Bernhard Ruchti: Musik, Tempo und Interpretation. Teil 1 (English Subtitles) Bernhard Ruchti https://www.youtube.com/watch?v=9pzC6-MMGUQ Transkript (automatisch erstellt) 0:11 wirkung lebensraum von und ich sitze hier mit bernard ruchti und wir unterhalten uns über sein 0:22 lebensprojekt vielleicht sein großes projekt tempo wir unterhalten uns über franz liszt und über das eine oder das andere in diesem zusammenhang der rahmen 0:32 dieser geschichte ist dass per notruf die jetzt in diesen tagen das fünfte cd projekt vollendet hatte nicht richtig gezählt habe dieses tempo unterfangens 0:43 stücke aus den spielerisch von franz liszt und noch einiges andere drumherum meine erste frage an sie herr auch dies ist das jetzt wirklich das ende des 0:54 projektes oder ist das eine zwischenetappe die sie erreicht haben ich hoffe es ist eine zwischen wir haben jetzt dass wir das projekt lanciert 1:06 haben sozusagen diese fünf teile vorgesehen aber selbstverständlich ist das thema tempo in klassische musik wurde in der musik überhaupt damit bei 1:17 weitem nicht erschöpft und in diesem sinne hoffe ich sehr und bin auch sicher dass das projekt weitergeführt werden wir sie haben aufgenommen musik von 1:27 beethoven von schumann von chopard und von franz liszt von liszt zweimal orgel und klavier wir sitzen im liszt-haus es liegt 1:37 natürlich die vermutung nahe dass liszt noch mal innerhalb dieses kosmos der komponisten des 19 jahrhunderts für sie eine ganz besondere bedeutung zukommt 1:46 würden sie mir ein bisschen erzählen wie sie lässt zuerst begegnet sind die erste begegnung war über die orgelmusik das erste stück das ich von 1:57 ihm gespielt habe war die um und fuhr gbr ch das ist so etwas was man in der ausbildung gerne mal spielt so zu beginn eine art 2:09 schlüsselerlebnis mit seiner musik war die fantasie und fuge über radfahren und die den zweiten teil dieses projektes bildet ich habe das stück in der 2:22 ausbildung mit erarbeitet und dort auch bereits mit meinem damaligen professor mich über tempo fragen unterhalten und das hat mich damals schon interessiert 2:34 da bereich damals vor allem die musik an sich die mich sehr sehr gepackt hat und mich nicht mehr losgelassen hat seither das ist eine eine unmittelbare nähe die 2:48 ich zu dieser musik spüre eine faszination es spielt sich aus ganz vielen ebenen in diesem raum hängen ganz viele vorhänge 2:57 offenbar im stil der zeit und in den farben ungarns also es muss ein starkes heimatgefühl von franz liszt irgendwie auch angesprochen gewesen sein durch das 3:06 dekor dieses dieses dieser wohnung ich will aber doch noch mal zurückkommen zur zur musik selbst sie haben gesprochen über die bac hordel 3:16 fantasie über atmos das sind zwei orgelwerke eigentlich ist sehr list für die meisten normalen musikhörer eher jemand der bekanntes für klavier werke 3:28 und für meistens relativ unspielbar scheinende über virtuose klavier stücke die man die man voller ehrfurcht und andacht erduldet aber wo man eigentlich 3:38 nicht genau begreift was ist das jetzt eigentlich das ist zu seinen lebzeiten ganz anders gewesen war die berühmte liste mania hat getobt in vielen ländern 3:47 überall wo er konstatiert hatte ist eher unwahrscheinlich viel gereist der sprung vom model komponisten liszt zum klavier komponisten des wie ist er bei ihnen 4:00 passiert das hängt ein bisschen mit meinem gesamten künstlerischen entwicklung auch zusammen dass ich eigentlich mehr und mehr meine 4:13 ursprünglichen leidenschaft für das café auch nachgegangen bin in den letzten jahren oder fast schon jahrzehnte muss man sagen und darauf verschiedene 4:23 komponisten eine rolle gespielt haben aber eben auch liszt und diese diese kong sinnlichkeit diese fähigkeit den klang zu gestalten große sinfonische 4:38 zusammenhänge zu gestalten euro werken so bewunderte auch etwas war was ich in den kraftwerken wieder gefunden habe und was mich magisch 4:48 angezogen hat also gerade eigentlich die diese unvergleichliche architektur des k4 klangs die ich in dieser form eigentlich sonst nur bei maurice ravel 5:03 zum beispiel wird in dieser dieser art wiederfinden würde das habe ich bei liszt sehr sehr stark auch gefunden und das hat mich sehr 5:15 angezogen weil das etwas ist was ich am klavier auch sehr gerne mache ihn sehr gerne habe und so ist da ich dann so dieses 5:25 erweiterte beschäftigung mit seinem k4 welt etwas ganz natürliches gewesen ist er ist für sie so etwas wie ein geistiger ahnherr ich denke dass 5:36 deswegen weil auf den aufnahmen auch die sie mehrheitlich mit eigenen werken bestreiten immer wieder list auftaucht entweder als introduktion es gibt diese 5:45 introitus geschichte mit der orgel die das rahmen auf der black hills platte die ihr mehrheitlich musik von ihnen enthalten ist auch wieder list vertreten 5:54 das ist für mich so ein bisschen wie ein kaleidoskop dass sie sich selbst sozusagen künstlerisch immer wieder auch unter der reflexion dessen betrachten 6:02 was was liszt ihnen gegeben als das ist so also er ist er ist eine persönlichkeit einen komponisten persönlichkeit die die mich enorm 6:14 inspiriert hat und immer noch inspiriert und die sehr wichtig ist und für mich und ich fühle mich seinem seinen zugang zur musik zu einem zugang zur zur 6:25 komposition irgendwie und so diese diese kompromisslosigkeit die diese diese grenzenlosigkeit die diese weigerung irgendwelchen 6:39 konventionen zu folgen die dieses beständiges suche nach musikalischen neuland und dabei zugleich die fähigkeit direkt zu kommunizieren 6:53 durch die musik das ist das ist etwas was mich unglaublich beeindruckt und inspiriert und amt sieht bei ihnen ist das für sie das idealbild des musikers 7:05 ich meine ob ich es so allgemein sagen könnte weiß ich gar nicht mehr möchte ich ausführlich darüber nachdenken aber es ist es hängt sicher mit den idealen 7:16 zusammen die ich selber auch habe als musiker also diese diese grenzen ausloten und grenzen nicht akzeptieren und grenzen überschreiten 7:29 und einfach sich immer weiter entwickeln also in der brett das ist für mich etwas sehr wichtig ist und ich denke für für jede musik und jeden musiker ist das 7:39 eine etwas ganz wichtig ist was da bin ich sicher nicht der einzige in der musik habe ich den eindruck dass sie diesen ich will das mal schweizerischen 7:49 eindruck der der der kontrolle unter gefasst hat und auch der rhetorischen klarheit die sie so verkörpern wenn sie erreichen dass das in der musik auf eine 7:58 auf einem er hafte weise transzendiert wird empfinden sie das ähnlich wohin sonst sind wir in jede richtung eigentlich in die tiefe in das 8:10 ekstatische in die weiterhin das unbegrenzte in die sehnsucht in die emotionen was das ist schon mein ziel und gerade bei liszts musik ist es 8:21 meiner meinung nach auch das worum es geht das die musik hat im besten sinne des wortes etwas sehr theatralisch ist etwas sehr rhetorisches also man muss 8:31 als interpret eigentlich jede bewegung nicht nur im spiel nachvollziehen sondern auch gewissermaßen auf die bühne bringen und und vermitteln und 8:43 darstellen und mit mit emotion füllen gleichzeitig diese klarheit der der architektur eines werkes konkret vermitteln das ist sehr interessant war 8:59 das ja eigentlich wenn ich es nochmal auf dem schweizerischen reiter was ist dass sie mir im vergeben mögen es ist eigentlich eher der calvinistische 9:06 zugang und gleichzeitig hat man bei liszt diesen die sind eigentlich tief auch das katholische tradition irrt haben aber doch sehr katholischen zugang 9:14 und das vermählt sich irgendwie in dieser musik und ich habe das hoch spannend er habe das gefühl ist das bei ihnen irgendwie übernommen ist und 9:21 gleichzeitig tragen sie ist dann noch wenn man über spiritualität reden möchte über die geistige welt dann tragen sie es noch einen völlig anderen 9:28 kulturräumen den indianischen der ich den ich auch immer faszinierend finde wie sich das sozusagen wiederfindet oder wie sie dem nachgehen was das für spuren 9:37 hinterlassen darüber würde ich mit ihnen gerne ein bisschen reden sehen sie da selber eine einem jahr eine spirale oder eine wie 9:44 auch immer geartete geometrische form die die das verbindet miteinander ich würde sagen also grundsätzlich ist es so dass die die indianische natur 9:55 spiritualität etwas ist was mich schon als kind angezogen hat ich habe nicht den immer sehr nahe gefühlt und das hat mich in dieser zeit als ich in den usa 10:07 warum mich intensiv damit auseinandergesetzt habe auch immer weiter begleitet sprechen wir jetzt von 2010 oder hoffnung sagt er und ich 10:17 glaube es geht um diese fähigkeit sozusagen der natur gegenüber alle sinne auf wahrnehmung zu stellen und und zusammenhänge nicht nur theoretisch 10:30 festzuhalten sondern auch zu erleben das sind aspekte die in dieser art der der indianischen kultur die ich kennengelernt habe sehr sehr zentral 10:39 sind und dieses öffnen der sinne und dass diese aktivierung der sinn ist natürlich etwas was sie in der musik absolut existenziell brauchen und von 10:52 daher ist diese art will ich mal sagen der natur mystik wenn man diesen begriff überhaupt verwenden will für für die indianische kultur oder die kosmologie 11:04 naturkost man hat irgendwie etwas verwandtes mit der musikalischen gäste also weg mit der mystik die darin besteht dass man einen klang anschläge 11:14 einfach dies diese schwingungen war nimmt diese harmonien diese schattierungen in den klagen folgen und so weiter das letztlich auf einer ganz 11:24 grundlegenden ebene ist das sehr ähnlich auch die relation zwischen klang und stille ich finde das interessant weil eines 11:35 ihrer solostücke usa handelt das ist wahrscheinlich auch sehr trivial das so zu nennen aber handelt im grunde von einer insel in der bretagne im atlantik 11:45 die extrem den gezeiten ausgesetzt ist extrem dem heranbrausenden heranstürmenden wasser aufgesetzt was man in ihrer musik unweigerlich höheren 11:55 dran und doch denkt man immer ja es ist eben auch die kultur eines menschen die das dem dem abt bringt diesen in dieser umgebung immer wieder finde ich bei 12:07 ihrer arbeit diesen diesen kontrast oder diese wirklich herrsche gegenüberstellung von kultiviert von kultur von gefasstheit und der der 12:17 urgewalt der der kräfte sehr präsent das fasziniert mich sehr und es geht um dann noch einen schritt ins bildliche weiterzugehen 12:28 es geht für mich auch wie sie sich fotografisch inszenieren auf ihrem speziell auf diesen black hits album wo sie in über 2000 meter höhe auf einem 12:39 rad stehen wilde berglandschaft garstige berglandschaft schwarz weiß und wirklich um ein nehmen keine weiche nichts nettes und sie stehen da mit einem eigentlich 12:52 fast konzertpianisten out führen dass glaube die fliege fehlt aber alles andere ist eigentlich da also diese diese zweifel hätten die ist das bewusst 13:01 oder ist das nicht anders das war damals sehr bewusst natürlich weil also wenn sie wie die sich im bereich der klaviermusik bewegen dann 13:10 ist es so dass es eine hoch entwickelte kultur atmosphäre ist in dem man sich einfach bewegt also weil weil das klavierspiel als kunst aus technik als 13:22 komposition so hoch entwickelt war und ist und gleichzeitig bei aller hohen kultiviertheit geht es ja in der musik letztlich um die die ungehemmte emotion 13:40 in allen richtungen klar dass jetzt einfach leidenschaft oder sei es freude oder schmerz oder sei es dass nach lauschen einem clown oder solche dinge 13:52 das sind zwei extreme die in der musik selbst schon zusammenkommen und die auch jetzt in dieser auf dieser platte descent hieraus natürlich irgendwo auch 14:02 zusammen kommt weil es um diese drei teams geht das ist eine sehr ruhige landschaft die jetzt in kommunikation tritt mit der 14:12 pianistin sozusagen ja und die pianistin drückt sich auf eine weise aus die mich an picasso an den satz um picasso denken ließ ihr 14:23 sollten nicht nach der natur schaffen sondern wie die natur also dieses was sie eben beschrieben haben dass die pianistisch letztendlich dazu dient all 14:31 diese tiefen emotionen und all dieses ja auch extreme empfinden was es da ist so gar nicht zum ausdruck zu bringen als sei es eigentlich immer schon da das ist 14:44 natürlich schon eine eine robuste kommen wir von von diesen er vielleicht philosophischen überlegungen zu etwas praktischeren dingen wie dem tempo 14:56 projekt dieser vorstellung des tempos des metronoms wenn sie heute metronome googeln ich habe das gesehen es ist beschämend das kann man ja das bezahlen 15:05 und zutage aber es ist dann er dieser deutsche bundesbahn ersatz wäre dann als erstes kommt in den in den antworten und nicht der zeitmesser oder 15:14 der die orientierung für für musiker des metronom was haben sie für eine uhr erfahrung als klavierschüler mit dem metronom gehabt haben sie es gehasst als 15:23 kind befanden sie es blöd oder fahren sie super wie ist es ihnen gegangen da habe ich eine traurige erinnerung und ich hatte nie lehrpersonen die jetzt 15:32 übermäßig darauf gepocht hätten sie haben auch nicht mit mit dem metronom um die wette gespielt oder sich getrennt geguckt wie schnell vielleicht alles 15:40 sind bei gewissen etüden schon damit dann da geht es auch darum also da habe ich das schon gemacht aber es war was ich hatte jetzt nicht so eine eine 15:49 erfahrung irgendeines der richterlichen leeres der zwingend wird er so schnell wie möglich zu spielen das hat das ist ein traumatischer 15:57 empfinden beim rundgang dennoch haben sie sich mit dem metronom ganz intensiv beschäftigt und eigentlich aufmachen kann sagen wissenschaftliche 16:04 weise damit auseinandergesetzt und sind wahrscheinlich irgendwann auch da und dort gegen wände gelaufen oder mit widersprüchen konfrontiert gewesen die 16:10 sich nicht letztendlich vollkommen auflösen lassen oder eine schlüssige interpretation die gültig sei für hör der zukunft auflösen lässt ist das 16:18 eigentlich kann man da auch ganz entspannt sagen sagen ja ich habe sozusagen geforscht und geguckt und ich habe das rausgeholt was ich an den 16:26 widersprüchen des metronoms doppelschlag theorie und so weiter was ich da wo kann ich mich abgearbeitet habe und das ist jetzt eigentlich nicht mehr so ein thema 16:34 für dich oder bei tig das weiter ich finde man man kann nicht nur irgendwie entspannt sein sondern man soll ist auch also weil wir jetzt ihr ein 16:44 wissenschaftlicher ebene anschaut dann ist gerade im bereich der mittel um zahlen also ist es so dass es sehr viele widersprüche oder brezel gibt dass es 16:54 gibt diese berühmten mit ihren zahlen zum beispiel von beethoven die idee hier maßen schnell sinkt das dass es also wirklich nicht sein kann sehr fraglich 17:05 ist ob das wirklich dem entspricht was er wollte gleichzeitig wenn man es die die theorien anschaut die das irgendwie zu 17:13 erklären versuchen da gibt es auch schwachpunkte oder sachen um einfach sagen muss dass das kann irgendwie dann auch nicht sein 17:20 es ist ein forschungsgebiet das in meinen augen wirklich verschiedene gesichter hat und wo man irgendwo dann glaube ich auch zum zu einer 17:32 unterscheidung kommen muss zwischen der position des wissenschaftlers der die sachen einfach ganz genau anschaut wie sie sind und der position des musikers 17:43 der dann ein stück sich erarbeitet und eine interpretation vorlegt das sind für mich sind das zwei verschiedene dinge und die können auch nebeneinander 17:53 erklärt hier und diese auseinandersetzung mit tempo war für mich auf beiden ebenen oder ist für mich auf beiden ebenen sehr sehr 18:01 wichtig und gerade bei der beim beethoven teil dieser tempel projektes da ging es wirklich darum diese metronom zahlen jetzt einfach mal in einer 18:10 anderen weise ganz genau umzusetzen aber natürlich ist das auch etwas was man jetzt nicht in irgendeinem dogmatismus hinein fühlen sollten eine 18:21 erfassung nach wie sehen sie diese jetzt fertigen drei sind veröffentlicht 2 kommen schober und jetzt diese liste aufnahme sind sie mit allen diesen fünf 18:32 einspielungen rundum glücklich oder gibt es sie haben mit dem beethoven angesprochen da würde ich von mir also haben die ersten sagen vielleicht auch 18:39 weil ich das opus 110 am besten kennen oder 109 ist das muss ich gestehen dass ich den eindruck hatte da fällt es mir unheimlich schwer 18:47 sozusagen auf diese andere tempo ebene mich durchgehend einzulassen ich denke da ist so viel auch schon erlebte tiefe in der interpretation in 18:56 einem schnelleren tempo da gewesen dass man denkt sie haben es eben so beschrieben sie haben einfach mal exerziert sie haben einfach mal dieselbe 19:02 metronom zahlen so angewandt wie sieht man wie man sie eben auch verstehen wie empfinden sie das selbst haben sie das gefühl das ist für mich 19:10 eigentlich auch hat sich der beethoven da jetzt eigentlich erst so ganz geöffnet oder sind sie auch so dass sie sagen vielleicht würde ich den beethoven 19:17 bin ich jetzt ganz frei spielen würde doch auch wieder in etwas schneller nehmen als mit diesem tempo auf die gefahren etwas arrogant zu kann muss ich 19:28 sagen dass ich eigentlich nach wie vor sehr glücklich bin gerade recht handelt werden mit dieser beethoven einspielung und es ist mir bewusst dass das 19:38 hörgewohnheiten durch diese aufnahme natürlich in frage gestellt werden das ist vielleicht bei der opus 2 1 fast noch mehr der fall 19:47 ein stück das ja jetzt vom caffiers sehr viel dünner ist aus die um 10 da durch die tempo fragen wie auch relevante noch fast wird ich glaube eine 20:02 interpretation ändert sich im laufe der zeit und und ich werde wahrscheinlich ungefähr bei dem bleiben denke ich jetzt mal bei diesen beiden werken jedenfalls 20:14 in nächster zeit möchte es aber auch nicht ausschließen dass das wie sich ändert also ich habe gerade bei der 110 zum beispiel in der fuge in diesem tempo 20:25 schon sehr das gefühl dass man dass man die einzelnen stimmen so schön nachvollziehen kann und eigentlich diese dieses bei einer fuge immer vorhandene 20:36 architektonische element sehr transparent erscheint und diese die diese art der interpretation hat für mich nach wie vor 20:47 eine gewisse gültigkeit ist damit auch eine sehnsucht nach genereller verlangsamung verbunden bei ihnen so langsam nicht per se tiefe und 21:03 detailreichtum ganz klar ja weil das ist das was ich bei vielen aufführungen auch selber zum teil nur schwer ertragen wenn einfach wenn ich das gefühl habe dass 21:17 eine interpretation einfach über dinge hinweg rauscht die einfach so so viel aussage in sich tragen so viel schönheit so viel ja soviel erlebnis potenzial und 21:32 und das in meinen augen bei so vielen interpretationen einfach nicht zur geltung kommt weil weil das mein mann ist gar nicht wahrnimmt und das ist 21:42 leicht das ist meine meine wirkliche sehnsucht die damit verbunden ist also einfach diese der musik zeit zu lassen dem erleben der musik zeit zu lassen all 21:54 diesen um es etwas mit der furcht zu sagen auch diesen unglaublichen lebensgeschichten die da erzählt werden in diesen werken einfach ran zu lassen 22:04 und auch raum für gewisse extreme auf zu tun also gerade jetzt bei den anbietern berlin franz liszt ist das ein großes thema diese diese defizite dieser mut 22:17 auch gewisse extreme einzugehen und zu sehen was für erlebnisse dann entstehen wenn wir widmen wenn eine langsame stelle wirklich sehr langsam zelebriert 22:31 wird das dass dieser steine graviert war einfach da steckt in seiner ganzen schönheit und kraft und zerbrechlichkeit oder was auch immer 22:43 doch das ist eigentlich so daraus was mich wirklich wirklich anzieht dann die sehen sie sich dann mehr als der diener der partitur nicht so sehr als hier 22:54 interpret das ist im wesentlichen eine schwierige frage weil weil interpreten lieben es zu sagen ja ich bin im dienst der des werkes und so und einerseits 23:09 stimmt das also es geht darum den kern eines werkes sich zu erschließen und zu sehen was was muss ich eigentlich machen damit dieser kern zu geld und kommt 23:24 gleichzeitig habe ich muss man ehrlicherweise auch immer sagen ist es immer eine kommunikation die stadt findet zwischen dem werk und mir oder 23:34 irgendjemanden wir uns spielt und dort entsteht dann auch die individualität einer interpretation was ja auch sehr gut ist also das wäre ja nicht gut wenn 23:45 jetzt alles gleich bringen würde aber in diesem sinne würde ich ihre frage schon beantwortet einerseits ja andererseits ist es aber 23:52 auch eine wechselseitige auseinandersetzung könnte man vielleicht sagen jaja ich denke auch dass die pianisten auch sehr unterschiedlicher 24:02 art wahrscheinlich für sich das beantworten werden und dann selbst wenn sie vielleicht ganz extreme eigene spielweise entwickeln dann doch immer 24:08 noch gründe finden warum das exakt im werk dient und der letztendliche ausdruck dieses stücks musik ist dass das glaube ich ihnen gerne wenn sie ihre 24:19 eigene musik schreiben notieren sie da tempi in worten in worten und mit und geben sie ihren interpreten ganz klare hinweise dass ist jetzt das doppel 24:34 schlag gemeint das ist der einfachste schlag also ich mag den einen den einzeln lag so wie wir das heute steht er also da 24:43 gibt es kein vertun eigentlich nicht wenn ich ihnen jetzt fünf aufnahmen vor spielen würde von schumann cdu ist keine gute idee keine gute idee weil sie da ja 24:56 auch mit dem tempo sehr gearbeitet haben aber wenn die pläne wahrscheinlich gar nicht so sehr haben sie mir auch mal erzählt da gibt es zum teil gar nicht so 25:04 große differenzen zu anderen aufnahmen die sie sich auch angehört haben würden sie sofort sagen dass das bin ich das ist das ist ja was ist sie meinen ob ich 25:14 ob ich meine eigene aufnahme erkennen würde ich weiß ich weiß wie spiele und ich glaube also immer etwas die tempo 25:30 unterschiede angeht bei den zum beispiel den drei präsidenten sind die unterschiede nicht riesig abziehen wahrnehmbar und so ganz klar das ist für 25:39 uns so von daher hab ich jetzt andere aufnahmen gleich erkennen würde weiß ich nicht als wären sie schon und was das eigene schöpferische angeht gibt es da 25:54 eine kurve was die menge dass die produktivität ihres schaffens angeht haben sie das gefühl dass das stetig mehr wird oder gibt es phasen in denen 26:04 sie mehr komponiert dann gibt es phasen in denen eigentlich nicht so viel passiert jetzt mal abgesehen von dem was vielleicht als 26:10 kirchenmusiker ohnehin gefragt ist von ihnen da gibt es sehr unterschiedliche phasen also jetzt im moment habe ich relativ wenig output um es so zu sagen 26:22 aber jetzt ist einfach der schwerpunkt ist auf diesem tempo projekt ist hat dieses ab tempo projekt gerichtet dass das sehr viel forschung und einfach 26:33 braucht auch sehr viele theoretische forschung sehr viel interpretations forschung am instrument das braucht sehr sehr viel arbeit bis so eine 26:42 interpretation wirklich da ist genau dem langsamen tempo weil es auch darum geht wirklich neuland zu beschreiten es gibt für viele keine vorbilder in diesem 26:53 tempo und somit ist die komposition moment ein bisschen etwas im hintergrund oder vielleicht muss ich besser sagen im untergrund weil es gibt viele projekte 27:04 die die mir reichen und die dann irgendwann ausgeführt werden ungeduldig darauf warten dass ich das was ich damit das ist etwas was was ihn in meiner 27:15 generellen arbeitsweise verdammt liegt so was kommt nun ist wie auch als interpret dass das ich sehr gerne habe wenn die sachen lange reichen können bis 27:27 sie dann wirklich da sind ein paar die nase ist natürlich vom titel her und auch von den zuordnung und schweiz italien es sind wenn man so will 27:36 reisebilder die natürlich trotzdem wahrscheinlich dann nicht unterwegs im hotelzimmer entstanden sind sondern in der nachbearbeitung um nachklingen 27:43 lassen dessen bei ihnen ist das nicht ganz anders wenn sie diese diese blöcke geschichten leben oder auch usa sind sagen die die 27:51 reiseeindrücke die kommen ist das etwas was mehr werden wird in dem moment wo sie oder gutes gefühl hatten ja das ist tatsächlich so wenn ich unterwegs bin 27:59 werde ich anders oder da ist sozusagen das kompositorische fluidum stärker angeregt oder ist das ganz unabhängig davon ganz so leer ist es sicher nicht 28:09 es ist auch nicht total abhängig oder wir ausschließlich abhängig davon ob es ist natürlich so wenn sie reisen und wenn sie wenn sie inspirierende orte 28:17 besuchen dass diese orte eben auf allen ebenen inspirierend sind und auch musikalisch inspirierend sein kann und das auch in 28:25 usa der fall das war mit dieser krise die höhle ganz klar der fall das war in den black hills sehr sehr stark der fall also da bin ich sehr 28:34 schwierig sehr sensibel auf solche erlebnisse ein flüssig jetzt dass man von außen kommen aber auch diese einflüsse verarbeiten sie dann in aller 28:45 ruhe werde in st tisch- oder ein klavier oder spielt das instrument der große rolle für die und komponieren ich komponiere ich fast jedem kauf weil ich 28:57 ja weil ich weil ich diese diese auseinandersetzung mit einem wirklichen klang irgendwie brauche das ist so nach welchen kriterien haben sie die 29:08 aufnahmeorte herausgewählt sie sind für liszt das nahe lage merseburger dom gewesen für atmos wegen der uraufführung oder die gleiche orgel und so und genius 29:19 loci irgendwie auf der suche nach dem gegner so wie immer wieder hat man den eindruck sie waren im kkl luzern schon so möchte sie haben schon jetzt im 29:27 heck oder sein und hier haben wir jetzt entschlossen ihre mitleser ist dass intuition ist das gibt mir da beides würde ich sorgen dass 29:39 das jetzt irgendwie merseburg ist das klar braucht jetzt bei den led berliner also diese in weimar aufzunehmen ist auch naheliegend auch eine wirklich 29:51 wunderbare gelegenheit das kkl habe ich praktisch vor der haustüre mehr oder weniger und es ist ein saal der in seine modernität und in seiner schieren größe 30:04 zu einem werk wie der cdu fand dass ich einfach sehr sehr gut passt was genau der erste satz ist etwas vom modernsten was es überhaupt gibt im ganzen 30:14 neunzehnten jahrhundert und diese art der modernität da fand ich das passt sehr gut der polizei ist ein bisschen kleiner system 30:24 erste typus des altehrwürdigen konzertsaals und auch das schien mir und den beteiligten einfach sehr passend für die shop anbieten sondern es ist 30:35 irgendwie lustig dass das ich erst im nachhinein eigentlich realisiert habe dass das der so ist in dem polit ist eine berühmte einspielung der show party 30:46 1972 und anderswo gemacht hat dass das war dann irgendwie ein schöner zufall der wirklich nicht beabsichtigt war aber das instrument ein anderes gewesen 30:56 ja ja schließlich die die aufnahmen entstanden jetzt auch dieses haben sie auf einem aus der schweiz importierten klavier gespielt gibt es da auch lange 31:11 überlegungen vorher auf welchem flügel mache ich das wir haben jetzt ein raise genommen und was das ist einfach sehr sehr sehr 31:22 gute papiere es ist dann auch eine art einheitliche ästhetik was für den beethoven habe ich das ist das haben wieder aufgenommen der kirche wo ich 31:35 auch tätig bin das war neulich dass wir den sehr schön flügel dort nehmen kaka l konnte ich einen australien auswählen hatte ich auch natürlich den 31:45 genommen der dann den schuh man am besten entsprach dabei ist es so dass dieser flügel denen sie haben im herkulessaal das ist nur 31:53 ein instrument mir sehr gut gehabt hat und jetzt bei der berlinale hat der k 4 bauer den ich kenne mit dem ich auch schon länger arbeitet 32:05 hat diesen flügen vorgeschlagen für liszt und für mich und ich habe ihn dann ausprobiert und gesehen ja damit komme ich sehr gut zurecht das ist ein 32:13 ausgezeichnetes instrument sie leben in st gallen sie sind heute organist wie darf ich mir ihren normalen arbeitstag vorstellen den gibt es ja 32:26 eigentlich nicht in diese art und weise also ich habe diese stelle an der stadtkirche sankt lorenzen und st gallen für die kirchenmusik verantworten ist 32:35 und die konzert betriebe und so weiter das heißt sie gehen jeden sonntag in paris sind design.de at gehen sie in die hand lorenz ort reden lässt es gibt auch 32:43 andere kirchenräume die ich auch betreue aber jedenfalls in st gallen das ist so und das es gibt viele aspekte dieser tätigkeit und das füllt einen 32:55 teil meiner tätigkeit aus ein großer teil ist auch der arbeit am instrument gewidmet im moment also das ist sehr viel 1 das korrigiere ein bisschen haben 33:08 verschiedene so das ist setzt sich so zusammen für orgel und für klavier und jünger war und ist ein guter ort meinl ist war auch und sagen kann ich habe das 33:20 mal nach den ersten fahrten haben sich in st nachdem die forschenden zürich das zusammen war ist das ist das inspirierend als als lebensraum 33:29 ich denke schon also es ist es ist ein kleiner ort eigentlich der amerikaner doch erstaunlich reiche kulturlandschaft verfügt ich habe ziele hat der 33:41 kirchgemeinde auch wirklich tolle möglichkeiten musikalische projekte zu verwirklichen kann sie im chor hätten sie gern ein 33:53 ich weiß nicht dass das bei uns in der schweiz ist das anders als in deutschland das das ist getrennt dass die kantorei und des organisten abend 34:00 dass sie nicht zwei hat das ist nicht dasselbe wie es hier ist von daher hab ich bis jetzt jedenfalls nie ihren kurs geleitet 34:08 im moment ist das nicht so ein thema natürlich zwei aus breitungen ausweitungen des schaffens während das eine video vorgestellt das andere wäre 34:17 das vokale das ist sozusagen noch im schlaf und im zustand oder es ist ein interesse besteht ganz klar und ich will das 34:26 überhaupt nicht ausschließen es ist einfach es ist wie so vieles wirklich eine frage was also nehmen sie sich schwerpunkte welchen dingen die sich 34:36 schwerpunktmäßig widmen weil das einfach wenn sie jetzt wie diese tempel projekt aufnahmen auf diesem niveau herstellen wollen dann einfach das braucht wirklich 34:47 dann folgen fokus darauf und das ist mehr die situation ich bin sicher ich würde ich würde sehr gerne so oder auch mit arbeiten von 34:58 daher ist das etwas was also von daher die segel theoretisch in der zäsur die ist jetzt ja doch wohl gibt immer tempo projekt auch eine chance einfach zu 35:09 sagen jetzt gucke ich mal auch wenn er in andere sphären in die es sehr schön wünsche ich ihnen viel glück auf diesem wege 35:22 [Musik]