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Mit offenen Karten Geographie der Ernährung Die Alternativen
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 73 Zeilen
- [Musik] euro dieses hier heute befinde ich mich in das an der hochschule für landschaftsarchitektur
- genauer gesagt im ehemaligen königlichen gemüse garten denn essen ist alles andere als belanglos es hat mit vergnügen mit gesundheit und
- sogar mit gleichheit zu tun in einer vorigen sendung ging es um die globalisierung der industriellen landwirtschaft
- dagegen regt sich aber widerstand und es gibt alternativen über die ich heute berichten gab nehmen wir zum beispiel kaffee die ihnen
- viele von uns täglich trinken in der internationalen nahrungs und genussmittel browser ist es ein langer weg vom hersteller zum verbraucher
- einkauf lagerung transport verpackung handel alle diese zwischenschritte haben natürlich einfluss auf den verkaufspreis
- des cafés im herkömmlichen handel ergeben sich 85 prozent des verkaufspreises aus den kosten für den import das rösten und den handel 3
- prozent aus den kosten für den export und 2 prozent aus den kosten für zwischenhändler damit bleiben zehn prozent für den
- kaffeebauern anders ausgedrückt wenn wir für ein päckchen kaffee in supermarkt drei euro bezahlen bekommt der café bauer davon 30 cent außerdem ist der
- kaffeepreis und dadurch auch sein verdienst auf den weltmärkten starken schwankungen unterworfen das wird an der entwicklung des café
- preises seit 30 jahren deutlich bei einem päckchen kaffee das aus dem fairen handel stammt sieht das ein wenig anders aus
- der import das rösten und der handel machen nur noch 73 prozent aus die export kosten sind gleich und der anteil für die zwischen
- händler verschwindet dafür gibt es lizenzgebühren für das siegel in höhe von 2% und weitere zwei prozent für die genossenschaft der kleinbauern der
- anteil des kaffeebauern ist also doppelt so hoch wie beim herkömmlichen handel nämlich 20 prozent dafür sorgen organisationen die im dachverband fmo
- fairtrade labeling organisation zusammengeschlossen sind dazu gehören drei produzenten netzwerke in lateinamerika und der karibik in
- afrika und in asien die hersteller von kaffee aber auch von fruchtsaft zucker und kakao verkaufen ihre produkte zu einem festen preis an
- fairtrade importeure zuzüglich einer prämie mit der abwasserentsorgung und bildungsprojekte in den herstellerländern finanziert werden
- am anderen ende gehören dem dachverband er fellow siegel initiativen aus 24 ländern an die hier auf der karte angezeigt werden
- die qualität von produkten und die erhaltung der lokalen landwirtschaft lassen sich aber auch durch die kennzeichnung der geografischen herkunft
- gewährleisten am beispiel des äthiopischen cafés werden die machtverhältnisse besonders deutlich
- äthiopien ist das heimatland des cafés und der sechs größte kaffeeproduzent der welt 60% des äthiopischen cafés werden exportiert und von seiner produktion
- leben 15 millionen bauern bei einer gesamtbevölkerung von 85 millionen 2005 versuchte die äthiopische regierung in mehreren ländern drei kaffeesorten
- schützen zu lassen sarah ihr geschäft und sie dadurch sollten die sorten als geschützte marken durch lizenzgebühren dem äthiopischen
- staat mehreinnahmen verschaffen 2005 bezahlte man für ein pfund äthiopischen café zwischen 60 cent und 1 dollar 20 als eingetragene marke könnte
- der gleiche kaffee für zwei dollar pro pfund verkauft werden 2006 beschlossen die eu japan und kanada die drei äthiopischen marken zu schützen
- das us amerikanische marken und patentamt hingegen lehnte für die am meisten verkauften sorten sie d'amour und habe den markenschutz ab dahinter
- steckte der us-amerikanische kaffeeverband nc demzufolge geografische angaben nicht als marke geschützt werden konnten
- hinter dieser weigerung stand starbucks weltweiter marktführer beim kaffee zum mitnehmen nur zum vergleich 2005 erzielte
- starbucks einen umsatz von fast acht milliarden dollar im gleichen jahr betrug das äthiopische bruttoinlandsprodukt 12 milliarden
- dollar damit werden die machtverhältnisse deutlich unterstützt wurde äthiopien von der britischen hilfsorganisation oxfam
- die die angelegenheit an die öffentlichkeit brachte 2007 wurde ein kompromiss gefunden äthiopien wurde für die drei sorten
- arabica kaffee und zidan markenschutz gewährt und starbucks brauchte der regierung in addis abeba keine lizenzgebühren zu zahlen
- äthiopien hatte sich nicht ganz durchsetzen können aber einen sieg davon getragen denn die regionen gelten nun als geschützte marken das wird seinen
- ruf auf weltweiter ebene verbessern und zu mehr exporteinnahmen führen gegen die verarmung der produkt und geschmacksvielfalt leisten aber auch
- einrichtungen wie die unesco widerstand diese führt seit 2003 eine liste des immateriellen kulturerbes zur bewahrung
- mündlich überlieferte traditionen und ausdrucksformen um angesichts einer wachsenden globalisierung die kulturelle vielfalt zu bewahren übernommen wurden
- in die liste des immateriellen kulturerbes der menschheit die lebkuchen backkunst aus dem norden kroatiens die traditionelle mexikanische küche mit
- mais bohnen und chili die aus präkolumbischer zeit stammt und noch andere kulturelle gewohnheiten wie zb die gastronomische mahlzeit der
- franzosen und die mittelmeerdiät auch kreta diät genannt die sowohl eine lebensart als auch ein ernährungs modell ist und es gibt noch eine dritte art von
- reaktion auf die globalisierung der ernährung diese beruht auf einer wachsenden sorge um die gesundheit und die umwelt
- zwischen 1950 und 2000 stieg durch die intensivierung der landwirtschaft und den gebrauch von kunst dünger und pflanzenschutzmitteln die weltweite
- agrarproduktion um den faktor 2,6 damit reagierte man auf das bevölkerungswachstum der im gleichen zeitraum stieg die weltbevölkerung um
- den faktor 2,4 allerdings führte die intensive landwirtschaft nicht nur zur verminderung von nahrungsmittelknappheit
- sondern oft auch zur verschmutzung des bodens und des grundwassers und dadurch zu einer gesundheitlichen gefährdung der bevölkerung und heute steht der anbau
- gentechnisch veränderter pflanzen in der kritik 2010 wurden gehen pflanzen in 29 ländern angebaut auf insgesamt zehn prozent der weltweiten anbaufläche sehen
- wir uns das am beispiel der eu näher an 2010 erlaubten acht eu-länder den anbau von gen pflanzen aber viele mitgliedstaaten hielten sich lieber an
- das vorsorgeprinzip sie verboten den anbau oder wie frankreich 2008 verhängten ein moratorium das führte zu einem rückgang von 23
- prozent der anbaufläche für gen pflanzen in der eu auf weltweiter ebene allerdings stieg die anbaufläche für gen-pflanzen um zehn
- prozent im jahr 2010 den größten anteil daran hatten australien und burkina faso in dem westafrikanischen land stieg die gesamte
- anbaufläche für gentechnisch veränderte organismen um 126 prozent nachdem die regierung den anbau von gen baumwolle genehmigt hatte in australien betrug der
- anstieg sogar 184 prozent was aber auch darauf zurückzuführen ist dass sich der anbau von gen pflanzen nach mehreren jahren wieder erholt hat paradoxerweise
- ist australien auch der größte produzent von bio lebensmitteln mit einer anbaufläche von über zwölf millionen hektar dahinter kommen argentinien die
- usa china und brasilien in europa ist spanien im biologischen landbau führend dort waren es 2009 fast 1,5 millionen hektar fast 5,5 prozent
- der landesweiten anbaufläche in frankreich wird nur auf 2,5 prozent der anbaufläche öko landbau betrieben das ist sehr viel weniger als im neuen
- umweltgesetz vorgesehen nämlich sechs prozent bis zum jahr 2012 kann die biologische landwirtschaft etwas an der vorherrschaft der industriellen
- landwirtschaft und dem vordringen von gen-pflanzen ändern auf weltweiter ebene jedenfalls macht sie nicht einmal ein prozent der anbauflächen haus trotz der
- zunehmenden nachfrage der verbraucher nach öko-produkten auf missstände aufmerksam machen kann man aber auch durch die berechnung des
- ökologischen fußabdrucks der produkte die wir verbrauchen so genannter food miles was man mit lebensmitteln meilen übersetzen könnte dabei werden die
- entfernungen addiert die unsere nahrung von der herstellung bis auf unseren teller zurücklegen dabei werden die kosten für den
- transport und der ausstoß von co2 mit eingerechnet diese entfernungen haben mit der globalisierung immer weiter zugenommen
- so haben die zutaten für einen erdbeer joghurt wer in stuttgart verkauft wird einer deutschen forscherin zufolge 9105 10 kilometer zurückgelegt bevor der
- joghurt im supermarkt regal steht um solche verschwendungen zu begrenzen und die lokale produktion zu fördern gibt es bürgerinitiativen wie die am ab
- die in frankreich versuchen einen direkten kontakt zwischen hersteller und verbraucher zu ermöglichen um die bäuerliche landwirtschaft zu bewahren
- in den usa sind das die locker wars die seit 2007 in kalifornien das ziel verfolgen nur produkte zu verbrauchen die aus einer entfernung von höchstens
- 100 meilen stammen weil er angesichts dieser widerstände und alternativen beginnen die nahrungsmittelkonzerne sich einerseits in den entwicklungsländern
- niederzulassen und andererseits in den öko landbau und den fairen handel zu investieren um dessen marktchancen zu nutzen
- angesichts dieser anpassungsfähigkeit sind zwei standpunkte möglich entweder ist man der meinung dass die globalisierung der
- nahrungsmittelindustrie sowieso jede art von widerstand brechen wird oder man ist der auffassung dass diese anpassungsfähigkeit an anspruchsvollerer
- und vorsichtigere verbraucher letztendlich etwas positives ist dazu kann sich jeder von ihnen seine eigene meinung bilden meine jedenfalls
- steht fest [Musik] mehr dazu erfahren sie in lenovo sich die libro award verliehen
- in moschee lokal wie global von gilles filme und in drei dokumentarfilmen die es von art der edition auf dvd gibt krieg um den reis monsanto mit gift und
- genen und unser täglich gift darin erfahren sie welche chemikalien uns die lebensmittelindustrie tagtäglich auftischt
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