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Die Wappen deutscher Großstädte

Geschichtsfenster45:28 24.289 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 360 Zeilen
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  1. [musik] Herzlich willkommen bei Geschichtsfenster. Mein Name ist Andre
  2. und heute geht es um die Wappen deutscher Großstädte. Ich hatte vor einiger Zeit ein Video über die Wappen der Bundesländer und das ist sehr gut
  3. angekommen tatsächlich. Es gab aber ganz viel Kommentare, die gesagt haben, sie möchten das auch gerne für Stadtwappen. Also gibt's jetzt Stadtwappen? Ich werde
  4. so großen ganzen die größten Städte Deutschlands nehmen, so wirklich der Liste nach Einwohnerzahl. Ich habe aber Ende noch so ein paar Sonderfälle, die
  5. ich auch noch vorstellen möchte und ich habe es auch so gewählt, dass dann möglichst alle Arten von wichtigen Stadtwappenformen vorkommen. Ich habe
  6. auch ein paar historisch sehr wichtige Städte drinne. Lübeck z.B. ist eigentlich nicht groß genug für den Liste, aber als Wappen als Stadtwappen
  7. so wichtig, dass ich es reinnehmen musste. Also ein paar Ausnahmen hat's seid e nicht zu streng. Wenn eure Heimatstadt, eure Lieblingsstadt nicht
  8. dabei ist, seht's mir nach. Ich habe vor allen Dingen geschaut, neben den Großen so ein bisschen Besonderheiten zu haben. Es gibt auch eine Werbung, aber mal
  9. wieder eine Werbung, die nicht bezahlt ist, sondern für eine liebe Freundin, die großartige Dinge macht und das möchte ich heute bewerben. Gibt auch was
  10. zu gewinnen. Anja Sedler hat mir schon ein paar wundervolle Stücke gemacht, wie hier z.B. diesen wundervollen Holzschrein für mein Leuchtkälch im
  11. Liveollenspiel oder diesen ebenso schönen Schild. Ich habe noch eine Tsche von ihr, die ist auch ganz wundervoll geworden. Und was
  12. ich kann, sieht man sehr schnell auf diesem äh Bild. Das ist nämlich ihr Stand auf der Labmesse gewesen und da sieht man ihre Banner. Wunderschöne
  13. Banner, riesengroß. Also wer wen sowas interessiert, handgemalt, kann man auf jeden Fall auf die Seite gucken. Gemeinsam haben wir uns was überlegt,
  14. nämlich eine Verlosung. Es gibt kleine Seidenwappen zu gewinnen, die sind nicht also so etwas mehr als handgroß. Ähm, ihr könnt euer Wunschwappen angeben, ihr
  15. könnt aber auch euer Stadtwappen oder ähnliches eingeben, also welches Wappen ihr als Vorlage liefert, das macht sie und drei davon gibt's zu gewinnen. Nicht
  16. bei mir, also nicht unter das Video kommentieren, das bringt nicht, sondern unter dem Video in der Beschreibung gibt es einen Link auf Instagram auf ihren
  17. Kanal. Da könnt ihr euch das Ganze anschauen, also den Real, den ich gerade zeige oder ich weiß nicht, ob sie noch einen neuen gemacht hat, wollte sie
  18. glaube ich noch was dran verändern. da kommentieren, da drunter sagen, ich hätte gerne folgendes Wappen und drei davon wird sie machen. Finde ich eine
  19. großartige Sache. Deswegen mache ich gerade sehr gerne Werbung für sie. Ich bin begeistert von ihren Arbeiten und ich mag es ja Leute zu supporten, die
  20. tolle Sachen machen. Deswegen war das die Werbeeinblendung dieses Videos. Mal ganz unbezahlt, mal nicht die üblichen Verdächtigen. Werde ich weitermachen.
  21. Ich hoffe, ihr habt Spaß dran. Ab zum Video. Datwappen erscheinen im Mittelalter tatsächlich erst relativ spät, teilweise ersten 15. Jahrhundert.
  22. Vor haben vor allen Dingen Siegelende Bedeutung für Städte. Die Wappen tauchen erst so nach und nach auf. Man passt sich ja im Prinzip an, dass die der
  23. Adelwappen trägt und Städte tun es dann auch. Diese Stadtsiegel sind auch oft der Vorgänger für Wappen. Wir haben eine ganze Menge Wappen, die quasi eins zu
  24. eins aus dem Stadtsiegel entnommen sind, nicht alle allerdings. Andere Vorlagen für solche Wappen sind auch gerne mal die Schutzheiligen der jeweiligen Stadt
  25. oder die Attribute, haben wir auch ein paar Beispiele. Stadtwappen haben im Gesatz zu adligen Wappen oft keinen Helm und keine
  26. Wappenhalter. Es gibt Ausnahmen. Es gibt gerade wenn die Städte gleichzeitig Länder sind, da haben die es gerne auch noch oder manch gibt's auch große
  27. Wappen, aber im häufigsten Fällen hat das Stadtwappen die Teile nicht. Ist also heraldig ein unvollständiges Wappen, weil im Mittelalter wäre Helm
  28. und alles drumherum wichtig. Das ist Teil des Wappens, das darf man eigentlich nicht unterschlagen. Ändert Neuzeit, aber Stadtwappen ist es nicht
  29. der Fall. Historische Stadtwappen muss man auch so ein bisschen suchen. Ich hatte das Glück. Es gibt das Wappenbuch des
  30. bayerischen Herolds Jörg Rügen. Hat verschiedene Namen und verschiedenen Schreibweisen. Dann steht so um 1495. Da sind jede Menge Wappen aus der Zeit
  31. drin, auch Stadtwappen eben. Die sind teilweise nicht sehr akkurat. Dieser Herold hat Wappen aufgeschrieben für sich, um sie zu erkennen und hat's
  32. offensichtlich teilweise entt die Vorlage nicht oder hat die Plasonierung verhauen. Man merkt da teilweise wirklich die Wappentiere gucken in die
  33. falsche Richtung, sehen komisch aus. Es gibt teweise die falschen Farben, das kann passieren, aber ist trotzdem eine hervorragende Quelle dafür. Geh mal so
  34. die Einwohnerzahl nach unten und wir fangen dann bei zwei Beispiel an, die wir schon hatten. Die kann ich mir eigentlich sparen, weil Berlin, Hamburg
  35. und Premen muss ich nicht noch mal groß machen. Die hatten wir im Video über die Bundesländerwappen. Wer das noch nicht kennt, gerne schauen. Da habe ich die
  36. Wappen der Bundesländer genau erklärt, wo die herkommen. Und die drei Wappen hatten wir schon. werde ich gleich was zu sagen. Wir haben
  37. nämlich ähnliche, also die Burg, die der Schlüssel und der Bär sind schon bekannt. Und wo ich Hamburger Wappen sehe, ich werde bei den Erklärungen
  38. teilweise nicht auf sagen und Legenden eingehen. Also z hier diese Sterne im Hamburger Wappen, da gibt's Menge Legenden zu, aber die Herkunft ist
  39. einfach nicht erklärt. Deswegen habe ich auch im letzten Video nicht getan. Also nicht wundern, wenn ein paar lokale Legenden einfach fehlen, darum geht's
  40. mir tatsächlich nicht so sehr. Und die nächste große Stadt, die wir dann haben, ist München. Wenn ich gefunden habe, habe ich die offizielle Blasonierung,
  41. also Beschreibung des Wappens und das ist bei München auf silbernem Schildgrund ein Mönch mit schwarzer Gold umränderter Kutte, Eidbuch und Schuhe
  42. rot, Gesicht und Hände fleichfarben. Da ist schon was drin. Eitbuch ist schon so eine Behauptung. 1158 wird München zum ersten Mal als Markt Heinrich des Löwen
  43. zu dem Zeitung Herzog von Sachsen und Bayern erbähnt. Der Name ist von Mönchen abgeleitet. Vielleicht eine Mönchsiedlung und Kloster hat's da nicht
  44. gegeben, also so groß war es dann doch nicht. Und die Stadt ist dann lange Zeit umstritten zwischen den Wittelsbachern als Nachfolger der Welf und den Bischer
  45. von Freising. Die streiten sich ewig lange, wem diese Stadt quasi gehört. 1214 bekommt Münchner Stadtrecht. 1250 bekommt München dann Stadtrecht und
  46. Siegel. Hier sieht man das Siegel ist so typisch für eine Stadt. Äh werden wir wiedersehen. Dieser Löwe auf der Mauer, das ist bekannt, aber man sieht eben so
  47. eine Stadtansicht und dann der Mönch im Tor. Das ist das Siegel. Und was ich eben schon gesagt habe, das ist so eine spätmittelterliche Darstellung des
  48. Münchner Wappens. Da sieht man ähnlich Mönch wieder mit Buch und dieser Geste ich gleich was dazu, aber das ist eben aus der Blasonierung, wie es dann am
  49. Ende ausgeführt wird, wie der Mönch am Ende exakt aussieht, das gibt so eine Wappenbeschreibung gar nicht her. Deswegen sind es alles valide Wappen.
  50. München wächst dann rasant auch durch den Salzhandel und später dann als Residenzstadt der Mittelsbacher. Unter Ludwig den Bayern ist es sogar fast 20
  51. Jahre kaiserliche Residenz. Es gibt natürlich einen großen Schub und aus dem späten 15. Jahrhundert, genau aus dem Jahr 1477 gibt es dieses Wappen. Das
  52. hing alten Rathaus, ich glaube im Fest und Tanzsaal. Und da sieht man eben eine spätmelaltige Ausführung des Wappens.
  53. Das heutige Wappen, ich am Anfang hatte, stammt aus dem Jahr 1977 und seit dem 17. Jahrhundert wird dieser Mönch auch als Münchner Kindel bezeichnet. Die
  54. Geste und das Buch werden dabei als Urgeste gedeutet. Das Buch soll das Münchner Altbuch sein, also auf das z.B. Bürgeralt und ähnliches geschworen
  55. wurde, ist zumindest die dortige Legende. Eher wahrscheinlich ist es eine Segensgeste Evangelium. würde auch gut zu einem Mensch passen, aber solche
  56. örtlichen Deutungen hat man natürlich sehr sehr häufig. Wir werden auch Beispiele haben, wo wir wirklich im Mittelalter sehen, dass da eine
  57. Fehldeutung stattgefunden hat und sich auch als Wappen äh entwickelt hat. Das haben wir sogar relativ häufig. Und dann haben wir einen Wappen über das kann man
  58. richtig viel erzählen, nämlich das Kölner Wappen. Das ist tatsächlich ein erstaunlich junges Wappen, ist später entstanden als einige andere. Die
  59. Blasonierung unter rotem Schild haupt darin balkenweise drei goldene dreirige Kronen in Silber 11 schwarze Flammen im Verhältnis 5:4 Z2. Die Farben dieses
  60. Wappens sind die klassischen Hansefarben, auch wenn Köln heute bei der Aufzung von Hansestädten oft fehlt, es ist eine der wichtigsten und ersten
  61. Hansstädte. Die Kronen stehen für die heiligen drei Könige, deren Gebeine sind ja aus Mailand geraubt worden, sind dann nach
  62. Köln gebracht worden, war eins der wichtigsten Pilgerziele. Die Flammen dagegen eine sehr schöne Legende, nämlich die der Heiligen Ursula und ihre
  63. 11000 Jungfrauen. Ihr habt richtig gehört, 11000 Jungfrauen. Und hier sieht man ein Bild von Hans Memling vom Ossolinen Schrein in Brücke. Die wurden
  64. nämlich angeblich in Köln von den Hunden getötet. Mehrerin und was man auf diesem Bild neben dem Massaker im Vordergrund noch sehr schön sieht, im Hintergrund,
  65. man erkennt die Kölner Skyline, denn ganz rechts im Bild sieht man groß Stkt Martin. Das sieht tatsächlich so aus, erkennt man ganz gut. Auf einem anderen
  66. Teil dieses Sachen sind keine Flügel, ist auf ein auf einem Reliquienschrein auf quasi dem anderen Bogen sieht man auch den Kölner Dom halb fertig gebaut
  67. mit Kran auf dem Turm und so. Also da merkt man, der Mann war da und hat gesehen oder hat Ahnung, wie es ungefähr aussieht.
  68. Wie gesagt, ein relativ junges Wappen. Es wurde erst offiziell verliehen nach der Belagerung von Neus 1475. Dann wird Köln auch zur freien Reichstadt erhoben.
  69. Zu dem Zeitpunkt fehlen aber noch die Flammen. Also wurde auch vorher tatsächlich verwendet. Ist nicht so, dass erst dann wirklich genutzt wird.
  70. Das Erzbis zum Köln dagegen hat ein anderes Wappen, nämlich dieses, das schwarze Kreuz auf Silber im Grund. Das ist Kurfürstentum, Erzbistum und findet
  71. man in anderen Bappen im Kurkölner Gebiet bis heute. Ist also durchaus äh Sinnst oder Identitätsstiften gewesen, aber die Stadt Köln hat schon länger ihr
  72. eigenes Zeichen verwendet. Hier sieht man einen Druck aus dem 15. Jahrhundert. auch da der Dom mit dem Kran drauf ist sehr sehr ist wirklich ein Wahrzeichen
  73. in Köln gewesen, bis die Preußen es im 19 Jahr oder fertig gebaut haben. Aber hier sieht man eben auch neben dem Doppeladler ein Banner mit den drei
  74. Kronen und von denen hat sich sogar eins erhalten, nämlich dieses. Das ist wirklich ein mittelalterliches Banner aus Köln mit
  75. diesen drei Kronen und das was unten so schön blau verziert ist, das ist tatsächlich dann das Weiß. Das ist herallig nur Schmuck, nur irgendwie um
  76. die Fläche zu füllen. Das hat ansonsten nicht so wirklich einen großen Nährwert, aber bereits im 15. Jahrhundert taucht dann eben dieses Wappen auf. Hier sieht
  77. man noch Hermelin. Also in frühen Darstellung ist es Hermelin auf dem Weiß. Kann also sein, dass durchaus erstmal nur eine Verzierung war, um
  78. dieses Weiß irgendwie zu füllen und daraus haben sich dann die Flammen der Jungfrauen entwickelt. Ist wie gesagt eine sehr wichtige Legende und auch so
  79. Reliquienhandel mit den Überresten der Jungfrau war sehr sehr einträglich. Also, sie hat ein Grund, das irgendwie drauf zu packen und ab 15 € kann man
  80. eigentlich sagen, sind diese Flammen immer auf dem Wappen drauf gewesen und haben zum heutigen Wappen geführt. Die nächste Stadt ist dann schon meine
  81. geliebte Heimatstadt Frankfurt am Main. Das Stadtwappen zeigt den weißen, sehr silbernen aufgerichteten, goldgekrönten und goldbewährten Adler mit gespreizten
  82. Flügeln und Fängen mit blauer Zunge und blauen Krallen auf dem roten Feld. Soweit zur Plasonierung. Der Adler geht natürlich auf den
  83. königlichen Adler zurück, bissadler. Das wird jedenfalls später daraus. Und da Frankfurt am eine reichs unmittelbare Stadt war, also direkt dem König gehört
  84. hat, hat sie diesen Adler verwendet, zumindestens auch dem Siegel des Schuldheisen. Also es gab da vom König einen eingesetzten Schuldheisen als
  85. Stadther und der hat dieses Siegel eben verwendet und als dann Frankfurt eine freie Reichstadt wurde, hat sie das Ganze übernommen. Sie wurden freie
  86. Reichstadt, indem sie das Amt des Schuldheißen erworben haben. Quasi es wurde verpendet. Sie haben es freigekauft, haben es dann selber
  87. ausgeführt, meine ihre eigenen Stadtheren und damit de facto frei. Und dann übernehmen sie eben diesen Adler, wechsel aber von schwarz und gold auf
  88. die fränklichen Farben. Das ist tatsächlich wohl die Farben, die verwendet haben, nicht die Hansefarben. Damit hatte Frankfurt gar nicht so groß
  89. was zu tun. Und so kommt's halt eben zu diesem Wappen, das heute verwendet wird. Hier kann man auch sehr schön sehen, welche Variant solche Wappen haben. Das
  90. ist tatsächlich ein Wappen aus dem 15. Jahrhundert. ist am Leinwandhaus, kann man heute noch sehen, wobei es wieder aufgebaut worden, also wahrscheinlich
  91. irgendwie Kriegsschaden wieder dranfügt wurde oder hier im Echenheimer Turm der Adler falsch farben und keine Krone, das ist
  92. alles relativ harmlos. Das haben die Leute tatsächlich nicht so unfassbar eng gesehen. Da gibt's 1000 Varianten auch über die Jahrhunderte immer wieder.
  93. Hier haben wir dann 1583 eine Version, da sind goldene Bänder auf den Flügeln, die tauchen irgendwann auf, verschwinden aber auch wieder. Also, wir können da
  94. wirklich von äh von Evolution von Bappen reden. Und 1925 gibt's was ganz Wildes. Da hat man im Projekt das äh Projekt Neues Frankfurt versucht ein ja so von
  95. modern Design inspiriertes Corporate Design für Frankfurt zu entwickeln und das sollte das Frankfurter Wappen sein. War es auch eine Zeit lang. Die Nazis
  96. haben es einkassiert, haben das alte Bappen quasi wieder reinstalliert und daher musste man tatsächlich bei ein Bappen aus der Zeit auch gar nichts
  97. enden artifizieren. Das ist nichts drauf, was irgendwie äh verfänglich wäre. Andere Schädte hatten es da schwieriger und so ist es heute quasi
  98. das Frankfurter Wappen, wie wir es heute benutzen. Düsseldorf, größte Dorf Deutschland, könnte man sagen, hat diese Wappen auch noch nicht
  99. so unfassbar lange. Die Plasonierung lautet: Auf einem silbernen Schild ein blau gekrönter und blau gezunkter doppelschwänziger roter berg Löwe mit
  100. einem blauen gesenkten Anker in den blau bewährten Pranken. Ganz schön viel blau auf diesem Ding. Verlung des Stadtrechts nach der
  101. Schlacht von Worring da ein ja nicht ganz zeitgenäiges Bild, aber eine ganz gute Darstellung. Mit diesen Stadtrechten führen die Düsseldorfer in
  102. Siegel, das aber ein Gebäude zeigt, da ist gar kein Anker und auch kein Löwe drauf. Im 15. Jahrhundert findet sie ein Dieses Wappen. Das findet
  103. man direkt in Düsseldorf. Ein gestürzter Anker, wenn er so auf dem Kopf steht, ist der gestürzt, aber kein Anzeichen von einem Löwen auf dem Wappen, aber ein
  104. Löwe als Wappenhalter. Also da kommen wir dem Ganzen schon nah. In dem Wappenbuch, das ich vorhin genannt habe von Jör Krügen, sieht man statt dem
  105. Anker tatsächlich dieses Wappen. Ist die Frage, wusste er es nicht besser? Hat er einfach das bergische Wappen genommen, weil es ist Teil der damals noch
  106. Grafschaft Berg, später wird's ein Herzogtum Berg und die haben den Jücher Löwen genutzt. Das ist eine schwierige Geschichte. Hat auch was mit den ganzen
  107. Konflikten der Region zu tun. Auf jeden Fall dieser Löwe wird auch als bergischer Löwe bezeichnet und den finden wir hier drinne und auch
  108. Körperschaften der Stadt. In dem Fall das Schöffenkolleg benutzt diesen Löwen mit Anker nicht als Wappen. Das hier ist kein Wappen, sondern nur eine Figur,
  109. also eine figürliche Darstellung und daraus entwickelt sich dann eben das Düsseldorfer Wappen, wie wir es heute kennen. Das ist in der Form aber
  110. wirklich erst im 19. Jahrhundert verbindlich geworden. Bis dahin gab es immer mal wieder so Parallel Dinge und verschiedene Wappen verwendet hat, aber
  111. dieses Wappen in der Form, dass wirklich Anker und Löwe zusammen sind, ist im 19. Jahrhundern entstanden aus alten Vorbildern. Jetzt kommen wir nicht nur
  112. zu einem Wappen. Wir können gleich mehrere Städte zusammen abfrühstücken, weil sie sehr sehr sehr ähnlich sind. Wir sind hier bei Leipzig. Die
  113. Plasonierung gespalten, vorn in Gold ein rot gezunkter und bewerrter schwarzer Löwe, hinten in Gold zwei blaue Pfähle. Also vorne ist tatsächlich in dem Fall
  114. jetzt wird's ein bisschen schwierig für euch hier links, aber es herhalte ich rechts, weil Schilde werden und Wappen werden immer aus Sicht des Trägers
  115. beschrieben. Also ihr müsst den Blick von vorne sehen, aber von hinten wird beschrieben ganz schräg. Also was vorne ist bzw. in dem Fall rechts ist der Löwe
  116. links bzw. hinten sind dann die Pfähle. Es hat letztlich gar keine so extrem spannende Entwicklungsgeschichte, da seit dem 13. Jahrhundert in der Form
  117. verwendet wird. Interessant sind dafür die Bestandteile und der Umstand, dass die Wappen von Chemnitz und Tresen quasi identisch sind. Gleiche Veränderung. Das
  118. Wappen aller drei Städte vereint einmal den Löwen der Vetine. Das sind Grafen ist ein Grafengeschlecht. Ab dem 12. Jahrhundert spaltet sich das in zwei
  119. Linien auf. Einmal die Marken von Meisen und einmal die Marken der Lausitz, weil die Markschaft Lausitz auch als Markkraftschaft Landsberg bezeichnet
  120. wird nach der Stambburg. Und die benutzen eben diese Pfäle als Wappen. Deswegen nennt man sie auch Landsberger Pfähle. Später werden dann die Vit auch
  121. Herzöge und schließlich Könige von Sachsen. Dann benutzen wir auch das sechsige Wappen. Ihre Städte dagegen haben oft noch die Wappen ihrer alten
  122. Besitzung, Meisel und Landsberg. Hier z.B. in in Dresen wurde dann die blauen Fehle zu schwarzen Fehlen verändert, wahrscheinlich um sich von Leipzig
  123. abzugrenzen und im Fall von Chemnitz ist einfach die Seiten unterschiedlich. Aber ähnliche Wappen finden wir in der Region sehr häufig. auch andere Städte haben
  124. teilweise auch zeitweise diese äh äh Teile bekommen. Werden wir gleich mit Erfurten Beispiel haben, das kurzzeitig auch mal
  125. diese Befehle gehabt hat, aber tatsächlich unfassbar ähnliche Wappen für drei unterschiedliche Städte. Stuttgart, ein steigendes schwarzes
  126. Pferd auf goldenem Grund. Schön kurz, schön prägnant. Der Name Stuttgart bedeutet so viel wie Stutengarten und leitet sich daher, dass hier im 10.
  127. Jahrhundert bereits eventuell im Zusammenhang mit den Ungarninfälle ein Gestüt gegründet wurde. Daher kommt dieser Name. Ab dem 14. Jahrhundert ist
  128. es dann äh Residentstadt der Würtenberger. Da haben wir nach wie vor das Pferd wieder in der sehr interessanten Version. Und das Wappen
  129. Stuttgar verändert sich tatsächlich nicht so unfassbar über die Zeit. Hier haben wir ein Siegel von 1312. Da sind noch zwei Pferde drauf. Später wird's
  130. eben ein Pferd. Dann auch steigend. Weltberühmt ist das Wappen von Stuttgart allerdings als Bestandteil eines anderen Wappens oder viel mehr eines eines
  131. Markensymbols, nämlich Porsche hat das Stuttgarter Wappen als Kern. Das außenrum ist auch ganz interessant, das ist nämlich das Wappen des Volksstaates
  132. Würtenberg, der 1918 gegründet wurde und bis 1952 bestanden hat. Tatsächlich halten viele Leute das für das Badenwürtenberger Wappen. Die sind dann
  133. eher überrascht, dass das Wappen Badenwürtbergs gar nicht geführt ist. ist ein Hauptwappen mit Wappen oben in der Krone. Habe ich vorgestellt im Video
  134. über Bundesländerwappen, aber das ist tatsächlich so populär, dass viele Leute glauben, das sei das eigentliche Wappen. Tatsächlich ist eben dieser Volkstaat
  135. Würtemberberg. Als Porsche dieses Logo eingeführt hat, 1952 war das heutige Badenwürtberg noch gar nicht gegründet. Spricht das heutige Baden Würtenberger
  136. Wappen ist jünger als das Porsche Wappen. Nur ein paar Monate, aber immerhin. Ja, überraschend simpel ist dann das Wappen von Dortmund. Das Wappen
  137. zeigt auf goldenem Grund den rechtsblickenden einköpfigen, staufigen, reichstädtigen schwarzen Adler. Er ist rot, bewährt und bezt, einköpfig,
  138. staufig, reichstäig. Das ist muss da rein. Ist ganz ganz wichtig. Das historische Wappen ist tatsächlich sehr ähnlich und hier haben wir ein sehr
  139. typische Verleihung, nämlich den Reichsadler, erst königlicher Adler, damit eben zu Reichsadler wird einer Stadt verliehen. Sie darf es führen und
  140. die Dortmunder verändern da gar nicht groß was dran. gibt noch ein paar andere Stellen, die das ziemlich ähnlich haben. Was wir eben gesehen haben, war
  141. natürlich auch eine moderne Interpretation. Ich zeige immer die aktuell offiziellen Wappen als erstes. Wie schön die tatsächlich sind, kann man
  142. nicht drüber streiten. Da ist teilweise ganz schön viel Design reingeflossen. Ich weiß nicht, ob das nicht eher verschlimmenbessert hat. Und ich habe
  143. schon Adler mit eleganteren Konturen gesehen als den. Ist ja auch beim Bundesadler gibt's ja immer wieder interessante Entwürfe. Hier beim
  144. Reißadler eigentlich nicht viel anders. Auch im Stadtsiegel hier von 1270 ist der Adler eigentlich ganz genauso drinne. Letzt sich Frankfurt hat die
  145. Farben verändert, die Dortmunder nicht. Ansonsten ist es eine sehr sehr ähnliche Geschichte. Spannend ist daran, dass nicht während der ganze Zeit diese
  146. Farben schwarz auf Gold eingehalten wurden. Es gibt auch immer wieder historisch schwarz auf Silber, also wir würden sagen schwarz-weißes Wappen, was
  147. sehr merkwürdig ist, weil gerade für die Dortmund sind die Farben gelb und schwarz ja sehr identitätsstiften, auch so mit Fußballverein BVB. Der hat ja
  148. genau dasselbe. Ähm, diese Farbgebung ist tatsächlich erst seit 1948 offiziell. Vorher gab es auch andere Versionen. Ab dann haben sie das Wappen
  149. so in dieser Form und es hat mich überrascht. Hätte gedacht, es ist deutlich älter, aber dazwischen gab es immer mal wieder schwarzsilberne
  150. Versionen. Wir bleiben in der Nähe mit einem sehr ungewöhnlichen Wappen, auch an der Stadt, wo man gar nicht denken würde, dass s so eine äh Wappen haben.
  151. Essen ist ein sehr seltenes Wappen. Angeblich auch das einzige in der Art, das aus drei Teilen besteht. Es gibt so Doppelwappen oder Städte, die mehrere
  152. Wappen haben, aber gleich noch ein Beispiel. Aber das wirklich das Wappen so wie wir es jetzt sehen, aus zwei Teilen besteht. Das ist nicht so häufig.
  153. Und natürlich ist hier die Plasonierung ein bisschen komplizierter. Vorderer Schild in Gold, ein rot bewährter schwarz schattierter blauer Doppeladler
  154. mit einer roten Treiblattkrone über beiden Häuptern. Hinterer Schild in blau ein linksschräg goldenes Richtschwert. Über beiden Schildern eine perspektiv
  155. dargestellte schwarzchattierte goldene Treiblatkrone mit roter Innenseite der Stirnreif zwischen zwei silbernen Perlen rein mit drei grünen und zwei roten
  156. Steinen besetzt. sogenannte Essener Fürstenkronen und ja, ihr dürft euch verwundert die Augen reiben. Ich hätte diesen Adler auch für schwarz gehalten,
  157. aber nein, er ist schwarz schattiert, aber in Wirklichkeit blau. Okay, wenn ihr das so wollt, aber auch da ist klar, es ist wieder der der Reichadler, der
  158. hier verliehen wurde. Dieses Wappen ist 1887 gestaltet worden und auch durchaus damals sehr umstritten gewesen, da Herr Realig nicht korrekt ist. Die Krone
  159. hätte da nicht sein dürfen. Als Stadt hätte Mauerkrone hingehört und es gab damals im 19 Jahr wirklich Streit auch mit Heraldigern. Ist am Ende aber so
  160. durchgekommen. Den Reichsadler hat Essen seit 1623. Das Schwert wiederum ist das Siegel der Fürsteptissin und zwar seit 1399 und
  161. soll in die Meertörer und Stadtheiligen Kosmas und Damian erinnern, die durch ein Richtschwert hingerichtet wurden. Jemand der sich auskennt, weiß es ist
  162. gar kein Richtschwert, weil es ist spitz und Richtschwerter ist meisten stumpf. Die Krone darüber ist eben genau die Krone dieser Fürsteptissin, denn Essen
  163. wurde bereits im 9. Jahrhundert als ja Damenstift gegründet, vor allem als Wohnort für unverheiratete Adlige. Am Anfang gab es nicht mal ein
  164. Kechheitsgelöpte, das muss nur die jeweilige Eptissen ablegen. Die anderen waren sollten erleben, aber nicht dauerhaft der Kirche angehören. Ab dem
  165. 10. Ja, und da gab's dann mehrere Eptisen in Folge, die nahverwandte des Kaisers waren und 1228 wird dann die Eptissin zur Fürsteptissin erhoben.
  166. Damit ist sie Reichsfürstin, also wirklich ein sehr hoher Stand gerade für eine Eptisin der Zeit. Es gibt noch andere Fürsteptissin, aber das ist ein
  167. ganz prominentes Beispiel. Absoluter Hochael und wirklich eine eine Stellung, die herausragend ist. Die Stadt Essen prosperiert und versucht sich immer
  168. wieder aus der direkten Untertätigkeit des Stiftes zu lösen. Es war auch gar nicht so riesengroß, hat also nicht unfassbar riesige Besitzung. Es gelingt
  169. der Stadt aber nie komplett. Es gibt auch mehrere Rechtsstreite. Es wird nie freie Reichstadt bis eben zum Ende des Heiligen Römischen Reiches. Dann kann
  170. sich tatsächlich dann zur Stadt entwickeln und daher kommt eben dieses sehr merkwürdige Wappen von Essen mit dieser einmaligen Kombination. Ihr seht,
  171. ich habe nur dies eine Bild, weil da alte Wappen zu finden war gar nicht mal so einfach. Also ich ich habe quasi nichts gefunden. Ich weiß aus Literatur,
  172. wie alt diese Wappen sind, aber irgendwie so eine so eine Entwicklung kann ich euch gar nicht groß zeigen, leider. Jetzt kommen wir von einer Stadt
  173. mit einem Doppelwappen zu einem einer Stadt mit zwei Wappen. Das ist gar nicht mal so selten. Die Entwicklungsgeschichte ist auch meistens
  174. sehr ähnlich. Wir sind bei Nürnberg und das ist das große Wappen der Stadt. Nürnberg wird auch als Jungfrauenadler bezeichnet.
  175. In blau ein goldener Jungfrauenadler mit naturfarbenem jugendlichen Haupt mit goldenem ballenden Haar und goldener Plattkrone.
  176. Jungfrauen Adler taucht schon 1220 im Siegel der Stadt auf und war ursprünglich ein Adler mit dem Kopf eines Königs. Hier kann man das sehen,
  177. ist erhalten in Nürnberg ist glaube ich 14. Jahrhundert oder sowas ist eindeutig ein Männerkopf. Auf diesem Stadtsiegel dagegen hat man eine ältere Darstellung.
  178. Das ist so das was z.B. mehr Stauzeit haben, so als Haarpracht eines Mannes. Damals völlig in Ordnung. ein 200 Jahre später sagt man auch ist
  179. aber eine Frau mit den langen Haaren, ist aber ganz bestimmt eine Frau. Und so entwickelt sich in der Zeit aus dieser Figur dieses Königsadlers
  180. eine Version, die eben dieser Jungfrauen Adler, der zeitweise auch barbysik dargestellt wird, ist dann so eine so eine lokale Tradierung, die ein bisschen
  181. schief geht, aber hier haben wir eben so ein wunderbares Beispiel, wie sie Wappen auch verändern können. Kleine Wappen dagegen gespalten. Vorne in Gold ein
  182. halber rot gezunkter und golden bewährter schwarzer Adler am Spalt hinten fünfm schräg geteilt in rot und Silber. Und das dürfte eins der
  183. bekanntesten Wappen so populär kulturell sein. Wobei vielleicht mittlerweile nicht mehr, denn es war eins der Wappen, die im Playmobil verwendet wurde.
  184. Playmobil hat genau dieses Wappen genutzt und es war all meiner Kindheit. Ich wusste lange lange w ich wusste ist, dass Nürmerberger Wappen war das für
  185. mich ein ganz wichtiges Bild eines Wappens und das hat glaube ich auch Auswirkung, weil wir uns bei Wappen im Mittelalter ganz oft so geteilte Wappen
  186. vorstellen und davon gibt's tatsächlich gar nicht so unfassbar viele und ich bin der Meinung, dass das Nürenberger Wappen da einen gewissen Einfluss hatte, weil
  187. so dieser Gedanke verbreitet wurde. Ist natürlich wieder der Reißler oder der königliche Adler, der hier drauf ist, wieder verliehen. Die schräge Teilung
  188. dagegen kommt vermutlich von dieser Schildumrandung des Wappens der Nürnberger Burgrafen. Also letztlich vollkommen andere Baustelle, aber diese
  189. Rot-Weiß Kombination ist wahrscheinlich eingeflossen und ist so zum Kern des Stadtwappens geworden. 1350 wird dann beides zusammengefügt. Ursprünglich war
  190. das große Bappen quasi das Stadtsiegel und es gab auch ein kleines Siegel mit dem zweiten. Wenn man so ein Siegel hat im städtischen Schriftverkehr, dann kann
  191. man das belaubigen. Gibt da verschiedene Methoden. Eine Methode ist auf die Rückseite auch noch ein Siegel zu setzen. Also quasi ein Eingang zu
  192. beklaublich sagen, okay, das ist erlassen worden, da ist ein Siegel dran. Wir bestätigen quasi das Ganze mit dem Rücksiegel. Das haben wir sehr, sehr
  193. häufig und diese beiden Siegel wurden parallel zueinander verwendet. Haben wir später auch ein anderes Beispiel für. Und so sind aus diesen beiden Siegel
  194. quasi zwei Wappen geworden auch für unterschiedliche Zwecke. Hier werden sie beiden zusammengefügt, nicht zu einem Doppelwappen wie ein Essen, aber sie
  195. werden gleichzeitig verwendet. Hier haben wir das kleine Wappen z.B. als Druckwappen. Wird auch teilweise dann für den Druckordnberg verwendet. Eine
  196. andere schöne Verbindung des kleinen Wappens ist aber auch z.B. So eine Beschaumke, das ist an einem Ringpanzer, dann wurde gefertigt, um zu sagen, ist
  197. gute Nürnberger Ware, hat man dann so eine ein ein Schaumarke drauf gesetzt, auch Blomten davon sind natürlich nicht so viel erhalten für Zoll und ähnliche
  198. Dinge, das sind auch gerne solche Wappen verwendet wurde. Also für all diese Dinge hat man in Nürnberg das kleine Wappen verwendet, wenn es offiziell
  199. werden soll, man das große Wappen verwendet und beide sind nach vorwappen der Stadt Nürnberg. Also es hat sich gar nicht so groß verändert. Zeitweise
  200. durfte Nürnberg dann keine Wappen tragen, als zu Bayern gekommen ist. Mittlerweile werden wieder beide verwendet. Das ist tatsächlich auch gar
  201. nicht mal so selten. Ein schönes Beispiel, wie aus Siegeln Wappen werden, haben wir im Fall von Hannover. Auch wieder eine sehr moderne äh Version
  202. davon. Also, ich kann mich damit nicht so extrem anfreunden, aber im Prinzip dieses Wappen mit den ganzen Bestandteilen haben wir auch schon im
  203. Stadtsiegel von 1266. Also, das ist sehr, sehr alt. Und die Plasmierung dieses Wappens lautet: Das Wappen der Stadt Hannover zeigt eine
  204. silberne Mauer mit zwei Zinnentürmen auf rotem Grund. In dem offenen Tor befindet sich unter schwarzem Fallgatter ein goldenes Schildchen mit einer grünen
  205. Marinenblume oder Kleeblatt. Ungeklärt steht so in der Plasonierung, also die legen das nicht fest. Zwischen den Türmen steht ein goldener Löwe. Und wie
  206. gesagt, das nutzen sie seit dem ersten Siegel von 1266 unverändert und die Bestandteile sind eben für ein Stadtsiegel sehr typisch. Die befestigen
  207. der Stadt als Kern haben wir z.B. Bei Hamburg hat wir vorhin kurz gesehen, da ist auch so eine Stadtbefestigung drinne. Haben wir immer wieder der Löwe
  208. ist der Löwe der Welfen. Also das geht direkt auf Heinrich den Löwen zurück. Dessen Wappen wird ja gezeigt auf der Mauer stehend. 1534 nach dem Mittelalter
  209. kam dann der Schild mit Marinenblume oder Kleblad dazu. Ich habe nichts dazu gefunden, was es genau bedeutet, wo das herkommt. Vielleicht weiß jemand von
  210. euch das kann mir gerne schreiben, aber tatsächlich sehen wir hier, wie ein Stadtsiegel quasi eins zu ein zu mbappen wird. Das haben wir auch gar nicht mal
  211. so selten. Jetzt gehe ich ein bisschen raus aus meiner eigentlichen Liste nach Größe und nehm Lübeck mit rein. Ist eigentlich zu klein für eine Erwähnung
  212. in dieser Liste, aber es ist tatsächlich von den Farben her eine ganz wichtiger Punkt. Deswegen will ich hier noch mal kurz dazu nehmen. In Gold ein rot
  213. bewährter schwarzer Doppeladler mit einem von Silber und rot geteilten Brustschild. Und da haben wir schon wieder mehrere Wappen zusammengefügt,
  214. denn das eine ist natürlich der Reichsadler, ganz klar. Das andere ist ein sehr einfaches hier als Brustschild dazu gebracht wurde und das natürlich
  215. die Hansfarben. Da ist Lübe ein ganz wichtiges Beispiel. 1299 wird zum ersten Mal ein Lybische Flogle, also ein Flügel erwähnt. Ein schmaler langer Reifen am
  216. Mast von Schiffen. Hier sehen wir nur das Fänchen. Könnte auch die Farben gehabt haben. In Siegeln tauchen so Sachen auf, aber ist natürlich als
  217. Siegel nicht einfach zu erkennen. In Schriftgellen haben wir eben diese Bericht von diesem Lokle. Und dazu führt Lübeck auch noch ein zweites Wappen ab
  218. dem 14. Jahrhundert, nämlich den königlichen Adler, wie andere Stäte auch dürfen es verwenden. Um 1450 werden dann beide Teile kombiniert. Hier haben wir
  219. den Doppeladler mit dem Brustschild. Die Form bleibt dann und vor allen für die Hansstätte wird natürlich diese Farbe rotweiß identitätsstiften. Hat man in
  220. ganz ganz vielen Hansstätdten. Und im 19. Jahrhundert wird's dann sogar Teil dieser Fahne. Wer jetzt sagt Reichsfahne noch nicht ganz, das ist
  221. erstmal die Fahne für Kriegs- und Handelsschiffe des norddeutschen Bundes und da sind sowohl die preußlichen Fahnen schwarz-weiß als auch die
  222. Hansfahen rotweiß eingeflossen und damit heralis stimmt, hat man eben diese Aufteil gemacht schwarz silberrot. Also tatsächlich die Fahren, die dann ab 1871
  223. die Reichsfahne ist, wurde dann direkt übernommen, aber tatsächlich ist älter, weil erstmal nur eine Schiffsfahne, aber das ist direkt von den Löbecker oder
  224. zumindest den Hansefarben beeinflusst. Eine andere Hansestadt Rostock hat ähnliche Farben, hat eine andere Lösung gefunden. Das Stadtwappen ist ein
  225. geteilter Schild, oben in blau ein schreitender goldener Kreif mit aufgeworfenem Schweif und ausgeschlagener roter Zunge unten von
  226. Silber über rot geteilt. Silber über rot. Manchmal ist lustig, wie die Sachen wie mehrere Plasonierung dasselbe beschreiben mit unterschiedlichen
  227. Lösungen. Finde ich auch ganz spannend. Auch hier finden sie natürlich ausdrücklich die Hansfarben kombiniert mit diesem Kreis. Die Entstehung kann
  228. man prima an den Siegeln der Stadt ablesen, denn die haben drei Siegel verwendet. Das ist das ursprüngliche Stadtsiegel, das den bekannten
  229. Mcklenburger Stier zeigt. Das Gegensiegel dazu. Also, die haben auch so ein Bestätigungssiegel verwendet, wird hier auch als Geheimsiegel
  230. bezeichnet. Das zeigt den Kreif und ist so ab 37 in Gebrauch. Und im Krieg der Hanse gegen die dänischen König Waldemar den I wird dann zur Finanzierung dieses
  231. Krieges eine Hafenabgabe eingeführt. Die Bezahlung ab 1367 wird dann ebenfalls mit einem Siegel quittiert. Das ist gar kein offizielles Siegel,
  232. sondern wirklich nur für diesen Zweck. Und da haben wir jetzt den Kreif mit dieser Teilung rot und weiß wahrscheinlich hier noch umgekehrt. Auf
  233. Siegeln ist immer schwer zu sagen, was soll rot soll was soll weiß sein? Aber ich nehme an diese Ranken [schnauben] das rot markieren sollen, aber da haben
  234. wir diese Kombination tatsächlich zum ersten Mal und damit ist dann ist sehr trollige Version, damit ist dann das Rostdocker Bappen entstanden. Verändert
  235. sich auch nicht mehr groß, wie gesagt, die Hanselfarben werden ir umgekehrt. Warum auch immer, frag mich nicht, aber die Bestandteile sind dann eben schon
  236. ausgebildet. Jetzt wird es lustig, denn ich habe so Erfahrung mit der kommenden Stadt und habe meinen Kommentaren auch Erfahrung und als ich das Wen gesehen
  237. habe, war ich ein bisschen verwundert. Das ist Magdeburg. Erst zur zur Plasonierung. In Silber eine gezinnte rote schwarz gefugte Burg
  238. mit zwei spitzbedachten Türmen, geöffnetem goldenen Tor und hochgezogenem schwarzen Fallgitter. zwischen den Türmen wachsend, ich hoffe
  239. es heißt wachend, hier steht wachsend, eine grün gekleidete Jungfrau, die Magdeburger Jungfrau, in der erhobenen rechten einen grünen Zweig emporhalten.
  240. Wie normale Menschen unsere Region sage ich halt sage ich halt Magdeburg. Und wenn ich Magdeburg in einem Video sage, dann habe ich sofort Kommentare drunter,
  241. die sagen, das heißt nicht Magdeburg, das heißt Magdeburg und s ich sagen, ja, die Markt heißt aber Markt und nicht Markt. Und dann wird mir immer gesagt,
  242. es kommt nicht von der Markt und jetzt sehe ich dies Wappen. Wollt ihr mich eigentlich verschaukeln? Also, es ist auf eurem Wappen. Die Markt
  243. ist auf eurem Wappen drauf. kann man nicht nicht schön reden, da ist eine Markt und ihr kritisiert mich, wenn ich Markte Burgstadt Magdeburg sage.
  244. Irgendwas ist irgendwas ist da ganz ganz falsch. Die Wortherkunft ist tatsächlich die Wortherkunft ist tatsächlich eine andere. Es kommt gar nicht von Markt
  245. ursprünglich, sondern altes Wort für mächtig, mächtige Burg quasi. Das ist eine lokale Legende bereits aus dem Mittelalter. Schon das Stadtsiegel von
  246. 1244 zeigt eine Markt und frühe Darstellung wie das hier aus dem späten 15 Jahrhundert zeigen genau dasselbe. In den frühen Darstellung hält sie noch
  247. einen Ring oder sowas. Später wird dann manchmal eine Kugel draußen und später wird dann ein Reifter raus oder ein Kranz, wie wir es heute noch sehen. Das
  248. ist von 1639, da hat sich schon herausgebildet. Ab dann haben wir ungefähr eine ähnliche Version. Und Fun Fact, das aktuelle Wappen von Magdeburg
  249. ist zwar rechtsgültig, aber nicht genehmigt aufgrund heraldischer Mängel. Die aktuelle Version wurde beanstanden, die Burg sei zu klein, die Jungfrau zu
  250. groß, dadurch gibt's zu viel leeren Raum und das sei Heraldig nicht gut. Also tatsächlich, wenn ihr es mal vergleicht, das hier gilt als heralig besser. So
  251. will man es eigentlich haben. Und eigentlich hätte es, ich weiß nicht, ob es Bundesrecht oder Landesrecht ist, hätte es eine Prüfung oder Genehmigung
  252. geben müssen das Landeshauptarchiv und die haben das abgelehnt. Die Landesregierung hat dann aber zugelassen quasi am Landeshauptarchiv vorbei und
  253. deswegen hat Magdeburg ein nicht heralliges, aber genehmigtes Wappen. Auch eigentlich zu klein für unsere Aufzählung, aber als Wappen durchaus
  254. nicht ganz unwichtig ist meins. Hier wieder die modernste Version. [schnauben] ist wieder sehr reduziert. Ich hätte mir
  255. das ein bisschen hübscher gewünscht, aber das Wappen wird plasoniert als das Wappen der Stadt Mainz zeigt zwei durch ein silbernes Kreuz verbundene schräg
  256. gestellte sechs speichige silberne Räder auf rotem Untergrund und die Herkunft steht vermutlich im Zusammenhang mit dem Heiligen Martin, dem wir dieses Rad
  257. immer wieder angedichtet. Der ist der Stadtpatron. Eine andere Erklärung ist, dass das Christusmonogramm in einen Kranz oder ein Nimbus, also quasi einen
  258. Heiligenschein gepackt wurde, dadurch ein Rat entstanden sei und das sei das Zeichen des Bistums Mains geworden. Man kann aber sicher sagen, das Rat ist dann
  259. Zeichen des Erztbistums und Kurfürstentums meins. Hier habe ich ein Bild der Kurfürsten über dem ganz linken ist das Minzer Rat zu sehen. Die Stadt
  260. dagegen zur Abgrenzung vom Bistum nimmt zwei Räder und verbindet sich ein Kreuz. Da gibt's auch wieder 1000 verschied verschiedene Varianten. In der
  261. Geschichte sind die teilweise auch acht speichig und nicht sechs speichig. Manchmal sind die gerade ausgerichtet oder schräg gestellt, wie hier. Das ist
  262. eben auch die aktuelle Version. Aber wie gesagt, da gibt's ganz ganz viele verschiedene Varianten und dann gibt's natürlich auch Städte, die dazu gehört
  263. haben zum Erzbistum, die das übernommen haben. Und ein sehr prominentes Beispiel, gar nicht mal so nah an meins, ist die Stadt Erfurt. Hier haben wir
  264. eine äh früh neuzeitliche Version des Wappens hier mit acht Speichen, aber es tatsächlich das letztes Jahr Mainz Rat, das die Airfoto übernommen haben. Und
  265. zwischendring gibt's dann auch mal, ich glaube im 17. Jahrhundert eine Version wie diese, da haben wir wieder die Landsbergerpfäle. Also da haben wir
  266. dasselbe, was wir auch in Leipzig, Chemnitz und Dresden haben, haben wir auch in Erfurt mal gehabt. Zu dem Zeit ist vermutlich gerade zu Sachsen
  267. gefallen, aber sieht man auch schön, wie solche Wappen dann ergänzt werden. Aber letztlich kann man sagen, dass das Rad aus Erfurt eins zu ein das Minzer Rad
  268. ist. Regensburg habe ich auch noch mal dazu genommen, weil das hatte ich vorhin ja Heiligo, der ihre Attribute Prem wäre auch ein schönes Beispiel gewesen. In
  269. rot zwei schrägekreuzte silberne Schlüssel. Das ist schön knapp. Und passend für eine Bischofstadt sind die Schlüssel hier die Attribute von Petrus.
  270. Im Konogram hat schon das allererste Stadtsiegel von Regensburg das Attribut des Schlüssels und seit dem Spätal haben wir eben die silbernen gekreuzten
  271. Schlüssel auf rotem Grund. Da ändert sich nicht mehr so wahnsinnig viel, aber da haben wir genau diesen Attributsaspekt eben. Und ebenfalls ein
  272. wichtiges Wappen, auch wenn die Stadt selbst eigentlich zu klein ist, ist Trier. Da haben wir den Heiligen in dem Fall passend dazu, auch wieder mit
  273. Schlüssel in der Hand. Hier haben wir aber tatsächlich mal eine stilisierte Mauerkrone über dem Bappen. Das haben wir inzwischen gar nicht mehr so häufig.
  274. Früher hatten das Stadtw häufiger mal in rot der stehende Nimbierte und golden gekleidete St Petrus mit einem aufrechten abgebendeten goldenen
  275. Schlüssel in der rechten und einem roten Buch in der linken. Nimbi heißt hier hat einen Heiligenschein. Das muss in die Beschreibung rein. Und ähnlich wie der
  276. Mönch im Münchnerwappen ist das auch eben sehr sehr altes Wappen, das so weiter verwendet wurde. Nach Zeitgeschmack immer mal wieder
  277. verändert. So sieht er um 1495 aus. So sieht ja um 1605 aus und noch 1970 sah er so aus und dann wurde irgendwann ein neues Wappenauftrag gegeben. Also man
  278. sieht Wappen verändern sich gerade bei so fürglichen Darstellung kann man auch dies der Plasonierung gar nicht so unfassbar viel raus haben. Also gibt's
  279. unfassbar viel Gestaltungsmöglichkeit und dementsprechend können die sich eben sehr sehr stark unterscheiden und gerade modernes Design ändert natürlich noch
  280. mal deutlich. Das waren jetzt die großen Wappen der deutschen Großstädte. Ich habe aber noch ein paar, ja, sagen honorable mentions, ein paar
  281. Besonderheiten, die ich dazu nehmen will, weil bis jetzt hatten wir eigentlich nur Städte, die im Mittelalter schon existiert haben.
  282. Möchten ein paar spätere Gründung oder zusammen Schließungen zeigen. Das ist Sabrücken. Und Sabrücken ist tatsächlich ein Zusammenschluss, nämlich aus den
  283. Städten Sabrücken, St. Joren und Malstadt Burbach ist 19 entstanden. Es gab auch vorher bereits Sabrücken. Dementsprechend ist der silberne Löwe
  284. auf blauem Grund hier das alte Sabrückenwappen. Die beiden ein wurden dann angefügt und so ist ein ganz neues Wappen entstanden. Also auch heute noch
  285. entstehen immer noch neue Wappen, gerade bei solchen Verschmelzungen und hier konnte man natürlich sehr gut auf alte Sachen zurückgreifen. Bei einigen
  286. Statten war es nicht ganz so einfach. Wuppertal ist ein altes Wappen, so erstaunlich es klingt, denn Wuppertal ist auch ein zusammengefasste Stadt aus
  287. den Städten Bah und Elberfeld und paar kleinachen. Dieses Wappen ist 1934 entstanden. Es zeigt den Bergischen Löwen, hat man von bei Düsseldorf schon
  288. und er hält den Rost des Heiligen Laurentius, das ist aus dem Elberfelderwappen und steht auf Garnstrengen. Das ist das Wappen von
  289. Barmen. In beiden Wappen ist auch jeweils der bergische Löwe drin. Also das äh Elberfelderwappen ist wirklich der Löwe mit dem Rost. Das warpen ist
  290. der Löwe auf den Garnstrengen und man hat's einfach zusammengefügt, hat offensichtlich gut gepasst und ist dann am Ende bei diesem Wappen rausgekommen.
  291. Leverkusen, da habe ich tatsächlich mal gewohnt. Ich war mal längere Jahre Bürger von Leverkusen. Die haben auch den Berglichen Löwen genommen. Liegt
  292. tatsächlich auch im alten Herzogtum oder Grafschaft Berg. Hat sehr gut gepasst. Und hier hat man sogar zwei Wappen der Familie Berg kombiniert, denn der Löwe
  293. ist der bekannte bergische Löwe, dieser äh Wechselzinnenbalken heißt das Ding im Vordergrund. Das ist aus dem Stammwappen der Krab von Berg aus dem ursprünglichen
  294. Wappen. Da haben wir den rausgenommen, beides zusammengefügt und hat tatsächlich ein gar nicht mal so un heralliges Wappen daraus gemacht. Ist
  295. tatsächlich erst sehr spät entstanden. Diese Wappen ist von 1976, also zu meinen Lebzeiten noch gestaltet worden. Auch heute werden immer noch neue Wappen
  296. nicht nur umgestalt, sond auch noch erlassen tatsächlich. Und Paradebeispiel für eine Gründungsstadt, wo vorher gar nicht mal so richtig viel gewesen ist,
  297. ist hier in dem Fall Wolfsburg und die haben sich offensichtlich an den regionalen Wappen orientiert, so wir in Hannover den Löwen auf dem Zinnen
  298. hatten. Oder zwischen Türm haben wir hier den Wolf. ist natürlich ein sprechendes Wappen. Ähm, also eigentlich auch wenn die die Darstellung hier sehr
  299. modern aussieht, hat man sich genau an dem orientiert, was solche Stadtwappen üblicherweise hatten. Auch wenn es natürlich keinen Siegel gab, aus dem man
  300. es herholen konnte, aber man hat sich schon sehr daran gehalten. Wichtige mittelalterliche Städte, die ich noch nennen möchte, die es nicht in der Liste
  301. der größten geschafft haben, ist hier z.B. Braunschweig. Den Löwen haben wir seit mindestens 1231. sehr sicher ist, dass der Löben von Heinrich dem Löwen.
  302. Damit ist das tatsächlich eins der älteren durchgehend genutzten Wappen. Münster ist so ein lustiger Sonderfall, weil es sich von anderen Wappen deutlich
  303. unterscheidet. Ist auch ein sehr altes Wappen. Ist nicht vom Stadtsiegel abgeleitet. Das sind ja die meisten haben irgendwas mit dem Siegel zu tun.
  304. Hier tatsächlich mal gar nicht, weil wie soll es auf dem Siegel? Das funktioniert nicht. Und für ein Stadtwappen ist es ohnehin eher ungewöhnlich. Also so auf
  305. Faren hat man das ja häufiger diese Farbteilung auf Wappen eher selten. Es gibt auch keine offizielle Blasonierung. Die meisten anderen Bappen haben
  306. irgendwann eine offizielle Beschreibung hier tatsächlich nicht und ist eine Mischung aus dem goldrot goldenen Wappen des Fürstbischofs und vermutlich in
  307. Hansefarben. Also die sind hier wahrscheinlich auch wieder reingeflossen. Dann ist das hier entstanden. Zeitweise gab es auch
  308. unheralliche Versionen, wo die Kombination Gold, Silberrot war und Gold und Silber dürfen sich bei den Wappen eigentlich nicht berühren. Metalle und
  309. Metalle dürfen sich nicht berühren und Farben und Farben nicht und Gold und Silber sind beides Metalle. Daher ging das nicht. Ein wirklich interessantes
  310. Wappen ist dann Augsburg. Ich habe h extra ein altes Bild genommen aus dem 15. Jahrhundert. Das sieht man schon in seiner vollen Pracht. Das zeigt nämlich
  311. eine Zirbelns. Also ein Zapfen der Zirbelkiefer ist eigentlich südlich der Alpen oder in Hochalpen ansässig. im Mittelalter
  312. allerdings auch nördlich der Alpen, zumindestens teilweise um Augsburg offensichtlich nicht so ganz, denn die Geschichte ist hier ursprünglich waren
  313. das Trauben auf dem Wappen war ursprünglich Trauben abgebildet und angeblich nach einem Fund einer Zirbelnuss 1467 in Augsburg wurde es
  314. dann wohl geändert. soll was mit der römischen äh Siedlung da zu tun gehabt haben. Also ob da jetzt eine echte Zirbelnuss gefunden wurde oder eine
  315. historische antike Darstellung der Zirbelnuss ist nicht ganz klar, aber möglicherweise war es genau das und dann wird aus diesem Traubenwappen eben ein
  316. Zirbelnusswappen. Ulm, auch eine wichtige Stadt in Süddeutschland, hat ein extrem einfaches Wappen, nämlich nur oben schwarz, unten weiß. War früher mal
  317. ein komplexeres Wappen. Es gab nämlich auch da Brustschild eines Reichadlers. Die haben den Reißadler benutzt. auf der Brust eben dieses schwarz-weiße Schild
  318. haben wir so ähnlich schon gesehen. Mit dem Ende des Heiligen Römischen Reiches haben sie dann eben den Reichsadler wieder getilt und haben seitdem nur noch
  319. dieses einfache Wappen und eine Besonderheit haben wir zum Schluss auch noch, nämlich mit Brandenburg an der Hafel. Das hat ein Doppelwappen, nicht
  320. drei Wappen wie im Fall von Essen, auch keine zwei Wappen nebeneinander, sondern tatsächlich zwei Wappen, zweier Städte, die zusammengewachsen sind, nämlich der
  321. Altstadt Brandenburg und der Neustadt Brandenburg. sind zwei Siedlungen gewesen, die waren getrennt voneinander. Das ist bei der Gründung gar nicht mal
  322. so selten, dass beide sich soe weit entwickeln, dass sie dann gleichberechtig nebeneinander stehen. Das ist eher ungewöhnlich. Und als die
  323. 17 15 zusammengefügt wurden, ist dann daraus eben dieses gemeinsame Wappen geworden. Und der Raldich links, also für euch auf der rechten Seite, bei
  324. Raldig ist das links, ist das Wappen der Neustadt Brandenburg mit dem Ritter. Auf der anderen Seite ist die Altstadt mit weiteren Wappenarne und vor allen Dingen
  325. unterscheiden die beiden sich in der Farbe der Dächer. Blau ist die Neustadt, grün ist die Altstadt, das unter der Krone ist dann das Wappen von
  326. Brandenburger der Habel. gibt's tatsächlich in der Form auch sehr sehr selten. Wollte ich auch noch mal dazu machen, auch wenn Brandenburg viel zu
  327. klein für diese Liste wäre, aber es ist ein sehr sehr spannendes Wappen. Ja, das war meine Liste der Wappen der größten Städte in Deutschland plus ein paar
  328. Besonderheiten, die ich auch noch anfügen wollte einfach so, weil es interessant ist für Wappenwesen, aber so entstehen Stadtwappen. Also, wenn ihr
  329. einen Stadtwappen entwerfen wollt, z.B. als gute Geschichtsnörts irgendwie für Rollenspieler ähnliches, jetzt wisst ihr ungefähr, wo die Wappen herkommen, also
  330. aus Siegeln. Welche Bestandteile gibt es? Entweder das Landeswappen in dem Fall eben den Reichsadler, der dann ergänzt wird mit dem Status einer freien
  331. Reichstadt z.B. oder die jeweiligen Herrscher tauchen auf oder aus den Stadtsiegel, dass man eben einen Heiligen hat oder eine
  332. Befestigungsanlage, die im Stadtsiegel auftaucht. Das sind alles Bestandteile, die dann am Ende ins Wappen reinkommen. Farben können geändert werden,
  333. Darstellen können geändert werden, es können Zuschläge dazu kommen, aber das ist Kunden Pronom, was ich gezeigt haben, sind so die Hauptvarianten, wie
  334. solche Siegel entstehen, wie solche Wappen entstehen und es sollte eigentlich genug sein, um so Stadtwappen in Zukunft zu verstehen. Wenn ihr in
  335. Zukunft Stadtwappen sehen werdet auf euren Reisen oder sowas, könnt ihr sagen, okay, ich weiß, so ähnlich kenne ich von anders woher. Wie Gründe hat das
  336. für dieses Ding? Es gibt ja wahnsinnig viel Legenden darum. Meistens muss man am Ende sagen, Legende ist wahrscheinlich falsch, wahrscheinlich
  337. als einfachere Gründe, aber eure nächsten Startwappen werden euch nicht mehr ganz so verblüffen wie bisher. Hoffe ich zumindestens, dass mein Video
  338. ein bisschen dazu beiträgt. Was ich bei der ganzen Sache merkwürdig finde, viele Städte ersetzen ihre Wappen nach und nach. Ihr habt ja eben ein paar mal
  339. gesehen, ich habe da kritisiert, dass diese Wappen nicht mehr so wahnsinnig schön sind. Hier z.B. Wie sieht man das Weinserwappen? Da habe ich ja gesagt,
  340. diese Räder und das ist eine alte Version des Wappens. Finde ich persönlich viel viel schöner. Kann ich mich mit anfreunden und nicht nur, dass
  341. die Wappen reduziert werden. Teilweise werden Logos Design, die dann das Wappen quasi ersetzen sollen. Städte wollen modern
  342. wirken, wollen ein Logo benutzen. Und ich bin mir gar nicht sicher, ob das eine gute Idee ist, weil ich glaube, Wappen sind beliebt. Gibt auch in vielen
  343. Städten dann auch so so Bürgerinitiativen oder auch Unterschriftenlisten, die das alte Wappen wieder haben wollen, also
  344. ausdrücklich. Und wenn man das so komplett ersetzt, diese Wappen haben Jahrhundertelang gehalten, haben auch immer Identität gestiftet und ich
  345. verstehe das mit jedermannswappen. Also diese Wappen sind ja Amtszeichen, die darf nicht jeder Mann verwenden. Schon gar nicht irgendwie ein Eindruck
  346. erwecken ist ja irgendwie offiziell. Das haben wir bei den Bundesländern auch beim Bundesadler ganz genauso. Der darf z.B. bei der Fußballwm darf die Fahne
  347. mit dem Adler gezeigt werden, dass es nicht legal ist. ist dann nur geduldet, weil eigentlich ist das ein Amtsymbol und deswegen gibt's diese
  348. Jedermannswappen, die sind oft reduziert, aber ich finde diese Logos, die bringen da noch mal was rein, die die steigern es noch mal mehr und ob das
  349. eine gute Idee ist, weiß ich nicht. Ich glaube, dass da die Planer die Nostalgie unterschätzen, unterschätzen, wie beliebt und auch Identitätsstiften diese
  350. Wappen sind. Mittlerweile haben wir auch über Stadtwappen hinaus ganz viele Dorfwappen. Also, es gibt ganz, ganz viele Dörfer, die sich auch Wappen
  351. gegeben haben. Das ist teilweise historisch. Es gibt Dörfe, die haben lange Wappen. Teilweise ist unhistorisch und heute als Gemeinden wollen sie da
  352. auch nicht zurückstehen, geben sich Wappen. Teilweise sind es die Wappen von ansässigen Adelsfamilien, die übernommen werden. Ist so herallig, solala.
  353. Teilweise werden auch moderne Wappen design. Das ist ganz unterschiedlich. Aber im Prinzip kann man wirklich sagen, wenn ihr euch umschaut, fast jedes Dorf
  354. und fast jede Stadt hat inzwischen Wappen. Es gibt ganz ganz wenig Ausnahmen. Wenn es euch Spaß gemacht hat, ich habe noch andere Videos zum
  355. Thema Wappen. Ich habe als zu den Wappen der Bundesländer. Ich habe ein generelles Video zum Thema Wappen, wo ich Wappen überhaupt erkläre. Also
  356. Tinkturen, Farben, Wappenfiguren, wie sie muss ein Wappen aussehen, könnt euch anschauen, werde ich gleich verlinken. In der Endcard könnt ihr auf beides äh
  357. klicken. Wenn es euch Spaß gemacht hat, guckt auch meine anderen Videos, liked den Kanal, hypt das Video, lasst ein Like da und am allerbesten teilt es.
  358. Wenn euch das Video gefallen hat, zeigt sie in den sozialen Netzwerken, macht andere doch aufmerksam, das hilft mir mal am meisten. Mir bleibt da nur noch
  359. zu sagen, danke, dass ihr dabei wart. Vergesst nicht am Gewinnspiel von Anja Sedler teilzunehmen. So ein Seiten Wappen hätte ich auch gerne. Die sind
  360. richtig schön, kann ich nur empfehlen. Und wir sehen uns hoffentlich wieder nächste Woche zum neuen Thema. Bis macht's gut und bleibt gesund.

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