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Bernhard Ruchti: Musik, Tempo und Interpretation. Teil 1 (English Subtitles)

Bernhard Ruchti35:41 1.029 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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Transkriptautomatisch erstellt · 201 Zeilen
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  1. wirkung lebensraum von und ich sitze hier mit bernard ruchti und wir unterhalten uns über sein
  2. lebensprojekt vielleicht sein großes projekt tempo wir unterhalten uns über franz liszt und über das eine oder das andere in diesem zusammenhang der rahmen
  3. dieser geschichte ist dass per notruf die jetzt in diesen tagen das fünfte cd projekt vollendet hatte nicht richtig gezählt habe dieses tempo unterfangens
  4. stücke aus den spielerisch von franz liszt und noch einiges andere drumherum meine erste frage an sie herr auch dies ist das jetzt wirklich das ende des
  5. projektes oder ist das eine zwischenetappe die sie erreicht haben ich hoffe es ist eine zwischen wir haben jetzt dass wir das projekt lanciert
  6. haben sozusagen diese fünf teile vorgesehen aber selbstverständlich ist das thema tempo in klassische musik wurde in der musik überhaupt damit bei
  7. weitem nicht erschöpft und in diesem sinne hoffe ich sehr und bin auch sicher dass das projekt weitergeführt werden wir sie haben aufgenommen musik von
  8. beethoven von schumann von chopard und von franz liszt von liszt zweimal orgel und klavier wir sitzen im liszt-haus es liegt
  9. natürlich die vermutung nahe dass liszt noch mal innerhalb dieses kosmos der komponisten des 19 jahrhunderts für sie eine ganz besondere bedeutung zukommt
  10. würden sie mir ein bisschen erzählen wie sie lässt zuerst begegnet sind die erste begegnung war über die orgelmusik das erste stück das ich von
  11. ihm gespielt habe war die um und fuhr gbr ch das ist so etwas was man in der ausbildung gerne mal spielt so zu beginn eine art
  12. schlüsselerlebnis mit seiner musik war die fantasie und fuge über radfahren und die den zweiten teil dieses projektes bildet ich habe das stück in der
  13. ausbildung mit erarbeitet und dort auch bereits mit meinem damaligen professor mich über tempo fragen unterhalten und das hat mich damals schon interessiert
  14. da bereich damals vor allem die musik an sich die mich sehr sehr gepackt hat und mich nicht mehr losgelassen hat seither das ist eine eine unmittelbare nähe die
  15. ich zu dieser musik spüre eine faszination es spielt sich aus ganz vielen ebenen in diesem raum hängen ganz viele vorhänge
  16. offenbar im stil der zeit und in den farben ungarns also es muss ein starkes heimatgefühl von franz liszt irgendwie auch angesprochen gewesen sein durch das
  17. dekor dieses dieses dieser wohnung ich will aber doch noch mal zurückkommen zur zur musik selbst sie haben gesprochen über die bac hordel
  18. fantasie über atmos das sind zwei orgelwerke eigentlich ist sehr list für die meisten normalen musikhörer eher jemand der bekanntes für klavier werke
  19. und für meistens relativ unspielbar scheinende über virtuose klavier stücke die man die man voller ehrfurcht und andacht erduldet aber wo man eigentlich
  20. nicht genau begreift was ist das jetzt eigentlich das ist zu seinen lebzeiten ganz anders gewesen war die berühmte liste mania hat getobt in vielen ländern
  21. überall wo er konstatiert hatte ist eher unwahrscheinlich viel gereist der sprung vom model komponisten liszt zum klavier komponisten des wie ist er bei ihnen
  22. passiert das hängt ein bisschen mit meinem gesamten künstlerischen entwicklung auch zusammen dass ich eigentlich mehr und mehr meine
  23. ursprünglichen leidenschaft für das café auch nachgegangen bin in den letzten jahren oder fast schon jahrzehnte muss man sagen und darauf verschiedene
  24. komponisten eine rolle gespielt haben aber eben auch liszt und diese diese kong sinnlichkeit diese fähigkeit den klang zu gestalten große sinfonische
  25. zusammenhänge zu gestalten euro werken so bewunderte auch etwas war was ich in den kraftwerken wieder gefunden habe und was mich magisch
  26. angezogen hat also gerade eigentlich die diese unvergleichliche architektur des k4 klangs die ich in dieser form eigentlich sonst nur bei maurice ravel
  27. zum beispiel wird in dieser dieser art wiederfinden würde das habe ich bei liszt sehr sehr stark auch gefunden und das hat mich sehr
  28. angezogen weil das etwas ist was ich am klavier auch sehr gerne mache ihn sehr gerne habe und so ist da ich dann so dieses
  29. erweiterte beschäftigung mit seinem k4 welt etwas ganz natürliches gewesen ist er ist für sie so etwas wie ein geistiger ahnherr ich denke dass
  30. deswegen weil auf den aufnahmen auch die sie mehrheitlich mit eigenen werken bestreiten immer wieder list auftaucht entweder als introduktion es gibt diese
  31. introitus geschichte mit der orgel die das rahmen auf der black hills platte die ihr mehrheitlich musik von ihnen enthalten ist auch wieder list vertreten
  32. das ist für mich so ein bisschen wie ein kaleidoskop dass sie sich selbst sozusagen künstlerisch immer wieder auch unter der reflexion dessen betrachten
  33. was was liszt ihnen gegeben als das ist so also er ist er ist eine persönlichkeit einen komponisten persönlichkeit die die mich enorm
  34. inspiriert hat und immer noch inspiriert und die sehr wichtig ist und für mich und ich fühle mich seinem seinen zugang zur musik zu einem zugang zur zur
  35. komposition irgendwie und so diese diese kompromisslosigkeit die diese diese grenzenlosigkeit die diese weigerung irgendwelchen
  36. konventionen zu folgen die dieses beständiges suche nach musikalischen neuland und dabei zugleich die fähigkeit direkt zu kommunizieren
  37. durch die musik das ist das ist etwas was mich unglaublich beeindruckt und inspiriert und amt sieht bei ihnen ist das für sie das idealbild des musikers
  38. ich meine ob ich es so allgemein sagen könnte weiß ich gar nicht mehr möchte ich ausführlich darüber nachdenken aber es ist es hängt sicher mit den idealen
  39. zusammen die ich selber auch habe als musiker also diese diese grenzen ausloten und grenzen nicht akzeptieren und grenzen überschreiten
  40. und einfach sich immer weiter entwickeln also in der brett das ist für mich etwas sehr wichtig ist und ich denke für für jede musik und jeden musiker ist das
  41. eine etwas ganz wichtig ist was da bin ich sicher nicht der einzige in der musik habe ich den eindruck dass sie diesen ich will das mal schweizerischen
  42. eindruck der der der kontrolle unter gefasst hat und auch der rhetorischen klarheit die sie so verkörpern wenn sie erreichen dass das in der musik auf eine
  43. auf einem er hafte weise transzendiert wird empfinden sie das ähnlich wohin sonst sind wir in jede richtung eigentlich in die tiefe in das
  44. ekstatische in die weiterhin das unbegrenzte in die sehnsucht in die emotionen was das ist schon mein ziel und gerade bei liszts musik ist es
  45. meiner meinung nach auch das worum es geht das die musik hat im besten sinne des wortes etwas sehr theatralisch ist etwas sehr rhetorisches also man muss
  46. als interpret eigentlich jede bewegung nicht nur im spiel nachvollziehen sondern auch gewissermaßen auf die bühne bringen und und vermitteln und
  47. darstellen und mit mit emotion füllen gleichzeitig diese klarheit der der architektur eines werkes konkret vermitteln das ist sehr interessant war
  48. das ja eigentlich wenn ich es nochmal auf dem schweizerischen reiter was ist dass sie mir im vergeben mögen es ist eigentlich eher der calvinistische
  49. zugang und gleichzeitig hat man bei liszt diesen die sind eigentlich tief auch das katholische tradition irrt haben aber doch sehr katholischen zugang
  50. und das vermählt sich irgendwie in dieser musik und ich habe das hoch spannend er habe das gefühl ist das bei ihnen irgendwie übernommen ist und
  51. gleichzeitig tragen sie ist dann noch wenn man über spiritualität reden möchte über die geistige welt dann tragen sie es noch einen völlig anderen
  52. kulturräumen den indianischen der ich den ich auch immer faszinierend finde wie sich das sozusagen wiederfindet oder wie sie dem nachgehen was das für spuren
  53. hinterlassen darüber würde ich mit ihnen gerne ein bisschen reden sehen sie da selber eine einem jahr eine spirale oder eine wie
  54. auch immer geartete geometrische form die die das verbindet miteinander ich würde sagen also grundsätzlich ist es so dass die die indianische natur
  55. spiritualität etwas ist was mich schon als kind angezogen hat ich habe nicht den immer sehr nahe gefühlt und das hat mich in dieser zeit als ich in den usa
  56. warum mich intensiv damit auseinandergesetzt habe auch immer weiter begleitet sprechen wir jetzt von 2010 oder hoffnung sagt er und ich
  57. glaube es geht um diese fähigkeit sozusagen der natur gegenüber alle sinne auf wahrnehmung zu stellen und und zusammenhänge nicht nur theoretisch
  58. festzuhalten sondern auch zu erleben das sind aspekte die in dieser art der der indianischen kultur die ich kennengelernt habe sehr sehr zentral
  59. sind und dieses öffnen der sinne und dass diese aktivierung der sinn ist natürlich etwas was sie in der musik absolut existenziell brauchen und von
  60. daher ist diese art will ich mal sagen der natur mystik wenn man diesen begriff überhaupt verwenden will für für die indianische kultur oder die kosmologie
  61. naturkost man hat irgendwie etwas verwandtes mit der musikalischen gäste also weg mit der mystik die darin besteht dass man einen klang anschläge
  62. einfach dies diese schwingungen war nimmt diese harmonien diese schattierungen in den klagen folgen und so weiter das letztlich auf einer ganz
  63. grundlegenden ebene ist das sehr ähnlich auch die relation zwischen klang und stille ich finde das interessant weil eines
  64. ihrer solostücke usa handelt das ist wahrscheinlich auch sehr trivial das so zu nennen aber handelt im grunde von einer insel in der bretagne im atlantik
  65. die extrem den gezeiten ausgesetzt ist extrem dem heranbrausenden heranstürmenden wasser aufgesetzt was man in ihrer musik unweigerlich höheren
  66. dran und doch denkt man immer ja es ist eben auch die kultur eines menschen die das dem dem abt bringt diesen in dieser umgebung immer wieder finde ich bei
  67. ihrer arbeit diesen diesen kontrast oder diese wirklich herrsche gegenüberstellung von kultiviert von kultur von gefasstheit und der der
  68. urgewalt der der kräfte sehr präsent das fasziniert mich sehr und es geht um dann noch einen schritt ins bildliche weiterzugehen
  69. es geht für mich auch wie sie sich fotografisch inszenieren auf ihrem speziell auf diesen black hits album wo sie in über 2000 meter höhe auf einem
  70. rad stehen wilde berglandschaft garstige berglandschaft schwarz weiß und wirklich um ein nehmen keine weiche nichts nettes und sie stehen da mit einem eigentlich
  71. fast konzertpianisten out führen dass glaube die fliege fehlt aber alles andere ist eigentlich da also diese diese zweifel hätten die ist das bewusst
  72. oder ist das nicht anders das war damals sehr bewusst natürlich weil also wenn sie wie die sich im bereich der klaviermusik bewegen dann
  73. ist es so dass es eine hoch entwickelte kultur atmosphäre ist in dem man sich einfach bewegt also weil weil das klavierspiel als kunst aus technik als
  74. komposition so hoch entwickelt war und ist und gleichzeitig bei aller hohen kultiviertheit geht es ja in der musik letztlich um die die ungehemmte emotion
  75. in allen richtungen klar dass jetzt einfach leidenschaft oder sei es freude oder schmerz oder sei es dass nach lauschen einem clown oder solche dinge
  76. das sind zwei extreme die in der musik selbst schon zusammenkommen und die auch jetzt in dieser auf dieser platte descent hieraus natürlich irgendwo auch
  77. zusammen kommt weil es um diese drei teams geht das ist eine sehr ruhige landschaft die jetzt in kommunikation tritt mit der
  78. pianistin sozusagen ja und die pianistin drückt sich auf eine weise aus die mich an picasso an den satz um picasso denken ließ ihr
  79. sollten nicht nach der natur schaffen sondern wie die natur also dieses was sie eben beschrieben haben dass die pianistisch letztendlich dazu dient all
  80. diese tiefen emotionen und all dieses ja auch extreme empfinden was es da ist so gar nicht zum ausdruck zu bringen als sei es eigentlich immer schon da das ist
  81. natürlich schon eine eine robuste kommen wir von von diesen er vielleicht philosophischen überlegungen zu etwas praktischeren dingen wie dem tempo
  82. projekt dieser vorstellung des tempos des metronoms wenn sie heute metronome googeln ich habe das gesehen es ist beschämend das kann man ja das bezahlen
  83. und zutage aber es ist dann er dieser deutsche bundesbahn ersatz wäre dann als erstes kommt in den in den antworten und nicht der zeitmesser oder
  84. der die orientierung für für musiker des metronom was haben sie für eine uhr erfahrung als klavierschüler mit dem metronom gehabt haben sie es gehasst als
  85. kind befanden sie es blöd oder fahren sie super wie ist es ihnen gegangen da habe ich eine traurige erinnerung und ich hatte nie lehrpersonen die jetzt
  86. übermäßig darauf gepocht hätten sie haben auch nicht mit mit dem metronom um die wette gespielt oder sich getrennt geguckt wie schnell vielleicht alles
  87. sind bei gewissen etüden schon damit dann da geht es auch darum also da habe ich das schon gemacht aber es war was ich hatte jetzt nicht so eine eine
  88. erfahrung irgendeines der richterlichen leeres der zwingend wird er so schnell wie möglich zu spielen das hat das ist ein traumatischer
  89. empfinden beim rundgang dennoch haben sie sich mit dem metronom ganz intensiv beschäftigt und eigentlich aufmachen kann sagen wissenschaftliche
  90. weise damit auseinandergesetzt und sind wahrscheinlich irgendwann auch da und dort gegen wände gelaufen oder mit widersprüchen konfrontiert gewesen die
  91. sich nicht letztendlich vollkommen auflösen lassen oder eine schlüssige interpretation die gültig sei für hör der zukunft auflösen lässt ist das
  92. eigentlich kann man da auch ganz entspannt sagen sagen ja ich habe sozusagen geforscht und geguckt und ich habe das rausgeholt was ich an den
  93. widersprüchen des metronoms doppelschlag theorie und so weiter was ich da wo kann ich mich abgearbeitet habe und das ist jetzt eigentlich nicht mehr so ein thema
  94. für dich oder bei tig das weiter ich finde man man kann nicht nur irgendwie entspannt sein sondern man soll ist auch also weil wir jetzt ihr ein
  95. wissenschaftlicher ebene anschaut dann ist gerade im bereich der mittel um zahlen also ist es so dass es sehr viele widersprüche oder brezel gibt dass es
  96. gibt diese berühmten mit ihren zahlen zum beispiel von beethoven die idee hier maßen schnell sinkt das dass es also wirklich nicht sein kann sehr fraglich
  97. ist ob das wirklich dem entspricht was er wollte gleichzeitig wenn man es die die theorien anschaut die das irgendwie zu
  98. erklären versuchen da gibt es auch schwachpunkte oder sachen um einfach sagen muss dass das kann irgendwie dann auch nicht sein
  99. es ist ein forschungsgebiet das in meinen augen wirklich verschiedene gesichter hat und wo man irgendwo dann glaube ich auch zum zu einer
  100. unterscheidung kommen muss zwischen der position des wissenschaftlers der die sachen einfach ganz genau anschaut wie sie sind und der position des musikers
  101. der dann ein stück sich erarbeitet und eine interpretation vorlegt das sind für mich sind das zwei verschiedene dinge und die können auch nebeneinander
  102. erklärt hier und diese auseinandersetzung mit tempo war für mich auf beiden ebenen oder ist für mich auf beiden ebenen sehr sehr
  103. wichtig und gerade bei der beim beethoven teil dieser tempel projektes da ging es wirklich darum diese metronom zahlen jetzt einfach mal in einer
  104. anderen weise ganz genau umzusetzen aber natürlich ist das auch etwas was man jetzt nicht in irgendeinem dogmatismus hinein fühlen sollten eine
  105. erfassung nach wie sehen sie diese jetzt fertigen drei sind veröffentlicht 2 kommen schober und jetzt diese liste aufnahme sind sie mit allen diesen fünf
  106. einspielungen rundum glücklich oder gibt es sie haben mit dem beethoven angesprochen da würde ich von mir also haben die ersten sagen vielleicht auch
  107. weil ich das opus 110 am besten kennen oder 109 ist das muss ich gestehen dass ich den eindruck hatte da fällt es mir unheimlich schwer
  108. sozusagen auf diese andere tempo ebene mich durchgehend einzulassen ich denke da ist so viel auch schon erlebte tiefe in der interpretation in
  109. einem schnelleren tempo da gewesen dass man denkt sie haben es eben so beschrieben sie haben einfach mal exerziert sie haben einfach mal dieselbe
  110. metronom zahlen so angewandt wie sieht man wie man sie eben auch verstehen wie empfinden sie das selbst haben sie das gefühl das ist für mich
  111. eigentlich auch hat sich der beethoven da jetzt eigentlich erst so ganz geöffnet oder sind sie auch so dass sie sagen vielleicht würde ich den beethoven
  112. bin ich jetzt ganz frei spielen würde doch auch wieder in etwas schneller nehmen als mit diesem tempo auf die gefahren etwas arrogant zu kann muss ich
  113. sagen dass ich eigentlich nach wie vor sehr glücklich bin gerade recht handelt werden mit dieser beethoven einspielung und es ist mir bewusst dass das
  114. hörgewohnheiten durch diese aufnahme natürlich in frage gestellt werden das ist vielleicht bei der opus 2 1 fast noch mehr der fall
  115. ein stück das ja jetzt vom caffiers sehr viel dünner ist aus die um 10 da durch die tempo fragen wie auch relevante noch fast wird ich glaube eine
  116. interpretation ändert sich im laufe der zeit und und ich werde wahrscheinlich ungefähr bei dem bleiben denke ich jetzt mal bei diesen beiden werken jedenfalls
  117. in nächster zeit möchte es aber auch nicht ausschließen dass das wie sich ändert also ich habe gerade bei der 110 zum beispiel in der fuge in diesem tempo
  118. schon sehr das gefühl dass man dass man die einzelnen stimmen so schön nachvollziehen kann und eigentlich diese dieses bei einer fuge immer vorhandene
  119. architektonische element sehr transparent erscheint und diese die diese art der interpretation hat für mich nach wie vor
  120. eine gewisse gültigkeit ist damit auch eine sehnsucht nach genereller verlangsamung verbunden bei ihnen so langsam nicht per se tiefe und
  121. detailreichtum ganz klar ja weil das ist das was ich bei vielen aufführungen auch selber zum teil nur schwer ertragen wenn einfach wenn ich das gefühl habe dass
  122. eine interpretation einfach über dinge hinweg rauscht die einfach so so viel aussage in sich tragen so viel schönheit so viel ja soviel erlebnis potenzial und
  123. und das in meinen augen bei so vielen interpretationen einfach nicht zur geltung kommt weil weil das mein mann ist gar nicht wahrnimmt und das ist
  124. leicht das ist meine meine wirkliche sehnsucht die damit verbunden ist also einfach diese der musik zeit zu lassen dem erleben der musik zeit zu lassen all
  125. diesen um es etwas mit der furcht zu sagen auch diesen unglaublichen lebensgeschichten die da erzählt werden in diesen werken einfach ran zu lassen
  126. und auch raum für gewisse extreme auf zu tun also gerade jetzt bei den anbietern berlin franz liszt ist das ein großes thema diese diese defizite dieser mut
  127. auch gewisse extreme einzugehen und zu sehen was für erlebnisse dann entstehen wenn wir widmen wenn eine langsame stelle wirklich sehr langsam zelebriert
  128. wird das dass dieser steine graviert war einfach da steckt in seiner ganzen schönheit und kraft und zerbrechlichkeit oder was auch immer
  129. doch das ist eigentlich so daraus was mich wirklich wirklich anzieht dann die sehen sie sich dann mehr als der diener der partitur nicht so sehr als hier
  130. interpret das ist im wesentlichen eine schwierige frage weil weil interpreten lieben es zu sagen ja ich bin im dienst der des werkes und so und einerseits
  131. stimmt das also es geht darum den kern eines werkes sich zu erschließen und zu sehen was was muss ich eigentlich machen damit dieser kern zu geld und kommt
  132. gleichzeitig habe ich muss man ehrlicherweise auch immer sagen ist es immer eine kommunikation die stadt findet zwischen dem werk und mir oder
  133. irgendjemanden wir uns spielt und dort entsteht dann auch die individualität einer interpretation was ja auch sehr gut ist also das wäre ja nicht gut wenn
  134. jetzt alles gleich bringen würde aber in diesem sinne würde ich ihre frage schon beantwortet einerseits ja andererseits ist es aber
  135. auch eine wechselseitige auseinandersetzung könnte man vielleicht sagen jaja ich denke auch dass die pianisten auch sehr unterschiedlicher
  136. art wahrscheinlich für sich das beantworten werden und dann selbst wenn sie vielleicht ganz extreme eigene spielweise entwickeln dann doch immer
  137. noch gründe finden warum das exakt im werk dient und der letztendliche ausdruck dieses stücks musik ist dass das glaube ich ihnen gerne wenn sie ihre
  138. eigene musik schreiben notieren sie da tempi in worten in worten und mit und geben sie ihren interpreten ganz klare hinweise dass ist jetzt das doppel
  139. schlag gemeint das ist der einfachste schlag also ich mag den einen den einzeln lag so wie wir das heute steht er also da
  140. gibt es kein vertun eigentlich nicht wenn ich ihnen jetzt fünf aufnahmen vor spielen würde von schumann cdu ist keine gute idee keine gute idee weil sie da ja
  141. auch mit dem tempo sehr gearbeitet haben aber wenn die pläne wahrscheinlich gar nicht so sehr haben sie mir auch mal erzählt da gibt es zum teil gar nicht so
  142. große differenzen zu anderen aufnahmen die sie sich auch angehört haben würden sie sofort sagen dass das bin ich das ist das ist ja was ist sie meinen ob ich
  143. ob ich meine eigene aufnahme erkennen würde ich weiß ich weiß wie spiele und ich glaube also immer etwas die tempo
  144. unterschiede angeht bei den zum beispiel den drei präsidenten sind die unterschiede nicht riesig abziehen wahrnehmbar und so ganz klar das ist für
  145. uns so von daher hab ich jetzt andere aufnahmen gleich erkennen würde weiß ich nicht als wären sie schon und was das eigene schöpferische angeht gibt es da
  146. eine kurve was die menge dass die produktivität ihres schaffens angeht haben sie das gefühl dass das stetig mehr wird oder gibt es phasen in denen
  147. sie mehr komponiert dann gibt es phasen in denen eigentlich nicht so viel passiert jetzt mal abgesehen von dem was vielleicht als
  148. kirchenmusiker ohnehin gefragt ist von ihnen da gibt es sehr unterschiedliche phasen also jetzt im moment habe ich relativ wenig output um es so zu sagen
  149. aber jetzt ist einfach der schwerpunkt ist auf diesem tempo projekt ist hat dieses ab tempo projekt gerichtet dass das sehr viel forschung und einfach
  150. braucht auch sehr viele theoretische forschung sehr viel interpretations forschung am instrument das braucht sehr sehr viel arbeit bis so eine
  151. interpretation wirklich da ist genau dem langsamen tempo weil es auch darum geht wirklich neuland zu beschreiten es gibt für viele keine vorbilder in diesem
  152. tempo und somit ist die komposition moment ein bisschen etwas im hintergrund oder vielleicht muss ich besser sagen im untergrund weil es gibt viele projekte
  153. die die mir reichen und die dann irgendwann ausgeführt werden ungeduldig darauf warten dass ich das was ich damit das ist etwas was was ihn in meiner
  154. generellen arbeitsweise verdammt liegt so was kommt nun ist wie auch als interpret dass das ich sehr gerne habe wenn die sachen lange reichen können bis
  155. sie dann wirklich da sind ein paar die nase ist natürlich vom titel her und auch von den zuordnung und schweiz italien es sind wenn man so will
  156. reisebilder die natürlich trotzdem wahrscheinlich dann nicht unterwegs im hotelzimmer entstanden sind sondern in der nachbearbeitung um nachklingen
  157. lassen dessen bei ihnen ist das nicht ganz anders wenn sie diese diese blöcke geschichten leben oder auch usa sind sagen die die
  158. reiseeindrücke die kommen ist das etwas was mehr werden wird in dem moment wo sie oder gutes gefühl hatten ja das ist tatsächlich so wenn ich unterwegs bin
  159. werde ich anders oder da ist sozusagen das kompositorische fluidum stärker angeregt oder ist das ganz unabhängig davon ganz so leer ist es sicher nicht
  160. es ist auch nicht total abhängig oder wir ausschließlich abhängig davon ob es ist natürlich so wenn sie reisen und wenn sie wenn sie inspirierende orte
  161. besuchen dass diese orte eben auf allen ebenen inspirierend sind und auch musikalisch inspirierend sein kann und das auch in
  162. usa der fall das war mit dieser krise die höhle ganz klar der fall das war in den black hills sehr sehr stark der fall also da bin ich sehr
  163. schwierig sehr sensibel auf solche erlebnisse ein flüssig jetzt dass man von außen kommen aber auch diese einflüsse verarbeiten sie dann in aller
  164. ruhe werde in st tisch- oder ein klavier oder spielt das instrument der große rolle für die und komponieren ich komponiere ich fast jedem kauf weil ich
  165. ja weil ich weil ich diese diese auseinandersetzung mit einem wirklichen klang irgendwie brauche das ist so nach welchen kriterien haben sie die
  166. aufnahmeorte herausgewählt sie sind für liszt das nahe lage merseburger dom gewesen für atmos wegen der uraufführung oder die gleiche orgel und so und genius
  167. loci irgendwie auf der suche nach dem gegner so wie immer wieder hat man den eindruck sie waren im kkl luzern schon so möchte sie haben schon jetzt im
  168. heck oder sein und hier haben wir jetzt entschlossen ihre mitleser ist dass intuition ist das gibt mir da beides würde ich sorgen dass
  169. das jetzt irgendwie merseburg ist das klar braucht jetzt bei den led berliner also diese in weimar aufzunehmen ist auch naheliegend auch eine wirklich
  170. wunderbare gelegenheit das kkl habe ich praktisch vor der haustüre mehr oder weniger und es ist ein saal der in seine modernität und in seiner schieren größe
  171. zu einem werk wie der cdu fand dass ich einfach sehr sehr gut passt was genau der erste satz ist etwas vom modernsten was es überhaupt gibt im ganzen
  172. neunzehnten jahrhundert und diese art der modernität da fand ich das passt sehr gut der polizei ist ein bisschen kleiner system
  173. erste typus des altehrwürdigen konzertsaals und auch das schien mir und den beteiligten einfach sehr passend für die shop anbieten sondern es ist
  174. irgendwie lustig dass das ich erst im nachhinein eigentlich realisiert habe dass das der so ist in dem polit ist eine berühmte einspielung der show party
  175. 1972 und anderswo gemacht hat dass das war dann irgendwie ein schöner zufall der wirklich nicht beabsichtigt war aber das instrument ein anderes gewesen
  176. ja ja schließlich die die aufnahmen entstanden jetzt auch dieses haben sie auf einem aus der schweiz importierten klavier gespielt gibt es da auch lange
  177. überlegungen vorher auf welchem flügel mache ich das wir haben jetzt ein raise genommen und was das ist einfach sehr sehr sehr
  178. gute papiere es ist dann auch eine art einheitliche ästhetik was für den beethoven habe ich das ist das haben wieder aufgenommen der kirche wo ich
  179. auch tätig bin das war neulich dass wir den sehr schön flügel dort nehmen kaka l konnte ich einen australien auswählen hatte ich auch natürlich den
  180. genommen der dann den schuh man am besten entsprach dabei ist es so dass dieser flügel denen sie haben im herkulessaal das ist nur
  181. ein instrument mir sehr gut gehabt hat und jetzt bei der berlinale hat der k 4 bauer den ich kenne mit dem ich auch schon länger arbeitet
  182. hat diesen flügen vorgeschlagen für liszt und für mich und ich habe ihn dann ausprobiert und gesehen ja damit komme ich sehr gut zurecht das ist ein
  183. ausgezeichnetes instrument sie leben in st gallen sie sind heute organist wie darf ich mir ihren normalen arbeitstag vorstellen den gibt es ja
  184. eigentlich nicht in diese art und weise also ich habe diese stelle an der stadtkirche sankt lorenzen und st gallen für die kirchenmusik verantworten ist
  185. und die konzert betriebe und so weiter das heißt sie gehen jeden sonntag in paris sind design.de at gehen sie in die hand lorenz ort reden lässt es gibt auch
  186. andere kirchenräume die ich auch betreue aber jedenfalls in st gallen das ist so und das es gibt viele aspekte dieser tätigkeit und das füllt einen
  187. teil meiner tätigkeit aus ein großer teil ist auch der arbeit am instrument gewidmet im moment also das ist sehr viel 1 das korrigiere ein bisschen haben
  188. verschiedene so das ist setzt sich so zusammen für orgel und für klavier und jünger war und ist ein guter ort meinl ist war auch und sagen kann ich habe das
  189. mal nach den ersten fahrten haben sich in st nachdem die forschenden zürich das zusammen war ist das ist das inspirierend als als lebensraum
  190. ich denke schon also es ist es ist ein kleiner ort eigentlich der amerikaner doch erstaunlich reiche kulturlandschaft verfügt ich habe ziele hat der
  191. kirchgemeinde auch wirklich tolle möglichkeiten musikalische projekte zu verwirklichen kann sie im chor hätten sie gern ein
  192. ich weiß nicht dass das bei uns in der schweiz ist das anders als in deutschland das das ist getrennt dass die kantorei und des organisten abend
  193. dass sie nicht zwei hat das ist nicht dasselbe wie es hier ist von daher hab ich bis jetzt jedenfalls nie ihren kurs geleitet
  194. im moment ist das nicht so ein thema natürlich zwei aus breitungen ausweitungen des schaffens während das eine video vorgestellt das andere wäre
  195. das vokale das ist sozusagen noch im schlaf und im zustand oder es ist ein interesse besteht ganz klar und ich will das
  196. überhaupt nicht ausschließen es ist einfach es ist wie so vieles wirklich eine frage was also nehmen sie sich schwerpunkte welchen dingen die sich
  197. schwerpunktmäßig widmen weil das einfach wenn sie jetzt wie diese tempel projekt aufnahmen auf diesem niveau herstellen wollen dann einfach das braucht wirklich
  198. dann folgen fokus darauf und das ist mehr die situation ich bin sicher ich würde ich würde sehr gerne so oder auch mit arbeiten von
  199. daher ist das etwas was also von daher die segel theoretisch in der zäsur die ist jetzt ja doch wohl gibt immer tempo projekt auch eine chance einfach zu
  200. sagen jetzt gucke ich mal auch wenn er in andere sphären in die es sehr schön wünsche ich ihnen viel glück auf diesem wege
  201. [Musik]

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