gefrorene Wüste. So, und jetzt
  10. kommt der Punkt, an dem wir ins Spiel kommen. Wir schauen uns jetzt nämlich an, wie wir Menschen diesen eigentlich so nützlichen, natürlichen Prozess
  11. verstärken. Die Wissenschaft nennt das den anthropogenen Treibhauseffekt, also den vom Menschen gemachten. Schauen wir uns diese Tabelle mal genauer an. Sie
  12. zeigt uns die Hauptverantwortlichen und da sticht sofort eines ins Auge: Kohlendioxid, also CO2, macht mit 56 % mehr als die Hälfte des Problems aus.
  13. Das entsteht vor allem, wenn wir Kohle, Öl und Gas verbrennen. Aber, wie Sie sehen, sind da auch noch andere Gase, z.B. Methan aus der Landwirtschaft, die
  14. unsere Treibhausdecke immer dicker machen. Sehen Sie, die Natur hat da eigentlich einen ziemlich cleveren Kreislauf. Pflanzen nehmen CO2 auf, um
  15. zu wachsen, Lebewesen atmen es aus. Das war über Jahrtausende ein stabiles Gleichgewicht. Aber indem wir fossile Brennstoffe verbrennen, setzen wir
  16. gigantische Mengen an Kohlenstoff frei, der seit Millionen von Jahren im Boden gespeichert war. Und damit bringen wir dieses empfindliche System komplett
  17. durcheinander. Und hier, das ist der unumstößliche Beweis. Das ist kein Computermodell, das sind echte Messdaten. Man sieht hier glasklar den
  18. rasanten Anstieg der CO2-Menge in der Luft seit den 60er Jahren. Und das Erschreckende ist, die Kurve wird immer steiler. Sie kennt wirklich nur eine
  19. Richtung, nach oben. Es ist aber nicht nur das CO2. Nehmen wir z.B. Methan. Das wird u.a. freigesetzt, wenn die Dauerfrostböden, so wie hier in
  20. Sibirien, auftauen. Und genau hier wird's richtig gefährlich, denn das startet eine Art Teufelskreis. Die Erwärmung taut die Böden auf, die Böden
  21. setzen Methan frei und dieses Methan heizt die Atmosphäre noch weiter an. Eine klassische Rückkopplungsschleife. Okay, die Erwärmung ist also da. Aber
  22. was bedeutet das jetzt konkret für uns und unseren Planeten? Die wissenschaftliche Antwort darauf ist leider sehr, sehr eindeutig. Die
  23. Faktenlage ist klar. Die Oberfläche unseres Planeten ist im globalen Durchschnitt bereits um 1,1 Grad Celsius wärmer geworden. Das klingt jetzt
  24. vielleicht erstmal nicht nach viel, aber stellen Sie sich mal die unvorstellbare Energiemenge vor, die man braucht, um alle Ozeane, die gesamte Landmasse und
  25. die komplette Atmosphäre der Erde um über 1 Grad aufzuheizen. Das ist eine gewaltige Veränderung. Man muss sich das wie eine Kettenreaktion vorstellen, die
  26. schon in vollem Gange ist. Das Eis der Gletscher schmilzt, dadurch steigt der Meeresspiegel und bedroht Küstenstädte. Extremwetter wie Hitzewellen, Dürren
  27. oder Stürme nehmen zu. Ganze Ökosysteme geraten aus dem Gleichgewicht, von den Alpen, wo Felsen instabil werden, bis zu den Korallenriffen, die einfach
  28. absterben. All das sind direkte Folgen dieser Erwärmung. So, jetzt machen wir mal einen kleinen Schwenk. Wir verlassen die globale Perspektive und schauen uns
  29. ein Problem an, das viele von uns direkt vor der Haustür erleben können: Smog. Also, wenn die Luft so richtig dick wird.
  30. Beginnen wir mit dem sogenannten Wintersmog. Der hat viel mit dem Wetter zu tun, genauer gesagt mit einer Inversionswetterlage.
  31. Das ist wirklich wie ein Deckel auf einem Topf. Eine warme Luftschicht legt sich über die kalte Luft am Boden. Und dieser Deckel verhindert, dass die
  32. Schadstoffe aus Heizungen und Industrie nach oben abziehen können. Sie bleiben unten gefangen und die Luft wird richtig dick. Der Sommersmog ist etwas ganz
  33. anderes. Hier ist der Hauptakteur die Sonne. An heißen Sommertagen wirkt die intensive Sonneneinstrahlung wie ein Motor für chemische Reaktionen. Sie
  34. verwandelt Schadstoffe aus dem Verkehr, vor allem Stickoxide, in ein Gas namens Ozon. Und ganz wichtig an dieser Stelle: Dieses Ozon hier unten hat nichts mit
  35. der schützenden Ozonschicht zu tun. Ganz im Gegenteil, es ist ein aggressives Reizgas, das schlecht für unsere Lungen ist. Also, um das noch mal auf den Punkt
  36. zu bringen: Wintersmog entsteht, weil eine Wetterlage Schadstoffe wie in einer Glocke einschließt. Sommersmog entsteht, weil Sonnenlicht Schadstoffe chemisch
  37. umwandelt. Zwei völlig unterschiedliche Ursachen für dicke Luft. Und zum Schluss kommen wir jetzt zu einem Thema, das uns zeigt, dass es auch anders geht. Eine
  38. Art Erfolgsgeschichte, wenn man so will, die uns aber auch eine wichtige Lektion erteilt. Die Geschichte der Ozonschicht. Weit, weit über uns, in der
  39. Stratosphäre, gibt es eine Schicht aus Ozonmolekülen. Und diese Schicht ist quasi die Sonnencreme unseres Planeten. Sie fängt
  40. den Großteil der schädlichen UV-Strahlung der Sonne ab und schützt uns davor. Ohne diesen Schutzschild wäre Leben an Land, so wie wir es kennen, gar
  41. nicht möglich. Und dann, in den 80er Jahren, kam der große Schock. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass bestimmte Chemikalien, die wir
  42. Menschen in Spraydosen oder Kühlschränken verwendet haben, die FCKW, diese Schutzschicht systematisch zerstören. Das Ergebnis war das berühmte
  43. ste Ozonloch, das man hier auf dem Satellitenbild als diesen riesigen blauen Fleck über der Antarktis sehen kann. Aber, und das ist die eigentliche
  44. Pointe dieser Geschichte, die Welt hat reagiert. Die Wissenschaft hat die Warnung ausgesprochen und die Politik hat gehandelt. Fast alle Länder der Welt
  45. haben sich zusammengeschlossen und diese schädlichen FCKW verboten. Und heute? Heute sehen wir, dass sich die Ozonschicht langsam, aber sicher wieder
  46. erholt. Ein fantastischer Beweis dafür, dass gemeinsames globales Handeln wirklich etwas bewirken kann. Und das bringt uns zu unserer letzten
  47. entscheidenden Frage für heute. Wenn wir es damals geschafft haben, eine globale Krise wie das Ozonloch gemeinsam zu lösen, können wir die Lehren daraus
  48. nicht auch auf die noch viel größere Herausforderung des Klimawandels anwenden? Eine Frage, über die es sich lohnt, intensiv nachzudenken.

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