KI auf dem Arbeitsmarkt: So könnte die Zukunft aussehen | neuneinhalb | WDR WDR https://www.youtube.com/watch?v=7teCZcmaueE Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Ich möchte Sportjournalist werden. Astrophysiker. 0:03 Rettungssanitäter, Notfallsanitäter. Immobilienmakler. 0:12 Ihr habt ziemlich konkrete Berufswünsche, aber was ist mit KI? Wird es eure Traumjobs in Zukunft noch geben? 0:20 Künstliche Intelligenz kann Aufgaben übernehmen, die früher nur Menschen erledigen konnten. 0:27 Eine KI kann nicht denken und hat kein Bewusstsein, aber sie kann Muster erkennen und dadurch lernen, 0:35 Vorhersagen zu machen und Fragen zu beantworten. Z.B. meine, deshalb frage ich meine KI, ChatGPT. 0:43 Stell dir vor, du bist ein junger Mensch auf Berufssuche. Wird KI nicht eh die meisten Jobs übernehmen? 0:52 "Das ist eine interessante Frage. KI wird in vielen Bereichen eine Rolle spielen, 0:58 aber es heißt nicht, dass sie alle Jobs ersetzt. Wichtig ist, flexibel zu bleiben, 1:04 und Stärken, die nicht einfach zu ersetzen sind, auszubauen." Klingt einfach. Offen bleiben und sich weiterentwickeln. 1:13 Aber ich möchte wissen: Wie KI-sicher sind eure Traumjobs? Das finden wir raus mit dem Job-Futuromat. 1:21 Der Job-Futuromat ermittelt, wie viele Tätigkeiten eines Berufs von Computern, Robotern oder KI übernommen werden könnten. 1:33 Bei mir als Moderatorin sind es z.B. 50%. Das heißt nicht, dass es meinen Job nicht mehr geben wird. 1:40 Die Prozentzahl gibt an, wie stark er sich durch Technologie verändern könnte. 1:46 Jetzt gucken wir, was bei euren Traumjobs rauskommt. Weißt du, was du machen möchtest? - Ich möchte Astrophysiker werden. 1:56 Was könnte KI übernehmen? Die Analyse von den Gegenständen, die aus dem Weltall kommen. 2:02 Was sagt der Job-Futuromat dazu? 25%. Hätte ich mehr gedacht. 2:07 Ich möchte Erzieher werden. Wie viel Prozent könnte KI übernehmen? 2:13 0% tatsächlich. Die KI kann das nicht machen. Also einen Job ausgesucht, den nur ich machen kann. 2:20 Musik würde ich gerne machen, z.B. Audioingenieur. 78%. - Das ist viel. 2:26 Macht Sinn. Vielleicht mache ich es als Hobby. 2:30 Ich würde gerne was mit Architektur machen. Also Innenarchitekt. 2:35 Was steht da? - 67%. Hättest du das erwartet? - Ich hätte weniger gedacht. 2:42 Aber würde dich das in deiner Berufswahl irgendwie beeinflussen? Nein, ich finde nicht. 2:51 Dass künstliche Intelligenz Auswirkungen auf Berufe hat, ist nichts Neues. 2:57 Schon heute unterstützt uns KI. Wollte man vor ein paar Jahren z.B. einen Text übersetzen lassen, 3:04 musste das ein Übersetzer machen. Heute können KI-Programme diese Aufgabe in Sekunden erledigen. 3:12 In der Medizin unterstützt KI z.B. bei der Auswertung von Röntgenbildern und der Diagnose von Krankheiten. 3:20 In Lagerhallen sind KI-basierte Systeme dafür zuständig, Waren und Versand zu organisieren. 3:27 Generell sagt man, Tätigkeiten, die sich wiederholen und Regeln folgen, lassen sich leicht durch KI automatisieren. 3:36 Das hat Vor- und Nachteile. Viele Aufgaben, die eintönig oder körperlich anstrengend sind, 3:43 können Menschen so abgenommen werden. Ein möglicher Nachteil: 3:48 Wenn KI Berufsfelder ersetzt, können Arbeitsplätze wegfallen. Z.B. die Berufe Synchronsprecherin, Kassierer, Taxifahrerin, 3:57 Lagerarbeiter oder Bürotätigkeiten. Durch KI werden Jobs wegfallen. 4:02 Was heißt das für eure Berufswahl? Das habe ich Prof. Weber gefragt 4:08 vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. KI ist die Technologie unserer Zeit, 4:14 die durch alle Branchen Anwendung finden wird. Dementsprechend gibt es nicht KI-sichere Berufe. 4:22 Es gibt Berufe, in denen KI nicht stark angewendet wird. Z.B. die Pflege oder wenn man sich Berufe anschaut, 4:30 wo man Kreativität braucht und nicht nur nachmachen. Aber KI-sicher, danach sollte man nicht streben. 4:38 Denn mit KI gibt es große, neue Möglichkeiten. Nicht nur der technologischen Entwicklung, sondern auch, 4:46 wie wir uns in unserer Arbeit weiterentwickeln können. Alles wird die KI nicht ersetzen können. 4:53 Einige Berufe werden sich nur verändern. Sogar in Bereichen, in denen man es kaum glauben würde. 5:01 Z.B. in der Landwirtschaft. Das schaue ich mir auf dem Versuchsbauernhof Haus Düsse 5:07 in Bad Sassendorf an. Katharina Dahlhoff zeigt mir, 5:11 wie der Schweinestall der Zukunft aussehen könnte. Das ist ein Schweinestall? - Ja. 5:18 Das ist doch ein Gewächshaus. - Das ist ein Stall. Bevor man in den Schweinestall geht, muss geduscht werden, 5:26 damit keine Keime hineinkommen. Ja, dann... - Wir sehen uns später. 5:32 Wir sehen uns später, tschüs. Frisch geduscht geht es zu den Schweinen. 5:41 Hereinspaziert. Das hab ich mir anders vorgestellt. 5:51 Es ist anders, als man sich ein Schweinestall vorstellt. Es ist superhell, hier ist alles voller Pflanzen. 5:59 Was ist hier alles KI? Die Kameras und auch die Mikrofone, die sind KI-basiert. 6:06 D.h. alles, was die Schweine machen, das wird aufgezeichnet. Wir bekommen Hinweise, ob sich etwas verändert hat. 6:15 Das ist für euch ein Megavorteil, oder? Es ist eine Entlastung, 6:20 weil eine digitale Assistenz das Management unterstützen kann. V.a. kann man früher Sachen erkennen. 6:28 Welche KI-Tools habt ihr noch? Z.B. bei den Milchkühen, 6:32 wo wir mit einer Objekterkennung die Tiere erkennen können. Gucken, was machen sie, wie viel liegen sie. 6:41 Auf dem Feld haben wir eine Unkrauterkennung und eine Schädlingserkennung. 6:46 Ich wusste nicht, dass es so was gibt. Auch für die Feldarbeit werden neue Systeme entwickelt, 6:53 die die Landwirte unterstützen sollen. Bei automatischen Erntehelfern erkennt eine KI, 7:00 ob eine Erdbeere reif ist und gepflückt werden kann. Oder dieses System, bei dem ohne Chemie Unkraut entfernt werden kann. 7:10 Glaubst du, dass die KI den Landwirt oder die Landwirtin ersetzen kann? Sie unterstützt uns, aber sie würde uns nicht ersetzen können, 7:20 weil der Kontakt zum Tier wird weiterhin wichtig sein. Wann wird es normal sein, dass es solche KI-Tools auf den Höfen gibt? 7:31 Wenn ich die Glaskugel raushole, denke ich, dass es noch 5 bis 7 Jahre brauchen wird, 7:37 bis flächendeckend so was in den Betrieben ist. Manche Berufe, wie z.B. der der Landwirtin, verändern sich durch KI. 7:46 Es gibt aber neue Jobs, die durch künstliche Intelligenz entstanden sind. 7:52 Isabell z.B. ist KI-Beraterin. Ich bin Redakteurin für künstliche Intelligenz. 7:58 Das könnt ihr euch so vorstellen, dass Menschen mit Problemen kommen. Ich versuche, Problemlösungen für sie mithilfe von KI zu kreieren. 8:10 Spaß an diesem Job macht mir v.a., dass ich mit neuer Technologie arbeite. 8:16 Das ist aber teilweise das, was mich nervt. Diese Flut an Informationen, die man aufnehmen muss, um aktuell zu sein. 8:26 Lernt Programmieren. Das klingt so, als wäre das etwas, was nicht mehr nötig ist, 8:32 weil die KI das Programmieren übernehmen kann. Aber man lernt viel mehr, wie IT-Systeme funktionieren. 8:40 Das ist etwas, was man braucht, wenn man mit KI arbeiten möchte. Wenn man jetzt ins Berufsleben startet, 8:48 dann schielt nicht darauf, was KI alles ersetzen wird. Berufe verändern sich, und da entstehen Riesenchancen. 8:57 Dementsprechend einmal zur Berufsberatung gehen, gut informieren lassen von den Profis. 9:04 Aber dann darauf schauen, was sind meine Stärken, meine Interessen, meine Motivation. 9:11 Wie sieht es bei euch aus? Was haltet ihr generell von KI? 9:16 Findet ihr das beängstigend oder spannend? Schreibt uns das gerne auf 9einhalb.de 9:22 Copyright WDR 2025