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Passatwinde und Innertropische Konvergenzzone - Klima & Wetter Grundlagen 6

Geographie - simpleclub9:24 1,5 Mio. Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 91 Zeilen
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  1. Moin und Willkommen zu TheSimpleGeography! In diesem Video geht’s um die Passatwinde.
  2. Außerdem erfahrt ihr, was zum Fischstäbchen es mit der Innertropischen Konvergenzzone auf sich hat.
  3. Los geht’s! Was sind Passatwinde eigentlich?
  4. Hier seht ihr unseren schönen Planeten. Die rote Linie hier ist der Äquator, also der nullte Breitengrad.
  5. Die Passatwinde wehen von der Nordhalbkugel und von der Südhalbkugel zum Äquator. Sie werden dabei von der sogenannten Corioliskraft abgelenkt.
  6. Auf der Südhalbkugel nach Links und auf der Nordhalbkugel nach rechts. Also so wie hier dargestellt.
  7. Das hat mit der Drehbewegung der Erde zu tun. Zur Corioliskraft findet ihr ein Extravideo im Geography-Channel.
  8. Jetzt aber wieder zu den Passatwinden! Bei uns in Deutschland wechselt die Windrichtung ganz schön oft.
  9. Die Passate hingegen wehen beständig und regelmäßig. Man kann sich also auf sie verlassen!
  10. Solche beständigen Winde heißen auch “Windgürtel”. Die Passate wehen etwa von den 30. Breitengraden im Süden und Norden in Richtung des Äquators.
  11. In der Nähe des Äquators treffen sie sich dann. Auf der Nordhalbkugel kommt der Passatwind aus Nordosten.
  12. -Also von oben rechts auf der Karte.- Deshalb heißt der nördliche Passat auch “Nordostpassat”.
  13. Der südliche Passatwind kommt aus Richtung Süd-Ost. Deshalb heißt er “Südostpassat”.
  14. Merkt euch also: Die Passate werden nach den Himmelrichtungen benannt aus denen sie wehen.
  15. Also nicht mit der Windrichtung verwechseln! Die ist genau endgegengesetzt.
  16. Ok es gibt also den Nordostpassat und den Südostpassat. Beide wehen beständig und regelmäßig in Richtung Äquator.
  17. Warum ist das so? Entstehhung Passatwinde
  18. Dazu schauen wir uns jetzt an, wie die Passate entstehen. Werfen wir mal einen Blick auf das Gebiet am Äquator!
  19. Wahrscheinlich wisst ihr, dass der Äquator über das Jahr gesehen am meisten Sonne abbekommt. Das liegt daran, dass die Sonne ziemlich senkrecht über dem Äquator steht.
  20. Wenn ihr das nochmal genauer erklärt haben wollt, schaut euch das Video “Warum gibt es Jahreszeiten?”
  21. an. Durch die Sonne erwärmt sich die Bodenluft am Äquator stark.
  22. Hey Günther: Was passiert nochmal mit Luft, die sich erwärmt? STEIGT AUF!
  23. Danke Günther! Die warme und leichte Luft steigt also auf.
  24. Am Boden entsteht deshalb ein Tiefdruckgebiet. Also ein Gebiet mit geringem Luftdruck.
  25. Falls ihr nicht mehr genau wisst, was ein Hoch- oder Tiefdruckgebiet ist, zieht euch das Video zur Windentstehung rein!
  26. Die warme Luft steigt also auf! Jetzt fehlt die aufgestiegene Luft aber am Boden!
  27. Am Boden entsteht deshalb ein Sog. Dieser Sog sorgt dafür, dass Luft von Norden und Süden nachströmt.
  28. Das sind dann unsere Passatwinde. Ihr könnt die Sogwirkung ganz gut mit einem Aquarium vergleichen, aus dem ihr mit nem
  29. Eimer Wasser rausnehmt. Nur das wir bei der Windentstehung kein Wasser haben, sondern Luft.
  30. Erst stellt ihr den Eimer ins Aquarium rein, sodass er voll läuft. Das Wasser im Eimer entspricht der Luft am Äquator.
  31. Dann hebt ihr denn Eimer nach oben aus dem Aquarium: Ihr seid quasi die Sonne, die dafür sorgt, dass die Luft aufsteigt.
  32. Ihr habt also das Wasser von unten weggenommen. Was passiert jetzt?
  33. Von außen strömt das Wasser an die freie Stelle, wo ihr das Wasser weggenommen habt. Die Ströme von außen nach innen sind dann unsere Passatwinde.
  34. Ok, die Passatwinde füllen also die Luft wieder auf, die von der Sonne nach oben transportiert wurde.
  35. Die Luft zum Auffüllen muss aber auch irgendwo herkommen! Sie kommt aus den Bereich zwischen dem Wendekreis - also dem 23,5.
  36. Breitengrad- und dem 30. Breitengrad. Beides wieder im Norden und im Süden, versteht sich.
  37. Dort, wo die Luft herkommt, befindet sich jeweils ein “Subtropenhoch”. Das sind Hochdruckgebiete.
  38. Also Gebiete mit hohem Luftdruck. Der hohe Luftdruck kommt daher, dass hier die Luft wieder absinkt, die sich über dem
  39. Äquator erwärmt hat, und aufgestiegen war. So entsteht ein Kreislauf.
  40. Gut jetzt haben viel über die Luftbewegung geredet. Die Passatwinde haben aber auch einen großen Einfluss auf die Niederschläge!
  41. Die gucken wir uns jetzt an: Aber erstmal ein wichtiger Begriff für den Zusammenhang! Der Ort, an dem sich die Passate treffen, heißt auch innertropische Konvergenzzone.
  42. Abgekürzt wird die Zone ITC, … wegen Englsich und so. Konvergenz heißt soviel wie Zusammenlaufen.
  43. Die Zone heißt also so, weil die Passate dort zusammentreffen. Eigentlich also gar kein so komplizierter Name!
  44. In der Innertropischen Konvergenzzone steigt die warme Luft wegen der starken Erwärmung rasch auf.
  45. Weil die Luft so warm ist, kann sie eine große Menge an Wasser aufnehmen. Die Luft enthält also viel Wasser und steigt schnell auf.
  46. Durch das schnelle Aufsteigen bilden sich über der ITC große Wolken und es kommt zu derben Gewittern!
  47. Deshalb regnet es auch soviel in der Nähe des Äquators. Deswegen haben wir dort auch den Regenwald.
  48. Weil immer so viel Sonne auf die Region am Äquator scheint, regnet es dort sehr regelmäßig. Es regnet im Regenwald also jeden Tag, an fast den gleichen Tageszeiten.
  49. ITC-Wanderung Noch kurz eine Sache zur Innertropischen Konvergenzzone.
  50. Ihr wisst vielleicht, dass der Äquator nicht immer genau senkrecht zur Sonne steht. Im Jahr verlagert sich der Zenit, also die senkrechte Stellung der Sonne.
  51. Der Zenit wandert zwischen dem nördlichen und dem südlichen Wendekreis hin und her! Am 21.6.
  52. ist der Zenit am nördlichen Wendekreis. Von dort wandert er dann bis zum 21.12 zum südlichen Wendekreis.
  53. Danach geht’s dann wieder zurück. Der Ort mit der stärksten Sonneneinstrahlung wandert also im Verlauf eines Jahres.
  54. Mit dem Zenit verschiebt sich auch die Innertropische Konvergenzzone im Rahmen der Wendekreise nach Süden und Norden.
  55. Im Juni ist sie also am weitesten im Norden und im Dezember weiter im Süden. Und mit der ITC wandert dann auch der starke und regelmäßige Niederschlag.
  56. Das hat großen Einfluss auf das Klima in den Tropen. , Dazu könnt ihr in den Videos zu den Klimazonen
  57. mehr erfahren! Die Innertropische Konvergenz Zone ist also das Hochdruckgebiet, wo sich Südostpassat
  58. und Nordostpassat treffen. Außerdem wandert sie im Verlauf des Jahres --- je nachdem wie die Sonne gerade zur Erde
  59. steht. Darüber hinaus haben wir geklärt, dass es im Bereich der ITC derbe viel regnet, da wasserhaltige
  60. Luft schnell aufsteigt und dann abregnet. Aber diese riesen Wassermengen müssen ja auch irgendwo her kommen.
  61. Das hat wieder mit der Luftbewegung zu tun. Wichtig dafür ist die Luft, die nach dem Abregnen wieder absinkt.
  62. Also die Luft im Bereich des Subtropenhochs. Vielleicht könnt ihr euch erinnern: Wenn Luft aufsteigt, kühlt sie ab.
  63. Andersherum erwärmt sich die Luft, wenn die Luft von oben wieder absinkt. Beim Absinken erwärmt sich die Luft also wieder!
  64. Und zwar ganz schön stark! Das Gebiet ist ja immer noch in der Nähe des Äquators und bekommt eine Menge Sonne
  65. ab. Und Günther, wie war das nochmal.
  66. Was kann warme Luft? WASSER AUFNEHMEN!
  67. Genau Günther: Die warme Luft nimmt ne Menge Wasser auf. Das macht die Luft, wenn sie wieder in Richtung Äquator unterwegs ist.
  68. Die Passatwinde entziehen dem Boden auf ihrem Weg Richtung zum Äquator also eine Menge Wasser!
  69. Ihr könnt euch das wie bei einem riesigen Föhn vorstellen. Die entzogende Feuchtigkeit fehlt dann natürlich dem Boden!
  70. Der Wasserentzug sorgt dafür, dass im Gebiet der Wendekreise Wüsten entstehen. Diese Wüsten heißen deshalb auch “Wendekreiswüsten”.
  71. Wenn man eine Karte von Afrika anguckt, kann man das gut erkennen. Nördlich der Innertropischen Konvergenzzone sehen wir die Sahara.
  72. Im Süden Afrikas liegt die Kalahariwüste. Beides sind Beispiele für Wendekreiswüsten.
  73. Sie entstehen also wegen der Passatzirkulation. Die Passate nehmen den Wüstengebieten also das Wasser Wasser weg.
  74. Sie bringen es zur ITC, wo die riesigen Wassermassen dann abregnen können. Schauen wir uns nochmal an, was ihr euch merken solltet.
  75. Die beiden Passatwinde wehen von den 30. Breitengraden in Richtung Äquator. Die Passatwinde wehen regelmäßig und absehbar in die gleiche Richtung.
  76. Auf der Nordhalbkugel gibt es den Nordostpassat und auf der Südhalbkugel den Südostpassat. Nordost- und Südost bezeichnen dabei die Richtung, aus der die Passate angeweht kommen.
  77. Die Passatwinde werden durch die Corioliskraft nach Westen abgelenkt. Die Passate entstehen weil die Sonneneinstrahlung im Gebiet des Äquators immer hoch ist.
  78. Die warmen Sonnenstrahlen erwärmen die Luft am Äquator bzw. in der Innertropischen Konvergenzzone stark.
  79. Dadurch steigt die warme Luft auf. Unten am Boden entsteht ein Sog oder ein Tiefdruckgebiet.
  80. So wie bei einem Aquarium, aus dem ihr mit nem Eimer Wasser entnehmt. Von Norden und Süden her strömen dann Luftmassen in Richtung Äquator, um den Sog auszugleichen.
  81. Das sind dann die Passatwinde. Der Ort, an dem die Passate zusammentreffen heißt Innertropische Konvergenzzone oder
  82. kurz ITC. Die ITC wandert mit den Zenitständen der Sonne einmal im Jahr zwischen den Wendekreisen
  83. hin und her. Im Bereich der ITC steigt die Luft wegen der Erwärmung durch die Sonne auf.
  84. Die warme, aufsteigende Luft enthält eine Menge Wasserdampf. Beim Aufsteigen kühlt die Luft ab.
  85. Es bilden sich Wolken und es gibt regelmäßig heftige Regenschauer in der Nähe der innertropischen Konvergenzzone.
  86. Deshalb gibt es auch den Regenwald. Nachdem sich die Wolken abgeregnet haben, sinkt die Luft wieder ab.
  87. Es entstehen im Norden und im Süden jeweils ein Suptropenhoch. Beim Absinken erwärmt sich die Luft wieder.
  88. Die warme Luft kann deshalb wieder eine Menge Wasser aufnehmen. Wie ein Föhn weht die Luft dann als Passatwind wieder in Richtung Äquator.
  89. Dabei entzieht die Luft dem Boden eine Menge Wasser. So entstehen dann die Wendekreiswüsten.
  90. Ok, Leute! Wenn ihr noch mehr Bock auf Erdkunde habt, geht doch mal auf thesimpleclub.de und checkt
  91. die Erdkundekurse aus! Bis dann!

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