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Passatwinde und Innertropische Konvergenzzone - Klima & Wetter Grundlagen 6
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 91 Zeilen
- Moin und Willkommen zu TheSimpleGeography! In diesem Video geht’s um die Passatwinde.
- Außerdem erfahrt ihr, was zum Fischstäbchen es mit der Innertropischen Konvergenzzone auf sich hat.
- Los geht’s! Was sind Passatwinde eigentlich?
- Hier seht ihr unseren schönen Planeten. Die rote Linie hier ist der Äquator, also der nullte Breitengrad.
- Die Passatwinde wehen von der Nordhalbkugel und von der Südhalbkugel zum Äquator. Sie werden dabei von der sogenannten Corioliskraft abgelenkt.
- Auf der Südhalbkugel nach Links und auf der Nordhalbkugel nach rechts. Also so wie hier dargestellt.
- Das hat mit der Drehbewegung der Erde zu tun. Zur Corioliskraft findet ihr ein Extravideo im Geography-Channel.
- Jetzt aber wieder zu den Passatwinden! Bei uns in Deutschland wechselt die Windrichtung ganz schön oft.
- Die Passate hingegen wehen beständig und regelmäßig. Man kann sich also auf sie verlassen!
- Solche beständigen Winde heißen auch “Windgürtel”. Die Passate wehen etwa von den 30. Breitengraden im Süden und Norden in Richtung des Äquators.
- In der Nähe des Äquators treffen sie sich dann. Auf der Nordhalbkugel kommt der Passatwind aus Nordosten.
- -Also von oben rechts auf der Karte.- Deshalb heißt der nördliche Passat auch “Nordostpassat”.
- Der südliche Passatwind kommt aus Richtung Süd-Ost. Deshalb heißt er “Südostpassat”.
- Merkt euch also: Die Passate werden nach den Himmelrichtungen benannt aus denen sie wehen.
- Also nicht mit der Windrichtung verwechseln! Die ist genau endgegengesetzt.
- Ok es gibt also den Nordostpassat und den Südostpassat. Beide wehen beständig und regelmäßig in Richtung Äquator.
- Warum ist das so? Entstehhung Passatwinde
- Dazu schauen wir uns jetzt an, wie die Passate entstehen. Werfen wir mal einen Blick auf das Gebiet am Äquator!
- Wahrscheinlich wisst ihr, dass der Äquator über das Jahr gesehen am meisten Sonne abbekommt. Das liegt daran, dass die Sonne ziemlich senkrecht über dem Äquator steht.
- Wenn ihr das nochmal genauer erklärt haben wollt, schaut euch das Video “Warum gibt es Jahreszeiten?”
- an. Durch die Sonne erwärmt sich die Bodenluft am Äquator stark.
- Hey Günther: Was passiert nochmal mit Luft, die sich erwärmt? STEIGT AUF!
- Danke Günther! Die warme und leichte Luft steigt also auf.
- Am Boden entsteht deshalb ein Tiefdruckgebiet. Also ein Gebiet mit geringem Luftdruck.
- Falls ihr nicht mehr genau wisst, was ein Hoch- oder Tiefdruckgebiet ist, zieht euch das Video zur Windentstehung rein!
- Die warme Luft steigt also auf! Jetzt fehlt die aufgestiegene Luft aber am Boden!
- Am Boden entsteht deshalb ein Sog. Dieser Sog sorgt dafür, dass Luft von Norden und Süden nachströmt.
- Das sind dann unsere Passatwinde. Ihr könnt die Sogwirkung ganz gut mit einem Aquarium vergleichen, aus dem ihr mit nem
- Eimer Wasser rausnehmt. Nur das wir bei der Windentstehung kein Wasser haben, sondern Luft.
- Erst stellt ihr den Eimer ins Aquarium rein, sodass er voll läuft. Das Wasser im Eimer entspricht der Luft am Äquator.
- Dann hebt ihr denn Eimer nach oben aus dem Aquarium: Ihr seid quasi die Sonne, die dafür sorgt, dass die Luft aufsteigt.
- Ihr habt also das Wasser von unten weggenommen. Was passiert jetzt?
- Von außen strömt das Wasser an die freie Stelle, wo ihr das Wasser weggenommen habt. Die Ströme von außen nach innen sind dann unsere Passatwinde.
- Ok, die Passatwinde füllen also die Luft wieder auf, die von der Sonne nach oben transportiert wurde.
- Die Luft zum Auffüllen muss aber auch irgendwo herkommen! Sie kommt aus den Bereich zwischen dem Wendekreis - also dem 23,5.
- Breitengrad- und dem 30. Breitengrad. Beides wieder im Norden und im Süden, versteht sich.
- Dort, wo die Luft herkommt, befindet sich jeweils ein “Subtropenhoch”. Das sind Hochdruckgebiete.
- Also Gebiete mit hohem Luftdruck. Der hohe Luftdruck kommt daher, dass hier die Luft wieder absinkt, die sich über dem
- Äquator erwärmt hat, und aufgestiegen war. So entsteht ein Kreislauf.
- Gut jetzt haben viel über die Luftbewegung geredet. Die Passatwinde haben aber auch einen großen Einfluss auf die Niederschläge!
- Die gucken wir uns jetzt an: Aber erstmal ein wichtiger Begriff für den Zusammenhang! Der Ort, an dem sich die Passate treffen, heißt auch innertropische Konvergenzzone.
- Abgekürzt wird die Zone ITC, … wegen Englsich und so. Konvergenz heißt soviel wie Zusammenlaufen.
- Die Zone heißt also so, weil die Passate dort zusammentreffen. Eigentlich also gar kein so komplizierter Name!
- In der Innertropischen Konvergenzzone steigt die warme Luft wegen der starken Erwärmung rasch auf.
- Weil die Luft so warm ist, kann sie eine große Menge an Wasser aufnehmen. Die Luft enthält also viel Wasser und steigt schnell auf.
- Durch das schnelle Aufsteigen bilden sich über der ITC große Wolken und es kommt zu derben Gewittern!
- Deshalb regnet es auch soviel in der Nähe des Äquators. Deswegen haben wir dort auch den Regenwald.
- Weil immer so viel Sonne auf die Region am Äquator scheint, regnet es dort sehr regelmäßig. Es regnet im Regenwald also jeden Tag, an fast den gleichen Tageszeiten.
- ITC-Wanderung Noch kurz eine Sache zur Innertropischen Konvergenzzone.
- Ihr wisst vielleicht, dass der Äquator nicht immer genau senkrecht zur Sonne steht. Im Jahr verlagert sich der Zenit, also die senkrechte Stellung der Sonne.
- Der Zenit wandert zwischen dem nördlichen und dem südlichen Wendekreis hin und her! Am 21.6.
- ist der Zenit am nördlichen Wendekreis. Von dort wandert er dann bis zum 21.12 zum südlichen Wendekreis.
- Danach geht’s dann wieder zurück. Der Ort mit der stärksten Sonneneinstrahlung wandert also im Verlauf eines Jahres.
- Mit dem Zenit verschiebt sich auch die Innertropische Konvergenzzone im Rahmen der Wendekreise nach Süden und Norden.
- Im Juni ist sie also am weitesten im Norden und im Dezember weiter im Süden. Und mit der ITC wandert dann auch der starke und regelmäßige Niederschlag.
- Das hat großen Einfluss auf das Klima in den Tropen. , Dazu könnt ihr in den Videos zu den Klimazonen
- mehr erfahren! Die Innertropische Konvergenz Zone ist also das Hochdruckgebiet, wo sich Südostpassat
- und Nordostpassat treffen. Außerdem wandert sie im Verlauf des Jahres --- je nachdem wie die Sonne gerade zur Erde
- steht. Darüber hinaus haben wir geklärt, dass es im Bereich der ITC derbe viel regnet, da wasserhaltige
- Luft schnell aufsteigt und dann abregnet. Aber diese riesen Wassermengen müssen ja auch irgendwo her kommen.
- Das hat wieder mit der Luftbewegung zu tun. Wichtig dafür ist die Luft, die nach dem Abregnen wieder absinkt.
- Also die Luft im Bereich des Subtropenhochs. Vielleicht könnt ihr euch erinnern: Wenn Luft aufsteigt, kühlt sie ab.
- Andersherum erwärmt sich die Luft, wenn die Luft von oben wieder absinkt. Beim Absinken erwärmt sich die Luft also wieder!
- Und zwar ganz schön stark! Das Gebiet ist ja immer noch in der Nähe des Äquators und bekommt eine Menge Sonne
- ab. Und Günther, wie war das nochmal.
- Was kann warme Luft? WASSER AUFNEHMEN!
- Genau Günther: Die warme Luft nimmt ne Menge Wasser auf. Das macht die Luft, wenn sie wieder in Richtung Äquator unterwegs ist.
- Die Passatwinde entziehen dem Boden auf ihrem Weg Richtung zum Äquator also eine Menge Wasser!
- Ihr könnt euch das wie bei einem riesigen Föhn vorstellen. Die entzogende Feuchtigkeit fehlt dann natürlich dem Boden!
- Der Wasserentzug sorgt dafür, dass im Gebiet der Wendekreise Wüsten entstehen. Diese Wüsten heißen deshalb auch “Wendekreiswüsten”.
- Wenn man eine Karte von Afrika anguckt, kann man das gut erkennen. Nördlich der Innertropischen Konvergenzzone sehen wir die Sahara.
- Im Süden Afrikas liegt die Kalahariwüste. Beides sind Beispiele für Wendekreiswüsten.
- Sie entstehen also wegen der Passatzirkulation. Die Passate nehmen den Wüstengebieten also das Wasser Wasser weg.
- Sie bringen es zur ITC, wo die riesigen Wassermassen dann abregnen können. Schauen wir uns nochmal an, was ihr euch merken solltet.
- Die beiden Passatwinde wehen von den 30. Breitengraden in Richtung Äquator. Die Passatwinde wehen regelmäßig und absehbar in die gleiche Richtung.
- Auf der Nordhalbkugel gibt es den Nordostpassat und auf der Südhalbkugel den Südostpassat. Nordost- und Südost bezeichnen dabei die Richtung, aus der die Passate angeweht kommen.
- Die Passatwinde werden durch die Corioliskraft nach Westen abgelenkt. Die Passate entstehen weil die Sonneneinstrahlung im Gebiet des Äquators immer hoch ist.
- Die warmen Sonnenstrahlen erwärmen die Luft am Äquator bzw. in der Innertropischen Konvergenzzone stark.
- Dadurch steigt die warme Luft auf. Unten am Boden entsteht ein Sog oder ein Tiefdruckgebiet.
- So wie bei einem Aquarium, aus dem ihr mit nem Eimer Wasser entnehmt. Von Norden und Süden her strömen dann Luftmassen in Richtung Äquator, um den Sog auszugleichen.
- Das sind dann die Passatwinde. Der Ort, an dem die Passate zusammentreffen heißt Innertropische Konvergenzzone oder
- kurz ITC. Die ITC wandert mit den Zenitständen der Sonne einmal im Jahr zwischen den Wendekreisen
- hin und her. Im Bereich der ITC steigt die Luft wegen der Erwärmung durch die Sonne auf.
- Die warme, aufsteigende Luft enthält eine Menge Wasserdampf. Beim Aufsteigen kühlt die Luft ab.
- Es bilden sich Wolken und es gibt regelmäßig heftige Regenschauer in der Nähe der innertropischen Konvergenzzone.
- Deshalb gibt es auch den Regenwald. Nachdem sich die Wolken abgeregnet haben, sinkt die Luft wieder ab.
- Es entstehen im Norden und im Süden jeweils ein Suptropenhoch. Beim Absinken erwärmt sich die Luft wieder.
- Die warme Luft kann deshalb wieder eine Menge Wasser aufnehmen. Wie ein Föhn weht die Luft dann als Passatwind wieder in Richtung Äquator.
- Dabei entzieht die Luft dem Boden eine Menge Wasser. So entstehen dann die Wendekreiswüsten.
- Ok, Leute! Wenn ihr noch mehr Bock auf Erdkunde habt, geht doch mal auf thesimpleclub.de und checkt
- die Erdkundekurse aus! Bis dann!
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