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Muskelkontraktion einfach erklärt!

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Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 46 Zeilen
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  1. Und einer Muskelkontraktion verstehst du die Anspannung eines Muskels. Sie ist notwendig, dass du deine Muskeln bewegen
  2. kannst. Wie genau die Kontraktion abläuft, erklären wir dir hier. Nicht nur, wenn du etwas hochhebst oder
  3. läufst, sondern immer wenn du dich bewegst, benutzt du deine Muskeln. Bei jeder deiner Bewegungen findet eine
  4. Muskelkontraktion statt. Darunter verstehst du das aktive Anspannen oder Zusammenziehen eines Muskels. Damit das
  5. passiert, müssen deine Muskeln mechanische Arbeit verrichten. Dafür benötigen Sie Energie. Genauer gesagt
  6. chemische Energie, die Sie aus der Spaltung des Moleküls Adenosin Triphosphat erhalten.
  7. Damit du verstehst, wie deine Muskeln funktionieren, schauen wir uns zuerst mal ihren Aufbau an. Du besitzt drei
  8. verschiedene Muskeltypen, die Skelettmuskulatur, die glatte Muskulatur und die Herzmuskulatur.
  9. Für alle aktiven Bewegungen wie das Bewegen von Armen und Beinen, sind die Skelettmuskeln zuständig.
  10. Wenn du dir den Querschnitt eines Skelettmuskels anschaust, sieht das so aus. Du erkennst verschiedene
  11. Strukturen, die wir jetzt von groß nach klein durchgehen. Du kannst dir den Muskel als ein Muskelfaserbündel
  12. vorstellen, also ein Bündel aus mehreren Muskelfasern umgeben von Bindegewebe. Die Muskelfasern sind lang gestreckte
  13. mehrkernige Zellen. Bei den Muskelzellen nennst du das Zellplasma Sakoplasma und die Zellmembran Sakulem. Das
  14. endoplasmatische Retikulum der Muskelzelle heißt entsprechend sakoplasmatisches Retikulum. Es umhüllt
  15. die sogenannten Myofibrillen. Sie ermöglichen das Verkürzen der Muskeln und bestehen wiederum aus den Sakomeren.
  16. Und wie sieht das Sakomer, die kleinste Einheit der Muskelzelle aus? An den Rändern ist jedes Sakomeer begrenzt
  17. durch die Zwischenscheiben. Daran hängen auf beiden Seiten dünne fadenförmige Proteine. Du nennst sie Aktinfilamente.
  18. Mittig dazwischen findest du die dickeren Myosinfilamente. Über das Protein Titin sind sie an den
  19. Zscheiben befestigt. Das kannst du dir vorstellen wie eine elastische Feder. Zur Muskelbewegung können Myosin und
  20. Aktinfilamente nun aneinander vorbeigleiten. Daher bezeichnest du das Prinzip auch als Gleitfilamentt Theorie.
  21. Dabei verkürzt sich zwar der Muskel, die Länge der Myosin und Aktinfilamente bleibt jedoch gleich.
  22. Schauen wir uns das Ganze jetzt einmal auf molekularer Ebene an. Dort kannst du die Muskelkontraktion durch den
  23. Querbrückenzyklus erklären. Schritt für Schritt läuft das so ab. Im Ruhezustand, wenn der Muskel entspannt ist, ist Aktin
  24. von den Proteinen Troponin und Tropomyosin umschlungen. So verdecken die Tropomyosinfäden die
  25. Myosinbindestelle auf den Aktinfilamenten. Das Myosinköpfchen hat ATP gebunden und
  26. befindet sich in einem 90° Winkel zum Aktin. Jetzt aktiviert ein Nervensignal den Muskel. Es führt nämlich zur
  27. Ausschüttung von Calciumionen aus dem sakoplasmatischen Retikulum. Dadurch wird die Enzymaktivität von Myosin
  28. aktiviert. Es ist eine ATP-Ase. Das bedeutet, es kann Adenosin Triphosphat zu Adenosin Diphosphat und
  29. einem Phosphatrest spalten. Dabei wird Energiefrei, die der Myosin Kopf speichert. Die Calziumionen binden
  30. außerdem Anthroponin. Das löst eine Änderung seiner Struktur aus, sodass es die Bindestelle für
  31. Myosin freigibt. Jetzt kommt der Schritt der Querbrückenbildung. Denn Myosin kann nun
  32. an Aktin binden. Daraufhin gibt das Myosinköpfchen nacheinander Phosphat und ADP ab. Die dabei freiwerdende Energie
  33. führt zum Kippen des Kopfes um 45°. Das sieht aus wie ein Ruderschlag. So zieht Myosin die Aktinfilamente in die Mitte
  34. und der Muskel spannt sich an. Um wieder in den Ruhezustand zurückzukehren, lagert sich neues ATP an den Myosinkopf
  35. an. Dadurch lösen sich die Myosin und Aktinfilamente voneinander. Die Calziumkonzentration sinkt und die
  36. Ruhestellung ist wieder erreicht. Jetzt kannst du auch den Effekt der Totenstarre erklären. Darunter verstehst
  37. du das Versteifen der Muskeln nach dem Tod. Das passiert, weil kein neues ATP mehr vorhanden ist. So bleiben Myosin
  38. und Aktin weitergebunden und die Muskulatur bleibt angespannt. Du hast gerade gelernt, dass die
  39. Muskelkontraktion durch den Einstrom von Calziumionen in die Muskelzelle ausgelöst wird. Und wie steuert die
  40. Zelle das? Ein Signal aus einer Nervenzelle löst die Öffnung spannungsgesteuerter Calziumionenkanäle
  41. aus. Das Signal entspricht einer Spannungsänderung an der Muskelzellmembran.
  42. So führt also ein elektrisches Signal zu einer mechanischen Antwort. Damit das elektrische Signal von der
  43. Nerven auf die Muskelzelle übertragen werden kann, müssen sie über eine spezielle Kontaktstelle verbunden sein.
  44. Du kannst sie als motorische Endplatte bezeichnen. Wenn du wissen möchtest, wie sie aufgebaut ist und wie dort Signale
  45. übertragen werden, schau dir einfach unser Video dazu an. Dir hat das Video gefallen? Für mehr kostenlose Videos
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