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Wie Fotosynthese funktioniert | Terra X plus
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Transkriptautomatisch erstellt · 19 Zeilen
- So ruhig es im Wald auch oft scheint, im Inneren dieser Blätter tobt es: Hier arbeiten Minikraftwerke an dem Prozess, durch den wir überhaupt leben und atmen können: Die Fotosynthese.
- Wir tauchen ein ins Pflanzeninnere und zeigen euch, wie das funktioniert. Warum die Fotosynthese so wichtig ist? Lasst uns mal schauen, wo wir ohne sie wären:
- Wir reisen zurück zu den Anfängen unserer Erde – nur schlappe 3,5 Milliarden Jahre. Damals war die Atmosphäre ein giftiges Gasgemisch – atmen unmöglich! Doch dann entwickelten die ersten Pflanzen die Fotosynthese. Die Algen im Wasser haben damit angefangen, dann eroberten die Pflanzen das Land.
- Und machten durch die Fotosynthese aus dem giftigen Gasgemisch die Luft, die wir heute atmen. Aber wie haben sie das gemacht? Sie haben sich erstmal die Dinge geschnappt, die es damals in ihrer Umgebung gab: Kohlendioxid aus der Luft, also CO2, Wasser, also H2O, und Licht.
- Das sind die drei Dinge, die die Pflanzen für die Fotosynthese brauchen – und das hat sich bis heute nicht geändert. Es sind sozusagen die Rohstoffe, die die Pflanzen in ihrem Inneren verarbeiten.
- Genauer: In ihren Blättern. Darin befinden sich Minikraftwerke, die sogenannten Chloroplasten. Die Minikraftwerke arbeiten in zwei Schritten. Für Teil eins sind diese Scheibchen hier wichtig, das ist das Chlorophyll, der Farbstoff, der den Blättern seine grüne Farbe verleiht.
- Die Chlorophyll-Scheibchen nehmen die Energie des Lichts auf und treiben damit die Kraftwerke an. Ein bisschen so wie bei einer Solarzelle, nur dass hier aus Licht am Ende kein Strom hergestellt wird, sondern die Energie genutzt wird, um Wassermoleküle zu spalten.
- Die Kraftwerke wandeln also Lichtenergie in chemische Energie um. Für den zweiten Schritt brauchen die Kraftwerke das Kohlendioxid aus der Luft, hier in blau-weiß.
- Durch die so genannten Spaltöffnungen strömt das ins Blattinnere. 18 00:02:20,000 --> 00:02:25,000 Nun verbinden die Kraftwerke das Kohlendioxid mit den Bestandteilen des Wassers, die sie im ersten Prozess erzeugt haben. Ein neuer Stoff entsteht: Traubenzucker. Die eigentliche Nahrung der Pflanzen.
- In Flüssigkeit aufgelöst fließt der Traubenzucker aus den Blättern in alle Teile des Baums. Besonders viel in die Wurzeln, wo die Pflanze ihn für Notzeiten speichert. Den Rest verbraucht sie direkt, zum Beispiel zum Wachsen.
- Auch unser Körper stellt übrigens Traubenzucker aus unserer Nahrung her, wenn wir ihn nicht gleich pur essen. Vor allem unser Gehirn und andere Organe brauchen ihn.
- Pflanzen machen also Fotosynthese, um Traubenzucker herzustellen. Doch schon bei Schritt eins der Fotosynthese entsteht auch ein Abfallprodukt, das wir unbedingt zum Atmen brauchen: Sauerstoff – hier als grüne Moleküle dargestellt.
- Den Sauerstoff entsorgt die Pflanze durch die Spaltöffnungen an den Blättern. Insgesamt passiert also das alles bei der Fotosynthese – chemisch gesehen:
- Aus Wasser, also H2O, und Kohlendioxid, CO2, wird – angetrieben durch Lichtenergie – Traubenzucker, C6H12O6 und Sauerstoff, O2. Die Pflanzen haben so den Sauerstoffgehalt in unserer Luft ansteigen lassen.
- Vor 3,5 Milliarden Jahren bestand weniger als 1 Prozent der Luft aus Sauerstoff. Heute sind es rund 21%. Denn jeder Baum hat Tausende Blätter, die er ins Licht reckt, und mit denen er Fotosynthese betreibt.
- Eine große Buche zum Beispiel produziert pro Tag etwa so viel Sauerstoff wie zwölf Menschen in derselben Zeit zum Atmen benötigen. Doch ab dem Herbst stellen viele Pflanzen ihre Fotosynthese ein.
- Die Blätter bauen das Chlorophyll ab – darum verfärben sie sich auch. Ohne Chlorophyll ist Fotosynthese nicht möglich. Der Sauerstoff geht uns trotzdem nicht aus – denn irgendwo anders auf der Welt ist ja zum Glück immer Sommer und die Fotosynthese findet statt.
- Wenn ihr also das nächste Mal im Wald seid und euch die gute Luft und das kräftige Grün des Chlorophylls auffällt, dann wisst ihr jetzt, dass die Minikraftwerke der Blätter wieder auf Hochtouren laufen und jede Menge Abfall produzieren.
- Wann geht ihr am liebsten in den Wald? Schreibt es uns in die Kommentare. Und wenn ihr wollt, abonniert unseren Kanal. Wenn ihr jetzt noch wissen wollt, wie Bäume trinken, dann klickt hier.
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