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Sturm auf die Bastille - Eskalation der Generalstände

Geschichte - simpleclub5:59 640.337 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 53 Zeilen
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  1. Salute, heute geht’s um die erste Eskalation bei der französischen Revolution! Schaut euch unbedingt noch unser Video zu den Anfängen der Französischen Revolution
  2. an. Also, unsere Ausgangslage schaut so aus:
  3. In Frankreich gibt’s ne Finanzkrise und den Leuten geht’s dreckig. König Ludwig der 16.
  4. Hat die Generalstände einberufen. 1789 sind also Vertreter aller drei Stände zusammengekommen: Vertreter des Klerus, Vertreter
  5. des Adels, Vertreter der einfachen Leute. Die diskutieren über die Krise und versuchen die Probleme zu Lösen.
  6. Bei der Abstimmung hat jede Gruppe eine Stimme. Das ist ziemlich unfair, weil die einfachen Leute 95% der Bevölkerung ausmachen, aber
  7. nur ein Drittel der Stimmen haben. Das führt jetzt dazu, dass jeder Vorschlag der einfachen Bevölkerung von Adel und Klerus
  8. überstimmt werden kann. Egal welcher Steuervorschlag eingebracht wurde, es steht immer 2 zu 1 gegen die einfache Bevölkerung.
  9. Der Dritte Stand will jetzt, dass das Stimmensystem fairer wird. Die gehen also zum König und bitten darum, mehr Stimmen zu haben.
  10. Der König Ludwig der 16. Hat aber keinen Bock, dass das einfache Volk so viel zu sagen hat.
  11. Deswegen lehnt er den Vorschlag easy ab. Dann passiert aber was Unerwartetes:
  12. Vertreter des ersten Standes laufen über zu den Vertretern des Dritten Standes. Also Leute des Klerus, zum Beispiel der Pfarrer vom Dorf, sagt „voll unfair, das geht doch
  13. nicht klar“ und macht dann was Gutes und schließt sich dem Dritten stand an. So laufen immer mehr Vertreter des ersten Standes über.
  14. Dann hat man eine große Gruppe aus Vertretern der Kirchenleut und Vertretern des einfachen Volkes.
  15. Die nennen sich selbst „Nationalversammlung“. Die Nationalversammlung ist also eine eigene Gruppe innerhalb der Generalstände.
  16. Zu der laufen immer mehr Leute über, und irgendwann stehen sich nur noch Nationalversammlung und Adel gegenüber.
  17. Der König Ludwig der 16. sagt dann „Okay, die Nationalversammlung ist gleichberechtigt gegenüber dem Adel“.
  18. Auf der anderen Seite entlässt der König aber seinen obersten Finanzverwalter. Dieser Finanzverwalter war pro Nationalversammlung, der war denen also freundlich gesinnt.
  19. Das ist für die Nationalversammlung natürlich ein rieisger abfuck. Damit verärgert es natürlich auch große Teile der Bevölkerung, denn die Nationalversammlung
  20. vertritt ja 95% der Bevölkerung. Die Leute in Paris kriegen das jetzt mit, und dann sagen sie „nö, nicht mit uns!“
  21. Es bildet sich eine Bürgerarmee von etwa 5.000 Mann. Die brauchen jetzt noch genügend Waffen, und wo kriegt man die her?
  22. Genau, in der Bastille! Die Bastille war ein Gefängnis, in dem auch ein paar Gefangene waren, aber vor allem wurden
  23. dort Waffen und Munition gelagert. Die wird jetzt mit 5.000 Mann gestürmt.
  24. Das Wachpersonal von ein paar Mann konnte da nicht viel dagegen tun. Bei diesem Sturm auf die Bastille ist das erste Mal Blut geflossen!
  25. Viele der Wachsoldaten wurden getötet. Das ist ein wichtiges Ereignis in der französischen Revolution, es markiert quasi den Ausbruch
  26. der gewaltsamen Phase. Die Bürgerarmee hat jetzt also gezeigt wo der Hammer hängt und hat jetzt Waffen.
  27. Auf der anderen Seite entwickelt sich die Stimmung in der Nationalversammlung so, dass man nicht nur einfache Steuerreformen haben will.
  28. Die Nationalversammlung erklärt sich dann selbst das Ziel, eine Verfassung für eine konstitutionelle Monarchie zu erarbeiten.
  29. Das bedeutet die wollen nicht nur eine einfache Steuerreform, sondern sie wollen den Staat neu regeln:
  30. Mit König, aber ohne Absolutismus. Der King soll ein bisschen eingeschränkt werden in seiner Macht.
  31. Man hat also die Bürgerarmee die durch handfeste Taten einen realen Druck erzeugt. Auf der anderen Seite hat man bei den Generalständen die Nationalversammlung, die versucht die
  32. Forderungen der Bevölkerung politisch durchzusetzen. Keine schlechte Ausgangslage also.
  33. Diesem großen Druck müssen König und Adel jetzt nachgeben. Über Nacht wird der Adel entmachtet und es werden Menschenrechte verabschiedet.
  34. Die Nationalversammlung wollte ja eine Verfassung, aber diese Verfassung kann man nicht so schnell ausarbeiten.
  35. Deswegen erstmal Adel entmachten und Menschenrechte. Jetzt gibt es zwei Jahre lang viel Chaos und ein großes hin und her.
  36. In dieser Zeit wird die Verfassung erarbeitet. Der König steht quasi unter Hausarrest.
  37. Als die Verfassung fertig ist, wird er gezwungen sie zu unterschreiben. Laut dieser Verfassung hat Ludwig der 16.
  38. Viel weniger Macht als vorher. Die Nationalversammlung hat jetzt viel Macht und kann in vielen Angelegenheiten die Richtung
  39. vorgeben. Diese Herrschaftsform nennt man konstitutionelle Monarchie.
  40. Dadurch nimmt tatsächlich das Volk Einfluss auf die Politik, weil es ja durch die Nationalversammlung vertreten wird.
  41. Aaalso, Stand 1791: Es gibt eine Verfassung mit König, aber die Nationalversammlung hat viel zu Sagen.
  42. Alles gut? Neee, den Herrschern im Ausland hat das gar nicht gepasst
  43. Deswegen kommt es zu großem Stress, die Könige und Fürsten der anderen Länder finden die Idee nämlich kacke, dass ein König Stück für Stück entmachtet wird.
  44. Sowas will man in Europa nicht haben. Wie es damit weitergeht, machen wir im nächsten Video.
  45. Was müsst ihr also aus dem Video mitnehmen: Das Stimmensystem bei den Generalständen ist unfair.
  46. Deswegen bildet sich innerhalb der Generalstände die Nationalversammlung. Zeitgleich kommt es zu dem Sturm auf die Bastille.
  47. Die Bevölkerung macht also Druck auf der Straße, während die Nationalversammlung die Bevölkerung politisch vertritt.
  48. Somit werden Menschenrechte eingeführt und der Adel wird entmachtet. Innerhalb von zwei Jahren wird eine Verfassung erarbeitet, welche der König Ludwig der 16.
  49. Unterschreiben muss. Demnach hat er weniger Macht als vorher, und die Nationalversammlung kann großen Einfluss
  50. nehmen. Stand 1791: Konstitutionelle Monarchie mit König und Nationalversammlung.
  51. Sehr nice Leute, damit haben wir die erste Eskalation behandelt. Jetzt wissen wir auch, was es mit dem Sturm auf die Bastille und der Nationalversammlung
  52. auf sich hat. Im nächsten Video geht’s spannend weiter, jetzt zieht euch aber erstmal ein Eis rein.
  53. Tschüssi! :*

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