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KI auf dem Arbeitsmarkt: So könnte die Zukunft aussehen | neuneinhalb | WDR
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 78 Zeilen
- Ich möchte Sportjournalist werden. Astrophysiker.
- Rettungssanitäter, Notfallsanitäter. Immobilienmakler.
- Ihr habt ziemlich konkrete Berufswünsche, aber was ist mit KI? Wird es eure Traumjobs in Zukunft noch geben?
- Künstliche Intelligenz kann Aufgaben übernehmen, die früher nur Menschen erledigen konnten.
- Eine KI kann nicht denken und hat kein Bewusstsein, aber sie kann Muster erkennen und dadurch lernen,
- Vorhersagen zu machen und Fragen zu beantworten. Z.B. meine, deshalb frage ich meine KI, ChatGPT.
- Stell dir vor, du bist ein junger Mensch auf Berufssuche. Wird KI nicht eh die meisten Jobs übernehmen?
- "Das ist eine interessante Frage. KI wird in vielen Bereichen eine Rolle spielen,
- aber es heißt nicht, dass sie alle Jobs ersetzt. Wichtig ist, flexibel zu bleiben,
- und Stärken, die nicht einfach zu ersetzen sind, auszubauen." Klingt einfach. Offen bleiben und sich weiterentwickeln.
- Aber ich möchte wissen: Wie KI-sicher sind eure Traumjobs? Das finden wir raus mit dem Job-Futuromat.
- Der Job-Futuromat ermittelt, wie viele Tätigkeiten eines Berufs von Computern, Robotern oder KI übernommen werden könnten.
- Bei mir als Moderatorin sind es z.B. 50%. Das heißt nicht, dass es meinen Job nicht mehr geben wird.
- Die Prozentzahl gibt an, wie stark er sich durch Technologie verändern könnte.
- Jetzt gucken wir, was bei euren Traumjobs rauskommt. Weißt du, was du machen möchtest? - Ich möchte Astrophysiker werden.
- Was könnte KI übernehmen? Die Analyse von den Gegenständen, die aus dem Weltall kommen.
- Was sagt der Job-Futuromat dazu? 25%. Hätte ich mehr gedacht.
- Ich möchte Erzieher werden. Wie viel Prozent könnte KI übernehmen?
- 0% tatsächlich. Die KI kann das nicht machen. Also einen Job ausgesucht, den nur ich machen kann.
- Musik würde ich gerne machen, z.B. Audioingenieur. 78%. - Das ist viel.
- Macht Sinn. Vielleicht mache ich es als Hobby.
- Ich würde gerne was mit Architektur machen. Also Innenarchitekt.
- Was steht da? - 67%. Hättest du das erwartet? - Ich hätte weniger gedacht.
- Aber würde dich das in deiner Berufswahl irgendwie beeinflussen? Nein, ich finde nicht.
- Dass künstliche Intelligenz Auswirkungen auf Berufe hat, ist nichts Neues.
- Schon heute unterstützt uns KI. Wollte man vor ein paar Jahren z.B. einen Text übersetzen lassen,
- musste das ein Übersetzer machen. Heute können KI-Programme diese Aufgabe in Sekunden erledigen.
- In der Medizin unterstützt KI z.B. bei der Auswertung von Röntgenbildern und der Diagnose von Krankheiten.
- In Lagerhallen sind KI-basierte Systeme dafür zuständig, Waren und Versand zu organisieren.
- Generell sagt man, Tätigkeiten, die sich wiederholen und Regeln folgen, lassen sich leicht durch KI automatisieren.
- Das hat Vor- und Nachteile. Viele Aufgaben, die eintönig oder körperlich anstrengend sind,
- können Menschen so abgenommen werden. Ein möglicher Nachteil:
- Wenn KI Berufsfelder ersetzt, können Arbeitsplätze wegfallen. Z.B. die Berufe Synchronsprecherin, Kassierer, Taxifahrerin,
- Lagerarbeiter oder Bürotätigkeiten. Durch KI werden Jobs wegfallen.
- Was heißt das für eure Berufswahl? Das habe ich Prof. Weber gefragt
- vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. KI ist die Technologie unserer Zeit,
- die durch alle Branchen Anwendung finden wird. Dementsprechend gibt es nicht KI-sichere Berufe.
- Es gibt Berufe, in denen KI nicht stark angewendet wird. Z.B. die Pflege oder wenn man sich Berufe anschaut,
- wo man Kreativität braucht und nicht nur nachmachen. Aber KI-sicher, danach sollte man nicht streben.
- Denn mit KI gibt es große, neue Möglichkeiten. Nicht nur der technologischen Entwicklung, sondern auch,
- wie wir uns in unserer Arbeit weiterentwickeln können. Alles wird die KI nicht ersetzen können.
- Einige Berufe werden sich nur verändern. Sogar in Bereichen, in denen man es kaum glauben würde.
- Z.B. in der Landwirtschaft. Das schaue ich mir auf dem Versuchsbauernhof Haus Düsse
- in Bad Sassendorf an. Katharina Dahlhoff zeigt mir,
- wie der Schweinestall der Zukunft aussehen könnte. Das ist ein Schweinestall? - Ja.
- Das ist doch ein Gewächshaus. - Das ist ein Stall. Bevor man in den Schweinestall geht, muss geduscht werden,
- damit keine Keime hineinkommen. Ja, dann... - Wir sehen uns später.
- Wir sehen uns später, tschüs. Frisch geduscht geht es zu den Schweinen.
- Hereinspaziert. Das hab ich mir anders vorgestellt.
- Es ist anders, als man sich ein Schweinestall vorstellt. Es ist superhell, hier ist alles voller Pflanzen.
- Was ist hier alles KI? Die Kameras und auch die Mikrofone, die sind KI-basiert.
- D.h. alles, was die Schweine machen, das wird aufgezeichnet. Wir bekommen Hinweise, ob sich etwas verändert hat.
- Das ist für euch ein Megavorteil, oder? Es ist eine Entlastung,
- weil eine digitale Assistenz das Management unterstützen kann. V.a. kann man früher Sachen erkennen.
- Welche KI-Tools habt ihr noch? Z.B. bei den Milchkühen,
- wo wir mit einer Objekterkennung die Tiere erkennen können. Gucken, was machen sie, wie viel liegen sie.
- Auf dem Feld haben wir eine Unkrauterkennung und eine Schädlingserkennung.
- Ich wusste nicht, dass es so was gibt. Auch für die Feldarbeit werden neue Systeme entwickelt,
- die die Landwirte unterstützen sollen. Bei automatischen Erntehelfern erkennt eine KI,
- ob eine Erdbeere reif ist und gepflückt werden kann. Oder dieses System, bei dem ohne Chemie Unkraut entfernt werden kann.
- Glaubst du, dass die KI den Landwirt oder die Landwirtin ersetzen kann? Sie unterstützt uns, aber sie würde uns nicht ersetzen können,
- weil der Kontakt zum Tier wird weiterhin wichtig sein. Wann wird es normal sein, dass es solche KI-Tools auf den Höfen gibt?
- Wenn ich die Glaskugel raushole, denke ich, dass es noch 5 bis 7 Jahre brauchen wird,
- bis flächendeckend so was in den Betrieben ist. Manche Berufe, wie z.B. der der Landwirtin, verändern sich durch KI.
- Es gibt aber neue Jobs, die durch künstliche Intelligenz entstanden sind.
- Isabell z.B. ist KI-Beraterin. Ich bin Redakteurin für künstliche Intelligenz.
- Das könnt ihr euch so vorstellen, dass Menschen mit Problemen kommen. Ich versuche, Problemlösungen für sie mithilfe von KI zu kreieren.
- Spaß an diesem Job macht mir v.a., dass ich mit neuer Technologie arbeite.
- Das ist aber teilweise das, was mich nervt. Diese Flut an Informationen, die man aufnehmen muss, um aktuell zu sein.
- Lernt Programmieren. Das klingt so, als wäre das etwas, was nicht mehr nötig ist,
- weil die KI das Programmieren übernehmen kann. Aber man lernt viel mehr, wie IT-Systeme funktionieren.
- Das ist etwas, was man braucht, wenn man mit KI arbeiten möchte. Wenn man jetzt ins Berufsleben startet,
- dann schielt nicht darauf, was KI alles ersetzen wird. Berufe verändern sich, und da entstehen Riesenchancen.
- Dementsprechend einmal zur Berufsberatung gehen, gut informieren lassen von den Profis.
- Aber dann darauf schauen, was sind meine Stärken, meine Interessen, meine Motivation.
- Wie sieht es bei euch aus? Was haltet ihr generell von KI?
- Findet ihr das beängstigend oder spannend? Schreibt uns das gerne auf 9einhalb.de
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