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Wie entsteht Wind? - Klima & Wetter Grundlagen 5 (veraltet)
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 53 Zeilen
- Jan war letztens mit seiner neuen trendy Cap unterwegs. Aber als er vor die Haustür ging, kam ein fetter Windstoss.
- Der hat seine stylische Kappe einfach weggefegt. Das hat Jan natürlich aufgeregt. Die Cap war ja neu!
- Aber dann dachte er sich: “Augenblick mal! Wo kommt so ein Windstoss eigentlich her und was ist Wind überhaupt?”
- Darum soll’s in diesem Video gehen. Also haltet eure Mützen fest. Es kann stürmisch werden!
- Ok, los geht’s! Um den Wind verstehen zu können, schauen wir uns erstmal Jan an!
- Gutaussehender Typ! Aber darum geht’s jetzt nicht. Wir interessieren uns für
- die Luft über Jan. Stellt euch vor, über Jan steht eine riesige Säule aus Luft!
- Die Säule ist viele Kilometer hoch! Es lastet also eine ganz schönes Luftgewicht auf Jan!
- Das Gewicht dieser Luftsäule drückt jetzt von oben auf Jan drauf. Dieser Druck ist der “Luftdruck”.
- Der Luftdruck unter normalen Bedingungen beträgt etwa 10 Tonnen pro Quadratmeter... oder in der Einheit der Wetterforscher 1013 HektoPascal.
- Der Druck beträgt also normalerweise 10 Tonnen pro Quadratmeter. Das heißt es lasten auf jedem Quadratmeter Oberfläche 10 Tonnen Luft.
- Wir haben uns mal die Mühe gemacht und die Körperoberfläche von Jan gemessen. Das war ein ziemliches Geraffel. Wir sind dann aber auf 2 Quadratmeter gekommen.
- Wenn jetzt auf einem Quadratmeter 10 Tonnen lasten, dann lastet auf Jan's zwei Quadratmetern das Doppelte, ...Also 20 Tonnen!
- Lecko Mio!!! 20 Tonnen!!! Das ist das Gewicht von 10 schweren Autos! Auf Jan lastet also das Gewicht von 10 Karren!
- Gut, wegen des Luftdrucks lastet also ein riesen Gewicht auf Jan. Aber jetzt aufgepasst! Jetzt kommt der Clou!
- Der Luftdruck kann sich auch verändern! Und zwar durch eine Veränderung der Temperatur!
- Wenn sich Luft erwärmt, wird sie nämlich leichter! Deshalb steigt die erwärmte Luft auf!
- Wenn also die Sonne scheint, dann erwärmt sich die Luft um Jan herum. Die Luft über Jan wird leichter und steigt auf!
- Weil die leichter wird, verliert die Luftsäule über Jan an Gewicht. Jetzt lastet nur noch das Gewicht von neun Autos auf Jan!
- Der Luftdruck nimmt also ab! Beispielsweise von 1013 HektoPascal auf nur noch 990 HektoPascal
- Dort wo Jan steht, herrscht also ein geringerer Luftdruck. So ein Gebiet, wie das, in dem Jan sich befindet, heißt “Tiefdruckgebiet”!
- Den Begriff hab ihr bestimmt schon mal beim Wetterbericht gehört. Jetzt wisst ihr auch, was das ist!
- Ihr fragt euch vielleicht: Wenn es Tiefdruckgebiete gibt, dann gibt es doch bestimmt auch sowas wie Hochdruckgebiete, oder??
- Jau, die gibt es auch! Mit den Dingern geht’s jetzt weiter! Das ist Tom!
- Auch über Tom befindet sich eine Luftsäule. Genau wie bei Jan lasten auf Tom bei 1013hPa Luftdruck 10 Autos.
- Aber bei Tom scheint die Sonne nicht! Tja, Pech gehabt, Tom! Stattdessen gelangt durch Luftverwirbelungen in der Atmosphäre eine Menge kalte Luft in
- die Luftsäule über Tom! Die kalte Luft ist schwerer als die wärmere Luft.
- Deshalb sinkt die kalte Luft ab. Weil die Luft schwerer ist, lastet nun ein höheres Gewicht auf Tom!
- Tom muss jetzt ein Gewicht von 11 Autos aushalten. Der Luftdruck hat sich also erhöht. Er liegt nicht mehr bei 1013hPa, sondern beispielsweise
- bei 1035 hPa. So ein Gebiet mit erhöhtem Luftdruck heißt “Hochdruckgebiet”.
- Okay, jetzt hab ihr erfahren was Tief- und Hochdruckgebiete sind. Aber was haben die Teile, damit zu tun, dass Jan’s Mütze weggeweht ist?
- Nun, … Tief-und Hochdruckgebiete wollen sich gegenseitig ausgleichen. Dazu wehen Luftmassen vom Hochdruckgebiet in das Tiefdruckgebiet.
- So entsteht Wind! Schauen wir das ganze Mal am Beispiel des Seewinds an der Küste an.
- Hier haben wir eine schöne Küstenlandschaft. Morgens scheint die Sonne schön auf’s und Land und das Meer.
- Die Luft wird größtenteils nicht direkt von der Sonne erwärmt. Die Sonne erwärmt erst die Landmasse und das Meer.
- Diese erwärmen dann die Luft. Landmasse erwärmt sich schneller als Wasser. Deshalb erwärmt sich die Luftmasse an Land
- auch schneller als die Luft über dem Meer. Verstanden? Ok, dann weiter!...Weil sich die Luftmasse auf dem Land schneller erwärmt, dehnt sie
- sich aus, wird leichter und steigt auf. Die Luftsäule an Land wird also leichter. Es bildet sich ein Tiefdruckgebiet.
- Je weiter die warme Luft nach oben steigt, desto stärker kühlt sie ab. Das liegt daran, dass die Wärmequelle, also das Land, sich immer weiter entfernt.
- Die abgekühlte Luft wandert dann in Richtung Meer. Auf dem Meer sinkt die abgekühlte und dichtere, daher schwere Luft dann wieder ab.
- Es herrscht deshalb eine höherer Luftdruck als an Land. Hier haben wir also ein Hochdruckgebiet. Jetzt findet ein Ausgleich zwischen den Luftmassen auf dem Meer, ...also dem Hochdruckgebiet,...
- und dem Tiefdruckgebiet an Land statt. Die Luft weht vom Meer in Richtung Landmasse.
- Das ganze heißt dann Seewind. Diesen haben wir immer morgens, wenn die Sonne das Land erwärmt.
- Morgens weht der Wind an der Küste Also immer vom Meer in Richtung Land. Okay, so ist das also mit dem Seewind!
- Fassen wir nochmal kurz zusammen, was ihr euch jetzt merken solltet. Wie über Jan hier, steht über jedem von uns eine Luftsäule.
- Die Luftsäule wiegt eine Menge. Diese Gewicht drückt auf alles, was sich darunter befindet.
- Das ist der Luftdruck. Bei normalen Bedingungen beträgt der Luftdruck etwa 10 Tonnen pro m² oder 1013 Hektopascal.
- Der Luftdruck ändert sich mit der Temperatur. Wird Luft erwärmt, nimmt der Luftdruck ab. Es bildet sich ein Tiefdruckgebiet.
- Kühlt Luft ab, erhöht sich der Luftdruck. Es bildet sich ein Hochdruckgebiet. Wind ist dann Luft, die Druckunterschiede ausgleicht, indem die Luft vom Hochdruckgebiet
- zum Tiefdruckgebiet weht. Als Jan also aus der Haustür ging, ist er zwischen ein Hoch- und ein Tiefdruckgebiet
- geraten, die sich durch Luftströme ausgeglichen haben. Und Deshalb hat er seine Cap verloren.
- So, Leude! Das war’s! Macht nicht so viel Wind und treibt’s nicht zu stürmisch.
- Bis bald!