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Verwundbarkeit von Räumen durch Naturgefahren | Vulnerabilität | Resilienz Geographie Abitur BW 2026

Geographie Abitur14:34 1.848 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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  1. Hey, am Ende dieses Videos kannst du die Verwundbarkeit von Räumen durch Naturgefahren erläutern. Abiturrelevante Begriffe, die du in diesem Video
  2. kennenlernen wirst, sind Risiko, Hazard, Verwundbarkeit und Vulnerabilität, Widerstandsfähigkeit und Resilienz und noch ein paar mehr, um das Ganze auch
  3. mit Fachbegriffen sehr gut erklären zu können. Ein starkes Erdbeben mit der Stärke 7,0 trifft zwei Länder. In Land A gibt es 300.000 1000 Tote in Land B
  4. weniger als 1000. Wie kann das sein? Was könnte also der Unterschied für solche hohen Differenzen bei den Auswirkungen im Bezug auf die Tote sein?
  5. Naturereignisse gibt es ständig, ob das Erdbeben sind, Stürme, Hochwasserd, Dürre, aber nicht jedes Naturereignis wird automatisch auch zur Katastrophe.
  6. Entscheidend ist, wie stark Menschen oder auch Sachgüter betroffen sind und wie gut ein Raum damit umgehen kann. Genau darum geht es heute um Hazard,
  7. Risiko, Vulnerabilität und Resilienz. Und wir schauen uns das am Ende an den Fallbeispielen oder an dem Raumbeispiel Chile und Haiti genauer an.
  8. Naturereignis, Naturgefahr, Hazard. Was ist jetzt eigentlich der Unterschied? Ein Naturereignis ist zunächst ein natürliches Geschehen, z.B. ein
  9. Erdbeben, ein Vulkanausbruch oder ein Sturm oder wie hier in dem Bild zu sehen, ein Waldbrand. Erst wenn dadurch Menscheninfrastruktur oder
  10. wirtschaftliche Werte geschädigt werden, sprechen sprechen wir von einer Naturgefahr bzw. einem Hazard. Hazard bedeutet also die Gefährdung, also die
  11. Gefahr, die von einem Naturereignis ausgeht, Schaden zu verursachen. Und das ist der zentrale Punkt eben nicht das Ereignis, also das Naturereignis allein
  12. macht die Katastrophe, sondern erst wenn es zu einer Naturgefahr wird, also Auswirkung auf Gesellschaft und Raum hat.
  13. Außerdem ist eine Unterteilung in verschiedene Gruppen von Naturgefahren möglich, z.B. Wettung, Klima, z.B. Hhael, starkregen, Hitze, Kälte, Düre,
  14. Stürme, dann die Hydrologie, also alles was mit Wasser zu tun hat, Meeresspiegelanstieg, Hochwasser, Tsunami, Lawine oder Mure. Wir haben die
  15. Geologie, also Massenbewegungen, Felssturz, Erdbeben, Vulkane und die Biologies, was wie invasive Arten, Schädlinge, Krankheiten.
  16. Die Exposition beschreibt, wie stark Menschen und Sachwerte einer Naturgefahr ausgesetzt sind. Als einfaches Beispiel, wir in Deutschland haben super selten
  17. Erdbeben. In Japan, was an der Plattengrenze liegt, super häufig Erdbeben. Das heißt, die Exposition von Japan ist deutlich höher als die
  18. Exposition von Deutschland. Ein starkes Erdbeben in einer unbewohnten Region ist gefährlich, aber die Schäden bleiben oftmals eben begrenzt. Ein schwacheres
  19. Beben in der dicht besiedelten Stadt dagegen kann eben verherend sein. Die Exposition ist also die Betroffenheit im Raum. Vulnerabilität bedeutet
  20. Verwundbarkeit. und meint eben hier die gesellschaftliche Verwundbarkeit. Sie hängt ab von zwei Kernbereichen, der
  21. Anfälligkeit, also wie wahrscheinlich Schäden eintreten und der Mangel an Bewältigungs und Anpassungskapazität. Dabei ist wichtig zu unterscheiden, die
  22. Bewältigungskapazität ist die Fähigkeit im akuten Ereignis schnell reagieren zu können, um Schäden zu begrenzen. Die Anpassungskapazität
  23. ist die Fähigkeit, langfristige Strukturen aufzubauen, die zukünftige Schäden reduzieren. Also eigentlich man lernt aus der Naturgefahr, die eben
  24. entsprechend bereits große Auswirkungen hatte und ähm zukünftige Naturereignisse sind dann eben viel weniger häufig naturgefahren.
  25. Das Risiko entsteht aus der Kombination von Exposition und Vulnerabilität. Und je schwächer die Anpassungskapazität beispielsweise ausgeprägt ist, desto
  26. höher ist die Vulnerabilität. Erst aus dieser Verbindung ergibt sich, wie hoch die Gefahr ist, dass ein Naturereignis tatsächlich zu schweren
  27. Schäden führt. Und deshalb kann ein Land mit hoher Exposition trotzdem ein mittleres Risiko haben, wenn eben seine Resilienz hoch ist. Wir sehen hier
  28. beispielsweise das Auftreffen eines Tsunamis vom 26. Dezember 2004 auf die Küste Thailands hier bei Aonang. Und was äh hier natürlich fatal ist, die Welle
  29. bricht rein und Menschen stehen hier noch entsprechend. Das heißt, hier hat auf jeden Fall ein frühwahensystem nicht gut funktioniert.
  30. Resilienz. Resilienz ist die Widerstandskraft und sie macht eben aus, dass manche Staaten Krisen besser bewältigen können als andere. Länder mit
  31. einem guten Gesundheitssystem, mit guten, schnellen, effektiven und geübten Frühwahensystem und Katastrophenschutzplänen
  32. haben eine höhere Resilienz, eine geringere Vulnerabilität und damit meist ein geringeres Risiko, auch wenn sie eine hohe Exposition haben. Die
  33. Naturgefahr selbst kann der Menschen nicht verhindern, aber die Verwundbarkeit kann er aktiv senken, indem er eben das Risiko reduziert.
  34. Weltweit zeigt sich, dass Naturgefahren nicht gleichmäßig verteilt sind. In deinem Atlas findest du sicherlich eine Karte zu Naturgefahren. Das heißt,
  35. pausiere bitte das Video jetzt gerne hier. Suche eine Karte in deinem Atlas zu Naturgefahren und schau dir mal an. Besonders auffällig sind eben Erdbeben
  36. und Vulkangürtel an Plattengrenzen, tropische Wirbelstäum Stürme in bestimmten Meeresräumen, weil einfach da die optimale Wassertemperatur vorliegen
  37. und die Sturmflutgefährdung der Küste und aber auch Regionen mit Dürre oder Meeresspiegelanstieg. Naturgefahren sind also immer eine Frage
  38. der räumlichen Lage. Es gibt sehr viele verschiedene Naturgefahren und die Übersicht zur Massenbewegung ordnet verschiedene Prozesse nach Art des
  39. Materials, also Festgestein oder Lockermaterial, der Bewegungsart fließend, kleitend oder stürzend, der Geschwindigkeit und dem Wassergehalt.
  40. Das ist wichtig, weil nicht jede Hangbewegung gleich funktioniert. Bei Festgestein treten eher Bergstürze oder Steinlawinen auf. bei Lockermaterial
  41. eher Rutschungen, Schlammströme, Schutzströme und Bodenfließen. Auch hier zeigt sich die konkrete Naturgefahr hängt stark von den naturräumlichen
  42. Bedingungen ab, ob es sich dann eben entsprechend für den Menschen und Sachwerte negativ auswirkt oder nicht. Weltweit steigt die Zahl globaler
  43. Schadensereignisse. Wir haben hier schon eine deutliche Schadenszunahme von 1920 bis 2000 zu verzeichnen, aber auch von 2000 bis 2019. ist es noch mal deutlich
  44. angestiegen. Sichtbar ist also insgesamt ein ansteigender Trend, vor allem was Wetter und Wasser bezogene Ereignisse angeht, wie Stürme, Überschwemmungen,
  45. Düre und Hitzewellen, was eben auf den anthropogenen Klimawandel zurückzuführen ist. Mehr Schadensereignisse bedeutet übrigens nicht automatisch, dass
  46. Naturprozesse plötzlich stärker geworden sind, sondern es hat oftmals auch eine bessere Erfassung, eine zunehmende Besiedlung auch gefährder Räume und
  47. steigender Sachwerte eine Rolle. Wenn man ausgewählte Staaten genauer anschaut, wird relativ schnell klar, dass Länder wie Vanuatu, Tonga oder
  48. Dominika eine sehr hohe Exposition haben. Auch Japan ist hoch exponiert. Wenn man die Länder dann aber entsprechend noch mal vergleicht, haben
  49. sie trotzdem ein sehr unterschiedliches Risiko aufgrund der Vulnerabilität. Deutschland dagegen ist eben sehr gering exponiert. Spannend ist hier der
  50. Weltrisikoindex. Auch der sollte in deinem Atlas zu finden sein. Risiko entsteht durch Exposition und Vulnerabilität und ein Start kann sehr
  51. stark exponiert sein, aber durch eine gute Vorsorge ein vergleichgeweises geringes Risiko haben und umgekehrt kann ein Staat mit geringer Exposition durch
  52. hohe Verwundbarkeit sehr stark gefährdet sein. Wie lässt sich jetzt die Resilienz von einzelnen Staaten verbessern? intakte Ökosysteme schützen und pflegen.
  53. Gerade Wälder, Mankroven, Feuchtgebiete, Dühnen können eine Schutzfunktion gegen Naturgefahren übernehmen. Sie wirken als natürlicher Puffer, dämpfen, Wellen,
  54. bremsen Wind, stabilisieren Böden und speichern Wasser. Wenn solche Ökosysteme zerstört werden, z.B. durch Bebuung von Küsten, Abholzung oder Entwässerung,
  55. steigt das Katastrophenrisiko. Der Raum verliert seine natürliche Schutzwirkung und damit seine Resilienz. Genau das ist ein wichtiger
  56. Prüfungsaspekt im Abitur. Natur und Gesellschaftssysteme greifen immer ineinander. Auch verbesserte und vorhersage basierte Katastrophenhilfe
  57. kann langfristig einen großen Unterschied machen. Und die Idee dahinter ist, Frühwahensysteme und Prognose zu nutzen, um Maßnahmen vor dem
  58. Eintreten des Ereignisses auszulösen, z.B. Evakuierungen, Materialbereitstellungen oder Schutz kritischer Infrastruktur wie
  59. beispielsweise Krankenhäuser. Katastrophenschutzpläne trainieren und das Risiko Bewusstsein in der Bevölkerung erhöhen ist ein extrem guter
  60. Hebel, um die Resilienz zu verbessern. Das alles sind direkte Hebel zur Senkung der Vulnerabilität, weil eben dadurch die Bewältigungskapazität im Ernstfall
  61. steigt. Wir vergleichen jetzt Haiti und Chile. Beide Länder waren 2010 von schweren Erdbeben getroffen, aber die Folgen
  62. waren extrem unterschiedlich. Genau daran lassen sich Vulnerabilität, Resilienz und Risiko nämlich hervorragend erklären. Beide Staaten
  63. liegen an aktiven Plattenrenzen und sind deshalb grundsätzlich exponiert gegenüber Erdbeben. Chile liegt der Subduktionszone an der Westküste
  64. Südamerikas und dort taucht eine ozeanische Platte unter die südamerikanische Platte ab. Das führt zu extremen Spannungsaufbau und sehr
  65. starken Erdbeben. Haiti liegt in der Karibik an der tektonisch aktiven Platengrenze mit seitlicher Plattenbewegung und komplexen
  66. Störungszonen. Hier ist es in der Transformstörung sehr simpel dargestellt. Schaut ihr gern mal im Atlas auch die Platte entsprechend an in
  67. der Karibik. Das sind sehr spannende Verhältnisse, die dort herrschen. In beiden Fällen ist die Hasszeite also hoch, aber das erklärt noch lange nicht
  68. die Opferzahlen. Entscheidend ist nämlich die gesellschaftliche Verwundbarkeit. Wenn wir die beiden Erdbeben miteinander vergleichen, haben
  69. wir einen brutal deutlichen Befund, nämlich Chile hat eine Magnitude von 8,8 und ca. 700 Toten, ca. 2 Millionen Obdachlosen und der materielle Schaden
  70. wird auf 30 Milliarden US-Dollar geschätzt. In Haiti hatte es eine Magnitude von 7,0, aber ca. 220 000 Tote. Obdachlose waren ca. 1,85
  71. Millionen und der geschätzte materielle Schaden lag bei ca. 8 Milliarden US-Dollarn. Warum waren also die Folgen so unterschiedlich? Zunächst vergleichen
  72. wir einige zentrale Strukturdaten. Das ist immer total wichtig, dass du dir die Strukturdaten dann entsprechend anschaust. Im Abitur hast du das auch
  73. häufig in der Tabelle dann gegeben. Wir schauen uns jetzt die Strukturdaten von 2010 an, nicht die aktuellen, damit wir es eben in Bezug auf das Erdbeben
  74. vergleichen können. Chile hat eine Bevölkerung von 17 Millionen, HIT 10 Millionen. Das BNE pro Kopf ist in Chile mit 14311
  75. USDLAR KKP deutlich höher als Haiti mit 1151 USDAR. Die öffentliche Gesundheitsausgabe pro Kopflagen in
  76. Chile bei 863$ und in Haiti bei 58$. Die der Korruptionsindex Chile liegt auf Platz 21, Haiti auf 146.
  77. Der HDE liegt den Chile bei 0,805 und den HIT bei 0,454. Und das zeigt eben Chile hatte eine deutlich stärkige staatliche und
  78. gesellschaftliche Handlungsfähigkeit. ist insgesamt ein deutlich wohlhabenderes Land und hat somit eben bessere Schutzsysteme und somit eine
  79. deutlich geringere Vulnerabilität, obwohl das Erdbeben eine deutlich höhere Magnitude hatte. Nach dem Ereignis wurden viel in den Katastrophenschutz
  80. investiert, in Chile, in Haiti Leiter nicht. Das heißt, in Chile wurden Evakuierungsroen markiert, Sicherheits- und Warnhinweise angebracht, Schulen und
  81. kritische Einrichtungen in gefährdeten Bereichen nicht mehr gleichgebaut wie vorher und eine Katastrophenvorsorge wurde gesellschaftlich breit verankert,
  82. auch in Bildungszwecken. Das ist ein klares Beispiel für eine Anpassungskapazität und steigende Resilienz. Haiti dagegen hatte eine
  83. massive Katastrophenlage. Viele Menschen lebten bereits in prekären Verhältnissen. Die Gebäude waren schlecht gebaut und wurden auch schlecht
  84. wieder aufgebaut. Die Infrastruktur und Rettungssysteme sind schwach. Stromkommunikations und Verkehrsnetze sind komplett zusammengebrochen und der
  85. Wiederaufbau hat sehr sehr lange gedauert und auch 10 Jahre danach zeigt sich, dass Haiti noch nicht geschafft hat, wieder auf den Stand ähm von vor 10
  86. Jahren zu kommen. Hier zeigt sich hohe Vulnerabilität in fast allen Bereichen im Bezug auf die soziale Lage, die Bausubstanz, die Infrastruktur, das
  87. Gesundheitswesen und das Krisenmanagement. Okay, jetzt schauen wir gemeinsam, was du bisher kannst. Überprüfe bitte dein
  88. Wissen. Stell dir einen Timer auf 5 Minuten und stoppe das Video. Löse die Aufgabe bitte in Stichpunkten. Definiere zunächst die Begriffe
  89. Naturereignis, Naturgefahr, Hessert, Exposition, Vulnerabilität und Resilienz. Erkläre dann den Zusammenhang zwischen diesen Begriffen und dem
  90. Risiko. Hier hast du einige Stichpunkte in Bezug auf die Lösung. sind natürlich sehr kurzdefinitionen. Du darfst es gerne
  91. auch ein bisschen ausfülliger machen. Ähm spul dafür gerne auch auf die entsprechenden Folien im Video zurück und schau dir das noch mal an. Ergänze,
  92. [schnauben] falls nötig. Und dann gehen wir direkt Zusammenfassung über. Wir fassen zusammen, was du gelernt hast. Du hast gelernt, dass Naturgefahren
  93. räumlich ungleich verteilt sind und stark von der Lage und naturräumlichen Bedingungen abhängen. Das Risiko ist nicht identisch mit der Naturgefahr. Es
  94. entsteht aus Exposition und Vulnerabilität. Resilienz kann aktiv aufgebaut werden durch Vorsorge, Infrastruktur, Bildung, Frühwahnsysteme
  95. und den Schutz natürlicher Ökosysteme. Der Vergleich zwischen Chile und Haiti zeigt als Raumbeispiel perfekt, warum ein stärkeres Erdbeben nicht automatisch
  96. mehr Todesopfer bedeutet. entscheidend ist, wie verwundbar ein Raum ist und auch welche Anpassungsstrategien auf solche ähm Naturgefahren folgen. Im
  97. Abitur geht es übrigens primär nicht ums Auswendig lernen, sondern darum Zusammenhänge zu erklären und zu verstehen. Prüfe daher immer, ob du dein
  98. Wissen auch anwenden kannst. Wir haben jetzt gemeinsam den Bildungsstand Verwundbarkeit von Räumen durch Naturgefahren erläutern abgehakt. Und
  99. wenn du noch mehr Videos möchtest, like dieses Video, gerne abonniere den Kanal und ich freue mich sehr über liebe Kommentare. Wenn du die beste
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