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Verwundbarkeit von Räumen durch Naturgefahren | Vulnerabilität | Resilienz Geographie Abitur BW 2026
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 102 Zeilen
- Hey, am Ende dieses Videos kannst du die Verwundbarkeit von Räumen durch Naturgefahren erläutern. Abiturrelevante Begriffe, die du in diesem Video
- kennenlernen wirst, sind Risiko, Hazard, Verwundbarkeit und Vulnerabilität, Widerstandsfähigkeit und Resilienz und noch ein paar mehr, um das Ganze auch
- mit Fachbegriffen sehr gut erklären zu können. Ein starkes Erdbeben mit der Stärke 7,0 trifft zwei Länder. In Land A gibt es 300.000 1000 Tote in Land B
- weniger als 1000. Wie kann das sein? Was könnte also der Unterschied für solche hohen Differenzen bei den Auswirkungen im Bezug auf die Tote sein?
- Naturereignisse gibt es ständig, ob das Erdbeben sind, Stürme, Hochwasserd, Dürre, aber nicht jedes Naturereignis wird automatisch auch zur Katastrophe.
- Entscheidend ist, wie stark Menschen oder auch Sachgüter betroffen sind und wie gut ein Raum damit umgehen kann. Genau darum geht es heute um Hazard,
- Risiko, Vulnerabilität und Resilienz. Und wir schauen uns das am Ende an den Fallbeispielen oder an dem Raumbeispiel Chile und Haiti genauer an.
- Naturereignis, Naturgefahr, Hazard. Was ist jetzt eigentlich der Unterschied? Ein Naturereignis ist zunächst ein natürliches Geschehen, z.B. ein
- Erdbeben, ein Vulkanausbruch oder ein Sturm oder wie hier in dem Bild zu sehen, ein Waldbrand. Erst wenn dadurch Menscheninfrastruktur oder
- wirtschaftliche Werte geschädigt werden, sprechen sprechen wir von einer Naturgefahr bzw. einem Hazard. Hazard bedeutet also die Gefährdung, also die
- Gefahr, die von einem Naturereignis ausgeht, Schaden zu verursachen. Und das ist der zentrale Punkt eben nicht das Ereignis, also das Naturereignis allein
- macht die Katastrophe, sondern erst wenn es zu einer Naturgefahr wird, also Auswirkung auf Gesellschaft und Raum hat.
- Außerdem ist eine Unterteilung in verschiedene Gruppen von Naturgefahren möglich, z.B. Wettung, Klima, z.B. Hhael, starkregen, Hitze, Kälte, Düre,
- Stürme, dann die Hydrologie, also alles was mit Wasser zu tun hat, Meeresspiegelanstieg, Hochwasser, Tsunami, Lawine oder Mure. Wir haben die
- Geologie, also Massenbewegungen, Felssturz, Erdbeben, Vulkane und die Biologies, was wie invasive Arten, Schädlinge, Krankheiten.
- Die Exposition beschreibt, wie stark Menschen und Sachwerte einer Naturgefahr ausgesetzt sind. Als einfaches Beispiel, wir in Deutschland haben super selten
- Erdbeben. In Japan, was an der Plattengrenze liegt, super häufig Erdbeben. Das heißt, die Exposition von Japan ist deutlich höher als die
- Exposition von Deutschland. Ein starkes Erdbeben in einer unbewohnten Region ist gefährlich, aber die Schäden bleiben oftmals eben begrenzt. Ein schwacheres
- Beben in der dicht besiedelten Stadt dagegen kann eben verherend sein. Die Exposition ist also die Betroffenheit im Raum. Vulnerabilität bedeutet
- Verwundbarkeit. und meint eben hier die gesellschaftliche Verwundbarkeit. Sie hängt ab von zwei Kernbereichen, der
- Anfälligkeit, also wie wahrscheinlich Schäden eintreten und der Mangel an Bewältigungs und Anpassungskapazität. Dabei ist wichtig zu unterscheiden, die
- Bewältigungskapazität ist die Fähigkeit im akuten Ereignis schnell reagieren zu können, um Schäden zu begrenzen. Die Anpassungskapazität
- ist die Fähigkeit, langfristige Strukturen aufzubauen, die zukünftige Schäden reduzieren. Also eigentlich man lernt aus der Naturgefahr, die eben
- entsprechend bereits große Auswirkungen hatte und ähm zukünftige Naturereignisse sind dann eben viel weniger häufig naturgefahren.
- Das Risiko entsteht aus der Kombination von Exposition und Vulnerabilität. Und je schwächer die Anpassungskapazität beispielsweise ausgeprägt ist, desto
- höher ist die Vulnerabilität. Erst aus dieser Verbindung ergibt sich, wie hoch die Gefahr ist, dass ein Naturereignis tatsächlich zu schweren
- Schäden führt. Und deshalb kann ein Land mit hoher Exposition trotzdem ein mittleres Risiko haben, wenn eben seine Resilienz hoch ist. Wir sehen hier
- beispielsweise das Auftreffen eines Tsunamis vom 26. Dezember 2004 auf die Küste Thailands hier bei Aonang. Und was äh hier natürlich fatal ist, die Welle
- bricht rein und Menschen stehen hier noch entsprechend. Das heißt, hier hat auf jeden Fall ein frühwahensystem nicht gut funktioniert.
- Resilienz. Resilienz ist die Widerstandskraft und sie macht eben aus, dass manche Staaten Krisen besser bewältigen können als andere. Länder mit
- einem guten Gesundheitssystem, mit guten, schnellen, effektiven und geübten Frühwahensystem und Katastrophenschutzplänen
- haben eine höhere Resilienz, eine geringere Vulnerabilität und damit meist ein geringeres Risiko, auch wenn sie eine hohe Exposition haben. Die
- Naturgefahr selbst kann der Menschen nicht verhindern, aber die Verwundbarkeit kann er aktiv senken, indem er eben das Risiko reduziert.
- Weltweit zeigt sich, dass Naturgefahren nicht gleichmäßig verteilt sind. In deinem Atlas findest du sicherlich eine Karte zu Naturgefahren. Das heißt,
- pausiere bitte das Video jetzt gerne hier. Suche eine Karte in deinem Atlas zu Naturgefahren und schau dir mal an. Besonders auffällig sind eben Erdbeben
- und Vulkangürtel an Plattengrenzen, tropische Wirbelstäum Stürme in bestimmten Meeresräumen, weil einfach da die optimale Wassertemperatur vorliegen
- und die Sturmflutgefährdung der Küste und aber auch Regionen mit Dürre oder Meeresspiegelanstieg. Naturgefahren sind also immer eine Frage
- der räumlichen Lage. Es gibt sehr viele verschiedene Naturgefahren und die Übersicht zur Massenbewegung ordnet verschiedene Prozesse nach Art des
- Materials, also Festgestein oder Lockermaterial, der Bewegungsart fließend, kleitend oder stürzend, der Geschwindigkeit und dem Wassergehalt.
- Das ist wichtig, weil nicht jede Hangbewegung gleich funktioniert. Bei Festgestein treten eher Bergstürze oder Steinlawinen auf. bei Lockermaterial
- eher Rutschungen, Schlammströme, Schutzströme und Bodenfließen. Auch hier zeigt sich die konkrete Naturgefahr hängt stark von den naturräumlichen
- Bedingungen ab, ob es sich dann eben entsprechend für den Menschen und Sachwerte negativ auswirkt oder nicht. Weltweit steigt die Zahl globaler
- Schadensereignisse. Wir haben hier schon eine deutliche Schadenszunahme von 1920 bis 2000 zu verzeichnen, aber auch von 2000 bis 2019. ist es noch mal deutlich
- angestiegen. Sichtbar ist also insgesamt ein ansteigender Trend, vor allem was Wetter und Wasser bezogene Ereignisse angeht, wie Stürme, Überschwemmungen,
- Düre und Hitzewellen, was eben auf den anthropogenen Klimawandel zurückzuführen ist. Mehr Schadensereignisse bedeutet übrigens nicht automatisch, dass
- Naturprozesse plötzlich stärker geworden sind, sondern es hat oftmals auch eine bessere Erfassung, eine zunehmende Besiedlung auch gefährder Räume und
- steigender Sachwerte eine Rolle. Wenn man ausgewählte Staaten genauer anschaut, wird relativ schnell klar, dass Länder wie Vanuatu, Tonga oder
- Dominika eine sehr hohe Exposition haben. Auch Japan ist hoch exponiert. Wenn man die Länder dann aber entsprechend noch mal vergleicht, haben
- sie trotzdem ein sehr unterschiedliches Risiko aufgrund der Vulnerabilität. Deutschland dagegen ist eben sehr gering exponiert. Spannend ist hier der
- Weltrisikoindex. Auch der sollte in deinem Atlas zu finden sein. Risiko entsteht durch Exposition und Vulnerabilität und ein Start kann sehr
- stark exponiert sein, aber durch eine gute Vorsorge ein vergleichgeweises geringes Risiko haben und umgekehrt kann ein Staat mit geringer Exposition durch
- hohe Verwundbarkeit sehr stark gefährdet sein. Wie lässt sich jetzt die Resilienz von einzelnen Staaten verbessern? intakte Ökosysteme schützen und pflegen.
- Gerade Wälder, Mankroven, Feuchtgebiete, Dühnen können eine Schutzfunktion gegen Naturgefahren übernehmen. Sie wirken als natürlicher Puffer, dämpfen, Wellen,
- bremsen Wind, stabilisieren Böden und speichern Wasser. Wenn solche Ökosysteme zerstört werden, z.B. durch Bebuung von Küsten, Abholzung oder Entwässerung,
- steigt das Katastrophenrisiko. Der Raum verliert seine natürliche Schutzwirkung und damit seine Resilienz. Genau das ist ein wichtiger
- Prüfungsaspekt im Abitur. Natur und Gesellschaftssysteme greifen immer ineinander. Auch verbesserte und vorhersage basierte Katastrophenhilfe
- kann langfristig einen großen Unterschied machen. Und die Idee dahinter ist, Frühwahensysteme und Prognose zu nutzen, um Maßnahmen vor dem
- Eintreten des Ereignisses auszulösen, z.B. Evakuierungen, Materialbereitstellungen oder Schutz kritischer Infrastruktur wie
- beispielsweise Krankenhäuser. Katastrophenschutzpläne trainieren und das Risiko Bewusstsein in der Bevölkerung erhöhen ist ein extrem guter
- Hebel, um die Resilienz zu verbessern. Das alles sind direkte Hebel zur Senkung der Vulnerabilität, weil eben dadurch die Bewältigungskapazität im Ernstfall
- steigt. Wir vergleichen jetzt Haiti und Chile. Beide Länder waren 2010 von schweren Erdbeben getroffen, aber die Folgen
- waren extrem unterschiedlich. Genau daran lassen sich Vulnerabilität, Resilienz und Risiko nämlich hervorragend erklären. Beide Staaten
- liegen an aktiven Plattenrenzen und sind deshalb grundsätzlich exponiert gegenüber Erdbeben. Chile liegt der Subduktionszone an der Westküste
- Südamerikas und dort taucht eine ozeanische Platte unter die südamerikanische Platte ab. Das führt zu extremen Spannungsaufbau und sehr
- starken Erdbeben. Haiti liegt in der Karibik an der tektonisch aktiven Platengrenze mit seitlicher Plattenbewegung und komplexen
- Störungszonen. Hier ist es in der Transformstörung sehr simpel dargestellt. Schaut ihr gern mal im Atlas auch die Platte entsprechend an in
- der Karibik. Das sind sehr spannende Verhältnisse, die dort herrschen. In beiden Fällen ist die Hasszeite also hoch, aber das erklärt noch lange nicht
- die Opferzahlen. Entscheidend ist nämlich die gesellschaftliche Verwundbarkeit. Wenn wir die beiden Erdbeben miteinander vergleichen, haben
- wir einen brutal deutlichen Befund, nämlich Chile hat eine Magnitude von 8,8 und ca. 700 Toten, ca. 2 Millionen Obdachlosen und der materielle Schaden
- wird auf 30 Milliarden US-Dollar geschätzt. In Haiti hatte es eine Magnitude von 7,0, aber ca. 220 000 Tote. Obdachlose waren ca. 1,85
- Millionen und der geschätzte materielle Schaden lag bei ca. 8 Milliarden US-Dollarn. Warum waren also die Folgen so unterschiedlich? Zunächst vergleichen
- wir einige zentrale Strukturdaten. Das ist immer total wichtig, dass du dir die Strukturdaten dann entsprechend anschaust. Im Abitur hast du das auch
- häufig in der Tabelle dann gegeben. Wir schauen uns jetzt die Strukturdaten von 2010 an, nicht die aktuellen, damit wir es eben in Bezug auf das Erdbeben
- vergleichen können. Chile hat eine Bevölkerung von 17 Millionen, HIT 10 Millionen. Das BNE pro Kopf ist in Chile mit 14311
- USDLAR KKP deutlich höher als Haiti mit 1151 USDAR. Die öffentliche Gesundheitsausgabe pro Kopflagen in
- Chile bei 863$ und in Haiti bei 58$. Die der Korruptionsindex Chile liegt auf Platz 21, Haiti auf 146.
- Der HDE liegt den Chile bei 0,805 und den HIT bei 0,454. Und das zeigt eben Chile hatte eine deutlich stärkige staatliche und
- gesellschaftliche Handlungsfähigkeit. ist insgesamt ein deutlich wohlhabenderes Land und hat somit eben bessere Schutzsysteme und somit eine
- deutlich geringere Vulnerabilität, obwohl das Erdbeben eine deutlich höhere Magnitude hatte. Nach dem Ereignis wurden viel in den Katastrophenschutz
- investiert, in Chile, in Haiti Leiter nicht. Das heißt, in Chile wurden Evakuierungsroen markiert, Sicherheits- und Warnhinweise angebracht, Schulen und
- kritische Einrichtungen in gefährdeten Bereichen nicht mehr gleichgebaut wie vorher und eine Katastrophenvorsorge wurde gesellschaftlich breit verankert,
- auch in Bildungszwecken. Das ist ein klares Beispiel für eine Anpassungskapazität und steigende Resilienz. Haiti dagegen hatte eine
- massive Katastrophenlage. Viele Menschen lebten bereits in prekären Verhältnissen. Die Gebäude waren schlecht gebaut und wurden auch schlecht
- wieder aufgebaut. Die Infrastruktur und Rettungssysteme sind schwach. Stromkommunikations und Verkehrsnetze sind komplett zusammengebrochen und der
- Wiederaufbau hat sehr sehr lange gedauert und auch 10 Jahre danach zeigt sich, dass Haiti noch nicht geschafft hat, wieder auf den Stand ähm von vor 10
- Jahren zu kommen. Hier zeigt sich hohe Vulnerabilität in fast allen Bereichen im Bezug auf die soziale Lage, die Bausubstanz, die Infrastruktur, das
- Gesundheitswesen und das Krisenmanagement. Okay, jetzt schauen wir gemeinsam, was du bisher kannst. Überprüfe bitte dein
- Wissen. Stell dir einen Timer auf 5 Minuten und stoppe das Video. Löse die Aufgabe bitte in Stichpunkten. Definiere zunächst die Begriffe
- Naturereignis, Naturgefahr, Hessert, Exposition, Vulnerabilität und Resilienz. Erkläre dann den Zusammenhang zwischen diesen Begriffen und dem
- Risiko. Hier hast du einige Stichpunkte in Bezug auf die Lösung. sind natürlich sehr kurzdefinitionen. Du darfst es gerne
- auch ein bisschen ausfülliger machen. Ähm spul dafür gerne auch auf die entsprechenden Folien im Video zurück und schau dir das noch mal an. Ergänze,
- [schnauben] falls nötig. Und dann gehen wir direkt Zusammenfassung über. Wir fassen zusammen, was du gelernt hast. Du hast gelernt, dass Naturgefahren
- räumlich ungleich verteilt sind und stark von der Lage und naturräumlichen Bedingungen abhängen. Das Risiko ist nicht identisch mit der Naturgefahr. Es
- entsteht aus Exposition und Vulnerabilität. Resilienz kann aktiv aufgebaut werden durch Vorsorge, Infrastruktur, Bildung, Frühwahnsysteme
- und den Schutz natürlicher Ökosysteme. Der Vergleich zwischen Chile und Haiti zeigt als Raumbeispiel perfekt, warum ein stärkeres Erdbeben nicht automatisch
- mehr Todesopfer bedeutet. entscheidend ist, wie verwundbar ein Raum ist und auch welche Anpassungsstrategien auf solche ähm Naturgefahren folgen. Im
- Abitur geht es übrigens primär nicht ums Auswendig lernen, sondern darum Zusammenhänge zu erklären und zu verstehen. Prüfe daher immer, ob du dein
- Wissen auch anwenden kannst. Wir haben jetzt gemeinsam den Bildungsstand Verwundbarkeit von Räumen durch Naturgefahren erläutern abgehakt. Und
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