Zum Inhalt springen
L

Das Video kommt von YouTube: erst beim Abspielen verbindet sich die Seite mit YouTube (Google).

Mit offenen Karten Geographie der Ernährung Die Alternativen

My Videos12:11 6.049 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 73 Zeilen
Herunterladen
  1. [Musik] euro dieses hier heute befinde ich mich in das an der hochschule für landschaftsarchitektur
  2. genauer gesagt im ehemaligen königlichen gemüse garten denn essen ist alles andere als belanglos es hat mit vergnügen mit gesundheit und
  3. sogar mit gleichheit zu tun in einer vorigen sendung ging es um die globalisierung der industriellen landwirtschaft
  4. dagegen regt sich aber widerstand und es gibt alternativen über die ich heute berichten gab nehmen wir zum beispiel kaffee die ihnen
  5. viele von uns täglich trinken in der internationalen nahrungs und genussmittel browser ist es ein langer weg vom hersteller zum verbraucher
  6. einkauf lagerung transport verpackung handel alle diese zwischenschritte haben natürlich einfluss auf den verkaufspreis
  7. des cafés im herkömmlichen handel ergeben sich 85 prozent des verkaufspreises aus den kosten für den import das rösten und den handel 3
  8. prozent aus den kosten für den export und 2 prozent aus den kosten für zwischenhändler damit bleiben zehn prozent für den
  9. kaffeebauern anders ausgedrückt wenn wir für ein päckchen kaffee in supermarkt drei euro bezahlen bekommt der café bauer davon 30 cent außerdem ist der
  10. kaffeepreis und dadurch auch sein verdienst auf den weltmärkten starken schwankungen unterworfen das wird an der entwicklung des café
  11. preises seit 30 jahren deutlich bei einem päckchen kaffee das aus dem fairen handel stammt sieht das ein wenig anders aus
  12. der import das rösten und der handel machen nur noch 73 prozent aus die export kosten sind gleich und der anteil für die zwischen
  13. händler verschwindet dafür gibt es lizenzgebühren für das siegel in höhe von 2% und weitere zwei prozent für die genossenschaft der kleinbauern der
  14. anteil des kaffeebauern ist also doppelt so hoch wie beim herkömmlichen handel nämlich 20 prozent dafür sorgen organisationen die im dachverband fmo
  15. fairtrade labeling organisation zusammengeschlossen sind dazu gehören drei produzenten netzwerke in lateinamerika und der karibik in
  16. afrika und in asien die hersteller von kaffee aber auch von fruchtsaft zucker und kakao verkaufen ihre produkte zu einem festen preis an
  17. fairtrade importeure zuzüglich einer prämie mit der abwasserentsorgung und bildungsprojekte in den herstellerländern finanziert werden
  18. am anderen ende gehören dem dachverband er fellow siegel initiativen aus 24 ländern an die hier auf der karte angezeigt werden
  19. die qualität von produkten und die erhaltung der lokalen landwirtschaft lassen sich aber auch durch die kennzeichnung der geografischen herkunft
  20. gewährleisten am beispiel des äthiopischen cafés werden die machtverhältnisse besonders deutlich
  21. äthiopien ist das heimatland des cafés und der sechs größte kaffeeproduzent der welt 60% des äthiopischen cafés werden exportiert und von seiner produktion
  22. leben 15 millionen bauern bei einer gesamtbevölkerung von 85 millionen 2005 versuchte die äthiopische regierung in mehreren ländern drei kaffeesorten
  23. schützen zu lassen sarah ihr geschäft und sie dadurch sollten die sorten als geschützte marken durch lizenzgebühren dem äthiopischen
  24. staat mehreinnahmen verschaffen 2005 bezahlte man für ein pfund äthiopischen café zwischen 60 cent und 1 dollar 20 als eingetragene marke könnte
  25. der gleiche kaffee für zwei dollar pro pfund verkauft werden 2006 beschlossen die eu japan und kanada die drei äthiopischen marken zu schützen
  26. das us amerikanische marken und patentamt hingegen lehnte für die am meisten verkauften sorten sie d'amour und habe den markenschutz ab dahinter
  27. steckte der us-amerikanische kaffeeverband nc demzufolge geografische angaben nicht als marke geschützt werden konnten
  28. hinter dieser weigerung stand starbucks weltweiter marktführer beim kaffee zum mitnehmen nur zum vergleich 2005 erzielte
  29. starbucks einen umsatz von fast acht milliarden dollar im gleichen jahr betrug das äthiopische bruttoinlandsprodukt 12 milliarden
  30. dollar damit werden die machtverhältnisse deutlich unterstützt wurde äthiopien von der britischen hilfsorganisation oxfam
  31. die die angelegenheit an die öffentlichkeit brachte 2007 wurde ein kompromiss gefunden äthiopien wurde für die drei sorten
  32. arabica kaffee und zidan markenschutz gewährt und starbucks brauchte der regierung in addis abeba keine lizenzgebühren zu zahlen
  33. äthiopien hatte sich nicht ganz durchsetzen können aber einen sieg davon getragen denn die regionen gelten nun als geschützte marken das wird seinen
  34. ruf auf weltweiter ebene verbessern und zu mehr exporteinnahmen führen gegen die verarmung der produkt und geschmacksvielfalt leisten aber auch
  35. einrichtungen wie die unesco widerstand diese führt seit 2003 eine liste des immateriellen kulturerbes zur bewahrung
  36. mündlich überlieferte traditionen und ausdrucksformen um angesichts einer wachsenden globalisierung die kulturelle vielfalt zu bewahren übernommen wurden
  37. in die liste des immateriellen kulturerbes der menschheit die lebkuchen backkunst aus dem norden kroatiens die traditionelle mexikanische küche mit
  38. mais bohnen und chili die aus präkolumbischer zeit stammt und noch andere kulturelle gewohnheiten wie zb die gastronomische mahlzeit der
  39. franzosen und die mittelmeerdiät auch kreta diät genannt die sowohl eine lebensart als auch ein ernährungs modell ist und es gibt noch eine dritte art von
  40. reaktion auf die globalisierung der ernährung diese beruht auf einer wachsenden sorge um die gesundheit und die umwelt
  41. zwischen 1950 und 2000 stieg durch die intensivierung der landwirtschaft und den gebrauch von kunst dünger und pflanzenschutzmitteln die weltweite
  42. agrarproduktion um den faktor 2,6 damit reagierte man auf das bevölkerungswachstum der im gleichen zeitraum stieg die weltbevölkerung um
  43. den faktor 2,4 allerdings führte die intensive landwirtschaft nicht nur zur verminderung von nahrungsmittelknappheit
  44. sondern oft auch zur verschmutzung des bodens und des grundwassers und dadurch zu einer gesundheitlichen gefährdung der bevölkerung und heute steht der anbau
  45. gentechnisch veränderter pflanzen in der kritik 2010 wurden gehen pflanzen in 29 ländern angebaut auf insgesamt zehn prozent der weltweiten anbaufläche sehen
  46. wir uns das am beispiel der eu näher an 2010 erlaubten acht eu-länder den anbau von gen pflanzen aber viele mitgliedstaaten hielten sich lieber an
  47. das vorsorgeprinzip sie verboten den anbau oder wie frankreich 2008 verhängten ein moratorium das führte zu einem rückgang von 23
  48. prozent der anbaufläche für gen pflanzen in der eu auf weltweiter ebene allerdings stieg die anbaufläche für gen-pflanzen um zehn
  49. prozent im jahr 2010 den größten anteil daran hatten australien und burkina faso in dem westafrikanischen land stieg die gesamte
  50. anbaufläche für gentechnisch veränderte organismen um 126 prozent nachdem die regierung den anbau von gen baumwolle genehmigt hatte in australien betrug der
  51. anstieg sogar 184 prozent was aber auch darauf zurückzuführen ist dass sich der anbau von gen pflanzen nach mehreren jahren wieder erholt hat paradoxerweise
  52. ist australien auch der größte produzent von bio lebensmitteln mit einer anbaufläche von über zwölf millionen hektar dahinter kommen argentinien die
  53. usa china und brasilien in europa ist spanien im biologischen landbau führend dort waren es 2009 fast 1,5 millionen hektar fast 5,5 prozent
  54. der landesweiten anbaufläche in frankreich wird nur auf 2,5 prozent der anbaufläche öko landbau betrieben das ist sehr viel weniger als im neuen
  55. umweltgesetz vorgesehen nämlich sechs prozent bis zum jahr 2012 kann die biologische landwirtschaft etwas an der vorherrschaft der industriellen
  56. landwirtschaft und dem vordringen von gen-pflanzen ändern auf weltweiter ebene jedenfalls macht sie nicht einmal ein prozent der anbauflächen haus trotz der
  57. zunehmenden nachfrage der verbraucher nach öko-produkten auf missstände aufmerksam machen kann man aber auch durch die berechnung des
  58. ökologischen fußabdrucks der produkte die wir verbrauchen so genannter food miles was man mit lebensmitteln meilen übersetzen könnte dabei werden die
  59. entfernungen addiert die unsere nahrung von der herstellung bis auf unseren teller zurücklegen dabei werden die kosten für den
  60. transport und der ausstoß von co2 mit eingerechnet diese entfernungen haben mit der globalisierung immer weiter zugenommen
  61. so haben die zutaten für einen erdbeer joghurt wer in stuttgart verkauft wird einer deutschen forscherin zufolge 9105 10 kilometer zurückgelegt bevor der
  62. joghurt im supermarkt regal steht um solche verschwendungen zu begrenzen und die lokale produktion zu fördern gibt es bürgerinitiativen wie die am ab
  63. die in frankreich versuchen einen direkten kontakt zwischen hersteller und verbraucher zu ermöglichen um die bäuerliche landwirtschaft zu bewahren
  64. in den usa sind das die locker wars die seit 2007 in kalifornien das ziel verfolgen nur produkte zu verbrauchen die aus einer entfernung von höchstens
  65. 100 meilen stammen weil er angesichts dieser widerstände und alternativen beginnen die nahrungsmittelkonzerne sich einerseits in den entwicklungsländern
  66. niederzulassen und andererseits in den öko landbau und den fairen handel zu investieren um dessen marktchancen zu nutzen
  67. angesichts dieser anpassungsfähigkeit sind zwei standpunkte möglich entweder ist man der meinung dass die globalisierung der
  68. nahrungsmittelindustrie sowieso jede art von widerstand brechen wird oder man ist der auffassung dass diese anpassungsfähigkeit an anspruchsvollerer
  69. und vorsichtigere verbraucher letztendlich etwas positives ist dazu kann sich jeder von ihnen seine eigene meinung bilden meine jedenfalls
  70. steht fest [Musik] mehr dazu erfahren sie in lenovo sich die libro award verliehen
  71. in moschee lokal wie global von gilles filme und in drei dokumentarfilmen die es von art der edition auf dvd gibt krieg um den reis monsanto mit gift und
  72. genen und unser täglich gift darin erfahren sie welche chemikalien uns die lebensmittelindustrie tagtäglich auftischt
  73. [Musik] [Musik]