Atmosphäre | Aufbau, Funktion & Zusammensetzung | Das musst du fürs Geographie Abitur wissen! Geographie Abitur https://www.youtube.com/watch?v=DT-XteJN8E8 Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Hey, in diesem Video geht es um den Aufbau, die Funktion und die Zusammensetzung der Atmosphäre. Als Atmosphäre wird die Lufthülle der 0:08 Erde bezeichnet. Wir starten mit dem Stockwerkbau der Atmosphäre. Die Atmosphäre ist die Gashülle der Erde, das heißt, sie reicht sehr hoch. Für das 0:17 Wetter ist aber vor allem die Troposphäre entscheidend. Ihre Mächtigkeit ist nicht überall gleich, denn an den Polen ist sie 0:25 niedriger mit etwa 9 km am Äquator aufgrund der höheren Energie durch die höhere Sonneneinstrahlung deutlich höher bis etwa 18 km. Das Ganze 0:36 ist auf Temperatur und Ausdehnung der Luft zurückzuführen. Dort, wo die Luft wärmer ist, dehnt sie sich stärker aus und genau deshalb ist die Troposphäre am 0:44 Äquator deutlich mächtiger als an den Polen. Allein das ist ein wichtiger Gedanke fürs Abi. Die Atmosphäre ist kein starres System, sondern reagiert 0:54 auf Temperaturunterschiede. Die Atmosphäre lässt sich in fünf Hauptschichten unterscheiden, welche sich in Druck, Temperatur und Höhe 1:01 unterscheiden. In der Troposphäre nimmt die Temperatur im Mittel mit der Höhe ab ungefähr 0,5 bis 0,7°CUS. Im Mittel sind das ungefähr 0,65°C 1:12 pro 100 m. Das erkennst du auch im Alltag. Wenn du in die Berge fährst, merkst du ziemlich schnell, dass es kälter wird. Genau dieser Zusammenhang 1:21 steckt dahinter. An der Tropopause der Grenze zur Stratosphäre werden sehr tiefe Temperaturen von ca. -35°CUS erreicht. Auf ca. 10 bis 20 km Höhe 1:34 befinden sich die Chatstreams, welche eine sehr große Rolle bei der globalen atmosphärischen Zirkulation spielen. Diese Chatstreams musst du nicht nur als 1:43 Fachbegriff kennen, sondern auch funktional einordnen können, denn sie beeinflussen Großwetterlagen und die Verlagerung von Tief und 1:50 Hochdruckgebieten. In der Stratosphäre steigt die Temperatur dann wieder auf +5° Cus an, vor allem wegen der Ozonschicht, die 1:58 UV-Strahlung absorbiert. Hier gibt es keine Luftfeuchte und somit auch keine Wolken. In der Troposphäre sinkt die Temperatur mit der Höhe. In das 2:06 Stratosphäre steigt sie wieder. Auf die Stratosphäre folgen die Mesosphäre, Thermosphäre und Exosphäre, bevor die Atmosphäre end der Weltraum beginnt. 2:18 Diese Schichten solltest du schon mal gehört haben, aber der Fokus liegt ganz klar auf der Troposphäre, da hier das Wettergeschehen stattfindet und der 2:25 Abgrenzung zur Stratosphäre aufgrund der Temperatur und der Ozonschicht. Die Luftdruck nimmt mit der Höhe stark ab. Das ist in der Darstellung als 2:34 Druckkurve zu erkennen. An der Erdoberfläche beträgt der Druck rund Hektopascal. Auf 10 km Höhe sind es ca. 250 Hektopascal und auf 50 km Höhe der 2:46 Höhe der Ozonschicht sind es ca. 1 Hektopascal. Das zeigt sehr deutlich, der größte Teil der Luftmasse befindet sich in den 2:54 unteren Atmosphärenschichten. Oder einfacher gesagt, je höher du gehst, desto weniger Luft ist noch über dir und desto geringer ist der Luftdruck, also 3:02 das Eigengicht der Luft. In der Abbildung siehst du den Aufbau der Atmosphäre. Das ist ein absolut klassische Abbildung, die du bestimmt 3:09 schon mal in dieser oder ähnlicher Form gesehen hast. Bevor du jetzt aber beginnst, hier Drucktemperatur aller Sphären auswendig zu lernen, würde ich 3:16 mich auf jeden Fall auf die Troposphäre und die Stratosphäre fokussieren und hier auch einfach mal meinen Atlas checken, denn oftmals ist diese 3:23 Abbildung zu finden relativ weit hinten. Den Aufbau, die Zusammensetzung und die Funktion der Atmosphäre benötigst du insbesondere bei Themen wie dem 3:32 Klimawandel, dem Dreipauseffekt, dem Wetter und Klimageschehen und der globalen atmosphärischen Zirkulation. Das ist wichtig, weil diese Grundlagen 3:40 in vielen Aufgaben nur vorausgesetzt werden. Wenn du also später über Treibhauseffekt, Ozonenwetter oder Zirkulation sprichst, musst du dir hier 3:48 einfach sicher sein. Genau deshalb lohnt es sich diesen Teil wirklich zu verstehen. Check also auf jeden Fall auch mal dein Atlas diesbezüglich. Die 3:56 Zusammensetzung der Atmosphäre. Stickstoff N2 ist der größte Anteil der Atmosphäre mit ca. 78,08%. Dann kommt Sauerstoff mit 20,95%. 4:10 Dann kommt Argon mit 0,93 %, Kohlenstoffdioxid mit 0,04% und andere Spurengase wie Methan, Distekoxide, FCKW, Kohlenmonoxid, Ozon 4:23 und Krypton mit ungefähr 0,02%. Und jetzt passiert hier oft ein klassischer Denkfehler, denn CO2 ist natürlich mengenmäßig ein sehr kleiner 4:32 Anteil. Das heißt aber auf gar keinen Fall, dass er unwichtig ist. Im Gegenteil, gerade Spurengase und eben auch Kohlenstoffdioxid 4:40 mit 0,04% haben eine enorme Wirkung, etwa beim Treibhauseffekt oder beim Ozonabbau. Fürs Abi ist entscheidend nicht nur auf 4:48 die Menge schauen, sondern vor allem auf die Funktion. Ein guter Vergleich ist hier oft das Nudelwasser. Salz im Nudelwasser hat eine kleine Menge, aber 4:57 verändert trotzdem das ganze System. Und so ähnlich musst du eben hier auch bei Spurengasen in der Atmosphäre denken. Ein zentraler Punkt, warum es relevant 5:05 ist über den Temperaturverlauf in der Atmosphäre Bescheid zu wissen, ist die Inversion. Das ist eine Schicht, in der die Temperatur nicht wie üblich abnimmt, 5:13 sondern wieder zunimmt und das Ganze wirkt wie ein Deckel. Dadurch werden Konvektionsvorgänge abgeblockt und wirkt wie eine Sperrschicht. Diese 5:21 Deckelwirkung ist extrem wichtig, denn wenn Luft nicht weiter aufsteigen kann, werden vertikale Austauschprozesse gebremst. Das kann z.B. dazu führen, 5:31 dass sich Nebel, Schadstoffe oder kalte Luft in Bodennähe länger halten. In der Stratosphäre gibt es daher keine Luftfeuchte und Wolken. Das erklärt 5:41 auch, warum Flugzeuge häufig in großen Höhen unterwegs sind. Dort ist die Luft in der Regel stabiler, weniger turbulent als in der wetteraktiven Troposphäre. 5:51 Die Troposphäre ist entscheidend für unser Wettergeschehen. Die Wolkenbildung, also Kondensation, findet auf Basis der Prozesse Advektion und 5:58 Konvektion statt. Das Wetter und Klimageschehen findet demnach hier statt in der Troposphäre. Advektion meint den horizontalen Lufttransport, also das 6:08 Heranführen von Luftmassen z.B. durch Wind. Die Konvektion bedeutet dabei vereinfacht den vertikalen Lufttransport, also das Aufsteigen 6:16 warmer Luft und das Absinken kälterer Luft. Beides zusammen ist für unsere Wetterlagen entscheidend. Wenn warme feuchte Luft herangeführt wird und 6:24 gleichzeitig aufsteigen kann, ist das eine ganz andere Ausgangslage als bei trockener absinkender Luft. Die Ozonchicht legt in der Stratosphäre also 6:33 ca. 15 bis 50 km hoch und schützt uns Menschen und die Lebewesen auf der Erde, indem sie einen großen Teil der schädlichen UVB und UVC Strahlung 6:42 absorbiert. Der Sauerstoff wird die solare Bestrahlung zum dreiigen Sauerstoff dem O3, das heißt Ozon. Wenn durch Anthropogene, also 6:52 menschengemachte Stoffe wie Fluchlorkohlenwasserstoff, also FCKW, der ab Ozonabbau verstärkt wird, kann es zu einem Ozonloch kommen. 7:01 Besonders ausgeprägt ist das in der Antarktis im Südwinter. Dabei ist das Ozon Loch kein wirkliches Loch im Sinne einer komplett leeren Stelle, sondern 7:10 ein Bereich mit stark verringerter Ozonkonzentration. Mehr UV-Strahlung erreicht dann die Artoberfläche, was Auswirkung auf 7:18 Gesundheit und Ökosystem haben kann, bis hin zu Schäden an Phytoplankton basierten Nahrungsnetzen wie in den Weltmeeren. Außerdem wird dadurch die 7:28 Funktion der CO2 Senke der Weltmeere negativ beeinträchtigt. Der androbogene Treibhauseffekt verstärkt sich weiter durch diesen Rückkopplungsprozess. 7:37 Die erhöhte UV-Strahlung führt bei Menschen zu Augenkrankheitung, einer Störung des Immunsystems und einem erhöhten Risiko von Hautkrebs. Hier wird 7:46 deutlich, wie stark in der Geografie alles miteinander zusammenhängt. Die Atmosphäre, Strahlung, Gesundheit, Ökosysteme, Klimasysteme lassen sich 7:54 nicht isoliert betrachten. Genau solche Ketten von Ursache und Wirkung machen in den Klausuren oft den Unterschied zwischen oberflächlichen Beschreibungen 8:02 und einer wirklich guten Analyse. Und genau deshalb ist die Atmosphäre auch viel mehr als nur Luft um die Erde. Sie ist ein Schutzschild, Transportmedium, 8:12 Energiesystem, die Grundlage für Wetter und Klima und die Grundlage des Menschen. Wenn du diesen Teil verstanden hast, wird dir ganz viel vieles von dem, 8:20 was danach kommt, der Treibhauseffekt, die globale Zirkulation, der Klimawandel und auch Wetterkarten deutlich leichter fallen. Schreib mir gerne mal in die 8:28 Kommentare, welcher Begriff ist für dich denn gerade noch am schwierigsten? Inversion, Advektion, Konvektion oder die Ozonschicht? Dann sehe ich direkt zu 8:36 welchem Punkt ich als nächstes ein kurzes Extra Video erstellen kann. Und wenn du noch mehr Videos möchtest, like gerne dieses Video und abonniere den 8:43 Kanal. Ich freue mich immer sehr über liebe Kommentare. Wenn du die beste Vorbereitung auf dein Geografieabitur möchtest, kurze Zusammenfassungen, 8:50 Quizse, Lernkarten, typische Abituraufgaben und so weiter, dann melde dich gern bei dem Link an. Es ist nicht mehr die Warteliste, sondern es ist der 9:00 Link für den Geoabikurs Badenwürtemberberg in der Beschreibung. Viel Erfolg beim Lernen.