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KI auf dem Arbeitsmarkt: So könnte die Zukunft aussehen | neuneinhalb | WDR

WDR9:27 42.104 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 78 Zeilen
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  1. Ich möchte Sportjournalist werden. Astrophysiker.
  2. Rettungssanitäter, Notfallsanitäter. Immobilienmakler.
  3. Ihr habt ziemlich konkrete Berufswünsche, aber was ist mit KI? Wird es eure Traumjobs in Zukunft noch geben?
  4. Künstliche Intelligenz kann Aufgaben übernehmen, die früher nur Menschen erledigen konnten.
  5. Eine KI kann nicht denken und hat kein Bewusstsein, aber sie kann Muster erkennen und dadurch lernen,
  6. Vorhersagen zu machen und Fragen zu beantworten. Z.B. meine, deshalb frage ich meine KI, ChatGPT.
  7. Stell dir vor, du bist ein junger Mensch auf Berufssuche. Wird KI nicht eh die meisten Jobs übernehmen?
  8. "Das ist eine interessante Frage. KI wird in vielen Bereichen eine Rolle spielen,
  9. aber es heißt nicht, dass sie alle Jobs ersetzt. Wichtig ist, flexibel zu bleiben,
  10. und Stärken, die nicht einfach zu ersetzen sind, auszubauen." Klingt einfach. Offen bleiben und sich weiterentwickeln.
  11. Aber ich möchte wissen: Wie KI-sicher sind eure Traumjobs? Das finden wir raus mit dem Job-Futuromat.
  12. Der Job-Futuromat ermittelt, wie viele Tätigkeiten eines Berufs von Computern, Robotern oder KI übernommen werden könnten.
  13. Bei mir als Moderatorin sind es z.B. 50%. Das heißt nicht, dass es meinen Job nicht mehr geben wird.
  14. Die Prozentzahl gibt an, wie stark er sich durch Technologie verändern könnte.
  15. Jetzt gucken wir, was bei euren Traumjobs rauskommt. Weißt du, was du machen möchtest? - Ich möchte Astrophysiker werden.
  16. Was könnte KI übernehmen? Die Analyse von den Gegenständen, die aus dem Weltall kommen.
  17. Was sagt der Job-Futuromat dazu? 25%. Hätte ich mehr gedacht.
  18. Ich möchte Erzieher werden. Wie viel Prozent könnte KI übernehmen?
  19. 0% tatsächlich. Die KI kann das nicht machen. Also einen Job ausgesucht, den nur ich machen kann.
  20. Musik würde ich gerne machen, z.B. Audioingenieur. 78%. - Das ist viel.
  21. Macht Sinn. Vielleicht mache ich es als Hobby.
  22. Ich würde gerne was mit Architektur machen. Also Innenarchitekt.
  23. Was steht da? - 67%. Hättest du das erwartet? - Ich hätte weniger gedacht.
  24. Aber würde dich das in deiner Berufswahl irgendwie beeinflussen? Nein, ich finde nicht.
  25. Dass künstliche Intelligenz Auswirkungen auf Berufe hat, ist nichts Neues.
  26. Schon heute unterstützt uns KI. Wollte man vor ein paar Jahren z.B. einen Text übersetzen lassen,
  27. musste das ein Übersetzer machen. Heute können KI-Programme diese Aufgabe in Sekunden erledigen.
  28. In der Medizin unterstützt KI z.B. bei der Auswertung von Röntgenbildern und der Diagnose von Krankheiten.
  29. In Lagerhallen sind KI-basierte Systeme dafür zuständig, Waren und Versand zu organisieren.
  30. Generell sagt man, Tätigkeiten, die sich wiederholen und Regeln folgen, lassen sich leicht durch KI automatisieren.
  31. Das hat Vor- und Nachteile. Viele Aufgaben, die eintönig oder körperlich anstrengend sind,
  32. können Menschen so abgenommen werden. Ein möglicher Nachteil:
  33. Wenn KI Berufsfelder ersetzt, können Arbeitsplätze wegfallen. Z.B. die Berufe Synchronsprecherin, Kassierer, Taxifahrerin,
  34. Lagerarbeiter oder Bürotätigkeiten. Durch KI werden Jobs wegfallen.
  35. Was heißt das für eure Berufswahl? Das habe ich Prof. Weber gefragt
  36. vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. KI ist die Technologie unserer Zeit,
  37. die durch alle Branchen Anwendung finden wird. Dementsprechend gibt es nicht KI-sichere Berufe.
  38. Es gibt Berufe, in denen KI nicht stark angewendet wird. Z.B. die Pflege oder wenn man sich Berufe anschaut,
  39. wo man Kreativität braucht und nicht nur nachmachen. Aber KI-sicher, danach sollte man nicht streben.
  40. Denn mit KI gibt es große, neue Möglichkeiten. Nicht nur der technologischen Entwicklung, sondern auch,
  41. wie wir uns in unserer Arbeit weiterentwickeln können. Alles wird die KI nicht ersetzen können.
  42. Einige Berufe werden sich nur verändern. Sogar in Bereichen, in denen man es kaum glauben würde.
  43. Z.B. in der Landwirtschaft. Das schaue ich mir auf dem Versuchsbauernhof Haus Düsse
  44. in Bad Sassendorf an. Katharina Dahlhoff zeigt mir,
  45. wie der Schweinestall der Zukunft aussehen könnte. Das ist ein Schweinestall? - Ja.
  46. Das ist doch ein Gewächshaus. - Das ist ein Stall. Bevor man in den Schweinestall geht, muss geduscht werden,
  47. damit keine Keime hineinkommen. Ja, dann... - Wir sehen uns später.
  48. Wir sehen uns später, tschüs. Frisch geduscht geht es zu den Schweinen.
  49. Hereinspaziert. Das hab ich mir anders vorgestellt.
  50. Es ist anders, als man sich ein Schweinestall vorstellt. Es ist superhell, hier ist alles voller Pflanzen.
  51. Was ist hier alles KI? Die Kameras und auch die Mikrofone, die sind KI-basiert.
  52. D.h. alles, was die Schweine machen, das wird aufgezeichnet. Wir bekommen Hinweise, ob sich etwas verändert hat.
  53. Das ist für euch ein Megavorteil, oder? Es ist eine Entlastung,
  54. weil eine digitale Assistenz das Management unterstützen kann. V.a. kann man früher Sachen erkennen.
  55. Welche KI-Tools habt ihr noch? Z.B. bei den Milchkühen,
  56. wo wir mit einer Objekterkennung die Tiere erkennen können. Gucken, was machen sie, wie viel liegen sie.
  57. Auf dem Feld haben wir eine Unkrauterkennung und eine Schädlingserkennung.
  58. Ich wusste nicht, dass es so was gibt. Auch für die Feldarbeit werden neue Systeme entwickelt,
  59. die die Landwirte unterstützen sollen. Bei automatischen Erntehelfern erkennt eine KI,
  60. ob eine Erdbeere reif ist und gepflückt werden kann. Oder dieses System, bei dem ohne Chemie Unkraut entfernt werden kann.
  61. Glaubst du, dass die KI den Landwirt oder die Landwirtin ersetzen kann? Sie unterstützt uns, aber sie würde uns nicht ersetzen können,
  62. weil der Kontakt zum Tier wird weiterhin wichtig sein. Wann wird es normal sein, dass es solche KI-Tools auf den Höfen gibt?
  63. Wenn ich die Glaskugel raushole, denke ich, dass es noch 5 bis 7 Jahre brauchen wird,
  64. bis flächendeckend so was in den Betrieben ist. Manche Berufe, wie z.B. der der Landwirtin, verändern sich durch KI.
  65. Es gibt aber neue Jobs, die durch künstliche Intelligenz entstanden sind.
  66. Isabell z.B. ist KI-Beraterin. Ich bin Redakteurin für künstliche Intelligenz.
  67. Das könnt ihr euch so vorstellen, dass Menschen mit Problemen kommen. Ich versuche, Problemlösungen für sie mithilfe von KI zu kreieren.
  68. Spaß an diesem Job macht mir v.a., dass ich mit neuer Technologie arbeite.
  69. Das ist aber teilweise das, was mich nervt. Diese Flut an Informationen, die man aufnehmen muss, um aktuell zu sein.
  70. Lernt Programmieren. Das klingt so, als wäre das etwas, was nicht mehr nötig ist,
  71. weil die KI das Programmieren übernehmen kann. Aber man lernt viel mehr, wie IT-Systeme funktionieren.
  72. Das ist etwas, was man braucht, wenn man mit KI arbeiten möchte. Wenn man jetzt ins Berufsleben startet,
  73. dann schielt nicht darauf, was KI alles ersetzen wird. Berufe verändern sich, und da entstehen Riesenchancen.
  74. Dementsprechend einmal zur Berufsberatung gehen, gut informieren lassen von den Profis.
  75. Aber dann darauf schauen, was sind meine Stärken, meine Interessen, meine Motivation.
  76. Wie sieht es bei euch aus? Was haltet ihr generell von KI?
  77. Findet ihr das beängstigend oder spannend? Schreibt uns das gerne auf 9einhalb.de
  78. Copyright WDR 2025

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