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Die Wappen deutscher Großstädte
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 360 Zeilen
- [musik] Herzlich willkommen bei Geschichtsfenster. Mein Name ist Andre
- und heute geht es um die Wappen deutscher Großstädte. Ich hatte vor einiger Zeit ein Video über die Wappen der Bundesländer und das ist sehr gut
- angekommen tatsächlich. Es gab aber ganz viel Kommentare, die gesagt haben, sie möchten das auch gerne für Stadtwappen. Also gibt's jetzt Stadtwappen? Ich werde
- so großen ganzen die größten Städte Deutschlands nehmen, so wirklich der Liste nach Einwohnerzahl. Ich habe aber Ende noch so ein paar Sonderfälle, die
- ich auch noch vorstellen möchte und ich habe es auch so gewählt, dass dann möglichst alle Arten von wichtigen Stadtwappenformen vorkommen. Ich habe
- auch ein paar historisch sehr wichtige Städte drinne. Lübeck z.B. ist eigentlich nicht groß genug für den Liste, aber als Wappen als Stadtwappen
- so wichtig, dass ich es reinnehmen musste. Also ein paar Ausnahmen hat's seid e nicht zu streng. Wenn eure Heimatstadt, eure Lieblingsstadt nicht
- dabei ist, seht's mir nach. Ich habe vor allen Dingen geschaut, neben den Großen so ein bisschen Besonderheiten zu haben. Es gibt auch eine Werbung, aber mal
- wieder eine Werbung, die nicht bezahlt ist, sondern für eine liebe Freundin, die großartige Dinge macht und das möchte ich heute bewerben. Gibt auch was
- zu gewinnen. Anja Sedler hat mir schon ein paar wundervolle Stücke gemacht, wie hier z.B. diesen wundervollen Holzschrein für mein Leuchtkälch im
- Liveollenspiel oder diesen ebenso schönen Schild. Ich habe noch eine Tsche von ihr, die ist auch ganz wundervoll geworden. Und was
- ich kann, sieht man sehr schnell auf diesem äh Bild. Das ist nämlich ihr Stand auf der Labmesse gewesen und da sieht man ihre Banner. Wunderschöne
- Banner, riesengroß. Also wer wen sowas interessiert, handgemalt, kann man auf jeden Fall auf die Seite gucken. Gemeinsam haben wir uns was überlegt,
- nämlich eine Verlosung. Es gibt kleine Seidenwappen zu gewinnen, die sind nicht also so etwas mehr als handgroß. Ähm, ihr könnt euer Wunschwappen angeben, ihr
- könnt aber auch euer Stadtwappen oder ähnliches eingeben, also welches Wappen ihr als Vorlage liefert, das macht sie und drei davon gibt's zu gewinnen. Nicht
- bei mir, also nicht unter das Video kommentieren, das bringt nicht, sondern unter dem Video in der Beschreibung gibt es einen Link auf Instagram auf ihren
- Kanal. Da könnt ihr euch das Ganze anschauen, also den Real, den ich gerade zeige oder ich weiß nicht, ob sie noch einen neuen gemacht hat, wollte sie
- glaube ich noch was dran verändern. da kommentieren, da drunter sagen, ich hätte gerne folgendes Wappen und drei davon wird sie machen. Finde ich eine
- großartige Sache. Deswegen mache ich gerade sehr gerne Werbung für sie. Ich bin begeistert von ihren Arbeiten und ich mag es ja Leute zu supporten, die
- tolle Sachen machen. Deswegen war das die Werbeeinblendung dieses Videos. Mal ganz unbezahlt, mal nicht die üblichen Verdächtigen. Werde ich weitermachen.
- Ich hoffe, ihr habt Spaß dran. Ab zum Video. Datwappen erscheinen im Mittelalter tatsächlich erst relativ spät, teilweise ersten 15. Jahrhundert.
- Vor haben vor allen Dingen Siegelende Bedeutung für Städte. Die Wappen tauchen erst so nach und nach auf. Man passt sich ja im Prinzip an, dass die der
- Adelwappen trägt und Städte tun es dann auch. Diese Stadtsiegel sind auch oft der Vorgänger für Wappen. Wir haben eine ganze Menge Wappen, die quasi eins zu
- eins aus dem Stadtsiegel entnommen sind, nicht alle allerdings. Andere Vorlagen für solche Wappen sind auch gerne mal die Schutzheiligen der jeweiligen Stadt
- oder die Attribute, haben wir auch ein paar Beispiele. Stadtwappen haben im Gesatz zu adligen Wappen oft keinen Helm und keine
- Wappenhalter. Es gibt Ausnahmen. Es gibt gerade wenn die Städte gleichzeitig Länder sind, da haben die es gerne auch noch oder manch gibt's auch große
- Wappen, aber im häufigsten Fällen hat das Stadtwappen die Teile nicht. Ist also heraldig ein unvollständiges Wappen, weil im Mittelalter wäre Helm
- und alles drumherum wichtig. Das ist Teil des Wappens, das darf man eigentlich nicht unterschlagen. Ändert Neuzeit, aber Stadtwappen ist es nicht
- der Fall. Historische Stadtwappen muss man auch so ein bisschen suchen. Ich hatte das Glück. Es gibt das Wappenbuch des
- bayerischen Herolds Jörg Rügen. Hat verschiedene Namen und verschiedenen Schreibweisen. Dann steht so um 1495. Da sind jede Menge Wappen aus der Zeit
- drin, auch Stadtwappen eben. Die sind teilweise nicht sehr akkurat. Dieser Herold hat Wappen aufgeschrieben für sich, um sie zu erkennen und hat's
- offensichtlich teilweise entt die Vorlage nicht oder hat die Plasonierung verhauen. Man merkt da teilweise wirklich die Wappentiere gucken in die
- falsche Richtung, sehen komisch aus. Es gibt teweise die falschen Farben, das kann passieren, aber ist trotzdem eine hervorragende Quelle dafür. Geh mal so
- die Einwohnerzahl nach unten und wir fangen dann bei zwei Beispiel an, die wir schon hatten. Die kann ich mir eigentlich sparen, weil Berlin, Hamburg
- und Premen muss ich nicht noch mal groß machen. Die hatten wir im Video über die Bundesländerwappen. Wer das noch nicht kennt, gerne schauen. Da habe ich die
- Wappen der Bundesländer genau erklärt, wo die herkommen. Und die drei Wappen hatten wir schon. werde ich gleich was zu sagen. Wir haben
- nämlich ähnliche, also die Burg, die der Schlüssel und der Bär sind schon bekannt. Und wo ich Hamburger Wappen sehe, ich werde bei den Erklärungen
- teilweise nicht auf sagen und Legenden eingehen. Also z hier diese Sterne im Hamburger Wappen, da gibt's Menge Legenden zu, aber die Herkunft ist
- einfach nicht erklärt. Deswegen habe ich auch im letzten Video nicht getan. Also nicht wundern, wenn ein paar lokale Legenden einfach fehlen, darum geht's
- mir tatsächlich nicht so sehr. Und die nächste große Stadt, die wir dann haben, ist München. Wenn ich gefunden habe, habe ich die offizielle Blasonierung,
- also Beschreibung des Wappens und das ist bei München auf silbernem Schildgrund ein Mönch mit schwarzer Gold umränderter Kutte, Eidbuch und Schuhe
- rot, Gesicht und Hände fleichfarben. Da ist schon was drin. Eitbuch ist schon so eine Behauptung. 1158 wird München zum ersten Mal als Markt Heinrich des Löwen
- zu dem Zeitung Herzog von Sachsen und Bayern erbähnt. Der Name ist von Mönchen abgeleitet. Vielleicht eine Mönchsiedlung und Kloster hat's da nicht
- gegeben, also so groß war es dann doch nicht. Und die Stadt ist dann lange Zeit umstritten zwischen den Wittelsbachern als Nachfolger der Welf und den Bischer
- von Freising. Die streiten sich ewig lange, wem diese Stadt quasi gehört. 1214 bekommt Münchner Stadtrecht. 1250 bekommt München dann Stadtrecht und
- Siegel. Hier sieht man das Siegel ist so typisch für eine Stadt. Äh werden wir wiedersehen. Dieser Löwe auf der Mauer, das ist bekannt, aber man sieht eben so
- eine Stadtansicht und dann der Mönch im Tor. Das ist das Siegel. Und was ich eben schon gesagt habe, das ist so eine spätmittelterliche Darstellung des
- Münchner Wappens. Da sieht man ähnlich Mönch wieder mit Buch und dieser Geste ich gleich was dazu, aber das ist eben aus der Blasonierung, wie es dann am
- Ende ausgeführt wird, wie der Mönch am Ende exakt aussieht, das gibt so eine Wappenbeschreibung gar nicht her. Deswegen sind es alles valide Wappen.
- München wächst dann rasant auch durch den Salzhandel und später dann als Residenzstadt der Mittelsbacher. Unter Ludwig den Bayern ist es sogar fast 20
- Jahre kaiserliche Residenz. Es gibt natürlich einen großen Schub und aus dem späten 15. Jahrhundert, genau aus dem Jahr 1477 gibt es dieses Wappen. Das
- hing alten Rathaus, ich glaube im Fest und Tanzsaal. Und da sieht man eben eine spätmelaltige Ausführung des Wappens.
- Das heutige Wappen, ich am Anfang hatte, stammt aus dem Jahr 1977 und seit dem 17. Jahrhundert wird dieser Mönch auch als Münchner Kindel bezeichnet. Die
- Geste und das Buch werden dabei als Urgeste gedeutet. Das Buch soll das Münchner Altbuch sein, also auf das z.B. Bürgeralt und ähnliches geschworen
- wurde, ist zumindest die dortige Legende. Eher wahrscheinlich ist es eine Segensgeste Evangelium. würde auch gut zu einem Mensch passen, aber solche
- örtlichen Deutungen hat man natürlich sehr sehr häufig. Wir werden auch Beispiele haben, wo wir wirklich im Mittelalter sehen, dass da eine
- Fehldeutung stattgefunden hat und sich auch als Wappen äh entwickelt hat. Das haben wir sogar relativ häufig. Und dann haben wir einen Wappen über das kann man
- richtig viel erzählen, nämlich das Kölner Wappen. Das ist tatsächlich ein erstaunlich junges Wappen, ist später entstanden als einige andere. Die
- Blasonierung unter rotem Schild haupt darin balkenweise drei goldene dreirige Kronen in Silber 11 schwarze Flammen im Verhältnis 5:4 Z2. Die Farben dieses
- Wappens sind die klassischen Hansefarben, auch wenn Köln heute bei der Aufzung von Hansestädten oft fehlt, es ist eine der wichtigsten und ersten
- Hansstädte. Die Kronen stehen für die heiligen drei Könige, deren Gebeine sind ja aus Mailand geraubt worden, sind dann nach
- Köln gebracht worden, war eins der wichtigsten Pilgerziele. Die Flammen dagegen eine sehr schöne Legende, nämlich die der Heiligen Ursula und ihre
- 11000 Jungfrauen. Ihr habt richtig gehört, 11000 Jungfrauen. Und hier sieht man ein Bild von Hans Memling vom Ossolinen Schrein in Brücke. Die wurden
- nämlich angeblich in Köln von den Hunden getötet. Mehrerin und was man auf diesem Bild neben dem Massaker im Vordergrund noch sehr schön sieht, im Hintergrund,
- man erkennt die Kölner Skyline, denn ganz rechts im Bild sieht man groß Stkt Martin. Das sieht tatsächlich so aus, erkennt man ganz gut. Auf einem anderen
- Teil dieses Sachen sind keine Flügel, ist auf ein auf einem Reliquienschrein auf quasi dem anderen Bogen sieht man auch den Kölner Dom halb fertig gebaut
- mit Kran auf dem Turm und so. Also da merkt man, der Mann war da und hat gesehen oder hat Ahnung, wie es ungefähr aussieht.
- Wie gesagt, ein relativ junges Wappen. Es wurde erst offiziell verliehen nach der Belagerung von Neus 1475. Dann wird Köln auch zur freien Reichstadt erhoben.
- Zu dem Zeitpunkt fehlen aber noch die Flammen. Also wurde auch vorher tatsächlich verwendet. Ist nicht so, dass erst dann wirklich genutzt wird.
- Das Erzbis zum Köln dagegen hat ein anderes Wappen, nämlich dieses, das schwarze Kreuz auf Silber im Grund. Das ist Kurfürstentum, Erzbistum und findet
- man in anderen Bappen im Kurkölner Gebiet bis heute. Ist also durchaus äh Sinnst oder Identitätsstiften gewesen, aber die Stadt Köln hat schon länger ihr
- eigenes Zeichen verwendet. Hier sieht man einen Druck aus dem 15. Jahrhundert. auch da der Dom mit dem Kran drauf ist sehr sehr ist wirklich ein Wahrzeichen
- in Köln gewesen, bis die Preußen es im 19 Jahr oder fertig gebaut haben. Aber hier sieht man eben auch neben dem Doppeladler ein Banner mit den drei
- Kronen und von denen hat sich sogar eins erhalten, nämlich dieses. Das ist wirklich ein mittelalterliches Banner aus Köln mit
- diesen drei Kronen und das was unten so schön blau verziert ist, das ist tatsächlich dann das Weiß. Das ist herallig nur Schmuck, nur irgendwie um
- die Fläche zu füllen. Das hat ansonsten nicht so wirklich einen großen Nährwert, aber bereits im 15. Jahrhundert taucht dann eben dieses Wappen auf. Hier sieht
- man noch Hermelin. Also in frühen Darstellung ist es Hermelin auf dem Weiß. Kann also sein, dass durchaus erstmal nur eine Verzierung war, um
- dieses Weiß irgendwie zu füllen und daraus haben sich dann die Flammen der Jungfrauen entwickelt. Ist wie gesagt eine sehr wichtige Legende und auch so
- Reliquienhandel mit den Überresten der Jungfrau war sehr sehr einträglich. Also, sie hat ein Grund, das irgendwie drauf zu packen und ab 15 € kann man
- eigentlich sagen, sind diese Flammen immer auf dem Wappen drauf gewesen und haben zum heutigen Wappen geführt. Die nächste Stadt ist dann schon meine
- geliebte Heimatstadt Frankfurt am Main. Das Stadtwappen zeigt den weißen, sehr silbernen aufgerichteten, goldgekrönten und goldbewährten Adler mit gespreizten
- Flügeln und Fängen mit blauer Zunge und blauen Krallen auf dem roten Feld. Soweit zur Plasonierung. Der Adler geht natürlich auf den
- königlichen Adler zurück, bissadler. Das wird jedenfalls später daraus. Und da Frankfurt am eine reichs unmittelbare Stadt war, also direkt dem König gehört
- hat, hat sie diesen Adler verwendet, zumindestens auch dem Siegel des Schuldheisen. Also es gab da vom König einen eingesetzten Schuldheisen als
- Stadther und der hat dieses Siegel eben verwendet und als dann Frankfurt eine freie Reichstadt wurde, hat sie das Ganze übernommen. Sie wurden freie
- Reichstadt, indem sie das Amt des Schuldheißen erworben haben. Quasi es wurde verpendet. Sie haben es freigekauft, haben es dann selber
- ausgeführt, meine ihre eigenen Stadtheren und damit de facto frei. Und dann übernehmen sie eben diesen Adler, wechsel aber von schwarz und gold auf
- die fränklichen Farben. Das ist tatsächlich wohl die Farben, die verwendet haben, nicht die Hansefarben. Damit hatte Frankfurt gar nicht so groß
- was zu tun. Und so kommt's halt eben zu diesem Wappen, das heute verwendet wird. Hier kann man auch sehr schön sehen, welche Variant solche Wappen haben. Das
- ist tatsächlich ein Wappen aus dem 15. Jahrhundert. ist am Leinwandhaus, kann man heute noch sehen, wobei es wieder aufgebaut worden, also wahrscheinlich
- irgendwie Kriegsschaden wieder dranfügt wurde oder hier im Echenheimer Turm der Adler falsch farben und keine Krone, das ist
- alles relativ harmlos. Das haben die Leute tatsächlich nicht so unfassbar eng gesehen. Da gibt's 1000 Varianten auch über die Jahrhunderte immer wieder.
- Hier haben wir dann 1583 eine Version, da sind goldene Bänder auf den Flügeln, die tauchen irgendwann auf, verschwinden aber auch wieder. Also, wir können da
- wirklich von äh von Evolution von Bappen reden. Und 1925 gibt's was ganz Wildes. Da hat man im Projekt das äh Projekt Neues Frankfurt versucht ein ja so von
- modern Design inspiriertes Corporate Design für Frankfurt zu entwickeln und das sollte das Frankfurter Wappen sein. War es auch eine Zeit lang. Die Nazis
- haben es einkassiert, haben das alte Bappen quasi wieder reinstalliert und daher musste man tatsächlich bei ein Bappen aus der Zeit auch gar nichts
- enden artifizieren. Das ist nichts drauf, was irgendwie äh verfänglich wäre. Andere Schädte hatten es da schwieriger und so ist es heute quasi
- das Frankfurter Wappen, wie wir es heute benutzen. Düsseldorf, größte Dorf Deutschland, könnte man sagen, hat diese Wappen auch noch nicht
- so unfassbar lange. Die Plasonierung lautet: Auf einem silbernen Schild ein blau gekrönter und blau gezunkter doppelschwänziger roter berg Löwe mit
- einem blauen gesenkten Anker in den blau bewährten Pranken. Ganz schön viel blau auf diesem Ding. Verlung des Stadtrechts nach der
- Schlacht von Worring da ein ja nicht ganz zeitgenäiges Bild, aber eine ganz gute Darstellung. Mit diesen Stadtrechten führen die Düsseldorfer in
- Siegel, das aber ein Gebäude zeigt, da ist gar kein Anker und auch kein Löwe drauf. Im 15. Jahrhundert findet sie ein Dieses Wappen. Das findet
- man direkt in Düsseldorf. Ein gestürzter Anker, wenn er so auf dem Kopf steht, ist der gestürzt, aber kein Anzeichen von einem Löwen auf dem Wappen, aber ein
- Löwe als Wappenhalter. Also da kommen wir dem Ganzen schon nah. In dem Wappenbuch, das ich vorhin genannt habe von Jör Krügen, sieht man statt dem
- Anker tatsächlich dieses Wappen. Ist die Frage, wusste er es nicht besser? Hat er einfach das bergische Wappen genommen, weil es ist Teil der damals noch
- Grafschaft Berg, später wird's ein Herzogtum Berg und die haben den Jücher Löwen genutzt. Das ist eine schwierige Geschichte. Hat auch was mit den ganzen
- Konflikten der Region zu tun. Auf jeden Fall dieser Löwe wird auch als bergischer Löwe bezeichnet und den finden wir hier drinne und auch
- Körperschaften der Stadt. In dem Fall das Schöffenkolleg benutzt diesen Löwen mit Anker nicht als Wappen. Das hier ist kein Wappen, sondern nur eine Figur,
- also eine figürliche Darstellung und daraus entwickelt sich dann eben das Düsseldorfer Wappen, wie wir es heute kennen. Das ist in der Form aber
- wirklich erst im 19. Jahrhundert verbindlich geworden. Bis dahin gab es immer mal wieder so Parallel Dinge und verschiedene Wappen verwendet hat, aber
- dieses Wappen in der Form, dass wirklich Anker und Löwe zusammen sind, ist im 19. Jahrhundern entstanden aus alten Vorbildern. Jetzt kommen wir nicht nur
- zu einem Wappen. Wir können gleich mehrere Städte zusammen abfrühstücken, weil sie sehr sehr sehr ähnlich sind. Wir sind hier bei Leipzig. Die
- Plasonierung gespalten, vorn in Gold ein rot gezunkter und bewerrter schwarzer Löwe, hinten in Gold zwei blaue Pfähle. Also vorne ist tatsächlich in dem Fall
- jetzt wird's ein bisschen schwierig für euch hier links, aber es herhalte ich rechts, weil Schilde werden und Wappen werden immer aus Sicht des Trägers
- beschrieben. Also ihr müsst den Blick von vorne sehen, aber von hinten wird beschrieben ganz schräg. Also was vorne ist bzw. in dem Fall rechts ist der Löwe
- links bzw. hinten sind dann die Pfähle. Es hat letztlich gar keine so extrem spannende Entwicklungsgeschichte, da seit dem 13. Jahrhundert in der Form
- verwendet wird. Interessant sind dafür die Bestandteile und der Umstand, dass die Wappen von Chemnitz und Tresen quasi identisch sind. Gleiche Veränderung. Das
- Wappen aller drei Städte vereint einmal den Löwen der Vetine. Das sind Grafen ist ein Grafengeschlecht. Ab dem 12. Jahrhundert spaltet sich das in zwei
- Linien auf. Einmal die Marken von Meisen und einmal die Marken der Lausitz, weil die Markschaft Lausitz auch als Markkraftschaft Landsberg bezeichnet
- wird nach der Stambburg. Und die benutzen eben diese Pfäle als Wappen. Deswegen nennt man sie auch Landsberger Pfähle. Später werden dann die Vit auch
- Herzöge und schließlich Könige von Sachsen. Dann benutzen wir auch das sechsige Wappen. Ihre Städte dagegen haben oft noch die Wappen ihrer alten
- Besitzung, Meisel und Landsberg. Hier z.B. in in Dresen wurde dann die blauen Fehle zu schwarzen Fehlen verändert, wahrscheinlich um sich von Leipzig
- abzugrenzen und im Fall von Chemnitz ist einfach die Seiten unterschiedlich. Aber ähnliche Wappen finden wir in der Region sehr häufig. auch andere Städte haben
- teilweise auch zeitweise diese äh äh Teile bekommen. Werden wir gleich mit Erfurten Beispiel haben, das kurzzeitig auch mal
- diese Befehle gehabt hat, aber tatsächlich unfassbar ähnliche Wappen für drei unterschiedliche Städte. Stuttgart, ein steigendes schwarzes
- Pferd auf goldenem Grund. Schön kurz, schön prägnant. Der Name Stuttgart bedeutet so viel wie Stutengarten und leitet sich daher, dass hier im 10.
- Jahrhundert bereits eventuell im Zusammenhang mit den Ungarninfälle ein Gestüt gegründet wurde. Daher kommt dieser Name. Ab dem 14. Jahrhundert ist
- es dann äh Residentstadt der Würtenberger. Da haben wir nach wie vor das Pferd wieder in der sehr interessanten Version. Und das Wappen
- Stuttgar verändert sich tatsächlich nicht so unfassbar über die Zeit. Hier haben wir ein Siegel von 1312. Da sind noch zwei Pferde drauf. Später wird's
- eben ein Pferd. Dann auch steigend. Weltberühmt ist das Wappen von Stuttgart allerdings als Bestandteil eines anderen Wappens oder viel mehr eines eines
- Markensymbols, nämlich Porsche hat das Stuttgarter Wappen als Kern. Das außenrum ist auch ganz interessant, das ist nämlich das Wappen des Volksstaates
- Würtenberg, der 1918 gegründet wurde und bis 1952 bestanden hat. Tatsächlich halten viele Leute das für das Badenwürtenberger Wappen. Die sind dann
- eher überrascht, dass das Wappen Badenwürtbergs gar nicht geführt ist. ist ein Hauptwappen mit Wappen oben in der Krone. Habe ich vorgestellt im Video
- über Bundesländerwappen, aber das ist tatsächlich so populär, dass viele Leute glauben, das sei das eigentliche Wappen. Tatsächlich ist eben dieser Volkstaat
- Würtemberberg. Als Porsche dieses Logo eingeführt hat, 1952 war das heutige Badenwürtberg noch gar nicht gegründet. Spricht das heutige Baden Würtenberger
- Wappen ist jünger als das Porsche Wappen. Nur ein paar Monate, aber immerhin. Ja, überraschend simpel ist dann das Wappen von Dortmund. Das Wappen
- zeigt auf goldenem Grund den rechtsblickenden einköpfigen, staufigen, reichstädtigen schwarzen Adler. Er ist rot, bewährt und bezt, einköpfig,
- staufig, reichstäig. Das ist muss da rein. Ist ganz ganz wichtig. Das historische Wappen ist tatsächlich sehr ähnlich und hier haben wir ein sehr
- typische Verleihung, nämlich den Reichsadler, erst königlicher Adler, damit eben zu Reichsadler wird einer Stadt verliehen. Sie darf es führen und
- die Dortmunder verändern da gar nicht groß was dran. gibt noch ein paar andere Stellen, die das ziemlich ähnlich haben. Was wir eben gesehen haben, war
- natürlich auch eine moderne Interpretation. Ich zeige immer die aktuell offiziellen Wappen als erstes. Wie schön die tatsächlich sind, kann man
- nicht drüber streiten. Da ist teilweise ganz schön viel Design reingeflossen. Ich weiß nicht, ob das nicht eher verschlimmenbessert hat. Und ich habe
- schon Adler mit eleganteren Konturen gesehen als den. Ist ja auch beim Bundesadler gibt's ja immer wieder interessante Entwürfe. Hier beim
- Reißadler eigentlich nicht viel anders. Auch im Stadtsiegel hier von 1270 ist der Adler eigentlich ganz genauso drinne. Letzt sich Frankfurt hat die
- Farben verändert, die Dortmunder nicht. Ansonsten ist es eine sehr sehr ähnliche Geschichte. Spannend ist daran, dass nicht während der ganze Zeit diese
- Farben schwarz auf Gold eingehalten wurden. Es gibt auch immer wieder historisch schwarz auf Silber, also wir würden sagen schwarz-weißes Wappen, was
- sehr merkwürdig ist, weil gerade für die Dortmund sind die Farben gelb und schwarz ja sehr identitätsstiften, auch so mit Fußballverein BVB. Der hat ja
- genau dasselbe. Ähm, diese Farbgebung ist tatsächlich erst seit 1948 offiziell. Vorher gab es auch andere Versionen. Ab dann haben sie das Wappen
- so in dieser Form und es hat mich überrascht. Hätte gedacht, es ist deutlich älter, aber dazwischen gab es immer mal wieder schwarzsilberne
- Versionen. Wir bleiben in der Nähe mit einem sehr ungewöhnlichen Wappen, auch an der Stadt, wo man gar nicht denken würde, dass s so eine äh Wappen haben.
- Essen ist ein sehr seltenes Wappen. Angeblich auch das einzige in der Art, das aus drei Teilen besteht. Es gibt so Doppelwappen oder Städte, die mehrere
- Wappen haben, aber gleich noch ein Beispiel. Aber das wirklich das Wappen so wie wir es jetzt sehen, aus zwei Teilen besteht. Das ist nicht so häufig.
- Und natürlich ist hier die Plasonierung ein bisschen komplizierter. Vorderer Schild in Gold, ein rot bewährter schwarz schattierter blauer Doppeladler
- mit einer roten Treiblattkrone über beiden Häuptern. Hinterer Schild in blau ein linksschräg goldenes Richtschwert. Über beiden Schildern eine perspektiv
- dargestellte schwarzchattierte goldene Treiblatkrone mit roter Innenseite der Stirnreif zwischen zwei silbernen Perlen rein mit drei grünen und zwei roten
- Steinen besetzt. sogenannte Essener Fürstenkronen und ja, ihr dürft euch verwundert die Augen reiben. Ich hätte diesen Adler auch für schwarz gehalten,
- aber nein, er ist schwarz schattiert, aber in Wirklichkeit blau. Okay, wenn ihr das so wollt, aber auch da ist klar, es ist wieder der der Reichadler, der
- hier verliehen wurde. Dieses Wappen ist 1887 gestaltet worden und auch durchaus damals sehr umstritten gewesen, da Herr Realig nicht korrekt ist. Die Krone
- hätte da nicht sein dürfen. Als Stadt hätte Mauerkrone hingehört und es gab damals im 19 Jahr wirklich Streit auch mit Heraldigern. Ist am Ende aber so
- durchgekommen. Den Reichsadler hat Essen seit 1623. Das Schwert wiederum ist das Siegel der Fürsteptissin und zwar seit 1399 und
- soll in die Meertörer und Stadtheiligen Kosmas und Damian erinnern, die durch ein Richtschwert hingerichtet wurden. Jemand der sich auskennt, weiß es ist
- gar kein Richtschwert, weil es ist spitz und Richtschwerter ist meisten stumpf. Die Krone darüber ist eben genau die Krone dieser Fürsteptissin, denn Essen
- wurde bereits im 9. Jahrhundert als ja Damenstift gegründet, vor allem als Wohnort für unverheiratete Adlige. Am Anfang gab es nicht mal ein
- Kechheitsgelöpte, das muss nur die jeweilige Eptissen ablegen. Die anderen waren sollten erleben, aber nicht dauerhaft der Kirche angehören. Ab dem
- 10. Ja, und da gab's dann mehrere Eptisen in Folge, die nahverwandte des Kaisers waren und 1228 wird dann die Eptissin zur Fürsteptissin erhoben.
- Damit ist sie Reichsfürstin, also wirklich ein sehr hoher Stand gerade für eine Eptisin der Zeit. Es gibt noch andere Fürsteptissin, aber das ist ein
- ganz prominentes Beispiel. Absoluter Hochael und wirklich eine eine Stellung, die herausragend ist. Die Stadt Essen prosperiert und versucht sich immer
- wieder aus der direkten Untertätigkeit des Stiftes zu lösen. Es war auch gar nicht so riesengroß, hat also nicht unfassbar riesige Besitzung. Es gelingt
- der Stadt aber nie komplett. Es gibt auch mehrere Rechtsstreite. Es wird nie freie Reichstadt bis eben zum Ende des Heiligen Römischen Reiches. Dann kann
- sich tatsächlich dann zur Stadt entwickeln und daher kommt eben dieses sehr merkwürdige Wappen von Essen mit dieser einmaligen Kombination. Ihr seht,
- ich habe nur dies eine Bild, weil da alte Wappen zu finden war gar nicht mal so einfach. Also ich ich habe quasi nichts gefunden. Ich weiß aus Literatur,
- wie alt diese Wappen sind, aber irgendwie so eine so eine Entwicklung kann ich euch gar nicht groß zeigen, leider. Jetzt kommen wir von einer Stadt
- mit einem Doppelwappen zu einem einer Stadt mit zwei Wappen. Das ist gar nicht mal so selten. Die Entwicklungsgeschichte ist auch meistens
- sehr ähnlich. Wir sind bei Nürnberg und das ist das große Wappen der Stadt. Nürnberg wird auch als Jungfrauenadler bezeichnet.
- In blau ein goldener Jungfrauenadler mit naturfarbenem jugendlichen Haupt mit goldenem ballenden Haar und goldener Plattkrone.
- Jungfrauen Adler taucht schon 1220 im Siegel der Stadt auf und war ursprünglich ein Adler mit dem Kopf eines Königs. Hier kann man das sehen,
- ist erhalten in Nürnberg ist glaube ich 14. Jahrhundert oder sowas ist eindeutig ein Männerkopf. Auf diesem Stadtsiegel dagegen hat man eine ältere Darstellung.
- Das ist so das was z.B. mehr Stauzeit haben, so als Haarpracht eines Mannes. Damals völlig in Ordnung. ein 200 Jahre später sagt man auch ist
- aber eine Frau mit den langen Haaren, ist aber ganz bestimmt eine Frau. Und so entwickelt sich in der Zeit aus dieser Figur dieses Königsadlers
- eine Version, die eben dieser Jungfrauen Adler, der zeitweise auch barbysik dargestellt wird, ist dann so eine so eine lokale Tradierung, die ein bisschen
- schief geht, aber hier haben wir eben so ein wunderbares Beispiel, wie sie Wappen auch verändern können. Kleine Wappen dagegen gespalten. Vorne in Gold ein
- halber rot gezunkter und golden bewährter schwarzer Adler am Spalt hinten fünfm schräg geteilt in rot und Silber. Und das dürfte eins der
- bekanntesten Wappen so populär kulturell sein. Wobei vielleicht mittlerweile nicht mehr, denn es war eins der Wappen, die im Playmobil verwendet wurde.
- Playmobil hat genau dieses Wappen genutzt und es war all meiner Kindheit. Ich wusste lange lange w ich wusste ist, dass Nürmerberger Wappen war das für
- mich ein ganz wichtiges Bild eines Wappens und das hat glaube ich auch Auswirkung, weil wir uns bei Wappen im Mittelalter ganz oft so geteilte Wappen
- vorstellen und davon gibt's tatsächlich gar nicht so unfassbar viele und ich bin der Meinung, dass das Nürenberger Wappen da einen gewissen Einfluss hatte, weil
- so dieser Gedanke verbreitet wurde. Ist natürlich wieder der Reißler oder der königliche Adler, der hier drauf ist, wieder verliehen. Die schräge Teilung
- dagegen kommt vermutlich von dieser Schildumrandung des Wappens der Nürnberger Burgrafen. Also letztlich vollkommen andere Baustelle, aber diese
- Rot-Weiß Kombination ist wahrscheinlich eingeflossen und ist so zum Kern des Stadtwappens geworden. 1350 wird dann beides zusammengefügt. Ursprünglich war
- das große Bappen quasi das Stadtsiegel und es gab auch ein kleines Siegel mit dem zweiten. Wenn man so ein Siegel hat im städtischen Schriftverkehr, dann kann
- man das belaubigen. Gibt da verschiedene Methoden. Eine Methode ist auf die Rückseite auch noch ein Siegel zu setzen. Also quasi ein Eingang zu
- beklaublich sagen, okay, das ist erlassen worden, da ist ein Siegel dran. Wir bestätigen quasi das Ganze mit dem Rücksiegel. Das haben wir sehr, sehr
- häufig und diese beiden Siegel wurden parallel zueinander verwendet. Haben wir später auch ein anderes Beispiel für. Und so sind aus diesen beiden Siegel
- quasi zwei Wappen geworden auch für unterschiedliche Zwecke. Hier werden sie beiden zusammengefügt, nicht zu einem Doppelwappen wie ein Essen, aber sie
- werden gleichzeitig verwendet. Hier haben wir das kleine Wappen z.B. als Druckwappen. Wird auch teilweise dann für den Druckordnberg verwendet. Eine
- andere schöne Verbindung des kleinen Wappens ist aber auch z.B. So eine Beschaumke, das ist an einem Ringpanzer, dann wurde gefertigt, um zu sagen, ist
- gute Nürnberger Ware, hat man dann so eine ein ein Schaumarke drauf gesetzt, auch Blomten davon sind natürlich nicht so viel erhalten für Zoll und ähnliche
- Dinge, das sind auch gerne solche Wappen verwendet wurde. Also für all diese Dinge hat man in Nürnberg das kleine Wappen verwendet, wenn es offiziell
- werden soll, man das große Wappen verwendet und beide sind nach vorwappen der Stadt Nürnberg. Also es hat sich gar nicht so groß verändert. Zeitweise
- durfte Nürnberg dann keine Wappen tragen, als zu Bayern gekommen ist. Mittlerweile werden wieder beide verwendet. Das ist tatsächlich auch gar
- nicht mal so selten. Ein schönes Beispiel, wie aus Siegeln Wappen werden, haben wir im Fall von Hannover. Auch wieder eine sehr moderne äh Version
- davon. Also, ich kann mich damit nicht so extrem anfreunden, aber im Prinzip dieses Wappen mit den ganzen Bestandteilen haben wir auch schon im
- Stadtsiegel von 1266. Also, das ist sehr, sehr alt. Und die Plasmierung dieses Wappens lautet: Das Wappen der Stadt Hannover zeigt eine
- silberne Mauer mit zwei Zinnentürmen auf rotem Grund. In dem offenen Tor befindet sich unter schwarzem Fallgatter ein goldenes Schildchen mit einer grünen
- Marinenblume oder Kleeblatt. Ungeklärt steht so in der Plasonierung, also die legen das nicht fest. Zwischen den Türmen steht ein goldener Löwe. Und wie
- gesagt, das nutzen sie seit dem ersten Siegel von 1266 unverändert und die Bestandteile sind eben für ein Stadtsiegel sehr typisch. Die befestigen
- der Stadt als Kern haben wir z.B. Bei Hamburg hat wir vorhin kurz gesehen, da ist auch so eine Stadtbefestigung drinne. Haben wir immer wieder der Löwe
- ist der Löwe der Welfen. Also das geht direkt auf Heinrich den Löwen zurück. Dessen Wappen wird ja gezeigt auf der Mauer stehend. 1534 nach dem Mittelalter
- kam dann der Schild mit Marinenblume oder Kleblad dazu. Ich habe nichts dazu gefunden, was es genau bedeutet, wo das herkommt. Vielleicht weiß jemand von
- euch das kann mir gerne schreiben, aber tatsächlich sehen wir hier, wie ein Stadtsiegel quasi eins zu ein zu mbappen wird. Das haben wir auch gar nicht mal
- so selten. Jetzt gehe ich ein bisschen raus aus meiner eigentlichen Liste nach Größe und nehm Lübeck mit rein. Ist eigentlich zu klein für eine Erwähnung
- in dieser Liste, aber es ist tatsächlich von den Farben her eine ganz wichtiger Punkt. Deswegen will ich hier noch mal kurz dazu nehmen. In Gold ein rot
- bewährter schwarzer Doppeladler mit einem von Silber und rot geteilten Brustschild. Und da haben wir schon wieder mehrere Wappen zusammengefügt,
- denn das eine ist natürlich der Reichsadler, ganz klar. Das andere ist ein sehr einfaches hier als Brustschild dazu gebracht wurde und das natürlich
- die Hansfarben. Da ist Lübe ein ganz wichtiges Beispiel. 1299 wird zum ersten Mal ein Lybische Flogle, also ein Flügel erwähnt. Ein schmaler langer Reifen am
- Mast von Schiffen. Hier sehen wir nur das Fänchen. Könnte auch die Farben gehabt haben. In Siegeln tauchen so Sachen auf, aber ist natürlich als
- Siegel nicht einfach zu erkennen. In Schriftgellen haben wir eben diese Bericht von diesem Lokle. Und dazu führt Lübeck auch noch ein zweites Wappen ab
- dem 14. Jahrhundert, nämlich den königlichen Adler, wie andere Stäte auch dürfen es verwenden. Um 1450 werden dann beide Teile kombiniert. Hier haben wir
- den Doppeladler mit dem Brustschild. Die Form bleibt dann und vor allen für die Hansstätte wird natürlich diese Farbe rotweiß identitätsstiften. Hat man in
- ganz ganz vielen Hansstätdten. Und im 19. Jahrhundert wird's dann sogar Teil dieser Fahne. Wer jetzt sagt Reichsfahne noch nicht ganz, das ist
- erstmal die Fahne für Kriegs- und Handelsschiffe des norddeutschen Bundes und da sind sowohl die preußlichen Fahnen schwarz-weiß als auch die
- Hansfahen rotweiß eingeflossen und damit heralis stimmt, hat man eben diese Aufteil gemacht schwarz silberrot. Also tatsächlich die Fahren, die dann ab 1871
- die Reichsfahne ist, wurde dann direkt übernommen, aber tatsächlich ist älter, weil erstmal nur eine Schiffsfahne, aber das ist direkt von den Löbecker oder
- zumindest den Hansefarben beeinflusst. Eine andere Hansestadt Rostock hat ähnliche Farben, hat eine andere Lösung gefunden. Das Stadtwappen ist ein
- geteilter Schild, oben in blau ein schreitender goldener Kreif mit aufgeworfenem Schweif und ausgeschlagener roter Zunge unten von
- Silber über rot geteilt. Silber über rot. Manchmal ist lustig, wie die Sachen wie mehrere Plasonierung dasselbe beschreiben mit unterschiedlichen
- Lösungen. Finde ich auch ganz spannend. Auch hier finden sie natürlich ausdrücklich die Hansfarben kombiniert mit diesem Kreis. Die Entstehung kann
- man prima an den Siegeln der Stadt ablesen, denn die haben drei Siegel verwendet. Das ist das ursprüngliche Stadtsiegel, das den bekannten
- Mcklenburger Stier zeigt. Das Gegensiegel dazu. Also, die haben auch so ein Bestätigungssiegel verwendet, wird hier auch als Geheimsiegel
- bezeichnet. Das zeigt den Kreif und ist so ab 37 in Gebrauch. Und im Krieg der Hanse gegen die dänischen König Waldemar den I wird dann zur Finanzierung dieses
- Krieges eine Hafenabgabe eingeführt. Die Bezahlung ab 1367 wird dann ebenfalls mit einem Siegel quittiert. Das ist gar kein offizielles Siegel,
- sondern wirklich nur für diesen Zweck. Und da haben wir jetzt den Kreif mit dieser Teilung rot und weiß wahrscheinlich hier noch umgekehrt. Auf
- Siegeln ist immer schwer zu sagen, was soll rot soll was soll weiß sein? Aber ich nehme an diese Ranken [schnauben] das rot markieren sollen, aber da haben
- wir diese Kombination tatsächlich zum ersten Mal und damit ist dann ist sehr trollige Version, damit ist dann das Rostdocker Bappen entstanden. Verändert
- sich auch nicht mehr groß, wie gesagt, die Hanselfarben werden ir umgekehrt. Warum auch immer, frag mich nicht, aber die Bestandteile sind dann eben schon
- ausgebildet. Jetzt wird es lustig, denn ich habe so Erfahrung mit der kommenden Stadt und habe meinen Kommentaren auch Erfahrung und als ich das Wen gesehen
- habe, war ich ein bisschen verwundert. Das ist Magdeburg. Erst zur zur Plasonierung. In Silber eine gezinnte rote schwarz gefugte Burg
- mit zwei spitzbedachten Türmen, geöffnetem goldenen Tor und hochgezogenem schwarzen Fallgitter. zwischen den Türmen wachsend, ich hoffe
- es heißt wachend, hier steht wachsend, eine grün gekleidete Jungfrau, die Magdeburger Jungfrau, in der erhobenen rechten einen grünen Zweig emporhalten.
- Wie normale Menschen unsere Region sage ich halt sage ich halt Magdeburg. Und wenn ich Magdeburg in einem Video sage, dann habe ich sofort Kommentare drunter,
- die sagen, das heißt nicht Magdeburg, das heißt Magdeburg und s ich sagen, ja, die Markt heißt aber Markt und nicht Markt. Und dann wird mir immer gesagt,
- es kommt nicht von der Markt und jetzt sehe ich dies Wappen. Wollt ihr mich eigentlich verschaukeln? Also, es ist auf eurem Wappen. Die Markt
- ist auf eurem Wappen drauf. kann man nicht nicht schön reden, da ist eine Markt und ihr kritisiert mich, wenn ich Markte Burgstadt Magdeburg sage.
- Irgendwas ist irgendwas ist da ganz ganz falsch. Die Wortherkunft ist tatsächlich die Wortherkunft ist tatsächlich eine andere. Es kommt gar nicht von Markt
- ursprünglich, sondern altes Wort für mächtig, mächtige Burg quasi. Das ist eine lokale Legende bereits aus dem Mittelalter. Schon das Stadtsiegel von
- 1244 zeigt eine Markt und frühe Darstellung wie das hier aus dem späten 15 Jahrhundert zeigen genau dasselbe. In den frühen Darstellung hält sie noch
- einen Ring oder sowas. Später wird dann manchmal eine Kugel draußen und später wird dann ein Reifter raus oder ein Kranz, wie wir es heute noch sehen. Das
- ist von 1639, da hat sich schon herausgebildet. Ab dann haben wir ungefähr eine ähnliche Version. Und Fun Fact, das aktuelle Wappen von Magdeburg
- ist zwar rechtsgültig, aber nicht genehmigt aufgrund heraldischer Mängel. Die aktuelle Version wurde beanstanden, die Burg sei zu klein, die Jungfrau zu
- groß, dadurch gibt's zu viel leeren Raum und das sei Heraldig nicht gut. Also tatsächlich, wenn ihr es mal vergleicht, das hier gilt als heralig besser. So
- will man es eigentlich haben. Und eigentlich hätte es, ich weiß nicht, ob es Bundesrecht oder Landesrecht ist, hätte es eine Prüfung oder Genehmigung
- geben müssen das Landeshauptarchiv und die haben das abgelehnt. Die Landesregierung hat dann aber zugelassen quasi am Landeshauptarchiv vorbei und
- deswegen hat Magdeburg ein nicht heralliges, aber genehmigtes Wappen. Auch eigentlich zu klein für unsere Aufzählung, aber als Wappen durchaus
- nicht ganz unwichtig ist meins. Hier wieder die modernste Version. [schnauben] ist wieder sehr reduziert. Ich hätte mir
- das ein bisschen hübscher gewünscht, aber das Wappen wird plasoniert als das Wappen der Stadt Mainz zeigt zwei durch ein silbernes Kreuz verbundene schräg
- gestellte sechs speichige silberne Räder auf rotem Untergrund und die Herkunft steht vermutlich im Zusammenhang mit dem Heiligen Martin, dem wir dieses Rad
- immer wieder angedichtet. Der ist der Stadtpatron. Eine andere Erklärung ist, dass das Christusmonogramm in einen Kranz oder ein Nimbus, also quasi einen
- Heiligenschein gepackt wurde, dadurch ein Rat entstanden sei und das sei das Zeichen des Bistums Mains geworden. Man kann aber sicher sagen, das Rat ist dann
- Zeichen des Erztbistums und Kurfürstentums meins. Hier habe ich ein Bild der Kurfürsten über dem ganz linken ist das Minzer Rat zu sehen. Die Stadt
- dagegen zur Abgrenzung vom Bistum nimmt zwei Räder und verbindet sich ein Kreuz. Da gibt's auch wieder 1000 verschied verschiedene Varianten. In der
- Geschichte sind die teilweise auch acht speichig und nicht sechs speichig. Manchmal sind die gerade ausgerichtet oder schräg gestellt, wie hier. Das ist
- eben auch die aktuelle Version. Aber wie gesagt, da gibt's ganz ganz viele verschiedene Varianten und dann gibt's natürlich auch Städte, die dazu gehört
- haben zum Erzbistum, die das übernommen haben. Und ein sehr prominentes Beispiel, gar nicht mal so nah an meins, ist die Stadt Erfurt. Hier haben wir
- eine äh früh neuzeitliche Version des Wappens hier mit acht Speichen, aber es tatsächlich das letztes Jahr Mainz Rat, das die Airfoto übernommen haben. Und
- zwischendring gibt's dann auch mal, ich glaube im 17. Jahrhundert eine Version wie diese, da haben wir wieder die Landsbergerpfäle. Also da haben wir
- dasselbe, was wir auch in Leipzig, Chemnitz und Dresden haben, haben wir auch in Erfurt mal gehabt. Zu dem Zeit ist vermutlich gerade zu Sachsen
- gefallen, aber sieht man auch schön, wie solche Wappen dann ergänzt werden. Aber letztlich kann man sagen, dass das Rad aus Erfurt eins zu ein das Minzer Rad
- ist. Regensburg habe ich auch noch mal dazu genommen, weil das hatte ich vorhin ja Heiligo, der ihre Attribute Prem wäre auch ein schönes Beispiel gewesen. In
- rot zwei schrägekreuzte silberne Schlüssel. Das ist schön knapp. Und passend für eine Bischofstadt sind die Schlüssel hier die Attribute von Petrus.
- Im Konogram hat schon das allererste Stadtsiegel von Regensburg das Attribut des Schlüssels und seit dem Spätal haben wir eben die silbernen gekreuzten
- Schlüssel auf rotem Grund. Da ändert sich nicht mehr so wahnsinnig viel, aber da haben wir genau diesen Attributsaspekt eben. Und ebenfalls ein
- wichtiges Wappen, auch wenn die Stadt selbst eigentlich zu klein ist, ist Trier. Da haben wir den Heiligen in dem Fall passend dazu, auch wieder mit
- Schlüssel in der Hand. Hier haben wir aber tatsächlich mal eine stilisierte Mauerkrone über dem Bappen. Das haben wir inzwischen gar nicht mehr so häufig.
- Früher hatten das Stadtw häufiger mal in rot der stehende Nimbierte und golden gekleidete St Petrus mit einem aufrechten abgebendeten goldenen
- Schlüssel in der rechten und einem roten Buch in der linken. Nimbi heißt hier hat einen Heiligenschein. Das muss in die Beschreibung rein. Und ähnlich wie der
- Mönch im Münchnerwappen ist das auch eben sehr sehr altes Wappen, das so weiter verwendet wurde. Nach Zeitgeschmack immer mal wieder
- verändert. So sieht er um 1495 aus. So sieht ja um 1605 aus und noch 1970 sah er so aus und dann wurde irgendwann ein neues Wappenauftrag gegeben. Also man
- sieht Wappen verändern sich gerade bei so fürglichen Darstellung kann man auch dies der Plasonierung gar nicht so unfassbar viel raus haben. Also gibt's
- unfassbar viel Gestaltungsmöglichkeit und dementsprechend können die sich eben sehr sehr stark unterscheiden und gerade modernes Design ändert natürlich noch
- mal deutlich. Das waren jetzt die großen Wappen der deutschen Großstädte. Ich habe aber noch ein paar, ja, sagen honorable mentions, ein paar
- Besonderheiten, die ich dazu nehmen will, weil bis jetzt hatten wir eigentlich nur Städte, die im Mittelalter schon existiert haben.
- Möchten ein paar spätere Gründung oder zusammen Schließungen zeigen. Das ist Sabrücken. Und Sabrücken ist tatsächlich ein Zusammenschluss, nämlich aus den
- Städten Sabrücken, St. Joren und Malstadt Burbach ist 19 entstanden. Es gab auch vorher bereits Sabrücken. Dementsprechend ist der silberne Löwe
- auf blauem Grund hier das alte Sabrückenwappen. Die beiden ein wurden dann angefügt und so ist ein ganz neues Wappen entstanden. Also auch heute noch
- entstehen immer noch neue Wappen, gerade bei solchen Verschmelzungen und hier konnte man natürlich sehr gut auf alte Sachen zurückgreifen. Bei einigen
- Statten war es nicht ganz so einfach. Wuppertal ist ein altes Wappen, so erstaunlich es klingt, denn Wuppertal ist auch ein zusammengefasste Stadt aus
- den Städten Bah und Elberfeld und paar kleinachen. Dieses Wappen ist 1934 entstanden. Es zeigt den Bergischen Löwen, hat man von bei Düsseldorf schon
- und er hält den Rost des Heiligen Laurentius, das ist aus dem Elberfelderwappen und steht auf Garnstrengen. Das ist das Wappen von
- Barmen. In beiden Wappen ist auch jeweils der bergische Löwe drin. Also das äh Elberfelderwappen ist wirklich der Löwe mit dem Rost. Das warpen ist
- der Löwe auf den Garnstrengen und man hat's einfach zusammengefügt, hat offensichtlich gut gepasst und ist dann am Ende bei diesem Wappen rausgekommen.
- Leverkusen, da habe ich tatsächlich mal gewohnt. Ich war mal längere Jahre Bürger von Leverkusen. Die haben auch den Berglichen Löwen genommen. Liegt
- tatsächlich auch im alten Herzogtum oder Grafschaft Berg. Hat sehr gut gepasst. Und hier hat man sogar zwei Wappen der Familie Berg kombiniert, denn der Löwe
- ist der bekannte bergische Löwe, dieser äh Wechselzinnenbalken heißt das Ding im Vordergrund. Das ist aus dem Stammwappen der Krab von Berg aus dem ursprünglichen
- Wappen. Da haben wir den rausgenommen, beides zusammengefügt und hat tatsächlich ein gar nicht mal so un heralliges Wappen daraus gemacht. Ist
- tatsächlich erst sehr spät entstanden. Diese Wappen ist von 1976, also zu meinen Lebzeiten noch gestaltet worden. Auch heute werden immer noch neue Wappen
- nicht nur umgestalt, sond auch noch erlassen tatsächlich. Und Paradebeispiel für eine Gründungsstadt, wo vorher gar nicht mal so richtig viel gewesen ist,
- ist hier in dem Fall Wolfsburg und die haben sich offensichtlich an den regionalen Wappen orientiert, so wir in Hannover den Löwen auf dem Zinnen
- hatten. Oder zwischen Türm haben wir hier den Wolf. ist natürlich ein sprechendes Wappen. Ähm, also eigentlich auch wenn die die Darstellung hier sehr
- modern aussieht, hat man sich genau an dem orientiert, was solche Stadtwappen üblicherweise hatten. Auch wenn es natürlich keinen Siegel gab, aus dem man
- es herholen konnte, aber man hat sich schon sehr daran gehalten. Wichtige mittelalterliche Städte, die ich noch nennen möchte, die es nicht in der Liste
- der größten geschafft haben, ist hier z.B. Braunschweig. Den Löwen haben wir seit mindestens 1231. sehr sicher ist, dass der Löben von Heinrich dem Löwen.
- Damit ist das tatsächlich eins der älteren durchgehend genutzten Wappen. Münster ist so ein lustiger Sonderfall, weil es sich von anderen Wappen deutlich
- unterscheidet. Ist auch ein sehr altes Wappen. Ist nicht vom Stadtsiegel abgeleitet. Das sind ja die meisten haben irgendwas mit dem Siegel zu tun.
- Hier tatsächlich mal gar nicht, weil wie soll es auf dem Siegel? Das funktioniert nicht. Und für ein Stadtwappen ist es ohnehin eher ungewöhnlich. Also so auf
- Faren hat man das ja häufiger diese Farbteilung auf Wappen eher selten. Es gibt auch keine offizielle Blasonierung. Die meisten anderen Bappen haben
- irgendwann eine offizielle Beschreibung hier tatsächlich nicht und ist eine Mischung aus dem goldrot goldenen Wappen des Fürstbischofs und vermutlich in
- Hansefarben. Also die sind hier wahrscheinlich auch wieder reingeflossen. Dann ist das hier entstanden. Zeitweise gab es auch
- unheralliche Versionen, wo die Kombination Gold, Silberrot war und Gold und Silber dürfen sich bei den Wappen eigentlich nicht berühren. Metalle und
- Metalle dürfen sich nicht berühren und Farben und Farben nicht und Gold und Silber sind beides Metalle. Daher ging das nicht. Ein wirklich interessantes
- Wappen ist dann Augsburg. Ich habe h extra ein altes Bild genommen aus dem 15. Jahrhundert. Das sieht man schon in seiner vollen Pracht. Das zeigt nämlich
- eine Zirbelns. Also ein Zapfen der Zirbelkiefer ist eigentlich südlich der Alpen oder in Hochalpen ansässig. im Mittelalter
- allerdings auch nördlich der Alpen, zumindestens teilweise um Augsburg offensichtlich nicht so ganz, denn die Geschichte ist hier ursprünglich waren
- das Trauben auf dem Wappen war ursprünglich Trauben abgebildet und angeblich nach einem Fund einer Zirbelnuss 1467 in Augsburg wurde es
- dann wohl geändert. soll was mit der römischen äh Siedlung da zu tun gehabt haben. Also ob da jetzt eine echte Zirbelnuss gefunden wurde oder eine
- historische antike Darstellung der Zirbelnuss ist nicht ganz klar, aber möglicherweise war es genau das und dann wird aus diesem Traubenwappen eben ein
- Zirbelnusswappen. Ulm, auch eine wichtige Stadt in Süddeutschland, hat ein extrem einfaches Wappen, nämlich nur oben schwarz, unten weiß. War früher mal
- ein komplexeres Wappen. Es gab nämlich auch da Brustschild eines Reichadlers. Die haben den Reißadler benutzt. auf der Brust eben dieses schwarz-weiße Schild
- haben wir so ähnlich schon gesehen. Mit dem Ende des Heiligen Römischen Reiches haben sie dann eben den Reichsadler wieder getilt und haben seitdem nur noch
- dieses einfache Wappen und eine Besonderheit haben wir zum Schluss auch noch, nämlich mit Brandenburg an der Hafel. Das hat ein Doppelwappen, nicht
- drei Wappen wie im Fall von Essen, auch keine zwei Wappen nebeneinander, sondern tatsächlich zwei Wappen, zweier Städte, die zusammengewachsen sind, nämlich der
- Altstadt Brandenburg und der Neustadt Brandenburg. sind zwei Siedlungen gewesen, die waren getrennt voneinander. Das ist bei der Gründung gar nicht mal
- so selten, dass beide sich soe weit entwickeln, dass sie dann gleichberechtig nebeneinander stehen. Das ist eher ungewöhnlich. Und als die
- 17 15 zusammengefügt wurden, ist dann daraus eben dieses gemeinsame Wappen geworden. Und der Raldich links, also für euch auf der rechten Seite, bei
- Raldig ist das links, ist das Wappen der Neustadt Brandenburg mit dem Ritter. Auf der anderen Seite ist die Altstadt mit weiteren Wappenarne und vor allen Dingen
- unterscheiden die beiden sich in der Farbe der Dächer. Blau ist die Neustadt, grün ist die Altstadt, das unter der Krone ist dann das Wappen von
- Brandenburger der Habel. gibt's tatsächlich in der Form auch sehr sehr selten. Wollte ich auch noch mal dazu machen, auch wenn Brandenburg viel zu
- klein für diese Liste wäre, aber es ist ein sehr sehr spannendes Wappen. Ja, das war meine Liste der Wappen der größten Städte in Deutschland plus ein paar
- Besonderheiten, die ich auch noch anfügen wollte einfach so, weil es interessant ist für Wappenwesen, aber so entstehen Stadtwappen. Also, wenn ihr
- einen Stadtwappen entwerfen wollt, z.B. als gute Geschichtsnörts irgendwie für Rollenspieler ähnliches, jetzt wisst ihr ungefähr, wo die Wappen herkommen, also
- aus Siegeln. Welche Bestandteile gibt es? Entweder das Landeswappen in dem Fall eben den Reichsadler, der dann ergänzt wird mit dem Status einer freien
- Reichstadt z.B. oder die jeweiligen Herrscher tauchen auf oder aus den Stadtsiegel, dass man eben einen Heiligen hat oder eine
- Befestigungsanlage, die im Stadtsiegel auftaucht. Das sind alles Bestandteile, die dann am Ende ins Wappen reinkommen. Farben können geändert werden,
- Darstellen können geändert werden, es können Zuschläge dazu kommen, aber das ist Kunden Pronom, was ich gezeigt haben, sind so die Hauptvarianten, wie
- solche Siegel entstehen, wie solche Wappen entstehen und es sollte eigentlich genug sein, um so Stadtwappen in Zukunft zu verstehen. Wenn ihr in
- Zukunft Stadtwappen sehen werdet auf euren Reisen oder sowas, könnt ihr sagen, okay, ich weiß, so ähnlich kenne ich von anders woher. Wie Gründe hat das
- für dieses Ding? Es gibt ja wahnsinnig viel Legenden darum. Meistens muss man am Ende sagen, Legende ist wahrscheinlich falsch, wahrscheinlich
- als einfachere Gründe, aber eure nächsten Startwappen werden euch nicht mehr ganz so verblüffen wie bisher. Hoffe ich zumindestens, dass mein Video
- ein bisschen dazu beiträgt. Was ich bei der ganzen Sache merkwürdig finde, viele Städte ersetzen ihre Wappen nach und nach. Ihr habt ja eben ein paar mal
- gesehen, ich habe da kritisiert, dass diese Wappen nicht mehr so wahnsinnig schön sind. Hier z.B. Wie sieht man das Weinserwappen? Da habe ich ja gesagt,
- diese Räder und das ist eine alte Version des Wappens. Finde ich persönlich viel viel schöner. Kann ich mich mit anfreunden und nicht nur, dass
- die Wappen reduziert werden. Teilweise werden Logos Design, die dann das Wappen quasi ersetzen sollen. Städte wollen modern
- wirken, wollen ein Logo benutzen. Und ich bin mir gar nicht sicher, ob das eine gute Idee ist, weil ich glaube, Wappen sind beliebt. Gibt auch in vielen
- Städten dann auch so so Bürgerinitiativen oder auch Unterschriftenlisten, die das alte Wappen wieder haben wollen, also
- ausdrücklich. Und wenn man das so komplett ersetzt, diese Wappen haben Jahrhundertelang gehalten, haben auch immer Identität gestiftet und ich
- verstehe das mit jedermannswappen. Also diese Wappen sind ja Amtszeichen, die darf nicht jeder Mann verwenden. Schon gar nicht irgendwie ein Eindruck
- erwecken ist ja irgendwie offiziell. Das haben wir bei den Bundesländern auch beim Bundesadler ganz genauso. Der darf z.B. bei der Fußballwm darf die Fahne
- mit dem Adler gezeigt werden, dass es nicht legal ist. ist dann nur geduldet, weil eigentlich ist das ein Amtsymbol und deswegen gibt's diese
- Jedermannswappen, die sind oft reduziert, aber ich finde diese Logos, die bringen da noch mal was rein, die die steigern es noch mal mehr und ob das
- eine gute Idee ist, weiß ich nicht. Ich glaube, dass da die Planer die Nostalgie unterschätzen, unterschätzen, wie beliebt und auch Identitätsstiften diese
- Wappen sind. Mittlerweile haben wir auch über Stadtwappen hinaus ganz viele Dorfwappen. Also, es gibt ganz, ganz viele Dörfer, die sich auch Wappen
- gegeben haben. Das ist teilweise historisch. Es gibt Dörfe, die haben lange Wappen. Teilweise ist unhistorisch und heute als Gemeinden wollen sie da
- auch nicht zurückstehen, geben sich Wappen. Teilweise sind es die Wappen von ansässigen Adelsfamilien, die übernommen werden. Ist so herallig, solala.
- Teilweise werden auch moderne Wappen design. Das ist ganz unterschiedlich. Aber im Prinzip kann man wirklich sagen, wenn ihr euch umschaut, fast jedes Dorf
- und fast jede Stadt hat inzwischen Wappen. Es gibt ganz ganz wenig Ausnahmen. Wenn es euch Spaß gemacht hat, ich habe noch andere Videos zum
- Thema Wappen. Ich habe als zu den Wappen der Bundesländer. Ich habe ein generelles Video zum Thema Wappen, wo ich Wappen überhaupt erkläre. Also
- Tinkturen, Farben, Wappenfiguren, wie sie muss ein Wappen aussehen, könnt euch anschauen, werde ich gleich verlinken. In der Endcard könnt ihr auf beides äh
- klicken. Wenn es euch Spaß gemacht hat, guckt auch meine anderen Videos, liked den Kanal, hypt das Video, lasst ein Like da und am allerbesten teilt es.
- Wenn euch das Video gefallen hat, zeigt sie in den sozialen Netzwerken, macht andere doch aufmerksam, das hilft mir mal am meisten. Mir bleibt da nur noch
- zu sagen, danke, dass ihr dabei wart. Vergesst nicht am Gewinnspiel von Anja Sedler teilzunehmen. So ein Seiten Wappen hätte ich auch gerne. Die sind
- richtig schön, kann ich nur empfehlen. Und wir sehen uns hoffentlich wieder nächste Woche zum neuen Thema. Bis macht's gut und bleibt gesund.
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